Gevelsberg gerät ins Hintertreffen und verliert an Dynamik

 

25.8.2016 – Die Zukunft des Gevelsberger ProCity Internetauftritts wird besprochen Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Der Berg kreißte und gebar zwei kleine Mäuse.

Unsere heutige Zeit ist sehr schnell und manch einer gerät da flugs, ohne es zu wollen, ins Hintertreffen. In einigen Bereichen unserer Gesellschaft ist die Zeit allerdings eine Spur schneller. Wir reden von der digitalen Welt, dem IT Bereich oder dem Internet.

Lange Zeit galt Moore’s Law, nachdem sich die Geschwindigkeit eines Computers jedes Jahr oder alle zwei Jahre verdoppeln würde und die Größe eines Computers dementsprechend um die Hälfte verkleinern würde. Es war eine Faustregel, die die digitale Revolution widerspiegeln sollte und auch spiegelte. Man konnte diese Faustregel 2016 nicht mehr fortführen, zeigt doch alleine die Princeton-Architektur die Grenzen des technisch machbaren auf. Trotzdem deutet sich wiederum eine Revolution im digitalen Bereich an, der Quantencomputer der mit Qubits arbeitet steht in den Startlöchern. Ab 50 Qubits rechnet man mit dem Durchbruch für einen Computer zur Serienreife, zur Zeit beherrscht man 10 Qubits. Google, Microsoft, Amazon, und IBM arbeiten mit Hochdampf an diesem Computer. Wer das Rennen macht, wird Milliarden einfahren.

Um die Dimension eines Quantencomputers einmal aufzuzeigen; er würde bei Verwirklichung die derzeitige Rechenleistung des Blue Gene/Q-Systems, ein Spitzensystem, von IBM um das millionenfache erweitern.

Aber keine Angst, Deutschland kann sich solchen Spitzenleistungen langsam nähern. Die einzigen die an der Forschung in Deutschland beteiligt sind ist die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RTHW).

 

Was hat das mit Gevelsberg zu tun? Nichts! Denn man sollte schon die Dynamik unserer Zeit aufzeigen. Das verdeutlicht aber auch, wir haben kaum Zeit für Romantik, die es uns erlauben würde, auf zurückgebliebene, sicherlich sympathische, Zeitgenossen zu warten.

 

Christian Frohn Foto: Linde Arndt

Und in dieser Zeit kommen die beiden „kleinen Mäuse“ in Gevelsberg mit ihren Internetportalen auf den Markt. Nils Widal mit dem Portal https://www.heimathandel.de und Christian Frohn mit dem Webauftritt der Werbegemeinschaft „Pro-City“ http://www.city-gevelsberg.de/, beide haben einen neuen Internetauftritt hingelegt. Toll!

Beide Auftritte stellen nur eine Weiterentwicklung des Internetprotals dar, welches die Hagener Firma Boldt im Kreis seinerzeit anbot, die dann  aber kläglich scheiterte.

Warum scheiterte die Firma Boldt? Es war die reine Ignoranz welche die Firma Boldt scheitern lies; denn Einzelhandel, Handel und Dienstleistungen waren für diese Firma ein Buch mit sieben Siegeln. Diese Firma dachte den Internetauftritt nicht vom Kunden her, sondern vom Firmeninhaber. Es waren wunderschöne Seiten, die ein Grafiker ausgearbeitet hatte, zeigte auch die einzelnen Geschäfte optimal. Der Besitzer konnte stolz sein auf sein Geschäft. Nur Kunden interessierten sich nicht dafür – für schöne Geschäfte. Heute rund 10 Jahre später, die Zeit ist noch schneller geworden, kommen Widal und Frohn mit zwei Auftritten die wieder nicht die Kundensicht berücksichtigt.

Beide Seiten sind schön anzusehen, modernes Design, HTML 4 (Html 5 gibt es anscheinend noch nicht), CSS2 und ein bisschen Java und fix und fertig ist der Kundenauftritt, sprich Einzelhändler. Denn der ist ja noch immer dem “IT Nerd” ausgeliefert. In den letzten 10 Jahren sind die Tabletcomputer, Smartphone, Netbooks oder Surface Books herausgekommen und statt 32-bit gibt es jetzt 64-bit Computer. Der Webtraffic hier in Voerde hat sich von 1.000 bits/sec auf 16.000 bits/sec erhöht (Allerdings im letzten Jahr erst). Die Einzelhändler verkaufen inzwischen zu rund 50% ihrer Waren online und den Rest stationär. Da kann man doch wohl Konzepte für einen anderen Internetauftritt erwarten, der mehr als nur aufgehübschte Seiten bringt?

Da kommt Christian Frohn mit einem “modernen” Kacheldesign daher, bindet eine Landkarte in die Seite ein, auf der die Mitglieder von Pro-City markiert sind. Toll! Daneben gibt es ein Alphaverzeichnis, an dem man die Mitglieder aufrufen kann. Falls ein Mitglied schon eine Seite hat, wird der User  per Link weitergeleitet. Die ganze Seite ist hell und freundlich aber auch unübersichtlich, eher so, wie ein Nachrichtenportal. Bedenkt man, dass in Gevelsberg 40% der Kunden aus dem Umfeld kommen, fragt man sich schon was will ein Kunde sehen oder wie wird man der unterschiedlichen Kundenstruktur gerecht? Bedenkt man außerdem, dass der Kunde auch der schnelllebigen Zeit unterworfen ist, fragt man sich wie findet der Kunde seinen Bedarf? Es sind so viele Dinge die hier fehlen obwohl sie umgesetzt werden könnten.

Was ist mit einer App oder was ist mit Push-Mails die die meisten ernsthaften Mobilphonenutzer heute als ein Must-Have einschätzen würden? Ich persönlich käme ohne Push-Mails, SMS oder div. Apps nicht mehr in Düsseldorf oder Dortmund zurecht. In einer für mich fremden Stadt spare ich enorm an Zeit mit dieser Technik.

Wenden wir uns aber mal den Apps zu. Sie können einfach programmiert werden und dienen dem Anwender als Informationsquelle.

Praktisch könnte der Einzelhändler seinem Kunden mitteilen, dass es wieder neue Produkte gibt auf die es meinetwegen besondere Konditionen gibt. Verbunden mit einem Warenwirtschaftsystem könnte der Kunde sogar abfragen ob der von ihm gesuchte Artikel an Lager wäre. Und er könnte bestellen – zur Abholung oder Hauslieferung.

Das alles und noch viel mehr geht heute im digitalen eCommerce, aber das ist noch nicht alles.

 

Nils Widal Foto: Linde Arndt

Kommen wir zum Auftritt „Heimathandel“ des Herrn Widal. Auch hier wunderschönes Design, mit einem 360 Grad Feature, welches aber nicht überzeugen kann. Es macht keinen Sinn in einem Laden sich um die eigene Achse zu drehen um dann das Warensortiment nur zu erahnen. Oder wenn man auf Markierungen klickt und ein nichtssagender Satz, wie „Willkommen“ oder hier ein Produkt und dort eine Produktgruppe. Das alles kommt so unfertig rüber. Und wenn Widal noch durch die Reihen geht und jeden Auftritt seiner Kunden mit gut markiert, kann man das nur als semiprofessionellen Webauftritt  einordnen.

Aber nichts desto trotz, die Funke-Mediengruppe ist auch irgendwie mit im Boot mit der Westfalenpost (WP) und Radio Ennepe Ruhr die beide mit dem Heimathandel verlinkt sind. Und damit das auch noch etwas lustiger wird, fühlt Widal schon mal bei Amazon fresh vor, für den restlichen Amazon Bereich könnte man ja dann das eigene Portal aufbohren um Amazon zur Gänze zu integrieren. Clever, clever.

Abschließend kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Zusammenarbeit der Nutzer des Portale mit dem Portalbetreibern ziemlich dürftig waren. Immer noch haben die Kleinunternehmer nicht erfasst, wie wichtig das Internet ist und wie wichtig ein schlüssiges Geschäftsmodell unter Einbeziehung des Internets ist. Widal und Frohn haben den riesigen Aufklärungsbedarf und die Überzeugungsarbeit nicht leisten können oder wollen. Die Kreidezeit lässt grüßen. Warum auch. Wollen sie beide doch nur ein gutes Geschäft machen und gut ist. So wird nur ein schnelles Geschäft gemacht, ein schlüssiges „After Sales Management“ ist hier nicht gewollt.

 

Gut ist, aber das ist ja auch wieder normal, die Responsivität der beiden Webauftritte. Und bescheiden kann man es auch für gut empfinden, dass überhaupt etwas gemacht wurde, wenn auch die Möglichkeiten nicht voll genutzt wurden. Bei Widal ist gut, dass er interkommunal agiert; denn letztendlich können diese kleinen Geschäfte nur überleben, wenn sie in einem gut erreichbarem räumlichen Umfeld einen großen Branchenmix vorhalten. Ob das aber gewollt war, wage ich zu bezweifeln. Und da kommen wir wieder zur Markttransparenz, die die beiden Portale zu leisten hätten aber nicht geleistet haben.

Daneben ist der Ausspruch der Gevelsberger Politik, die doch die Gevelsberger mit diesen beiden Webauftritten vorne sehen.Wo ist man da vorne, wenn man nur das notwendigste macht?

Die Gevelsberger Politik sollte sich mal Gedanken machen, wie erstrebenswert es ist, der zweite Verlierer zu sein. Der erste Verlierer steht im Südkreis schon fest – Ennepetal. Freude in Gevelsberg und Schwelm? Die ganzen Umsätze von Ennepetal sind weder nach Gevelsberg noch nach Schwelm abgewandert; die Oberzentren haben diese Umsätze kassiert. Man kann schon förmlich die Jammerei der Politik in 10 Jahren hören, wenn die Kleinstädte ihren Einzelhandel an die Oberzentren wie Dortmund oder Köln abgeben haben.

Man hätte auch eine andere Finanzierung wählen können, die die Webauftritte zeitgemäß, kundenfreundlich und letztendlich zu einem für alle erreichbarem Angebot geführt hätten.

Auch das Problem von Pro-City, ob ein Nichtmitglied mitmachen darf, ist nicht nachvollziehbar; sicher hätte (Oder nicht?) ein Nichtmitglied einen Jahresbeitrag für seinen Webauftritt bezahlt, wenn er das für Wert erachtet hätte.

Wie wurde von allen Gevelsberger Türmen gerufen, wir fangen jetzt erst einmal an. Na ja, diesen Ruf hat unsere Redaktion schon vor 10 Jahre durch die Firma Boldt vernommen.

Und erinnern sie sich noch, die Zeit ist verflucht schnell geworden, schneller als vor 10 Jahren, für Gemütlichkeit ist da sicher nur bedingt Zeit. Lesen sie nochmals den ersten Absatz dieses Artikels und sie werden erkennen, Gevelsberg hat sich nur etwas Zeit gekauft, um noch ein bisschen in der Vergangenheit zu kuscheln,wobei die Zeit läuft weiter und lässt viele hinter sich.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberger

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6 Kommentare
  1. Eike says:

    Hmmmm… Also egal, wie die Website aufgebaut ist, sie ist in den Augen des Autors immer – kurz zusammengefasst – “Schrott”. Weil die genannten Macher in den Augen des Autors keine Ahnung von der Materie haben. Der Autor vermag dies zu beurteilen, sonst hätte er wohl seinen Artikel anders (vielleicht so wie die Journalisten der hier vielgescholtenen Mainstream-Medien) formuliert. Das führt unweigerlich zu der Frage, warum der Autor sich auf den Posten “Journalist” und “Finger in die Wunde legen” zurückzieht und selbst keine Alternative zur Lösung des Problems anbietet. Völlig offen bleibt also, wie eine ideale Website für Gevelsberg und Gevelsberger Händler aussehen könnte. Der Leser erfährt nur: so nicht.
    Darüber hinaus vermisst der Autor “Apps” – also Programme für Mobilgeräte aller Art. “Sie können einfach programmiert werden und dienen dem Anwender als Informationsquelle”. Der Autor scheint Erfahrung in der Programmierung von “Apps” zu haben. Allerdings erwähnt der Autor nicht, dass das gewünschte Ziel der Anwenderinformation per “App” auch einer gewissen Infrastruktur bedarf, die bei dem bzw. bei den mitmachenden Händlern vorhanden sein muss. Natürlich ist diese Infrastruktur “herstellbar”. Selbstverständlich haben die “gängigen” Warenwirtschaftssysteme Schnittstellen, die auch “Apps” bedienen können. Aber wie sieht es mit der ganz profanen Anbindung des Warenwirtschaftssystems an das Internet aus. Natürlich kann auch dies “einfach” sein – Netzwerk-Stecker einstecken, Netzwerk- und Internetverbindung einrichten und los geht’s. Aber wie sieht es mit der Bandbreite aus ? Reicht die Bandbreite des Händleranschlusses aus, um ggf. tausende Anfragen gleichzeitig (automatische Suchmaschinenabfragen!) abzudecken ? Welche Sicherheitsmaßnahmen (=Sicherheitsinfrastruktur) muss vorhanden sein, um das Warenwirtschaftssystem – immerhin der intimste Teil der Händler-IT – hinreichend vor Angriffen aus dem Internet zu schützen ? Ja, das Programmieren mag einfach sein, aber hier verbirgt sich eine erhebliche System-Komplexität, die technischen Aufwand und finanziellen Aufwand erfordert. Dies wiederum führt zu einer eher betriebswirtschaftlichen Frage seitens des/der Händler: lohnt sich der Aufwand und welchen Mehrumsatz muss ich generieren, um die Kosten zu erwirtschaften ? Hier besteht natürlich ganz klar ein Unterschied zwischen Düsseldorf und Gevelsberg. Auf der einen Seite die großen Ketten, auf der anderen Seite das inhabergeführte Einzelhandelsgeschäft. Und dann kommt man zu dem Schluss, dass ein gemeinsam finanziertes Portal (unter Verzicht auf die ein oder andere technische Möglichkeit) vielleicht doch keine so schlechte Sache ist…

    VG
    Eike

  2. Redaktion
    Redaktion says:

    “(vielleicht so wie die Journalisten der hier vielgescholtenen Mainstream-Medien) formuliert. Das führt unweigerlich zu der Frage, warum der Autor sich auf den Posten „Journalist“ und „Finger in die Wunde legen“ zurückzieht und selbst keine Alternative zur Lösung des Problems anbietet. Völlig offen bleibt also, wie eine ideale Website für Gevelsberg und Gevelsberger Händler aussehen könnte. Der Leser erfährt nur: so nicht.”
    Das ist halt der Job eines Journalisten, er analysiert und zeigt auf.

  3. Schöber says:

    @ Eike
    Klar, für Sie sind die Seiten in Ordnung. Nur sind diese Seiten auch für die Kunden in Ordnung? Ich denke, diese Frage stellt sich nicht für Sie. Wenn der Autor dieses Artikels das Internet aufführt, so hat er Recht, indem er den Zeitfaktor ins Spiel bringt. Sie haben keine Zeit mehr zu proben. Und diese beiden Portale sind für mich keine ernst zunehmenden Portale. Ich habe keine Lust nach einem arbeitsreichen Tag, stundenlang in einem Portal zu suchen und dann keine Bestellung machen zu können.
    Sondern, kommen sie doch vorbei, es könnte sein wir haben das was sie gerade wollen.

  4. Gräfe says:

    Der Artikel ist vollkommen richtig. Gerade eben habe ich von dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) die Zahlen für 2016 gelesen. Demnach hat der Online Handel noch mehr Fahrt aufgenommen und 12,5% zugelegt, Dienstleistungen haben sogar 17,8 % zugelegt. Der Gesamtumsatz für 2016 betrug 70 Mrd.Euro.
    Und da meint der stationäre Handel er brauche noch nicht Gas zu geben und könnte in Ruhe noch einen Zwischenschritt mit ein paar nette Seiten einlegen.

  5. Eike says:

    Der stationäre Handel hat schon Gas gegeben – es ist ja nicht so, als wäre der Online-Wettbewerb spurlos am stationären Handel vorbeigegangen. Die großen Handelsketten haben sehr schnell reagiert und eigene WebShops eröffnet – weil sie es aufgrund des analogen Versandhandelsgeschäftes – also mit Katalog und Bestellkarte – und der dazu erforderlichen Infrastruktur (Anbindung an das WWS) konnten. Dazu hatten sie die finanziellen Mittel, die erforderliche Infrastruktur für einen Online-Versandhandel aufzubauen. Die beherrschenden Konzerne wie Amazon etc. haben eigentlich nichts anderes gemacht, als den Online-Versandhandel zum einzigen Geschäftsmodell zu machen und zu optimieren…
    Und dann ist da noch das inhabergeführte Einzelhandelsgeschäft, welches bisher noch nie im Versandhandel mitgemischt hat. Einfach, weil es nicht erforderlich war. Auch das WWS besteht in der Regel aus einem Regal mit Aktenordnern und die Inventur wird “klassisch” manuell gemacht. Vielleicht hat der ein oder andere inzwischen auf eine elektronische Buchhaltung umgestellt.
    Für den kleinen Einzelhändler stellt sich somit die Frage, wie er dem Online-Wettbewerb trotzen kann. Letztlich läuft es betriebswirtschaftlich auf eine “make-or-buy”-Lösung hinaus. Doch selber machen heißt, in WWS, Anbindung, Sicherheit, WebShop usw. zu investieren. Welcher “return-on-invest” muss erreicht werden, damit sich der Aufwand rechtfertigt und nicht mit dem Gang zum Amtsgericht endet ? Die “Kauf-Lösung” scheint schnell und günstig zu sein, doch der Teufel (=Komplexität) steckt im Detail. Wie werden Waren in der “Kauf-Lösung” eingestellt ? Wie läuft die Auftragsabwicklung ab ? Was macht der Dienstleister ? Und schon lautet die Frage wieder: welchen “return-on-invest” muss der Händler erreichen ?
    Technisch ist das alles machbar, keine Frage – gute Lösungen gibt es viele. Nur: lohnt sich das für einen Einzelhändler in einem Mittel- oder Nebenzentrum ? Alle sagen zwar, dass sie das kleine inhabergeführte Fachgeschäft lieben und gerne dort kaufen – nur tun sie es auch ? Alle sagen zwar, dass sie die Ware vorher einmal sehen und fühlen möchten – nur tun sie es auch ?
    Inzwischen bleibt es wohl meistens beim sagen… Wie viele gehen wohl in ein kleines, inhabergeführtes Fachgeschäft, lassen sich dort beraten und … bestellen dann im Internet beim billigsten Anbieter. Der streicht den Profit ein, der Fachhändler hat die (Beratungs-)Kosten… Insofern wird das kleine, inhabergeführte Fachgeschäft wohl aussterben. Ob mit Internet oder ohne. Die meisten Inhaber haben ohnehin nur noch wenige Jahre bis zur Rente. Und mit dem inhabergeführten Einzelhandel sterben auch die Mittel- und Nebenzentren. Die Trauer wird sich wohl in Grenzen halten – dafür sorgen schon die Oberzentren mit Einkaufserlebnis und die großen Online-Händler…

  6. Schöber says:

    @Eike Für den kleinen inhabergeführten Einzelhandel ist es nicht zu spät, nur er sollte sich mit seinen Kollegen solidarisieren um ein schlüssiges Konzept für den Online Handel erarbeiten. Dabei sollte die Wirtschaftsförderung einer Stadt, die Handwerkskammer und die IHK unterstützende hinzustoßen. Wenn dann noch in den Sitzungen nicht zu lange die “Selbstbeweihräucherung” vorhält, könnte es gelingen. Eine Prise Ehrgeiz und Durchsetzungskraft sollte schon vorhanden sein.
    Wenn die Mittelstraße in Gevelsberg fällt, stehen auch alle weiteren wirtschaftlichen Aktivitäten zur Disposition. Und wenn Sie den ROI ansprechen, der sieht bei den inhabergeführten Einzelhandel eher bescheiden aus; denn wenn ich die Miete nicht in die Kalkulation einfließen kann, fängt der Selbstbetrug an.

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