Führungsansprüche und Disziplinierungsversuche im Hauptausschuss?

[jpg] Wenn ich es nicht selber gehört und gesehen hätte, würde ich sagen, so was gibt es nicht.
Der Hauptausschuss tagte am 23.03.2010 und es gab an und für sich nur zwei Themen, die alle anderen Themen in den Hintergrund rückten. Die Themen, Anita Schöneberg und die SPD, EN-Mosaik mit seinem Artikel "Schallende Ohrfeige für Ennepetaler Verwaltung?".
Besonders möchte ich die fast schauspielerischen Leistungen von Walter Faupel (CDU), Wilhelm Wiggenhagen (der CDU nahe stehend), Rolf Hüttebräucker (FWE), Sabine Hoffmann (Bündnisgrünen) sowie Mathias Rehbach (CDU) als herausragend würdigen, wobei Wolfgang Frey (FDP)  in dieser Inszenierung eher in einer Nebenrolle auftrat.
   
Es war der Tag der Abrechnung und es wurde rhetorisch scharf geschossen.

Vorab wollen wir jedoch ein Verständnisproblem erörtern,  das der Demokratie.
Viele in Ennepetal meinen Demokratie bestünde alle 5 oder 6 Jahre aus einem kurzen Wahlkampf bei denen die Parteien oder Kandidaten mehr oder weniger irgendwelche allgemeine unverbindliche Aussagen machen. Dann geht der Wähler bzw. Bürger zur Wahl, macht sein Kreuzchen und gut ist. Zur Kontrolle nimmt der Bürger am nächsten Tag die Zeitung zur Hand um zu sehen ob seine Partei oder sein Kandidat es geschafft hat. Am Stammtisch werden sodann die dementsprechenden Kommentare abgelassen oder auch nicht.

Die Kandidaten und Parteien verschwinden hinter den Türen ihrer Sitzungssäle und kommen nach Ablauf dieser Periode wieder auf uns zu um erneut gewählt zu werden. Und so weiter und so fort. Ach halt, zwischendurch jammern die Parteien über die Politikverdrossenheit und dass ihnen die Mitglieder abhanden gekommen sind.

Wir, die Bürger, denken dieser Rat würde sich streiten, streiten um den besten Weg für uns, den Bürger. Da würden verschiedene Meinungen aufeinander prallen, gerungen und sodann mehrheitlich entschieden. Die oppositionelle Partei würde Strategien entwickeln um den politischen Gegner mit Argumenten zu bezwingen. Das alles auch öffentlich, so dass der Bürger weiß zu wem er stehen kann oder sollte. Nach Ablauf der Periode stellen die Parteien ihre Bilanzen auf, die führende Partei was sie erreicht hat und die oppositionelle Partei was sie hätte erreichen wollen, so sie die Führung gehabt hätte.

Nicht so in Ennepetal, hier gehen die Uhren anders, eben wie auf einer "Insel der Glückseligen". Bilanz erstellen, dass haben wir schon recht früh im März 2009 gemerkt, so was gibt es in Ennepetal nicht. Zielvorstellungen oder Perspektiven, werden gerade einmal über Personen definiert, die aber kaum eine belastbare Aussage machen.

Und die Entscheidungen im Rat?  Die sollen einstimmig gefällt werden, logischerweise durch die Vorgaben die die führende Partei vorgibt oder die Stadtverwaltung. Einstimmig deshalb, weil hinterher, wenn es schief geht, niemand sagen kann, ich war es nicht. Alle sind in der Pflicht. Wer dagegen stimmt stört die Harmonie, die Gemeinsamkeit und wird evtl. ausgegrenzt.

Nun hat sich aber 2009 etwas verändert, der Wind hat aufgefrischt, ein Blog, EN-Mosaik, ist in die Öffentlichkeit getreten. Nun ist ein Blog zuerst einmal nichts besonderes, es gibt Millionen davon. Nur für Ennepetal, der "Insel der Glückseligen" ist es was besonderes, Ennepetal tat bis zu unserem Erscheinen das Internet als eine Spielerei von irgendwelchen Freaks ab. In den nun fast 1 ½  Jahren hat EN-Mosaik allerdings in zunehmenden Maßen manchem, wie man so schön sagt,  das Fürchten beigebracht. Die Themen die EN-Mosaik aufgriff wurden fast immer in Kommentarform erstellt, also mit ganzer epischer Breite. Es wurden keine Rücksichten genommen, frech ohne Respekt wurde kommentiert eben auf Augenhöhe. Viele unserer Vorschläge, Gedanken aber auch Ideen fanden wir kurze Zeit später in einem Antrag der einen oder anderen Partei oder gar der Verwaltung wieder.  Wir konnten also sagen, wir waren auch konstruktiv.

Was uns allerdings immer störte, auch heute noch, ist das mangelhafte politische Verständnis aber auch die mangelnde Sensibilität der politischen Akteure. Dieses Gönnerhafte wie man mit dem Bürger umgeht, man etwas gnädigerweise verschenkt, als wenn man alles im Griff hat und als wenn es keine weiteren Optionen zu den gemachten Entscheidungen gäbe. Denn dies kehrt die Machtverhältnisse geradezu ins Gegenteil, denn der Bürger ist der Souverän, nicht umgekehrt.

 Und da kommen wir zu der Sitzung des Schulausschusses .

Diese Sitzung war für uns absolut inakzeptabel im Hinblick darauf, wie unsensibel man mit den Sorgen der versammelten Elternschaft umgegangen ist.

Wenn nicht Frau Schöneberg mit einer für Ennepetal genialen Strategie die Abstimmung verhindert hätte, wäre dies auch eine schwache Vorstellung der Demokratie gewesen. Das Problem was die anderen hatten, sie waren durch das folgerichtige Vorgehen von Frau Schöneberg geradezu zu Statisten degradiert worden.

   

Und das durfte in Ennepetal nicht sein, eine Frau in der Führungsposition!

1.    Richtigerweise hat sie die Einwohnerfragestunde vor dem Punkt, Schließung der Hasperbachschule, gesetzt. Denn was macht es für einen Sinn nach einem Beschuss zu diskutieren? Man hätte nur noch lamentieren können, mehr nicht. Motivierte Eltern, zumal die sicherlich ihre Kinder auch noch lieben, hatten sich noch eine Chance ausgerechnet diesen Beschluss zur Schließung zu verhindern. Warum nicht? Wir haben eine Demokratie!  Es wurde ja auch 30+ Minuten diskutiert. Jedoch die Verwaltung aus Stadt, Rat und dem Schulrat blockten. Überlegungen der Eltern wurden allesamt abgeschmettert. Wobei die Eltern sich redlich mühten, sahen sie auch darüber hinaus noch ihren Stadtteil gefährdet. Ich denke die Eltern haben hoch politisch und verantwortungsvoll diskutiert, was ich in diesem Zusammenhang den Politikern nicht bescheinigen kann. Es kam wie es kommen musste, man wollte zur Abstimmung schreiten, die CDU mit Herrn Knüppel drängte, wobei das Abstimmungsergebnis sich abzeichnete.

2.    Und jetzt kam das, was jede Opposition zu Freudentänzen verführt. Frau Schöneberg hatte noch einen Joker. Die Vorlage war nicht komplett, es fehlte eine Seite. Wie wir heute erfahren hatten, wurde das Frau Schöneberg um 15:00 Uhr von einer Mutter übermittelt. Sie reagierte und schrieb ein 3 seitiges White Paper, vorsorglich falls die Abstimmung schief laufen würde. Und es lief im Sinne der Mütter schief. Schöneberg nutzte den Formfehler aus und beantragte die Abstimmung zu vertagen, weil sonst die Abstimmung ungültig gewesen wäre. Gleichzeitig legte sie das 3 seitige Papier für das Protokoll vor, wobei sie den Inhalt auch noch durch Vortrag öffentlich machte. Wenn das keine gelungene Oppositionsarbeit war, die auch noch vorausschauende Elemente hatte, dann weiß ich nicht was Oppositionsarbeit sein soll. Die Vorlage war vom Tisch und hatte konstruktive alternative Vorschläge die die Vorlage obsolet machen könnte.

Das die Verwaltung damit vorgeführt wurde, hat Frau Schöneberg nicht zu verantworten, hätte die Verwaltung sorgfältiger gearbeitet wäre das halt nicht passiert.

Walter Faupel (CDU) drehte mittels einer Projektion im Hauptausschuss das ganze um. Ein wunderschönes Schauspiel. Er meinte, solch ein Thema sollte man sensibler (Hat Frau Schöneberg) anfassen, denn die Eltern mit ihren Sorgen um ihre Kinder hätten solch eine Politshow nicht verdient. Auch sollte man so nicht mit den Fehlern der Verwaltung umgehen. Eine Seite die fehlt kann doch nicht dazu führen, dass nicht abgestimmt würde. Wie bitte? Dann braucht man ja überhaupt keine Vorlage mehr und könnte auf Zuruf abstimmen.

Rolf  Hüttebräuker (FWE) assistierte indem er die Darstellung im Internet als schädlich sieht. Als Beispiel nannte er den Kommentar von Bernd Oesterling in der WR .Potenzielle Investoren für Ennepetal würden so nicht angezogen, er sieht schwarz. Sabine Hofmann (Bündnisgrüne) fand, dass nach der Wahl der Stil des Umgangs ein anderer geworden ist, es werden Nebenschauplätze aufgebläht. Klar, die Mehrheitsverhältnisse haben sich verändert. Die Verwaltung kann nicht mehr mit sofortiger Zustimmung rechnen. Und so ging es weiter und weiter.

Jörgen Steinbrink (SPD) meinte, wir schließen eine Schule sprechen aber nicht darüber was mit dem Stadtteil passieren soll ohne Gesamtkonzept sei dies falsch.Recht hat er.

Das ganze war nur dazu angetan die SPD und mit ihr Anita Schöneberg zu disziplinieren. Mittels einer Projektion wurde die Schuld umgekehrt. Nicht die Verwaltung hat den Fehler gemacht, sondern Anita Schöneberg. Ich sag doch, lassen wir hier in Ennepetal die Hexenverbrennung einführen.

Ja meine Güte, soll die Frau jetzt vorher in die Verwaltung kommen und die Vollständigkeit der Vorlagen prüfen?
Soll die SPD die Oppositionsrolle aufgeben und in eine große Schmusekoalition eintreten? Was soll das für eine Demokratie sein? Ich verstehe ja, dass die CDU und mit ihr die Verwaltung ihren Führungsanspruch formulieren will, aber die Opposition muss ihn doch nicht akzeptieren. Wenn Wilhelm Wiggenhagen seinen "Laden" nicht in den  Griff kriegt, so wäre es vielleicht überlegenswert  wieder ins zweite Glied zu treten. Anita Schöneberg ist doch nicht seine Sekretärin.

Und dann war da noch das Problem EN-Mosaik. Der Bürgermeister lauert darauf wie er das Blog abschießen kann. In dem Artikel  "Schallende Ohrfeige für Ennepetaler Verwaltung?" ,hatte er vermeintlich etwas gefunden. In dem Artikel, der übrigens in Kommentarform, wie übrigens alle Artikel, geschrieben ist, tauchten ursprünglich die beiden Worte "geistige Inkontinenz"(* auf.
Dies für ihn umso schlimmer da es  unter einem Bild stand, welches seine Kollegen darstellt. Er würde dies ja weg stecken, aber auf seine Kollegen würde er nichts kommen lassen, so Wiggenhagen. Und weiter, er würde das jetzt von der Staatsanwaltschaft überprüfen lassen.

Sich vor seine Kollegen zu stellen ehrt Wiggenhagen ja. Aber in diesem Falle benutzt er seine Kollegen, weil ihm persönlich die Artikel von EN-Mosaik schon lange ein Dorn im Auge sind. Denn mit dieser Vorgehensweise kann er die Staatsanwaltschaft prüfen lassen ob die Paragrafen §185 i.V. § 194 zum Tragen kommen. Dies kommt nur zum Tragen wenn er als Vorgesetzter das beantragt.

Nur Inkontinenz kommt von lat. incontinentia  und heißt soviel wie Nichtverhalten oder Unvermögen, nimmt man nun das Wort geistig hinzu, so ergibt das geistiges Unvermögen. Und dieses unsensible Verhalten der Verwaltung hätte man mit einem bisschen Nachdenken, so man wollte, zu einem sensiblen Verhalten, im Hinblick auf die Sorgen der Eltern, umkehren können. Tja, die meisten haben Latein eben abgewählt.

Was bleibt?

Nun, in der Wirtschaft hat man mehrseitige wichtige Vorlagen nummeriert indem man die Schreibweise 1/3, 2/3 und 3/3 bei wichtigen Vorlagen anwendete. So wusste jeder direkt es gibt 3 Seiten, in der Schulausschusssitzung wussten die Teilnehmer ja noch nicht einmal, dass es eine 3.Seite gab.  Ach ja, und wenn es in der Wirtschaft um Personalangelegenheiten, sprich Menschen, ging, nahm man andersfarbige Blätter oder kennzeichnete sie besonders. Warum? Weil es um Menschen ging. Dies erforderte ein besonderes Einfühlungsvermögen und einen dementsprechenden Zeitaufwand. In einem gut geführten Betrieb knallt man nicht eben mal dem Mitarbeiter die Kündigung auf den Tisch. Er verliert zwar seine Arbeitsstelle, jedoch sollte er seine Würde behalten können. Und das ist es was ich bei dieser Aktion bemängele, den Müttern und Vätern sollte die Würde gelassen werden indem nicht das Gefühl aufkommen kann, ihre Kinder ständen zur Disposition oder sind zu einem Verwaltungsakt degradiert worden.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

(* Die ursprüngliche Formulierung wurde nach einem Gespräch mit  der Pressestelle EN-Kreis im Einvernehmen geändert.

 

16 Kommentare
  1. Leserkritik says:

    Das nächste Versagen der Verwaltung… nach dem Bebauungsplan-Desaster am Brinkerfeld war die Verwaltung nun nicht in der Lage Erschließungsbeiträge korrekt zu berechnen. Wenn das keine Bankrotterklärung ist.
    Die Planung kennt nicht einmal die grundlegenden §§ des BauGB und lässt B-Pläne zur Offenlage beschließen, die so offensichtlich grobe Mängel aufweisen…

    Schön dass Herr Wiggenhagen sich vor seine Verwaltung stellt. Nur er ist für all das verantwortlich, was die Verwaltung tut – und welche Fehler sie begeht. Und das sind allein in diesem Jahr schon unerträglich viele und diese sind zu allem Überfluss auch noch unerträglich gravierend…

  2. Ennepetalerin says:

    Recht haben sie!
    Lassen sie sich bloß von niemandem einschüchtern!

  3. Jannik says:

    hallo herr gerhardt,

    diese zeilen werden sie wahrscheinlich ihrer eigenen zensur unterziehen, aber vielleicht lesen sie ja vorher mal zu ende, wenn sie schon nicht den mumm haben, kritik an ihnen zu veröffentlichen.
    ich habe eine zeitlang sehr häufig bei ihnen geschrieben, das war derzeit auch gut. jetzt sind ihre artikel leider nicht mehr ernst zu nehmen. sie suchen nur noch das negative und vergreifen sich in der wortwahl. sie waren mal objektiv, jetzt sind sie nur noch negativ. und zudem voreingenommen auf ennepetal zugeschnitten. in jeder anderen stadt gibt es genausoviel versagen, nur keine profilneurotische quertreiberin ohne ahnung, die dazu noch eine schlechte verliererin ist, wie frau schöneberg.
    es tut mir sehr leid, dass hier so deutlich aüßern zu müssen, aber es ist so. sie hat die wahl verloren, weil sie selber fehler gemacht hat. sie sollte endlich lernen, dass es jetzt ihre aufgabe ist, dieser stadt eine konstruktive ratsarbeit zu ermöglichen und nicht noch ihre parteigenossen in erklärungsschwierigkeiten zu bringen. o.k. die cdu hat sie beschissen, keine frage. aber ist es neu, dass walter faupel kein benehmen hat ? das hatte er noch nie. genausowenig wie michael eckhardt. das jedoch hat herr wiggenhagen und muss sich nun dafür rechtfertigen, dass er selbiges hat. bei der cdu, die ihm einen abwanderungswilligen als referent verordnet hat, der widerum versucht den bürgermeister überall schlecht dastehen zu lassen, denn schließlich will er ja selber dessen amt (das war ein o-ton von herrn palomba).
    aber sie herr gerhardt, haben sie diese art nötig ? sie verfügten einmal über eine vernünftige wortwahl und ereignisswidergabe, diese haben sie allerdings verloren. ihre artikel, egal worum es geht, sind nur noch negativ. und irgendwie kommen sie immer wieder auf ennepetal und das versagen der verwaltung. schauen sie mal ringsrum, da läuft es nicht anders. nur, die haben keine frau schöneberg, die nur kontraproduktiv aus gekränkter eitelkeit arbeitet. auch in gevelsberg könnte einer beleidigt sein, der hat aber stil bewiesen.
    also tun sie mir persönlich doch einen gefallen, kommen sie wieder auf den boden und werden objektiv, dann beteilige ich mich auch mal wieder.
    na herr gerhardt, mut genug, kritik an ihrer person zu veröffentlichen ????? ich denke eher nicht, daher eine gute nacht.
    jannik

  4. Redaktion
    Redaktion says:

    Ich geh einmal auf Ihre Provokation ein, nicht um etwas zu beweisen.

    1. Mit Frau Schöneberg haben Sie in keinster Weise recht. Ich glaube Ihre Beobachtungsgabe hat Sie da verlassen.
    In der ersten Phase des neuen Rates haben sich alle Parteien kontraproduktiv Verhalten. Denn ich kann nicht vom Sparen sprechen und so dann bei der Bildung der neuen Ausschüsse und der Bürgermeister mich genau konträr Verhalten. Damit hat der Rat als auch die Verwaltung es unterlassen ein wichtiges Signal auszusenden.
    2. Dies wurde noch überboten indem man zu guter letzt einen ersten Beigeordneten wählte, immerhin rund 12.000 €im Jahr, wenn es stimmt dass Herr Kaltenbach von A14 auf A16 gestiegen ist.
    3. Sicher war es Frau Schöneberg durch die verlorene Wahl, sowohl als Bürgermeisterin als auch bei der Stellvertreterwahl, nicht möglich sofort wieder Tritt zu fassen – verständlich. Zumal die gerüchteweise übermittelten Vorkommnisse in Voerde und Oberbauer,nicht gerade von einer einwandfreien Wahl sprachen.
    4.In Folge mahnten die Parteien im Rat zwar Sachpolitik an, selber äußerten sie sich aber nicht zur Sache. Tatsächlich beantragte Frau Schöneberg jedoch den Haushalt 2010 als Eckpunktepapier an. Dies wurde ihr aber als Stimmungsmache ausgelegt, für mich unverständlich. Von Frau Schöneberg wurden viele wesentliche Fragen zur Sache formuliert, alle berechtigt. Teilweise wurden diese Fragen oberflächlich und allgemein beantwortet, jedoch nie endgültig.
    5.Im Schulausschuss musste ich miterleben wie Ratsmitglieder mit besorgten Eltern umgehen,beschämend. Frau Schöneberg hat die Elternsache als einzige zu der Ihren gemacht. Wenn die Vorlage nicht komplett gewesen wäre, wäre die Vorlage jetzt durch. Das Frau Schöneberg durch ihr Verhalten, was ich übrigens begrüßt habe, politisch davon profitiert,so ist das unserem demokratischen System geschuldet.

    Ich kann Ihnen also nicht in Ihren Ausführungen hinsichtlich Frau Schöneberg folgen. Sie ist nicht die Spitzenfrau schlechthin,aber immerhin eine herausragende Frau in diesem Rat.

    Was nun die negative Betrachtungs- und Schreibweise von mir betrifft, so mögen Sie mir zuerst einmal sagen, was der Rat der Stadt oder auch die Stadtverwaltung an positiven Handlungen erbracht hat seid der Wahl? In dieser Hinsicht bin ich lernfähig, aber kommen Sie mir bitte nicht mit Marginalien. Auf der anderen Seite ist das negieren von Sachverhalten ein probates Mittel um das Gegenüber einen Spiegel vorzuhalten,was ihn letztendlich dazu führen soll eine Änderung seines Verhaltens vorzunehmen.
    Sie haben natürlich recht,in einer anderen Stadt gibt es genauso viel negatives zu berichten, nur ich wohne hier in dieser Stadt, also sollte ich mich hier auch einbringen. Das hindert mich jedoch nicht daran in anderen Städten mein Unwesen zu treiben oder an anderen Projekten zu beteiligen. Gerne habe ich mich am “langen Tisch” in Wuppertal eingebracht und bin Berichterstatter im Kulturhauptstadtprojekt.
    Zum Schluß möchte ich Sie bitten über die beiden Begriffe subjektiv und objektiv zu reflektieren. Denn ein Mensch kann niemals ganz objektiv sein, es ist immer wieder so,dass er versucht an einen objektiven Zustand zu gelangen, es wird aber niemanden gelingen. Und das hat auch seine guten Gründe.

    Dann zum löschen der Kommentare. Dieser Kommentar verlässt das eigentliche Thema und unterbricht den zusammenhängenden Kommentarstrang und darüberhinaus lenkt er auch ab. Ich finde das unfair gegenüber denjenigen die sich über dieses Thema austauschen wollen.

    Übrigens,gelöscht habe ich viel weniger als vielfach angenommen wird. Aber sagen Sie das nicht weiter, sonst leidet mein Image.

  5. Ennepetalerin says:

    @ Jannik

    Ich kann ihnen in ihren Ausführungen überhaupt nicht zustimmen. Frau Schöneberg betreibt sehr konstruktive Ratsarbeit (eben nicht nur Wahlkampfgetöse) und versucht gute Vorschläge (in verschiedensten Bereichen) für die Stadt zu erarbeiten – besuchen sie doch mal die Ratssitzungen! Schauen sie auf der HP der SPD nach usw. Dabei ist sicher nicht alles perfekt, das stimmt. Aber es ist eine Grundlage auf der man aufbauen kann. Das sie dabei die Fehler ihrer “Gegner” ausnutzt finde ich absolut verständlich (als ob es von denen anders gemacht würde) – und es spricht doch wohl eher vom schlechten Stil sie hier stets als “profilneurotische Quertreiberin ohne Ahnung” darstellen zu wollen… Dies ist – ehrlich gesagt – recht armselig. Wie sie schon sagen, Fr. Schöneberg hat die Wahl verloren, warum also wird sie von (vor allem) der CDU bei jeder Gelegenheit runtergeputzt? Ich weiß nicht wie nah sie an der Ennepetaler Kommunalpolitik dran sind, aber manche Ratsmitglieder machen einen anderen “Umgang” gar nicht möglich.

    Und bezgl. der fehlenden Objektivität des Herrn Gerhardt: Es MUSS meiner Meinung nach einfach auch einen etwas anderen Blog geben, wenn man ansonsten nur die Blockflöten von “Wir Ennepetaler” und “Ennepetaler Kommunalpolitik” im Netz als Infoquelle hat. Zudem ich finde, dass Herr Gerhardt der einzige ist, der die Sachen auch mal anspricht (z.B. bzgl. der Verwaltung und des famosen Herrn Wiggenhagen). Ebenso kann ich ihr Urteil über Herrn Wiggenhagen nicht teilen. Er übt sich bloß in einer etwas subtileren Vorgehensweise (nicht immer)….

  6. Waldemar Guderian says:

    Hallo Herr Gerhardt,
    ich lese in Ihrem Kommentar über Gerüchte, in Voerde und Oberbauer wäre die Bürgermeisterwahl nicht einwandfrei gelaufen. Vielleicht sollten Sie, wenn Sie so etwas schreiben auch näher darauf eingehen, denn es wäre sicher für alle Einwohner wissenswert, was damit gemeint ist.

  7. Redaktion
    Redaktion says:

    Herr Guderian,

    ich werde auf keinen Fall Gerüchte in diesen Blog einstellen, wenn diejenigen die mir das übermittelten nicht bereit sind dazu zu stehen.

  8. Waldemar Guderian says:

    Herr Gerhardt,

    da ich sehe, dass diese Gerüchte anscheinend nur heiße Luft sind, gehe ich davon aus, dass sie frei erfunden sind. Oder sehen Sie das anders?
    mfg
    Waldemar Guderian

  9. EIN ENNEPETALER says:

    Unsere Mehrheitsfraktionäre führten mit ihrem Anhängsel FWE Szenen zu den Themen Zorn und Abrechnung vor. Das ist nichts Besonderes, zumal sie dabei die Frage ‘Woher kommt das Übel dieser Welt?’ nie aus den Augen verlieren und mit verlässlicher Konstanz beantworten: Das Übel dieser Welt kommt 1. von Anita Schöneberg, 2. von EN-Mosaik und 3. von Ennepetalern, die ihre Stadt schlecht reden. Ja, so ist das nun mal – unsere Politschauspieler wünschen sehnlich, die Zuschauer mögen das endlich kapieren! Und wenn wir es nicht begreifen, werden sie tüchtig böse und stellen sich nicht mehr zur Wahl – das haben wir dann davon!

  10. Redaktion
    Redaktion says:

    Lieber Herr Guderian,

    Gerüchte sind so lange Gerüchte wie sie nicht bestätigt werden können.Ob sie nun frei erfunden wurden oder heiße Luft sind mag ich nicht beurteilen, warum auch. Aber registrieren darf ich sie doch?
    Aber keine Sorge. Wenn sich die Gerüchte verdichten sollten, werde ich zu aller erst alle Betroffenen zusammen rufen um sie zu befragen, ob ich diese Gerüchte veröffentlichen darf.

    Ich kann mir genauso wie Sie, nicht vorstellen, dass in unserem schönen Ennepetal etwas nicht ganz koscher ist.

    Oder sehen Sie das anders?

    mfg

    Jürgen Gerhardt

  11. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER

    Ich verstehe das nicht.

    Warum sind die nicht ehrlich und führen wieder die gute alte Hexenverbrennung ein. Jetzt könnte man beim Osterfeuerbrauch doch gut zwei Fliegen mit einer Klappe erledigen. Kurz eine Verlosung durchführen, wer Anita Schöneberg verbrennen darf.
    Bei uns denke ich mehr an das Vierteilen. Diese Strafe hätte den Vorteil, dass der Geist des Verurteilten für immer mit der Vierteilung verschwand.

    Nein,mal im Ernst. Ich bin immer wieder verblüfft wie Sachpolitik bei dem politischen Gegner reklamiert wird, selber jedoch nichts an Politik erbracht wird. Die Verwaltung und mit ihr der Bürgermeister versuchen dem Rat der Stadt, sowohl die politischen Gestaltungsmöglichkeiten als auch die Kontrollfunktion zu entziehen. Für mich ist das eine Respektlosigkeit ohne Gleichen gegenüber dem Souverän.

    Da im Moment eine Inflation der Runden Tische zu beobachten ist, die in Folge zu einem Bürgerverein münden, könnte man den Rat der Stadt doch auch in einen Bürgerverein münden lassen. Aber vorher bitte,und darauf bestehe ich, einen runden Tisch abhalten.

    Ich finde es milde gesagt verwunderlich, wie wenig man Person und Sache oder Form und Inhalte trennen kann.

    Sind das nur Eitelkeiten die befriedigt werden oder sollte man andere pathologische Erscheinungsformen in Erwägung ziehen?

  12. EIN ENNEPETALER says:

    “Sachpolitik” nach den Vorgaben unserer Mehrheitsfraktionäre (plus Appendix) geht so: Wir bohren anderen in der Nase, weil wir selbst nichts drin haben …

    Zitat: “Sind das nur Eitelkeiten die befriedigt werden oder sollte man andere pathologische Erscheinungsformen in Erwägung ziehen?”
    Die Konsumenten, die Ennepetaler Bürger akzeptieren Ratsmitglieder, die ihre Stühle warm halten, sich nicht auseinander setzen, einfach nur abnicken. Das ist das Problem. Der Rat muss gegenüber einer millionenschweren Verwaltung Qualität einfordern! Da wird von der Verwaltung ein Papier vorgelegt, in dem eine Seite fehlt? Als Ratsmitglied habe ich das Recht zu erfahren, WER für diese Schlamperei verantwortlich ist! Klartext ist angesagt! Bezogen auf unsere millionenschwere Verwaltung, wohnen wir in Ennepetal in einem 5-Sterne-Hotel! Unser Frühstücksdirektor steht für Lächelfotos zur Verfügung – mehr nicht!

  13. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER

    Die Häufigkeit mit der jetzt Fehler gemacht werden bei diesem kompetenten ( Wofür ist der nochmal kompetent?) Bürgermeister ist schon erschreckend. Auch die Intervalle der Fehler werden immer kürzer. Meinen Rechner trau ich mich schon gar nicht mehr auszumachen. Man muss ja damit rechnen morgens aufzuwachen und der Bürgermeister hat die Stadt verkauft oder wir sind in Schwelm eingemeindet worden.

  14. EIN ENNEPETALER says:

    “Man muss ja damit rechnen morgens aufzuwachen und der Bürgermeister hat die Stadt verkauft” – Oh Gott, so etwas Kompliziertes? WW wird in den Wind pinkeln und sich wundern, warum er nass wird. Faupel wirds ihm ihm mühsam erklären …

  15. Nina Poll says:

    “Wofür ist der nochmal kompetent?” – Sie wissen es nicht, ich weiß es auch nicht. Er (Wiggenhagen) engagiert sich für Mitarbeiter: Herr Kaltenbach wird pro Jahr ca. 10.000 Euro zusätzlich haben, wir Ennepetaler zahlen es. Zeigt sich darin Kompetenz? Herrn Kaltenbach seien seine 10.000 Euro gegönnt – aber was hat das mit der Kompetenz des Bürgermeisters zu tun?

  16. Leserkritik says:

    Frau Poll, ich sehe es nicht so, dass Herrn Kaltenbach diese “Unsumme” zu gönnen ist. Mit dem Haushalt hat er meiner Meinung nach gezeigt, dass er nicht besser ist als andere Kämmerer auch. Fakt ist meiner Meinung nach auch: es wird bei Weitem nicht genug gespart.
    Vor allem er als Kämmerer, der immer von allen das Sparen einfordert, bzw. einfordern sollte, geht selbst mit fatalem Beispiel voran. Er nutzt dafür auch noch seine Parteizugehörigkeit, in der es für die CDU ein gefundenes Fressen ist, einen angeblichen “SPD-Mann” hochzuhiefen. Als ob Herr Faupel einen von der SPD so hochkommen lassen würde, wenn der nicht nach seiner Pfeife tanzt. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Insofern steckt da schon einiges hinter. Und diese “Spielchen” in Ennepetal bin ich mehr als leid.
    Und es geht ja noch weiter: Wir brauchen einfach keinen Beigeordneten. Der einzige Sinn steckt doch im höheren Gehalt. Einen Vertreter kann der BM auch in Form eines Fachbereichsleiters haben. Vor dem bzw. fast schon im Wahlkampf machte man Wiggenhagen zum Beigeordneten. Dafür gab es keine sachlichen Gründe. Vielmehr ging es meiner Meinung nach darum, einem möglichen Wahlsieg von Frau Schöneberg vorzugreifen und dafür zu sorgen, dass man noch mindestens einen Mann in der Stadtspitze hat, um seinen Einfluss dort fortzuführen. Um nun nicht in den Geruch zu kommen, dass das tatsächlich nur für den Wahlkampf passierte, brauchte man nun natürlich wieder einen Beigeordneten. Einen sachlichen Grund kann ich aber auch diesmal nicht erkennen…

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