Film ab! RUHR.2010-TV geht auf Sendung

Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 startet mit RUHR.2010-TV ein eigenständiges Videomagazin. Ab dem 16. Dezember berichtet das Web-TV-Magazin auf www.ruhr2010.de/TV kompakt und regelmäßig über herausragende Ereignisse rund um die Kulturhauptstadt. Mit Interviews, Portraits, Termintipps, einem Blick hinter die Kulissen und ersten Kostproben von Veranstaltungen bietet RUHR.2010-TV im Sinne eines unterhaltsamen und informativen Kulturmagazins einen redaktionell verdichteten Überblick über das Kulturhauptstadt-Geschehen. Das Magazin versteht sich als ein Navigator durch die Fülle der 2.500 Veranstaltungen, die im Kulturhauptstadtjahr das Programm von RUHR.2010 ausmachen.

Die Pilotsendung präsentiert mit den Geschäftsführern Fritz Pleitgen und Oliver Scheytt sowie den vier künstlerischen Direktoren Dieter Gorny, Karl-Heinz Petzinka, Asl? Sevindim und Steven Sloane die Macher von RUHR.2010 und deren Erwartungen an das Kulturhauptstadtjahr, begleitet die Eröffnung des Besucherzentrums Ruhr auf dem Welterbe Zollverein und blickt voraus auf den Auftakt des Kulturhauptstadtjahres am
9. und 10. Januar 2010 mit dem Kulturfest für alle und der Eröffnung des Ruhr Museums.

Erleben Sie die Spektralfarben des Stahlbocks und erfahren Sie die Erotik von Beton. Blättern Sie im europäischen Bilderbuch und staunen Sie über alle möglichen Unmöglichkeiten. Lernen Sie Solidarität und Stehaufmännchen kennen. Denn RUHR.2010-TV ist ein bewegtes Abbild der Metropole Ruhr: Die Konstante ist der Wandel.

Die einzelnen Sendungen lassen sich über den Internetauftritt von RUHR.2010 betrachten und sind als Podcast abonnierbar. Alle Ausgaben des Magazins werden dauerhaft archiviert. Ausgewählte Inhalte wie z.B. Interviewsequenzen werden als Service für die Medien separat im Pressebereich auf ruhr2010.de verfügbar gemacht.

Redaktionell betreut, moderiert und produziert wird das Magazin für RUHR.2010 von der Koop Medienproduktion GmbH, Berlin. Die musikalische Beratung und Musikproduktion übernimmt ByteFM, Grimme-Preis-gekröntes Internetradio aus Hamburg mit Bochumer Dependance.

RUHR.2010-TV im Netz: www.ruhr2010.de/TV

Jede Vision braucht Menschen, die an sie glauben. Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 dankt ihren Hauptsponsoren:
Deutsche Bahn AG, E.ON Ruhrgas AG, HANIEL, RWE AG, Sparkassen-Finanzgruppe

2 Kommentare
  1. Friedel Gerricke says:

    Normal
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    65 Millionen Euro werden nun seit Samstag im Revier verschleudert, Während die Musikschulen im Revier schließen, Theatern das städztische Budget gekürzt wird, Schulen verschimmeln, Jugendheime samt Jugendarbeit verwaisen feiert sich eine Geschäftsführung bestehend aus zwei Geschäftsführern und mindestens sechs Dikretoren (davon vier für`s künstlerische) selber und Herbert Stöhne..pardon Grönemeyer intoniert die neue Hymne der Gastroentrologen. “Komm zur Ruhr” – ein Brechdurchfall,der leider hätte früh verhindert werden können, doch alle Politiker, Kulturiker und Journalisten, waren von der Idee besoffen.
     
    So entwickelt sich nun “Ruhr 2010” zu einer gigantischen Geldvernichtungsmaschinerie, während die Revierstädte nicht einmal mehr die Kohle haben, auch nur das Nötigste zu reaprieren. Wie zum beispiel marode Schulen oder den löchrigen Straßenbelag. Geschweige denn von anderen Dingen…
     
    Teuer wird zudem die “Zeche” für die Stromkunden: Denn RWE sponsort wie EON-Gas die Pleit(g)en-Show. Ich denke, jedem dürfte nun wenigstens eine Glübirne aufgehen ? Haben wir nicht alle über die horrenden Gas- und Strompreise geklagt ? Selbst die Kämmerer im Pott barmen ob der hohen Energiekosten…
     
    Und ob das so eine tolle Werbung war, als dick eingemummelte Tänzer auf einer ständig nachgepökelten Stahlfläche im rostigroten Szenelicht (jetzt nicht wieder an das “Eine” denken!!!! )ihre Körper zucken ließen während fröstelnd in roten!! und grünen Plastikregenjacken und ausgegebenen 1200 Gäste schlottern das Ende der Eröffnungsveranstaltung herbeisehnten, lasse ich dahingestellt. Auf jeden Fall muß die Frage erlaubt sein, ob dasBudget für die Personalkosten (wieder einmal) so überzogen wurde, dass die Geschäftsleitung der “Ruhr 2010” nur noch Geld für die “Kaltmiete” der Zeche Zollverein übrig hatte.
     
    Offenbar hatte man bei der Planung wohl vergessen, dass das Revier auch im Winter während des Klimawandels noch zur eiskalten Schneekoppe werden kann.
     
    Macht nix, dafür fror die Gästeschar artig auf Befehl und ein niemand machte sich den Kopp darum,wie teuer der RAG (und deneinstigen betreibern derStahlwerke) wohl die Sanierung der Bodenflächen gekostet hätte, wenn man die rostigen Überbleibsel der blutleeren Schwerindustrie hätte sanieren müssen.Stattdessen feiert man auf verseuchtem Boden in Ruinen und parliert von wahren Tempeln der Kultur.
     
    Da braucht`s den erfahrenen Gastroentrologen tief im Westen, der diesen Brechdurchfall – auch Ruhr genannt – wirksam therapiert.
     
    Gluck…was für ein bitterer.Schluck. Das mit dem “…Auf” wird im Revier dagegen wirklich zur Glückssache, bei soviel “Obersteiger”, die auf Kumpel machen und statt Kohle allenfalls Steine fördern, die nun wieder den Weg versperren, den nicht einmal die Sparkassen im Pott mehr freimachen können.   

  2. Redaktion
    Redaktion says:

    Sie haben natürlich Recht, irgendwie. Wobei, Pleitgen, Grönemeyer oder Scheitt muss ja nicht jeder mögen. Sie sollten nur einen guten Job machen. Und der Job lautete, eine “Imagewerbung” für diese Region auf die Beine zu stellen.
    Das Image war, Kohlenpott. Und mit diesem Image lässt sich nun mal schlecht ein Investor hinter dem so genannten Ofen hervor locken. Mit der Eröffnung als auch mit dem Jahr 2010 soll ein ganz anderes Image erzeugt werden. Und das ist meiner Meinung nach gelungen.
    Sicher lassen sich mit den 65 Mio. viele, viele Schulen sanieren, Theater erhalten oder Jugendeinrichtungen betreiben, vollkommen richtig. Nur wenn dieses Geld alle ist, was dann? Dann haben sie noch nicht einmal Geld um Regionalmarketing zu betreiben. Ein Dilemma, so meine ich. Es ist nun einmal so, sie können das Geld nur einmal ausgeben, heißt sie müssen Prioritäten setzen. Dieses Geld wird sich sicher erst in 10, 20 oder auch in 40 Jahren bezahlt machen, wenn ein Wandel kommt. Wenn er denn kommt. Pleitgen hatte übrigens nur diesen einen Schuss am Wochenende – das Geld ist alle. Einen zweiten Termin hätte es nicht gegeben. Istanbul, neben Pecs, auch Kulturhauptstadt, hatte 123 Mio. Euro gehabt, also doppelt soviel wie Ruhr 2010.
    Wie gesagt, Sie haben in fast allen Dingen Recht, außer in Ihrem persönlichen Geschmack gegenüber den Machern der Ruhr 2010, diese, Ihre Meinung, ist eben reine Geschmackssache.
    Ich habe mich jetzt über eine Woche in dieses Thema eingearbeitet, habe auch Ihre Argumente im Kopf gehabt, denke aber nach dem Wochenende, wenn ich mich heute entscheiden müsste, ich würde mich genauso entscheiden wie die Macher von Ruhr2010 GmbH.

    Bleiben Sie weiter mit Wut kritisch am Ball; denn Ihre Position ist richtig.

    Allerdings darf ich Ihnen auch sagen: Wir waren auch auf der Strasse unterwegs und haben die Leute befragt. Die Menschen in Essen und Gelsenkirchen sind stolz auf ihre Kulturhauptstadt oder besser, dass sie endlich mal anders wahr genommen werden, menschlicher, sympathischer, herzlicher und nicht nur als primitive Malocher.
    Und was die Presse betrifft: Wir waren so um die 10 Leute in den Quartieren und haben uns mit den Leuten unterhalten, danach im Pressezentrum ausgetauscht. Am Anfang waren wir kritisch, nach diesen Gesprächen haben wir eingesehen, es ist der richtige Weg. Ich denke, wir haben alle in dieser einen Woche einen guten Job gemacht, jeder auf seine Weise. Die Agenturen, die nationalen- und internationalen-, die regionalen Redaktionen, Online Redaktionen, schreibende- wie Fotojournalisten. Für ein paar Tage saßen wir alle in einem Boot, jeder an seinem Platz.

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