Es wird eng in Ennepetal, sehr eng

 [jpg] Der lokal geneigte Leser dieses Portals wird sich fragen, warum stehen keine Weihnachts- und Neujahrswünsche des Ennepetaler Bürgermeisters in diesem Portal. Wir haben die Grußworte der Bürgermeister aus Schwelm und Gevelsberg hier gerne eingestellt, bei dem Ennepetaler Bürgermeister haben wir unsere Probleme. Sieht sich doch der Ennepetaler Bürgermeister überwiegend von „Meckerern“ und „Nörglern“ umgeben, so sind die vermeintlichen Wünsche des Bürgermeisters nicht ernst gemeint.

Kritische Anmerkungen seiner Bürger als „Meckern“ und „Nörgeln“ einzuordnen und gleichzeitig gute Wünsche zu übermitteln ist schon ein Widerspruch in sich. Zumal das Weihnachtsfest ein Fest des Friedens und er frohen Botschaft sein sollte.

Ziehen wir eben den Rückblick, den man am Ende eines Jahres machen sollte, für Ennepetal halt vor.

Es war ein verlorenes Jahr 2011 für Ennepetal. Wann hatten wir mal eine Vorwärtsentwicklung gemacht? Und wieder wurde bewiesen, man kann noch tiefer fallen, scheinbar irrt man, wenn man behauptet nach unten gäbe es Grenzen.

Herr Wiggenhagen ist noch immer nicht in der Lage den Posten des Bürgermeisters auszufüllen, er scheint in vielerlei Hinsicht unfähig die Aufgaben, die der erste Bürger einer Stadt mit sich bringt, zu erfüllen. Aber nicht nur das, auch der Rat der Stadt mit seinen 40 Ratsmitgliedern, vermag keine Impulse oder Visionen für diese Stadt aufzuzeigen.

 

Es sind traurige Ereignisse die man beobachten kann:

  • Milspe hat zum ersten mal keinen Weihnachtsmarkt. Wobei es in Milspe nie einen richtigen Weihnachtsmarkt gab. Es ist also ein Art von Aufgabe.

  • Der Weihnachtsbaum in Milspe wurde in der Dunkelheit geschmückt, damit die wenigen Teilnehmer nicht auffielen.

  • Das Citymanagement mit Herrn Schilling hat für Ennepetal außer Kosten, nichts gebracht.

  • Der Rüggeberger Weihnachtsmarkt wurde nach rund 30 Jahren gestrichen.

  • 90.000,– Euro aus dem Konjunkturpaket II wurden durch die Stadt Ennepetal wieder zurück gegeben. Wir haben es ja! Als der Regierungspräsident anrief und um Freigabe für andere Städte bat, verweigerte sich Ennepetal diesem Ansinnen. Ennepetal ist auf die gute Zusammenarbeit mit anderen Städten angewiesen und hätte hier ein Zeichen setzen können. Stattdessen musste man erfahren, dass Ennepetal anderen Städten, aber auch seinen Einwohnern nichts gönnte. Das Argument man wolle Steuern sparen, löste im EN-Kreis lautes Gelächter aus, wegen des fehlenden Sachverstandes. Ja, ja, Haushaltspolitik ist schon ein schwieriges Geschäft nichts für die Ennepetaler Verwaltung.

  • 1,4 Mio Euro Rückstellungen musste Ennepetal für seine Zockerei in den Haushalt einstellen. Logischerweise musste an anderer Stelle gespart werden und/oder neue Schulden gemacht werden.

  • 300.000,– Euro Gerichtskosten mussten zurück gelegt werden. Wofür? Für eine anstehende Klage gegen die Bank bei der Ennepetal gezockt hat.

  • 500.000,– Euro musste für diese Zockerei schon bezahlt werden, weil Ennepetal verloren hatte.

  • Nach Frau Drees ( Die inzwischen das Weite gesucht hat), wurde Frau Hoffmann von den „Grünen“ aus dem Dunstkreis des Wilhelm Wiggenhagen anscheinend mit einer wohldotierten Stelle versorgt. Es versteht sich von selber, dass formal alles korrekt gelaufen ist. Logischerweise ( oder auch nicht logischerweise) wurde Sabine Hoffmann noch als „Verdientes Ratsmitglied“ von ihrem „Freund“ Wilhelm Wiggenhagen ausgezeichnet.

  • Und wieder ist es dem TUS Ennepetal gelungen vom Ennepetaler Steuerzahler alimentiert zu werden. Und das nicht zu knapp. Das Juniorturnier im Bremenstadion ist ja ganz nett, nur wenn das Stadion überwiegend mit Freikarten gefüllt werden muss, muss man sich fragen welchen Wert hat dieses Turnier für Ennepetal. In anderen Städten müssen die Kicker für ihr Freizeitvergnügen selber bezahlen und die Stadt legt nur einen unwesentlichen Obolus dazu.

  • Noch immer wird an dieser Bruchbude, die sich Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg nennt festgehalten, und Beträge in den Haushalt eingestellt als auch quersubventioniert. Angeblich sollte der Bahnhof nichts kosten und es sollte schon lange ein Konzept erarbeitet sein.

Wir wollen jetzt nicht alles aufzählen, was so in diesem Jahr 2011 wieder schief gelaufen ist. Und wieder haben mehr Menschen Ennepetal verlassen als gekommen sind. Ja, selbst eine größere Firma hat trotz niedriger Gewerbesteuersätze den Umzug nach Wuppertal  angekündigt. Die großen Firmen in Ennepetal haben mehr Arbeitnehmer von außen, wobei die Auswärtigen in Ennepetal nicht wohnen mögen. Die Gebau hat schon mehrere Wohnungen zurück gebaut um den Wohnungsmarkt zu stützen. Heißt, damit die Wohnungsmieten hoch bleiben können. Gleichzeitig wird der bestehende Wohnungsbestand qualitativ verändert um Mieter nach Ennepetal zu locken oder diese zu halten.

Und unser aller Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen? Er läuft lieber herum und beschimpft seine „Untertanen“ die nicht so wollen wie er es gerne hätte. Wenn gesprochene Wünsche schon Realität wären, so hätten wir nach Wiggenhagen ein funktionierendes Gemeinwesen Ennepetal. Und es funktioniert nichts in Ennepetal oder fast nichts und wenn doch nur unter großen administrativen und finanziellen Mühen.

Es ist schon zum verzweifeln. Ennepetal hat eine wunderschöne Landschaft und hat eine prosperierende Wirtschaft, damit könnte man in anderen Städten wer weiß was nicht anstellen. Und in Ennepetal? Hier setzt man sich hin und fängt aus Langeweile an zu zocken. Und als das raus kommt, versucht man diesen Vorfall als positiv darzustellen. Als man aber 500.000,– Euro bezahlen muss, schiebt man dies auf die internationale Finanzkrise. Eine öffentliche Entschuldigung wäre fällig gewesen, was allerdings ein gewisses Format der damaligen und noch heute Verantwortlichen voraussetzt. Und die Konsequenz? Durch diese Zockerei wird Ennepetal auf Jahre in seiner Entwicklung gehindert, weil Kapital gebunden werden muss.

Kennen Sie das Peter Prinzip? Nach diesem Prinzip steigt eine Person solange auf bis diese mit ihrer Unfähigkeit auffällt. Aber nicht nur das, vielmehr werden andere unfähige Personen im Umfeld dieser Person zu finden sein. Und letztendlich sehen wir eine Verwaltung vor uns, die mit ihrer Unfähigkeit sich gegenseitig blockiert. Dabei bleibt die Frage: Warum bemühen sich diese Menschen, wie Wilhelm Wiggenhagen und Andere, um solche Positionen wenn sie diesen augenscheinlich nicht gewachsen sind. Heute sollte man fragen, warum haben diese Personen sich nicht mit ihren ehemaligen Stellen zufrieden gegeben. Und weiter, warum hat die CDU diese Personen für diese Stellen ausgewählt. Wir werden sicher keine Antworten bekommen. Auch werden sicher die Ennepetaler keinen Mut haben sich innerhalb des Parteiensystem die notwendigen Kandidaten auszusuchen. Denn auch die 40 Ratsmitglieder sind anscheinend unfähig sich zu erheben politische Zielsetzungen für Ennepetal zu definieren. Der Flächennutzungsplan, die Leitbilder, das Einzelhandelsgutachten und die Haushalte geben einen klaren Beweis für die Unfähigkeit des Rates als auch der Stadtverwaltung. Und dies hat Unsummen an Geld verschlungen; denn die Gutachter arbeiten ja nicht umsonst.

 

Mal ein paar Beispiele:

Jeder Ennepetaler kennt das Problem der Fußgängerzone in Milspe.

Anstatt ein Konzept für dieses Problem zu erstellen, wird eine Fußgängerzone herbei geredet die es nicht gibt. Es gibt keinen ernstzunehmenden Branchenmix in Milspe, es gibt noch nicht einmal den täglichen Bedarf den man als Konsument decken kann. Und was macht unser Herr Wiggenhagen, wenn ihm Kritik zu Ohren kommt? Man muss nur richtig hin schauen, es ist alles da, so Wilhelm Wiggenhagen. Da bleibt einem die Luft weg.

Konzeptionell müssten Gespräche mit den Hauseigentümern in der Voerderstraße und im Umfeld aufgenommen werden um Verkaufsflächen zu eruieren. Es müsste ein Innenstadtkonzept erstellt werden, welches zum Ziel hat diese zu beleben. Es kann sein, dass die Fußgängerzone, wie in den Ursprungsplänen angedacht, verlängert werden sollte.

Aber finden Gespräche statt? Nein, so unsere Information. Man lässt den Spekulationen um die Fußgängerzone einen möglichst großen Raum. Da wird der Verdruss der Ennepetaler geradezu provoziert. In mehreren Gesprächen habe ich politische Personen mit einem Willen gesehen, ihre Innenstädte wieder zu beleben. Es waren Städte die weitaus größere Probleme haben als Ennepetal. Stichwort der Städteplaner und Wirtschaftsdezernenten: Urbanität der Städte ( nicht nur der Großstädte ).

                                   
Foto © Linde Arndt
 

Jeder kennt das Image Problem der Stadt Ennepetal.

Da arbeiten der Verkehrsverein und die Stadtverwaltung nacheinander jeweils Wanderkarten aus. Eine Abstimmung findet nicht statt. Im Gegenteil, weil der Verkehrsverein von einem SPD Mitglied geführt wird, wird dieser gemieden. Und dann?

Diese eine Wanderkarte von der Stadtverwaltung wird als Tourismuskonzept durch die Stadtverwaltung verkauft. Fährt man den Weg ab, sieht man Hindernisse in vielerlei Hinsicht. Einesteils wird der Weg beschwerlich und dann ist er auch irritierend ausgeschildert und beschrieben. Gastronomie, Hotellerie, Freizeitangebote, was zu einem Tourismuskonzept gehört, Fehlanzeige.
So was nennt man blinden Aktionismus.

Dabei könnte man ohne Probleme ein Wellnesskonzept erstellen, die Flächen wären vorhanden. Dann stehen zum Schluss, Hotels, Gastronomie, Sport- und Freizeitbereiche und ein nennenswerter Einzelhandelsbereich der Stadt zur Verfügung. Investoren würde man sicherlich für solch ein Projekt finden.

 

Zuschüsse des Bundes oder des Landes

Stichwort: „Stadtumbau West“ Gevelsberg macht es vor, aus dem Topf „Stadtumbau West“ holt sich Gevelsberg immer wieder mit vernünftigen Konzepten Zuschüsse. Und Ennepetal? Die Konzepte von Ennepetal sind in der Regel unausgegoren und finden keinen Zuspruch. Welche Kommission will schon für einen Turbokreisel im Eingangsbereich von Milspe seine Zustimmung geben? Der Bund der Steuerzahler würde diese Zustimmung als Steilvorlage ansehen. Ein Durchbruch von Milspe nach Altenvoerde indem man das alte ThyssenKrupp Gelände beseitigen würde, würde sicher dem Begriff Stadtumbau gerecht werden.

Halbwahrheiten, Absichtserklärungen oder Lippenbekenntnisse

Ein Kinderspielplatz der kindgerechtes Spielgerät haben muss, bekommt nur eine Plakette mit der Aufschrift „Wir kümmern uns“. Jugendliche die in anderen Städten einen eigenen Rat abbilden, bekommen bei uns nur eine Haushaltsposition aber keinen Verantwortlichen der dies nach vorne treiben kann. Herr Schilling hatte sich damit ja jahrelang auf unsere Kosten selbst therapiert und nichts erreicht. Jetzt ist er Citymanager. Toll! Demnächst Bürgermeister? Und dann, dass Jugendparlament. 2.000,– Euro wurden für ein Jugendparlament in den Haushalt eingestellt. Wunderbar! Nur, personell ist weit und breit niemand aus der 14 Millionen Truppe in der Lage solch ein Projekt umzusetzen, geschweige denn zu begleiten. Über den demokratisch, also von uns, gewählten Rat wollen wir jetzt einmal nichts sagen. Er ist für uns zu schwach, als das man über ihn reden kann. Und schwache Institutionen übersieht man sehr leicht.

 

                              
Foto © Linde Arndt
 

Und so können wir nach einem wiederum verlorenen Jahr 2011 nur hoffen, dass 2012 endlich einmal der Mut aufgebracht wird für diese Stadt etwas zu tun. Und noch eines, viele politischen Dinge in der Gemeinde kosten kein Geld ( Wegen dem Haushaltssicherungskonzept), sie kosten Gehirnschmalz und freiheitliche Rahmenbedingungen um das zu denken und zu planen was in unfreien Ländern nicht möglich ist. Ja, wir haben seit über 60 Jahren in Deutschland und Europa Freiheiten die wir in der Geschichte noch nie hatten, nur, wir müssen sie auch nutzen.

Was bleibt? Wilhelm Wiggenhagen führte  das in seiner letzten Ratssitzungsrede aus:"……und wir werden auch den letzten Weg, nämlich zu doch etwas mehr Attraktivität gemeinsam gehen." So was sagt der Bestatter auf dem Friedhof, bevor der Sarg in das Grab hinab gelassen wird. Wobei er der Meinung ist die Leiche und die Beerdigung war doch sehr attraktiv. Nein, lassen wir uns keinen letzten Weg gehen, lassen wir überhaupt erst die ersten Schritte mutig gehen und die verlorenen Jahre hinter uns lassen. Wie kann man solch´eine Fehlleistung erbringen?

Die Redaktion wünscht sich für Ennepetal einen Ruck für 2012, wie ihn unser ehemaliger Bundespräsident Roman Herzog in seiner Berliner Rede verstand.

 

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

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38 Kommentare
  1. Klutinchen says:

    Endlich mal wieder ein kritischer Bericht von Ihnen, Herr Gerhards! Hatte schon die Befürchtung, dass wir gar nichts mehr von Ihnen hören. Bitte legen Sie weiterhin den „Finger in die Wunden“!!!
    Zum Artikel: Alle sitzen ES aus, Herr Wulff, Herr Sauerland u.a. und natürlich auch unser aller Bürgermeister. Politiker mit Rückgrat und Konsequenz sind selten geworden, leider!!

  2. Peter Offermann says:

    Sehr geehrter Herr Gerhardt,
    als 2008 zugezogener Bürger bin ich immer wieder erstaunt, was in Ennepetal politisch läuft oder besser gesagt nicht läuft. Ihr Artikel fasst das unfassbare präzise zusammen. Mehr davon!
    Vielen dank!

    Viele Grüße aus der Kalkstraße
    Peter Offermann

  3. EinVoerder says:

    Ob der BM wohl mit „Meckerern und Nörglern“ ein Internetforum hier aus der Nachbarschaft meint?

  4. Änne P. Thaler says:

    » „Wie kann man solch eine Fehlleistung erbringen?“

    Das ist u.a. möglich, weil wir keine Opposition haben:

    Die SPD weigert sich, sich mit den Schwächen unseres Bürgermeisters auseinanderzusetzen …

  5. Klutinchen says:

    @ Änne P. Thaler :
    Das Wort Opposition kennt die SPD nicht mehr. Ist die SPD überhaupt noch für die „Schwachen“ der Gesellschaft präsent oder liebäugeln die nicht auch lieber nur mit den Großkupfernen??
    Egal welche Partei, der Rat der Stadt begeht Arbeitsverweigerung; es wird nur noch „rumgeeiert“!!

  6. Jannik says:

    Da habe ich doch einiges zu schreiben, wobei ich mir erlaube, die Redaktion für den besseren Zusammenhang zu zitieren.

    „Der lokal geneigte Leser dieses Portals wird sich fragen, warum stehen keine Weihnachts- und Neujahrswünsche des Ennepetaler Bürgermeisters in diesem Portal.“
    Stimmt, das habe ich mich gefragt.
    „Sieht sich doch der Ennepetaler Bürgermeister überwiegend von „Meckerern“ und „Nörglern“ umgeben, so sind die vermeintlichen Wünsche des Bürgermeisters nicht ernst gemeint.“
    Das finde ich persönlich widerum falsch. Nach meiner Auffassung nehmen Sie damit dem Meckerer und Nörgler die Möglichkeit, konkret zu den Aussagen des ersten (in Gevelsberg wohnhaften) Ennepetaler Bürgers Stellung zu beziehen. Daher hätte die Rede hier durchaus einen Platz verdient gehabt, sofern Ihnen diese vom Bürgermeister übermittelt wurde.
    Zum Tourismus fallen mir neben den von Ihnen genannten Problemen noch die Internetseite der Stadt ein. Wenn ich mich in einer anderen Stadt erkundige, interessieren mich nicht die aktuellen Meldungen, sondern, wie ich es in vielen anderen Städten erlebe, die Vorzüge der Stadt / Region. Möglicherweise bringt mir diese dann noch der gewählte Bürgermeister nah und stellt sich dabei vor. Für Ennepetal heisst das doch, dass man nicht mit auswärtigen Informationssuchern rechnet und daher den Internetauftritt für sich selber und maximal die Ennepetaler Politiker anfertigt.
    Stichwort 14 Millionen Truppe, diese habe ich doch glatt wieder in ´Reinkultur erlebt. Wollte ich mich doch über die Parksituation am Bahnhof erkundigen. Ich traf die Ordnungsamtsleiterin an (nach ihren eigenen Aussagen). Diese war jedoch nicht in der Lage, mir konkrete Antworten zu geben. Außer wagen Andeutungen und der Aufzählung verschiedener Möglichkeiten, bekam ich nur die Information, dass die entsprechende Mitarbeiterin und der Fachbereichsleiter Urlaub hätten. Sie als deren Vertretung verwies mich aber wieder zurück.
    So, das waren erste einmal meine ersten Gedanken nach dem Lesen dieses Artikels.

  7. Redaktion
    Redaktion says:

    Die Stadt Ennepetal hat uns seit 2009, also dem ersten kritischen Artikel, von der Verteilerliste gestrichen. Und als wir daraufhin die Stadt ansprachen, wurde uns mitgeteilt: Man wolle erst einmal über unsere Art des Schreibens mit uns reden. Wir hatten kein Interesse an solch einem Gespräch.

    Aber nicht, dass das jetzt falsch rüberkommt, wir hegen keinen Groll gegen die Stadt Ennepetal. Im Gegenteil, Politiker und Stadtverwaltung liefern uns täglich die Storys die selbst weit entfernte Menschen mit Erstaunen und Begeisterung lesen. In einer email aus UK wurden wir gefragt: Wo kann man diese Stadt und diesen Bürgermeister in Aktion besichtigen?

  8. Jannik says:

    Dann drucken Sie die Neujahrsgrüße also deshalb nicht, weil Sie sie nicht bekommen haben. Das ist natürlich ein völlig nachvollziehbarer Grund.

    Aber mal so nebenbei bemerkt, die Nörgler und Meckerer kenne ich auch. Ich will Ihnen dazu auch ein Beispiel nennen.
    Einer meiner Nachbarn erzählte mir im Herbst ganz stolz, dass er nach Gevelsberg ins Theater fahre und sich Markus Majowski ansehe. Ich sagte ihm daraufhin, dass er das gleiche Stück bereits einige Tage vorher in Ennepetal ansehen könnte, und dazu noch mit dem Bus von uns aus Voerde fahren könne. Er sagte mir dann, dass er das wisse, aber in Ennepetal keine gute Kultur angeboten werde und er daher nach Gevelsberg fahren wird. Nur noch einmal zur Verdeutlichung, wir redeten über das gleiche Stück (Heimspiel war es), die Möglichkeit mit dem Bus vor der Haustür abzufahren und dort wieder anzukommen, oder mit dem Auto einige Tage später zu fahren.
    Unter diesem Aspekt kann ich verstehen, dass Herr Wiggenhagen über Nörgler und Meckerer redet, allerdings ist es für einen Bürgermeister ein nicht gerade herausragendes Zeichen von Stärke und vorausschauender Intelligenz die Meinung einiger weniger lauter Nörgler zum Aufhänger einer Weihnachts- und Neujahrsmitteilung zu machen.
    Andersherum, er und seine Crew aus reichlich unfähigen Leuten machen doch alles, um die Nörgler und Meckerer aus deren Höhlen zu rufen.
    Warten Sie doch noch ein bischen, Herr Wiggenhagen, dann haben Sie es vielleicht auch ausgesessen. Wie Herr Sauerland in Duisburg, der dort die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat und nun die Quittung bekommt. Eines verbindet Sie beide: Sie sitzen das bis zum letzten völlig Kritikunfähig und unbelehrbar aus.

  9. Redaktion
    Redaktion says:

    Als Wiggenhagen über Nörgler und Meckerer sprach, hatte er vorher im Rat schon einen Rundumschlag im Rat gemacht. Bürgermeister hat etwas mit Würde und Souveränität zu tun und dieses Gejammere und beschimpfen seiner Bewohner konterkariert diese beiden Begriffe. Jämmerlich!

    Und, sicher gibt es wie überall Nörgler und Meckerer. Aber sollte man nicht als Amtsinhaber souverän darüber stehen?

    In diesem Zusammenhang fällt mir Erich Kästner ein: „Was auch immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao,durch den man euch zieht, auch noch zu trinken“

  10. jannik says:

    Da haben Sie wieder Recht, als Bürgermeister dürften ihn die Nörgler und Meckerer eigentlich nur dergestalt erreichen, dass er sich fragt, ob es nur Nörgeln und Meckern ist oder einfach schlecht verpackte, aber berechtigte Kritik.

    Kritik muss er vertragen. Grund zur Kritik geben er (Wiggenhagen), der gewählte Rat und die versammelten Stadtmitarbeiter genug. Immer wieder.
    Allerdings verwehre ich mich dann immer noch dagegen, dass auch das wenige Gute was aus diesem Rathaus kommt noch zu ignorieren oder ebenfalls noch niederzumachen.
    Gut, als der Weisheit letzter Schluß muss es auch nicht hochgelobt werden, aber einfach auch mal die wenigen guten Dinge hier von diesen Bürgern angenommen werden, bevor diese auch noch verschwinden.

    Naja, und den Rest kann der geneigte Wähler dann ja in wenigen Jahren ändern.

  11. Redaktion
    Redaktion says:

    „Gut, als der Weisheit letzter Schluß muss es auch nicht hochgelobt werden, aber einfach auch mal die wenigen guten Dinge hier von diesen Bürgern angenommen werden, bevor diese auch noch verschwinden.“

    Ich bitte Sie, wie hört sich denn das an: Unsere neue Fuzo hat keine Geschäfte und ist also verwaist (negativ), aber der Bürgermeister hat ein gesponsertes Schild mit Ennepetaler Sehenswürdigkeiten (positiv) am Bahnhofausgang eingeweiht. Ist damit das Problem Fuzo erledigt oder nur relativiert? Ich weiß, das ist übertrieben, dient aber dem besseren Verständnis des Grundproblems.
    Und wenn wir über Wiggenhagen reden, sollten wir über zwei wesentliche Dinge reden, über Führung und über Öffentlichkeitsarbeit. Ach so, bei Führung meine ich nicht die, die diesen absoluten Führer ( Messias ) assoziiert.

  12. jannik says:

    Liebe Redaktion,

    das hört sich für mich stark nach dem Suchen der krassesten Gegensätze an. Natürlich hapert es bei Bürgermeister, Rat und Stadtverwaltung sowohl im Bereich Führung, als auch im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Das können die einfach nicht. Wenn sie was raushauen, dann meistens Lachnummern, die sich bei genauem Hinsehen als Windei rausstellen oder sich selber in den Regen. Auch heisst das nicht, dass wir das Wenige, was sie wirklich gut machen, sofort als der Weisheit letzter Schluß darstellen sollen, denn meistens ist es nur normale Leistung. Aber dennoch verwehre ich mich als Zugezogener dagegen, dass nur in anderen Städten gutes gesehen wird und hier das gleiche Angebot als schlecht bezeichnet wird. Das meine ich damit.
    Da habe ich doch gestern abend noch eine Exkurs in Sachen sparen in dieser Stadt bekommen. Ich habe mich, als Zugezogener aus einer anderen Stadt mit dem Namen des Tals des Flusses, breit schlagen lassen, in einem Vereinsvorstand mitzuarbeiten. Was erlebte ich gestern abend ? da wird allen ernstes darüber diskutiert, wie man die von der Stadt an den Verein zugesagten Zuschüsse für die Aufwertung der Mannschaft verwenden kann. Gleichzeitig wurden die für diese Gelder zu erledigenden Arbeiten auf Vereinsmitglieder verteilt. Ich fasse mal zusammen: diese Stadtverwaltung schreit, vorallem der Kämmerer, lautstark, wir haben kein Geld und müssen alles einsparen. Gleichzeitig bekommen Fussballvereine 5-stellige Beträge dafür, dass sie den Sportplatz in Ordnung halten, aber das Geld für die Verstärkung der Mannschaft ausgeben ? Ich sah mich in einem sehr schlechten Film. In Wuppertal mussten wir für die Platzbenutzung bezahlen, und in den hier umliegenden Städten werden auch keine Zuschüse mehr gezahlt, und trotzdem musste der Platz in Ordnung gehalten werden. War das nicht der Fall, verfielen die Nutzungszeiten. Und hier ? Da kriegen die Vereine bei knappen Kassen alles in den A…. geschoben und die Leute klagen immer noch, dass die Zuschüsse zu wenig sind ? Das kann doch nicht sein, vorallem vor dem Hintergrund, dass für die Senioren kein Geld mehr da ist. Wenn ein Sportverein sich nicht selber finanzieren kann und notwendige Gebühren für die Bereitstellung von Sprotstätten nicht zahlen kann, dann muss er dem Wettbewerb zum Opfer fallen und nicht durch die Allegemeinheit finanziert werden. Ich glaube, ohne es genau zu wissen, dass die Stadt in diesem Bereich ein großes Einsparpotential hat und damit andere Leistungen, wie die Musikschule, nicht reduzieren muss. Mit der Halbierung der Zuschüsse für die Sportvereine wäre mit Sicherheit ein Musikschullehrer zu finanzieren.
    So, damit steige ich auch gerne in die Riege der Nörgler und Meckerer auf, denn diese Marschrichtung kann doch nur von kurzsichtigen Menschen erdacht worden sein.

  13. Petra says:

    „Kritik muss er [Wiggenhagen] vertragen.“ – „Allerdings verwehre ich (Jannik) mich dann immer noch dagegen, […] das wenige Gute[,] was aus diesem Rathaus kommt[,] noch zu ignorieren oder ebenfalls noch niederzumachen.“ (#10)

    Das „Gute[,] was aus diesem Rathaus kommt“, kostet 14 Millionen und ist bei näherem Hinsehen größerenteils selbstverständlich, weil es sich um kommunale Standardleistungen handelt. Wir zahlen für unser Rathauspersonal ca. 30% mehr als andere Kommunen vergleichbarer Größe, letzteres verdeutlich das besondere Wohlwollen der Bürger gegenüber unserer Verwaltung.

    „Naja, und den Rest kann der geneigte Wähler dann ja in wenigen Jahren ändern.“ (#10)
    Oh Gott! Bis dahin sollen also weiterhin Millionen für das „Gute[,] was aus diesem Rathaus kommt“ verplempert werden, die an anderen Stellen sinnvoller ausgegeben werden könnten.

  14. jannik says:

    Ich stimme Ihnen ja zu liebe Petra, aber auch ich erwarte, dass meine selbstverständliche Leistung von meinem Chef respektiert und nicht kritisiert wird, sofern sie fehlerfrei ist. Das steht auch den Leuten aus der Stadtverwaltung zu. O.k., das kostet 14 Millionen. Aber die 10 Millionen teuren Leistungen der Städte um uns herum sind diese 11 Millionen meiner Meinung nach auch nicht wert. Allerdings habe ich dazu eine ganz eigene Meinung, da ich unseren Staat insgesamt für überreglementiert halte und daher 50 % aller im öffentlichen Dienst tätigen, inklusive der entsprechenden Politiker, für überflüssig halte. Insofern sind mir nicht nur die 14 Millionen aus Ennepetal ein Dorn im Auge, sondern auch die tausende, um die sich immer unsere Bundes- und Landespolitiker die Gelder selber erhöhen.

    Aber auf die zig-tausende Euro an die Sportvereine gehen Sie ja garnicht ein. Interessiert das in dieser Stadt niemanden ?

    Wird hier nur nach den deutlich zu Hohen Personalkosten geschaut und nicht nach den ebenfalls deutlich zu Hohen Zuwendungen ?

  15. Redaktion
    Redaktion says:

    @Jannik Wenn ich Sie richtig verstehe, ist eine Minderleistung im Rathaus Ennepetal solange ok, solange andere Rathäuser auch Minderleistungen erbringen? Dabei spielt es keine Rolle ob die Kosten niedriger sind. Im Klartext, für meine gezahlten Steuergelder kann ich nichts verlangen!

    Ich habe also als Bewohner dieser Stadt nicht das Recht Politik, Verwaltung und Funktionsträger zu kritisieren, weil im gesamten Staat und darüber hinaus in der ganzen Welt erst einmal alles in Ordnung gebracht werden müsste? He, wie abgefahren ist das eigentlich?
    Die deutlich zu hohen Zuwendungen an die Sportvereine wurden zwar nicht von Petra moniert, jedoch von EN-Mosaik längst gegeißelt. Dafür hat EN-Mosaik mit Kommentaren, Emails und Telefonanrufen kräftig eins übergebraten bekommen.Selbst zwei Journalistenkollegen, die ja auch an die Fleischtöpfe kommen wollen, haben sich an der Hatz beteiligt. Und im übrigen sind sowohl die Personalkosten als auch die Zuwendungen Bestandteil des Haushaltes der Kommune.

    Aber, das Thema war aber die Unfähigkeit der Im Rathaus versammelten Kaste, plus oder inclusiv des BM.

  16. Jannik says:

    @ Redaktion, natürlich sollen Sie die Minderleistung derRathauskaste, deren Chef und der ebenfalls untätigen Ratsmitglieder anprangern. Das müssen Sie als freie Presse.
    Nur dürfen wir alle dabei nicht vergessen, dass auch in den Rathäusern um uns herum auch nicht mehr Leistung erbracht wird, wenn auch diese Minderleistung für den Bürger dann insgesamt preisgünstiger ist.

    Nochmal kurz zum Thema Sportzuschüsse, da wissen wir ja, wo die Schmarotzer der öffentlichen Gelder in Ennepetal vorwiegend sitzen. Eine Schande.

  17. Redaktion
    Redaktion says:

    Die Argumentation ist mir aber jetzt zu unfertig. Die Minderleistungen vieler uns umgebenen Kommunen werden von diesen auch so kommuniziert. Anders Ennepetal, wo Standartleistungen so hingestellt werden, als wenn wir uns dazu besonders hervortun. Überall wo wir von EN-Mosaik hinter den Vorhang geschaut haben, sahen wir nicht das was man uns von der Stadtverwaltung oder der Politik angekündigt hatte.
    Mir sind die wohlwollenden überzogenen Zuwendungen der Stadtverwaltung und der Politik durchaus bekannt. Immerhin sind wir ja nach einhelliger Sprachregelung der Rathauskaste, Stadt der Sportvereine. Sicher ist der TuS und Blau Weiß,um nur zwei zu nennen, sehr, sehr „dankbar“. Also lassen wir den Bürgermeister in Ruhe und schreiben nur noch über die Sportvereine. Toll, der Bürgermeister als Opfer der Sportvereine?

  18. Jannik says:

    Ups, habe ich da was überlesen oder übersehen ?
    Ich hatte bisher nicht mitbekommen, dass diese unsere Ennepetaler Verwaltung überhaupt etwas zu verkünden hatte. Haben sie das getan ?
    Ich habe immer nur Albernheiten zu lesen bekommen, die nach meiner Meinung das Papier des Druckes nicht wert waren. Das nennen Sie doch nicht etwa eine Verkündung dieser Politiker und ihrer Rathäuslichen Helfer, oder ?
    Sehen Sie, nicht mal das Stadt der Sportvereine habe ich mitbekommen, zumindest nicht als tolle Verkündung.
    Allerdings habe ich auch bei den Minderleistungen der umgebenden Kommunen nicht bewusst wahrgenommen, dass diese den freiwillig zugeben.
    Nur in Ennepetal, da schreiben sie zum Beispiel auf der städtischen Internetseite über die Drückerjagd (heute aktuell). Damit dokumentieren sie ihr Verständnis für das, was sie für diese Stadt leisten wollen. Sie entscheiden und wir haben uns zu fügen. Mich interessiert nicht die Drückerjagd, die will ich aus der Presse lesen. Auf der städtischen Internetseite soll mir der Ersteller sagen, warum ich hier noch einmal drauf gucken soll.
    Das können sie nicht, wie sie auch alles andere nicht können, da gebe ich Ihnen Recht. Aber auch die anderen machen es meiner Meinung nach nicht besser, das ist es, was ich viel trauriger finde. Auf einer Skala bis 100 sehe ich alle um uns herum bei 30-40. Ennepetal bei 1.

  19. Petra says:

    Ich möchte einen ‚EN-Mosaik-Appell‘ aus Nov. 2010 aufgreifen: „Wir sollten uns von den Parteien nicht zu politischen Allesfressern machen lassen […].“ (1) Im Kontext dieses Appells, im Gehardtschen Artikel und in daran anschließenden Kommentaren werden Facetten des Ennepetaler Sport-Politik-Filz verdeutlicht. Ratsmitglieder lenken Geld in Vereinkassen, im Gegenzug werden sie (die Ratsmitglieder) mit amtserhaltender Popularität belohnt.

    ———-
    (1) Zitat aus: Ennepetaler Haushalt 2011 ist durch – endlich; 13.11.2010; http://en-mosaik.de/?p=18167

  20. Horst Rodewig says:

    Als ich gestern unsern Bundeschristian so schwätzen sah, dachte ich unwillkürlich an Wilhelm Wiggenhagen.
    Auch Wiggenhagen ist ein Opfer, der von Faupel in die Rolle des Bürgermeisters „gezwungen“ wurde. Jetzt kann er nicht mehr raus.

    Nur, wir sollten unserem Wiggenhagen helfen, damit er da wieder raus kommt.

  21. Petra says:

    Unserem Ennepe-Willi helfen, „damit er da wieder raus kommt“ (#20)?
    Wäre uns dadurch geholfen?
    In unserer überdimensionierten Verwaltung werden seit Jahren Beträge verbraten, von denen unser „Bundeschristian“ vielleicht träumt.

  22. Hans says:

    Was ist nur mit dem ersten Bürger der Stadt Ennepetal, W. Wiggenhagen, los? Nach seiner subjektiven
    Wahrnehmung hält er z.B. im Rat der Stadt, auf seiner Homepage und in der WR & WP wörtlich und
    schriftlich in immer kürzer werdenden Abständen neue Brandreden! Von Wem oder Was fühlt sich der gute Mann nur verfolgt ? Seine
    Schußrichtung geht meistens in Richtung SPD mit der stellv. Bürgermeisterin A. Schöneberg, sowie an kritische
    Bürger,die seinem Meinungsbild nicht entsprechen und somit sog. Heckenschützen und Nestbeschmutzer sind .Diese bekommen dann auch gerne mal einen blauen Brief. Für ihn als cooler Typ, alles nur „Problemchen“, aber irgendwie für ihn doch nervig! Als Retter alter Bahnhöfe und Einweihung
    von Spielplätzen, die eigentlich von der Stadt geschlossen werden sollten, und anderer ihm eigenen
    tollen Aktionen zeigt er sich „Bürgernah“. Auf ausgesuchten Vereinsfeiern, sowie von ihm auserwählten
    Jubiläen, Silber, Gold- und Diamanthochzeiten geht er jetzt schon auf Stimmenfang für die nächste BM-Wahl.
    Denn dieser nette W.W. ist doch so höflich und adrett.Nach seinen gelungenen bürgernahen Auftritten hört man dann Aussagen: “ so schlimm ist der doch gar nicht, man weiß gar nicht was einige gegen ihn haben!“. Und in der Zeitung werden diese Taten auch noch lobend erwähnt. Allein im letzten Heimatbrief ist er 14 mal fotografisch festgehalten. Das ist Medienpräsenz. Dieses o.g. und natürlich was in Mosaik.en in den letzten Jahren beschrieben wurde, nenne ich ganz einfach: „Das System Wiggenhagen“.
    Gruß Hans

  23. Jannik says:

    @ Hans
    Das ist nicht System Wiggenhagen, sondern System Bürgermeister und Landräte. Die zeigen sich alle immer gerne, vor allem in von ihnen kontrollierten Medien.
    Nur im Gegensatz zu unserem netten Bürgermeister haben die meisten anderen zwischendurch auch noch was zu verkünden und nicht nur Rechtfertigungen und Anschuldigungen vorzubringen.

  24. Änne P. Thaler says:

    @Hans: Sie stellen die Frage, die uns auf der Insel der Glückseligen umtreibt:
    „Was ist nur mit dem ersten Bürger der Stadt Ennepetal, W. Wiggenhagen, los?“
    Auch von der Reservebank der Bürgermeistermacher kommt dazu eine
    beeindruckende Antwort: „Was wollen wir als Ennepetaler denn mehr, als einen
    Bürgermeister, der sich in seine Stadt verliebt hat und alle ihre Vorzüge
    kennt und sie auch gerne beim Namen nennt?“ (1)
    Wenn Tante Friedchen noch lebte, wäre sie ziemlich besorgt; sie mahnte ihre Enkel:
    Liebe macht blind!

    —————
    (1) Sebastian Christ, Vorsitzender der Jungen Union;
    http://www.derwesten.de/staedte/ennepetal/ein-zeichen-von-staerke-id6188084.html

  25. jannik says:

    Lese ich doch gerade auf einer „befreundeten“ Seite, dass der Bürgermeister dem Altenheim eine Spende übergeben hat.
    Das für sich st gut.
    Aber warum dem Heim vor seiner „Haustür“ ? Warum dem Heim eines privaten Betreibers ? Gibt es da persönliche Beziehungen ?
    Sind das die Vorzüge unseres Bürgermeisters, nur die privaten zu fördern ?
    Die kirchlichen Einrichtungen unserer Stadt hätten sich sicher auch über die Spende gefreut, Herr Bürgermeister.

  26. Petra says:

    Unser Problem in Ennepetal liegt nicht darin, wo unser Bürgermeister spendet. Wir haben eine Verwaltung, deren Personalkosten jährlich ca. 4 – 5 Millionen teurer sind als in Kommunen vergleichbarer Größe. Auf den Schreibtischen unserer aufgeblasenen Verwaltung wird viel Geld verplempert, das für die Entwicklung unserer Stadt sinnvoller ausgegeben werden könnte.

  27. Raistlin says:

    Wilhem Wiggenhagen…
    Nicht der Mann, den ich gewählt habe. Allerdings kam er mir Anfangs recht sympathisch vor, unterhielt er sich doch auf Augenhöhe auch mit denen, die von anderen schief angesehen werden. Allerdings gute Ansätze (Runde Tische, BM-Sprechstunden, Bahnhof…) und polemische Schönrederei alleine machen noch kein besseres Ennepetal. Genauso Stark, wie er angefangen hat, lässt er auch wieder nach. Kritikfähigkeit ist ein Fremdwort, Gemeinwohl eher ein polemisches Stilmittel denn tatsächlich erstrebenswert. Die liegengelassenen 90.000€ (oder doch eher 70.000? Die Meinungen gehen da auseinander…) sind nach meiner Ansicht eine Todsünde!
    Was hätte man mit diesem Geld nicht alles anfangen können? Überall wird der Rotstift angesetzt, wird gekürzt und gestrichen auf Teufel komm raus. Wie kann man da, als verantwortungsbewusster Mensch im Dienste seiner Stadt so dermaßen arrogant daher kommen und sagen: „Wir brauchen das Geld nicht! Und wenn wir es nicht wollen, sollen es andere auch nicht kriegen!“?
    Nur zur Info, werter Herr Bürgermeister: Es gibt Menschen in Ennepetal, die sind in der Lage, mit der hälfte dieses Geldes ein kleines Paradies zu erschaffen. Für Ennepetaler und auch für Besucher von Außerhalb!
    Nein, statt dessen wird so etwas wie die Weihnachtsbeleuchtung über ein Benefizkonzert finanziert. Die Stadt geht also bei ihren Bürgern betteln. Lächerlich! Zumindest unter dem Gesichtspunkt, daß man dringend! benötigte Gelder einfach „vergammeln“ lässt! Welch geile Lichterpracht hätte um die Weihnachtszeit erstehen können?!
    Und wie klasse fänden unsere Kinder denn intakte, auf den neuesten Stand gebrachte, Spielplätze in ihrer Nähe?
    Wie gerne würden die Senioren in unseren Altenheimen mal einen Ausflug machen, ohne die Sorge, wie es finanziert werden muss?!
    Wieviele Ideen und Projekte für unsere Jugend gibt es, die nicht umgesetzt werden können, weil die nötigen Gelder, Materialien, Räumlichkeiten nicht bereit stehen/gestellt werden?!
    Allein im Bereich Tourismus, hier nicht wirklich oder nur imaginär vorhanden, wären 90.000€ (70.000?) schon ein gehöriger Batzen, mit dem sich eine Menge verwirklichen lassen würde!
    Und dann höre ich von unserem „Willi“ immer wieder: „Die Bürger müssen aber auch mal was tun.“ oder so Schlagworte wie z.B. „Eigenverantwortlichkeit der Bürger“.
    Was tun? Gerne! Einigen ist es auch vergönnt, was tun zu dürfen. Vom Ergebnis schweig ich lieber…
    Und die, die wirklich gute Ideen und Konzepte, Vorschläge und wahren! Tatendrang einbringen möchten, ja die dürfen nicht. Da fehlt es an der Lobby, Ansehen, Stand, Verwandtschaftgrad, Solvenz…. oder Partei-, bzw. Cliquenzugehörigkeit!
    Was der Bürger will ist nahezu jedem klar, und auch dem BM wurde es oft genug angetragen. Nur mit dem zuhören hat er’s nicht so.
    „Was aber will der Bürgermeister?“ sollten wir statt dessen fragen. Ganz nach dem Motto: Frag nicht was deine Stadt/BM für dich tut, frag, was du für deine Stadt/BM tun kannst!
    Und für mich gibt es da nur eine Antwort: Willi will’s wissen! Und zwar, wie gut man im Alter mit einer Bürgermeisterpension leben kann.
    Anders ist mir die Vergabe dieses Postens an den Kurfürst zu Ennepetal/Gev. Wiggenhagen nicht zu erklären.
    Aber eines hat er vergessen, der gute Sire Wilhelm: Adel verpflichtet!
    Und so ist’s kein Wunder, daß den „Reichen und Mächtigen“ Ennepetals der Hof gemacht wird.
    Oh Adelsmann, ein Narr du bist, wenn du des Volkes Macht vergisst! (Versengold)

  28. jannik says:

    @Petra:
    Ich würde den Flachdenkern sogar ihr mehr Geld gönnen. Wenn sie die entsprechende Leistung erbringen würden.
    Wie hörte ich jedoch von einem Nachbarn, der in einer anderen Verwaltung arbeitet, bei den Flachdenkern kriegen nur die mehr Geld, die eigentlich garnichts für den Bürger machen, sondern nur die Verwaltung verwalten.
    Also wenn wenigstens die für uns Bürger arbeitenden mehr kosten würden, wäre ich ja auch bereit, mehr zu zahlen. Hier in Ennepetal herrscht aber immer noch Vetternwirtschaft und nicht Leistungsprinzip. Falsche „Familie“ und gute Leistung = in Ennepetal weniger Geld. Richtige „Familie“ und keine Leistung = in Ennepetal überbezahlt und wo anders froh diese Leute losgeworden zu sein.
    Ihm, meinem Nachbarn, sind persönlich drei Leute aus der Ennepetaler Stadtverwaltung bekannt, die sich umgucken um zu gehen weil sie auch die falsch „Familie“ haben. Mein Nachbar sagte, dass wäre ein richtiger Verlust in unserem Flachdenkerhaus, womit es für den Herrn Wiggenhagen noch enger würde. Aber das sei wohl normal, es wären schon mehrere gute Leute in andere Städte gegangen, so dass in Ennepetal, neben dem blassen Bürgermeister, nur noch die eigentlich unfähigen am Werk seien.

    Sollte das so sein, liebe Mitleser- und Schreiber, werden wir es nicht mehr erleben, dass Ennepetal noch einmal was wird.

  29. 5 vor 12 für Milspe says:

    Zur „Belebung“ der Fußgängerzone in Milspe haben die „Macher“ im Rathaus ein neues heißes Eisen im Feuer: Das „Fach- und Dienstleistungszentrum Wehrstraße“ mit zusammen fast 5.000 qm Verkaufsfläche. Auf Immobilienscout 24 kann man sich schon als Mieter bewerben (www.immobilienscout24.de/expose/61253383).
    Den sicherlich staunenden – oder entsetzten – Händlern in Milspe wird man jetzt die gleichen „Belebungs“-Märchen wie beim Heilenbecke-Center und in Voerde erzählen. Wie hießen die Zauberwörter noch ? …. Knochenlösung … etc.
    Für Milspe heißt das nicht „5 vor 12“ sondern „5 nach 12“.

  30. Petra says:

    #29: Die spärlichen Informationen, die bisher (im Internet) greifbar sind, „verschweigen“ den Feder führenden Drahtzieher: War es eine Privatperson oder die Stadtverwaltung?
    Wie dem auch sei, die Stadtverwaltung war zumindest als Genehmigungsbehörde beteiligt. Weiterhin werden wir vermuten dürfen, dass der Stadtrat über den zuständigen Ausschuss informiert ist.
    Es scheint eine der für Ennepetal typischen Hinterzimmer-Aktionen zu sein.

  31. Bernie says:

    @Petra

    Das ist keine Hinterzimmeraktion. Die treffen sich ganz offen im Besprechungszimmer der Wirtschaftsförderung oder beim Bürgermeister und dort wird so was durch gekaut. Die, dass heißt, die Fraktionsführer, der Bürgermeister und die Fachbereichsleiter. Wenn der Rat das Thema auf die Tagesordnung bekommt steht das Ergebnis schon fest.

  32. Raistlin says:

    Ich gebe zu Bedenken:
    Wir sind hier Verwaltungstechnisch immer noch in Preußen.
    Und in Preußen heißt es: Dem Kaiser was des Kaisers ist!
    Unter dem Gesichtspunkt handeln unsere Oberen recht… zumindest glauben sie das.
    Ersetzen sie Kaiser durch Wirtschaft und den Markgrafen durch Geldadel und schon wird einiges verständlicher. Inakzeptabel ist es dennoch.

    Einen schönen Sonntag allen!
    Euer Raistlin

  33. jannik says:

    Naja @petra, vermarktet wird das Ganze über einen Essener. Nicht einmal dazu ist die Ennepetaler Wirtschaftsförderung in der Lage.

    Traurig traurig, wo man doch unlängst ein hochbezahltes Kompetenzteam mit WW an der Spitze in der Zeitung verkünden lies. Besteht dieses Kompetenzteam doch nur aus WW und seinem engsten Umfeld, muss man schon sagen, er hat ja bei der Wahl seiner engsten Mitarbeiter ein gutes Händchen (Ironie). Wahrscheinlich bekommen alle viel Geld für´s nichtskönnen, wie sie mit dieser ersten Aktion beweisen……

    Das ist ja wie immer in Ennepetal, kaum im Amt, schon gescheitert.

  34. 5 vor 12 says:

    Noch ist „Ennepetal“ nicht verloren – ….. aber mit dem „neuen“/alten „Kompetenz“-Team der Wirtschaftsförderung kann man doch allenfalls Leichenschauhäuser einweihen.
    Die Ennepetaler sollten diese „bewährten“ Kräfte schnellstens gesichtswahrend entsorgen.
    Zwar will die freiwillig keiner haben. Denn sie kosten viel Geld und verstecken ihr „Können“ gut. Man könnte aber den Versuch unternehmen, sie einem privaten Fernsehsender unterzujubeln. Die sollen für ihre Nachmittagsformate fast alles nehmen. WW kann bei „Barbara Salesch“ weiter den Prozesshansel geben; Kaltenbach kann sich bei „Zwegat“ bewerben. Velten-Franke sollte sich bei „Schwiegertochter gesucht“ andienen oder bei „Tine Wittler“ Möbel rücken …. und Schilling wäre die Idealbesetzung für „Bauer sucht Frau“.

  35. jannik says:

    @ 5 vor 12
    ich habe mir nochmal das foto angesehen, sie haben da zwei vergessen.
    levering machte sich bestimmt auf vox als gescheiterter makler in mieten kaufen wohnen (oder ähnlich) ganz gut und dulk könnte bei heidi klum oder eva padberg anrücken um die erste runde nicht zu überstehen. zugegeben, damit hätte sie das schlechteste los gezogen, ist ja nur ne einmal nummer. aber sie ist ja noch nicht lange dabei, vielleicht kann ja aus ihr noch im richtigen leben was werden, wenn sie es aus dem „kompetenzteam“ raus schafft.

  36. Petra says:

    Ennepetal mutierte vor Jahrzehnten in der Berichterstattung zu „Entental“. Auslöser waren damals die unsäglichen Ereignisse im Zusammenhang mit dem Bau des Haus‘ Ennepetal. Damals haben wir (Parteien, Rat, Verwaltung) uns der Lächerlichkeit preisgegeben. Das, was wir Ennepetaler Bürger damals von
    unseren kommunalen Akteuren erleben durften, setzt sich in der Gegenwart fort …

  37. Raistlin says:

    Zum Haus Ennepetal:
    Wisst ihr, warum die Tiefgarage so niedrig ist? Man hat ganz einfach vergessen, den Betonboden miteinzuberechnen! 😀
    Und so reiht sich eine Peinlichkeit an die Nächste.
    Wiggenhagen würde sich bei Salesch ganz gut machen. Kann er …….. (gelöscht, kein Bezug zum Thema—Die Redaktion).

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