Es ist alles ein bisschen schwierig

 

[jpg] Dieses mal hatte der Hauptausschuss mehrmals einen Vortrag des Kämmerers Kaltenbach über sich ergehen lassen müssen. Herr Kaltenbach ist ein trainierter Redner der ohne Punkt und Komma redet aber auch eine Atmung hat die es dem Gegenüber schwer macht ins Gespräch zu kommen. Solche Verhaltensweisen findet man, wenn jemand nicht an einem Dialog interessiert ist. Hierbei fällt es immer wieder auf, wenn Herr Kaltenbach in seine Ausführungen einfließen lässt oder beginnt mit: …es ist ja alles ein bisschen schwierig…. Im alten Sprachcode der Wirtschaft heißt das übersetzt: Ihr seid ein bisschen blöd für das was jetzt kommt und ich erwarte auch nicht das ihr mir folgen könnt. Ich bin aber zumindest so gnädig und lasse euch an meinem Denken teilhaben.

Was war so schwierig? Nun, Herr Kaltenbach wollte vom Rat 10 Millionen Euro auf Vorrat bewilligt haben. Und weil alle dies auch so schwierig fanden, bewilligten sie kurzerhand die 10 Millionen. Jetzt dürfen wir ( Ennepetaler ) zwar Bereitstellungskosten für die 10 Millionen zahlen, aber vorsorglich haben wir deshalb z. B. schon einmal die Kosten im sozialen Bereich gekürzt.

 

Bei der in der Vergangenheit z.B. vorgenommenen „Zockerei“, haben wir das mangelnde Verständnis der Stadtverwaltung für die anvertrauten Steuergelder „bewundern“ dürfen.

Im Laufe der Sitzung traten fast alle Ratsmitglieder den Beweis für die Einschätzung an, dass  „…. alles ein bisschen schwierig..“ ist. Und  zwar ging  es darum,  einen Antrag zur “Definition der Familien- und Kinderfreundlichkeit als Leitbild“ festzulegen. Das macht Sinn für eine Kleinstadt wie Ennepetal, stehen wir doch kurz davor als „Greisenstadt“ ohne Perspektive hin zu dümpeln. Die jungen Menschen suchen vermehrt das Weite und die Jungen die noch da sind versuchen wir durch Schikane ( Schutzwall gegen einen Kinderspielplatz) zum Gehen zu bewegen.

Kaum war der Antrag, der übrigens von den jungen CDU Mitgliedern eingebracht wurde, jedoch aufgerufen, erlebte man eine Kakophonie der meisten anwesenden Ratsmitglieder. Es waren die "Methusalixe", die zum ersten male einen richtigen politischen Antrag vor ihren Augen hatten. Denn Kinder und Familien kann Ennepetal bei den überwiegend überalterten Einwohnern ohne Ende gebrauchen. Mit diesem Antrag könnte man Weichen stellen, kostet dieser Antrag doch erst nur Gehirnschmalz. Die SPD mit ihrem Fraktionsvorsitzenden wollte erst einmal geklärt haben, dass sie dies oder so ähnlich schon früher vorgetragen hatte. Und im übrigen habe man ja kein Geld, wie die Verwaltung immer betonte.  
    Volker Rauleff SPD

     Die CDU mit Herrn Faupel musste erinnern das es erst um eine Definition gehe. Es entstand eine kleine Schweigeminute. Dann aber waren die "Methusalixe" am zetern und krakelen. Was wäre denn kinder- und familienfreundlich, wie Kinder oder Familien zu definieren wären, das könne man doch nicht. Und der alte Herr Frey von der FDP setzte noch einen drauf und wollte Ennepetal als Stadt der Leitbilder einordnen. Es war schon beschämend was da ablief. Letztendlich wurde der Antrag an den Jugendhilfeausschuss der Frau Dr. Sieckermann überwiesen.
 Wolfgang Frey [FDP] / Rolf-Dieter Hüttebräucker  [FWE]    

Das eine gute Familien- und Kinderpolitik auch Wirtschaftspolitik ist, kein Wort davon. Bei den Konservativen, wie Rauleff (SPD), Frey (FDP), Hofmann (Grüne) und Hüttebräucker (Freien) läuft sowas unter „Gedöne“, wie Altkanzler Schröder dies immer so schön abtat.
Im Rat der Stadt Ennepetal sah sich die konservative CDU auf einmal in der progressiven Ecke. Da aber die jungen Mitglieder der CDU Heymann, Christ oder Knüppel von der CDU jedoch nicht anwesend waren, schwiegen die alten CDUler vorsichtshalber. Es ist aber wirklich alles so schwierig!

     
 Jürgen Hofmann [Bündnis Grüne]        Walter Faupel [CDU]

Aber was ist so schwierig wenn Mensch + Mensch eine Familien ausmachen können, um das einmal auf die unterste Ebene herunter zu brechen. Oder Kinder, hier ist doch schon der Begriff Heranwachsender gesellschaftlicher Konsens. Die treiben sich doch schon in der Tiefgarage von Haus Ennepetal rum.Und jetzt müssten die Bedingungen erarbeitet werden unter welchen die beiden Kreise Familie und Kinder sich in Ennepetal wohl fühlen würden. Und dann gleicht man das an der Realität ab, stellt Fehlendes fest und erarbeitet dann einen Handlungsplan. So einfach kann Politik sein. So ein einfaches Ratsmitglied wie Volker Rauleff muss sich ja nicht direkt an das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf heranwagen, wo er ja wahrscheinlich sowieso scheitern würde. Und das Thema Kinder? Reicht es wenn man ein Schild an einem Spielplatz (Lindenstraße) befestigt: „Wir kümmern uns“ oder so ähnlich? Oder wenn ein Ratsmitglied seine Kompetenz für Kinder mit seinen drei eigenen Kindern dokumentieren muss, wie das Ratsmitglied Herrmann (SPD). Ist das Familien-und Kinderpolitik? Kann man von der Familie des Ratsmitgliedes Herrmann (SPD) eine Blaupause für eine Familien- und Kinderpolitik anfertigen? Wohl kaum. Kaltenbach hatte also recht gehabt, es ist alles so schwierig für die Mehrzahl der Ratsmitglieder.

Es ging aber noch weiter. Unter Top 14 verbarg sich die Erörterung des „Handlungskonzeptes Wohnen“ durch das Büro InWis aus Bochum. Es sollte nach diesem „teueren“ Gutachten ( So ein Gutachten kostet gut und gerne schon mal schlappe 50 tausend Euro) ein Handlungskonzept abgeleitet werden. Also, was sollen wir jetzt tun? Heraus kam jedoch eine Unzufriedenheit über die Aussagen dieses Gutachtens. Herr Frey von der FDP wusste, dass dieses Gutachten nicht an der Realität gemessen werden darf. Verdammt, woran denn sonst? Weitere Vorgehensweisen, also ein Handlungskonzept, daran bestand bei den Ratsmitgliedern kein Bedarf. Gutachten fertig, Gutachten bezahlen und Gutachten ablegen, mehr ist bei der Qualität dieses Rates nicht drin. Gutachten werden anscheinend zur Unterhaltung der Ratsmitglieder angefertigt. Nur, wenn schon Unterhaltung, dann sollte der Steuerzahler auch Eintritt nehmen dürfen. Ach ja, die Stadt darf ja nicht als Unternehmer auftreten.

Vielleicht sollte man ein Gutachten anfertigen lassen, wie man die geistige Qualität des Rates erhöhen kann.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Alle Fotos © Linde Arndt

 

21 Kommentare
  1. Daniel Barth says:

    » “Nun, Herr Kaltenbach wollte vom Rat 10 Millionen Euro auf Vorrat bewilligt haben. Und weil alle dies auch so schwierig fanden, bewilligten sie kurzerhand die 10 Millionen.”

    Wo soll die “Reise” hingehen mit diesen 10 Millionen? Unsere SPD-Opposition (Rauleff) scheint damit spontan einverstanden zu sein. Ich befürchte, die SPD hat sich im CDU-Hinterzimmer wieder einmal einseifen lassen.

    Im Sommer, wenn er (Rauleff) Sandalen an hat, zählt er bis 20: zehn Finger plus zehn Zehen. Im Augenblick sind wir im April, Sandalen sind noch nicht angesagt. Rauleff muss sich jedoch der Herausforderung von 10 Millionen stellen, obwohl er zur Zeit nur bis 10 zählen kann.

  2. Horst Rodewig says:

    Wie kann der Rat dies bewilligen? Die Zockerei müsste doch noch frisch in Erinnerung sein. 1 Mio. ja, aber gleich für 10 Mio. einen Blancoscheck ausstellen. Das darf doch nicht wahr sein! Der Kämmerer hatte recht, der Rat ist auch nicht für voll zu nehmen.

  3. jannik says:

    Naja, liebe Leute, was ist denn daran ein bisschen schwierig ?
    Herr Wiggenhagen und Herr Kaltenbach sind schwierig. Schwierig zu ertragen.
    Sie wirtschaften Ennepetal ab zu ihrem eigenen Vorteil.
    Schwierig ist für die beiden nichts, zumindest so lange nicht, bis die Politiker mal aufwachen und derer beider Handeln Einhalt gebieten,
    Aber darauf können wir noch lange warten.
    Ich persönlich hoffe nur, dass sich jemand für die Zukunft auch die Namen aller derzeitigen Ratsmitglieder aufgeschrieben hat, denn die haben die Zukunft Ennepetals mit verspielt, weil sie die Herren Wiggenhagen und Kaltenbach mit dem Geld aller Bürger haben zocken lassen und es dabei verloren ging.
    Roulett ist und bleibt ein Glücksspiel und der verantwortungsvolle Umgang mit fremdem Geld ist und bleibt ein Fremdwort für die Herren Wiggenhagen und Kaltenbach.
    Eines haben sie jedoch: immer gute Ausreden, warum sie mal wieder mehr Geld brauchen und mit dem abermaligen Verlust des bisher zur Verfügung gestellten Geldes nichts zu tun haben.
    Ob die beiden sich wohl morgens noch im Spiegel betrachten können ?

    Falls ich so wie die wäre, könnte ich es nicht mehr. Ich würde mich schämen, das ist ein Gefühl, dass Herrn Wiggenhagen und Herrn Kaltenbach fremd ist. Im Gegenteil, die erwarten noch den Dank der Bürger für alles was sie nicht geleistet haben. Denn positives haben die beiden für Ennepetal bisher nicht geschafft.

  4. Lumpazi Vagabundi says:

    @Jannik
    Wenn Sie die Zockerei mit den Swap-Krediten meinen, dann sind die beiden Herren dafür nicht verantwortlich.
    Hier müssten endlich einmal die Herren Eckhardt und Wenke zur Verantwortung gezogen werden. Es ist ja schon fast ein Skandal, wie fahrlässig in dieser ganzen Angelegenheit verfahren wird.
    Da wird im Nachinein gegen die West LB wegen falscher Beratung geklagt. Bedeutet das im Umkehrschluß, das die verhandelnden Stadtvertreter unfähig waren die Tragweite dieser Spekulation zu überblicken? Aber auch offensichtliche Dummheit schützt vor Strafe nicht.
    Es wird sicher nicht der letzte Prozess sein, den BM Wiggenhagen mal wieder auf Kosten der Stadt Ennepetal führt und wieder nicht gewinnt.

  5. Jürgen Fried says:

    In “Es ist alles ein bisschen schwierig” informiert EN-Mosaik u.a. über unseren Kämmerer: “[…] Herr Kaltenbach wollte vom Rat 10 Millionen Euro auf Vorrat bewilligt haben.” – hier TOP “8.1 Überplanmäßige Mittelbereitstellungen in der Zeit vom 01.10.2011 bis zum 31.12.2011” (1).
    Es geht in den Begründungen um “überplanmäßige Bewilligungen”, die mit einem “Austausch der Telefonanlage”, “nicht vorhersehbare Preissteigerungen und Ersatzbeschaffungen […] bei den Aufwendungen für Schreib- und Zeichenmaterial”, “Gerichts-/Anwalts- und Gutachterkosten” und “höhere Mietaufwendungen und Nebenkostennachzahlungen” begründet werden.

    Liebe EN-Mosaik-Redakteure, hier ist konkretes, investigatives Engagement erforderlich! Dass gezockt bzw. vernebelt wird, wird bei erstem Lesen deutlich. In der SPD-Opposition haben wir Leute, die u.a. mit der Sparkassenverdienstmedaille geehrt wurden (2). Schöneberg und Rauleff sind seit Jahren auf verantwortlichen “Posten” in Gremien der Ennepetaler Sparkasse tätig, sie sollten mit Finanzaktionen vertraut sein – so meint man. Dass die SPD Kaltenbachs Aktionen kritiklos abnickt, macht “weitläufig” nachdenklich!

    ——————–
    (1) http://rat.ennepetal.de/ratsinfo/ennepetal/4010/MTE0LjIwMTI=/14/n/48744.doc
    Die Angabe “doc” stimmt nicht, es ist eine pdf-Datei.
    (2) http://www.anita-schoeneberg.de/index.php?nr=35905&menu=1&__ovennepetal=e308b8e3257e78b973709acb7254b324

  6. Torsten Gärtner says:

    Ich schlage vor, die Ennepetaler SPD-Opposition in den Urlaub zu schicken. Ob sie da ist oder nicht, macht keinen Unterschied. Wird sich die SPD in den nächsten 20 Jahren an die Gegenwart heran bewegen können – mit Rauleff bzw. Schöneberg?

    Die “Sprachlosigkeit” zum Antrag von Kaltenbach (10 Millionen vorweg) verweist auf politische Erosion in der SPD.

    Genossen, fahrt zum Ballermann und macht Platz für jüngere Leute!

  7. FrankP says:

    @ Jürgen Fried
    also wer es noch nicht erkannt hat, Frau Schöneberg und ihre SPD sind Teil des Systems.
    Es ist schon Abenteuerlich Frau Schönberg als Linke zu bezeichnen, der Begriff ” Schein linke” passt da schon eher.
    Es ist noch nicht vergessen das Frau Schöneberg die Musiklehrer ehrenamtlich arbeiten lassen wollte (http://en-mosaik.de/?p=24891) , macht auch Sinn , dann ist mehr Geld für das nächste Finanzabenteuer da.

  8. Raistlin says:

    Das hier bei der Stadt Ennepetal keiner so recht mit Geld unzugehen weiß, ist ja hinlänglich bekannt. Und auch die Tatsache, daß man hier gerne Geld für Nüsse und Blödsinn zum Fenster rauswirft ebenso.
    Was ic h mich allerdings immer häufiger frage ist:
    Wie lange will sich das Ennepetal noch gefallen lassen?
    Wie lange soll noch auf dem Rücken der kleinsten und schwächsten gespart werden, damit die hohen Herren Monopoli spielen können?
    Wieviele Stellen sollen bei der Stadt noch wegfallen, um durch 1€ Jobber und Bürgerarbeiter ersetzt zu werden?
    Wieviel können wir noch Schultern ob der Dekadenten Lebensweise einiger weniger, bis uns die Beine wegbrechen und es uns mit dem gesamten Gewicht in den Dreck haut?
    Wann ist das Maß voll?
    Wenn auch der letzte Mittelschichtler AlG II bezieht?
    Auch der letzte Facharbeiter für 5€ Brutto arbeiten geht?
    Auch die letzte Sozialleistung gestrichen wird?
    Der letzte Spielplatz eingemauert, das letzte Waldstück eingezäunt, die letzte Wiese bebaut ist?
    Und diese 10 Mio.? Wofür sollen die denn da sein? Hatten wir nicht erst kürzlich die Flucht ins HSK angetreten? Was wird mit diesen 10 Mio. gemacht? Sinnvoll in die Zukunft und die Stadt investiert? Oder versucht der gute Herr Kaltenbach sich am Roulette-Tisch, um den Verlust des letzten Zockers wieder rein zu holen? Oder müssen wieder 250.000 € für ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen rausgehauen werden?
    Ich bin ja kein Freund der Zeugen Jehovas oder ihres “Wachturms”, aber in diesem Fall kann ich nur sagen: ERWACHET!

    Gute Nacht
    Euer Raistlin
    P.S.: @jannik: “Falls ich so wie die wäre, könnte ich es nicht mehr. Ich würde mich schämen, das ist ein Gefühl, dass Herrn Wiggenhagen und Herrn Kaltenbach fremd ist. Im Gegenteil, die erwarten noch den Dank der Bürger für alles was sie nicht geleistet haben. Denn positives haben die beiden für Ennepetal bisher nicht geschafft.”

    Volle Zustimmung… bis auf den letzten Satz. Da werden die Herren Antworten: Den Bahnhof gerettet, HSK eingestielt und junge Familien mit Kindern vergrault. Und jetzt belohnt uns für unsere Leistungen!
    Leider gibts für Städte keine Abwrackprämie…

  9. Raistlin says:

    @Torsten Gärtner: “Die “Sprachlosigkeit” zum Antrag von Kaltenbach (10 Millionen vorweg) verweist auf politische Erosion in der SPD.”

    Wirtschaftliche Inkompetenz, politische Sandkastenbalgerei und Menschenfeindlichkeit kann man das wohl eher nennen. Und das bezieht sich auch auf die komplette Führungsriege der Stadt und den gesamten Rat.
    Mich würde dennoch einmal interessieren, welche Begründungen der gute Herr Kämmerer denn für diesen Betrag angegeben hat. Wie rechtfertig er diesen Leichtsinn?
    Ist schon ein Sitzungsprotokoll erhältlich?
    Nun, vermutlich wird es unvollständig sein… wie schon so oft.
    Habe selbst 2 Sitzungen im öffentl. Teil miterlebt und anschließend beim lesen des Protokolls die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Ja, in Ennepetal wird viel gemauschelt, geschö(nebergert)nt und geschminkt. Wie der Bahnhof: tolle Fassade- marode Bausubstanz. Die Lösung: Abreissen und neu machen! Ist beim Bahnhof leicht- bei unserer Stadt schier unmöglich. Frische Luft ist in unserem muffigen Rathaus nicht gern gesehen. Sauerstoff regt die grauen Zellen an, ihre Arbeit zu tun und das geht ja nun wirklich nicht! Würden diese Leute ihr Geld auf dem freien Markt verdienen müssen, wäre der ein oder andere schon längst Hartz 4 Empfänger. Und mal ganz ehrlich: dem ein oder anderen könnte so ein Realitätscheck bestimmt nicht schaden.

    Allen einen schönen Tag
    Euer Raistlin

  10. Philipp Krause says:

    (#7) “Frau Schöneberg und ihre SPD sind Teil des Systems.”
    Sie haben recht: Frau Schöneberg war seinerzeit Konkurrentin des derzeitigen Bürgermeisters, sie hat seitdem in/mit der SPD-Opposition nichts bewirkt.
    Die SPD-Opposition ist in Ennepetal nur noch auf dem Papier vorhanden. Der schleimige Verwaltungsklüngel hat die SPD in Ennepetal komplett aufgesogen.

  11. Peter Schwab says:

    Die Aufgaben unserer Ennepetaler SPD-Opposition liegen in der Kritik, der Kontrolle und dem Aufzeigen von Alternativen. Leider versagt die Ennepetaler SPD-Opposition an diesem Anforderungsprofil. Als Spielplatzpartei scheiterte sie an ihren Widersprüchen und gab sich der Lächerlichkeit preis …

    Kritik, Kontrolle, Alternativen können die Ennepetaler von ihrer SPD nicht erwarten. Und warum nicht? Was hindert Euch – verehrte SPD-Genossen – im 21. Jahrhundert anzukommen?

    Unser Bürgermeister ist eine Witzfigur, sägt an seinem Stuhl und bietet eine Alternative an!

  12. Florian Reinhard says:

    Stellen wir uns vor, demnächst wäre Kommunalwahl.
    Welche Partei kann ich (in Ennepetal) wählen, die nicht in den Schleim mit der Verwaltung, unserer 14 Millionen Truppe, involviert ist?

    Mir fällt dazu nichts ein. Unsere Medien vor Ort sind zu schwach, um etwas zu verändern. Ich hoffe darauf, dass die Boulevard – Medien noch mal einsteigen und helfen, unseren Sumpf zu bearbeiten.

  13. Raistlin says:

    “Unser Bürgermeister ist eine Witzfigur, sägt an seinem Stuhl und bietet eine Alternative an!”

    Gibt es echte Alternativen?
    Die Vertreter der kleinen Parteien sind zu schwach, um BM zu werden und von den etablierten Parteien ist nichts zu erwarten, ausser dem selben Bockmist wie seit bestehen der Bundesrepublik. Das gleiche gilt für Land- und Bundestag. Große Politiker wie z.B. Adenauer, Schmidt, ja selbst Kohl gibt es nicht mehr. Was uns geboten wird sind schattenhafte Gestalten, die an den Fäden der Wirtschaft tanzen. Die wahre Macht im Lande gehört den Reichen und den Großkonzernen wie Thyssen-Krupp, DB, Telekom, Autobauern, Discountern, Energieproduzenten, Atomkraftwerkbetreibern, Mineralölkonzernen… die Liste ist endlos. Politiker sind nur Werkzeuge, Marionetten der wirklich Mächtigen. Und wer soll ihnen Einhalt gebieten, wenn nicht WIR ALLE?
    Meine Meinung: Verweigert den Zivilgehorsam, ruft zum Generalstreik auf und treibt sie aus ihren Palästen um sich dem zu stellen, was sie am meisten fürchten: Das Volk! Der Rest wäre ein Gottesurteil…

    Schönen Tag allen.
    Euer Raistlin

  14. Redaktion
    Redaktion says:

    @Raistlin

    Nichts einfacher als das. Sie brauchen nur eine Partei zu gründen und bei der nächsten Kommunalwahl anzutreten. Unsere Demokratie gibt Ihnen Rechte und Freiheiten – Sie müssen sie nur nutzen.

  15. FrankP says:

    Und wenn man sich die Stellungnahme unserer hiesigen Parteien zur Landtagswahl ansieht,
    dann beschleicht mich schon das Gefühl das gerade unsere SPD irgendwelche verbotenen Drogen eingeworfen hat.
    Ich habe auch die SPD gewählt , weil ich Frau Kraft gut finde.
    Wie kommt unsere SPD nur darauf das die Wähler indirekt für Frau Schöneberg gestimmt haben ?
    Die ein zigste realistische Stellungnahme liest man bei den Grünen.

  16. Raistlin says:

    @Redaktion:

    Polemik ist nicht meine Sprache, Mammon nicht mein Gott und Lügen nicht meine Philosophie. Politik ist ein Tanz auf dem Vulkan. Sie hinterlässt verbrannte Erde, weinende Mütter und hungernde Kinder. Sie verwandelt Recht in Unrecht, Lügen in Wahrheit. Sie korrumpiert, zerstört Träume und Hoffnungen und weckt falsche Erwartungen. Nein, ich bin kein Politiker.
    Aber angenommen, ich würde eine Partei gründen und mich zur Wahl stellen… würden sie mir ihre Stimme geben?
    Vermutlich nicht, denn ich bin ein Niemand. Um Stimmen zu bekommen, muss man jemand sein. Die Menschen wählen nur Menschen, die wer sind. Menschen, die etwas darstellen- sei es wahr oder gelogen. Ich müsste vorgeben jemand zu sein, der ich nicht bin.
    Nein, ich bin kein Politiker. Ich bin ein einfacher Mann mit einfachen Bedürfnissen. Und ich wage es nicht zu behaupten, ich würde nicht korrumpiert werden, denn die Versuchung ist zu groß. Nein, ich will des Morgens noch in den Spiegel schauen können.
    Dennoch frage ich erneut: Gibt es Alternativen?
    Stellen sie sich vor, auf einem Bauernhof zu sein. Ihre Aufgabe ist es, einen der Ställe auszumisten. Welchen, das ist ihre Entscheidung. Sie haben die Wahl zwischen Hühnerstall, Schweinestall, Kuhstall, Ziegenstall und Pferdestall. Für welchen Mist entscheiden sie sich? Und genauso verhält es sich bei Wahlen. Zig Misthaufen und sie können sich für einen entscheiden. Dieses Land erstickt im Mist. Die Lösung: 80 Mio. Menschen sagen NEIN! Und das wird nicht geschehen. Also was sollte ich in der Politik erreichen können?!
    Nein, es wäre keine Lösung, den selben Weg zu nehmen wie diejenigen, die die Probleme verursacht haben.
    Es ist immer leicht zu sagen: Gründe doch ‘ne Partei!
    Warum gründen denn sie keine? Oder eine/r meiner Mitkommentatoren? Wieviele Parteien soll es denn noch geben, die genau das gleiche Ergebnis erzielen wie die bereits vorhandenen? Nein, diese Form der Politik führt zu nichts und dennoch suchen wir immer wieder in ihr nach der Lösung für die Probleme, die sie verursacht hat.

    In diesem Sinne.
    Euer Raistlin

  17. Redaktion
    Redaktion says:

    @ Raistlin

    Machen Sie es sich nicht zu einfach? So wie Sie es sagen,ist kein Mensch in dieser Republik in der Lage etwas zu bewegen. Nun denn, dann lassen wir doch alles verkommen. Hauptsache wir gehören zu den Guten, den Selbstgerechten die schon immer wussten wie es gehen sollte aber nichts dafür taten.
    Ach ja, Sie sind ein einfacher Mensch, der niemand ist und auf den niemand hört.

  18. Raistlin says:

    Ic h mache es mir bei weitem nicht zu einfach. Tatsache ist aber, daß ein einzelner Mensch nur etwas für sich alleine erreichen kann. Um gravierende Veränderungen herbeizuführen müssen wir ALLE mitanfassen. Ich habe mich eine Weile im politischen Umfeld Ennepetals bewegt. Wenn ich für mich persönlich etwas hätte herausschlagen wollen- gut, daß hätte Früchte getragen. Aber als “Einzelkämpfer” etwas Verändern oder bewirken? Keine Chance. Die graben einem schneller das Wasser ab, als Ennepe und Heilenbecke zusammen es hätten herschaffen können. Ich hätte lügen und betrügen müssen, den Kopf einziehen und zu Kreuze kriechen müssen. Ich bin kein Ja-Sager, kein Duckmäuser; zu offen und zu ehrlich, ein zu loses Mundwerk. Intrigen sind nicht mein Geschäft.
    Aber sie liegen falsch, liebe Redaktion, wenn sie aus meinem vorhergegangenen Kommentar ableiten, niemand könne etwas tun. Doch verhält es sich so, daß jeder einzelne ledgilich in seinem eigenen, kleinen, überschaubaren Bereich etwas bewirken kann: Er/sie kann Sorge tragen, sich selbst jeden Tag zu verbessern. Er/sie kann sich selbstkritisch betrachten; jeden Tag auf’s Neue. Jeder kann sich täglich fragen: Ist dies richtig, was ich tue? Jeder kann sich fragen: Ist es richtig, meinem Chef hinten rein zu kriechen und überstunden zu kloppen für 5 € mehr in der Tasche, während der Chef nach Möglichkeiten sucht, die Anzahl der Mitarbeiter und deren Löhne zu reduzieren und weiterhin produktiv zu bleiben?
    Jeder kann sich fragen: Ist es richtig, aus politischem Desinteresse den einfachen Weg zu gehen und deshalb den großen Parteien bei der Wahl die Stimme zu geben statt den Kleinen, einfach nur weil man glaubt, die gewinnen sowiso?
    Jeder kann sich Gedanken machen, welche Konsequenzen es für den Anderen hat, wenn ich ihn auf Teufel-komm -raus übervorteile. Und jeder kann seine Stimme erheben und bei all dem Unrecht sagen: NEIN! Bis hierher und nicht weiter!
    Und wenn dies genug tun, wird es auch gehört.
    Sehen sie nach Syrien oder Ägypten. Hat die Politik all die Veränderungen bewirkt? Nein, die Menschen waren es und sind es noch. Na klar, sie mussten für ihr Recht kämpfen und bluten und einige sogar sterben. Aber es waren die Menschen; alle Menschen! Nicht die Politik.
    Politik ist nicht der Weg der Veränderung sondern des Stillstandes. Politik bewirkt nichts, egal wer sie betreibt. Sehen sie in der Geschichte nach. Wann immer es gravierende Veränderungen gegeben hat, die die Welt besser machten, dann waren es die Menschen, die es bewirkt haben- nicht die Politik.

    Viel Spaß beim grübeln.
    Euer Raistlin

  19. Dieter Moeller says:

    @FrankP (#16)

    Ich unterstütze Ihren Kommentar und kann es mir nicht verkneifen, ein Zitat aus der Ennepetaler SPD-HP einzufügen:
    “Bis auf einen Wahlbezirk sind alle Wahlbezirke in der Stadt Ennepetal für die SPD geholt worden. Und das mit äußerst guten Ergebnissen.”
    (http://ennepetal.sozi.info/index.php?nr=46099&menu=1)

    Mit der Ennepetaler SPD hat das alles nichts zu tun! Die NRW-SPD ist wählbar, der Küngelverein, der sich in Ennepetal SPD nennt, ist einfach nur peinlich.

  20. Raistlin says:

    Ich empfinde sämtliche etablierten Parteien als mehr als peinlich- ob lokal oder landes- bzw. bundesweit.
    Keine Partei, kein Politiker hat je gehalten, was er/sie im Wahlkampf voller inbrunst versprochen hat. Kaum gewählt und im Amt wird wieder der alte Kurs eingeschlagen: Alles für die Wirtschaft und nichts für den kleinen Mann. Siehe Ennepetal: Günstiger Gewerbesteuerhebesatz aber ne Hundesteuer, für die man sich nen Kleinwagen leasen kann! (Und trotzdem tritt man ständig in die Sch…ße)
    Einer Augenärztin wird für 150.000€ hofiert aber dem gros der Nachbarn stößt man vor den Kopf.
    Im sozialen und kulturellen Bereich wird gekürzt auf Duivel-komm-raus aber man wirft einem der fünf weltweit größten Wirtschaftsprüfungsunternehmen mal eben 250.000€ in den Rachen.
    Wen wundert es da, daß die Ennepetaler SPD einen Sieg feiert, der keiner ist und sich mit fremden Federn schmückt?
    Die Dekadenz in der Grafschaft Ennepetal ist Beispiellos. Warum also nicht auch feiern, ob es Gründe gibt oder nicht? Nur was haben wir davon? Ennepetal ist nachwievor in CDU-Hand und wird es voraussichtlich bis 2014 bleiben. Was also schert es mich, wenn die SPD sich Lorbeeren auf’s Haupt setzt, die sich andere verdient haben? Hab ich davon mehr Geld in der Tasche? Bekomme ich jetzt einen Job mit vernünftiger Bezahlung? Wird dadurch unsere Stadt schöner, lebenswerter? Boomt jetzt der Tourismus, weil eine Ortspartei meint, sie allein habe Frau Kraft auf den Landesthron gehievt?
    In meinen Augen sind sie alle arrogantes Pack!

    Einen schönen Tag in der Grafschaft Mark!
    Euer Raistlin

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