Ennepetal – eine Stadt als Beute

[jpg] Die Veränderungen durch den  Rat der Stadt Ennepetal als auch in der Stadtverwaltung sind mehr rudimentär und als marginal zu bezeichnen um überhaupt etwas Positives zu schreiben. Tatsächlich kann man sich keinen Reim darauf machen wieso diese Bewegungslosigkeit in den Verhaltensweisen immer wieder zu beobachten sind.

Man muss schon aufpassen was diese 14 Millionen Truppe tatsächlich will, das Gesagte ist es zumindest niemals. Wenn also Wiggenhagen schreibt die MdB´s Dr. Ralf Braucksiepe (CDU) und René Röspel (SPD) wurden informiert, so muss man das erst übersetzen. Dr. Ralf Braucksiepe (CDU) ist Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, er wird, so Wiggenhagen, am 26.April den Bahnhof besichtigen. René Röspel (SPD)  hat dieses Angebot erst gar nicht angenommen, so der Sachstand.
Was also bitte soll ein Staatssekretär aus dem Arbeitsministerium und ein SPD Abgeordneter der sich mit Ethik befasst an unserem Bahnhof? Ganz einfach, die beiden sollen sich bitte schön neben Wiggenhagen am Bahnhofsgebäude aufstellen, wir sollen schöne Pressefotos machen, so dass der einfache Mensch von der Straße denkt, der Wiggenhagen der kennt so hohe "Tiere", der wird das schon schaffen. Toll, nicht wahr!

In unserem Fotopool haben wir inzwischen jede Menge Bilder mit Politikern vom Bürgermeister über den Oberbürgermeister, Minister verschiedenster Bereiche und Bundesländer, Ministerpräsidenten und auch einen Bundesminister. Was heißt das? Nichts. Es sind nur Fotos in einem Pool die wir bei Bedarf einem Artikel zuordnen.

Nun weiß Wiggenhagen anscheinend nicht, ein Minister oder auch Ministerpräsident wird immer bei einem Fototermin etwas Nettes sagen, in etwa so:"Ich finde der Bahnhof hat etwas Besseres verdient als den Abriss."  Und schon macht Wiggenhagen daraus eine Zusage des Ministers. So ist er nun einmal. Erinnern Sie sich noch daran,  als sich Wiggenhagen mit der ehemaligen Landtagspräsidentin van Dinthern mit einem Antrag ablichten ließ? Was ist aus diesem Antrag geworden? Nichts! Er ist in den Orkus der Geschichte entschwunden. Wiggenhagen macht solche Sachen recht glücklos, er kann es nicht anders. Nur hier in seiner Stadt könnte er sich zum Wohle derselben betätigen, der Möglichkeiten gibt es viele.

Und nun war die Ratssitzung am 17. März 2011. Wiggenhagen als Bürgermeister hätte wieder sein Herz in die Hand nehmen, etwas bewegen und Signale aussenden können. He, Leute, ich habe doch einen Ar… in der Hose, es geht aufwärts oder vorwärts.

1.  Möglichkeit
Die Senioren- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ennepetal, Kornelia Gabriel trat nach 25 Jahre Stadtverwaltung Ennepetal in den Altersruhestand.

  Frau Gabriel trat an das Rednerpult um sich von dem Rat und der Stadtverwaltung zu verabschieden. Dies jedoch nicht ohne anmerken zu müssen, dass in Ennepetal keine Gleichstellung bis in die oberen Ränge stattfinden konnte. Sie hat das sehr nett formuliert.

Trefflicher wäre jedoch, es gab und gibt schlicht und ergreifend keine Gleichstellung in der Stadtverwaltung. Diese Stadtverwaltung ist eine Männergesellschaft die an einer Gleichstellung kaum interessiert war und ist, und höchstens eine Alibifrau in die oberen Ränge, Fachbereichsebene, einstellt.

Kornelia Gabriel       Foto: Linde Arndt    

Nur, als sie mit ihrer Rede fertig war, warteten wir am Pressetisch um jetzt das obligatorische Abschiedsfoto zu machen. So mit Blumenstrauß und evtl. Präsentkorb. Denn der Chef und sein Referent waren ja da.  Was kam? Nichts. Die Frau bekam noch nicht einmal einen öffentlichen Händedruck. Wir guckten uns am Pressetisch an und rieben uns erstaunt die Augen.

 Auch die Ratsmitglieder nahmen das so hin. In dieser Woche habe ich zwei Verabschiedungen miterleben dürfen, beide Mal wurden die Angestellten professionell von ihrem Chef, dem Bürgermeister, verabschiedet.
Solch ein Verhalten wie hier bei uns kenne ich nur aus sozialen Brennpunkten, wo Erziehung Mangelware ist. Früher hatten wir solch ein Verhalten als proletenhaft gegeißelt. Aber was soll es, was hat Ennepetal und Wiggenhagen schon zu verlieren? Aber die 40 Ratsmitglieder, da hätte sich doch ein Ratsmitglied mal rühren können.

2.  Möglichkeit

Wie in jedem Jahr hat die Straßenbau-NRW es der Stadt Ennepetal nicht Recht gemacht. War es im vorigen Jahr die L 699, die Ennepetalstraße, wo der Landesbetrieb nicht schnell genug die Löcher auf der Straße füllte, so ist es in diesem Jahr die B7 vor dem Betrieb des Ratsherrn Rolf Hüttebräucker (FWE). Und so setzten sich 40 Ratsmitglieder nebst der anwesenden Stadtverwaltungstruppe hin und verfassten einen Brief an den Landesbetrieb Straßenbau NRW. Dieser Brief wurde nun dem Rat vorgelegt um ihn als Resolution zur Abstimmung zu bringen.
Meine Güte, so kann man auch Steuergelder verquasen. Das Ganze hat 15 Minuten gedauert. 15 Minuten mal 40 + 15 Minuten mal 20 = 900 Minuten=15 Stunden X 18,– Euro=270,– Euro.

Eine gute Sekretärin hätte solch einen Brief in 5 Minuten verfasst, zur Unterschrift vorgelegt und in den Postausgang gelegt. Kosten? Rein Rechnerisch 1,50 Euro, jetzt sehen sie mal wozu die 14 Millionen Truppe fähig ist. Wenn Wiggenhagen ein kompetenter Verwaltungsmensch wäre, hätte er solch einen Unsinn nicht gestattet. Brief schreiben lassen, abgeschickt und dem Rat zur Kenntnis vorgelegt. Aber wir brauchen ja was zur Beschäftigung. Oder zur Therapie? Oder wollten wir gemeinsam einmal "Muskel-machen" üben? Kosten spielen ja keine Rolle. Herr Rauleff sagt ja immer so schön, Demokratie ist eben teuer. So ein Unsinn hat nichts mit Demokratie zu tun.

3.  Möglichkeit
Anita Schöneberg (SPD) ging ans Rednerpult und reklamierte die noch ausstehenden Fragen aus Oktober 2010 zum Thema Fußgängerzone.


Offene Fragen  –  Anita Schöneberg (SPD)
Foto: Linde Arndt
  Im Oktober hatte Frau Schöneberg einen Fragenkatalog zur Fußgängerzone erstellt und der Stadtverwaltung im Rat übergeben. Nur Frau Schöneberg ist erst einmal eine Frau und zum zweiten war sie eine ernstzunehmende Mitbewerberin um das Bürgermeisteramt gewesen. Sehr schlecht für die chauvinistische Männergesellschaft. Und obwohl Frau Schöneberg schon zwei Mal um Beantwortung gebeten hatte, bekam sie diese natürlich nicht. Nun soll der nächste Wirtschaftsausschuss am 7. April nach einem halben Jahr endlich Auskunft geben.Toll!

Das eine Ratsfrau schon bitten und betteln muss um eine berechtigte Frage beantwortet zu bekommen, finde ich mehr als merkwürdig. Immerhin wurde Frau Schöneberg von den Ennepetalern direkt in den Rat gewählt. Und, Frau Schöneberg, eine Ratsfrau bittet nicht, sie fordert. Und dieses Fordern hat etwas mit ihrer Position als gewählte Vertreterin zu tun.

     

Demokratieverständnis der Stadtverwaltung? In Tunesien, Ägypten und vielleicht in Libyen werden demnächst ganze Stadtverwaltungen gesucht. Wäre das nicht etwas für die Ennepetaler Stadtverwaltung? Ein bisschen Sprachkurs ist doch noch drin. Und in den vorgenannten Ländern haben die Beamten immer Recht. Nebenbei kann man dort noch ein bisschen Integration üben.
Wiggenhagen hätte sich für seine langsam und damit schlecht arbeitende 14 Millionen Truppe entschuldigen müssen und die Beantwortung höchstpersönlich an sich ziehen müssen. So war das mal wieder eine niveaulose Tour.

4.   Möglichkeit
Am 27.März wird der Integrationsausschuss gewählt. Als Kandidat hat sich der "Neonazi" Hüsgen, Ratsherr der Pro NRW Partei (Früher NPD) aufstellen lassen. Dieser Mensch stellte den Antrag auf die Reintegration von Migranten, was nichts anderes bedeutet als die alte "Ausländer raus" Parole der "Neonazis", nur in anderer Form.

Wiggenhagen hätte sich im Vorfeld mit den Ratsmitgliedern kurz schließen können um eine gemeinsame Erklärung gegen diese Kandidatur zu erreichen. Was war? Nichts. Wiggenhagen blieb stumm.  Auch die anderen Mitglieder rührten sich nicht. Christian Zink von der SPD trat an das Rednerpult und las eine Erklärung vor. In dieser Erklärung brachte er als auch seine Fraktion ein tiefes Missfallen zum Ausdruck, dass sich mit dem Pro-NRW Ratsmitglied ein Vertreter der rechtradikalen und ausländerfeindlichen Szene zur Kandidatur für den Integrationsausschuss aufgestellt hat.

Herr Hüsgen pöbelte während der Erklärung von Herrn Zink mehrfach rum. Klar, die Rechtsradikalen haben es nicht so gerne wenn man sie zu Recht weist, anders herum ist das natürlich in Ordnung. Nachdem die Erklärung verlesen war, spendeten alle SPD Mitglieder und zwei Grünen Mitglieder mittels Klopfen Zuspruch.

CDU/FWE/FDP und die restlichen Bündnisgrünen konnten sich nicht dazu aufraffen dieser Erklärung zu zustimmen. Auch bei der Stadtverwaltung sofern sie an den Tischen saßen war keine Zustimmung zu beobachten.

 
    Der Einzige – Christian Zink (SPD)                      Foto: Linde Arndt

Wir erinnern uns an unseren Geschichtsunterricht? Als die NSDAP eines Adolf Hitler in den Reichstag einzog, konnten sich die damaligen Parteien auch nicht zu einer gemeinsamen Haltung aufraffen. Die Konservativen  Parteien, mit dem Zentrum, den Deutsch Nationalen und den Liberalen schwiegen damals obwohl es auf der Straße und in den Parlamenten mit den Nationalsozialisten zur Sache ging. Man wusste schon wohin die Reise ging. Damals endete es mit dem sogenannten "kleineren Übel", welches Europa in einen Krieg stürzte der 50 Millionen Menschen das Leben kostete.

Heute scheinen wir wieder in der gleichen Situation zu sein, anders kann ich mir dieses Verhalten nicht erklären. Damals wussten die Konservativen auch ihren Vorteil aus der Machtübernahme des Verbrechers Adolf Hitler zu ziehen. Komisch, Konsens sollte doch sein: Die Feinde der Demokratie sind unsere gemeinsamen Feinde. Neonazis sind Feinde der Demokratie. Da nützt es nicht wenn man die Neonazis unter Hinzuziehung der Partei "Die Linke" durch die Konservativen salonfähiger macht oder relativiert. Diese Vorgehensweise konnte man auch in der Weimarer Republik beobachten. Es mag aber auch sein, dass die Konservativen ein Auge auf Hüsgen geworfen haben um ihn evtl. zum Übertreten zu bewegen. Pro-NRW ist nun mal nicht so weit weg von den Konservativen Parteien. Die Oberflächlichkeit des Rates als auch der 14 Millionen Truppe ist mal wieder nicht zu überbieten. Aber da war ja auch noch die Affinität von Wiggenhagen und der CDU zum Forum der Frau Nachbarin, die ja dem Kandidaten Hüsgen ein breites Forum bietet, welches von diesem auch dankbar genutzt wird. Als Hüsgen sich in diesem Forum meldete, zog der Bündnisgrüne Hustadt als Einziger die richtige Konsequenz – er trug sich sofort aus diesem Forum aus. Zwei mir bekannte CDU Leute fanden den Neonazi nicht so schlimm und blieben bis heute.

Hier hätte sich Wiggenhagen positionieren können und müssen, er hat aber eine zögerliche Haltung bis heute eingenommen. Es gehört nicht zu seiner Persönlichkeit einen inneren Kompass zu haben.

5.    Möglichkeit

Ach ja, der Integrationsausschuss. Die Stadt hat die Kandidaten namentlich bekannt gegeben. Nur von den rund 2.400 Wahlberechtigten kennt nicht jeder die Kandidaten.

Die Kandidaten haben nicht die finanziellen Mittel um für sich zu werben. Was die Stadt aber hätte machen können, ohne die Neutralität nicht zu verlassen, sie hätte von jedem Kandidaten ein Foto und eine Vita anfertigen lassen und diese Informationen veröffentlichen können.

Hat die 14 Millionen Truppe jedoch nicht. Warum? Nun, es entsteht der Eindruck, als wenn durch die negativ Werbung des Neonazis nur ein Kandidat antritt. Alle anderen treten dadurch in den Hintergrund. Anscheinend will man einen Integrationsausschuss verhindern, indem man den Neonazi in den Ausschuss reinhievt.

 

Traute Zweisamkeit v.lks.: Bernhard Mielchen (CDU),  Andre Hüsgen (Pro NRW)                  Foto: Linde Arndt

   

 

Alle anderen Kandidaten werden nicht beworben, so dass die Wahlberechtigten keine Übersicht haben. Eine teuflische Strategie. Sie ist aber nachvollziehbar und wahrscheinlich. Es werden kaum Migranten kommen und das wollte die Stadtverwaltung vielleicht erreichen. Danach kann man in Ruhe sagen, die Migranten wollten es ja selber nicht.
Auch hier hätte Wiggenhagen sich beweisen können, hat er aber nicht.

6.  Möglichkeit

Das hatte ich ganz vergessen. Die Stadtfete des Herrn Rottmann ist wieder durch. Wir müssen wieder am 25. September die Voerder Straße für diverse unterirdische Geschmacklosigkeiten freimachen. War diese Stadtfete für viele Ennepetaler inzwischen ein Dorn im Auge, so fand diese Veranstaltung bei der 14 Millionen Truppe immer wieder dementsprechendes Gehör. Wir fragten Herrn Langhardt weshalb diese Veranstaltung, die ja offensichtlich der Attraktivität der Stadt Ennepetal abträglich war und ist, gestattet wird? Herr Langhardt meinte er könne da nichts machen, denn die Stadt wolle nicht entscheiden ob das Sortiment der Stadtfete der Attraktivität der Stadt schade. Deshalb wurde die Stadtfete genehmigt.

Auch hier hätte Wiggenhagen einschreiten können. Ist er in anderen Dingen sehr prozessfreudig, scheint ihm hier der Mut zu fehlen.

7.   Möglichkeit
Auf dem Pressetisch lag eine Presseinformation der Stadt vom 28.Februar 2011, indem die Stadt Ennepetal ankündigt, dass sie wegen der Swap-Geschäfte Klage gegen die WestLB eingereicht hat. Keine weiteren Erklärungen. Fragen sind wie üblich nicht gestattet.

Abgesehen davon, dass diese Presseinformation mit 14 tägiger Verspätung ausgeliefert wurde, könnte man diese Erklärung nur als dubios ansehen.
Es ist schon verwunderlich wenn Herr Kaltenbach bei Einbringung des Nachtragshaushaltes 2009 von den Swap-Geschäften schwärmt, weil er mal eben 500.000,– Euro Gewinn gemacht hatte. Als es aber, wie zu erwarten, Verluste gab, ja, da wollte der Kämmerer und Wiggenhagen nicht mehr mitmachen. Ist klar, Gewinne zu mir und die Verluste . . .? Das kann nicht gut gehen.

Die Gerichte haben in dieser Hinsicht noch keine einheitliche Rechtsprechung. Das kann verdammt noch mal in die Hose gehen und wird der Stadt evtl. Gerichtskosten in Höhe von rund 230.000,– bringen – zusätzlich versteht sich. Was hätte es gebracht wenn die Stadt noch etwas gewartet hätte, bis der BGH entschieden hätte? Auch hier wäre die 14 Millionen Truppe mit ihrem Chef gut beraten gewesen nicht die Opferrolle einzunehmen. Denn die Gier hat einige Personen geleitet, nicht um der Kommune etwas gutes zukommen zu lassen. Die OLG´s, bis auf ein OLG, haben nicht zu Gunsten der Städte entschieden. Heute hat der Bundesgerichtshof (BGH) einem Kläger Recht gegeben. Die Deutsche Bank muss einem Unternehmer rund 500.000,00 Euro zurückzahlen. Ob dieses aber für einen städtischen Kämmerer gleichermaßen gilt, bleibt abzuwarten. Denn hier werden höhere Maßstäbe vorausgesetzt. Und ich kann nicht auf der einen Seite 500.000,– Euro einstecken und auf der anderen Seite, wenn es brenzlig wird den Vertrag kündigen. Da müssen schon mehr Argumente auf den Tisch. Und Ennepetal hat bisher immer wieder seine Glücklosigkeit in solchen Sachen bewiesen.

Wir beobachten jetzt seit zwei Jahren den Rat der Stadt aber auch die 14 Millionen Truppe. In den vielen Gesprächen die wir führten,  haben wir zwei Gruppen in der Ennepetaler Bevölkerung erkannt. Eine Gruppe ist der Meinung, dass sie sich  an diese dumme und unfähige 14 Millionen Truppe gewöhnt hat –  so die vielfach geäußerte Meinung –  und erwartet nichts aus der Bismarckstrasse. Diese Gruppe will hier nur wohnen, sonst wird nichts erwartet. Sie ist die größte Gruppe, ich schätze sie mal auf 70% der Bewohner. Das schlimme ist, die 14 Millionen Truppe als auch die politischen Kräfte scheinen von diesen Gegebenheiten zu wissen. Zumindest handeln sie danach.

Von den restlichen 30% schätze ich mal 5% der Bewohner, die mit dieser Stadt noch etwas anfangen wollen. Diese 5% sind wütend und sehen sich als Beute der Akteure im Rathaus. Sie würden auch gerne politisch tätig werden, jedoch nicht mit den Personen im Rat und der Stadtverwaltung. Warum wütend? Es sind Voerder, Altenvoerder, Milsper oder Rüggeberger die ansehen müssen wie ihre Stadt Tag für Tag verarmt und immer weniger Lebensqualität hat. Offen spricht man davon, dass die Stadt von Gevelsbergern, Wuppertalern oder Schwelmern verwaltet wird, die alten Ennepetaler aber verdrängt wurden. Perspektiven sieht man für Ennepetal nicht, zumindest mit diesen  Akteuren, die von der vorstehenden Gruppe als gesichtslos angesehen werden.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

13 Kommentare
  1. Jannik says:

    Naja, lieber Herr Gerhard, die können doch nichts, nicht einmal sich profilieren.
    Ich fasse Ihre Punkte für mich persönlich einmal so zusammen:
    1. wir haben einen Bürgermeister, der hat kein Profil
    2. wir haben einen Kämmerer, der verschleudert Geld und schiebt es alles auf seine Vorgänger, denn er wusste ja von nichts. Konnte er auch seit seinem Amtsantritt nicht erkennen, denn er war ja mit dem Scheffeln seiner immens hohen Besoldung beschäftigt. Zudem wurde mir gesagt, er wohne nicht in Ennepetal und wolle dort auch weg. Aber mal eben noch Steuergelder verschleudern und sich selber die Tasche vollmachen. (Kann nicht mal jemand dem Bund der Steuerzahler einen Tip geben ?)
    3. der Bürgermeister hat einen Referenten, der lebt jetzt schon in 2025, oder gar nicht mehr ? Man hört ja nichts mehr von ihm und seinen Ideen.
    Fazit:
    Es dürfen in unserer Stadtverwaltung drei hochbezahlte Leute üben, einen Job für den sie sehr gut bezahlt werden, auszuüben. Alle drei können es nicht, das haben sie seit der jeweiligen Amtsübernahme mehrfach bewiesen. Der erste davon stellt sich am liebsten auf Fotos und kommentiert alles, was aus seinem Haufen kommt, der zweite schmeisst mit den Steuergeldern nur so um sich und lügt sich selber und uns allen vor er würde sparen und der dritte Visioniert in ferner Zukunft.
    Wo bitte sind da die Leute dieser Truppe die:
    1. Manieren bei der Verabschiedung einer langjährigen Mitarbeiterin haben
    2. zu dem stehen was sie sagen
    3. ihre Fehler und ihr unvermögen zugeben und es nicht auf jetzt wehrlose Vorgänger schieben
    4. sich auch in der öffentlichkeit positiv zeigen
    5. unserer Stadt Profil geben ?
    Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man darüber lachen. Es ist wenigstens gut, dass Geschäftsleute über zwei Foren informiert werden und so doch einen anderen Standort für ihre Firma suchen (für die Leser aus der teuren Truppe, das war Ironie).
    Mir persönlich sind sowohl ein Geschäftsmann als auch mehrere Privatleute bekannt, die überlegten nach Ennepetal zu kommen. Alle haben sich im Internet informiert und festgestellt:
    1. Für die Wirtschaft wird hier nichts getan
    2. auf der schlecht gestalteten Internetseite der Stadt finde ich eine Ansprechpartnerin die ich nicht erreiche
    3. Angebote für die Freizeitgestaltung bieten hier nur Vereine, die Stadt tut nichts
    4. einkaufsmöglichkeiten gibt es in dieser Stadt nicht
    5. es ist nicht ersichtlich, wie sich die Situation hier weiterentwickelt.
    Raten Sie einmal, welchen Schluß diese Leute alle gezogen haben ? Richtig ! So viel Geld kann mir keiner geben, dass ich hier hinziehe.
    Wundert irgendjemand dann das Verhalten der Flchdenkerchefs bei öffentlichen Auftritten ? Die schaffen es doch nicht mal, Ennepetal vernünftig nach außen zu präsentieren. (Ich vermeide den Begriff Reputation, dann würde der Artikel noch länger und passte hier nicht hin)

  2. Bernd Dahlmann says:

    Herr Gerhardt,
    ich finde es gut, dass Sie die Bürger hier informieren wollen, aber Herr Hüsgen als “Neonazi” zu beschimpfen geht eindeutig zu weit. Ich bin NICHT rechts, aber ich finde, wie ein “Neonazi” verhält er sich nicht und sieht auch nicht so aus.Auf dem oberen Foto würde man auf den ersten Blick denken es ist ein normaler Mann, auf den zweiten allerdings auch. Stände das “pro NRW” Schild nicht vor ihm, hätte ich gedacht es sei “einer von uns”!!!
    Es wäre langweilig im Stadtrat,wenn alle die gleiche Meinung vertreten würden, ich finde etwas abwechseln tut der Stadt ganz gut und jemand der seine Meinung gegen Bürgermeister und Rat sagt auch…
    Ich persönlich bin auf den 27.3. sehr gespannt…Wer wird es wohl schaffen? Wie reagieren die Bürger Ennepetals wenn Herr Hüsgen wirklich in den Rat gewählt wird?
    Sonnige Grüße
    B. Dahlmann

  3. Redaktion
    Redaktion says:

    Hallo Herr Dahlmann

    Es ist ja gerade das Problem der Neonazi Gruppierungen, man sieht es den nicht an welches Gedankengut sie haben. Wenn sie alle Springerstiefel und Bomberjacken an hätten oder alle HH schrien, wäre das Ganze ziemlich leicht. Und wenn sie einmal die herausragenden Leute des dritten Reiches in zivil ansehen, wie Adolf Eichmann oder Heinrich Himmler, so werden sie ganz normale Menschen erkennen. Trotzdem haben beide der Welt diese Grausamkeiten angetan.
    Zu dem Begriff Nazi. Nazi heißt ja nichts anderes als Anhänger der Idee des Nationalismus. Und diese Idee hat uns in der Geschichte nie weiter gebracht. Wir leben seit über 60 Jahren hier in Europa in Frieden, und das auch weil das nationalistische Gedankengut ziemlich eingedämmt ist.
    Also, es ist keine Beschimpfung, vielmehr ist es eine klare Feststellung die ich auf Grund von eigenen Beobachtungen gewonnen habe.

  4. Petra says:

    Neonazis können aus der Geschichte nicht lernen (d.i. Unfähigkeit) und/oder wollen aus der Geschichte nicht lernen (d.i. Dummheit). Ausgehend von Unfähigkeit und/oder Dummheit, ist weiterführende Kommunikation mit Neonazis nicht möglich. Wer mit Neonazis kommuniziert, schafft ihnen lediglich eine Plattform für ihr abwegiges Gedankengut, das in den geschichtlichen Mülleimer gehört. Unsere Aufgabe besteht darin, stetig über die Gefahren neonazistischer Begriffe und Denkmodelle aufzuklären und gängige Verharmlosungsstrategien transparent zu machen.

    Herrn Hüsgens Lebenslauf vor seiner Ennepetaler Zeit und seine Aktivitäten in Ennepetal vermitteln eine Botschaft, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig läßt: Er ist ein unverbesserlicher Neonazi!

  5. Bernie says:

    Ich liebe solche Artikel. Endlich ist in der Stadtverwaltung was los. In der Kantine stecken alle den Kopf zusammen. Bürgermeister hat ein dementsprechendes Gesicht.
    Und Sie haben in allen Dingen auch noch Recht.

    Weiter so.

  6. Horst Rodewig says:

    CDU und Pro-NRW verstehen sich anscheinend sehr gut. Man darf gespannt sein wie dieses Werben weiter geht.

    Aber im Ernst. Es ist erschütternd wie wenig nach der letzten Wahl in Ennepetal bilanziert werden kann. In der Tat, Nichts!

    Woran liegt das? In Schwelm wird der Bahnhof für 2.5 Mio neu gestaltet. Und hier? Innerhalb eines halben Jahres bekommen die Schwelmer 50.000 Euro für ihre Weihnachtsbeleuchtung zusammen. Und hier?

    Von der angeblich reichsten Stadt im Kreis kann nichts Gleichwertiges gemeldet werden. Ich denke die viel höheren Personalaufwendungen von 14 Millionen im Gegensatz zu den 10 Millionen anderer Städte haben die Ennepetaler Stadtverwaltung zu satt gemacht.

  7. Petra says:

    Unser neonazistischer Ratsnarr ist bei der Wahl zum Integrationsrat – wie erwartet – durchgefallen. Nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses soll er gesagt haben: “Das ist alles ein großer Spaß. Ich habe immer gesagt, daß Politik auch Freude bereiten muß. Allein die Gegenreaktionen haben so ein mediales Echo ausgelöst […]. Alles in allem wunderbar […].”

    Das Thema Hüsgen dürfte damit durch sein. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf den Integrationsrat und unterstützen wir seine Arbeit!

  8. Petra says:

    Nachtrag zur „Stadtfete des Herrn Rottmann“

    Am 30.03.11 meldete die WR:
    „Seit Monaten schien es allen Verantwortlichen im Rathaus klar zu sein: Eine Stadtfete, veranstaltet von der Ennepetaler Stadtwerbung, sollte es in Milspe nicht mehr geben. Doch jetzt [03.2011] musste die Stadtverwaltung eingestehen, dass sie diese Veranstaltung mit dem wohl ungeliebten Veranstalter nicht verhindern kann. “Es gibt keine rechtliche Möglichkeit”, sagte Fachbereichsleiter Stephan Langhard vor dem Rat der Stadt.“
    (http://www.derwesten.de/staedte/schwelm/Stadtfete-steigt-auch-in-Zukunft-id4484491.html)

    Am 16.09.11 meldete Radio-Ennepe-Ruhr:
    „Ennepetals Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen sucht das Gespräch mit dem Veranstalter der Stadtfete. Aus Reihen der Einzelhändler in der Milsper Innenstadt hatte es Beschwerden gegeben.“
    (http://www.radioenneperuhr.de/Lokalnachrichten.1272+M5b70649bbaf.0.html)

    Bei einem Streifzug durch das Internet begegnete mir die Information zu unserem Gespräch suchenden Bürgermeister. Im Frühjahr scheiterte er bei der Verhinderung der Stadtfete und rappelt sich dann ca. 6 Monate später auf zu einem Gespräch mit Herrn Rottmann – wenige Tage vor der Eröffnung der Stadtfete ?

    Im Anschluss an den Titel “eine Stadt als Beute” bleibt die Frage:
    Wessen Beute ist der Bürgermeister?

  9. Änne P. Thaler says:

    Ein Ennepetaler Nachwuchspolitiker beschreibt Jan. 2008 das Charakteristikum unserer Lokalpolitik wie folgt: “Anstatt ein übergreifendes Konzept zu entwickeln, hangelt sich die Mehrheit im Rat von Einzelfallentscheidung zu Einzelfallentscheidung. Es fehlt der konzeptionelle Zusammenhang […].” Alltagssprachlich formuliert: Ennepetal betreibt mit der bloßen Reihung von Einzelfallentscheidungen Flickschusterei ohne abgestimmte langfristige Perspektiven.
    (http://www.spd-minden-meissen.de/index.php?nr=9723&menu=1)

    Bis heute, ca. 3 1/2 Jahre später hat sich daran nichts geändert. Wiggenhagen setzte den Politikstil seines Vorgängers fort – auf allen Feldern der lokalen Politik: Stadtentwicklung, Fuzo, Bahnhof, Stadtfete u.v.a.m. Wiggenhagens sprichwörtliche Hilflosigkeit; seine Unfähigkeit, auf Anträge zu reagieren; seine Unfähigkeit, alternative Problemlösungen zu debattieren; seine Unfähigkeit, Fragen zu beantworten, werden u.a. durch die perspektivische Beschränkung auf Einzelfälle bedingt.

    Seit Jahren gibt es im Zusammenhang mit der Stadtfete Ärgernisse und Reibereien. Das Protokoll des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung vom 30.09.2010 vermerkt, “[…] dass der Bürgermeister den Vorsitzenden der Ennepetaler Stadtwerbung (esw) als Veranstalter der Stadtfete in dieser Sache bereits zweimal angeschrieben habe.” Ist das alles?
    Wo ist das im Rat abgestimmte, verbindliche Anforderungsprofil für Stadtfeten, das einem Veranstalter Vorgaben macht, die eine positive Außenwirkung bewirken?

  10. Leserkritik says:

    Der “Nachwuchspolitiker” ist mittlerweile von allen seinen politischen Ämtern zurückgetreten. Der “Verschleiß” an jungen Hobbypolitikern ist bei der SPD in Ennepetal und in Ennepetal insgesamt schon enorm. Dafür ist ja mit Herrn Palomba viel Qualität zurückgekommen… 😀

  11. Redaktion
    Redaktion says:

    @Leserkritik

    Wenn Palomba in Schneverdingen Bürgermeister geworden wäre und ich mich gefreut hätte, wäre das gegenüber den Schneverdingern bösartig gewesen?

    Geht es Ihnen gut?

  12. Leserkritik says:

    Als Bürgermeister hätte Herr P. ja immerhin eine – in Schneverdingen hoffentlich – kompetente Verwaltung an seiner Seite gehabt. Wenn die Leiter der einzelnen Ämter/Fachbereiche dort auch noch eine gesunde Portion Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen haben und fachlich überzeugend arbeiten, hätte es Herr P. durchaus schwer gehabt, seine eigene “Kompetenz” allzu üppig einzubringen. Und ich hatte nie den Eindruck, dass Herr P. jemand ist, der die Arbeit sucht. Eher jemand, der die Karriereleiter mit geringsmöglichen Aufwand möglichst weit hinaufklettern will. Außerdem… die Schneverdinger hatten die Wahl – und wenn sie mehrheitlich Herrn P. gewollt hätten – nun, dann sollen sie ihn doch auch bekommen.

  13. Jannik says:

    Na die Schneverdinger wollten Herrn Palomba nicht. Schade für Ihn, schade für uns Ennepetaler. Jetzt müssen wir noch einen Hochbezahlten weiter durchziehen. Und es wird nicht der Letzte sein.
    Das Letzte ist allerdings die weitere Selbstbedienung aus Reihen der Politiker. Da stimmt eine Frau Hofmann mit über eine Stelle ab, die sie letztendlich selber besetzt. Zufall ? Für mich ist das ganz klar eine persönliche Vorteilsnahme und damit Korruption, die nach meiner Meinung eine genauere Betrachtung durch die Staatsanwaltschaft verdient.
    Nicht nur von Frau Hofmann, auch der Bürgermeister hat sich nach meiner persönlichen Rechtsauffassung mit seiner Entscheidung strafbar gemacht. Ob das auch ein gesetzlicher Straftatbestand ist, weiß ich allerdings nicht.
    Bisher haben sich die Ratsmitglieder nur an ihren Geldern besient, jetzt wird das auch auf Stellen ausgeweitet. Wer kommt als Nächster ? Irgendein Zugeständnis wird man ja wohl den anderen Parteien für das gezeigte Goodwill machen müssen.
    In der Rundschau wird behauptet, Herr Faupel wäre der Bürgermeistermacher gewesen. Nein, meiner persönlichen Meinung nach ist er der Erfinder der Ennepetaler Selbstbedienung durch Ratsmitglieder zum eigenen Vorteil. Wenn nötig werden die benötigten Stimmen mit dem Versprechen eines persönlichen Vorteils eingekauft und dann andere dazu genötigt, das auch umzusetzen, da sie ja ohne den lieben Harrn Faupel nicht das wären, was sie Mangels qualitativen Alternativen geworden sind, nämlich Bürgermeister.
    Das ist meine persönliche Meinung zu den Beutegeiern die eigentlich die 14 Millionen Truppe kontrollieren sollen und sich nicht noch selber bedienen sollen.

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