Endlich, der Wahlk[r]ampf ist zu Ende

[jpg] Mit gefühlten EUR 100.000,– hatte es die CDU und Wilhelm Wiggenhagen noch geschafft sich ins Bürgermeisteramt zu retten. Mit ganzseitigen Anzeigen in den letzten Wochen verkaufte die CDU ihr „Produkt“  Wilhelm Wiggenhagen – mit Erfolg.
Es war im großen Saal des Hauses Ennepetal eine ungeheurere Dramatik der politischen Akteure und deren Anhänger zu verzeichnen, Nichtraucher wurden wieder zu Rauchern und traten vor der Tür von einem Bein auf das andere. Nur es war ein knappes Ergebnis 42,2% der Stimmen der Wähler konnte Wilhelm Wiggenhagen auf sich vereinen, dass sind 22,6 % der wahlberechtigten Bürger Ennepetals. Anita Schöneberg, die 39,6% der Wählerstimmen geholt hat, was auch nur 21,2 % der wahlberechtigten Bürger bedeutet, lag nur knapp dahinter.
 
Beide sollten jedoch nicht vergessen, dass sie nur jeder 5. wahlberechtige Bürger wählte. Denn es ist keinem von beiden gelungen das Nichtwählerlager anzutasten. Bei Licht betrachtet hat sich sogar das Nichtwählerlager vergrößert. So finden sich unsere User bestätigt, die immer wieder die dürftigen Aussagen der Akteure bemängelten. Die dürftigen Aussagen eines Wilhelm Wiggenhagen wurden letztendlich kompensiert mit der Anzeigenkampagne der CDU, die das „Kunstprodukt“ Wilhelm Wiggenhagen letztendlich nach vorne brachte.
 
Der neue Bürgermeister zog sich nach Verkündung des vorläufigen Endergebnisses mit seiner Entourage ins Rathaus zum feiern zurück. Nur eines sollte er sich von hier aus sagen lassen. Nach der Wahl 2009 sollte jedem aufgefallen sein: Nichts ist mehr so wie ehedem. Die alten Zeiten, und dafür haben wir gesorgt, wo das Rathaus für 5 (6) Jahre in einem für Wähler sichtbaren Dornröschenschlaf fallen konnte, sind für immer vorbei. Denn letztendlich spiegeln sich die Entscheidungen des Rathauses in der Öffentlichkeit wieder, und dort werden wir diese auch „liebevoll“ begleiten.
 
Was sich alle Parteien jetzt für die nächsten 5 Jahre hinter die Ohren schreiben sollten, eine gute für den Bürger transparente Ratspolitik, zahlt sich letztendlich aus.
 
Womit wir beim eigentlichen Thema wären, der Gemeinderatswahl. Der Gemeinderat kam, wie schon im Wahlkampf, auch an diesem Abend zu kurz. 10 Jahre nach Änderung der Wahlgesetze sollten auch in Ennepetal die veränderten Modalitäten angekommen sein, sind sie aber nicht.
Im Landestrend konnte die CDU ihre Führung behaupten, nicht so in Ennepetal. Hier musste die CDU die Führung klar an die SPD abgeben, die gegen den Landestrend zulegte. Im Stadtrat verlor die CDU demnach 4 Sitze und hat jetzt nur noch 14 Sitze, gleichauf mit der SPD, die durch das neue Auszählungssystem nicht davon profitieren konnte. Die Zuwächse der FDP lagen genau im Landestrend, die Bündnisgrünen konnten jedoch keine Zuwächse für sich verbuchen. Schlimm ist es sehen zu müssen, wie die ehemalige EWG, nunmehr als FWE und UBE auf den „Hund“ gekommen ist. Der FWE Vorsitzende Hüttebräucker sollte sich nunmehr fragen lassen, ob es nicht Zeit ist, seinen Hut zu nehmen oder in die Reihe zurück zu treten. Der ehemalige erste Beigeordnete Wenke, schaffte weder den Sprung in den Rat noch in den Kreis. Es genügt halt nicht, wenn man sich nur im Windschatten der großen Parteien ausruht, schon gar nicht für eine kleine Partei oder Gruppierung.
 
Ach ja, was ist mit dem Gemeinderat,  der ja immerhin die Geschicke der Stadt politisch weiterentwickeln sollte. Mir schien und scheint es so, als wenn es allen Ratsmitgliedern an Selbstbewusstsein gegenüber der Verwaltung fehlt.
 
Er, und nur er, ist der eigentliche Entscheider und das Kontrollorgan, dem wir Wähler den Auftrag gegeben haben. Und nur konstruktive, transparente am Puls des Wählers liegende Ratsarbeit der einzelnen Parteien zahlt sich in einem guten Wählervotum aus. Die von der SPD initiierten „Vor Ort“ Gespräche können nur ein erster Schritt sein, dass dies der richtige Schritt ist, zeigt, dass die CDU dies gnadenlos abgekupfert hat. Aber, wie gesagt, es ist nur ein erster Schritt hin zu einer zeitgemäßen Demokratie.
 
Und die Partei "Die Linke." sie hat mit Wilhelm Völlmecke das erste Ratsmitglied im Ennepetaler Stadtrat. Da ist ein gewisser Unterhaltungswert nicht von der Hand zu weisen, fiel er doch im Wahlkampf immer wieder durch sein profundes Nichtwissen und Nichtwollen auf.
 
Und die NPD entsendet mit Herrn Hüsgen leider auch ein Ratsmitglied. Ich denke die NPD profitiert von der großen Gruppe der Protestwähler, die den Ratsparteien ihren Unmut wegen ihrer vergangenen Politik zeigen wollte.
 
Alle zwei Parteien, Die Linke und auch die NPD haben keinen Fraktionsstatus, es entfallen dadurch viele Privilegien, die ihnen nach Lage der Dinge auch gerechterweise nicht zu stehen.
 
Nachfolgend die vorläufig neuen Ratsmitgleder:
 
Denken Sie bitte daran, es sind Ihre Vertreter in Ihrem Wahlbezirk:
 
Fordern Sie Ihre Ratsmitglieder wenn Sie Probleme in Ihrem Bezirk haben, machen Sie Druck.
 
 
 
CDU : 14 Sitze
 
Faupel, Walter – Wahlbezirk 19
Kraft, Johannes – Wahlbezirk 5
Dautzenberg, Bärbel – Wahlbezirk 12
Drabent, Manfred – Wahlbezirk 8
Mielchen, Bernhard – Wahlbezirk 13
Knüppel, Jens – Wahlbezirk 11
Dahlhaus, Gisela – Wahlbezirk 16
Hessler, Jutta – Wahlbezirk 3
Vorderwülbecke, Jürgen – Wahlbezirk 10
Schulte, Jochem – Wahlbezirk 17
Brinkmann, Ludger – Wahlbezirk 15
Rehbach, Matthias – Reserveliste (5)
Decker, Bernd – Reserveliste (8)
Hessler, Andrea – Reserveliste (9)
 
SPD : 14 Sitze
 
Schöneberg, Anita – Wahlbezirk 9
Rauleff, Volker – Wahlbezirk 20
Schnurbusch, Peter – Wahlbezirk 7
Battenfeld, Jürgen – Wahlbezirk 14
Lotz, Christoph – Wahlbezirk 1
Bianco, Giuseppe – Wahlbezirk 6
Bicking, Theodor – Wahlbezirk 4
Steinbrink, Jörgen – Wahlbezirk 2
Zenker, Vera – Wahlbezirk 18
Zink, Christian – Reserveliste (3)
Herrmann, Elmar – Reserveliste (6)
Drees, Helmut – Reserveliste (8)
Berg, Tobias – Reserveliste (9)
Tigges, Bernd – Reserveliste (11)
 
FWE : 2 Sitze
 
Hüttebräuker, Rolf-Dieter – Reserveliste (1)
Imlau, Volker – Reserveliste (2)
 
Grüne : 4 Sitze
 
Hofmann, Sabine – Reserveliste (1)
Hustadt, Sven – Reserveliste (2)
Hofmann, Jürgen – Reserveliste (3)
Mayer-Stoye, Stefan – Reserveliste (4)
 
FDP : 4 Sitze
 
Frey, Wolfgang – Reserveliste (1)
Dr.Siekermann, Hella – Reserveliste (2)
Haas, Michael – Reserveliste (3)
Braun, Thomas – Reserveliste (4)
 
Die Linke : 1 Sitz
 
Völlmecke, Wilhelm – Reserveliste (1)
 
UBE : 0 Sitze
 
NPD : 1 Sitz
 
Hüsgen, Andre – Reserveliste (1)
 
Quelle: Stadt Ennepetal
 
 
Und hier das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl ´09 und der Wahl zum Rat der Stadt Ennepetal. Wobei die relativen Zahlen übernommen wurden, die absoluten Zahlen von uns errechnet sind. Im Gegensatz zum EN-Kreis ist die Stadtverwaltung Ennepetal nicht in der Lage ein Endbild der Kommunalwahlen zu zeichnen. Die Liste der Ratsmitglieder habe ich jedoch auf telf. Anfrage per email zugesandt bekommen.
 
Kommunalwahlen
2004
 
 
Kommunalwahl
2009
 
 
 
absolut
relativ
 
 
absolut
relativ
 
Wahlberechtigte:
26.334,00
100%
 
Wahlberechtigte:
25.614
100%
 
Wahlbeteiligte
14.300,00
54,30
 
Wahlbeteiligte
13.883
54,20%
 
Nichtwähler
12.034,00
45,70
 
Nichtwähler
11.731
45,80%
 
 
 
 
 
ungültige Stimmen
221
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Parteien
absolut
relativ
 
Parteien
absolut
relativ
Sitze
 
 
 
 
 
 
 
 
CDU
5463
38,20%
 
CDU
4615
33,80%
14
SPD
4576
32,00%
 
SPD
4915
35,90%
14
Grüne
1473
10,30%
 
Grüne
1385
10,10%
4
FDP
1087
7,60%
 
FDP
1376
10,10%
4
EWG
1702
11,90%
 
FWE*
564
4,10%
2
 
 
 
 
UBE*
107
0,80%
0
 
 
 
 
Die Linke
423
3,10%
1
 
 
 
 
NPD
288
2,10%
1
 
 
 
 
 
 
 
 
Summe
14300
100,00%
 
Summe
13673
100,00%
40
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
* ehemalige EWG
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bürgermeisterwahl
2004
 
 
Bürgermeisterwahl
2009
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wahlberechtigte
26334
100%
 
Wahlberechtigte
25.614
100%
 
Wahlbeteiligung
14326
54,40%
 
Wahlbeteiligung
13.883
54,20%
 
Nichtwähler
12008
45,60%
 
Nichtwähler
11.731
45,80%
 
 
 
 
 
ungültige Stimmen
171
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
KandidatInnen
absolut
relativ
 
KandidatInnen
absolut
relativ
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eckhardt
 
60,50%
 
Schöneberg
5432
39,60%
 
Schöneberg
 
28,00%
 
Wiggenhagen
5789
42,20%
 
Hofmann
 
9,00%
 
Siekermann
1097
8,00%
 
Witt
 
2,60%
 
Hofmann
796
5,80%
 
 
 
 
 
Völlmecke
385
2,80%
 
 
 
 
 
Hüsgen
222
1,60%
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Summe
13721
 
 
 
 
Bezüglich der gleichzeitig stattgefundenen Kreistags- und Landratswahl können Sie die Ergebnisse, sehr gut aufbereitet auf der Webseite des Kreises unter http://www.enkreis.de/Kommunalwahlen.498.0.html, seit gestern Abend abrufen.
 
Erwähnen möchten wir noch, wir, EN-Mosaik, haben die Wahlen nicht nur begleitet, sondern wir haben diese auch maßgeblich beeinflusst. Da sage nunmehr noch jemand, das Internet wäre  als Medium noch nicht so weit. Mit unserer sprichwörtlichen Bescheidenheit, müssen wir uns hier einmal selber loben.
 
 
Jürgen Gerhardt
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27 Kommentare
  1. Sascha H says:

    @Jürgen Gerhardt
    „Erwähnen möchten wir noch, wir, EN-Mosaik, haben die Wahlen nicht nur begleitet, sondern wir haben diese auch maßgeblich beeinflusst. Da sage nunmehr noch jemand, das Internet wäre als Medium noch nicht so weit. Mit unserer sprichwörtlichen Bescheidenheit, müssen wir uns hier einmal selber loben.“

    Es bleibt nur die Frage:In welche Richtung, denn Frau Schöneberg hat die Bürgermeisterwahl verloren.
    Was ich sehr bedaure.
    Und die FDP ist wohl kaum dem Landestrend gefolgt (10% in Ennepetal), vor der Wahl war die Rede von 18% 😉
    Die Grünen schaffen wohl kaum mehr als 10-11% , in der näheren Umgebung.
    In Gevelsberg waren es nur 6% und in Schwelm 10%.

  2. Redaktion
    Redaktion says:

    @Sascha H

    Schön das Sie einmal wieder vorbei schauen.

    Das wir die Wahl beeinflusst haben ist halt Realität, wir können das an Vielem festmachen.
    Schauen Sie doch in das andere „Forum“, wie war das noch, da geht es halt netter zu.
    Was die Prognosen betrifft, so haben wir immer auf unser Handicap hingewiesen. Nichts desto trotz mal ein Beispiel von Forsa:

    Am 29.07.09 meldete Forsa für die CDU 40%, tatsächlich brachte die CDU einen Monat später 31,2% in Thüringen. Da befinden wir uns doch in sehr guter Gesellschaft. Forsa konnte sich die Leute aussuchen um einen repräsentativen Querschnitt zu bekommen, wir halt nicht. Trotzdem liegt auch Forsa total daneben. Bedenken Sie aber auch, eine Umfrage ist immer nur eine Momentaufnahme.

  3. EIN ENNEPETALER says:

    » Frage «

    Was wird wohl die erste stadtplanerische (!) Aufgabe/Entscheidung des neu zusammengesetzten Stadtrates sein?

    > die Berlett-Ansiedlung?

  4. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER #3

    Ich glaube die werden sich eine ganze Zeit lang mit sich selber beschäftigen.
    Die Finanzkrise wirkt doch noch sehr stark und unterschiedlich nach, da ist eine gewisse Hilflosigkeit bei allen Parteien zu bemerken.

    Es sind dort drei Objekte in Milspe im Gespräch, die noch nicht in trockenen Tüchern sind.

  5. sagichnicht says:

    „Ach ja, was ist mit dem Gemeinderat, der ja immerhin die Geschicke der Stadt politisch weiterentwickeln sollte. Mir schien und scheint es so, als wenn es allen Ratsmitgliedern an Selbstbewusstsein gegenüber der Verwaltung fehlt.“

    Da scheint es mir bei einigen Ratsmitgliedern aber auch an Sach- und Fachkenntnis zu fehlen. Ebenso an Lebenserfahrung (was nicht unbedingt etwas mit dem Lebensalter zu tun hat). Es fehlt schlicht und einfach an tauglichem Personal in den Parteien im Allgemeinen und in der SPD im Besonderen. Da muß mehr Anstrengung in die Nachwuchsarbeit gelegt werden. Wenn schon Familienmitglieder herhalten müssen,,nur um die Listen voll zu kriegen ist etwas faul. Und als Parteivorsitzender muß man in der Lage sein, nicht nehmen zu müssen was kommt, sondern eine Auswahl der Besten durchführen können. Aber wo nichts ist, kann man auch nichts auswählen.

  6. Redaktion
    Redaktion says:

    @sagichnicht #5

    Das trifft nicht ganz das Problem. Das Problem, und damit die nachfolgende Problemlösung, der Parteien aber auch der Gruppierungen ist viel vielschichtiger. Das größte Problem ist bei den vielen Ratsmitgliedern die ich kennen gelernt habe, sie können schlicht und ergreifend nicht strukturiert Denken. Nun kann man das Lernen. Nur zum Lernen braucht man aber auch einen Willen zu lernen, und da hapert es. Dann sind die verkrusteten hierarchischen Strukturen, sowohl bei den Parteien als auch in der Verwaltung. Oder nehmen Sie die unscharfen Zielsetzungen, was will ich erreichen.
    Taugliches Personal bekommen Sie doch nur, wenn sich die Gruppe, sowohl personell als auch inhaltlich als attraktiv darstellt. Und das ist nun mal nicht der Fall. Übrigens die Unterschiede zwischen der SPD und der CDU sind nur marginal.

  7. sagichnicht says:

    Können die Parteien, Gruppierungen oder sonstige Institutionen kein taugliches Personal rekrutieren und sind deshalb unattraktiv? Oder umgekehrt?
    Die Frage bleibt. Wo kommt das Personal her, dass sich für Stimmvieh zu schade ist, dem man engagierte Arbeit im Stadtparlament zutrauen kann?
    Unattraktive Gruppierungen werden nicht von alleine sexy, das müssen unverblendete Menschen mit Sachverstand und dem Willen viel Zeit und Nerven zu opfern bringen.

  8. Redaktion
    Redaktion says:

    @sagichnicht #7

    Die Parteien und Gruppierungen selber sind nicht attraktiv genug. In der Gruppe der Nichtwähler ist ein hoher Prozentsatz von 20 – 40 jährigen, die das Gehabe der Parteien nicht ertragen kann. Jedoch bei Greenpeace oder Attac gerne mitarbeiten.

  9. EIN ENNEPETALER says:

    @ 7 sagichnicht

    „Unattraktive Gruppierungen werden nicht von alleine sexy, das müssen unverblendete Menschen mit Sachverstand und dem Willen viel Zeit und Nerven zu opfern bringen.“

    Was darf ich mir unter einem „unverblendete[n] Menschen“ vorstellen?

  10. kritischer nichtwähler says:

    Dieser Bericht geht gleichlautend an wiggenhagen.de, wir-ennepetaler.de, derwesten.de und en-mosaik.de.

    Ablaufbereicht meines Wahllokalbesuches:

    Als ich am Sonntag vormittag mein Wahllokal aufsuchte, sprachen mich zwei junge Männer an. Ihre Frage war, wen ich denn wählen wollte. Ich sagte ihnen, dass sie das nichts anginge. Ich vermutete aggressive Wahlwerbung der NPD, wurde aber schnell aufgeklärt, indem mir gesagt wurde, wenn ich nicht Wiggenhagen und die CDU wähle, dann würde in Ennepetal alles schlechter und das wolle ich doch nicht. Ich bin einfach weitergegangen und habe ihnen geraten, zu gehen, denn ich würde die Leute im Wahllokal informieren. Sie haben nur gegrinst.
    Vor dem Wahllokal stand ein Auto mit einem Foto von Wiggenhagen. Im Wahllokal sagte ich, dass drausen Wahlwerbung für Wiggenhagen wäre. Man Antwortete mir, das wäre bekannt und die Wahlleitung angerufen. Was denn nun passiert habe ich gefragt, nichts sagte man mir. Das wäre in Ordnung für die Wahlleitung.
    Ich habe dann gesagt, ich informiere die Presse, das sollte ich nicht tun sagte man mir im Wahllokal. Ich bin dann ohne zu wählen gegangen und habe einen Fotoapperat geholt. Als ich wiederkam waren die beiden weg und als ich im Wahllokal gefragt habe, hiess es, ich solle mich raushalten und einfach richtig wählen. Wer richtig sei, wurde mir auch gesagt (Wiggenhagen).
    Am Abend habe ich auf der Wahlparty Michael Eckhardt das erzählt, der hat nur gegrinst und gemeint, ich müsse mich da wohl verguckt haben, es wäre alles nichts gewesen. Und zudem sei ja nun alles gut.
    Naja, ich habe nichts mit Verwaltung und Recht zu tun, aber das sieht mir alles etwas komisch aus. Vielleicht können Sie mir und anderen ja weiterhelfen und rauskriegen, ob das an meherern Wahllokalen so war. Ich habe 2 gesehen. Und keiner hat was dagegen gemacht.

  11. Redaktion
    Redaktion says:

    @kritischer nichtwähler #10

    Ich habe so ca. 16:00 h mein Wahllokal aufgesucht und kann das so nicht bestätigen.
    Wenn dem so ist, so ist das eine massive Wahlbeeinflussung, zumal die Wahlhelfer im Wahllokal sich jedweder Äußerung hinsichtlich der KandidatInnen zu enthalten haben. Diese Vorfälle können, wenn sie vermehrt auf getreten sind zur Wiederholung der Wahl führen.

    Ich selber haben den Eindruck gehabt, mit der Wahl sollte auch verhindert werden, dass eine Person von außen BürgermeisterIn wird. Das legt den Verdacht nahe, die Stadtverwaltung habe etwas zu verbergen, was durch einen Außenstehenden aufgedeckt werden könnte.

  12. Ben says:

    @kritischer nichtwähler

    Also wenn dem wirklich so ist…dann bin ich mehr sprachlos. Das wäre mehr als ein handfester Skandal. Das darf unter keinen Umständen unter den Teppich gekehrt werden, sondern bedarf dringend einer Aufklärung!

  13. Redaktion
    Redaktion says:

    Ich habe auch einige Dinge Gerüchte weise in dieser Qualität gehört.

  14. sagichnicht says:

    @ 9, EIN ENNEPETALER

    Mit unverberblendete Menschen meine ich Personen denen es um die Sache geht. Vorschläge sind nicht schon deshalb schlecht, weil von sie einer anderen Fraktion kommen und nicht automatisch gut weil sie von der eigenen Fraktion kommen. Die Dinge zu hinterfragen, dann zu bewerten und im Rat entsprechend zu entscheiden – das ist in diesem Zusammenhang unverberblendet. Dazu braucht es natürlich eine starke Persönlichkeit die auch Widerstand ertragen kann. „Everybody’s Darling“ wird man so nicht.

  15. EIN ENNEPETALER says:

    @ 11 Redaktion

    > „Ich selber haben den Eindruck gehabt, mit der Wahl sollte auch verhindert werden, dass eine Person von außen BürgermeisterIn wird. Das legt den Verdacht nahe, die Stadtverwaltung habe etwas zu verbergen, was durch einen Außenstehenden aufgedeckt werden könnte.“

    Ich bin auch davon überzeugt, dass die Stadtverwaltung Leichen im Keller hat. Aber ich glaube nicht, dass die Ennepetaler Mustermanns WW wählten, um zu verhindern, dass es raus kommt. Ich gehe eher davon aus, dass sich die Wähler (von WW) überhaupt nicht vorstellen können, auf welche subtile Art und Weise die Verwaltung (am Bürger vorbei) ihre eigene Politik macht. Der schwache Rat, die fehlende Kontrolle machen es möglich.

  16. EIN ENNEPETALER says:

    @ 14 sagichnicht

    Solche „unverblendeten“ Frauen/Männer hat es vereinzelt gegeben. Weil der intellektuelle Horizont der Parteien am eigenen Tellerrand endet, wurden sie weggebissen.

  17. Paul Geertz says:

    @Kritischer Nichtwähler
    Ich hoffe ja nur, dass Sie uns hier nicht eine sogen. „Zeitungsente“ aufgebunden haben.
    Nur, wenn Sie an WW geschrieben haben wird er sich ja wohl nicht äußern. Wenn Sie an Wir-Ennepetaler geschrieben haben, wird es auch nicht veröffentlicht betrifft es ja WW. Warum haben Sie sich dort nicht angemeldet und direkt ins Forum geschrieben. Oder sind Sie beim Forum unter einem anderen Namen geführt und Sie würden geoutet?
    Wo haben Sie denn beim Westen gepostet? Kann keinen Eintrag finden.
    Wenn Sie an die WP oder WP schreiben wird man natürlich nichts veröffentlichen wenn Sie anonym
    wie hier im Blog schreiben. Sie wissen aber sicher, wenn Sie dort Ihren richtigen Namen nennen aber um Informantenschutz bitten, wird dem stattgegeben.
    Wenn Ihnen also wirklich etwas an der Wahrheit liegt, dann reagieren Sie bitte schon allein im Namen der Ennepetaler, die sonst verunsichert werden, denn wenn es stimmt, wäre es ungeheuerlich.

    Paul Geertz

  18. sagichnicht says:

    @kritischer Nichtwähler

    Ich schließe mich meinem Vorredner Paul Geertz an.
    Können Sie uns bitte Ihr Wahllokal nennen oder ist das schon zu wenig anonym?
    Selbst bei einem kleinen Wahlbezirk sind Sie ja nicht dereEinzige Wähler gewesen.

  19. Redaktion
    Redaktion says:

    @Paul Geertz #16

    Das mit dem Informantenschutz ist zwar gut, aber die Redaktionen der WR und WP, sind allesamt neu und da kann ich die Ängste schon verstehen. Wir haben es in den Kommentarbereich stehen gelassen, so dass sich auch andere anonym hier melden können, um evtl. die gemachten Beobachtungen zu bestätigen.

  20. Ben says:

    Stimmt, es wäre hilfreich zu wissen, um welchen Wahlbezirk und welches Wahllokal es sich konkret handelte. Dann ließe sich sehr einfach recherchieren, ob weitere Wähler dort diese Erfahrung gemacht haben.

  21. EIN ENNEPETALER says:

    @ 4 Redaktion

    > „Es sind dort drei Objekte in Milspe im Gespräch, die noch nicht in trockenen Tüchern sind.“

    Mehner griff in seinem Blog das Thema Berlet auf, er zitiert das Bauamt (01.09.09):
    „EINE ANFRAGE FÜR DEN STADTKERN KENNEN WIR NICHT.“

    Sie sprechen von insgesamt drei Objekten. Können Sie die beiden anderen benennen?

  22. Redaktion
    Redaktion says:

    Die drei Ziegelgebäude stehen zum Verkauf, es laufen da Verhandlungen.
    Der Busbahnhof, der modifiziert werden soll.
    Das Postgebäude war oder ist noch im Bereich, Verhandlungen über einen Kauf.

  23. EIN ENNEPETALER says:

    @ 23 Redaktion

    In welchem Umfang, wo wird der Stadtrat an den bevorstehenden „Aktionen“ (Ziegelgebäude, Postgebäude) beteiligt sein?

  24. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER #24

    Der Stadtrat ist noch nicht dabei, und wenn so nur im nichtöffentlichen Bereich. Ich weiß nur von den Verhandlungen und Gesprächen.

  25. EIN ENNEPETALER says:

    @ 23 Redaktion

    > Modifizierung des Busbahnhofs

    Wer hat die Änderungswünsche eingebracht?
    Was soll warum geändert werden?
    Welche Positionen beziehen die im Rat vertretenen Parteien?

  26. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER #25

    Ich habe noch nicht alles in trockenen Tüchern. Wenn ich jetzt alles sage, was soll ich dann noch schreiben. Menno.

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