Die Story von den Ruhrpott-Kids

[la]Ein ganz gewöhnlicher Tag Anfang Mai 2011auf einem Verschrottungsplatz in Bochum – allerdings was keiner ahnte, ein Tag der für drei Katzenbabys und 2 Familien  schicksalhaft sein würde.

Das Tierheim Bochum wurde von einem Mitarbeiter des Autoverwertungshofes angerufen, sie wären gerade dabei eine Reihe Autos zu verschrotten und aus einem Auto, das in der nächsten halben Stunde unter die Presse käme könnte man das leise Wimmern kleiner Kätzchen vernehmen.

          

 

Sofort machte sich einer mit Skippern auf den Weg um die kleinen aus der Todesfalle zu retten. Drei süße Kitten lagen auf einem der gepolsterten Sitze, von der Mutter keine Spur. Rasch wurden die kleinen Waisen in das Körbchen gepackt und ab ging es zum Tierheim. Hier war allerdings weder Personal noch Zeit vorhanden um sich der Kleinen an zu nehmen. Und so kamen sie zu einer befreundeten Tierliebhaberin, die selbst vier Katzen und  einen Hund hat und nun per Handaufzucht sich auch noch um die 3 Babys kümmerte.

Nach neun Wochen, als die Kleinen schon mit normalem Kittenfutter klar kamen und auch bestens wussten, wie ein Katzenklo zu benutzen ist, wurden sie beim Tierheim abgegeben und harrten nun der Dinge die kamen – oder auch nicht.

Na ja, als erstes kam eine Familie, die  einem Katerchen aus diesem Wurf und einem Birmakatzenbaby ein neues Zuhause geben wollten. Und somit waren es nur noch zwei vom Schrottplatz, die hofften einen tollen Dosenöffner zu finden, den sie auch liebhaben konnten.

Nun kamen wir ins Spiel. Unser geliebter Kater Bommel, der als Fünfjähriger  zu uns gekommen war und 10 Jahre lang  mit uns durch dick und dünn gegangen ist, der mich als Pixelhexe auf meinen Reisen auf dem Hexenbesen stets begleitet hatte, er wurde schwer krank und verstarb. Jeder Mensch, der sein Leben mit einem Tier teilt und es in seiner Familie integriert hat, wird den unendlichen Schmerz verstehen und die Lücke, die so ein lieber Freund hinterlässt.

Ohne ihn aus den Gedanken und dem Herzen zu verbannen kam rasch die Idee, einem anderen Tier  aus dem Heim eine Perspektive und ein Zuhause zu bieten. Es gab heiße Diskussionen pro und contra und das man doch nicht so schnell wieder ein neues Wesen….. nein undenkbar…… man muss doch erst die Trauer bewältigen……

Ja und so hatte ich mich trotz allem heimlich auf den Weg zum Tierheim gemacht um nach einem neuen Weggefährten Ausschau zu halten. Während unendlich viele Kätzchen und Kater auf ihre Chance warteten, gab es so gut wie keine Möglichkeit, eine Wohnungskatze zu bekommen.

Und so wurde das liebe Internet bemüht, mehrere Heime abgeklappert und letztendlich landeten wir genau in obigem Tierheim, wo die zwei Waisenkitten ihrer Zukunft entgegen sprangen. Und wie sich herausstellte, waren wohl wir diese Zukunft. Denn obwohl wir nach freudiger Besichtigung der beiden Kleinen durchaus von ihnen angetan waren, fuhren wir an diesem Tag (es war Samstag) allein wieder nach Hause – – – um am Montag wieder nach Bochum zu fahren und die beiden Süßen ab zu holen.

           
links Ruby , rechts Sahra
 

Wir haben uns für beide entschieden, da es uns das Herz gebrochen hätte, die beiden nun auch noch trennen zu müssen, nachdem ihr drittes  Geschwisterchen doch auch bei einer Familie untergekommen waren. Dann war auch die Überlegung, da wir von der Redaktion aus viel unterwegs sind und so können die beiden sich ja in der Zeit gegenseitig bespaßen.

Welch tiefere Bedeutung dieses Wort “bespaßen” inzwischen bekommen hat, werdet ihr aus den nachfolgenden Zeilen oder späteren Berichten noch ersehen.

Und so kam es, dass ein 20 cm langes und 20,5 cm langes Fellknäuel unsere Wohnung enterte. Die kleinen Wirbelwinde erkundeten ihre neue Welt voller Wißbegier und Tatendrang und nur ab und zu gönnen sie sich gemeinsam ein kurzes Päuschen.

   

 

 

Von Flöhchen, unser ersten Katze und Bommel, dem tollen Kater haben wir verhältnismäßig wenig Fotos geschossen. Die Kitten haben jetzt schon ein extra Verzeichnis für sich und ich habe mich entschlossen, weitere Kurzgeschichten über diese niedlichen Geschöpfe auf den Seiten unseres Magazins einzustellen.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik

 

mit lieben Erinnerungen in Gedanken und im Herzen an Flöhchen und Bommel

und nun stolz auf den prächtigen, lebendigen, Familienzuwachs

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