Die Bürgermeisterwahl wirft ihre ersten Schatten auf Ennepetal

Bürgermeisterkandidatinnenwahl der SPD  Foto: Linde Arndt

Bürgermeisterkandidatinnenwahl der SPD Foto: Linde Arndt

[jpg] Das der derzeitige Bürgermeister Wiggenhagen nicht mehr antritt, ist bekannt. Dadurch werden die Karten neu gemischt. Die Ennepetaler SPD machte sich auf und organisierte eine Kandidatenkür im Haus Ennepetal. Zwei Damen haben sich um die Kandidatur beworben, dadurch wurde eine Kampfabstimmung notwendig. An und für sich ist solch eine Abstimmung eine Alltäglichkeit, nur wie würden sich die Kandidatinnen der SPD präsentieren? 91 Besucher hatten sich eingefunden, wovon 88 Besucher als SPD Mitglieder erkannt wurden.


Der Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ennepetal, Christian Zink, eröffnete die Sitzung im Beisein des Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer (MdL), der danach auch zum Wahlleiter gewählt wurde. Kramer übergab auch direkt an Dr. Petra Kappe, eine Journalistin und Medienwissenschaftlerin laut eigenen Angaben, eine der Kandidatinnen. Der folgende rund 30 minütigen Vortrag stand unter dem Credo, „Für eine gute Zukunft unserer Stadt“. Wie und was man konkret für diese Zukunft aufwenden sollte, lies sie allerdings im Dunklen. Nur eines, wusste sie. Sie, Dr. Petra Kappe wäre nach Aufzählung aller Attribute die für sie sprachen, die Richtige. Was man von einer Wissenschaftlerin erwarten durfte, waren die Analysen und die politischen Aussichten die an einem konkreten Beispiel aufgezeigt werden sollten.

v.l. Anita Schöneberg, Christian Zink und Dr. Petra Kappe  Foto: Linde Arndt

v.l. Anita Schöneberg, Christian Zink und Dr. Petra Kappe Foto: Linde Arndt

Ganz anders Anita Schöneberg, die sich immerhin zum dritten mal einer Bürgermeisterwahl stellt. Sie zeigte mit ihrer Präsentationssoftware das gemeinsam mit der SPD und in Ennepetal Erlebte in einem Bildervortrag. Anita Schöneberg trat mit dem Slogan „Auf die ist Verlass“ an. Gesellschaftliche Vernetzung und Vererdung war ihr Vorteil, wobei einer ihrer Erfolge, den Wahlbezirk „Homberge“ 5 mal geholt zu haben, von ihr als Plus dargestellt wurde. Für Anita Schöneberg ist die SPD und Ennepetal eine große Familie in der sie sich eingebunden und bestätigt fühlt. Zwei abstrakte politische Punkte wusste sie doch heraus zu stellen, die Stadtteilentwicklung und die Tourismusförderung. Auch hier keine politische Analyse einer Stadt die nachweislich nicht auf die Füße kommt.

In dem folgenden Fragenkomplex sprach sich Dr. Johannes Ohlemüller klar gegen Anita Schönberg aus um so dann eine Empfehlung für Dr. Petra Kappe auszusprechen. Inhaltslos nannte er den Vortrag von Anita Schöneberg. Wo er aber politische Inhalte bei Dr. Petra Kappe gesehen hat, behielt er für sich. Seine mehr als triviale Frage, was die Kandidatinnen am ersten Tag nach ihrer Wahl im Bürgermeisteramt machen würden? Anders Hans Hermann Pöpsel, der pragmatisch auf die Chancen hinwies die die Kandidatin bei einer Wahl haben sollte. Jörgen Steinbrink wollte wissen wo denn die einzelnen Kandidatinnen bei dem derzeitigen Haushaltssicherungskonzept sparen wollen. Dr. Petra Kappe verließ ihren sicheren Weg des Ungefähren in der Beantwortung nicht. Anita Schöneberg punktete bei diesen Fragen mit ihrer sicherlich etwas größeren Sachkunde, wobei sie nicht den Weg des schon allseits Bekannten verließ.

Die nachfolgende Wahl ergab denn für:

Dr. Petra Kappe 34 Stimmen
Anita Schöneberg 54 Stimmen

Damit ist  Anita Schöneberg zum dritten mal die Bürgermeisterkandidatin des SPD Ortsvereins.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

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