Das Chaos, das Internet und unsere armen Politiker.

 

 

[jpg]Nun wissen wir ja alle, unsere Politiker und deren Beamte haben ein besseres Volk verdient als das was ihnen zur Verfügung steht. Wir, also das Volk, bewundern unsere Politiker und Beamte, ob ihrer Geduld welche diese Kaste mit uns aufbringt. Da hat uns doch gerade unsere Familienministerin von der Leyen (CDU), unsere „Bundesnanny“ vor den bösen Kinderpornografen gerettet indem sie ein Gesetz einbrachte welches eine Sperrung der Seiten per Anordnung bewirken soll. Es ging durch den Bundestag und sodann auch durch den Bundesrat, jetzt hätte es nur noch vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden müssen, wir alle wären gerettet.

 
Jetzt passierte jedoch etwas,was normalerweise nur dem dummen Volk passiert. Statt auf dem direkten Weg zum Bundespräsidenten zu fahren, nahm der Fahrer eine „Abkürzung“ und landete in Brüssel, legte dort das Gesetzespaket dem Rat zur Prüfung vor, was nun bis zum 3.10.09 dauert.

Der Fahrer einer aus obengenannte Kaste, ist übrigens dem Wirtschaftsminister unserem „Bundesobama“ von und zu Gutenberg (CSU) zugeordnet. Jetzt wäre das alles nicht so schlimm, wenn, ja wenn, nicht ein neuer Bundestag gewählt wird. Denn das neue Gesetz kann nur in Kraft treten wenn auch noch der Bundestag im Amt ist der dieses Gesetz verabschiedet hat. Bis zum vorgenannten Zeitpunkt wird es aber den alten Bundestag  nicht mehr geben. Also muss das alte Gesetz das ja ein neues Gesetz werden sollte, nochmals durch das Gesetzgebungsverfahren. Beschäftigungstherapeutisch macht das Sinn.

Unsere „Bundesnanny“ von der Leyen ist nun sauer auf unseren „Bundesobama“ von und zu Gutenberg, wollte sie doch im neuen Bundestag die Websperren  noch erweitern. Nun muss sie ganz von vorne anfangen. Denn China ist schon viel weiter, haben die doch schon die Filter von deutschen Unternehmen, mit denen man die Chaoten dem Internet fernhalten kann. Die "Bundesnanny" wollte aber zuerst den Einstieg in den Ausstieg der pööösen Chaoten.
 

Dabei hatte doch die „Bundesnanny“ schon man nachgeladen, „Das Internet drohe sonst zu einem rechtsfreien Chaosraum zu werden, in dem hemmungslos gemobbt, beleidigt und betrogen werde“ so sagte sie dem Hamburger Abendblatt  in einem Interview. Zu Hilfe eilte ihr jetzt ihr Kollege aus dem Bundeskanzleramt, der Bundesminister für besondere Aufgaben, Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU), in der Rheinischen Post 
 
"Müssen wir nicht die Menschen vor Denunziation, Entwürdigung oder unseriösen Geschäften schützen wie im Zivilrecht? Sonst werden wir dort Scheußlichkeiten erleben, die jede Vorstellungskraft sprengen" in einem Interview.

Ja, ja, die CDU, sie wird auch überall und von allen verfolgt und besonders von den Internetnutzern, die nicht in der Lage sind das Gute, was diese Politiker ablassen, richtig zu würdigen. Da werden die immerwährenden nichts sagenden Botschaften von den bösen Bloggern auf ihren Sinngehalt überprüft, die sie dann einstufen was sie sind, nämlich als Lachnummer die noch nicht einmal einen Unterhaltungswert haben.
Da schwellen den CDU Alphatieren die Halsschlagadern an, andauernd werden sie von lästigen Fragen belästigt, die allesamt beginnen mit, …über das Internet habe ich aber gehört…., wie soll man da seine Botschaften los werden. Fazit der CDU: Weg mit dem Internet. Freie Sicht auf unsere Botschaften.
Auch unser lokaler „Silberrücken“, Walter Faupel (CDU) singt inzwischen ein „nettes“ Lied über das Internet, sein Solo ist allerdings inzwischen mindestens zu einem Duett erweitert worden, denn „Wilhelm das Brot“ unser sympathischer Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, hat die Oberstimme übernommen.

 

 

 

Dem Vernehmen nach übt die CDU inzwischen einen Chor ein, ja man spricht sogar schon von einem konzertierten Chor, die FWE, dass sind die die sich im Gestern eingerichtet haben, möchte auch mitsingen.  Wir beobachten das ganze mit der dementsprechenden Lust und Freude.

 

Ja, ja diese Chaotentruppe aus dem Internet, die ja alles besser wissen. Da wird in Berlin, Düsseldorf oder Brüssel was beschlossen, Ennepetal weiß aber noch nichts davon, da „zwitschert“ es aus Voerde, he, das stimmt so nicht.
Aber das Chaos ist überall, das alltägliche Leben, wo alles seinen immerwährenden Gang geht, hat so seine bösen Überraschungen.
 
Da sitzen doch ein paar nette Menschen in ihrem Wohnzimmer haben den Fernseher an, gucken sich DSDS an, wie es sich eben gehört. Zwischendurch hört man die Chips knirschen die sich einer der Beteiligten in den Kopf geschoben hat. Friede ist überall, genauso wie es die CDU immer schon wollte. Das Internet ist abgeschaltet, Bohlen und die Werbebotschaften ist halt wichtiger. Eine nette Familie, die auf der Höhe der Zeit einen Wlan Anschluss sein eigen nennt, mit Flatrate und 16 MB Übertragungsrate.
 
Und auf einmal macht es rumms. Schwarze martialisch aussehende Menschen stürmen durch die aufgebrochene Türe. Die Waffen zeigen auf die Familienangehörigen die kurzerhand auf den Boden geworfen und gefesselt werden. Polizei steht auf den schwarzen „Leibchen“ der Männer. Nach dem unter lauten Gebrüll sämtliche Räume untersucht wurden, wird die nette Familie abgeführt. Traritrara das SEK war da. Der Vater hustet etwas, weil er sich an einem Chip verschluckt hat Auf der Wache erfahren diese netten Menschen, dass einer von ihnen einen Amoklauf angekündigt habe. Im Laufe des Verhörs stellt sich jedoch heraus, dass sie einen offenen Wlan Anschluss haben, den jeder in einem bestimmten Umkreis benutzen kann. Und dieser Jeder war ein Nachbar der sich über das Wlan Modem eingewählt hatte um sich mal einen Jux zu machen. Die Familie durfte wieder nach Hause und ihre zerdepperte Wohnung in Augenschein nehmen. Nach dem sie das alles realisiert hatten, wollten sie von der Polizei den Schaden ersetzt haben. Denkste meinten die Beamten aber auch die Richter, sie hätten ihr Wlan doch mit einem Verschlüsselungsprogramm absichern können, was sie ja nicht getan haben. So geschehen in Recklinghausen
 
Ich sage es ja immer, das Internet ist nichts für liebe nette Menschen, es ist halt nur was für Chaoten. Wer denkt denn im Zeitalter der CDU, dass der liebe Nachbar so was Böses macht. tztztz. Sicher ein gefundenes Fressen für unsere „Bundesnanny“.
 
Aber es geht noch weiter, ist doch heute abend sehr viel frische Luft hier in Voerde, wo man das Denken noch nicht verboten hat und ein Citymanagement unser Zönchen nicht im Visier hat. Gott behüte uns vor diesem Unheil. Und gut das unser aller Rathaus unter uns liegt, wo die Weisheit ihren Blick immer feste nach unten richtet, weil die Nackenwirbel den aufrechten nach oben gerichteten Blick und Gang nicht mehr zulassen. Und weil der Sauerstoff hier oben auf der Hinnenberger Heide bis zum Voßwinkel und darüber hinaus uns reichlich zur Verfügung steht, sind wir auch immer etwas frischer und nicht so verbiestert.
 
Da flattert uns eine weitere neue, na ja, ganz so neu ist sie auch nicht, Unart über das Internet mit einem Vögelchen auf unserem Bildschirm, Flashmob nennt sich die neue bzw. alte Internetfreizeitbeschäftigung dieser Internetchaoten.
 
Flashmob bedeutet wenn sich spontan über das Internet Menschen verabreden um etwas unsinniges, nur zum Spaß gemeinsam machen. Irgendjemand kommt auf eine Idee, gibt die ins Internet ein in dem er Zeit, Ort und Idee nennt, wenn die Idee gut ist, kommen tausende und machen mit. So ist der internationale „Pillow Fight Day“, Kissenschlachttag, erfunden worden, den inzwischen über 100 Städte auf der Welt mitmachen, in Köln auf der Domplatte wurde dieser auch schon abgehandelt.

 

 

 

Keiner weiß wer das organisiert, trotzdem kommen weltweit tausende zusammen. Sie bringen ihr Kissen, versteckt unter dem Mantel oder Hemd mit und wenn die Zeit da ist, minutengenau, ziehen sie ihr Kissen und auf geht es. Den ortzuständigen Ordnungsämtern aber auch den Ordnungshütern treibt es die Schweißperlen auf die Stirn. Was ist das, eine Demo, die wäre ja mit Auflagen evtl. gebührenpflichtig, ein Aufstand, dafür lachen die Leute zuviel. Und ehe unsere Politiker und Beamten ihre grauen Zellen auf Vordermann gebracht haben, ist der Spuk wieder beendet. Zurück bleiben ein paar Daunenfedern die der Wind auch noch weg trägt. Verzweifelte Politiker sollen sich massenweise bei den örtlichen Psychologen eingefunden haben, weil sie das ganze nicht einordnen können.
 

Nun ist in diesem Jahr auch ein User so nebenbei auf den Gedanken gekommen, He, lasst uns ne Party feiern bei den Promis auf Sylt, was die anderen auch gut fanden. Zeit wurde fest gelegt, Ort stand ja schon fest.
Die Fete stieg, es wurden rund 5.000 Partygäste und wie sich das gehörte, brachte jeder was mit. Ab über den Hindenburgdamm und rein ins Vergnügen an den Strand. Die Gutbetuchten waren allerdings nicht amüsiert und wollten auch nicht so recht glauben was sich da vor ihren Augen abspielte. Die Mädels und Jungs chillten bis der letzte Zug ging und waren wieder weg. Zurück blieb ein riesengroßer Berg von Müll.

 

 

 

Auweia. Da die städtischen Angestellten nicht so schnell ihre grauen Zellen auf Vordermann bringen konnten, standen sie erst nach Ende der Fete vor dem Haufen Müll. Dann ging es aber los. Der Müll wurde beseitigt und die Kosten wurden festgehalten und aus den 5.000 der Rädelsführer ausgeguckt. Dem wurde sodann die Rechnung präsentiert, die Begleichung derselben wollte dieser aber nicht vornehmen. Denn er habe ja nicht eingeladen, sondern nur gesprächsweise erwähnt, man sollte mal irgendwo eine Fete aufziehen, er, nein, er nicht, er wollte genauso wie die anderen nur mitmachen. Er habe doch nicht eingeladen, die Menge habe eingeladen, eben spontan. Und wie das so ist bei unserer Verwaltung, es muss ein Schuldiger her, den es aber nicht gibt. Jetzt müssen die Gerichte das klären.
 

Nun wollen wir die Verwaltungsbeamten nicht ganz so miesepetrig sehen, denn auch sie sind in der Lage nach einer gewissen Zeit ihre geistige Festplatte zu booten. Das dauert zwar, aber es klappt – manchmal.
 
So auch in Kassel, die Flashmobber wollten auf dem Schlossplatz ein riesengroßes Picknick veranstalten, was allerdings einem findigen Verwaltungsangestellten des dortigen Ordnungsamtes zu Ohren kam. Offensichtlich hatte der sich unerlaubterweise eine schnellere Festplatte implementieren lassen. Der Beamte loggte sich in Studivz ein und machte einfach mit und bekam so nebenbei durch geschicktes Aushorchen die Führungsriege heraus, eben die, die den Zeitpunkt herausgaben. Prompt bekamen die sodann ein Schreiben vom Ordnungsamt auf den Tisch, das falls und wenn solch eine Veranstaltung geplant oder auch nicht geplant wäre, diese auf jeden Fall verboten sei. Püh, noch mal gut gegangen. Denkste. Diese Chaoten haben die undichten Stellen abgedichtet. Jeden Tag könnte also die Picknickfete steigen. Im Kasseler Rathaus laufen derzeit total verschwitzte Verwaltungsmenschen rum.
In der Zwischenzeit wettert der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) , er hat übrigens Verwaltungswissenschaften in Speyer studiert, über die „Blödzeitung“
 
"Es ist nicht hinnehmbar, dass Tausende unorganisiert feiern und anschließend die Gemeinschaft den Dreck wegräumen und die Folgen bezahlen muss", sagte er. "Wenn es keine Handhabe gebe, Initiatoren solcher Partys die Kosten in Rechnung zu stellen, müsse die Möglichkeit einer Gesetzesänderung geprüft werden."
 
Jetzt könnte man meinen er schimpft auf die Flashmobber, ach was, er schimpft auf das Internet welches solche Dinge erst möglich macht.Denn in der Steinzeit, in der sich unsere Politiker noch befinden, dauerte solch eine Fete zu organisieren Jahre.
 
Womit wir wieder beim Anfang wären, Internetuser sind und bleiben Chaoten und Chaoten sollte man verbieten.
 
Fragt man sich nur manchmal wer die Chaoten sind, es kommt halt auf den Standort an, ob man hinter oder vor der Mauer steht. Was für eine Mauer? Ach ja, klar, die Mauer in unseren Köpfen. Reißt die doch einfach ein!
Wenn Sie also demnächst einmal in eine Stadt kommen und Sie sehen ein paar Leute die einfach nur so in den Himmel starren, dann sind das Flashmobber. Stellen Sie sich einfach dazu und machen einmal etwas was keinen Sinn macht, es macht Laune, und, Sie sind Teil einer riesengroßen weltweiten Community. Danach können Sie ja wieder die sinnentleerten Sprüche unserer Politiker auf den Plakatwänden lesen.
 
Jürgen Gerhardt
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2 Kommentare
  1. EIN ENNEPETALER says:

    Ich möchte mich vergleichend auf zwei Texte beziehen:

    T1: Verbrecher halten sich nicht an CDU Anweisungen.
    T2: Das Chaos, das Internet und unsere armen Politiker.

    Spontane Treffen von Jugendlichen kommen in beiden Texten vor. Am Busbahnhof veranstalten Jugendliche – so möchte ich es mal bezeichnen – “Mini-Flashmobs” , ohne vorbereitende Internetkommunikation, einfach so. Sie weisen auf die Spuren solcher Events hin:

    T1: “Zu guter letzt wäre aber noch ein klitzekleines Problem. Verschiedene Utensilien, wie Kondome oder Spritzen sollen in den vorgenannten Gebieten gesehen worden sein.
    Hat die CDU auch daran gedacht, dass diese Utensilien verschmutzt sind, evtl. mit HIV Viren? Und das Kinder, ich meine Menschen in einem Alter von 3 – 9 Jahren, die ja noch spontan alles anfassen und ausprobieren müssen, sich damit infizieren könnten?”

    Wenn Jugendliche feiern, wird viel getrunken, es bleibt derartiges (Kondome, Spritzen etc.) zurück, einschließlich der Flaschenberge. Aufräumen ist nicht angesagt, so ist das nun mal.

    T2 (Sylt): “Die Fete stieg, es wurden rund 5.000 Partygäste und wie sich das gehörte, brachte jeder was mit. Ab über den Hindenburgdamm und rein ins Vergnügen an den Strand. […] Zurück blieb ein riesengroßer Berg von Müll.” – am Strand.

    T2 (Kassel): “Zurück bleiben ein paar [?] Daunenfedern die der Wind auch noch weg trägt.”
    – “Nun wollen wir die Verwaltungsbeamten nicht ganz so miesepetrig sehen, denn auch sie sind in der Lage nach einer gewissen Zeit ihre geistige Festplatte zu booten.” – “Und wie das so ist bei unserer Verwaltung, es muss ein Schuldiger her […].”

    “ein Schuldiger” – d.h. wohl jemand, der die Kosten bezahlt.

    Die CDU/Faupel schauen nicht hin, sie vernachlässigen die Gefahren, die vom zurückgelassenen Müll ausgehen, und stehen von hier aus berechtigt im Focus Ihrer Kritik. Die Kommunen Sylt und Kassel schauen hin, erkennen das Problem, und werden dennoch von Ihnen kritisiert – obwohl sie die Müll-Gefahren beseitigen.

    Eine Denksportaufgabe für Ihre Leser?

  2. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER #1

    Sie haben vollkommen recht, beide Aktionen sind Ausdruck von Unzufriedenheit in unserer Gesellschaft.
    Soweit so gut. Die Flashmobber wollen aus der sie gängelnden Gesellschaft ausbrechen und ihrer Spontanität nachgehen.
    Dabei die Botschaft: Schaut her wir wollen spontan etwas tun. Mit dem in die Luft gucken, gegenseitigen Umarmen, chillen oder auch die Kissenschlacht. Ich glaube nicht, dass der Müll dabei bedacht wurde. Und wenn, so hat man den Müll gleichgesetzt mit dem Müll der regelmäßig bei einem Bundesligaspiel entsteht und anstandslos von den Kommunen kostenfrei beseitigt wird. Sie sind ein Fingerzeig,lasst dem Menschen Raum für etwas Spontanität.

    Auch die Jugendlichen am Busbahnhof,Haus Ennepetal oder auf der Lindenstrasse sind Ausdruck einer Unzufriedenheit.
    Nur diese Jugendlichen sind noch gar nicht in der Gesellschaft angekommen,fangen an sich selber zu zerstören. Die teilweise aggressiven Handlungen, wie Zerstörungen, die sie ausüben sind der Ausdruck einer Hilflosigkeit sich einem Abgleiten entgegen zu stemmen.

    Beiden Gruppen ist eines Gemeinsam, sie finden keine adäquaten gesellschaftliche Strukturen vor.

    Beiden Gruppen müsste aber auch unterschiedlich begegnet werden.

    Nicht Sanktionen sind die erste Wahl, sondern gesellschaftlicher Diskurs mit beiden Gruppen,jedoch in unterschiedlicher Qualität.

    Ein Beispiel, warum ich die Flashmobber verstehe und ein kleines bisschen Häme gegenüber der Verwaltung an den Tag lege:

    Ich unterstelle einmal Sie sind verheiratet, haben einen Freundeskreis von meinetwegen 3 Ehepaaren, dass sind 8 Personen. Ich habe auf meiner Seite auch 8 Personen aufzubieten. Unsere beiden Frauen telefonieren miteinander und erinnern sich, dass sie mal früher gepicknickt hatten und wie schön dies immer gewesen wäre. Ja,ja,lange ist es her, so die beiden Damen. Auf einmal kommen die beiden Damen auf die Idee, solch ein Picknick meinetwegen am Sonntag in Ennepetal auf einer grünen Wiese mit Freunden zu veranstalten. Gesagt getan, die nunmehr 16 Personen sind relativ schnell informiert und man trifft sich im Hülsenbecker Tal. Es ist ein Traum, das geht alles nicht mehr. Wir sind heute so organisiert, dass für solche Aktionen ohne diverse Bewilligungen seitens des Ordnungsamtes nicht mehr möglich ist. In drei Wochen ja, wenn die Anträge durch sind, aber was wäre mit der Vorfreude der beiden Damen? Die wäre sicherlich nach drei Wochen verflogen.

    Bei der zweiten Gruppe ist es schon schwieriger ein Beispiel zu finden. Ich muss gestehen mir fällt da auch keines ein.

    Nur eines fällt mir ein, ich muss mit diesen Jugendlichen am Busbahnhof und sonst wo ins Gespräch kommen, ich muss mir der Hilfe von Stadtverwaltung und Ordnungsbehörde sicher sein. Denn der Ausgang der Gespräche ist im vorhinein reine Spekulation.
    Die Spritzen und Alkoholika habe ich nur deshalb angeführt um die Dringlichkeit dieser Gespräche den Verantwortlichen bewusst zu machen. In Wuppertal-Elberfeld hat man es genauso gemacht, wie es die CDU anregte. Das Fazit: Die Jugendlichen sind am Döppersberg verschwunden und halten sich jetzt vor den sicheren Grundschulen und weiterführenden Schulen der Südstadt und Nordstadt auf. Jetzt sind sie viel schwieriger auf zu suchen als vorher. In der Nordstadt organisiert man nun “Bürgerwehren” um sie wieder loszuwerden. Wenn man ein Problem hat,so sollte man sich diesem Problem stellen und nicht drüber hauen.

    Nur, wenn sich alle gesellschaftlichen Gruppen, den vielfältigen Problemen unserer heutigen Zeit stellen würden, würde evtl. ein größerer Konsens möglich. Die Ausgrenzungen einzelner Gruppen führen zu nichts.

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