Citymanagement : Wir wissen zwar nicht, wo es langgeht, aber wir werden uns trotzdem beeilen!

Wirtschaftsauschuss ( Wie bitte ) beschließt "Citymanagement Ennepetal".

[jpg] Wir wissen, dass es "Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung" und auch, dass unser oberster Wirtschaftsförderer Wilhelm Wiggenhagen (Gevelsberg) heißt
( Für die Formalisten unter den Ennepetalern ) der obendrein auch noch Bürgermeisterkandidat der CDU ist.

 Na ja, die Wirtschaftskompetenz hat die CDU schon lange nicht mehr, den letzen Wirtschaftler, Herrn Merz, hat die CDU in die Wüste geschickt – Physiker und Juristen oder für die Wirtschaft sogar Müllermeister haben das sagen. Wobei,  den Müllermeister Glos haben die richtig "geschrotet" und in Berlin auf die Hinterbank geschickt.

Aber wie bitte kommt eine Einstimmigkeit bei 15 Mitglieder zustande, wo ein Tagesordnungspunkt inhaltlich solche Lücken hat? Sicher 8 Mitglieder sind der CDU zu zu ordnen, die sicher von "Big Whip"  Walter-dem-Faupel vorher diszipliniert wurden. Aber was war mit den anderen 7 Mitgliedern?

Was bitte soll das Citymanagement managen, wenn doch, wie am 3.2.09 bereits gesagt, alles in Ordnung ist und alles nur am negativen Reden von einigen Querulanten hapert? Was soll das "dumme" Gerede von Umsatzeinbußen, wenn bei einer Insolvenz der Händler doch unser soziales Netz benutzen kann, wenn wir doch nur alles etwas schön reden oder schön trinken müssen? Meinetwegen, wir haben nicht mehr soviel Kunden, dafür brauchen wir auch nicht so oft das Ladenlokal zu säubern. Ist das nicht so was von positiv? Das ist Wirtschaftsförderung in Ennepetal.

Wie bereits berichtet wurde konzeptionell nichts aber auch gar nichts vorgelegt, es wurde nur eine leere Hülse benannt, die keine Inhalte hat. Der Ausschuss hat Muscheln bestellt und bekommt nun den Teller Muscheln aber ohne Inhalt – ist doch schon mal was.

Nochmals ganz langsam zum mitschreiben.

Wir bekommen ein Citymanagement Ennepetal, dafür bekommen wir Gesellschafterverträge der Beteiligungs-GmbH sowie der Gmbh & Co. KG, und personell eine Geschäftsführerin
Brigitte Drees, Angestellte der Stadt Ennepetal.

1.    Das Wir sollte man direkt streichen, das ganze  soll ja nur für Milspe ins Leben gerufen werden. Wenn ich das als Voerder höre, werde ich zum militanten Separatisten.
2.    Eine Analyse, warum die Umsätze weniger geworden und nach der Vollendung der Fuzo nicht angezogen sind, fand ja wohl nicht statt. Lediglich wilde Spekulationen wurden getätigt. Die Befürworter der Fuzo kämpfen immer noch gegen die Gegner der Fuzo. Bei einer grundlegenden Analyse wäre das sicher nicht passiert.
3.    Welche Werkzeuge der Wirtschaft angewandt werden um was auch immer zu erreichen ist auch unbekannt. z. B.  Leerstandsverwaltung: Wenn also ein 40 qm großes Ladenlokal leer steht, soll es schnellstmöglichst wieder jemanden vermittelt werden. Egal wem? Wir brauchen zwar keine Friseure mehr, aber zufällig hat sich einer gemeldet der die Haare schon für 4,50 EUR schneidet. Also rein mit dem. Dem noch ein bisschen bei der Finanzierung der Einrichtung geholfen, und die Presse informiert? Das soll es geben?
4.    Ich mag nicht mehr daran denken, was für Menschen sitzen denn in solch einem Ausschuss? Wenn ich zu meiner Bank gehe und 150.000,– EUR plus die 15.000,–EUR haben möchte, dann entscheidet das nicht mein Sachbearbeiter vor Ort, nein er muss es der Zentrale in Frankfurt vorlegen, wo es letztendlich bewilligt wird.
Da müssen vorher bestimmte Analysen, Berechnungen, Prognosen  oder auch Gutachten erbracht werden, um das ganze in trockene Tücher zu bringen.
5.    Nach der Gemeindeordnung (GO) § 107 ff ist es der Stadt untersagt eine wirtschaftliche Betätigung auszuüben, diese Beteiligungs GmbH aber auch der Komplementär könnte von den Milspern auch alleine getragen werden. Nach telf. Anfrage bei der juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität bestehen da erhebliche Zweifel, ob dies nicht doch eine unerlaubte wirtschaftliche Betätigung ist.
6.    Warum ermuntert die Stadt die Milsper Händler nicht sich in einer "1 Euro GmbH"
zu organisieren? Frau Drees würde die Geschäftsführerin spielen, würde moderieren, motivieren und ein gewisses Monotoring aufbauen. Im Einzelfall, je nach vorgelegtem Konzept, würde die Stadt den Milsper Händlern Zuschüsse geben, die der Wirtschaftsförderung im Innenstadtbereich dienen. Dies sollte aber über den Bereich Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung  hinausgehen, welche aus eigenen Mitteln der Innenstadtanlieger bestritten werden sollte und auch kann.
7.    Frau Drees könnte, geeignete Führung vorausgesetzt, die Innenstadtbewohner dahin führen, eigene Analysen zu erstellen. Mittels einer Delphi-Studie oder aber einer erweiterten "ConsumerNeeds-Plattform" indem die "Consumer Insights" Verfahrensanalyse aufgebohrt und angepasst wird. Auch könnte die Stadt ein "Online-Panel" nach den Regeln der  "ICC/ESOMAR ( Internationaler Kodex für die Markt- und Sozialforschung) erarbeiten und erstellen (durch die Händler). Man käme dann innerhalb Jahresfrist zu einem abschließenden Ergebnis und könnte dann ein Handlungsszenario erarbeiten.
Man muss nur die Innenstadt Milspe, sprich Fuzo, als Produkt sehen, welches es gilt zu vermarkten.
Mit allen Tools könnten die Händler und Dienstleister lernen ihre Innenstadt besser aufzustellen. Die städtische Wirtschaftsförderung begleitet nur und leistet das was sie auch vermag und wozu sie auch da ist, sie leistet Hilfe zur Selbsthilfe.

Also was soll das, dient das nur der Eitelkeit des obersten Wirtschaftsförderers oder gar der Ausschussmitglieder oder soll das vor der Wahl noch ein Lehrstück für Profilierungssucht sein? Ein Konzept oder auch eine Strategie für eine vernünftige Stadt- oder gar Innenstadtbelebung ist das auf keinen Fall. Hoffentlich verweist der Rat der Stadt diesen ganzen Beschluss dahin wo er hingehört, zurück in den Ausschuss. Da muss aber noch erheblich nachgearbeitet werden.
Oder die 165.000,– EUR möge der Rat der Stadt doch an die Ennepetaler Tafel überweisen, die können sicher mehr für die Wirtschaft tun, indem sie die Gelder verkonsumieren.

Jürgen Gerhardt

1 Antwort
  1. Helga Schulte-Paßlack says:

    KLASSE!
    Bis mir das in letzter Konsequenz klar wird, was Sie da alles subsummiert haben, vergehen ein paar Tage.
    Vorerst könnte man festhalten, dass die Stadt eventuell gar nicht Teilnehmer ihres selbst geschaffenen Konzeptes – das der besagte “Wirtschaftsausschuss” bereits ohne Öffentlichkeit (heimlich?) einstimmig zur Vorlage abgesegnet hat, nachdem die Verwaltung die Gründung, sprich Eintragung, gar nicht vorgenommen hat, die sie aber der Händlerschaft aufzudoktrieren versucht – sein darf. Puh! Das wird ja noch spannender!

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