Einer flog über das Kuckucksnest

"Einer flog über das Kuckucksnest", Stück von Dale Wasserman am theaterhagen

Eine atemberaubende Karriere hat das Buch "Einer flog über das Kuckucksnest" von Ken Kesey gemacht: 1962 erschienen, wurde es 1963 in der Dramatisierung von Dale Wasserman uraufgeführt, 1975 als Film von Milos Forman mit Jack Nicholson als McMurphy mit fünf Oscars prämiert und 1977 in Deutschland erstaufgeführt. Seitdem ist das Stück von deutschen Theaterbühnen nicht mehr wegzudenken und nun wieder in Hagen zu sehen.

           
  Foto: MichaelHoernschemeyer  

In eine sterile, gut funktionierende Anstaltswelt wird ein neuer Patient eingeliefert: Randle McMurphy, ein kleiner Ganove. Unter all den gehemmten und sensiblen Patienten wirkt der vitale und extrovertierte McMurphy wie ein Naturereignis. Für die Ordnung der psychiatrischen Klinik bedeutet seine Existenz zunächst einen lähmenden Schock. Ihm gelingt es aber zunehmend, seine apathischen Mitpatienten zu aktivieren, sehr zum Leidwesen von Schwester Ratched, die mit einer durch Sanftmut getarnten Strenge über die Disziplin im Hause wacht. Gerade dadurch, dass man immer wieder versucht, McMurphys Tatendrang zu unterdrücken, wird offenbar, in welcher Weise die seelischen Störungen der Anstaltsinsassen durch Therapiemethoden begünstigt werden, die in Wirklichkeit nichts anderes sind als bequeme Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Disziplin. McMurphy und mit ihm andere Patienten stellen diese Disziplin zunehmend in Frage….
 
"Einer flog über das Kuckucksnest", Stück von Dale Wasserman nach dem Roman von Ken Kesey
Gastspiel des Landestheaters Detmold
21. Oktober 2010 – 19.30 Uhr – Großes Haus

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

„Märchen meets Musical“ – das Nachtcafé

Märchen und Musical: Passt das überhaupt zusammen? Das haben sich Stephen Sondheim und andere auch schon gefragt und haben mit Märchenstoffen im Musical gespielt: Dabei sind so hervorragende Stücke wie "Into the Woods" oder "Wicked – Die Hexen von Oz" herausgekommen. Auch hinter dem diesjährigen Märchen zur Weihnachtszeit "Schneewittchen und die 7 Zwerge" von Werner Hahn und Andres Reukauf verbirgt sich ein waschechtes Musical, mit allem was dazu gehört. Einen ersten Einblick bietet das erste Nachtcafé am 22. Oktober 2010 nach der Vorstellung im großen Haus. Darin beteiligt werden u. a. sein: Annika Firley, Constanze Fischbach, Bettina Kenney, Tillmann Schnieders und Robert Schartel. Am Klavier gibt Andres Reukauf dem Ganzen den entsprechenden Musical-Sound.

"Märchen meets Musical" – Nachtcafé
22.10.2010 im Theatercafé, nach der Vorstellung gegen 22.30 Uhr
Eintritt frei

1. Familienkonzert „Zurück in der Zukunft – Von Strauss bis Rock“

1. Familienkonzert "Zurück in der Zukunft – Von Strauss bis Rock"

Programm:
Richard Strauss: Sonnenaufgang, aus: Eine Alpensinfonie op. 64
Darius Milhaud: Brazileira, aus: Scaramouche
Leroy Anderson: Typewriter
Dolly Parton: I will always love you
John Williams: Star Wars
Timo Ruttkamp: Nachtlicht (UA)

Moderation: Werner Hahn
Dirigent: Wolfgang Müller-Salow

Die Hör-Reise begann im Familienkonzert vor zwei Jahren: Sie führte hinaus aus den Fürstensälen und hinein in die bürgerlichen Konzertsäle und Opernhäuser. Dieses Familienkonzert nimmt nun seinen Anfang im frühen 20. Jahrhundert. Dabei geht im Konzertsaal buchstäblich die Sonne auf, wenn als Erstes aus Richard Strauss‘ "Alpensinfonie" der "Sonnenaufgang" erklingt. Hier kommt großes Orchester zum Einsatz, woran die Entwicklung zu immer größeren Orchesterbesetzungen im Laufe der Musikgeschichte deutlich wird.
Auch technische Errungenschaften nahmen ihren Einfluss auf die jüngere Musik-geschichte. Denn mit der Verbreitung des Radios änderten sich die Hörgewohn-heiten der Menschen grundlegend: Die vielfältigen musikalischen Strömungen waren nun für alle zugänglich, und so konnte sich auf einmal jeder die renommiertesten Orchester oder die aktuell angesagte Band ins Wohnzimmer holen. Gleichzeitig vermischten sich auch die unterschiedlichen musikalischen Stile.

      

Die klassische Musik nahm Einflüsse aus der Unterhaltungsmusik auf und umgekehrt. Dies wird zum Beispiel an Darius Milhauds "Brazileira" aus "Scaramouche" deutlich, wo brasilianische Volksmusik Einzug in die Kunstmusik erhält, so dass die feurigen Rhythmen den Zuhörer einfach mitreißen. Umgekehrt wäre zum Beispiel Dolly Partons "I will always love you" (bekannt in der Interpretation von Whitney Houston) ohne die Mittel der Orchestermusik nur halb so bewegend. Auch die Filmmusik kommt ohne das klassische Orchester kaum aus, wie zum Beispiel die "Star Wars"-Filme zeigen. Was wären die Filme des Regisseurs George Lucas ohne diese imposante Titelmusik?
Eine weitere musikalische Entwicklung wird in diesem Familienkonzert nach-gezeichnet: die zunehmende Bedeutung des Schlagzeugs. Mit einem Augen-zwinkern stellte Leroy Anderson in seinem kurzen Konzertstück "Typewriter" einen Schlagzeuger als Solist in den Mittelpunkt, dessen Solo-Instrument eine Schreib-maschine ist. Nicht nur, dass dies ein außergewöhnliches "Instrument" ist, welches auch noch einmal die technische Entwicklung vor Augen führt. Es zeigt auch die größere Aufmerksamkeit, die Komponisten in der jüngeren Musikgeschichte dem Schlagwerk widmen. So setzt auch der zeitgenössische Komponist Timo Ruttkamp aus Hagen in seinem "Nachtlicht" (UA) auf die Effekte von umfangreichem Schlagwerk. Am Ende des Konzerts ist die Sonne wieder untergegangen, und es leuchtet das "Nachtlicht", mit dem diese Tages-Hör-Reise im Hier und Jetzt endet.

1. Familienkonzert "Zurück in der Zukunft – Von Strauss bis Rock"
31. Oktober 2010 – 11.00Uhr – Großes Haus

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de