Heimat ist da, wo man sich wohl fühlt

[la] Sie ist mit Leib und Seele Polin und liebt ihr Land und die Geburtsstadt Bytom (Beuthen O.S.) über alles, aber sie hat auch eine zweite Heimat gefunden, hier, wo sie mit ihrem Sohn wohnt (Dortmund) und dort (Gevelsberg), wo sie 21 Jahre ihren Dienst im Technischen Betrieb der Stadt Gevelsberg versehen hat.

Am 28. März 2012, fast eine Woche nach der offiziellen feierlichen Verabschiedung von ihren Kolleginnen und Kollegen und Chefs an ihrer Wirkungsstätte, war noch einmal zur Verabschiedung zu einem  Presseempfang geladen, wo Bürgermeister Claus Jacobi viele lobende Worte für ihren jahrelangen mit großem Engagement geführten  Arbeitseinsatz fand, insbesondere aber ihre großartige Unterstützung in Sachen Städtepartnerschaft mit Sprottau. Hier war sie nicht nur Dolmetscherin, sondern die Brücke zwischen Gevelsberg und Sprottau [zwischen erster und zweiter Heimat]. Und das darin ganz viel Herzblut ihrerseits lag, hat man an den Ergebnissen gemerkt, wie innig und bereichernd diese Städtepartnerschaft inzwischen gediehen ist. Bürgermeister Jacobi hegte dann auch den Wunsch, dass Bozena Franiel ihm in dieser Angelegenheit auch noch nach ihrem Ausscheiden zur Seite stehen würde.

   
  v.l. vorne: Bürgermeister Claus Jakobi und Bozena Franiel, hinten v.l.: Personalrat Axel Holland, Ludwig Vennhoff (stellvertretender Leiter TBGev), Reinhold Lorch  (Leiter  TBGev ]und Kämmerer Andreas Saßenscheidt  

Bozena Franiel hatte zu ihrem Abschied eine leckere Nusstorte mitgebracht und so war es nicht verwunderlich, dass man sich im Bürgermeisterbüro eher so vor kam, als wäre man bei ihr zu Hause zum Kaffeekränzchen eingeladen. Es war ein Schwelgen in Erinnerungen an die Jahre von 1991, als Bozena Franiel sich auf eine Anzeige der Stadt Gevelsberg bewarb und die Stelle erhielt, bis zum heutigen Tage, ihrer offiziellen Verabschiedung im Beisein Ihrer Chefs, des Personalrates und Claus Jacobi, dem Bürgermeister von Gevelsberg. Ihre Augen strahlten, als sie über kleine Episoden ihrer Zeit bei der Stadtverwaltung sprach und sie betonte immer wieder, wie toll diese Jahre für sie gewesen waren.

Wenn sie nun auch mit einer Träne im Auge Abschied nahm, so konnte es auch eine kleine  Freudenträne sein, denn ab jetzt kann die couragierte Frau, der man auf den ersten Blick  so gar nicht diesen absolut technischen Männerberuf ( Hoch- und Tiefbau ) zutraut, sich in ihrer Freizeit ausgiebig den Dingen widmen, die sie mit Leidenschaft ausfüllt.

Und so erfuhr ich in einem persönlichen Gespräch mit ihr, dass sie ein überaus kulturell interessierter Mensch ist, der Oper, Ballett, Schauspiel und Film zu wichtigen Aspekten  in ihrem Leben machte, wo sie leidenschaftlich genießen kann. [Nur Aktionfilme lehnt sie strikt ab].

Dann stehen auch noch Studienreisen, Turnen und Aqua-Gymnastik in ihrem Focus.

Aber keinesfalls zu vergessen ist ihre Leidenschaft zur Musik und so lebt sie diese Leidenschaft als Mitglied des Chors "HarmonieEN" mit vollem Einsatz aus.

 Da fiel mir ein, dass wir den Chor doch anlässlich des Boulevard 2011 bei der Einweihung des "Sprottauer Platzes" fotografiert hatten. Und siehe da, wir haben sie entdeckt. (auf den beiden Fotos von links ist Bozena Franiel auf der linken Seite sichtbar und rechts "unverkennbar")

 

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   Gevelsberg, Boulevard 2011                                     Froher Gesang                               Bozena Franiel

 

Wir wünschen ihr eine glückliche und kreative Freizeit und das sie weiterhin als Brückenglied zwischen ihrer alten und neuen Heimat die Fäden in der Hand behält – ein Gewinn für Gevelsberg und Sprottau.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

[alle Fotos © Linde Arndt]