Ennepetal macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt

Pressegespräch über die Zukunft des Haus Ennepetal am 16.05.2017 im Büro der Bürgermeisterin
v.l. Britta Kruse [WAP], Hans-Günther Adrian [Pressesprecher Stadt Ennepetal], Bürgermeisterin Imke Heymann, Florian Englert (Geschäftsführer der Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH & Co. KG.) und Volker Rauleff (SPD) Aufsichtsrat von Kluterthöhle und Freizeit Verwaltungs- und Betriebs GmbH & Co. KG und Hartmut Breyer [WP] Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Ennepetal hat beschlossen Haus Ennepetal niederzulegen und woanders (Ein Stück weiter) aufzubauen. Diese Maßnahme wird, geschätzte Kosten von 26 Millionen Euro (Plkus), dem Ennepetaler abverlangen.

Es wurde in den letzten 40 Jahren viel über das Haus Ennepetal geredet, immer schwankten die Gespräche zwischen abreißen und entwickeln. Man kann sagen, die Ennepetaler entwickelten eine gewisse Hassliebe zu ihrem Haus Ennepetal. Wobei die Ennepetaler nicht deckungsgleich mit der Gesamtbevölkerung sind, der einzelne Ennepetaler Bürger ist gegenüber seiner Stadt phlegmatisch und depressiv, er fühlt sich dem Treiben der politischen Kaste und der Verwaltung hilflos ausgeliefert. Wenn wir also von dem Ennepetaler sprechen, so sprechen wir über die politische Kaste und die Verwaltung, die die Stadt Ennepetal irgendwie in Geiselhaft genommen hat.

Das es in Ennepetal schon lange keine Grundversorgung mehr gibt, der Einzelhandel hat sich von der Stadt verabschiedet, bestimmte Bereiche der Infrastruktur werden nicht mehr angeboten oder der kulturelle Bereich niemals einen Faktor in dieser Stadt darstellte, ist ein Zeichen dafür, dass es in Ennepetal weder politische noch administrative Bereiche gab und gibt die die Interessen der Bürger wahrnehmen und umsetzen können.

Als 1973 nach einem Architektenwettbewerb für das Haus Ennepetal der Architekt Scheele mit seinem Entwurf die damalige SPD und FDP überzeugte und den Zuschlag bekam, brach man auf, um eine neue Mitte für Ennepetal zu bauen. Die alten mittelständischen Industriebauten mussten weichen und es entstand ein Mehrzweckbau der weit in die anderen Städte strahlte. Die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld baute neben dem Haus Ennepetal, was die städtebauliche Mitte noch betonte.

Der Bau selber steht außerhalb der damaligen innerstädtischen Bauweise der damaligen Zeit, aber, und das sollte nicht unerwähnt bleiben, dieser Bau entspricht dem damaligen Strukturalismus des Gründervaters dem Niederländer Aldo van Eyck oder eines anderen Vertreters dieser Stilrichtung dem Japaner Kenzō Tange. Nur Ennepetalern mit Kultur zu kommen, ist vollkommen sinnlos und entspricht nicht ihrer Wesensart oder Tradition.

Wenn jetzt in der Pressekonferenz vom 16.Mai ´17 mit Bürgermeisterin Imke Heymann, dem Kämmerer und Beigeordneten Dieter Kaltenbach, dem SPD Vorsitzenden Volker Rauleff und dem Geschäftsführer der Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH & Co. KG Florian Englert, davon gesprochen wurde, dieser Bau wäre ein banaler Bau der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts, ist das schon ziemlich ignorant. Aber in Ennepetal gilt, keine Bildung ist auch eine Bildung.

v.l. Bürgermeisterin Imke Heymann, Florian Englert (Geschäftsführer der Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH & Co. KG.) und Volker Rauleff (SPD) Aufsichtsrat von Kluterthöhle und Freizeit Verwaltungs- und Betriebs GmbH & Co. KG

Auch das Herr Englert von sogenannten verwinkelten Begehungen des Hauses spricht, ist der damaligen bewussten Planung geschuldet, die eine andere Nutzung vorsah als die später in der Realität umgesetzte.

Ach ja, ein Nutzungskonzept für das derzeitige Haus Ennepetal gab es damals nur von Architektenseite und dem damaligen Beigeordneten für das Bauwesen Ingo Mehner, nur wusste man es nicht in Folge umzusetzen. Und das notwendige Geschäftsmodell wurde schlicht und ergreifend nie entwickelt, zumindest war es nicht transparent. Diese fehlenden betriebswirtschaftlichen Grundmodelle, wie man Werte mit einem wirtschaftlichem Objekt (Haus-Ennepetal) schaffen konnte, wurden bis heute nicht erarbeitet. Warum auch, die Stadt schoss doch jedes Jahr Geld in das Haus, und zwar nicht zu knapp. Die Frage nach einer Auslastung dieses Hauses wurde nur im nichtöffentlichem Bereich gestellt. Es fehlte schlicht und ergreifend betriebswirtschaftlich geschultes Personal, welches aus diesem Haus etwas machen konnte. Und von öffentlicher Seite wurde dieses Treiben einfach so hingenommen.

 

Abriss und Neubau von Haus Ennepetal

 

Wenn wir also heute über einen Abriss und einen Neubau sprechen, so verlieren wir die Leuchtturmfunktion dieses Hauses. Mit der favorisierten Vorgehensweise, das Mehrgenerationenhaus wird zuerst auf dem benachbarten Gelände neu erbaut, wahrscheinlich weil für dieses Haus die Förderbeträge gehalten werden müssen nicht zurück gezahlt werden sollen, abgesehen davon, dass es jährliche Zuschüsse gibt. Bis hierhin hat die Stadt Ennepetal schon 11,5 Millionen Euro (plus) verbraten. Plus deshalb, weil die Stadt zwar den Grund und Boden erworben hat, den Wert jedoch nicht in die Kalkulation hat einfließen lassen. EN-Mosaik geht davon aus, hier sollte mit insgesamt 15 Millionen Euro gerechnet werden.

Wenn der Teil Mehrgenerationenhaus neu aufgebaut ist, wird der Gesamtkomplex Haus Ennepetal niedergerissen und entsorgt. Für den Abriss des Gesamtkomplexes Haus Ennepetal wurden nur undurchsichtige Kosten veranschlagt. Hier sind bei dieser Größenordnung an die 2 Millionen Euro zusätzliche reale Abriss- und Entsorgungskosten zu veranschlagen. Denn die damaligen Industrieprojekte wurden sicher nicht nach den heutigen Maßstäben entsorgt, so das der Boden Überraschungen bieten könnte. Die Stadt Ennepetal betont ja auch, dass es sich um eine Grobschätzung handelt, wie grob, bleibt jedem selber überlassen.

Nachdem das Mehrgenerationenhaus für 17-20 Millionen Euro neu aufgebaut wurde und der Komplex Haus-Ennepetal abgerissen wurde, würde jetzt das Veranstaltungsgebäude Haus-Ennepetal für weitere grob (!) geschätzte 15 Millionen erbaut werden müssen. In der Regel laufen solche „groben“ Schätzungen auf eine Investitionssteigerung um mindestens 100% hinaus.

Spätestens hier wird die Stadtverwaltung die Hand heben und sich bettelarm stellen um den Bau zu verhindern. Politik und Verwaltung werden dann auf das Industriemuseum oder das Gymnasium als alternative Spielstätten hinweisen. Volker Rauleff (SPD) ging in der Pressekonferenz noch ein Stück weiter und pries „seine“ Grundschule in Hasperbach als Spielstätte an. Die Grundschule Hasperbach ist seit Jahren außer Betrieb und wird vom Stadtteil Hasperbach „privat“ für unterschiedlichste Nutzungen immer mal wieder herangezogen. Die Grundschule Hasperbach, scheint inzwischen eine „Kultstätte“ für die Hasperbacher, genauso wie die ehemalige Förderschule in Oberbauer, zu sein. Natürlich auf Kosten des Steuerzahlers.

Aber warum sollte der heutige Neubau von Haus Ennepetal anders verlaufen? Als der Neubau von Haus Ennepetal hoch gezogen wurde, ging Ennepetal auch auf einmal das Geld aus. Haus Ennepetal ist bis heute nicht nach Plan fertig gestellt worden. Einige erinnern sich sicherlich noch an die sogenannte Plattenlösung für Haus Ennepetal. Schnee von gestern. Wie schon öfter von uns bemerkt, hatten Verwaltung und Politik nie aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt. Die Fehler schmerzten, inzwischen findet man die immer mal wieder auftretenden Schmerzen als angenehm und befriedigend.

 

Das neue Haus Ennepetal

So ist der Plan Foto:(c) Linde Arndt

Gehen wir einmal davon aus, alles läuft nach (Grob!) Plan und Haus Ennepetal nebst dem Mehrgenerationenhaus ist 01/2023 komplett hochgezogen worden, alles ist bestens.

Kann das sein? Nein! Was fehlte? Während des Pressegesprächs waren weder ein schlüssiges Nutzungskonzept noch ein ein tragfähiges Geschäftsmodell  auszumachen. Auf Nachfrage von EN-Mosaik, wurde auf später noch zu erstellende Konzepte und Modelle verwiesen. Diese Konzepte und Modelle sind und müssen jedoch immer bei der Berechnung der auszuführenden Bauleistung vorhanden sein. Der SPD Fraktionsvorsitzende Rauleff (SPD) meinte sogar, dass die Politik dies so beschlossen hat und es jetzt auch so umgesetzt wird. Dies deutet darauf hin, dass es zumindest der Politik egal ist ob das Haus Ennepetal weiterhin subventioniert wird und mit roten Zahlen arbeitet. Wirtschaftliche Erwägungen spielen in der Politik, zumindest bei der SPD, keine Rolle. Auch auf die Frage, inwieweit man mit einer zukünftigen Auslastung rechnet, wollten Politik und Verwaltung keine Antwort geben.

Dabei sollte es auch einem „Volksschüler“ wie Herrn Rauleff (SPD) klar sein, dass die Größe eines Hauses auch größere Einnahmen erfordern.

Apropos Wirtschaft. Politik und Verwaltung haben ja vor ein paar Monaten ihr „Meisterstück“ in puncto Haus Ennepetal aufgegeben. Das Restaurant, welches eine Runderneuerung durch die Stadt ( Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH & Co. KG) in nicht zu verachtender Höhe erfahren hatte, wurde nach dieser Investition geschlossen. Der Tanzverein der die Räumlichkeiten angemietet hatte, wurde verprellt und hat heute seine Zelte in Schwelm aufgeschlagen, dann muss der Steuerzahler einen Geopark im Haus Ennepetal finanzieren, und zu guter Letzt hat man das Leo Theater auch noch nach Schwelm „vertrieben“.

Und diesen Leuten aus Politik und Verwaltung, soll man bei einer Investition für das Haus Ennepetal trauen?

 

Architektonische Bedeutung des neues Hauses

Im Moment sehen die eingezeichneten Bauten wie hingelegte Sarkophage aus, billig und zweckmäßig und passend zu den Bauten der Firma Berlet, also, die Verkaufshalle und das Parkhaus. Ein trivialer und banaler Bau, wie es ihn millionenfach auf der Welt gibt. Wie vor beschrieben ist das Haus Ennepetal ein Leuchtturmobjekt welches durch den Dortmunder Architekten Scheele erstellt wurde. Dieser Architekt hatte in der damaligen Zeit Architektenwettbewerbe gewonnen und wurde für seine Arbeiten geehrt.

Ein Wohlfühlort kann es auf keinen Fall werden, noch nicht einmal ein Abklatsch des Gevelsberger Ennepebogen. Da nutzt auch keine Grünfläche.

Erhebt sich die Frage, warum in Gottes Namen, wird das Haus Ennepetal nicht, so wie es ist, renoviert und saniert? Denn die Schwächen des Hauses sind bekannt, die ohne Probleme ausgeglichen werden könnten. Zumal die Kosten mit 21 Millionen Euro (Grob!) doch noch überschaubar sind. Auch wäre der Gastronomiebetrieb im Innenstadtbereich als auch für die Kluterthöhle und die Touristik ein positiver Faktor für die Innenstadt. Die Strukturen des Hauses sind durchaus positiv zu bewerten, nur, man muss sie auch nutzen können und wollen. Und der Bau hat eine Ausstrahlung die der Stadt gut zu Gesicht steht, also Image-fördernd.

Das bis heute fehlende Nutzungskonzept oder das Geschäftsmodell kann man sicher mit einem guten Betriebswirt erarbeiten. Nur qualifiziertes Personal für Ennepetal zu finden, ist sicher schwer möglich. Wer wollte wohl in einer sterbende Stadt seine berufliche Perspektive sehen?

 

Abschlussbemerkung

Dieses ganze Projekt ist sicher aus der Taufe gehoben worden, weil die öffentliche Hand einen Förderantrag bewilligt hatte. Nur, so das Geld des Steuerzahlers zu verbrennen, erscheint für den Bund der Steuerzahler sicherlich eintragungsfähig zu sein.

Ach was ist die Welt schön, wenn man frei von finanziellen Sorgen, das Geld aus dem Fenster werfen kann.“Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune“, so singt Pippi Langstrumpf. Vielleicht hätte sich in Ennepetal, der Insel der Glückseligen wohlgefühlt. Aber nein, lassen wir Pippi ihr unbesorgtes Kinderleben.

Und die Ennepetaler Bürger? Die drehen sich um und fahren weiter durch die Schlaglöcher für die dann kein Geld da ist.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

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16. Bauern- & Erlebnismarkt am 20. & 21. Mai 2017

 [la] Der  Förderverein der Ev. Kirchengemeinde Rüggeberg e. V. veranstaltet am Samsstag, dem 20.05.2017 in der Zeit von 14 – 19 Uhr und am Sonntag, den 21.05.2017 von 11 – 19 Uhr den 16. Bauern- und Erlebnismarkt.

Das  Kirchcafe hat an beiden Tagen geöffnet. Die Teilnehmer entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Liste.

Eine Tierschau mit Kühen, Pferden, Hühnern und Ziegen wird nicht nur die kleinen Besucher erfreuen. Für die gibt es auf jeden Fall wieder eine Strohburg zum Spielen.
Auf diesem Bauernmarkt wird es viele Produkte der heimischen Region zu kaufen geben, so wie Honig, Fleischwaren, Gewürze, Kräuterprodukte  uvm.
Keiner braucht zu Hungern oder Dürsten, da für das leibliche Wohl  auf vielfältige Weise gesorgt ist.
Zusätzlich wird auch noch die Freiwillige Feuerwehr Löschzug Rüggeberg teilnehmen und die Arbeit bzw. die Ausrüstung der Feuerwehr präsentieren.

Ein unterhaltsames und informatives Wochenende für die ganze Familie ist zu erwarten und bei dem umfangreichen Angebot sicher für jeden Besucher etwas attraktives dabei.
Man sieht sich. Bitte vorher nur noch die Sonne putzen, dann wird das Erlebnis doppelt schön.

Teilnehmerliste:
– Olaf Mann: Kräuterprodukte, Eintopf, Bratkartoffeln
– Ute Kraus www.uteswerkstatt.de
– Manfred Scheibe: Seidenprodukte
– Sandra Lang: Honig
– Heimatverein Rüggeberg: Infostand
– Bauer Brenne: Fleisch und Wurst
– Nabu: Infostand
– Fam. Burgmann: Töpferarbeiten
– Pichlbauer: Seifenprodukte
– Sabine Kind: Schmuck
– Kalthaus: Kühe
– Rollende Waldschule: Infostand
– Pia Ochsenhirt: Ziegen
– Fam. Mütze: christlicher Büchertisch
– Fam. Dresel: historische Landmaschinen
– Kindergarten Rüggeberg: Waffeln, Zuckerwatte
– Förderverein Grundschule: Eis
– Bierwagen (wird bewirtet vom Heimatverein und Turnverein)
– Morhenne: Ponyreiten
– Schülken: Gartengeräte
– Bettina Beckbauer / Jürgen Burggräf: Obst, Spargel, Likör
– Pommeswagen (wird bewirtet vom Förderverein Kirche)
– Kirchcafe
– Marc Dresel: Infostand
– Knollmann: Kleidung
– Oberlinhaus: Deko, Cocktails
– DPSG: Stockbrot, Lagerfeuer, Musik
– Ulrike Märtin: Gartendeko
– Knopf: Schmuck
– Tischendorf: Mineralien
– Strohburg (gesponsert von Gerd Michels)
– Geflügelausstellung
– Antje Schuster / Manuel Kottsieper: Kinderschminken
– Ley: Duftöle, Lederbörsen, Seidenblumen

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Ennepetal-Rüggeberg

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Ennepetal: Bürgerbüro hat Computerprobleme

[Ennepetal]  In den letzten Tagen ist es wiederholt zu Computerproblemen im Ennepetaler Bürgerbüro gekommen. Leider war es unvermeidbar, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Anliegen nicht erledigen konnten und unverrichteter Dinge nach Hause gehen mussten.
Zwischenzeitlich ist das Problem lokalisiert worden und die IT-Spezialisten arbeiten mit Hochdruck an der Behebung des Fehlers. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass es auch noch in der kommenden Woche zu temporären Ausfällen des Computerprogramms kommen kann.
Die Stadt Ennepetal entschuldigt sich bei allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und bittet um Verständnis.

Einladung zum Weltspieltag

[Ennepetal] am Samstag, 20. Mai 2017 lädt das Mehrgenerationenhaus in Ennepetal rund um ds Haus Ennepetal zum Weltspieltag ein.
Zahlreiche Aktionen und Attraktionen werden geboten.

Kinoerfolg auf der Bühne: „Ziemlich beste Freunde“

[Ennepetal] Komödie am 7. Mai im Reichenbach-Gymnasium
Der Kinoerfolg „Ziemlich beste Freunde“ begeisterte Millionen Zuschauer und ist nun als Theaterstück auf der Bühne des Reichenbach-Gymnasiums in Ennepetal am Sonntag, 07. Mai um 20 Uhr zu sehen.
Der reiche, seit einem Paragliding-Unfall vom Hals abwärts gelähmte Philippe hat genug vom scheinheiligen Mitleidsgetue seiner Umwelt. Und er sucht einen neuen Pfleger, denn keiner hält es länger bei ihm aus. Da schneit der freche Ex-Knacki Driss aus der Pariser Banlieu herein, der – um Arbeitslosengeld beziehen zu können – eigentlich nur Philippes Unterschrift auf seiner Ablehnung braucht. Doch der ebenso respekt- wie furchtlose Außenseiter gefällt Philippe und so engagiert er ihn vom Fleck weg. Eine gute Entscheidung, denn die ungleichen Männer werden mit der Zeit „ziemlich beste Freunde“ – und das nicht nur, weil Driss mit seiner unkonventionellen Art Philippes steife Entourage gehörig aufmischt. Auch Philippe eröffnet dem Underdog Driss neue Lebensperspektiven.
„Ziemlich beste Freunde“ ist ein höchst amüsanter Zusammenprall der Kulturen bzw. Mentalitäten – eine emotionsgeladene Geschichte um Liebe, neuen Lebensmut und Freundschaft. Aus dem gleichnamigen Film von Éric Toledano und Olivier Nakache, dem französischen Überraschungs-Kino-Knüller der Saison 2011/12, hat der Schauspieler, Regisseur und Autor Gunnar Dreßler ein ebenso berührendes wie witziges Theaterstück gemacht, das die tragikomische Ereignisse leicht und liebevoll erzählt. Der Film, den in Deutschland rund neun, in Frankreich sogar 19,2 Millionen Kinozuschauer sahen, basiert auf der Autobiografie des aus adliger Familie stammenden ehemaligen Geschäftsführers der Champagnergesellschaft Pommery, Philippe Pozzo di Borgo.

Karten für das Theaterstück sind an der Touristinfo im Haus Ennepetal, in der Stadtbücherei, an der Rathausinfo, im Bürgerbüro oder an der Abendkasse ab 12,00 Euro pro Person erhältlich. Einlass ab 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr. Weitere Infos erhalten Sie bei Ronja Ebner unter der Telefonnummer 02333 988035.
Kluterthöhle & Freizeit
Verwaltungs- und Betriebs GmbH & Co. KG
Gasstraße 10
58256 Ennepetal

Triviale und teuere Politik mit Politik und Verwaltung in Ennepetal


Ennepetaler Ratssitzung Foto: (c) Linde Arndt

 

[jpg] In der Politik gibt es den Begriff der Rechtsstaatlichkeit, einige haben diesen Begriff in der letzten Zeit im Zusammenhang mit der aktuellen Politik in der Türkei, Ukraine oder einiger afrikanischen Staaten gehört. Die Rechtsstaatlichkeit findet man in Artikel 2 des EU-Vertrag (Titel I – Gemeinsame Bestimmungen). Die Rechtsstaatlichkeit eines Staates erkennt man, wenn die politische Herrschaft aufgrund und im Rahmen des Rechts ausgeübt wird (Prof. Dr. Dieter Grimm).

Zu der Rechtsstaatlichkeit gehört z.Bsp. auch das Kommunal- und Gemeindewirtschaftsrecht als Untereinheit der Rechtsstaatlichkeit. Und noch ein Begriff aus dem Staatsrecht, die Rechtssicherheit, sie ist wiederum eine Untereinheit der Rechtsstaatlichkeit. Die Rechtssicherheit bedeutet, dass der Staat, also auch die Kommunen, auf eine Vorhersehbarkeit und verlässlichen Gewährleistungen von grundlagenbasierenden Gesetzen und Verordnungen beruht.

So kann eine Stadt nicht einfach spontan Gebühren einziehen die vorher nicht bekannt waren und die jeder gesetzlichen Grundlage entbehren. Aber, so ganz ist das nicht immer sichtbar.

So will die Stadt Ennepetal den Anwohnern der Straße „An der Kehr“ nach 5 – 6 Jahrzehnten Erschließungskosten aufbürden. Die Erschließungskosten entstanden in den 50er Jahren als die Straße erstmalig hergestellt wurde. Das die Kosten berechnet werden konnten, hatte man mit einem rechtlich einwandfreien Beschluss erreicht. In den 50er Jahren wurde kein zweiter Bürgersteig errichtet, so dass nach der Definition für Straßen, diese Straße nicht komplett war. Der Rat der Stadt beschloss deshalb heute per Antrag eine Straße mit einem Bürgersteig als komplette Straße einzustufen. Und schon war die Straße komplett. Damit waren die Erschließungskosten nach Meinung des Rates fällig. Und wieder ist es dem Rat der Stadt Ennepetal gelungen elementare Begriffe der Rechtsstaatlichkeit in Frage zu stellen und sogar den Rechtsfrieden zu touchieren. Denn wie kann ein Hauseigentümer eine Forderung aus den 50er Jahren richtig einschätzen, immerhin kann er die gemachte Leistung nicht mehr kontrollieren, geschweige denn, ob es überhaupt noch derselbe Hauseigentümer ist, bei dem die Forderung entstanden ist. Zwei Generationen liegen zwischen dem Entstehen der Forderung, eine Hemmung wurde nie angezeigt. Der geneigte Leser merkt jetzt, die Stadt Ennepetal hat wieder eine rote Linie überschritten um die noch nicht überwundenen finanziellen Fehlentscheidungen auszubügeln. Mehr noch, die Stadt hat angekündigt weitere dieser „dubiosen“ noch nicht geltend gemachten Forderungen zu fakturieren. Und das unter der Anmerkung, Ennepetal habe kein Geld, Ennepetal steht vor dem Haushaltssicherungskonzept und es kann nirgendwo eingespart werden. Die Steuern, auch die Kommunalsteuern, sprudelten in 2016, nur in Ennepetal nicht. Warum wohl? EN-Mosaik hat mehrfach Politik und Verwaltung zu diesem Umstand befragt, nur Achselzucken. Denkt Stadt und Politik in Ennepetal sich denn noch irgendwas?

 

Signalwirkungen

 

Wenn ein Mensch in unserer Republik einmal ein hohes Alter, wie 90 Jahre erreicht hat, bekommt er netterweise eine kleine Aufmerksamkeit. In Ennepetal waren das einmal 50,–Euro. Diese 50,– Euro werden nunmehr auf 25,– Euro reduziert.

Menschen die sich beim Aufbau der Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht haben und hart gearbeitet haben, diesen Menschen sollte man dankbar sein und nicht mehr mit Kürzungen zu nahe treten. Die Entscheider von heute haben anscheinend vergessen, wie diese Altergruppe nach dem Weltkrieg buckeln musste. Die Stadt Ennepetal mit seinen politischen Parteien sagt den Alten damit, wir wollen euch nicht mehr würdigen, seht zu das ihr euer Leben hinter euch bringt – macht Platz. Ein fatales und kaltes Signal. Dieses Signal kommt zu dem obigen Signal.

v.l. Pressesprecher Martin Küpper, Bürgermeisterin Imke Heymann und Kämmerer Dieter Kaltenbach Foto: (c) Linde Arndt

Ist Ennepetal wirklich so arm?

 

Klare Antwort: Nein! Begründung: Wenn eine Stadt 10 – 15 Millionen, so genau will man dies nicht kalkulieren, für einen neuen Standort seines Betriebshofes und seiner Stadtbetriebe ausgeben will obwohl man, sicher beengt, mit der derzeitigen Lösung noch eine ganze Weile auskommen kann und darüber hinaus sich eine kurzfristige Option erarbeiten könnte, scheint das mit der Armut aber irgendwie weit hergeholt.

Wenn eine Stadt einen Restaurationsbetrieb leerstehen lässt und dadurch höhere Kosten in Kauf nimmt, scheint das mit der Armut nicht so weit her zu sein.

Wenn eine Stadt es sich leisten kann mehrere Schulgebäude vor ihrer Schließung noch zu sanieren, sie dann schließt und dann auch noch weder Verkaufs- noch Nutzungspläne erarbeitet hat, scheint es mit der Armut nicht so weit her zu sein.

Wenn eine Stadt eine AÖR hat in der die städtischen Betriebe ihr „Unwesen“ treiben und mit schlampigen Arbeiten das Geld der Steuerzahler verbrennen, scheint es mit der Armut nicht so weit her zu sein.

Wenn eine Stadt, so mir nichts, dir nichts 1 Millionen für die Anbindung des Berlet Elektromarktes locker machen kann und dieses Geld einfach liegen lässt, scheint auch hier der Begriff „arm“ nicht angebracht zu sein.

Man könnte die Liste des Versagens von Politik und Verwaltung sehr, sehr lange fortführen und würde dann folgendes feststellen: Wir haben ein riesiges personelles Problem in Politik und Verwaltung. Bis heute wurde nicht berichtet ob das Personalproblem in der AÖR gelöst wurde, die Spitze auswechseln war eine Sache aber die Fehler waren ja alle auf der Sachbearbeiter-, Gruppenleiter- oder Abteilungsleiter Ebene zu registrieren gewesen. Was hat die Stadt getan? Wollte man die Bekannten und Freunde die evtl. in der AÖR untergebracht wurden nicht feuern?

 

Ratssitzungen so wie man sie lieben muss

 

Daniel Heymann (CDU) Foto: (c) Linde Arndt

Nun sollte man meinen, bei allen diesen Baustellen, würde der Rat der Stadt Ennepetal Purzelbaum schlagen und die Stadtverwaltung mit der Mehrheitsfraktion oder Kooperation durch den „Wolf“ drehen. Im Schwelmer Stadtrat geht es in solchen Fällen ziemlich laut zur Sache, wobei die Sitzungen dann schon mal 5 Stunden dauern.

In Ennepetal reibt man sich verwundert die Augen, denn da werden über die gefühlten Intervalle bei der Ampelanlage Loher Straße gesprochen, nicht gestritten. Ob die Baustelle auf der Milsper Straße nicht etwas schneller arbeiten kann. Irgendwo ist dann auch mal wieder ein Kanaldeckel entdeckt worden der bei dem Überfahren klappert.

Bei der Bürgersprechstunde wollten einige Bürger zur Schule Wassermaus näheres wissen. Da die Fragen NUR an die/den Ratsvorsitzende*n gerichtet werden darf, kann das manchmal schwierig werden.

Die Vorsitzende bat den Fachbereichsleiter um Stellungnahme, der dann zum Microfon huschte.

Ungefragt ergriff der Leiter des Schulausschusses das Wort und bezog Stellung ( Das kommt davon wenn man solch eine veralterte Anlage hat ). Folge: Der Fraktionsvorsitzende der SPD schrie nach der Geschäftsordnung um dem Fraktionsvorsitzenden Heymann, der ja auch Schulausschussvorsitzender ist, zu stoppen. Zu Unrecht, denn es ging ja um das Schulthema, und dazu konnte gem. §18.1 der Geschäftsordnung sehr wohl der Auschussvorsitzende Heymann Stellung beziehen. Warum man nun so laut sein musste und damit die Vorsitzende Bürgermeisterin, den Fachbereichsleiter Palomba und den Schulausschussvorsitzenden/Fraktionsvorsitzenden Daniel Heymann (CDU) bloßstellen musste, wird Herr Rauleff (SPD) in der nächsten interfraktionellen Sitzung erläutern wollen. Zumindest machte es keinen guten Eindruck da dadurch die Sitzung ihre Souveränität verloren hatte. Übrigens, ein gutes Beispiel für die Profilierungssucht die so einigen Ratsmitgliedern zu eigen ist.

Volker Rauleff (SPD) Foto: (c) Linde Arndt

Dabei war die Frage von einem Ennepetaler gekommen, berechtigt oder nicht berechtigt, er hatte ein Recht das ihm durch diesem Vorfall nicht ungeteilt gegeben wurde. Es ist erst einmal egal, wer solch eine Frage beantwortet, die Geschäftsordnung sollte da erst einmal im Hintergrund stehen, abgesehen davon, dass gem. § 13 der Geschäftsordnung der Redende nicht unterbrochen werden darf. Im Vordergrund sollte erst das Informationsbedürfnis des Ennepetaler Bürgers stehen.

 

Welche Leistungen kann die Ennepetaler Kommune noch bieten?

Es stellt sich in diesem Zusammenhang immer die Frage, was kann ein Ennepetaler von seiner Kommune erwarten? Standards wie Personalausweise oder Pässe erneuern oder verlängern, also Arbeiten die durch den Gesetzgeber klare Vorgaben haben, sind kein Problem. Auch die sozialen Belange die durch den Gesetzgeber vorgegeben sind werden ohne Probleme erledigt. Selbst die in 2015 auftretende Völkerwanderung, die auch Ennepetal betraf, wurde, zwar mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern, befriedigend gelöst und die Kriegsflüchtlinge über das Stadtgebiet verteilt. Die Integrationsarbeit konnte nicht befriedigend angegangen werden, weil ein umsetzbares und finanziell begleitendes Konzept vom Land und vom Bund fehlt. Die Kriegsflüchtlinge verschwanden also wie in allen Städten in den Schatten der Stadt. Von der Ennepetaler Politik konnte man kein Integrationskonzept erwarten, die Vorreiterrolle ist den Ennepetaler Politikern und der Verwaltung weder in intellektueller noch persönlicher Hinsicht fremd.

An allen Ecken und Enden fehlt es an politischen Vorgaben, sprich Entscheidungen, in Ennepetal. Noch immer fehlt es an einem schlüssigen Jugendkonzept welches auch gegenfinanziert ist. Selbst das Jugendparlament, welches immer mal seit Jahren aus den Schreibtischen der Verwaltung gezogen wird, findet keine Gegenliebe bei der allseits bestimmenden „grauen Eminenz“ dem Kämmerer und Beigeordneten Dieter Kaltenbach.

Im Grunde bestimmt Kaltenbach die Geschicke der Stadt Ennepetal, er hebt und senkt den Daumen nach Belieben. Da wird das Berlet Parkhaus mit einer Bezahlschranke beim Bau im Einfahrtsbereich ausgestattet, die aber dann wieder verschwindet. Zurück geblieben sind die jetzt geöffneten Ausgangsschranken. Wahrscheinlich fehlte das Aufsichtspersonal, welches ja auch finanziert werden müsste. Da wird vollmundig die Digitalisierung der Ratssitzungen mittels Tablet PC angekündigt, Apples IPad, (die teuersten Produkte die es auf dem Markt gibt) nicht die preiswerteren Samsung oder Acer Tablets, mussten es sein. Die Geräte wurden gekauft und auf einmal war alles zuende. Auch hier hatte man vorher die Gesamtkosten offensichtlich nicht berücksichtigt. Hier scheint der Kämmerer sich die beantragten Budgets nicht richtig angesehen zu haben. Überall taucht die Kämmerei auf und blockiert Forderungen aus allen Bereichen. Im Innenstadtbereich (Nur Milspe) wird ein „integriertes Handlungskonzept“ durch Frank Heinze aus Dortmund mit einer Studie belegt. Ein Umsetzungsplan fehlt allerdings und die Innenstadt Milspe darbt weiter vor sich hin, nur weil man die Finanzierung vorher nicht geklärt hat? Und der eigentliche Zweck der Fußgängerzone, ein ruhiges Einkaufen in Milspe zu ermöglichen, entfällt dadurch, denn 9 Jahre hält kein Einzelhändler durch, er geht.

Millionen wurden in den Sand gesetzt. Abgesehen davon, dass die Immobilien in der Voerder Straße an Wert verloren haben.

Um es kurz zu machen, mit der Stadt Ennepetal, sei es mit der Verwaltung oder der Politik, etwas zu machen, ist mit einem hohen Risiko verbunden. Unsere Redaktion sind Vereine und Gruppen bekannt, die hohe Zuwendungen aus dem Stadtsäckel erhalten, deren Wert für Ennepetal recht zweifelhaft ist. Das lässt der Kämmerer aber durchgehen, weil es politisch gewollt ist. Die Leistung des Kämmerers, zu prüfen, ob diese diversen städtischen Aufwendungen für die Stadt auch ein dementsprechendes Äquivalent erbringt, wage ich mal zu bezweifeln, zumindest kann keine wirtschaftliche Berechnung vorgenommen worden sein.

Dieses unstete der Ennepetaler Politik mit seiner Verwaltung lässt nur einen Schluss zu, Stadt und Politik sind nur mit sich selber beschäftigt und haben die rund 30.000 Bewohner von Ennepetal vergessen. Deshalb kann  man  von der Stadt nur bedingt etwas erwarten.

 

Es fehlt der Druck auf Politik und Verwaltung

Unsere Redaktion hat mal von Ennepetal, der Insel der Glückseligen geschrieben, und es stimmt, es hat sich noch in den Jahren erweitert. Politik und Verwaltung befinden sich in einer Echokammer, in der die Sicht auf Ennepetal verengt wahrgenommen wird. Die Bilder die sich Politik und Verwaltung von Ennepetal machen, werden immer wieder eins zu eins zurück geworfen. So verstärkt sich der Eindruck, es ist doch alles in Ordnung. Wir, Politik und Verwaltung, beschäftigen uns doch, also ist das doch alles zum Besten. Das die Stadt in Bewegungslosigkeit verharrt bemerkt dabei niemand, auch das die Bewohner wegziehen ist ohne Belang.

Wenn doch auf die Politik und Verwaltung Druck ausgeübt würde. Die Presse von der Funke-Mediengruppe sieht sich nicht, aus vielen Gründen, aufgerufen diesen Druck zu erzeugen. Heimatjournalismus nennt man das inzwischen in Düsseldorf und belächelt diese Art von Presse.

Von den Heimatjournalisten kann also kein Druck kommen, sie haben sich das Leben kuschelig im EN-Kreis eingerichtet.

Es bleibt nur die Einsicht von Politik und Verwaltung, ihr Unvermögen zuzugeben, nach Düsseldorf zu gehen und das Land zu bitten die Stadt Ennepetal auf die umliegenden Kommunen aufzuteilen.

Ehe es noch schlimmer wird. Denn Ennepetal ist keine demokratische Vorzeigekommune, eher das Gegenteil und damit ein gefundenes Fressen für rechtsextreme oder Populisten.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

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Autorenlesung am 11. Februar im Haus Ennepetal

Gabi Dallas (Pressefoto)

[Ennepetal]  Am 11. Februar, ab 19.00 Uhr, lädt die Stadtbücherei zur Autorenlesung ins Haus Ennepetal, Gasstr.10, ein.
Die Nachwuchs-Schriftstellerin Gabi Dallas liest aus ihrem Debüt-Roman „Nie weit genug“.
Der Eintritt ist frei.

Über das Buch
Frei wie ein Vogel will sie sein: Auf eigene Faust reist die junge Marleen nach Amerika – sorglos, ohne feste Pläne, nur mit einer Reisetasche, etwas Geld und einem Talisman. Brennendes
Fernweh, Lebenshunger und Sehnsucht nach dem Unbekannten treiben sie am Pazifik entlang Richtung Süden.
Doch ihre inneren Dämonen begleiten Marleen auf Schritt und Tritt. Und eines Tages verändert die Begegnung mit der geheimnisvollen Giuliana ihr Leben für immer …

Über die Autorin
Im Alter von 21 Jahren brach Gabi Dallas ihr Philosophie- und Germanistikstudium ab und begann eine zehnjährige Odyssee. Mit gefährlicher Lust am Abenteuer und ohne Angst vorm Risiko
bereiste sie Kontinente und Weltmeere, um Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu suchen. Unterwegs schlug sie sich mit Gelegenheitsjobs, Kunst und Straßenmusik durch und
gründete in den karibischen West Indies, wo ihre handgemalten T-Shirts Kultstatus erlangten, eine Familie mit einem Rastafari.

Heute lebt die gebürtige Sauerländerin und Mutter zweier erwachsener Kinder wieder in Deutschland und ist glücklich neu verheiratet. Ihre Erwerbstätigkeit als Marketingfachfrau hat sie für
das Schreiben und für die Musik an den Nagel gehängt.

Ennepetals Bürgermeisterin Imke Heymann wünscht „Frohes Fest“

Bürgermeisterin Imke Heymann Foto: Stadt Ennepetal

Bürgermeisterin Imke Heymann Foto: Stadt Ennepetal

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
jedes Jahr, wenn in den Häusern die Weihnachtsbäume geschmückt und die Abende besinnlicher werden und der Kalender nur noch wenige Blätter hat, blicken wir zurück auf die vergangenen Monate und die vielen Herausforderungen und bewältigten Aufgaben.

In diesem Jahr ist in unserer Stadt viel geschehen. Nicht alles ist positiv, aber rückblickend konnten wir doch viel erreichen.
Ich danke allen ganz herzlich, die sich für unsere Stadt und ihre Bewohner eingesetzt haben. Freiwilliges Engagement ist eine Chance für jeden einzelnen sich einzumischen und mitzugestalten. Ehrenamt ist nicht nur Hilfe für andere, sondern bedeutet auch persönliche Weiterentwicklung. Ohne Engagement würden viele Bereiche unseres Gemeinwesens nicht funktionieren.
Der amerikanische Pädagoge und Menschenrechtler Booker T. Washington, der als Sklave auf einer Plantage geboren wurde, hat einmal geschrieben: „Der Erfolg ist nicht danach zu beurteilen, was ein Mensch im Leben erreicht, sondern nach den Hindernissen, die er auf dem Weg zum Erfolg überwunden hat“.
Wir werden noch viele Hindernisse überwinden müssen, lassen Sie es uns gemeinsam tun!
Ich wünsche Ihnen allen ein friedliches und segensreiches Weihnachtsfest sowie für das neue Jahr Gesundheit, Frieden und ihr ganz persönliches Glück, zu dem für die meisten Menschen neben der Familie auch das Wohlfühlen in ihrer Stadt zählt – dazu können wir alle beitragen.

 
 

Ihre Imke Heymann

Der Vorhang hebt sich im Ennepetaler Industriemuseum

vision[jpg] Wer hätte das gedacht? Als das Kunstnetzwerk „Kulturgarten NRW“  mit Linde Arndt sich im Frühjahr das Projekt „Vision 100“ einfallen ließen, waren alle zuerst etwas skeptisch. Wer sollte jetzt mit einer Spende bedacht werden? Wieder der Kinderschutzbund? Und wenn der Kinderschutzbund, dann doch alle im Südkreis, so der Gedanke. Über die sozialen Medien wie facebook und Twitter, Instagram, WhatsApp, Google+ oder Telegram wurde eifrigst diskutiert. Bei der Diskussion erweiterte der Kreis sich immer mehr. Die Spendenempfänger sollten in letzter Konsequenz der Ökumenische ambulante Kinder-und Jugend-Hospizdienst Emmaus e.V. in Gevelsberg sein. Denn das Gevelsberger Hospiz betreut 5 Städte des EN-Südkreises, Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel – perfekt.

Als die Entscheidung gefallen war, reihten sich wie bei einer Perlenkette die Künstler mit ihren Bildern in das Projekt „Vision 100“ ein.

76 Künstler aus der Region und darüber aus ganz Deutschland schickten insgesamt 100 Kunstwerke, die kaum ankamen und schon katalogisiert wurden. Es ging aber weiter: Lagerräume wurden von der Firma Belek, Gevelsberg zur Verfügung gestellt, Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp war ohne wenn und aber sofort dabei und stellte sein Industriemuseum zur Verfügung. Die vier Sparkassen, Gevelsberg, Ennepeteal-Breckerfeld, Schwelm und Sprockhövel wollten nicht abseits stehen und beteiligten sich sofort. Fünf Bürgermeister sicherten ihre Unterstützung zu, übernahmen die Schirmherrschaft und gaben ein Grußwort für die jetzt auf den 27. November ´16 terminierte Auktion. Und Landrat Olaf Schade, er wusste sich auch mit der Schirmherrschaft zu beteiligen und schickte seine Unterstützung in Form eines Grußwortes. Kulturgarten NRW, klopfte an Türen und erfuhr von allen Seiten uneingeschränkte Hilfe.

So viele Unterstützer bei "VISION 100" Collage: Linde Arndt

So viele Unterstützer bei „VISION 100“ Collage: Linde Arndt

Das Sprockhöveler Hotel Eggers gibt einen Gutschein für sein Retaurant für betroffene Kinder heraus, EDEKA Schlöder kam mit Obst, Der Schultenhof (Hattingen) und Café Hülsenbecke (Ennepetal) unterstützen mit feinen Suppen,  Getränke Oliver Dunker lieferte die Getränke und einen Backofen, spicy concepts hat wieder alles ins rechte Licht gesetzt, Projektkino Filmriss sorgt für eine Bühne und eine Projektionsfläche Café Kartenberg stellt alles zur Verfügung, so dass wir leckeren  Kaffee zubereiten können, Suna Belek mit ihrem Team hat seit Tagen die komplette Logistik übernommen, Künstlerbedarf Bösner hat 20 Staffeleien zur Verfügung gestellt, MalDuMal (Annette vom Bruch) hat bei der Vielzahl der Werke ebenfalls Staffeleien aus ihrem Atelier ausgeliehen,Die IdeenSchmiede (Ramona Kuhnig) sorgt für die floristische Deko, Rita Rose hat Linde Arndt mit Arbeiten am Computer unterstützt, Wieberneit-Aussenwerbung fertigte 2 Banner an, Gordon Lappe hat sich nicht nur mit einer Bildspende beteiligt, sondern unterstützt das Projekt mit vielen Hilfsleistungen, AVU, VER, Juwelier Haarhaus und Weller + Kornemann unterstützten ebenso, VitaminC Werbeagentur (Dorit Breyer) fertigte in vielen Stunden in Zusammenarbeit mit Linde Arndt den wirklich anspruchsvollen Katalog an, Kosmetik Mittag (Barbara Mittag) beteiligte sich mit einer Losaktion für „Vision 100“, Stefan Schneider (Friseursalon,Sprockhövel) und Bernd Gollasch (Partytreff Nummer 01, Sprockhövel)stellten Spardosen auf  und, und, und. Bäckerei Welp kommt nicht  nur mit erlesenen Leckereien, sondern auch noch weiteren Überraschunen. Und jetzt gerade aktuell hat sich der Mondpalast von Wanne-Eickel ein Volkstheater des Ruhrgebiets, der Eigentümer ist der Bruder des Bottroper Kabarettisten Ludger Stratmann, entschlossen Freikarten für die ehrenamtlichen Helfer des Hospizes zu spenden. Danke dafür.

Es sind so viele Helfer, Förderer und Unterstützer die hinter dieser Auktion und auch Aktion „Vision 100“ stehen, die von dem Geist der Hilfe beseelt sind. So wird der Hagener Indendant, Regisseur, Schauspieler und Sänger Werner Hahn wieder den Auktionshammer schwingen und die Bilder mit seinen liebenswürdigen Kommentaren bedenken und seinem neuen Besitzer übergeben.
Und zum ersten mal wird die Band „Fighting Spirits“, statt in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle (ehemals Philipshalle) bei Carmen Nebel, im Industriemuseum Ennepetal ihre Songs wie „Wir werden leben“ zur Aufführung bringen.

Dieses Projekt zog derartige Kreise, dass sich die Staatskanzlei in Düsseldorf meldete und das Netzwerk Kulturgarten NRW mit der Aktion „Woche des Respekts“ des Landes NRW geehrt wurde. „Hut ab“ sagte die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auch vor Linde Arndt, die stellvertretend für das Netzwerk „Kulturgarten NRW dem Festakt im Landtag beiwohnte.

Dabei sein wollte das Land NRW auf jeden Fall, denn diese Energie und den Geist der Helfer wollte sich die Landtagspräsidentin Carina Gödecke nicht entgehen lassen und wird am Sonntag anwesend sein.

Der Vorhang wird sich am:
Sonntag dem 27. November ( 1. Advent ) ab 11:00 Uhr

im Industriemuseum Ennepetaler

Neustraße 53

58 256 Ennepetaler

GPS: 51.296681, 7.363990
heben.

Nach einer Stunde der Besichtigung wird die Kinder- und Jugendband „Fighting Spirits“ die anwesenden einstimmen. Kurze, einfühlsame und warmherzige Worte von Landtagspräsidentin Carina Gödecke und der Ennepetaler Bürgermeisterin Imke Heymann [stellvertretend für alle Schirmherren] werden die folgende Auktion in eine sicher frohe Stimmung der Hilfe bringen. Den Ablauf der Veranstaltung entnehmen sie bitte dem Plan im Internet.

Es wird sicher ein schönes Adventsfest ganz im Sinne des Wortes Advent, im Sinne von ankommen. Eine Hilfe für die Kinder im ambulanten Hospiz ist jetzt schon angekommen. Was für ein Geist und was für ein Zuspruch der sich jetzt schon bemerkbar macht.

 

 
Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Bewegungsangebot für Senioren

Bewegung tut gut

Das Mehrgenerationenhaus bietet seit Jahren einen Gymnastikkurs für Senioren an. Er richtet sich speziell an Menschen, die nicht mehr ganz fit sind und durch die Bewegung ihre Beweglichkeit erhalten oder auch wieder gewinnen möchten. Für den (Wieder)einstieg in den Sport ist man nie zu alt und Bewegung ist immer wohltuend und belebend. Nur ist es wichtig, die individuelle Problematik, insbesondere im Seniorenalter, zu berücksichtigen. Darauf ist der Kurs „Bewegung tut gut“ abgestimmt.
Im Laufe des Jahres werden wechselnde Themen wie z.B. Dehnen, Atmen, Rückengymnastik, Koordination und Sturzprophylaxe in den Vordergrund gestellt.
Dabei geht es auch darum, mit Schmerz umgehen zu können, d.h. bei auftretenden Schmerzen (z.B. Schulter-/Armsyndrom, Rückenschmerzen, Knie- oder Hüftoperationen) nicht in eine Schonhaltung zu verfallen, sondern Bewegung anzustreben, immer abgestellt auf die persönlichen Möglichkeiten.
Die Gruppe hat maximal 13 TeilnehmerInnen, so dass jeder Einzelne mit seinen Problemen Berücksichtigung finden kann.
Die Gruppe wird geleitet von Brigitte Kaup, die viel Erfahrung im Bereich des Seniorensports hat
Bei Fragen gibt sie gerne Auskunft unter der 02333/9173042.
Interessenten können jederzeit eine kostenlose Schnupperstunde besuchen.
Der Kurs findet immer montags von 14 bis 15 Uhr in der Turnhalle des Mehrgenerationenhauses, Gasstr. 10, statt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 30 € für zehn Kurseinheiten.
Anmeldungen nimmt Astrid Fänger unter der 02333/979358 gerne entgegen.