Ein Lied kann eine Brücke sein – oder Neues von der Pixelhexe

 

Haben wir im Land der Füchse uns schon voll und ganz auf drei Damen und zwei Herren konzentriert, so wird die Anzahl der Bewerber um einen weiteren Platz auf der männlichen Seite erhöht und man weiss noch nicht, was evtl. noch kommen kann. Denn noch sind einige wenige Tage bis zum 13. Juli 2009 18:00 Uhr, wenn es ab 18:01 Uhr beim Wahlamtsleiter heißt: "Rien ne va plus" – nichts geht mehr.

Allmählich macht sich eine leichte Nervosität breit, denn ab jetzt zählt jeder gesprochene, oder eben nicht gesprochene Satz, jede Geste, jeder Blick. Dann hört man überall die Worte "Wir müssen alle an einem Strick ziehen", aber wenn man genau hinschaut ist es zwar ein Strick, aber jeder zieht in eine andere Richtung und da befürchte ich schon, wenn der Druck zu groß wird, reißt das Seil und alle purzeln in sämtliche Himmelsrichtungen.

Da fühle ich mich halt einfach verantwortlich, den Lieben ein wenig unter die Arme zu greifen und sie gemeinsam zu einen, damit sie endlich das "WIR"-Gefühl spüren. Was aber frage ich Sie ist  daran eigentlich so schwierig?

Na gut, genug gelabert, ran an´s Werk. Den Zauberstab schwingen und sagen: Alle Kandidaten hier seid vereint zum großen WIR.
 

Oh nein, nein Kandidat 1. Bei Gemeinsamkeit sind alle gleich. Nicht wieder an die Spitze, reihen Sie sich ein in die Gruppe. Es ist ein Orchester, kein Soloauftritt. Ich weiß, Anpassung kennen Sie nur wenigen Menschen gegenüber, obwohl Sie sich gerade bei denen besser durchsetzen sollten.

 

Hier sind wir dabei etwas Großes und Einmaliges aufzubauen. Na ja, vielleicht habe ich den Stab nicht schwungvoll genug geschwungen, so dass Sie mal wieder ausbüchsen konnten. Also dann noch einmal. Tssszsch.

 Na also, Kandidat 1, jetzt haben Sie Gemeinsamkeit hergestellt und stehen im Grunde immer noch in der
ersten Reihe, aber jetzt ergibt es nach aussen ein anderes Bild. Ich habe Sie gemeinsam mit Ihrer Nachbarin
schon immer für das wirkliche Dreamteam angesehen, aber das müssen wir jetzt hinten anstellen, denn hier
sollen alle gleich behandelt werden.

Ja gut so, da haben wir alle zusammen. Die Dame rechts im Bild wartet geduldig auf Ihren Einsatz und hält
sich bis dahin noch zurück. Außen links auf der Bildseite wartet schon die dritte Dame auf Ihren Gesangsauftritt.
Der Chormeister hat ihr das Notenblatt in die Hand gedrückt und jetzt ist sie schon ganz aufgeregt, wann sie endlich loslegen kann.
Stopp, stopp – wer trommelt denn da so laut im Hintergrund. Das ist der Mann unter dem Hut. Ach so, der Trommelwirbel gehört zum Programm, um dem Stück den nötigen Schwung zu geben. Nun da machen Sie mal halt weiter, aber denken Sie daran, die anderen müssen auch noch gehört werden [oder sagt man jetzt besser "zu hören sein"?]

Und wer ist der junge Mann zwischen den beiden Damen rechts und Mitte? Ah, der ist neu. Bin mal gespannt  welche Töne der auf seinem Instrument anschlägt. Okay, Moment mal, dann haben wir jetzt ja die wichtigen sechs Kandidaten zusammen.

So, nun schau ich mir das Alles noch einmal von Weitem an. Sieht zwar harmonisch aus, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das ist nur oberflächlich.

Ich glaube, ich hebe jetzt den Zauber auf, lasse alle wieder in ihre alten Rollen zurück und überlege mir für die nächsten Tage eine neue Formation. Mal sehen was wir dann zu Stande bringen.

 

Für heute bin ich zu müde! Ja, auch Pixelhexen brauchen ab und zu Schlaf.

 

Bis dahin lasst es euch gut gehen.

 

Eure Pixelhexe

 

 

Was haben die, was wir nicht haben?

[jpg] Nun sind die 60 Jahr Feiern vorbei. Die da oben feierten am 1.4.09 im Haus Ennepetal, wir da unten durften am 19.6. bis 21.6.09 "Inne Milspe" feiern. Beide feierten mit unseren Steuergroschen und teilweise aus der eigenen Tasche ihr ureigenes Jubiläum. Wobei das erstere etwas besser organisiert war. Nun ist es Zeit für eine Besinnung, die uns sagen sollte, "Wo stehen wir" und "Wo wollen wir hin"? Nicht vergessen, sollte man in diesen Tagen der Harmonie, wir haben am 30.08.09 Kommunal- und Bürgermeisterwahl.

Wenn man die Ennepetaler befragt was sie von ihrer Stadt halten und wie sie sie einschätzen würden, erhält man uneingeschränkt die Antwort, "Unser Ennepetal ist schön". Aber was wird an diesem Schön festgemacht?

Zuerst wird das an der Landschaft festgemacht, die so unverbraucht mit seinen Wäldern, Höhen, Tälern und Flussläufen immer wieder begeistert. Aber danach hört es auf und es beginnt die persönliche Sichtweise, die teilweise von dem erst genannten abgeleitet wird. Nur in vielen, vielen Einzelgesprächen kam aber auch folgendes heraus: Für Dorma, Febi, Ischebeck oder ABC ist Ennepetal schön, weil die Firmen hier ihre Hauptsitze haben und in Ruhe und stetig prosperieren können. Für den Eigenheimbesitzer ist es schön, weil er nur aus der Tür rausgehen kann und schon im Grünen ist. Für die politischen Parteien ist es schön, weil sie je nach Farbe an der Macht sind oder aber an der Macht teilhaben können. Und so geht das immer weiter, bis man vor dieser ganzen Schönheit trunken ist.

Wenn aber Ennepetal so schön sein soll:

  •  Warum haben wir überdurchschnittlich viele Einwohner in den letzten Jahrzehnten verloren?
  •  Warum gehen Ennepetaler seit langem auswärts wie selbstverständlich einkaufen?
  • Warum können die einheimischen Firmen ihre Arbeitskräfte immer weniger innerhalb der Stadtmauer finden?
  • Warum haben sich in letzten Jahren 40% der Einzelhändler von Ennepetal verabschiedet?

Schauen wir uns den Verlauf der Bevölkerungsentwicklung von 1975 bis 2006 der Städte Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal nebeneinander einmal an.

Alle drei Städte haben einen sehr starken Bevölkerungsschwund von 1975 bis Mitte der 80er Jahre zu verzeichnen. Man sieht auch, alle Städte haben irgendwie reagiert, es ging danach wieder etwas aufwärts. Nur Ennepetal konnte keine nachhaltige Entwicklung erzielen und stürzte weiter ab. Von 1975 bis Mitte der 80er verlor Ennepetal 10% seiner Bevölkerung, dann eine kurze Stabilisierung und ab 1999 bis zum Ende von 2006 verlor Ennepetal wiederum 10% seiner Bevölkerung. Während die beiden Nachbarstädte die Stabilisierung nutzten um den Bevölkerungsschwund zu verlangsamen. Gevelsberg (Mitte) steht sogar besser als 1975 dar und Schwelm hat im gesamten Zeitraum unter 10% verloren.
Die Bevölkerungsstatistik ist immer Ausdruck der Attraktivität einer Stadt, aber auch der Zufriedenheit der Bevölkerung mit ihrer Stadt. Mit ihrer Stadt heißt hier fühle ich mich wohl, hier bin ich zu Hause!

Aber was kann ich für Ennepetal im Vergleich zu den beiden Nachbarstädten ableiten?
Etwas kann man ableiten, die Attraktivität und die Identifikation mit der Stadt ist in den beiden Nachbarstädten ungleich höher ausgeprägt.

Der zweite Punkt des Einkaufens, ist auch relativ leicht zu erfassen. Statistisch lassen die Ennepetaler nur rund unter 50% ihres Einkaufsvolumens in Ennepetal, den Rest geben sie in die Nachbarstädte und in die Großstädte ab.In der Bilanz gibt Ennepetal nur ab,bekommt ab nichts zurück.

Nur die Schwelmer und Gevelsberger geben 70% ihres Einkaufsvolumens in der eigenen Stadt aus, ein normaler Wert für so genannte Unterzentren. Woran liegt das?

Es fehlt dem Ennepetaler Standort das notwendige attraktive Branchenangebot, übrigens in allen Bereichen. Seit Anfang der 80er Jahre hat eine ganze Generation von Einzelhändlern ohne Nachfolge die Geschäftstätigkeit aus Altersgründen aufgegeben. Ein übrigens schleichender Prozess. In den Nachbarstädten ist das Angebot gleich bleibend geblieben, ja teilweise, sogar ausgebaut worden.

Der dritte Punkt, die einheimischen Arbeitskräfte, hängt mit dem Wegzug von jungen Menschen zusammen, die ja immerhin die normale Fluktuation in der einheimischen Wirtschaft ausgleichen sollte. Dorma, Febi, ABC oder Ischebeck ist es egal woher sie ihre Arbeitskräfte bekommen, Hauptsache sie können ihrer normalen Geschäftstätigkeit ohne Einschränkung nach gehen. Aber auch hier trifft man ehemalige Ennepetaler in Wuppertal oder Gevelsberg, so hört man immer wieder, ich bin froh den Schritt des Wegzugs getan zu haben.
In der Regel ist der Wegzug aus Gründen der mangelnden Attraktivität als auch der geringen Identifikation gegenüber der Stadt Ennepetal geschuldet.

Zum letzten Punkt, der ist allerdings sehr differenziert  zu betrachten. Einesteils war das Nachfolgeproblem nicht lösbar, so dass das Geschäft einfach geschlossen wurde. Dann gab es noch eine Gruppe die das falsche Geschäftsmodell hatten, oder die unterentwickelte Einzelhandelsstruktur des Standortes Ennepetals unterschätzten. Und die letzte Gruppe stand einer zu geringen Nachfrage gegenüber, die sie dann zur Aufgabe zwang. In diesen Gruppen hatte man aber auch das in den Anfang der 90er Jahre total veränderte Konsumentenverhalten ganz und gar ignoriert. Auch fehlte es an flankierenden Maßnahmen einer Wirtschaftsförderung in diesem Bereich. Letztendlich ist die Gruppe schleichend und frustriert aus dem Markt verschwunden.

Die Entwicklung der beiden Nachbarstädten stellte sich jedoch ganz anders dar. Sowohl die Politik als auch die Verwaltung griffen immer wieder flankierend in das Wirtschaftsgeschehen ein, sie sind besser vernetzt. Auch die Kommunikation funktioniert besser, sowohl auf der vertikalen- als auch  auf der horizontalen Ebene. Auch wenn so genannte Ausnahmesituationen auftreten, die eine schnelle Entscheidung erfordern, ist immer ein Entscheider an der Hand.  Kurz, die Organisation ist wesentlich effizienter.
Dann die Persönlichkeiten in den beiden Nachbarstädten die dies alles aufgebaut haben. In Schwelm Herr Reschop und in Gevelsberg Herr Isenberg, denen standen immer kompetente Ansprechpartner gegenüber bis hin zum Bürgermeister. Im Moment ist jedoch ein umfangreicher Generationswechsel zu beobachten, der aber sicherlich nicht die Organisation und die Kommunikation in Frage stellen wird.

Nun kommen wir zu der Attraktivität einer Stadt.

Zum einen wird die Attraktivität einer Stadt durch seine Bewohner repräsentiert, sie tragen diese nach draußen, kommunizieren das Bild ihrer Stadt. Aber, und jetzt kommt bei der Kommunikation das wichtigste, es muss konditioniert werden, sprich, dem Bewohner muss durch nachhaltige Übungen die Bausteine der Attraktivität seiner Stadt an die Hand gegeben werden. Und in diesem Bereich ist das große Manko der Stadt Ennepetal und seiner Verantwortlichen auszumachen.

Ein Beispiel: Im vorigen Jahr 2008 feierte Dorma sein 100 jähriges Firmenjubiläum. Eindrucksvoll zeigte uns die Firma Dorma ihre hoch innovative und prosperierende Firma. Per Internet wurden die Grußadressen über den halben Erdball ausgetauscht, technisch einfach und doch sehr gelungen. Es war von Seiten der Firma Dorma sicherlich eine gelungene Image Vorstellung. Aber, und das war wesentlich, die Stadt Ennepetal stand daneben und wusste nur ein Strassenschild zu übergeben.
Wie hätte es anders sein sollen oder können? Die Stadt Ennepetal hätte eine eigene Botschaft (Konzept) erarbeiten müssen! Unsere Firma Dorma in Ennepetal. Oder wir Ennepetaler und Dorma. Diese Firma hat ein absolut positives Image und dieses Image hätte ich auf meine Stadt transferieren können. Ich denke nicht, bei dementsprechenden Gesprächen,dass Dorma was dagegen gehabt hätte. Wobei Dorma selbstredend die Nummer eins auf dieser Veranstaltung gespielt hätte. Was spricht eigentlich dagegen wenn man im Haus Ennepetal beispielsweise einen Tag unserer Industrie macht?

Übrigens hat eine Firma auch an seiner Attraktivität zu arbeiten, als Gesamtfirma, seinen Produkten oder auch an seinen Sparten.

Was machen die Nachbarstädte? Schwelm hat seine Nachbarschaften, diese transportieren die Verbundenheit der Bürger innerhalb der Stadtmauern und ist Ausdruck der Verbundenheit. Auch Gevelsberg, man denke an das öffentliche Anblasen der Kirmes Ende Juni, hat solche integrativen Feste. Aber das ist nicht alles was die beiden Nachbarstädte zu bieten haben.

Und Ennepetal? Ennepetalern wird nur, ich wiederhole nur, die Höhle an die Hand gegeben. Reicht das? Ich denke nein.
 
Attraktivität heißt übersetzt, Anziehungskraft. Kraft bekommt man aber nicht so ohne weiteres, Kraft muss und kann trainiert werden. Ein kräftiger und gut gebauter Mensch hat eine große Anziehungskraft, er ist aber nicht unbedingt ein ethisch einwandfreier Mensch. Und genauso verhält es sich mit einer Stadt, die ihre Kraft, sprich Vorzüge erst einmal erfassen muss, dann konditionieren und zu guter letzt auch kommunizieren sollte.
Nicht die nur Oberen 500 sind die Botschafter einer attraktiven Stadt, sondern deren Einwohner – alle.

Und schauen wir über die Stadtgrenzen, wie die Attraktivität der Nachbarstädten von den Entscheidern, wie Bürgermeister oder Wirtschaftsförderer, nach draußen getragen werden. Auf dem Nirgena im Zusammenhang mit dem Anwandern konnte man das sehr gut beobachten, die positive Außenwirkung der Stadt Gevelsberg im Vergleich zu Ennepetal am Bahnhof Klutert.

Jürgen Gerhardt

Nur die Harten kommen in den Garten – oder Neues von der Pixelhexe

garten

 

Also, da bin ich mal wieder. Es gibt Neues zu berichten aus dem Land der Füchse. Wie ihr wisst, haben sich drei Frauen und zwei Männer aufgemacht, um den Sieg über  den goldenen Käfig zu erringen, der ihnen Macht, Anerkennung und Reichtum bescheren soll.

Und da der Spruch "Nur die Harten kommen in den Garten" allen gleichwohl bekannt ist, hat ein emsiges Treiben eingesetzt.

Ich werde das Ganze mit meinem Pixel-Zauberstab begleiten. Also schauen wir einmal.

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Alles im grünen Bereich?

[jpg]  Manchmal wird man etwas rührselig, so  auch ich am Freitag. Da versucht man Grenzen zu überwinden und im Niemandsland ein neutrales Gespräch zu führen. Wir schrieben über ein Kinder- und Jugendparlament, skizzierten dies auch. Wir wussten aber auch, dass die Stadt Ennepetal seit 2004 ein solches Kiju haben sollte, hatten jedoch über dessen Wirken nie etwas gehört. Eine Domain, die http://www.kijupa-en.de/, gibt es schon, nur die Seite ist abgeschaltet. Der Besitzer ist die Stadt Ennepetal, der Admin-C ist ein Tobias Wenke.

 

Was lag da näher als die zur 60 Jahr Feier in Massen anwesenden Politiker oder Angestellten des Rates oder der Stadtverwaltung zu befragen, was denn dieses Kiju in Ennepetal so mache. Jammern doch immer wieder irgendwelche Verantwortlichen über die Überalterung von Ennepetal.
Da hatte ich aber in ein Bienennest gestochen. Was ich denn wollte, die Kinder und Jugendlichen sind doch seit 5 Jahren hier schon etabliert. Würden in den Schulen fleißig tagen. Dürften sogar in den Jugendausschuss.
Als ich nun mal fragte, welche Rechte diese Jugendlichen denn hätten? Na ja, sie dürften Anträge formulieren, wäre doch klar. Und welche Anträge haben sie bis jetzt formuliert?, fragte ich. Da musste mein Gesprächpartner aber ganz schnell weiter, er müsse halt noch andere aufsuchen. Etwas verwirrt ging ich den nächsten aus dieser vorgenannten Gruppe an. Auch hier, nein, die Jugendlichen würden in den Schulen tagen und würden ihre Interessen versuchen zu formulieren. In welcher Schule denn? so fragte ich. Na, das geht so reih um, ist doch klar. Und was haben die bis jetzt in den 5 Jahren so formuliert? Auch hier wieder, ich muss mal ganz schnell zu einem Bekannten, so mein Gesprächspartner.
Fakt ist jedoch, wir haben bei unseren Gesprächen mit Schülern als auch mit Lehrern versichert bekommen, da läuft überhaupt nichts. An den Schulen würden Projekte angestoßen, die aber nur schulbezogen sind, jedoch nichts mit einem Kinder- und Jugendparlament zu tun haben. Da bekommt man aber einen faden Beigeschmack.

Auf der einen Seite, unsere Jugend ist unsere Zukunft, so die Verwaltung und die Politiker und auf der anderen Seite wird diese Zukunft, also die Jugend, nicht wahrgenommen. So wird uns immer wieder versichert, dass unsere Verwaltung von hoch qualifizierten Verwaltungsfachleuten geführt wird. Das diese Verwaltungsfachleute einem normalen Menschen total überlegen sind. Ja, das solch ein normaler Mensch mit solch einer Verwaltung total überfordert wäre. Nur Führung heißt auch Kontrolle ausüben, wo ist oder wo war diese? Da werden irgendwelche vollmundigen Ankündigungen in die Welt gesetzt und die werden überhaupt nicht umgesetzt. Jetzt stellt sich bei mir die Frage, ist die Ankündigung solch ein Kinder- und Jugendparlament gar mit einem Budget verknüpft worden? Und wenn ja, wie wurde das verbraucht? Warum hat der Jugendausschuss nicht noch einmal nachgehakt?
Es scheint so, als wenn diese Stadtverwaltung ein gewisses Eigenleben entwickelt hat, losgelöst von der übrigen Leistungsgesellschaft. In welchen Fachbereich  man auch blickt, man erblickt nur Widersprüchliches, welches dem selbst gesetzten Anspruch nicht entspricht.

Bürgermeister Eckhardt und sein erster Beigeordneter Wilhelm Wiggenhagen werden uns als die Verwaltungsleute in der Führung schlechthin verkauft und alle anderen als unqualifizierte Bewerber abgetan.

Es scheint aber so, als wenn diese Beiden keinen anderen in ihr "Reich" reinlassen wollen, weil sich vielleicht Abgründe der Führung auftun? Bis heute haben wir ja nur die Wirtschaftsförderung genossen und das war reichlich was wir genossen haben.  Vollmundig werden da Dinge angekündigt, die noch nicht einmal im Ansatz einem irgendwie gearteten Anspruch von Wirtschaftsförderung genügen. Dann sehen wir im Zusammenhang mit den 60 Jahr Feiern eine Öffentlichkeitsarbeit die eher einem Kleingartenverein zu zu muten ist. Öffentliche Ausschreibungen, die die heimische Wirtschaft fördern soll, landen in Essen und Velbert. Nachgefragt, stellt man fest, die Ausschreibungen sind nicht zielgenau ausgefertigt. Es gilt nur billigst obwohl es auch anders geht.

Führung heißt auch, Anweisung, Ausführung und Kontrolle, so zumindest in der freien Wirtschaft. Die Anweisung kann ich erkennen, z.B. Attraktivität der Stadt fördern, heimische Wirtschaft fördern oder Jugendlichen ihre Stadt erlebbar zu machen.  Nur ab der Ausführung fängt es schon an, es wird nichts umgesetzt.
Da wundert es doch wirklich nicht, wenn sich tausende aufmachen und der Stadt den Rücken kehren, die Umlage aus der Einkommen- und Umsatzsteuer stetig sinkt. Nur die Gewerbesteuer steigt wegen Oelkinghausen, nur wenn alle personellen Ressourcen an Oelkinghausen gebunden sind, ist Oelkinghausen ein teueres Objekt.

Was kann die Stadt überhaupt noch leisten außer Oelkinghausen zu fördern, möchte man fragen.
Auch wie kann es passieren, dass der Rat der Stadt dies in friedlicher Eintracht nicht bemerkt, sind die Ratsmitglieder so überfordert?
Der Mann mit den großen Schuhen, Michael Eckhardt erscheint hier in einem recht diffusen Licht mit seiner Führungsqualität in den vergangenen Jahren. Solch ein Zustand kommt ja nicht von heute auf morgen.

Auch der oberste Wirtschaftsförderer, der ja immerhin die blümchenschwingenden Damen verhindern soll, steht da als Verwaltungsfachmann des gehobenen Dienstes nicht gerade gut da.
Alles in allem, so meine ich, war es eine gute Entscheidung für die Stadt Ennepetal, dass Michael Eckhardt nicht mehr als Bürgermeister antritt. Denn diese Versäumnisse wären  in den nächsten 6 Jahren offensichtlich geworden und ob er das überlebt hätte, vermag ich zu bezweifeln. Was bleibt, sein Nachfolger, der TUS Liebhaber und Kegelbruder, der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, der von der CDU flugs als erster Beigeordneter gewählt wurde. Nur, die Qualifikation des Wilhelm Wiggenhagen ist doch bei solchen Vorkommnissen sehr zweifelhaft.

Ich denke zum 30.08.09 sollte endlich frischer Wind in dieses Rathaus rein, es muffelt ganz gewaltig.
Auch sollte sich der Rat der Stadt einmal ernsthaft überlegen ob er die privatwirtschaftlich ausgegliederten Objekte, wie Haus Ennepetal, das Platsch oder auch das ZET nicht wieder in die Kommune zurückführt.
Denn schon heute besteht der Verdacht bei dieser Führung, dass mit solchen Konstruktionen Kosten produziert werden die in Pauschalsummen nicht den vorgenannten Objekten zugeordnet werden können. Mit solchen Objekten hatte früher die Verwaltungen so genannte Reptilienfonds eröffnet und geführt.
Die Ankündigung ein Kinder-und Jugendparlament zu etablieren ist eine Sache, diese aber nicht zu verfolgen und auszuführen, lässt schon auf eine gewisse Art von mangelhafter Personalführung schließen. Warum aber?
In der Regel kosten die Kinder- und Jugendparlamente kaum etwas, also Peanuts.

Es ist alles im grünen Bereich. Wirklich alles? Da bleiben aber noch viele Fragen.

Jürgen Gerhardt

Top News – Erster Bundestagsabgeordneter der Piratenpartei.

 Jörg Tauss

[jpg] Puh, da haben wir gerade festgestellt das CDU/CSU und SPD gleiche Fraktionsstärke haben werden, müssen wir das heute wieder berichtigen.
Jörg Tauss, Mitglied der SPD Bundestagsfraktion trat aus seiner Partei am 20.6.09  aus und trat bei der Piratenpartei ein. So hat die CDU/CSU weiterhin eine Stimme mehr (wichtig) als die SPD und wir haben die Piraten im Bundestag.
Ob jedoch Herr Tauss über dem Bundestag die Piratenflagge hissen wird, war nicht zu erfahren.

Jürgen Gerhardt

Rock in the City – wenn der Marktplatz kocht

Zunächst war es nichts anderes als ein Band-Name, der auf den Plakaten in Ennepetal für den Auftritt der Rockmusiker warb. Heute ist es ein Inbegriff eines unglaublichen Erlebnisses, das Ennepetal da zu Teil wurde. Soviel Power, soviel fantastische Musik, soviel unterschiedliche Musiker, die jeder für sich eine Starbesetzung auf seinem Gebiet war und alle zusammen eine Einheit – und zwar absolut. Ich habe mich lange nicht so wohlgefühlt, so eingebunden und begeistert. Danke, danke an alle Akteure, die wirklich alles gegeben haben. Danke an den Kopf dieser Truppe, der so fantastische Leute zusammenführen konnte. Danke an die Stadt, aber vor allem an die Sparkasse, die es so vielen ermöglicht hat, diesen Genuss zu erleben.

Schade, dass vorher keine ausführlichen Informationen geflossen sind, so dass man zu diesem absoluten Erlebnis noch vielen Bürgern aus den umliegenden Nachbarstädten Gelegenheit gegeben hätten, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.Wir hatten zwar kurz vorher unsere Ankündigung geschrieben, aber glaubt uns, sie wäre umfassender und informativer gewesen.

 

Schade auch, dass viele nicht dabei waren, da sie nicht wussten, welchen Genuss sie sich da entgehen lassen würden.

Im Internet auf den Gästebuchseiten von RORlive haben wir gesehen, dass Fans sogar von Bochum, Recklinghausen und anderen Städten des Ruhrgebiets angereist waren, die das RockOrchester Ruhrgebeat schon einmal gehört hatten und es hier noch einmal live erleben wollten.

Noch einmal nur so zum Nachempfinden hier ein paar Fotos des Sonntagabends. Und wen es interessiert, der kann sich anschließend gern das Video im Anschluss ansehen, was allerdings von der Aufführung in EPE (krs. Gronau) vom 20.06.09 ist, allerdings mit der gleichen Besetzung.

Später, wenn es von unserem Ennepetaler-Abend ein Video geben sollte, werden wir es gerne austauschen.

Und jetzt an alle Rock-Fan`s – Wo immer ihr Gelegenheit habt, ROR live zu erleben – nichts wie hin. Und lasst Euch vom Beat packen und geht so richtig mit.

 Mit dabei waren unsere Stars aus Ennepetal Bea (Beatrice) Blankenhaus, die übrigens auch für Liveauftritte in kleinerem Rahmen für Veranstaltungen gebucht werden kann und Karsten Müller, der nicht nur ein Teil dieses großen, genialen Orchesters ist, sondern mit seiner eigenen Band Troys
eine andere Sparte der Musik abdeckt und Auge und Ohr erfreut. Wir können stolz sein, daß Ennepetal mit diesen beiden Bürgern eine Reihe weiterer kreativer  Menschen dieser Stadt erweitert.
Übrigens alle reden immer vom Steinmetz Karsten Müller. Stimmt zwar, aber für mich sind es zwei Persönlichkeiten mit einem Herz und einer Seele. Der Steinmetz = Künstler und der Entertainer mit enormer Stimme und Power.
Hoffentlich weiss Ennepetal das zu würdigen. Andere Städte wären stolz auf solche Menschen und Möglichkeiten.

 

Linde Arndt

Ehrenamt als Kostenverschiebebahnhof der Kommune

[JPG] Als ich so 7 Jahre war, ging ich in eine Jugendgruppe, den CVJM. Über Jahre ging ich Woche für Woche in die Gruppenstunde. Einmal oder zweimal im Jahr machten wir mehrwöchige oder auch nur mehrtägige Ausflüge.

Es war eine schöne Zeit. Es gab einen oder sogar mehrere Gruppenleiter,  die uns anhielten etwas Sinnvolles zu unternehmen. Keiner von uns Kindern machte sich damals Gedanken  über die Organisation. Als ich so 16 Jahre war, nahm mich mein damaliger Gruppenleiter zur Seite und meinte, ich könne doch auch eine Gruppe übernehmen, das Zeug hätte ich dazu. Nach kurzer Überlegung und einem Gespräch mit meinen Eltern sagte ich zu. In Folge bekam ich als Gruppenleiter eine Jungschargruppe zugewiesen. Die ich im ersten Jahr mehr schlecht als recht leitete. Schlecht deshalb, weil ich auf einmal mit den Dingen konfrontiert wurde, die halt ein Gruppenleiter außerhalb der Gruppenstunde machen musste. Es stellte sich danach so dar, dass ich für die 90 Minuten Wochengruppenstunde einen Aufwand von bis zu 4 Stunden in der Woche tätigen musste. Sicher ich hatte Hilfe von erfahrenen Leitern oder von der Bundeshöhe, ich hatte es mir aber in meiner Naivität einfacher vorgestellt. Kurz es blieb nicht bei den 4 Stunden in der Woche, sondern es wurden hernach 10 Stunden und mehr.

Im Gespräch mit dem Gemeindepfarrer wurde zum ersten mal was von "Ehre" erwähnt, als sich mal Frustration unter den Leitern breit machte. Denn es war irgendwie selbstverständlich, dass wir bei der Finanzierung der Gruppen auch aus unserer Tasche etwas dazu legten., auf der anderen Seite jedoch nie einen Dank bekamen.

Die Gemeinde hatte kein Geld, das Jugendamt kein Budget aber alles musste finanziert werden. Heute sehe ich das zwiespältig, ich sehe diese damalige Tätigkeit einesteils als etwas, indem ich das zurück gegeben haben, was mir durch Andere zuteil wurde. Auf der anderen Seite, sehe ich jedoch auch, dass wir Jugendleiter im Budget der Gemeinden als auch der Kommunen für eine Kostenentlastung gesorgt haben. Denn der Wert einer guten Jugendarbeit wurde uns immer wieder gebetsmühlenartig mitgeteilt, von der Gemeinde als auch von der Kommune. Ich will das jetzt nicht weiter ausführen, Fakt ist, es gibt inzwischen mehrerer solcher Arbeiten, wo Menschen sich unentgeltlich einsetzen. Die Bereiche sind inzwischen recht vielfältig und breit, ziehen sich also durch alle Bereiche unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Politisch habe ich hier in Ennepetal als auch anderswo erfahren: "Wir wollen das Ehrenamt stärken", so, oder so ähnlich. Nun haben wir Kommunalwahl und dann hört sich solch ein Programmpunkt gut an. Man würde gerne einen Bonus für diese Partei geben, welche diesen Programmpunkt aufführt. Nur bei näherem Hinsehen ergibt sich ein ganz anderes Bild. Die Politik ist am Ende!!! Sie möchte sich von den Feldern des Sozialbereichs finanziell und personell verabschieden. Zumindest möchte sie Kostenblöcke in den ehrenamtlichen Bereich abschieben, hier in Ennepetal, aber auch anderswo. Nur warum redet die Politik nicht Klartext? Da geht der Bundesköhler her und kuschelt mit den Ehrenamtlichen, obwohl er genau weiß es geht um harte Fakten, Kosten in einen anderen Bereich zu überführen.

Was ist passiert? Im Laufe der Jahre haben die Kommunen immer weniger Manövriermasse, die sie in die Lage versetzen die Kommune weiter zu entwickeln. Heißt, wenn eine Kommune Strassen erneuern muss, so ist dafür kein Geld da, weil der Bereich Soziales so stark zu Buche schlägt. Der Bereich Soziales hat aber auch sogenannte freiwillige Leistungen, sprich der Gesetzgeber hat hier keinen Rechtsanspruch definiert. Die anderen großen Kostenblöcke stehen jedoch nicht zur Disposition.

Der obige Jugendgruppenleiter bekommt vielleicht einen Zuschuss für Sachaufwendungen, aber der ist freiwillig. Fällt er weg, so wäre das Geschrei groß. Und da gibt es noch andere Bereiche. Nur wie das mit der Politik so ist, mit der Ehrlichkeit und Offenheit hat man es nicht so.

So schreibt der Bürgermeisterkandidat der CDU Wilhelm Wiggenhagen auf seiner Website folgendes:

"Viele reden einfach von "Stärkung des Ehrenamtes", ohne näher darauf einzugehen, was sie mit dem sehr allgemein gehaltenen Begriff eigentlich verbinden. Ich möchte gerne von der "Würdigung des Ehrenamtes" sprechen, denn nur durch entsprechende Würdigung können wir Anreize zur Übernahme von Ehrenämtern schaffen. Wir müssen dafür sorgen, dass es wieder reizvoll ist ein Ehrenamt zu übernehmen und wir sollten auch dem bescheidensten Menschen deutlich machen, dass die Gemeinschaft für sein Handeln dankbar ist und dies anerkennt. Auch in unserer Stadt gibt es so viele Aufgaben, die in Vereinen, Verbänden und weiteren Organisationen erledigt und geleistet werden, ohne dass die Allgemeinheit – sprich die Stadt – hier eingreifen muss."

Und genau das meint er: Die Stadt hat kein Geld mehr für diverse soziale Leistungen, macht es doch selber.
Die Konsequenz? Wir brauchen einige Angestellten im Sozialbereich weniger und die Budgets können entfallen.

Nur was für eine Alternative haben wir? Nun, die Stadt Ennepetal, wie auch andere Städte haben sich eine Verwaltung geschustert, die sehr große Personalkosten erfordern. Dabei haben die Verwaltungsfachleute, in der Regel diplomiert, vergessen, dass Verwaltungskosten variabel sind. Das viele Ämter geschaffen und mit Personal ausgestattet wurden, die es aber bei Licht betrachtet nicht mehr geben muss. Da wäre ein Abteilungsleiter schon sauer, wenn er seinen Kaffee mal selber kochen müsste. Also sind in so einer Stadtverwaltung round about mehrere Personen mit Kaffee kochen beschäftigt. Ich weiß, es hört sich überspitzt an, es ist aber so, da sind Jobs in einer Verwaltung, die einem Betriebswirt die Haare zu Berge stehen lassen. Klar, dass jede Stadt seine eigene Feuerwehr und sein eigenes Schwimmbad haben muss, man ist ja wer. Soll doch die andere Kommune sich an unseren Kosten beteiligen. Oder die moderne Kommunikation, die wird nur unzureichend genutzt, weil der Verwaltungsmensch an seiner geliebten Schiefertafel festhält, die aber leider nicht kompatibel zu dem IT System der Kommune ist. Eine Schulung? Für mich doch nicht, sollen die doch die Daten für mich aufbereiten und auf meine Schiefertafel übertragen.

Und da kommen wir auf das eigentliche Problem, die Verwaltungen kommen mit der Geschwindigkeit der Entwicklungen in unserer Gesellschaft nicht mehr mit. Die Kosten zeigen ihnen im Grunde aber, es hat sich viel verändert. In unserer heutigen Zeit haben sich die Innovationszyklen, das sind die Zeiträume in dem eine Veränderung umgesetzt wird, derartig verkürzt, dass ein Mensch sich innerhalb seiner Lebensarbeitszeit mehrfach grundsätzlich ausrichten muss – Stichwort: Lebenslanges lernen.

Man sehe sich die Internetpräsenz der Stadt Ennepetal an. Geht man in die Tiefe so stellt man fest, sie entspricht ja noch nicht einmal im Ansatz der Anforderung eines modernen E Gouvernements. Hier leisten sich die drei Städte, Ennepetal, Schwelm, Gevelsberg jeweils einen eigenen Internet Hoster mit jeweiliger kostenpflichtigen Software und Hardware, das Einsparpontenzial ist hier z.Bsp. gewaltig, nur es wird nicht genutzt, geschweige denn angedacht.
Ich könnte beliebig fortsetzen Kosten aufzuzeigen, die bei näherer Betrachtung bis zu 50% gesenkt werden könnten.

Und da liegt die Crux. Eine intelligente und kreative Verwaltung nutzt die Einsparpotenziale ohne die Qualität der Leistungen auf den Bürger mit fadenscheinigen Werbeversprechungen hin zu einem Ehrenamt abzubauen. Aber wo ist der Verwaltungsmensch der seine eigene "Truppe" beschneidet und die eingefahrenen kostenintensiven Strukturen optimiert?

Den Jugendgruppenleiter wird es weiter geben, weil er eben der christlichen Ethik Rechnung trägt, aber einen Streetworker im Sonderangebot für EUR 10.000,– sollte es niemals geben, auch nicht als Ehrenamt. Diesen Jugendgruppenleiter aber auch andere Felder soll es immer geben, solange wie sich verantwortungsbewusste Menschen  um ihre Mitmenschen kümmern mögen. Nur die öffentlichen Hände sollten nicht so tun, als wenn sie das Ehrenamt achten, sie tun es nicht, sondern wollen nur die Kosten nicht mehr tragen. Nicht Kameras und Polizei kann unsere Probleme mit Jugendlichen lösen, aber auch keine ehrenamtliche Wache. Sondern ein Konzept welches diese Jugendlichen zu einem Verhalten führt, welches keine Sorgen aufkommen lässt. Und dieses Konzept kostet eben Geld, was dem sozialem Bereich einer Stadt zur Verfügung stehen sollte.Und dieses Konzept kann nur eine effiziente Verwaltung fachlich erstellen und umsetzen. Verlängert man das Ganze, so wird eines Tages die Verwaltung nur noch mit sich selber und der Wirtschaft beschäftigt sein. Ja, sogar die öffentliche Ordnung die durch unsere Polizei wahrgenommen wird, wird dann teilweise durch Ehrenamtliche kostenfrei ausgeführt.

Und wenn nicht, so sollte sich die Stadtverwaltung als auch die Politik ein eigenes Armutszeugnis ausstellen.

Jürgen Gerhardt

Wir haben es ja so dicke

[jpg]  Weil Kompetenz zählt, so der Slogan des ersten Beigeordneten und Bürgermeisterkandidaten der CDU Wilhelm Wiggenhagen. Er wird z. Zt. wie saures Bier von dem Fraktionsvorsitzenden der CDU Walter Faupel angepriesen. Ein unbequemer Bürgermeister will er sein, so sein Credo, nur wir wollen ihm nachmachen. Unbequeme Presse wollen wir sein. Das wir das sind, ist uns schon mehrfach zu Ohren gekommen. Unbequeme Presse heißt bei den Herren Faupel , Wiggenhagen und anderen, Nestbeschmutzer oder auch schon mal Schmuddelkinder. Es ehrt uns auf jeden Fall und wir wollen nicht vergessen ein herzliches Danke an den Adressaten zu übermitteln. Denn, dies ist der Beweis, wir haben alles richtig gemacht. Hätten wir ein Dankesschreiben erhalten, so hätte uns das erhebliche Kopfschmerzen bereitet.

Nun wird man den Titel “Nestbeschmutzer” nicht ohne eine Leistung erlangen, vielmehr erwartet man auch weiterhin kritisches und investigatives von unserer Seite, dem wir natürlich auch Rechnung tragen wollen. Hinter mir ist eine Wand an der ich die Themen, die ich noch abarbeiten muss, auf Stickys notiert habe. Es sind viele, ich wusste vorher nicht das eine Stadt mit rund 31.000 Einwohner soviel Themen hat. Wir, das heißt unsere Gruppe, überlegen gerade was oder wie wir uns nach dem 30.08.09, also der Kommunalwahl, neu ausrichten werden. Aber das läuft parallel. Im Moment haben wir ja noch genug Themen um die Wähler zu informieren, damit die auf der Basis einer hinreichenden Information über KandidatenInnen und Parteien eine Entscheidung treffen können.

Heute ist einmal der privatrechtliche Bereich der Stadt Ennepetal dran, der es wert war und ist unter die Lupe genommen zu werden. Zwei von uns haben sich darum gekümmert, was sich aber auch lohnte.

Wie wir alle wissen haben wir:

  • Das Platsch also unser Frei-und Hallenbad
  • Das Haus Ennepetal mit angeschlossener Kluterthöhle
  • Das ZET

Alle drei Betriebe sind in eine GmbH & Co.KG ausgegliedert worden, stehen also nicht mehr unter der Kontrolle des Rates der Stadt Ennepetal. Sie können also wie ein privatrechtlicher Betrieb wirtschaften, also eigenständig Umsätze generieren. Nur in der freien Wirtschaft ist man bestrebt Gewinne zu erwirtschaften und Verluste zu vermeiden. Geschäftsführer sind beim Platsch und dem Haus Ennepetal, Herr Kern und beim ZET, Herr Wiggenhagen, der mit der Kompetenz.

Und irgendwie haben die drei Betriebe das falsch verstanden, das mit der Wirtschaft. Sie machen in der Regel, so unsere Information, Verluste und zwar nicht zu knapp. Da aber die GmbH & Co. KG über die GmbH wieder mit der Stadt verbandelt ist, ist das nicht so schlimm. Denn es besteht eine so genannte Nachschusspflicht. Die Stadt ist verpflichtet die Verluste der vorgenannten Betriebe wieder auszugleichen. Weil, ja weil sie ja auch die Gewinne bekommt. Nur Gewinne hat die Stadt noch nie gesehen, zumindest wurde nie über Gewinne im Rat der Stadt gesprochen, so unsere Information.

Da die Betriebe nicht mehr der Kontrolle des Rates der Stadt unterliegen, so kann dieser auch seine Aufsicht nicht wahrnehmen. Die Stadtverwaltung hat aber die Kontrolle und sieht periodisch, wie sich die Zahlen der Betriebe darstellen. Nun unterliegt die GmbH &Co. KG den gesetzlichen Bedingungen der privatrechtlichen Wirtschaft,  z.B. dem Gesellschafterrecht oder auch dem Insolvenzrecht, kann sich also dem nicht entziehen.

Und jetzt kommt es, da die Betriebe in der Regel Verluste machen entsteht im Laufe der Zeit eine so genannte Überschuldung, denn durch die Verluste wird ja das Kapital aufgebraucht oder es können keine Löhne (Gehälter) mehr gezahlt werden. Und bei Überschuldung muss der Geschäftsführer normalerweise zum Amtsgericht und Insolvenz beantragen. Damit die beiden Geschäftsführer weiter ihr Gehalt bekommen, wird ein Antrag beim Rat der Stadt gestellt, die entstandenen Verluste auszugleichen und schon kriegen die Geschäftsführer wieder ihr Gehalt.

Wie mir bestätigt wurde, handelt es sich im Laufe der letzten Jahre insgesamt um zweistellige Millionenbeträge, die über die verschiedensten Titel nachgeschossen wurden. Es war nicht ganz auszumachen wie hoch insgesamt sich dieser Betrag beläuft. Wobei die Ratsmitglieder mir mitteilten, dass sich keiner in der Lage sah, das Zahlengerüst aufzudröseln. Allen war aber unwohl bei der jeweiligen Zustimmung der Vorlage.  Ein Ratsmitglied wollte mal etwas Genaueres wissen, wurde aber vertröstet. Auch entstand Unbehagen bei der Frage, welcher Betrieb welche Verluste  hatte und wie die entstanden sind. Auch bei der Entscheidung, ob dies eine Erhaltungsinvestition oder Erweiterungsinvestition sei, konnte man nicht folgen.

Wie dem auch sei, alle drei Betriebe sind mit ihren Geschäftsmodellen offensichtlich gescheitert, denn ein gut durchdachtes solides Geschäftsmodell bringt letztendlich Gewinne. Gewinne die ein Betrieb zur Erhaltung aber auch für Investitionen benötigt. Bringt er die nicht, verschwindet er vom Markt, man nennt das Marktbereinigung. Das tut zwar weh aber ist notwendig um gesunde Unternehmen, die eben Gewinne bringen zu fördern.

Die Frage die sich nun stellt, was ist denn schief gelaufen bei diesen Betrieben? Und da haben wir auch etwas hinter den Vorhang geschaut.
Beide Geschäftsführer, sowohl Herr Kern als auch Herr Wiggenhagen haben konzeptionell keine durchführbare Vermarktungsstrategie erarbeitet. Ein paar Flyer hier und ein bisschen Mundpropaganda dort und das war es. Aber wie sollten sie auch, sie kommen doch beide nicht aus dem Umfeld der freien Wirtschaft, haben nie den kreativen Druck ein positives Ergebnis vorzulegen erfahren. Beide kommen aus einem Bereich indem es an der Tagesordnung ist, nach den öffentlichen Händen zu rufen wenn etwas schief läuft. Konsequenzen gibt es bei den öffentlichen Händen nicht, in der Wirtschaft sieht man sich bei solchen Ergebnissen schon mal danach gefeuert.

Zumindest ist das ZET etwas besser ausgerichtet, es hat nun eine Jobagentur als Mieter, ein Schelm wer jetzt etwas böses denkt.
Aus eigener Erfahrung hatte ich vor 5 Jahren einmal versucht sowohl im ZET als auch im Haus Ennepetal mehrere Vorträge zu organisieren. Die beiden Betriebe waren gar nicht auf Kunden eingestellt, sie waren schlicht und ergreifend nicht am Markt. Nicht die mussten meine Probleme, dem Kunden seine, lösen, sondern der Kunde sollte die alleine lösen. Ein Beamer oder die Bewirtung der Teilnehmer in den Pausen löste Angstzustände aus. Das haben wir noch nie gehabt, so beide.
Als ich gar andeuteet, es könne evtl. Mitternacht werden, hörte ich schweres atmen am anderen Ende der Leitung. Ich hätte zuviel organisieren müssen um die Veranstaltung hier durchzuführen.

Letztendlich habe ich meine Veranstaltungsreihe ohne Probleme im Haus Friedrichsbad in Schwelm durchgezogen, die mir in einem angenehmen Gespräch alle Probleme zufrieden stellend lösten.

Beamer, Overheadprojektor, Headset usw. alle techn. Möglichkeiten waren von Grund auf vorhanden, ein Buffett auch kein Problem und darüber hinaus noch eine angenehme Atmosphäre.

Und das meine ich mit Einstellung und Konzept, wen wundert es da, wenn diese Betriebe keinen Gewinn machen, wenn sie dem Markt vorschreiben wollen welche Regeln er zu beachten hat. Die waren und ich denke die sind es immer noch nicht, nicht für den Kunden da, sondern der Kunde sollte für sie da sein.

Eine sehr inkompetente Einstellung, wie war das mit dem Slogan? Weil Kompetenz zählt, ich würde sagen weil Ignoranz zählt. Einen privatrechtlichen Betrieb ohne hinreichendes Geschäftsmodell zu führen muss schließlich scheitern.

Ach ja, die unzureichende Gründung der Citymanagement GmbH & Co. KG durften wir ja auch miterleben, die uns zeigte, es wird so weiter gewurschtelt. Mal sehen wie die EUR 150.000,– plus die Kommanditisteneinlagen verbraten werden. Aber wir haben es ja so Dicke.

 

Jürgen Gerhardt

Unsere hasenfüßigen Parteien und Kandidaten

 
[jpg] Tja, so ist das nun mal. Unsere Politiker und deren Parteien wollen geliebt werden und darüber hinaus sind sie noch in sich selber verliebt. Ihr Auftrag von dem Souverän, also dem Volk, dem Bürger oder Wähler, das Gemeinwesen Kommune, Land oder Nation weiter zu entwickeln, haben sie schlicht und einfach vergessen.

Da verwundert es nicht, wenn sich kritische Stimmen vermehrt und gar verstärkt melden, sie sich wie ein verschreckter Hühnerhaufen in ihre Ställe zurückziehen. Denn wie kann es denn sein, wenn man in sich verliebt ist, das dies andere nicht genauso sehen?

Auf einmal kommt Kritik auf, erst etwas schwach und dann verstärkt, nichts ist mehr so wie es früher war. Wo man sich in der Rathaus Kantine oder anderswo traf und in Ruhe sein Bierchen trinken und über den politischen Gegner Witzchen reißen konnte. Das Volk existierte nur am Rande, sie, die Ratsmitglieder waren ja gewählt, waren von der Stadtverwaltung "geachtet" und hatten es sich gemütlich gemacht. Hochpolitische Gespräche wurden geführt, ob der Spritt bei Marktkauf oder der Genossenschaft billiger ist , oder die Erdnüsse bei Aldi oder bei Penny leckerer schmecken. Man war und ist wichtig, zu wichtig. Wenn mal eine Vorlage kam, so hat man sie bei dementsprechender Laune an einen anderen Ausschuss oder an die Verwaltung überwiesen, oder der Wiedervorlage gar zugestimmt. Der Rat der Stadt selber hat das ganze abgenickt und zur Ausführung an die Verwaltung gegeben. Nur durch eines wurde dieses ganz Tun unterbrochen. Alle fünf Jahre wurde vom Innenministerium des Landes ein Wahltermin genannt, zu diesem sollten die vorgenannten sich dem Souverän stellen. Die Vorsitzenden sortierten flugs die missliebigen aus, die schon mal in den zurückliegenden Jahren eine eigene Meinung hatten, und fertig war die neue Liste. Weiterlesen

Am Sonntag geht der Beat ab – Rock in the City

 

Da bin ich ihm  das erste Mal persönlich bei der Kunstausstellung "Zwischen den Säulen" im alten Stockey & Schmitz Gebäude begegnet und schon kreuzen sich wieder unsere Wege.

Was ich bisher nicht wusste, so ist der Vater der Ennepetaler Fuchsfigur Karsten Müller nicht nur Bildhauer und Künstler, sondern seit Jahren schon passionierter Musiker (guckst Du hier – dann bitte zurück mit Rücktaste] und ich bin gespannt, was uns da beim Jubiläumsfest von Ennepetal am Wochenende erwartet.

Die Printmedien haben es bereits verlauten lassen. Ennepetal bekommt zu dem besonderen Anlass ein neues Lied. Getextes, komponiert und eingespielt von Karsten Müller [Gesang) und seiner Band "TROYS" [Maik Weber – Gitarre]   [Jürgen Janßen – Bass]  [Dirk Rosenbaum – Schlagzeug]  und dem Chor des Reichenbach Gymnasiums, Ennepetal. unter der Leitung von Andreas Pesch. Der Song wird wohl am kommenden Sonntag so gegen 21:00 Uhr präsentiert.

 Silber und rotgold und blau ENNEPETAL,  das sind die Farben, auf die ich vertrau ………

 Und hier für Euch eine Hörprobe: hoerprobe-ennepetal

 

Aber das ist noch nicht alles, was uns an diesem Sonntag  erwartet.

Wenn  am 21. Juni 2009 – die große Sommerparty zum 60. Geburtstag der Stadt zu Ende geht, wird erst noch einmal so richtig abgerockt und zwar volles ROR. Upps, wenn ihr  jetzt denkt, es wäre ein Schreibfehler und ich hätte das "H" vergessen, dem ist nicht so, denn  "ROR" steht für ROckorchester Ruhrgebeat (www.rorlive.de

 Ich habe euch extra den Link hier veröffentlicht, damit ihr euch schon informieren könnt, welches Ereignis euch da erwartet.

Denke mal, für alle Rock-Fans [dazu gehöre ich auch – remember me]
wird das eine großartige Geschichte.

 

Lasst es Sonntag werden – lasst es
grooven und rocken – nicht bis der Arzt kommt, aber bis wir berauscht sind von den fetzigen Tönen, die uns zeigen "That´s my life"

 

   

 

Karsten Müller hat mir eine email geschrieben, wo unter anderem stand: "Ich bin jetzt seit fast 10 Jahren dabei und es ist selbst für mich immer wieder umwerfend. Meine Band, nun daran hängt mein Herz und ich kann hier das schreiben und singen, was mich bewegt, ohne zu covern.

Vor 20 Jahren waren wir schon einmal zusammen mit eigener Musik sehr erfolgreich, so mit Rockförderpreis usw, haben immer mal wieder den einen oder anderen Gig gemacht und jetzt passt es wieder, manchmal muß nur etwas Zeit vergehen, wie bei einem guten Burgunder mit einem Stück Höhlenkäse."

Ja, das spricht mir voll aus der Seele, das kann ich gut verstehen und ich denke – Rock´n Roll bleibt was es ist – keine Legende, sondern eine Inspiration, auch in dieser Zeit.

 

Ich freu mich auf Sonntag. Sehen wir uns?

 

Linde Arndt