Schön schreiben kommt nach schön reden

 

In der Tat ist es so, dass  es wichtig ist eine positive Einstellung zu haben und zu vertreten. Jeder kennt den schönen Spruch von dem halbleeren oder halbvollen Glas. Die gleiche Situation vor Augen und doch zwei ganz unterschiedliche Betrachtungsweisen.

Nun wird unserer Redaktion vorgeworfen, dass alles "miesepetrig" betrachtet und geschrieben wird. Erst einmal wehre ich mich gegen das Wort "alles", eine durchaus verbale Lüge.
Dann  sehen wir es als unseren Job, so lange noch eine Möglichkeit ist, Bewusstsein zu erzeugen, evtl. Fehler aufzuzeigen und die Möglichkeit zur Korrektur, bzw. Einsicht zu geben, den sogenannten "Finger in die Wunden" zu legen. Nicht um irgend welche Personen zu discreditieren, sondern sie ein wenig an den Schultern zu rütteln und ein anderes Bewußtsein zu erzeugen.

Wenn alles in Ordnung wäre – obgleich nirgendwo gibt es eine so heile Welt – könnten wir uns getrost in die Sonne legen und den Tag genießen. Wenn wir aber mit den anderen verkünden "Oh wie schön ist Panama…" was bitte würde sich ändern?

Fehler machen ist nicht das Schlimme an der Sache, wenn man daraus die richtigen Konsequenzen zieht. Wenn man den Mut hat sie einzugestehen und zeigt, dass man eine Korrektur einbauen will und kann, dann ist das schon etwas Grosses.

Die meisten von denen, die nur das Schöne hier in Ennepetal aufzeigen sind mittlerweile darin verfallen viele Dinge einfach schön zu reden, damit sie anschließend für die Aussenwelt in der Presse oder anderen Medien schön geschrieben werden. Gott sei Dank gibt es wirklich enorm viel Schönes hier in Ennepetal, sonst wäre ich längst weggezogen und Gott sei Dank stehe ich persönlich auch auf dem Standpunkt, dass jeder mit Eigeninitiative, Mut und Kreativität viel für das Gesamtbild einer Stadt tun kann, was im kleinen Ansatz ja auch bereits erfolgt. Aber ich bin nicht so blind, dass ich nicht weiss, dass davon Vieles erst gar nicht in Angriff genommen worden wäre, hätte es nicht unsere anfänglichen "Meckereien" gegeben.

Da in den letzten Jahren viele Dinge leider den "Dornröschenschlaf" geschlafen haben und einiges erst davon aufzuwecken, bzw. aufzuarbeiten ist, wäre es falsch, einfach darüber hinweg zu sehen.

Ich persönlich habe durchaus Sympathien für den Kandidaten Wiggenhagen als Mensch und auch als Beigeordneten. Wenn er mich aber als Bürgermeister überzeugen will, dann fehlt da noch eine Kleinigkeit. Er müsste nicht wie ehemals Michael Eckhardt ständig in der Öffentlichkeit parat sein, sondern seinen vor einigen Wochen ausgesprochenen Worten Gewicht verleihen, als er sagte:
" Wir haben viel für Ennepetal getan, aber es ist auch vieles im Argen. Wenn ich Bürgermeister werde, würde ich sofort vieles ändern und auch eine Umbesetzung verschiedener Personen vornehmen, bzw. mich von denen trennen".

Diese Worte haben nicht nur mir persönlich stark imponiert, sondern auch die über 50 Anwesenden, die sich sicherlich damals entschieden haben, "den wählen wir".

Wenn er an diesem Thema arbeiten würde und erklären könnte, was  er zu verändern gedenkt, (und zwar nicht so pauschal, wie es in seiner Homepage als Programm steht, sondern Fakten nennt) vielleicht brauchte er sich dann nicht mehr um eine wohlwollende Presse so stark zu bemühen, sondern es wären echte, positive Fakten, die ihn auf den Bürgermeisterstuhl heben würden.

So lange aber bleibt es einfach dabei – schön schreiben kommt nach schön reden und das wiederum ist nur für bezahlte Medien, gutgläubige oder abhängige Bürger oder solche, die seine Mehrheit nicht anzweifeln – sei sie auch nur gering – und dann vom Sieger in irgend einer Art und Weise hofiert oder bevorteilt werden wollen. Aber da erzähle ich ja jetzt nichts Neues oder Ungewöhnliches.

Es sind zwar nur noch wenige Tage bis zur Wahl, aber Zeit genug sich zu outen.

 

Linde Arndt

 

Koch und Kellner in Ennepetal

[jpg] Jetzt kenne ich persönlich den Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen nun schon seit 5 Jahre mit wechselnder "Begeisterung". Das erste mal hatte ich ihn auf der Gevelsberger Kirmes in einem Kreis an einem Bierstand kennen gelernt. Ich wusste damals nicht wo ich ihn hin tun sollte, zumindest war mir nicht bekannt, dass er nach Ennepetal gehörte.

Richtig kennen gelernt hatte ich ihn jedoch, als er als Wirtschaftsförderer zu dem Thema Discounter in Ennepetal von den Bündnisgrünen eingeladen wurde. Was haben Braselmann, Arnold und andere ihn damals "aufgemischt", er kam gar nicht mehr aus der Verteidigungsecke heraus. Irgendwie tat er mir damals Leid, seine Argumente waren auch mehr peinlich, fehlte doch der souveräne Auftritt. 

Damals habe ich noch versucht die Debatte in vernünftige Bahnen zu lenken, denn an der Stadtentwicklung war auch ich interessiert, jedoch nicht in Richtung Discountercity. Zwei Bemerkungen von ihm machten mich später jedoch nachdenklich, als wir hinterher beim Wirt  zum Zahlen anstanden. "Wissen Sie, ich bekomme die Stunden im Gegensatz zu Ihnen hier ja bezahlt", so Wiggenhagen, heißt, mir ist es egal was hier passiert, ich bekomme meine "Kohle". Dann als ich die Begriffe, Think tank und Brainstorming verwendete, merkte er an, man solle doch nicht alles aus dem englischem Sprachraum verwenden. Auf den eigentlichen Sinn dieses Dialogs ging er nicht ein. Erst viel später wurde mir die Bedeutung dieser Bemerkungen bewusst. Er kennt nur den reinen Gelderwerb ohne Inhalte, und Ideen die nicht aus seinem erprobten direkten Umkreis stammen sind ihm suspekt zumal sie durch eine andere Sprache schon etwas Fremdes andeuten.

Er ist Dipl.-Verwaltungswirt, dass hört sich nach sehr viel Kompetenz an, sagt aber nichts über die Persönlichkeit aus. Nun ist Kommunalwahlkampf auch für das Bürgermeisteramt, für welches sich der Gevelsberg Wilhelm Wiggenhagen auch, neben anderen KandidatInnen, bewirbt. Das Amt des Bürgermeisters benötigt aber eine Persönlichkeit die nach jahrelangem Stillstand während der Ära Eckhardt, die Impulse geben kann, damit die Stadt sich endlich die Möglichkeit der Weiterentwicklung hat. Und es muss endlich der Verschiebebahnhof der Verantwortungslosigkeiten auf gelöst werden. Das gieren ob man  von dem anderen nicht eine Idee abkupfern kann, dass muss endlich aufhören.

À propos Ideen abkupfern. Ist es denn nicht besser derjenige der die Ideen hat setzt sie auch im Original um, ehe sie von einem Anderen verfälscht umgesetzt werden? In diesem Zusammenhang fiel mir doch folgendes im letzten halben Jahr auf:

Die Sozialdemokraten setzen sich seit Jahren für die Bildung eines Sozialausschusses ( Früher Wohlfahrtausschuss) ein, vergebens, die CDU schmetterte mit ihrer Mehrheit immer die dementsprechenden Anträge ab.

Der Bürgermeisterkandidat der CDU, der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, bringt eben diesen Sozialausschuss anlässlich der Forumdiskussion auf der Handwerkermesse als seine Idee raus.
Die SPD wetterte Unverschämtheit. Es war keine Unverschämtheit, es war nur das Fehlen von Inhalten die WW zu diesem Vortrag zwang.

Die Sozialdemokraten organisieren Bürgersprechstunden unter dem Titel "Vor Ort", bei welchen die Bürger ihre Probleme gegenüber der Politik darlegen können. Im Laufe der Zeit ein gut besuchter Treff.

Wieder kupfert der oben Genannte mit seiner ihn tragenden Partei, der CDU, diese Idee gnadenlos ab und trifft sich jetzt auch zu Gesprächen "Vor Ort". Nur läuft das etwas anders ab, die Bürger müssen zuhören was die Politiker der CDU wollen. Wir durften das eindrucksvoll im Zusammenhang mit der Problematik Busbahnhof erleben.

Die Bürgermeisterkandidatin Anita Schöneberg (SPD) organisiert mit Vera Zenker (SPD) Busrundfahrten für interessierte Bürger um denen die Highlights von Ennepetal während der Fahrt zu zeigen. Die Fahrt endet sodann mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken bei "Oma Bienenstich".

Wieder kupfert der oben genannte diese Idee gnadenlos ab, widmet das ganz um in "Wilhelm kannst Du uns das nicht einmal zeigen…." Klar konnte er, weiß auch er, dass die Gruppe der Rentner eine sehr große Gruppe der Wähler sind.

 

So kommt einem das Bild vom Koch und Kellner. Der Koch muss sich Gedanken machen was er für Gerichte macht, welche Zutaten er verwendet und welcher Preis auf der Speisenkarte stehen sollten. Der Kellner hat diese Speisen nur zu servieren. Der Kellner ist das Bindeglied zwischen Küche und Gast, er ist ausführendes Element in einer gut geführten Gastronomie.

Fällt der Koch aus, kann die Gastronomie dicht machen und mutiert zur Kneipe, in welcher die Kampftrinker  oder neuerdings Flatrate Trinker ausgebildet werden. Dies wäre eine unerfreuliche Aussicht, zumal für eine Stadt die soviel Probleme hat, wo man nämlich einen guten Koch gebrauchen könnte, um bei dem Bild zu bleiben.

xx   xx
Das der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen ein sehr schlechter Koch ist, hat er mit seinem Wirken in den letzten Jahren als verantwortlicher Wirtschaftsförderer und Stadtplaner bewiesen, die beispielsweise Außenwirkung der Stadt ist "unterirdisch". Das Rezept dieses Herrn ist: Die Stadt schön reden oder schön trinken. Und das ist eben nur in einer Kneipe üblich. Und seien wir mal ehrlich, hat Ennepetal es verdient eine billige Kneipe zu sein? Da kommt doch die Frage auf, ist der Gevelsberger überhaupt noch als Kellner einsetzbar? Er hat zwar loyal wie in einer Art sklavischen Ergebenheit alles vom Mund seines Herrn Michael Eckhardt abgelesen und umgesetzt, nur jetzt ist selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten angesagt.

 

Anita Schöneberg kann kochen. Wie ihre Ideen beweisen, hat sie auch nicht ihre Lernfähigkeit eingebüßt, weiß also wie man neue Gerichte kreiert. Auch hat sie sich nicht nur in ihren eigenen vier Wänden aufgehalten, sie ist raus gegangen um Neues zu erfahren.

 

Also ich möchte nicht die Suppe eines Kellners Wilhelm Wiggenhagen genießen, zumal ich in der Ära Michael Eckhardt ( His Masters Voice ) keine Lust auf diese schalen Speisen hatte, die der Gevelsberger immer so servierte. Ich leugne nie meine Herkunft, das Bergische, da mag man kräftige Speisen, klare Worte und kein drum herum reden, wir packen lieber an um etwas zu gestalten. Nicht wie die beiden Kellner Eckhardt und Wiggenhagen, die nach der Devise leben: Wir haben viel zu tun, lassen wir es liegen.

Jürgen Gerhardt

                                                                                   

Voerde meets Voerde

Sie kamen mit dem Bus vom Niederrhein. 13 Besucher/innen im Alter zwischen 60 und 80 Jahren. Eine fröhliche Truppe, an der manche Jugendliche sich ein Beispiel nehmen könnten.

   
                    

Vor dem "Westfälischen Hof" stellten sie sich auf und entrollten ein Schild auf dem stand: "Wir sind aus VOERDE am Niederrhein und grüssen  VOERDE im Ennepetal"

Ein herzliches Willkommen und Hallo wurde ihnen von der Vorsitzenden des Verkehrsvereins  der Stadt Ennepetal e. V. und stellvertretenden Bürgermeisterin  Anita Schöneberg entgegen gebracht.
 

     
 Höhlentropfen und Ennepetaler Prospekte verteilte Frau Schöneberg als Gastgeschenk       Von den Gästen erhielt sie im Gegenzug ein Buch von "Voerde am Niederrhein"

Dann ging es in die Gaststube des "Westfälischen Hofes", wo der Tisch für das gemeinsame Mittagessen bereits vorbereitet war.
Vor jedem Gast lag ein Platzdeckchen (Sparkasse Ennepetal), wo rauf  unter dem Titel "Ennepetal hat viel zu bieten. Lernen Sie uns kennen." viele Sehenswürdigkeiten aufgeführt sind. Eine tolle Idee, die auch bei den Gästen mit Begeisterung aufgenommen wurde, da auch noch reichlich Exemplare zur Mitnahme bereit lagen.

Nachdem die Bestellung der Essenswünsche aufgenommen waren, nutzte Frau Schöneberg die Gelegenheit, die Gäste ausführlich über Ennepetal und auch die auf dem Plan der Sparkasse aufgedruckten Sehenswürdigkeiten zu informieren. Und es waren sehr interessierte Zuhörer, die nicht nur gebannt ihren Ausführungen lauschten, sondern auch selbst einige Fragen zu stellen hatten.
So war es nicht verwunderlich, dass das Interesse der Besucher sich nicht nur auf die vielen Talsperren und die Kluterthöhle beschränkte, sondern dass sie sich auch für die Struktur Ennepetals, die vielen ansässigen, bedeutenden Firmen und sogar die Politik Ennepetals informieren wollten.

Dann waren unsere Gäste an der Reihe über ihre Idee und sich selbst zu erzählen und es war nicht nur für mich eine spannende Geschichte.

Unser Voerder Schützenverein hat wohl schon seit Jahren Verbindungen zu dem Schützenverein Voerde am Niederrhein. In diesem Fall war er aber aussen vor. Die Gruppe wollte gern einen gemeinsamen Ausflug unternehmen und hatte die überaus creative Hanna Haertel (übrigens die Älteste der Truppe – 80 Jahre) beauftragt, die Planung zu übernehmen. Hanna hatte überlegt und gedacht, "Warum soll Voerde am Niederrhein nicht einmal in die Stadt fahren, die den gleichen Namen trägt"  Und so hat sie geplant und organisiert und so waren sie hier.  
     rechts:  Hanna Haertel

Eigentlich sind es immer 12 Nachbarn/Freunde, die sich reihum einmal bei dem einen, dann bei dem anderen zu Hause treffen und dass seit 25 Jahren. Und genau da fing es auch an, dass sie sich anlässlich der Vorbereitung zu einer Goldenen Hochzeitsfeier zusammen gefunden hatten und ein Musikstück eingeübt hatten und es vortragen wollten.

Das war der Grundstein zur jetzigen Gesangsgruppe und so ließen sie es sich auch nicht nehmen ein zwei Ständchen zu bringen, mit der Bemerkung: "Wir singen alle möglichen Stücke, auch klassische".  Und das das Singen Ihnen wirkliche Freude bereitet, dass konnte man aus den strahlenden Augen  und fröhlichen Gesichtern erkennen. Eine wirklich liebenswerte Gesellschaft.

Ja und da in der kurzen Zeit so viel passierte, mit dem herzlichen Empfang, den Gastgeschenken, der Presse und und und….   hörte man immer wieder "Ne Hanna, was Du alles möglich gemacht hast", eine Dame sagte sogar: "Jetzt mußte ich so alt werden und kurz vor dem Sterben erlebe ich so etwas Schönes". Allgemeines Gelächter, denn sie war höchstens Anfang der 60. Und Hanna, die bewundernswerte Dame mit ihren 80 Jahren, strahlte glücklich in die Runde und war dankbar für die ganzen Komplimente, die man ihrer Arbeit und ihrer Idee gegenüber brachte.

Frau Schöneberg hatte wärend der Gespräche noch viele Impulse, was man alles hätte planen und veranstalten können, wenn man von diesem Besuch eher gewusst hätte und auch ich dachte so im Stillen, wenn man endlich eine große Planung und Organisation für die Tourismus-Bereiche in Ennepetal auf die Beine stellen könnte, was wäre alles möglich.

Es war auf jeden Fall schön, wieder einmal zu spüren, dass es in Ennepetal möglich ist, Besucher aus fremden Orten zu begeistern und hier sollte nicht nur geplant, sondern weiter gehandelt werden.

Das Ennepetal-Lied von Karsten Müller hat Frau Schöneberg ebenfalls als Gastgeschenk offeriert und so klingt diese Musik jetzt dank Radio MDU in Oesterreich und jetzt in Voerde am Niederrhein und in wenigstens einigen Familien hier in Ennepetal und vielleicht, wenn einer mal von hier in Voerde am Niederrhein oder in Oesterreich  Urlaub macht und das Lied dann hört wird ihn dieser Ohrwurm auch so begeistern, dass auch er sich zu dem Song bekennt.

Inzwischen hatte die Sangestruppe das Essen serviert bekommen, vorher noch die große Planung für den Nachmittag erstellt (die Kluterthöhle hatten sie schon voller Staunen und Begeisterung besucht) und so machte ich mich auf den Weg nach Hause um diese Zeilen ins Netz zu stellen.

Hier noch einige Bilder von dem Besuch – habe ich den Gästen versprochen. Die möchten sie sich gerne downloaden, ja eine ganz besondere Gruppe, für die Internet in der heutigen Zeit auch im Alter zwischen 60 bis 80 Jahren zum Leben gehört. Alle Achtung.

Von hier aus wünsche ich allen Angereisten eine gute Heimfahrt und das sie weiterhin so fit und gesund und fröhlich bleiben. Es hat gut getan zu sehen, dass Alter kein Abstellgleis sein muss und Musik froh und zufrieden macht.

Linde Arndt

Für unsere Gäste aus Voerde am Niederrhein hier die gesamten Bilder zum Download im zip-Format:

 

5. August 2009 – Inzwischen hat auch die Presse Ihren Bericht eingestellt.

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Ist die FWE in Ennepetal am Ende?

[jpg] Die FWE lud am 03.08.09 zu einem Bürgertreff ins "Platsch" ein. Thema: "Tourismus und Freizeit".

 

Eingeladen waren auch, Anita Schöneberg (SPD), Bürgermeisterkandidatin der SPD, als Vorsitzende des Verkehrsvereins, der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, Bürgermeisterkandidat der CDU, als Leiter des Fachbereichs 5, Wirtschaftsförderung und Stadtplanung, sowie Herr Kern als Geschäftsführer der Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH & Co. KG um über dieses Thema zu referieren.

Gekommen waren so an die 30 Besucher, 2 Vertreter von der Presse, die WAZ und en-mosaik, der Rest waren Mitglieder der FWE, CDU und SPD, die zur Unterstützung  ihrer Kandidaten anwesend waren. Nur einen wirklichen Bürger machten wir aus, der auf dem Wege aus dem Platsch auch noch abgefangen wurde.

Was folgte, war ein Zeugnis von Hilflosigkeit, Ignoranz und abschieben von Verantwortung und gipfelte in der Schlussbemerkung des Vorsitzenden Rolf Hüttebräucker sinngemäß: Wir (FWE) haben 5 Jahre nichts in diesem Bereich getan, nun lasst uns (FWE) 5 weitere Jahre versuchen etwas zu tun. Was ist nur aus der alten EWG geworden, die einmal Impulse lieferte? Ein Schatten der kaum noch wahrnehmbar ist, keine Ideen, kraftlos schleppte sie sich als FWE über die zwei Stunden und war froh, als es Zeit zu gehen war.

Lediglich Herr Kern und Frau Schöneberg wussten Positives zu bilanzieren.
Herr Kern trug seinen Bereich, Haus Ennepetal, das Platsch und die Kluterthöhle, als erweiterungsfähig vor, jedoch wären ihm auf Grund der Kostensituation und der damit einhergehenden fehlende Manpower, sprich kein Personal, die Hände gebunden.

Frau Schöneberg wies auf die Renovierung der Muschel, das Anlegen eines Nordic Walking Parcours und auf das erste Konzert  einer Rockband hin. Schöneberg  merkte an, dass der Verkehrsverein nur ehrenamtlich tätig sei und aus dieser Position sich wohl mit einem professionellen Management messen könne. Das Problem sei die nicht ausreichende Verzahnung zwischen den einzelnen Gruppen um letztendlich eine gemeinsame Vermarktungsstrategie zu entwickeln.

Der erste Beigeordnete und Bürgermeisterkandidat schob erst einmal die Verantwortung als Wirtschaftsförderer auf die der Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH & Co. KG und hatte Definitionsprobleme.

Tourismus und Freizeit ist in der deutschen Volkswirtschaft ein  nicht unwesentlicher Faktor, nur um dort bestehen zu können sollten schon entsprechende Angebote vorhanden sein oder  gemacht werden. Nun, Wiggenhagen merkte zwar an, dass etwas getan werden müsse, war aber offensichtlich mit diesem Bereich etwas überfordert und hatte schwere Wahrnehmungsprobleme.

Da fragte doch Herr Schnurbusch von der SPD, warum die Stadt nicht das Gut Ahlhausen  gekauft habe, was ja eine Perle in den Stadtmauern darstellen könnte. Wiggenhagen stutzte, meinte dann Eur 700 tsd. wären zu viel für die Stadt gewesen. Ich muss es mal loswerden. Ersten waren es nur Eur 600 tsd. und da war verhandlungsmäßig noch was drin, zweitens war noch ein Grund von 10.000 qm, so dass bei einer richtigen Betrachtung man schon etwas hätte machen können. Als wir am 21.05.09 über Ahlhausen schrieben http://en-mosaik.de/?p=3118, waren mehrere Interessenten mit dem Hattinger Immobilienhändler im Gespräch, nicht jedoch die Stadt Ennepetal.

Solche Perlen sind noch nicht einmal im Ansatz auf der Agenda einer Wirtschaftsförderung, gilt es doch offensichtlich erst einmal die Citymanagement  GmbH &Co. KG  zu installieren, die 4 Monaten nach ihrer Gründung offensichtlich nur mit Pflastersteinezählen in der Fuzo beschäftigt ist.

Beschämend fiel deshalb auch das Resümee des Vorsitzenden der FWE Hüttebräucker aus, kein Konzept, kein Gestaltungswille nur reiner Machterhalt und der Wille einige Plätze im Rat der Stadt wieder zu erlangen.
Fragt sich nur, wofür?

Vera Zenker von der SPD merkte an, dass sie einmal vor Monaten eine Busrundfahrt mit Patienten/Besuchern der Klinik Königsfeld angeregt hatte, worüber sie aber bis heute keine Resonanz erhalten habe. Sicher ist diese Anfrage in dieser Ideentruhe verschwunden und taucht am Sankt Nimmerleinstag wieder auf.
Was wir von en-mosaik seit Monaten reklamieren, ein Masterplan oder all umfassendes Marketingkonzept der Wirtschafsförderung  mit allen Beteiligten, dazu gehört wohl ein anderes Bewusstsein als das auf dieser "Bürgerrunde" gezeigte.

Das keine Bürger, sondern nur Mitglieder der politischen Gruppierungen, erschienen waren ist wohl verständlich. Wer möchte sich schon 2 Stunden um die Ohren schlagen, die vollkommen sinnentleert sind und keine Aussicht auf eine Änderung bieten.

Was bleibt? Lassen wir doch alles so weiter machen wie wir es immer gemacht haben, nämlich nichts als den anderen die Verantwortung zuzuschieben. Und richtig, der Bürger ist es Schuld, weil er solche Politiker wählt die ihre Lernfähigkeit fast gänzlich eingebüßt haben . Kann man diese FWE denn noch ernst nehmen? Muss man einer sterbenden Gruppierung denn noch beim Sterben zusehen? Vielleicht ist ja die UBE die wirklich bessere EWG.

Jürgen Gerhardt

Ennepetal, Insel der Glückseligen

[jpg] Man sagt ja, Geschichte wiederholt sich nicht. In Ennepetal scheint dies jedoch nicht gültig zu sein. In der Weimarer Republik stand man den Nazis gleichgültig gegenüber, ging man doch davon aus, der Spuk würde sich von alleine erledigen. Sah man damals doch den Feind der Demokratie eher in der linken Ecke. So konnte sich die damalige "völkische Bewegung" ungestört entwickeln und letztendlich als das kleinere Übel auch die Macht übernehmen. Auch damals sah man in den Rathäusern über die vielen, teils hochkriminellen Aktivitäten einfach hinweg, galt es doch die linken Störenfriede, auch die Sozialdemokratie, in Schach zu halten. Über 60 Jahre, nach dem das verbrecherische Regime der Nazi von der Geschichte hinweg gefegt wurde, sollte man meinen jeder Einzelne habe diese Lektion internalisiert.

Nicht so in Ennepetal in der Stadtverwaltung und bei den etablierten politischen Parteien.

NPD Riege im Ratssaal

Da "kräht" der Bündnisgrüne Sven Hustadt: "Als Mitglied im Wahlausschuss , werde ich mir die Unterlagen der NPD genau ansehen" . Wir haben noch nicht einmal einen Mucks von dem Bündnisgrünen gehört. Auch von anderer Seite wurden diesbezüglich Ankündigungen verlautet. Und was wurde daraus? Nun der Wahlausschuss winkte die Neonazis ohne Kommentar durch, keine Frage, nichts wurde bemerkt.  Außer, man könne halt nichts daran ändern.

Mehner, der Paradiesvogel von Ennepetal, wurde jedoch akribisch behandelt, obwohl in diesem Fall die formellen Voraussetzungen offenbar noch nicht einmal im Ansatz erfüllt wurden. Zwei, drei Sätzen wären ausreichend gewesen. Aber eine ganze Stunde?

Nun sind wir davon ausgegangen, die Stadtverwaltung hätte im Zusammenhang mit den Neonazis ihren Job gemacht. Ist es doch bekannt, dass sie an anderen Orten  den Zugang zu den Wahlen erschlichen haben, mit teilweise krimineller Energie. Und hier sollte das anders sein?

Da kommt uns doch die Meldung der WR mit Entsetzen auf den Tisch, ein Bürger unserer Stadt wurde als Direktbewerber auf deren Listen  gesetzt. Er versichert vor der Stadt, er habe nichts davon gewusst.

Ja hat denn die Stadtverwaltung nicht vorher im Falle der Neonazis die einzelnen Bewerber überprüft? In anderen Städten ist das gang und gäbe, will man sich doch nicht dem Vorwurf aussetzen, man wolle ihnen Vorschub leisten. In Ennepetal ist das offensichtlich egal, da ist man mit anderen Dingen beschäftigt.

Die dreitägige Einspruchsfrist ist vorbei und gut ist. So schreibt die Stadt Ennepetal auf ihrer Webseite lapidar:

"Dennoch wird sich an der Kandidatur nichts ändern, da die Beschwerdefristen abgelaufen sind. Damit wird der Kandidat auf den Stimmzettel übernommen und hat natürlich im Falle seiner Wahl das Recht, diese abzulehnen."

Das darf doch nicht wahr sein!!! Wir haben die Landeswahlleiterin angerufen, die uns tatsächlich bestätigte, nach der Einspruchsfrist ist keine Möglichkeit mehr vorhanden in den nun ablaufenden Prozess bis zur Wahl am 30.08.09 einzugreifen. Wir wollten das nicht glauben, gibt es doch bei den Juristen die Möglichkeit des Antrages auf Widereinsetzung in den vorherigen Stand, auch dies, so die Wahlleiterin, wäre nicht vorgesehen. Einzige Möglichkeit wäre nach der Wahl, die Wahl in diesem Bezirk anzufechten, was evtl. zu einer Wiederholung der Wahl führen würde.

Wenn das Schule macht, dann können wir uns, Voraussetzung ist naive und schlafmützige Stadtverwaltung,  auf folgendes einstellen:

Ein unbescholtener, geachteter und bekannter Bürger findet sich ohne es zu wissen auf den Wahlzetteln der Neonazis wieder, womit diese sich die notwendigen Stimmen einholen. Er braucht nicht den Wahlbezirk zu gewinnen, nur die Stimmen zählen, sodass über die Reserveliste ein anderer in den Rat einzieht. Mehrere Wahlbezirke werden auf diese Art und Weise mit besetzt und über die Reserveliste kommen auch mehrere Neonazis in den Rat. Man muss das nur mal zu Ende denken, eine fatale Strategie die unsere Demokratie herausfordert.

Da unsere Demokratie sehr bequem, unbeweglich und meines Erachtens nicht mehr streitbar ist könnte man über ein paar Jahre die Neonazi Bewegung wieder in unserer Demokratie "begrüßen".

Was verdammt noch mal hat die Stadtverwaltung gehindert, die nicht bekannten Bewerber einmal anzurufen und zu fragen ob sie ihre Zustimmung zu dem Wahlvorschlag auch gegeben haben? Wo ist das sogenannte kompenten Verhalten der höheren Verwaltungsfachwirte? Ist die besondere deutsche Geschichte nur noch ein Smalltalk wert, so bei Bierchen und Bockwurst? Man bedauert das Ganze,beißt mal in die Bockwurst und trinkt einen Schluck Bier dabei, und gut ist?

Auch wird es Zeit das die etablierten Parteien sich an ihre Landesvorstände wenden, um eine Gesetzesänderung zu erreichen, so dass nach solch einem Vorgang, immerhin wäre das ja ein Betrug, die Möglichkeit geschaffen wird, diese Partei zum Teufel zu jagen, sprich die Zulassung zur Wahl nachträglich zu verweigern.

Hier in Ennepetal wird sich sicher nichts ändern, wir haben unsere Insel der Glückseligen indem die Vergangenheit vergessen ist. Es zählt nur der heutige Tag  und die Zukunft ist in weiter Ferne. Sensibel sind wir nur wenn wir an unsere persönliche Verantwortung erinnert werden.

Wie sagt unsere Frau Nachbarin so schön sinngemäß: Es wird Zeit, dass wir die Vergangenheit als solche behandeln, sprich vergessen.  Wir müssen uns um unsere Zukunft kümmern und die ist halt rosarot, wenn man den von ihr favorisierten Kandidaten wählt. Sensibilisiert wie sie nun einmal ist, bietet sie unbedarft dem Neonazi Hüsgen  eine Plattform, wo er sich dementsprechend profilieren kann. Das Hüsgen seine Botschaft so unter die Leute bringen kann, interessiert dabei wohl nicht. Hinterher kann sie ja mit einem roten Kärtchen sich dementsprechend profilieren. So schafft man sich halt seine eigene Bühne. Eine wahrlich fatale Einstellung, die uns die Verantwortung nimmt und das reflektierende Denken unterbindet.

Wie infantil muss man sein um solch einem Ruf zu folgen? Denn das hört sich so ein bisschen an wie, "es war ja nicht alles schlecht was im dritten Reich passierte", und bei diesem Gespräch möchte ich nicht dabei sein.

Jürgen Gerhardt

Breaking News: Mehner gescheitert.

 

Wie wir soeben auf Anfrage vom Kreis Ennepe-Ruhr erfahren haben, wurde der Einspruch des ehemaligen und abgelehnten Bürgermeisterkandidaten Dr.jur.Mehner als auch seiner Partei EN(H) vom Wahlausschuss des Kreises abgelehnt.

Es bleibt dabei: Herr Mehner ist draußen.

 

 
 

Hahnenkämpfe in Ennepetal

 [jpg] Immer mal wieder muss ich mir den Vorwurf gefallen lassen, die Damen Hofmann, Schöneberg und Siekermann oder neuerdings den Bürgermeisterkandidaten Wilhelm Völlmecke nicht im Fokus meiner Kritik zu haben. Den Schuh ziehe ich mir auch an. Nur, Völlmecke ist für mich kein ernst zu nehmender Kandidat nach seiner Vorstellung während des SIHK Forums. Anders die Damen, nur die waren ja bisher noch nie in der Verantwortung, sprich sie konnten ja nicht beweisen, dass sie es können. Auf der anderen Seite sind die Damen in Deckung gegangen, als Walter Faupel von der CDU, unser guter alter "Silberrücken" ihnen in Bausch und Bogen die Eignung absprach. Faupel eröffnete den Wahlkampf indem er die politische Diskussion von Anfang an unterband und einen Schmuddelwahlkampf, mangels Inhalte, heraufbeschwor. Wiggenhagen hatte sich nie davon distanziert, also trug er diese Anfeindungen gegenüber den politischen Mitbewerberinnen.
Die Damen taten das einzig Richtige, sie ließen sich nicht auf die angebotene Art des Wahlkampfes ein und gingen ihre eigenen Wege. Weiterlesen

Eine haarige Angelegenheit – oder Neues von der Pixelhexe

Es war der Blick in den Spiegel, der mir mal wieder zeigte, dass es Zeit war zum Friseur zu gehen. Nicht, dass ich diese lotterliche Pracht nicht liebte, aber man hat ja noch gesellschaftliche Verpflichtungen und ich wollte nicht immer den Spruch hören "Oh, wieder in die Steckdose gekommen?" Also setzte ich mich in den Sessel und überlegte: "7 oder 13, welchen nehme ich, immerhin sollte es eine magische Zahl sein, wenn schon, denn schon. Wer jetzt nicht weiß was das soll, nun Ennepetal hat einen unermesslichen  Reichtum, zumindest an Friseuren. Allein in der City "Inne Milspe" gibt es 13 Stück. Das glaubt ihr nicht. Na schaut selbst:

 

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Ich habe mich dann für Nr. 7 entschieden "Hairkiller", allerdings hatte ich es fast bereut, denn  – wie es allgemein in Frisiersalons üblich ist, wird über alles und nichts getratscht. Hier aber waren ausser mir nur die drei Angestellten da und so hörte ich, wie sie von Langeweile, gähnender Leere und schlechter Laune redeten. Wie jetzt, seinen Lohn kriegen und faulenzen können und dann schlechte Laune haben? Aber das klärte sich im nächsten Satz, denn der Chef überlegte, den Ort wieder zu verlassen und die hasserfüllten Gespräche des Personals ließ mich gruselnd erahnen, dass sie am liebsten ihre Mitbewerber in der Strasse, statt die Haare, killen wollten. Dabei waren sie doch recht spät erst zugezogen. Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass einer meiner früheren Zaubersprüche fehlgeleitet war. Ich hatte mir für die City ganz viele belegte Ladenlokale gewünscht, da ja so viele leer standen und kurz nach dem Zauberspruch, schwupps kamen  wie Pilze aus der Erde 1, 2, 3, 4, 5, 6  weitere Friseure nach Ennepetal.

Ich war fertig, zahlte und machte mich auf den Weg durch die City. der Gedanke an die vielen Läden ging mir nicht aus dem Kopf. Um der Sache näher zu kommen, setzte ich kurz meinen Pixel-Zauberstab ein  – und dann fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren. Da sah ich sie, alle fünf der Reihe nach gingen sie jeder in einen anderen Frisiersalon. Durch die vielen Vorbereitungen zum Wahlkampf waren sie nicht mehr dazu gekommen, sich um ihr Äußeres zu kümmern. Jetzt wurde es dringend Zeit, letztendlich mussten ja die gestylten Wahlplakate unters Volk.

Schaut euch mal das folgende Video an. Einfach auf das Dreieck klicken – und ab geht die Post.

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Auf dem Weg  zu meinem Besen kam ich noch an einigen Friseurläden vorbei. Die Türen standen auf Grund der Hitze die draussen herrschte weit offen und ich hörte fast überall das klagen der Besitzer und Angestellten – nur in den Läden nicht, wo unsere Promis sich gerade stylen ließen. Jeder machte die Wirtschaftsförderung dafür verantwortlich, die nicht in der Lage war, hier einzuschreiten und eine solche miese Situation zu verhindern.

Sie waren wütend auf die Vermieter, denen es egal war ob sie hier vor Ort Umsatz machen konnten, Hauptsache sie zahlten erst einmal Miete. Komischerweise war keiner von den Neuen wütend auf sich, dass er vorher nicht den Ort abgeklappert und Marktforschung betrieben hatte.

Als ich beim Italiener am Markt vorbei kam, beschloss ich noch ein Eis zu essen. Da dort viele interessante Leute saßen, lauschte ich erst einmal auf ihre Gespräche und so war viel Zeit vergangen. Inzwischen war in den Friseurläden Ladenschluss und da sah ich zu meinem Erstaunen, wie sie sich allesamt im Parkhaus trafen. "Wir können es alle nur schaffen, wenn wir gemeinsam zusammenhalten" hörte ich sie sagen. Aber da brauchten wir schon ein gutes Konzept. Letztendlich haben wir doch das Citymanagement , was haben die denn für eine Idee?" Letztendlich erhob sich eine Stimme. "Habt ihr nicht gehört, die wollen doch jetzt einiges für den Tourismus tun, man sollte Busfahrten aus anderen Orten nach hier organisieren, so wie es anderen Orts Städte gibt, bei denen jede Menge Kunsthandwerker angesiedelt sind. Da werden auch Busreisen veranstaltet.". "Quatsch", sagte ein anderer "wer kommt denn dafür extra nach Ennepetal, wenn das alles ist. Ne, ne, muss schon was Aussergewöhnliches sein."

Ein anderer meinte, man könnte doch die Haare sammeln und dann Perücken und Haarteile daraus machen, oder Füllmaterial für Stofftiere. Darüber war anscheinend keiner glücklich.

Dann meldete sich eine Friseurin mit der Idee, doch den Oldenburger Betreiber des "Gentlehair" anzusprechen, ob er in Ennepetal nicht Ladenlokale für das Projekt umgestalten könne.

Das Projekt – so hatte sie gehört, war folgendes. Es werden hier ausschließlich Herren von jungen Friseusen bedient, die unter einer durchsichtigen Bluse nichts weiter an haben. Das wäre ein spezielles Wellness-Programm für die Herren der Schöpfung, eine Geschenkidee für Junggesellenabende usw. Der Erfinder dieser Idee hatte in Oldenburg grossen Zulauf, konnte das Ladenlokal jedoch nicht aufrecht erhalten, da prüde Bewohner in der Nachbarschaft ihm das Leben schwer machten. Jetzt sucht er neue Unterkünfte.

"Das wäre ja was für hier", meinte ein Herr aus der Runde "hier ist man doch völlig schmerzfrei, sonst würde man kaum so viele Friseure an einen Ort ansiedeln lassen, die sich gegenseitig den Garaus machen. Kennt einer die Adresse?"

Ja, ich kannte sie. Da ich aber unerkannt bleiben wollte, kritzelte ich sie mit dem Pixelstab flugs auf einen Zettel und warf ihn in die Luft, so dass er vor dem Fragenden direkt vor den Füßen landete.

So, jetzt hatte ich genug erlebt, gesehen und gehört. Also ab nach Hause. Den Besen geschnappt und – Voerde ich bin wieder da.

Das mit den vielen Läden beschäftigt mich noch weiterhin, aber es fällt mir so recht nichts ein. Wenn ich hierfür meinen Pixelstab einsetzen würde, dauerte der Zauber leider nicht lang genug und dann fielen alle wieder in das schwarze Loch.

Wenn aber einer von euch eine gute Idee hat, wie man den Friseuren/innen helfen kann, dann schreibt mir doch.

Bis denne

macht es gut

eure

Pixelhexe

 

PS, für alle, die kein Flash gucken können, hier noch einmal unsere Promis im Bildformat

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Kino unter Sternen – Filmriss bringt “Dirty Dancing” in die Fußgängerzone

 

Samstag, 25. Juli 2009. Der Wetterbericht hatte für den ganzen Tag nichts Gutes angekündigt. Nach kurzen Sonnenphasen goss es in Strömen und immer wieder setzte sich der Regen derart heftig durch, so dass man schon fast meinen konnte "Der Tag ist ins Wasser gefallen, da geht nichts mehr".

Wie schön, dass das nur eine Meinung war und keine Wirklichkeit wurde, denn am frühen Abend blieb das Wetter stabil, der Regen hatte nachgelassen und Klaus Fiukowski [liebevoll von seinen Freunden "FIU" genannt, baute die Openair-Leinwand auf.
Ca. 250 weiße Plastikstühle wurden in Reihen aufgebaut, sorgfältig von den letzten Regentropfen trocken gewischt und ganz allmählich trafen die ersten Zuschauer ein, die sich auf den angekündigten Film "Dirty Dancing" freuten.Ich selbst habe diesen Kultfilm bereits vorher 6 mal gesehen, hatte auch dafür vorher bei der Auswahl gestimmt, konnte viele Passagen aus dem Film inzwischen mitsprechen und war gespannt auf das, was uns hier geboten wurde. Es war mein erster Besuch eines Open-Air-Kinos und es war beeindruckend.

 

Es begann noch im Hellen mit einer Gitarren- und Gesangsdarbietung der Osnabrücker Vollblutmusikerin Jenny Leimbrock. Ihre eigenen Songs und auch von ihr vorgetragene Coverhits erinnerten stark an die junge Joan Baez. Eine beeindruckende Stimme, die es verdient hat, einen eigenen Auftritt in einem dementsprechenden Raum in Ennepetal  (z.B. in der Musikmuschel im Hülsenbecker-Tal) zur Verfügung gestellt zu bekommen. Bestimmt gibt es hier genug Anhänger dieser Musikrichtung (Folk u.ä.), die ein  Konzert mit Jenny Leimbrock begrüßen würden.

 

 

 
Noch sind einige Stühle leer…..   Die erste Runde Popcorn ist fertig…..

 

 
Gespanntes Warten auf die Dinge, die da kommen….   Auf Filici`s Grill bruzzeln die original italienischen Salsiccia-Würstchen, die mit leckeren geschmorten Paprika serviert werden.

 

 
Kleines Pläuschchen am Rande…..   Radio MDU im Gespräch mit Herrn Wiggenhagen. Geht es vielleicht um das Interview im Radio?

 

 
Und weiter im Gespräch, jetzt mit Frau Eichinger.
Im Vordergrund Frau Wiggenhagen mit Herrn Finger von Moden Deppe
  Erst einmal stärken und vielleicht noch ein Schlückchen von dem leckeren italienischen Rotwein von Feinkost Filici

 In der Zwischenzeit  gehen die Blicke der Wartenden gen Himmel. Erste Tests auf der Leinwand werden gestartet. Noch ist es zu hell. Die Neonreklame der Versicherung an der Ecke wird mit Tüchern abgedunkelt, da keine Möglichkeit besteht, diese für den Film auszuschalten oder ab zu dimmen. Allmählich vergeht die Zeit. Es wird ein wenig frisch draußen, aber geduldig harren die Anwesenden aus und allmählich neigt sich auch das Tageslicht seinem Ende zu und, ja – jetzt kann es beginnen.

 
Anita Schöneberg wartet gebannt auf den Filmbeginn   Frau Bäcker und Herr Dr. Ohlemüller haben sich eine muckelige Decke geholt, so kann man den Film noch besser geniessen.
   
 Die Stimmung des    Abends ein wenig    eingefangen

 

       
Auch bei den anliegenden Restaurants, der Eisdiele und Pizzeria waren viele Plätze belegt, da man auch von da aus fantastisch sehen konnte.    

 

Ein tolles Erlebnis in der City – absolut
wiederholungsfähig.   Stimmung pur
 

 

 
     
 
 Die Jugend tanzt ausgelassen zur rhytmischen Musik    Das ist Freude pur, Ausgelassenheit, so wie sie sein soll
                    
   

 Danke Carsten Michel (Stadt Ennepetal), Klaus Fiukowski (Filmriss Gevelsberg) und Ulrich Schilling (Stadt Ennepetal) für diesen tollen Abend.

In unserer  Anregung vom 15. Mai 2009 hatten wir den Wunsch geäußert, Fiu und das Filmriss ins Haus Ennepetal zu holen und mit Stimmkarten einen netten Filmabend zu veranstalten.
Die Umsetzung in der jetzigen Form als Open-Air-Kino ist toll gelungen und ich denke, wenn eine solche Aktion nochmals in Ennepetal geboten wird und wir gemeinsam mit der Stadt, im Forum, im Blog, im Internet-Radio Promotion dafür machen, werden wir bestimmt eine Menge Besucher aus anderen Städten in unsere City holen.

Als wir gestern Abend nach Hause kamen, habe ich nach einer extra heissen Dusche mich noch mal an meinen PC begeben und auf You Tube nach Videos über Dirty Dancing gesucht.

Wenn ihr auf das Dreieck im nächsten Bild klickt, kommt eine Übersichtsshow mit dem Hintergrundlied "She´s like the wind ".
Wer die Schlussszene gerne noch einmal anschauen möchte, klicke bitte hier
Das Video kann nur auf YouTube angesehen und nicht in diese Seiten eingebaut werden.

Das Video startet dort direkt.

Es war ein Abend wir im Sommerurlaub mit einem ganz besonderen Flair und  toller Stimmung, ein Genuss.

 

Auf unserer rechten Navigationsseite gibt es einen Link zum Filmriss. Dort könnt ihr euch immer über Neuigkeiten und das Programm informieren.

 

Bis denne

Linde

Schlimmer als ein Wahlkampf ist kein Wahlkampf

[jpg ] Wo sind sie, die herausragenden Persönlichkeiten in Ennepetal? Ich will ja nicht gerade einen Ennepetaler Barak Obama  haben, dass wäre sicher total überzogen. Auch einen europäischen Obama gab und gibt es nicht.
Der Bundestagswahlkampf bringt auch mit den beiden Volksparteien CDU und SPD nicht gerade zwei schillernde Gruppierungen  in den Wahlkampf ein. Merkel und Steinmeier unterscheiden sich nur durch ihr Geschlecht. Politisch könnte sowohl die eine als auch der andere bei der jeweils anderen Partei anfangen, würde sicher keinem auffallen.

In der Redaktion haben wir schon einmal an ein neues Geschäftsmodell gedacht: "Rent a Obama"

Was allen Parteien und Kandidaten fehlt, ist ein eigenes Profil. Ein Profil, welches man annehmen oder auch ablehnen kann, sprich man kann wählen. Da nützt es auch nichts wenn alle Parteien und Kandidaten immer wieder behaupten, sie hätten ein Profil. Wenn man dann aber mal nachhakt sieht man nur allgemeine Ankündigungen aus denen man alles oder nichts heraus- oder hineininterpretieren kann.

Was ist das schlimme daran, fragen viele? Und jetzt kommt es: Wir halten sowieso nichts mehr von diesem "Kasperletheater", die (Politiker) sind uns doch so was von egal. Es ist und bleibt eine Vertrauenskrise in die Politik und noch schlimmer, in die Demokratie. Das bringt uns zu der Feststellung:

Schlimmer als einen Wahlkampf zu führen, ist eben keinen zu führen!

Nun sind wir hier in Ennepetal und bis zum 30.08.09 ist noch etwas Zeit. Nur hier ist es so, als wenn  eine Pharmafirma kübelweise Psychopharmaka über unsere Politiker ausgekippt hat. Alle sind irgendwie sediert.

                            
Da werden zu Ostern, schwarz, rot, gelb und grüne Ostereier lächelnd "zwangsweise" verteilt. Wer nicht schnell genug auf die andere Straßenseite kommt, muss solch ein Ei nehmen. Die Botschaft: Der Osterhase ist in unserer Partei?Da wird öffentlichkeitswirksam ein Sonnenblumen bemalter Fuchs auf gestellt. Die Botschaft: Füchse würden unsere Partei wählen?
Oder der absolute Renner: Da wird ein Brot auf den Namen eines Kandidaten benannt.
Die Botschaft: Erst wird man durchgemengt, dann geknetet und zu guter Letzt ist man am ganzen Körper verbrannt? Die einzigen die einigermaßen Wahlkampf betreiben, sind diejenigen die nicht zur Wahl antreten, die Medien.

Wobei, bis jetzt wurden ja nur die BürgermeisterkandidatInnen angegangen, und die haben, wenn sie denn mal gewählt werden, einen recht beschränkten Einfluss auf die politischen Geschehnisse der Zukunft. Die Parteien wurden ja noch nicht einmal an den Rand des Ringes gerufen. Mein Eindruck, die sind ganz froh darüber.

So war der größte Wahlkämpfer bisher, der Vizepräsident der SIHK Herr Rolf Bilstein. Er fand zumindest klare Worte zu den unterschiedlichsten Themen in der Politik. Aber auch er verzweifelte an den vagen Aussagen der KandidatInnen. Punkten konnten zwar die beiden Kandidatinnen Hofmann und Schöneberg, und zwar gewaltig, aber zur Gänze überzeugen konnten sie nicht.

Was mich in diesem Zusammenhang immer wieder entsetzt, ist der immer wieder sehr schwache Auftritt des Gevelsbergers  Dipl.-Verwaltungswirtes Wilhelm Wiggenhagen, Bürgermeisterkandidat der CDU und immerhin führend in der Stadt seit Jahren tätig. In der Zwischenzeit nennt man ihn hier in Voerde, "Wilhelm das Brot", die Voerder haben da einen etwas trockeneren Humor. Wie dem auch ist, manchmal sollte man Rätsel ungelöst lassen.

Ach ja, Herr Bilstein. Da waren einige Leute mit Erwartungen erschienen die hinterher frustriert die Räume verlassen hatten. Die Erwartung: Alle dürfen jetzt schön ihre von allen Seiten weich geklopften Sprüche los werden, und gut wäre es gewesen. In der Hoffnung, ihr Kandidat würde die meisten Punkte machen. Zwischendurch wäre ein Tässchen Kaffee gereicht worden, damit ja keiner einschläft.

Nur, Herr Bilstein spielte zum Tanz auf und wurde letztendlich dem vorgegebenen Thema "Quo Vadis" gerecht.
Denn wenn man wissen will wohin die Reise geht, sollte man schon wissen, wo man her kommt und wo man steht, sonst könnte das Ganze  ins Auge gehen. Bilstein verstand es aber auch uns die Spreu und den Weizen vorzuführen, trennen müssen die Wähler halt selber. Sicher werden einige im Geiste ihr Kreuzchen gemacht haben, aber nur für die BürgermeisterkandidatInnen.

Man mag ja über Dr.Mehner reden wie man will, nur er hatte und hat eins, er hat zumindest eine Persönlichkeit die man ablehnen oder annehmen kann. Nur wo haben die anderen Kandidaten etwas, was man annehmen kann?

Eine Wahlhelferin, eine etwas infantile Persönlichkeit,  nannte die Menschlichkeit des Gevelsbergers Wilhelm Wiggenhagen als herausragende Facette um ihn zu wählen. Mein Gott, sind denn die Anderen unmenschlich?  Wohl kaum. Sie dokumentiert damit aber auch, dass ihr Kandidat für sie auch nichts Wählbares hat. Politik sollen die KandidatInnen in den nächsten fünf bzw. sechs Jahren machen, Menschlichkeit setzen wir als gegeben voraus. Es gibt hier in Ennepetal eine gewisse Ratlosigkeit. Der Politologe  Korte nennt sie die "ratlose Unruhe" und es ist ein großes Risiko dies so zu belassen. Denn die politischen Scharfmacher der Rechtsextremisten haben dazu gelernt. Sie sehen "menschlich"  durchaus symphatisch aus, ihre politischen Inhalte sind jedoch zutiefst unmenschlich. Nur, wie gesagt, sie haben gelernt, ihre Sprache ist nicht mehr so "laut".

Was bleibt? Wenn sich nicht noch einmal jemand aufrafft und einen größeren Rahmen für ein politisches Podium schafft, war es das. Die Diskussion bei der Kolpingfamilie oder dem CVJM kann man getrost als Kuschelveranstaltung schon jetzt einordnen. Nur nicht wehtun, was auch immer das ist, nur nicht nachhaken, nicht in Frage stellen oder den Geist strapazieren. Denken ist in unserem Land eine Schande oder gar ein Tabu.

Wenn das so weiter geht, werden wir es sicher noch erleben, wie unsere Demokratie den Bach hinunter geht, sicher wird dann das Ermächtigungsgesetz nicht Ermächtigungsgesetz heißen, eher "Gesetz zur Wiederherstellung des sozialen Friedens".

Jürgen Gerhardt