Kinder und Jugendliche die Zukunft unserer Stadt

Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Partizipation heißt das Zauberwort was im Zusammenhang mit einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt benutzt werden muss. Partizipation heißt Teilhabe, Teilhabe auf unterschiedlichen Ebenen innerhalb einer Gemeinde.
Da ist erst einmal festzustellen, was sind denn Kinder und Jugendliche? Nichts anderes als junge Menschen, allerdings mit den gleichen unveräußerlichen Grundrechten ausgestattet, die die Verfassung, bei uns das Grundgesetz, allen Menschen garantiert!
Geht man durch unsere Stadt mit offenen Augen, stellt man fest, es gibt keine Freiräume für Kinder und Jugendliche aber auch keine Möglichkeiten dieser Gruppe gestaltend einzugreifen. Beim Forum zum Flächennutzungsplan, war noch nicht einmal im Ansatz an diese Bevölkerungsgruppe gedacht worden. Wen wundert es dann, dass die Gruppe, nachdem sie erwachsen geworden ist, überwiegend das Weite sucht, sofern sie nicht durch Papa und Mama ein Vereins- oder Parteipöstchen zugeschoben bekommen hat.

Alle Parteien versichern in ihren Programmen, dass sie etwas für Kinder und Jugendliche tun wollen und das unisono, Wahl für Wahl, seit Jahren. Nur getan wurde nichts. Nun stellt man mit Entsetzen oder auch Gleichmut fest, unsere Stadt ist eine Stadt die überproportional viele Senioren hat. Und wenn das so weiter geht, haben wir ein riesiges Problem. Aber wie unsere Parteien so sind, sie stecken den Kopf in den Sand oder klopfen Sprüche.

Da ist es an der Zeit einmal von der Presse und Bürgerseite Flagge zu zeigen.

Zuerst würde ich ein Kinder- und Jugendparlament beim Rat der Stadt als auch der Stadtverwaltung einfordern.
Denn ich denke, die beiden vorgenannten Organe sind zu alt, um sich für die Belange dieser Bevölkerungsgruppe einzusetzen, es fehlt ihnen aber auch schlicht und einfach an der notwendigen Sensibilität.

Wenn allerdings die Einsicht vorhanden wäre, dass Kinder und Jugendliche irgendwann mal zu Arbeitskräften und Steuerzahlern heranwachsen, so wäre das sehr hilfreich. Immerhin zahlen die heutigen Kinder und Jugendlichen dann Steuern in das Stadtsäckel. Und wenn sie nicht mehr da sind, gibt es auch keine Steuern – so einfach ist das.

Kinder- und Jugendparlament (Kiju).

Rekrutieren würde man die Kinder und Jugendlichen, indem man analog der Kommunalwahl die Altersgruppe von 10 bis 22 Jahre (angedacht) anschreiben würde um eine freie Wahl abzuhalten. Aus unseren Schulen würden die dementsprechenden Kandidaten nach einem auszuarbeitenden Schüssel (Alter, Schulform, Stadtteil oder Geschlecht) herauskommen.
Das Kiju Parlament hätte die Größe von 40 Mitgliedern. Tagen würde es mindestens 6 mal im Jahr und würde eigene Ausschüsse bilden.

Tagungsort: Sitzungssaal des  Rates.

Bei allen Themen, die die Belange der Kiju betreffen, hat das Kiju mindestens ein Mitwirkungsrecht.
Ebenso bei grundsätzlichen Belangen, wie Erstellung von Spielplätzen, Freiräumen, Aktionen usw. hat das Kiju ein Mitbestimmungsrecht. Bei Einsprüchen der Vertreter des Kiju nach Abstimmung, ist der Antrag abgelehnt und muss zur weiteren Behandlung zurück überwiesen werden.

Das Kiju ist überparteilich, kann aber jederzeit einzelne Personen aus den Fachbereichen der Stadtverwaltung oder fachkundige Ratsmitglieder aus allen Fraktionen zu seinen Beratungen hinzuziehen.

Das Kiju gibt sich eine eigene Satzung und Geschäftsordnung und wird in der Gemeindeordnung eingebettet.

Es wählt sich seinen eigenen Vorstand, Pressesprecher und Schriftführer, Gemeindemitglieder werden die Mitglieder bei Bedarf mit ihrem Hintergrundwissen unterstützen.
Das Kiju hat auch das Recht eigene Anträge zu formulieren und die zur weiteren Erörterung an die zuständigen Ausschüsse zu überweisen. Die Erörterung in den Ausschüssen muss mit den gewählten Vertretern des Kiju abgehalten werden, dabei haben diese Vertreter ein uneingeschränktes Rederecht. Grundsätzlich sind alle Sitzungen sowohl des Kiju als auch der Ausschüsse, in den die Interessen der Kinder und Jugendlichen erörtert werden, öffentlich.

Soweit die Skizze. Ich bin mir bewusst, die Installation dieses Parlamentes bedarf einer guten aber auch großen Vorbereitung, nur der Nutzen ist ungleich größer als der Aufwand.

Nutzen dieses Parlamentes:

  •  Durch die Arbeit würden die Kinder und Jugendlichen besser in ihre Gemeinde eingebettet, es entsteht eine größere Bindung zu ihrer Gemeinde.
  • Kinder und Jugendliche würden sich mehr für die Politik interessieren, die späteren Erwachsenen wären sicher mit größerem Verständnis ausgestattet.
  • Die etablierten Parteien hätten die Möglichkeiten jungen Menschen ihre politischen Ziele darzulegen und würden frühzeitig junge Menschen an sich binden.
  • Durch den Austausch der Kinder und Jugendlichen mit den Erwachsenen würde ein übergreifendes Verständnis gegenüber der anderen Gruppe entstehen.
  • Kinder und Jugendliche wüssten sich durch diese partizipative Maßnahme ernst genommen und würden sich mehr für das Gemeinwohl einer Gemeinde einsetzen.
  • Dem Anspruch eine kinder- und familienfreundliche Stadt zu sein, würde zumindest im Ansatz Rechnung getragen.
  • Durch die Arbeit des Kiju, die bis in die Stadtplanung rein gehen kann, würden endlich neue Aspekte für Freiräume, sowohl der Kinder als auch der Jugendlichen, angedacht.

Diese Nutzenliste kann beliebig fortgesetzt werden.

Nachteile dieses Parlamentes:

  • Der bestehende Rat der Stadt würde in seiner Macht beschnitten und evtl. behindert, das ist glaube ich der größte Hinderungsgrund.
  • Es entstehen Kosten, die nur teilweise aus Fördermitteln des  BMFSFJ oder der entsprechenden Landesministerien gedeckt werden können.
  • Zeit muss aufgewendet werden, durch Fachabteilungen, Politiker und auch ehrenamtliche Mitarbeiter.

 

Durchführung

Zu Beginn sollte eine Task Force gebildet werden, deren Mitglieder aus dem Ämtern der Jugend, Schule und Soziales bestehen. Hinzu kommen Mitglieder aus den Vereinen, Schulen, Kirchen und sonstigen Instutitionen.

Sie bereiten das Prozedere der Wahlen vor und entscheiden erste organisatorische Maßnahmen bis hin zu einer konstituierende Sitzung des KiJu. Danach löst sich diese Task force wieder auf.
Zeitaufwand ca. ein halbes Jahr.

Voraussetzung ist eine einfache Entscheidung des Rates der Stadt Ennepetal, wobei dieser zum ersten mal beweisen kann, wir machen was für eine Kinder und familienfreundliche Stadt.

Arbeitstitel schlage ich vor: Wir gestalten die Zukunft unserer Stadt.

Und damit das ganze auch einen Anreiz für die KiJu hat, so würde ich auch gleich ein Budget vorschlagen über die das KiJu verfügen kann. Ein Sitzungsgeld für die Mitglieder des KiJu sollte selbstredend bewilligt werden.

Ich bin mir sicher es werden sich sehr viele ehrenamtliche Erwachsene melden die dem KiJu zurarbeiten und dieses sogar bei Bedarf begleiten.

Damit die Ausschüsse und der Rat der Stadt auch noch was zu tun hat, lasse ich diese Skizze als Denkanstoß stehen, damit sie von wem auch immer weiter verfolgt werden kann. Wer zuerst den Antrag stellt hat gewonnen.

Ach ja, und noch eines, andere Städte haben ein Jungendparlament schon längst installiert, Ennepetal braucht also keine Angst zu haben, Vorreiter zu sein. Allerdings könnte es bei der Ausgestaltung des KiJu punkten und über die Stadtgrenzen auf sich aufmerksam machen.

Wann werden es die Verantwortlichen begreifen mit Kinder und Jugendlichen auf Augenhöhe zu verkehren und dieses gönnerhafte Verhalten ablegen?

Jürgen Gerhardt

 


s. auch Deutscher Bundestag

Top-News: Die Linke tritt in Ennepetal an.

Wie wir gerade erfahren haben, tritt die Partei   zur Kommunalwahl 2009 auch in Ennepetal an.

Einen Bürgermeisterkandidaten wollen sie jedoch noch nicht ins Rennen schicken. Die formalen Voraussetzungen wollen sie in den nächsten Wochen über die Bühne bringen.

Unseren  ersten Beigeordneten und Bürgermeisterkandidaten der CDU Wilhelm Wiggenhagen aus Gevelsberg, beobachteten wir dabei, wie er eifrig mit den Parteimitgliedern der Linken diskutierte. Wie uns von den Parteimitgliedern nachher mitgeteilt wurde, wollte er sie davon überzeugen einen Bürgermeisterkandidaten zu benennen. Was allerdings misslang.

Der alter Stratege Wiggenhagen wollte wohl das Lager der Ennepetaler Bürgermeisterkandidatin Anita Schöneberg schwächen. tztz Herr Wiggenhagen, die Losung der CDU lautet, man spricht nicht mit der Partei "Die Linke"!!! Wenn das mal der alte "Silberrücken" Walter Faupel (CDU) hört.

Top News: CDU/CSU Bundesfraktion schrumpft auf die Größe der SPD Fraktion.

Die Europawahl bringt es an den Tag. Peter Jahr von der CDU ist für das Europaparlament gewählt worden, ist aber auch Mitglied des Bundestages. Falls Herr Jahr nicht auf sein Mandat im Europaparlament verzichtet, werden Mitte Juli die Fraktionen der CDU/CSU und der SPD gleich sein. Ein Nachrücken für Herrn Jahr ist nicht möglich, da der Kreis von Herrn Jahr nicht mehr existiert, er aber auch aus einem Überhangmandat kommt. Und die fallen weg wenn der Abgeordnete geht oder wegfällt. Anfänglich hatte die CDU/CSU 4 Sitze mehr als die SPD.  Durch Ausscheiden der Abgeordneten Wissmann, Krummacher und Nitzsche schrumpfe der Vorsprung der CDU/CSU  auf eine Stimme.

Melodisch meditative Gitarrenklänge von Jörg Spanily „Zwischen den Säulen“ der großen Kunstausstellung bei Stockey & Schmitz

 Mit einem Gitarrenkonzert von Jörg Spanily geht die Kunstausstellung in der Säulenhalle der Firma Stockey & Schmitz in Ennepetal am Sonntag, dem 14. Juni 2009 zu Ende.

 Jörg Spanily stellt sich vor:

Mein Name ist Jörg Spanily, bin 48 Jahre alt,  wohne in Gevelsberg und spiele die Gitarre seit meinem 9.ten Lebensjahr.

Ich spiele ausschließlich Eigenkompositionen, die auf mittlerweile vier CD´s erschienen sind.

Die Kompositionen entstehen bei der Beobachtung von Landschaften, Bildern, Reisen, Gärten, Formen und Menschen.

Auf der letzten CD "Die Stärke des Weins" arbeite ich mit Wulf Wülfing zusammen, der eine interessante Lesereise durch drei Jahrhunderte deutscher Wein und Literaturgeschichte vorträgt. Lyrik, Kommentare und passende musikalische Fragmente meiner Gitarrenmusik.

Die Kompositionen sind eher impressionistischen Stils – melodisch meditativ angelegt – Musik zum Entspannen und Wohlfühlen.

 

Als Veranstalter der großen Kunstausstellung zu Ehren des 60. Geburtstages der Stadt Ennepetal, blickt der Kunstraum-EN e.V. auf eine sehr gelungene und überaus erfolgreiche  Ausstellung zurück. Allein zu der Vernissage am 23. Mai 2009 waren über 300 Gäste, bzw. Kunstinteressierte der Einladung gefolgt. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Ennepetal, Herrn Kraft, würdigte Frau Dr. May vom  KEO Museum Hagen die Künstler und ihre Werke und den großen Einsatz, mit dem in relativ kurzer Zeit und mit großem Engagement eine derartig facettenreiche Ausstellung  von insgesamt 34 Künstlern  verwirklicht wurde. Ludger Schmidt Cello bestritt den musikalischen Rahmen.
An den weiteren Wochenenden war die Ausstellung  jeweils am Samstag und Sonntag geöffnet und es waren auch an diesen Tagen jeweils 150 bis 200 Besucher zu verzeichnen. Das Interesse war so groß, dass sogar Schulen an Führungen interessiert waren.
 Viele anerkennende Einträge sind im Gästebuch vermerkt, die die Künstler vom Kunstraum-EN e.V. beflügeln derartige Ausstellungen zu wiederholen.

Der Sonntagnachmittag stand jeweils zusätzlich im Zeichen der darstellenden Kunst und Musik. Am 24. und 31. Mai 2009 ließ  Rüdiger Scheibner mit seinem Saxophon virtuelle Töne zwischen den Säulen erklingen. Am  7. Juni 2009 sorgte das AkzepTanztheater, Remscheid  mit Irmela Boden und ihrer Gruppe für eine extra für die Ausstellungsumgebung inszenierte Performanz mit exakt darauf abgestimmter Videoinstallation, die bewundernden Beifall erhielten.

Und nun sind wir gespannt auf kommenden Sonntag, 14.06.09,  wo alle Künstler noch einmal zusammenkommen und vor allem ab 15:00 Uhr auf den Genuß der Gitarren-Kompositionen von Jörg Spanily.

Hören Sie doch einfach mal rein, [ Hörprobe:sonnentanz um zu erahnen, was Sie am Sonntag erwartet, wenn Sie gemeinsam mit uns diese fantastische Ausstellung beenden.

Die Künstler des Kunstraum-EN e.V. würden sich freuen, wenn auch Sie dabei sind.

Dank noch einmal an alle, die tatkräftig zum Gelingen dieser besonderen Ausstellung beigetragen haben. Dank an die vielen Gäste, die gezeigt haben, das zeitgenössische Kunst durchaus ihren Raum auch in dieser Zeit hat. 

 

 

Es schmuddelt im Ennepetaler Wahlkampf?

 [jpg] Die FDP sagt es und die CDU und die anderen sowieso. In Ennepetal wird im Internet ein Schmuddelwahlkampf  geführt. Man möchte sich an das alte Lied von Degenhardt erinnern, "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern…", ja, schon damals wusste derselbe, dass man sich von bestimmten Personen fernhalten sollte. Es passt nicht wenn die schönen Wahlaussagen und Plakate hinterfragt werden.

Nur unsere Aufgabe ist es nicht die Plakate oder Wahlaussagen zu verstärken, sondern hinter die Vorhänge zu gucken, die Tischdecken zu lupfen oder verschlossene Türen zu öffnen.

Der Europawahlkampf ist vorüber. Einer der größten Gewinner waren die freien Demokraten mit ihrer Frontfrau Dr. Silvana Koch-Mehrin. Für viele, die Substanz zwischen den Ohren haben, vollkommen unverständlich.

Weiterlesen

Wie Clark Gable und Grace Kelly – oder Neues von der Pixelhexe

 

 Also da bin ich wieder – Eure Pixelhexe, mit einem neu gebrauten Gericht aus der Hexenküche. Nur Vorsicht, evtl. ist es schwer verdaulich.  Jeder muss also selbst entscheiden, ob er eine Kostprobe davon möchte, oder besser  nicht probiert.

Das heutige Gericht sollte einmal etwas Besonderes sein. Verlassen wir heute also einmal die Welt der Märchen und wenden uns dafür den alten Filmen zu. Filme, die Kinos füllten, Filme, mit denen sich Menschen aller Altersklassen identifizierten, die bewegten und Illusionen in die Köpfe der Betrachter zauberten.

 

Was war das für eine schöne Zeit mit Humphry Bogart und Ingrid Bergmann in "Casablanca" – "Schau mir in die Augen Baby…"
oder Vivien Light  und Clark Gable –  in dem wunderbaren Film "Vom Winde verweht"

Die Großen der damaligen Zeit haben uns begeistert und unsere Herzen erobert. Und während ich hier noch schwärmend von alten Zeiten träume, sehe ich  Bilder vor mir, die mir Gefühle von damals in Erinnerung rufen.  Grace Kelly  und Clark Gable – ein Traumpaar in "Mogambo". Und plötzlich war sie da die VISION,  dass DREAMTEAM 2009 aus dem Land der Füchse zu zubereiten und zu servieren.

Wäre es nicht wunderschön für das Land der Füchse, wenn wir sie an unserer Seite hätten. B.B.
Nein, gemeint ist nicht Brigitte Bardot, sondern Beigeordnete und Bürgermeister, vereint, wie seinerzeit
Grace  und Clark.

Sie bringt viel Würze und passt sich hervorragend an den etwas herben Geschmack der Hauptzutat an. Eine Kombination für ein wirklich schmackhaftes Gericht.

  Upps, jetzt habe ich nur geschwärmt und nicht aufgepasst und die Suppe ist angebrannt. Also nochmal neu zubereiten, aber jetzt habe ich von allen nicht mehr  ausreichend Zutaten und muss variieren. Weiterlesen

Der EN-Kreis und Ennepetal ist auch Europa. Wir haben gewählt!

[jpg] Zum ersten Mal habe ich mich zu einer „Wahlfete“ ins Rathaus begeben, um mir die Ergebnisse  der Stadt und auch vom EN-Kreis anzeigen zu lassen. Fast alle „Häuptlinge“ oder auch „Silberrücken“ waren da, die sich je nach Wahlkreis die neusten Ergebnisse um die Ohren schlugen. Die Indianer saßen entweder vor dem Laptop oder hatten sich in den hinteren Bereich zurückgezogen.

Es war eine reine Männerdomäne, in der von den Bürgermeisterkandidatinnen einzig Frau Schöneberg sich auftat in den Kreis der „Häuptlinge“ wie selbstverständlich einzubrechen. Man merkte schon, dass es den Häuptlingen nicht so recht war, dass ihr angestammtes Gebiet, das Kommentieren der einzelnen Wahlergebnisse, von einer Frau begleitet wurde.

Herr Faupel, der von uns immer wieder beobachtende „Silberrücken“ fühlte sich auch sichtlich unwohl, wartete sicherlich seine Angetraute zu Hause mit dem Abendessen auf ihn, wie es sich gehört.

Auch merkte man, Europa war bei den kommunalen Politikern doch sehr weit entfernt.

An den Ergebnissen, die niemand auf Bundesebene von den Medien verwunderte, konnte man absehen, Europa ist ein Stiefkind geworden. Es wird nicht geliebt aber auch nicht gehasst.
                  [Quelle Internet  Collage JPG]
 

So ist denn anzumerken, Europa hat ein Kommunikationsproblem, es weiß sein Dasein nicht so recht bei dem Wähler rüberzubringen.

Nur wenn es die Kommunalpolitiker von unten nicht rüberbringen können, wer soll es denn dann rüberbringen? In den letzten zwei Wochen wurden nur lieblose Veranstaltungen hier in Ennepetal auf den Weg gebracht, die aber sicher den Wähler nicht erreichten. Die Wahlkämpfe haben ein anderes Timing aber auch eine andere Dramaturgie verlangt, was von der alten Garde der Politiker schlicht und einfach ignoriert wurde.
 
Gegen 0.00 Uhr denken wir haben wir verlässliche Ergebnisse, die wir Ihnen im Einzelnen darstellen wollen:
 
                                        Europawahl in Ennepetal
 
Stimmen 2004
Veränderung
Stimmen 2009
Veränderung
CDU
41,9
-1,7
35,3
-6,6
SPD
29,3
-12,2
28,4
-0,9
Grüne
10,6
4,7
10,8
0,2
FDP
7,5
3,9
12,4
4,9
Linke
2,3
0,9
5,0
2,7
sonstige
8,4
7,1
8,0
-0,4
 
 
 
 
 
Wahlbeteiligung
38,5
-5,1
38,6
0,1
 
Und weil es so schön ist den Kreis direkt dazu:
 
                                        Europawahl im EN-Kreis
 
Stimmen 2004
Veränderung
Stimmen 2009
Veränderung
CDU
35,9
-1,4
30,7
-5,2
SPD
32,5
-13,3
31,5
-1,0
Grüne
13,2
5,7
13,6
0,4
FDP
7,5
4,0
11,3
3,8
Linke
2,4
0,8
5,3
2,9
sonstige
8,4
5,6
7,5
-0,9
 
 
 
 
 
Wahlbeteiligung
41,4
-3,1
42,1
0,7
 
Das gute zuerst. Der vorhergesagte Absturz bei der Wahlbeteiligung ist ausgeblieben. Festhalten müssen wir trotzdem, die Wahlbeteiligung ist sehr niedrig, sprich, das Interesse ist gering.
 
Das zweite was wir feststellten, die Neonaziparteien, wie NPD, DVU und Republikaner haben im Kreis als auch in der Stadt Ennepetal einen „Stammwählersatz“. Genau konnten wir das allerdings nicht ermitteln, in der Regel liefen die auf den Rechnern unter „sonstige“ Wobei die Rubrik „sonstige“ nicht richtig dargestellt werden konnte, hier fehlt es offensichtlich an der Sensibilisierung der Verantwortlichen.
 
Nachdem im Jahre 2004 die SPD zweistellig, durch die Agenda 2010, abgestürzt war, hat sie sich offensichtlich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Allerdings stürzte die CDU nunmehr massiv ab und findet sich auf der Verliererstrasse der Volksparteien wieder. Dies ist einerseits der großen Koalition und andererseits der Finanzkrise und deren Handhabung geschuldet. Das aber die FDP davon profitiert vermag niemand rational zu erklären. Ist doch die FDP die Partei die für die so genannte Freiheit der Märkte, auch der Finanzmärkte, eintrat.
Die ersten Weichen wurden nachhaltig während der Ära Kohl CDU/FDP Koalition gestellt, um sodann in der Ära Schröder nochmals justiert zu werden. Bis heute ist kein einziges Gesetz oder eine Verordnung auf den Weg gebracht worden um die entfesselten Finanzmärkte unter Kontrolle zu bringen.
 
Wenn man für Ennepetal eines daraus lesen kann, so folgendes:
 
Wenn es den Parteien gelänge die Wähler über die 50% Marke zu hieven, so würden die beiden großen Volksparteien die kleinen wieder auf die Plätze verweisen. Aber auch die Neonazis klar, so sie denn antreten, in ihre Schranken der Bedeutungslosigkeit verweisen. Was aber fehlt sind die Themen; denn warum sollte man etwas thematisieren, wenn der Trend einem doch die notwendigen Mehrheiten beschafft?

So ist es nicht verwunderlich, dass die CDU auf einen Angstwahlkampf setzt, um zumindest ihre Stammwähler, die überwiegend zu den älteren Wählergruppen gehören, zu mobilisieren. Denn die Älteren haben diese überzogene Angst ihre Besitzstände zu verlieren. Bei der Bürgermeisterwahl verfolgt die CDU eine Doppelstrategie. Einerseits soll, für die Erzkonservativen, keine Frau an die Macht, andererseits setzt sie auf die angeblich erfolgreiche Politik des Herrn Eckhardt, die von Frau Schöneberg nicht in Gefahr gebracht werden sollte. Das zweite Thema, das in Ennepetal rumgeistert, ist die Fuzo „inne Milspe“, welches von der Mehnertruppe favorisiert wird. Die SPD als auch Frau Schöneberg halten sich gepflegt zurück und halten sich an ihre Programmpunkte.

Die großen Themen, die auch in Ennepetal zu sehen sind, sind von allen Parteien tabuisiert. Ennepetal als Avantgarde, in den Bereichen Jugend, Ausbildung, Bildung, Ehe und Familie oder stellen wir uns vor, die Printmedien titeln, „Ennepetal die kinderfreundlichste Stadt in NRW“ oder "Ennepetal hat dem demografischen Wandel Einhalt geboten und ihn sogar durchbrochen". Für die hasenfüßigen Ennepetaler Politiker wäre das undenkbar, würden sie doch auf einmal aus der Bedeutungslosigkeit ins Rampenlicht gezerrt, und das treibt jedem die Schweißperlen auf die Stirn.
 
 

 Jürgen Gerhardt

 

Es gibt keine bessere Zeit um glücklich zu sein, als JETZT. Glücklich sein ist eine Reise, in Rüggeberg.

Foto: JPG   v.l. Die vier Kandidaten

                 
[jpg] So hätte man den Abend am 5.6.2009 im Vereinsheim in Rüggeberg umschreiben können. Die Initiative KiR hoch4 lud zu einem literarischen Abend ein. 4 der 5 BürgermeisterkandidatInnen wurden angesprochen,  etwas Literarisches zum Thema "Lebenslust" vorzutragen.

Anita Schöneberg, Bürgermeisterkandidatin der SPD, machte den Anfang.
Eine Liebesgeschichte von zwei Fremden in Irland, die Nähe suchten und irgendwie schon gefunden hatten.
Die Fragen, die Zweifel aber auch die Hoffnung ob er/sie der PartnerIn ist spielten in der urwüchsigen Landschaft Irlands eine eingebettete Rolle. Die Landschaft, hier Westirlands, wurde sehr treffend beschrieben.
Auch die Iren selber, die ein sehr einnehmendes Wesen haben, kamen nicht zu kurz. Wer einmal in Irland war, weiß das diese Menschen einem immer das Gefühl vermitteln, hier bin ich zu Hause.
Ja, man hörte Frau Schöneberg die Lebenslust heraus, mehr zu erfahren, neues zu wagen aber auch nicht stehen zu bleiben. Sie will dem Leben etwas abgewinnen. Passend war auch ihre jetzige Musikliebe, Vivaldis "Vier Jahreszeiten", welches immer wieder durch den Wechsel der Tempi jeden begeistert. Ein Werk das keinen Menschen kalt lässt.

Ganz anders Frau Dr. Siekermann, Bürgermeisterkandidatin der FDP, die ihre Lebenslust in dem Spirituellen der Metaphysik sieht. Bezeichnend ist, dass der Benediktiner Anselm Grün, einer ihrer Favoriten, der sich in der Nachfolge der großen Mystiker  wie Franz von Assisi oder auch Meister Eckhart sieht. Für sie ist der erste Schritt das Göttliche die Natur, die Lust macht, erfahrbar zu machen. Zwiesprache mit der Natur. So packt sie gutes Schuhwerk, den Rucksack und etwas Verpflegung ein und macht sich auf den Weg um das Leben in Gottes freier Natur erfahrbar zu machen. Es ist schon alles da. Es ist da nicht verwunderlich, dass sie spontan Tirol als Ausgangspunkt ihrer Wanderungen nimmt. Oberhalb Tirols führt ein Höhenwanderweg durch halb Europa, man kann tagelang wandern und begegnet nur wenigen Menschen, dass tägliche Wandern wird nur von der Nächtigung in den einzelnen Sennerstationen unterbrochen. Dort oben ist man für sich mit der Natur, die ihre Erhabenheit offenbart, alleine.

Es folgte eine kleine Pause in welcher uns von den anwesenden Jugendlichen und Kindern, kleine aber sehr schmackhaften Häppchen gereicht wurden. Liebevoll versorgten uns die Jugendlichen mit den bereiteten delikaten "Fingerfoods" eine nicht nur exquisite Aufmerksamkeit. Ich hatte einen sehr aufmerksamen jungen Mann, der sich rührend um mein Wohl kümmerte. Kaum hatte ich mein Glas Wasser leer, so fragte er mich auch höflich nach einem neuen Glas.

Nach dieser kurzen Pause ging es weiter mit Sabine Hofmann, Bürgermeisterkandidatin der Bündnisgrünen.

Sie wähle einen Krimi, ihre Lieblingsliteratur, der von ihr vorgelesen wurde. In diesem Krimi wurde die Steigerungen bis zu der Ausführung der Tat, durch die Ernährungsgewohnheiten herbeigeführt, die letztendlich auch zu der finalen Tat führten. Die Tat selber geschah allerdings so nebenbei. Befragt woran ihr Herz so hänge, brachte sie eine uneingeschränkte Hymne auf Rüggeberg vor. In Rüggeberg wohnt sie und möchte diesen Ortsteil nicht missen. Den Kommissar möchte sie aber doch nicht machen, eher möchte sie wohl zusehen wie der Täter später dingfest gemacht wird.

Als letztens kam Wilhelm Wiggenhagen der Bürgermeisterkandidat der CDU dran.

Er  wählte Wilhelm Busch als Lebensführer, der ihn in allen Lebenslagen offenbar ein guter Begleiter war und ist. Das Wilhelm Busch Zeit seines Lebens ein Misanthrop war, wird er wohl nicht gewusst haben. Seine feinsinnige Satire wusste er als seine Lebensphilosophie zu reklamieren. Der Vortrag über den "Humorvollen Vogel" bringt es für ihn auf den Punkt im Leben. Aus diesem Grund ist das Lesen für Wilhelm Wiggenhagen Lebenslust, die er sich aber nicht immer aus zeitlichen Gründen gönnen kann.
Nach seinem letzten gelesenen Buch befragt, nannte der den "Krebsgang" von Günter Grass. Die Novelle beschreibt den Untergang der Gustloff aus der Sicht des Paul Prokriefke, einem Mann der zurückblickte um vorwärts zu kommen. Eine der besten Werke von Günter Grass.

Nun folgte wieder eine kleine Pause in der uns wieder diese exquisiten Häppchen gereicht wurden, man fühlte sich wie in gutem Hause.  Wieder waren die Kinder und Jugendlichen von ausgesuchter Freundlichkeit dabei uns zu umsorgen.
           

 

Foto:JPG "Die Intitiatoren"

             
Danach wurde uns vom Moderator die Initiative "KiR hoch 4" vorgestellt.
KiR steht für Kultur in Rüggeberg, wobei hoch für das höher gelegene Rüggeberg steht und die Zahl 4 steht für Literatur, Musik, Kunst und Kulinarisches. Die Initiative ist spontan nachbarschaftlich in Rüggeberg geboren worden, einer kam zum anderen. Verständlich brauchte es schon 6 Monate um die ganze Organisation aufzubauen. Der Eintritt wurde mit Eur 6,– angesetzt, ich finde nicht nur angemessen. Wobei die Ennepetaler Tafel hierbei bedacht werden soll.
Perspektivisch soll im November ein Abend mit Musik angesetzt werden, ich bin zumindest gespannt.
Danach wurden die vielen, vielen Helfer allesamt vorgestellt, eine wunderbare Gruppe, sowohl die Initiatoren als auch die Helfer denen man ansah wie sie mit Kopf und Herz diese Veranstaltung organisiert haben.

Ein herzliches Danke schön von meiner Seite an alle Beteiligten.

  

Foto: JPG "Die tollen Helfer"

                              
Einmal mehr wurde aber bewiesen, die Vitalität liegt in den Ortsteilen. Ennepetal ist nur ein leeres Konstrukt ohne die Ortsteile. Es waren Rüggeberger die diese Veranstaltung organisierten und damit ihrem Ortsteil Farbe gegeben haben. Ähnlich haben es die Bewohner aus Oberbauer gemacht, in dem sie ihrerseits ein wunderbares Fest ausrichteten.

Der Zentralgedanke der Politik, nachdem sich alles einem Zentrum unterzuordnen hat, wurde einmal mehr in Frage gestellt. So gilt auch für Ennepetal der Ausspruch Herders: "….daß auf der bunten Wiese des Erdbodens es so mancherlei Blumen und Völker gibt, dass diesseits und jenseits der Alpen so verschiedene Blüten blühn, so verschiedene Früchte reifen!(….)

Was bleibt? Es sollte über solche Aktivitäten mehr Öffentlichkeit hergestellt werden, wir sollten solche Initiativen mehr liebevoll begleiten, sie machen unsere Stadt reicher.
Verstehen konnte ich noch nie, warum von der Politik diese "Bälle" nicht aufgenommen wurden und werden um diese Ideen weiter zu entwickeln. Ich könnte mir vorstellen eine Lesestunde mit Prominenten, wie einem Herrn Mankel, Herrn Schädlich, Herrn Bilstein oder aus der Politik, Herrn Faupel, Herrn Frey und Herrn Rauleff , die Jugendlichen und Kindern ihre frühe Literatur vorlesen. Schneiden doch unsere Kinder und Jugendlichen in den Studien IGLU und PISA im Bereich Lesekompetenz nicht gerade gut ab, hier könnte vieles durch Vorbilder durchbrochen werden. Und warum sollte Ennepetal nicht einmal Avantgarde sein. In Rüggeberg?
So möchte ich einigen Politikern, die immer so gerne die Stadt nach vorne bringen wollen, etwas von Eugen Roth ins Stammbuch schreiben:

 

 

  Ein Mensch

Ein Mensch erblickt das Licht der Welt -
doch oft hat sich herausgestellt
nach manchem trüb verbrachten Jahr,
dass dies der einzige Lichtblick war.

 

Nehmen sie die Gelegenheit  wahr, die Bemühungen und vielen Chancen aufzunehmen um diese zu verstärken und zu bestärken.

Jürgen Gerhardt

 

 

 

 

Billiger gehts nimmer? (II)

[jpg] Nach dem ich den obigen Artikel ins Netz gestellt hatte, kam der Bürgermeisterkandidat der CDU Wilhelm Wiggenhagen mit seinem Webauftritt wiggenhagen.de. Wir haben überlegt ob wir diese Information mit der anstehenden Befragung unserer User einflechten sollten. Entschieden haben wir uns den Webauftritt extra zu bewerten. Denn vor uns stehen noch die Bewertungen der einzelnen Parteien.

Um mal eines klarzustellen, die in diesem Zusammenhang gemachten Arbeiten sind allesamt Non Profit Arbeiten und werden in unserer Freizeit geleistet. Was uns alle verbindet, wir wollen mehr Transparenz und Wahrhaftigkeit in der kommunalen Politik. Dabei ist es nicht unser Anliegen die politischen Parteien, KandidatInnen schön zu reden, vielmehr ist es unser Anliegen dieselben schonungslos zu kritisieren um ein Umdenken zu erreichen. Unser Credo dabei, die Kommune Ennepetal hat es verdient eine bessere Politik und bessere PolitikerInnen zu bekommen. Nicht die Beliebigkeit und der Kleingeist sollte über die BürgerInnen befinden, sondern Mut etwas zu wagen um letztendlich mit Bravour die Zukunft zu meistern.

Nun lassen wir uns einmal die die Seite des Bürgermeisterkandidaten der CDU, des ersten Beigeordneten der Stadt Ennepetal Wilhelm Wiggenhagen bewerten.

                
                               Collage aus dem im Internet verfügbaren Bildern www.wiggenhagen.de

Was sofort auffällt, die Seite ist im Design und Layout hochprofessionell gemacht worden. Herr Peiniger hat hier einen guten Job gemacht. Lediglich die Grafiken des Kandidaten sind etwas zu stark kontrastiert, was aber nicht direkt auffällt.

Nimmt man die in der Vergangenheit von dem Kandidaten gemachten Aussagen über das Internet, so ist das ein Zeitsprung in diesem Bereich. Offensichtlich ist  bei Wilhelm Wiggenhagen ein Paradigmenwechsel vollzogen worden.

Zum Inhalt des Webauftritts.

Auf der Eröffnungsseite (Stand: 3.6.09) werden vier Dinge hervorgehoben, der Spax-Cup, der Besuch des CDU Standes im Zusammenhang mit der Europawahl, der Umbau seines Elternhauses in Altenvoerde und der Besuch des Förderkreises Industriekultur.

Hier möchte der Kandidat seine Verbundenheit mit der Stadt Ennepetal dokumentieren, verständlich, denn sein langjähriger Wohnort Gevelsberg ist ein kleiner Fleck in seiner Vita. Wie soll man einem Ennepetaler erklären man liebe diese Stadt, wohne aber wo ganz anders. Ein Widerspruch?

Die Aufforderung an die Wähler ihn mit Fragen zu fordern, ist zuerst einmal gut, hat er doch im Gegensatz zu seinen MitbewerberInnen zumindest ein Kontaktformular eröffnet. Nur heute ist es nicht üblich sich mit vollem Klarnamen zu melden, viele Gründe sprechen dagegen, es genügt eine Willkürliche email Addresse von einem der freien Hoster. Auch das Angebot einer "zeitnahen Beantwortung ist nicht zeitgemäß. Entweder man tut es oder man lässt es.

Unter "Privates" wird uns viel Rührseliges vermittelt. Fußball war und ist sein ein und alles, wobei er eingebettet ist in seiner Nachbarschaft. Nimmt man noch seinen beruflichen Werdegang hinzu, so kann man eines sagen:
Wilhelm Wiggenhagen hat irgendwie eine vorherbestimmte Lebensplanung bei der Geburt bei sich gehabt.
Keine Höhen, keine Tiefen. Alles kommt wie es in einer Kleinstadt kommen muss, wobei als Highlight ein Besuch in Dortmund, anlässlich eines Fußballspiels des BVB ist.
Die 30 Jahre Berufserfahrung bei der Stadt Ennepetal sollen die Person als verlässlich  einzuordnen helfen.
Nur, so hat man das vor 40 Jahre in den Personalbüros gesehen, heute würde das von der Personalabteilung als Unbeweglichkeit ausgelegt. Lebt doch jeder gute Betrieb, auch eine Stadtverwaltung, von den vielfältigen Erfahrungen, die die einzelnen Mitarbeiter mitbringen. Viel zu früh hat er sich auf einen Arbeitgeber, die Stadtverwaltung Ennepetal, festgelegt. Hätte er erst einmal einige Jahre in anderen Stadtverwaltungen gearbeitet, so hätte er sicher auch andere Betrachtungsweisen mitgebracht.

Unter "Berufliches" zählt er alle Dinge auf die er geleistet hat. Nur er alleine?
Nur da vermisse ich etwas Selbstkritik oder ein Element der Reflektion. Am 1.1.1991 trat er die Nachfolge von Ingo Beyer in der Wirtschaftsförderung an, zeichnete also von diesem Zeitpunkt für diesen Bereich bis heute verantwortlich.
Nun damals hatten wir noch 193 Steuerpflichtige Einzelhändler im Stadtgebiet, Ende 2006 waren es hingegen nur noch 121, ein Verlust von immerhin 72 Einzelhändlern. Gezählt werden nur Einzelhändler mit einem Mindestjahresumsatz von rund 13 tsd. Euro. Waren diese Firmen zu klein um auf dem Radar der Wirtschaftsförderung zu landen? Aber er betont doch unter "Privates", das er sich für die Belange der kleinen Leute einsetzt. Nur ein Lippenbekenntnis?

Dann das ZET. 43 Firmen hat er in die Existenzgründung geführt. Mit welchem Aufwand? Heute legt man die Kosten-Nutzen Rechnung vor. Also pro Firma wurden folgende Steuergelder aufgewendet  – oder pro Arbeitsplatz wurden wie viel Steuergelder aufgewendet. So hört sich das an, als wenn das ein nettes Hobby war, quasi zur Unterhaltung eines Wirtschaftsförderers. Dann Oelkinghausen das von ihm in den 90er Jahren vermarktet wurde, klar nur von ihm. Ist es nicht der Fokus auf Oelkinghausen, der alle anderen Dinge in den Hintergrund drängte? Auch heute noch.

Die Ideen und die ersten Investitionen in die Infrastruktur waren sicher nicht von Wiggenhagen, die wurden schon viel früher geboren.
Dann das städtebauliche fragwürdige Unternehmen mit Hellweg Baumarkt,  Aldi, Penny,  Aral Tankstelle, die ja nunmehr  einen Grenzwall vor Altenvoerde darstellen, ist wahrlich nicht der große Wurf.

Mc.Donald als fehlendes Element für Büttenberg zu würdigen. Was sagen die Büttenberger wohl dazu? Sicher stehen die jetzt Schlange vor Mc Donald.

Das Rewe Haus, ein architektonischer Schandfleck, sowohl vom Busbahnhof als auch von der Voerderstrasse gesehen. Und dann hier in Voerde, der Kirmesplatz, ein Filetstück für einen Discounter. Was fehlt? Das Citycenter in Voerde, das so vor sich hindümpelt, niemand mag es so recht, ein Investionsfehlgriff, hoffentlich stehen die Verlustzuweisungen noch.

Wir meinen eine schwache Bilanz für fast 20 Jahre Wirtschaftsförderung, mit sehr vielen Fehlleistungen. Hier fehlt es wie gesagt an der notwendigen Selbstkritik, nun, Herr Wiggenhagen hat es ja nicht alleine zu verantworten, denn ihm stand ja der Bürgermeister Eckhardt tatkräftig zur Seite.

Es ist am 30.08.09 Bürgermeisterwahl und Herr Wiggenhagen will mit dieser Bilanz gewählt werden, eine fragwürdige Bilanz. Die Antworten wird er uns sicher schuldig bleiben.

Lassen wir uns also die Zukunft dieses Kandidaten ansehen, die Perspektiven die er uns, den Ennepetalern, aufzeigt.

"Bewahrung des Erreichten" und "Wandel und Fortschritt"  so überschreibt er seine Ziele. Und weiter, "wir klagen auf hohem Niveau, wir haben alles was wir brauchen." Dann führt er auf, Schulen, Kindergärten, Sportvereine und den Kunstrasen der Kicker. Das macht das hohe Niveau aus? Für wen?
Fünf Punkte führt er dann an:

" Demographischer Wandel"
Viele junge Erwachsene, alles Leistungsträger, sind in dem Zeitraum Wiggenhagen/Eckhardt weggezogen, sodass in Ennepetal die Überalterung dramatischer ist als anderswo. 3.000 Bürger in den letzten Jahren sind wahrlich keine vernachlässigbare Größe.

"    Wirtschaftsförderung
Hier hatte Herr Wiggenhagen in den letzten 20 Jahren seinen Schwerpunkt gehabt, jedoch nicht sehr erfolgreich für alle. Die Milsper City "Inne Milspe" verwaist nun mit einer Fuzo, richtig, das nennt man Klagen auf hohem Niveau.

"    Stadtentwicklung
Stadtentwicklung wohin? Hin zu mehr Discounter City? Die Attraktivität dieser Stadt, städtebaulich gesehen, hat kein einziges Highlight. Krampfhaft hält man sich an der Klutherhöhle fest, damit man wenigstens etwas vorzuweisen hat. Die Fuzo kam zu spät, es wurden auch keine flankierenden Maßnahmen ergriffen um einen attraktiven Branchenmix vorzuweisen.

"    Interkommunale Zusammenarbeit
Hier tat sich besonders die Stadt Ennepetal nicht besonders bei ihren Nachbarstädte Schwelm und Gevelsberg hervor. Immer wieder wollte Ennepetal auf Grund seiner Wirtschaftskraft bei den Nachbarstädten die Führerschaft erlangen. Ein partnerschaftliches Arbeiten war mit der Ennepetaler Führungsriege nicht umsetzbar. Aus dem Umkreis der beiden Nachbarstädte haben wir da sehr viele Storys gehört. Wie sagte ein Ratsmitglied aus Gevelsberg, Diktat von Ennepetal ja, Partnerschaft das wollten die nicht. Die meinten immer, weil sie in Oelkingshausen das große Geld machten, könnten sie uns kaufen.
Wie soll das funktionieren? Zusammenarbeit, heißt Augenhöhe herstellen.
 
"    Tourismus
Diesen Punkt holt immer mal wieder, jetzt Herr Wiggenhagen, aus dem Koma. Ich frage mich immer ernsthaft, was versteht das Rathaus unter Tourismus? Ich komm meinetwegen von Freiburg oder Itzehoe, bringe ein Zelt mit, weil es kein nennenswertes Hotel hier gibt, gehe zum essen nach Schwelm?
Es fehlt die komplette Infrastruktur für touristische Aktivitäten. Im Zusammenhang mit dem Flächennutzungsplanforum habe ich zum ersten mal etwas von einem Vogelschutzgebiet hinter dem Hinnenberg  nach Gevelsberg gehört. Auch war in der Vergangenheit nie etwas von Vermarktungsstrategien angedacht worden. Ja, es existierte eine lose Zusammenarbeit mit Breckerfeld, aber die verlief nach den Vorarbeiten wieder im Sande. Die Hinnenberger Heide, ein Ausflugsziel für Insider führt ein Schattendasein. Man spricht über Tourismus, aber man will ihn nicht, denn sonst würde man anders handeln.

So bleibt Herr Wiggenhagen nicht die erste Wahl; denn seine Aktivitäten und sein Wirken lassen nicht im Ansatz erahnen, dass diese Stadt eine attraktive Stadt werden könnte. Ich denke mir, durch Herrn Wiggenhagen würde sich der Prozess beschleunigen, dass Ennepetal in den nächsten 6 Jahren in die Bedeutungslosigkeit abgleitet.
Trotzdem, das Design und das Layout aber auch die Usebility seiner Seite sucht bei den Parteien und den anderen KandidatInnen  seines gleichen. Aber dieses Lob sollte sich Herr Peiniger von der Firma Pemedia/Ennepetal an die Brust heften. Sag ich doch immer, wir haben gute Leute in Ennepetal.
Nur der Inhalt hat es in sich und dafür ist nun mal Herr Wiggenhagen verantwortlich.

Jürgen Gerhardt

Voerder Kirmes 2009 – Aber bitte mit Sahne ….

 

Ja, da steht den Voerdern und ganz Ennepetal, so wie den zahlreichen Besuchern aus fern und nah nicht nur das traditionelle Kirmes-Fest bevor, da gibt es auch noch eine Überraschung der ganz besonderen Art, die nicht nur die Herzen der  Voerder höher schlagen lässt.

Ein Geheimnis wird gelüftet.

Es ist so weit – ein Voerder Junge kommt an den Herd der Familie zurück [oder besser Backofen]. Mit neuem Elan, neuen Ideen, neuem Konzept und vor allem seinen traditionellen Backkünsten will er Gaumen und Herz der Gäste verzaubern.

Und so können sich die Besucher der Voerder Kirmes auf ein Highlight mehr freuen.

Das Café Linnepe öffnet am Samstag, den 6. Juni 2008 seine Türen.

Willkommen an alle Gäste und viel Spaß auf der Kirmes –  aber bitte mit Sahne :-)))

 

Wir werden in Kürze ausführlicher berichten.

EN-Mosaik

 

Linde Arndt