Manchmal verzweifelt man in Ennepetal.

Jugendhilfe für EUR 10.000,– im Sonderangebot, mit allem Drum und Dran.

 
[Foto: BMFB]

 

 

 

 [jpg] Als ich früher ehrenamtlich als Jugendleiter mein Unwesen trieb, gaben mir die älteren Jugendleiter mehrere gute Ratschläge mit auf den Weg.

1.    Höre auf, wenn Du merkst, die Jugendlichen sind für dich da.
2.    Denke daran, Jugendarbeit ist Zukunftsarbeit. Sie werden Dir  
       einmal als Erwachsene begegnen.
3.    Unterscheide klug, wer ein Freund der Jugend ist und wer
       nicht.

 

Als ich nun am 22.4.09 das erste mal drei Stunden die Sitzung des Ennepetaler Jugendhilfeausschusses besuchte, war es mir als wenn ich auf einem heißen Stuhl saß. Da ging es vorrangig um alles mögliche und erst dann  um die Jugendlichen oder unsere Kinder.

Da ging es erst einmal um eine Formalie in einem früheren Protokoll, sehr wichtig!!!

Dann ging es aber um die Personalie, eine persönliche Vendetta, zwischen der Verwaltung und der Vorsitzenden des Jugenhilfeausschusses. In den vorliegenden Schreiben der GPA NRW   ( Gemeindeprüfungsanstalt NRW) und des Landesjugendamtes (LWL) traten Widersprüchlichkeiten auf, die einen Beschluss nicht zuließen.
Dieses Dilemma löste man, indem man kurz den vorliegenden Beschluss umwidmete, was  in Folge wieder eine formalistische Debatte auslöste und auslösen  wird. Inhaltlich sind sich alle Beteiligten einig, indem sie das Personalproblem im positiven Sinne gelöst sahen wollten. Nur sie hatten sich in einen formalen Dschungel begeben.

Es war ein erbarmungswürdiges Schauspiel, nur die Vorsitzende wollte ihren Kopf halt durchsetzen.

Nun denn, es ist halt diese Parallelwelt die sich mir dort auftat,. Es kam aber noch schlimmer.

Beschlossen wurde sodann nur, dass die bestehende Stelle, die zum August ausläuft, verlängert werden sollte. Inwieweit nunmehr die Anrechnung der Stelle in den Bereich Schule oder Jugendhilfe zugerechnet werde, konnte nicht abschließend geklärt werden, man vertagte das Ganze.

1.    Frauenhaus in Ennepetal

Es folgte eine Präsentation von einer Frauenhaus Sozialpädagogin, die die Aufgaben und Arbeiten recht anschaulich darstellte. Es war aber eine Präsentation light. Als ich die Frau später auf dem Flur befragte, warum sie denn viele wichtige Aspekte ihrer Aufgabe außen vor gelassen habe, sagte diese sie habe nur eine 15 Minuten Zeitvorgabe gehabt.

Beispiele hierzu, was nicht gesagt wurde:


[Foto: AI]
  Gewalt wird heute nicht mehr so einfach interpretiert indem man körperliche Gewalt als die Gewalt schlechthin sieht. Es gibt vielfältige Formen der Gewalt in den Beziehungen, die zu schweren und schwersten Schädigungen bei den Opfern führen. In Folge werden die Opfer sogar stigmatisiert indem sie sich teilweise den Vorwurf gefallen lassen müssen, sie wären beziehungsunfähig. Denn man holt ja evtl. den Empfänger der Gewalt aus der Beziehung heraus, nur die psychologische Nachsorge, Therapie ist nur oberflächlich angelegt, weil die notwendigen finanziellen Mitteln nicht vorhanden sind. Die neuesten Studien, so neu sind sie auch nicht, zeigen eine gewisse Opferhaltung, die den Täter in die Gewaltspirale erst eintreten lässt.

Einem Menschen aber die Konditionierung der Opferhaltung ab zu therapieren ist recht mühselig. Gerade Frauen haben in vielen Familien eine konservative Erziehung erhalten, die diese Opferhaltung beinhaltet. Antiaggressionstraining, Schulungen um Selbstbewusstsein zu erlangen oder auch Gesprächtherapien der teilweise schwer traumatisierten, kein Wort davon. Wie die Gesellschaft ist auch der Ausschuss froh, wenn darüber der Mantel des Schweigens gehüllt wird – wegsehen oder totschweigen ist immer noch die beste Lösung.

Dann das Thema Wiederholungszwang wurde nicht ansatzweise behandelt. Erfährt ein Jugendlicher Konfliktlösungen mittels Gewaltanwendungen, so wird sein Erwachsenenverhalten dementsprechend sein.
Hier spricht die Psychologie aber auch die Soziologie von fehlenden positiven Vorbildern in unserer Gesellschaft. Aber es fehlen auch Anlaufstellen die einem Menschen beibringen wie er mit seinen Aggressionen umgehen sollte. Die Schulen vermögen das seit Jahren nicht mehr zu leisten, sie melden sich nur, wenn etwas total aus dem Lot ist.

Ich hatte zumindest den Eindruck, die Beteiligten wissen nicht wovon hier geredet wurde und alle waren froh, dass es eine Institution gibt die dieses Problem auch löst. Ein Gespräch wurde nicht gesucht aber auch nicht gewollt. Obwohl die Frauenhäuser mit geringen finanziellen Mitteln ausgestattet sind, wurde noch nicht einmal eine Zuwendung angedacht.

2.    Streetworker

Nun, in unseren Stadtteilen finden sich Jugendliche ein um zu "randalieren" oder wie es im Amtsdeutsch heißt, das Vorliegen von auffälligen Verhaltensweisen. Dazu gehört  Suchtverhalten, Drogenmissbrauch, neue religiöse Bewegungen und Weltanschauungen, Rechtsextremismus, politischer Extremismus, Kinder- und Jugendkriminalität, Alltagsgewalt, Mediengewalt (Internet, Fernsehen, Video, CD, Computerspiele, Zeitschriften, Bücher u.a.), Pornographie, jugendgefährdende Orte usw.. Sicher es ist nicht gerade toll was dort stattfindet. Aber es ist immer ein Ausdruck von Unzufriedenheit , der sich in Form von Exzessen äußert. Hier und heute aber auch früher und überall. Das Problem ist jedoch wie begegnet man dem "Treiben"?

Die Arbeit eines Streetworkers ( aufsuchende Sozialarbeit ) ist immer eine präventive Arbeit. Der Gedanke: Bevor ein Jugendlicher in den kriminellen Bereich abgleitet ihn aufzufangen und mit ihm tragfähige Alternativen zu erarbeiten, die ihn letztendlich zu dem gesellschaftlichen Konsens zurück finden lässt. Die Arbeit baut auf Vertrauen auf und ist anonym.Was dem Streetworker zugetragen wird, bleibt auch bei ihm. Er ist quasi einer von "ihnen".
Die Devise: Die Arbeit eines Streetworkers ist billiger als das abgleiten eines Jugendlichen  in eine Subkultur mit evtl. kriminellen Strukturen. Übrigens, ein Platz in einer JVA kostet das Gemeinwesen, z. Zt. rund EUR 3.000,–/Person und Monat. Das Problem: Der Beweis, dieser oder jener Jugendliche hätte bei Einsatz eines Streetworkers keine kriminelle Laufbahn eingeschlagen, kann nicht angetreten werden.

Nun sollten sich 3 Fachkräfte zu diesem Thema äußern und ihre Konzepte vorstellen.

Was sich mir nun darbot, verschlug mir doch den Atem.

Der erste trug vor man könne oder wolle sich mal damit befassen, habe aber jetzt einen anderen Termin wahrzunehmen und einen Stellvertreter mitgebracht. Der Stellvertreter bejahte nunmehr unsicher die Fragen die ihm gestellt wurden, nur ob er diese auch inhaltlich verstanden hatte  ist nicht anzunehmen. Welche Konsequenzen sich daraus boten war nicht auszumachen. Ein Angebot sieht sicher etwas anders aus.

Nun kam Frau Hamann von der Diakonie Ennepe-Ruhr/Hagen. Diese Frau legte die Schwachstellen der Anfrage frei, indem sie erst einmal eine grundlegende Analyse des Verhaltens einforderte. Legte auch die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Jugendlichen dar, die auch die probaten Maßnahmen ihrerseits erforderten. Jugendliche sind nicht mehr nur einer sozialen Schicht zu zuordnen, vielmehr beobachtet man zunehmend eine Herkunft auch von den Mittel- und Oberschichten. Konzeptionell gäbe es viele Ansätze, die aber alle auf den Einzelfall zugeschnitten würden. Auch die unterschiedlichen Erscheinungsformen der so genannten auffälligen Verhaltensweisen, sollten erst eruiert werden
Für die veranschlagten 10.000,– EUR sähe sie nur den ersten Ansatz einer erfolgreichen Streetworkerarbeit.
Sie machte darauf auch an Beispielen unterschiedliche Konzepte deutlich, die aber alle weiterlaufen und noch zu keinem endgültigen Ergebnis führen könnten. Man merkte ihr schon die Kompetenz aber auch Erfahrung im Bereich der Sozialarbeit an. Man merkte dieser Frau Hamann schon an, dass sie aus der Praxis kam und wusste wovon sie sprach.
Rückfragen wurden nicht gestellt, so wurde diese Frau entlassen – schade.

Der nachfolgende Vortrag war zu allgemein, als das man daraus etwas ableiten konnte.

In Folge wurde von der Verwaltung angemerkt, dass bei einem besuchten  Vortrag über die Streetworkerei ohne klare Zielvorstellungen gegenüber den Jugendlichen nichts zu bewegen wäre.

Was denn sonst? Zielvorstellungen müssen aber doch die Streetworker nicht definieren, dies ist ein allgemeingesellschaftliches Vorhaben. Das kommunale Jugendamt ist hier gefragt. Stimmen diese Zielvorstellungen nicht mehr, bricht  der soziale Unfrieden aus, so ist das eben. Wenn der Anspruch eben größer ist als die Wirklichkeit, so ist auch ein größerer Frust oder auch eine größere Wut oder größeres  Gewaltpotenzial vorhanden. Man sieht das an der Qualität der Zerstörungen aber auch an der Gewalt.

Wer nunmehr meinte der Ausschuss würde sich besinnen und sich fachkundigen Rat über die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Jugendlichen einzuholen, der irrte. Es wurde heruntergespielt indem man den Erfolg der Schwelmer Streetworker in Frage stellte. Nach unserer Recherche ist dem jedoch nicht so, vielmehr ist die Schwelmer Streetworkerin inzwischen schwanger und kann dem Beruf nicht mehr nachgehen, die Arbeit ruht also.

Der Erfolg solch einer Arbeit hängt aber von vielen Faktoren ab, eine davon ist die Kommunikation zwischen der Stadtverwaltung aber auch anderen Behörden und den Streetworkern, aber auch den überzogenen Forderungen zeitlicher als auch qualitativer Art. Es geht eben nicht, dass Streetworker mal in 6 Monaten was wegmachen, was die Gesellschaft mit mangelnder Sozialisation über Jahre verbockt hat. Jugendliche haben Eltern und Eltern sein ist eine recht anspruchsvolle Tätigkeit, die aber nirgends eine Ausbildung erfährt. Man wird halt Mutter oder Vater.

So dachte ich mir im Hinausgehen, es waren nicht alles  Freunde der Jugendlichen die in diesem Jugendhilfeausschuss saßen. Als Ehemaliger würde ich sagen, die haben halt die Schecks mit dem Geld, mehr aber auch nicht.

Der Ausschuss wurde von Frau Dr. Hella Siekermann (FDP) geführt. Obwohl, Führung würde ich das wohl kaum nennen. Wenn man Führung als zielgesteuerten Prozess definiert, so stellte sich einem hier die Frage, was war das Ziel und was der Prozess. Unvorbereitet, kein Hintergrundwissen der Thematik, unkonzentriert aber auch undiszipliniert. So kann man einen Häkelkurs führen, aber doch bitte keinen Jugendhilfeausschuss. Oft war ich soweit, aufzuspringen und zu rufen "aufhören". Die Vorsitzende war total mit diesem Ausschuss überfordert, aber ich war ja nur dieses eine Mal in diesem Ausschuss. Jeder hat das Recht auf einen schlechten Tag, auch eine Frau Dr. Siekermann (FDP)

Aber es ging ja um nichts, nur um unsere Jugend und um Gewalt. Ist das wichtig?

Tja, manchmal verzweifelt man in Ennepetal.

Jürgen Gerhardt
 

Nachtrag: Samstag 25.April 2009 Uhrzeit: 0:20h

Zu der Behauptung es gäbe kein Jugendproblem. Mit dem Auto unterwegs.

 

Voerde, Friedhof und Lindenstr. 32 Jugendliche mit Flaschen gezählt.

Milspe, Busbahnhof und Marktplatz 22 Jugendliche mit Flaschen gezählt.

Altenvoerde, Mittelstrasse 5 Jugendlich mit Flaschen gezählt.

Herr Faupel, Herr Kraft und Herr Wiggenhagen, der Tag ist nicht nach dem Abendprogramm zuende, da fangen die Probleme erst an. Wollen wir mal abwarten bis der erste zusammen geschlagen ist. Oder wie wäre es mit dem ersten Drogentoten – ist doch mal was.

„Aber für diesen Einen macht es Sinn!“

 Es ist Wochen her, da hörte ich zufällig ein  Gespräch das ein Mensch, der die Geschicke unserer Stadt lenken möchte zu seinem Gesprächspartner sagte, wenn Jugendliche nicht parieren oder Krawall machen, wenn sie auffällig werden, sollte man ihnen einen drüber geben. Das hätte man früher so gemacht und das wäre immer richtig so. Im übrigen wären sowieso die Eltern schuld. Damit  sollte sich keine Verwaltung aufhalten. Das wäre nicht Sache der Stadt.

Ebenso verhielt sich ein anderer Mann, der sich ebenfalls in unserer Stadt politisch betätigt. Er meint, die Jugendlichen brauchen keine Hilfe. Die sind es selbst schuld.

Wenig später wurde mir von einer mit der CDU verbundenen Besucherin des Jugendhilfeausschusses gesagt. Die Sache mit den Streetworkern wäre doch nur ein Profilierungsantrag  von  Anita Schöneberg. Wir brauchten solche Leute nicht, denn die Stadt hat zwei Personen als amtlich beschäftigte Stadtwache. Die würden das schon machen.

Im Ausschuss selbst  tippten  Mitglieder  sich sogar an den Kopf. Was das den sollte und € 10.000,– für den Kram auszugeben wäre ja wohl nicht drin.

Überhaupt schien die Anhörung der drei geladenen Personen zum Thema Streetworker nur eine Alibi-Funktion zu sein und nicht eine wirklich ernst genommene Angelegenheit.
Vielleicht war der Antrag aber auch nur von der falschen Seite gekommen.

Wenn es dann heisst,  wegen der paar  randalierenden, trinkenden oder Drogen nehmenden Jugendlichen die wir in Ennepetal haben braucht doch nichts unternommen zu werden – obwohl gar keiner genau weiss, wie viele es sind, da fällt mir doch glatt die Geschichte von den Seesternen ein.

 

Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte.
Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf.
Er rief: "Guten Morgen. Was machst Du da?"
Der Junge richtete sich auf und antwortete:
"Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe, und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie."

"Aber, junger Mann", erwiderte der alte Mann, "ist dir eigentlich klar, das hier Kilometer um Kilometer Strand ist. Und überall liegen Seesterne. Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn."

Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer.
"Aber für diesen Einen macht es Sinn!"

                                                                                                                                                                                                   

  

Und wenn nur zwei oder drei von diesen Jugendlichen vom Alkohol, von Drogen, Ihren Aggressionen loskommen würden und eine Chance auf ein normales Leben hätten, wäre das nicht wünschenswert?

Aber wenn sie erst einmal völlig abgedriftet oder straffällig geworden sind, dann kommt ja das Land NRW für sie auf. Also können wir uns doch das Geld von Anfang an sparen. Denkt man so???
Money gegen Mensch!

Unsere Werte haben sich verschoben. Wen wundert es dann, wenn die Jugendlichen nicht mehr mit uns und dieser Gesellschaft klar kommen?

 

 Ich denke: jeder Seestern, der gerettet werden kann ist des Bücken´s  wert.

 

Attraktionen am 26.4.09 und Sonderfahrten mit der Dampflok

Es geht um den 27. Ruhrgebietswandertag / 4. Anwandern

 

Am Sonntag, 26. April 2009 gibt es ein besonderes Ereignis für den Ennepe-Ruhr-Kreis.

Alle 9 Städte sind hier eingebunden mit einem umfang- und erlebnisreichen Programm.

Der Ennepe-Bogen in Gevelsberg  ist das Ziel aller Touren.

Einen ganzen Tag lang findet  ein Familien- und Wanderfest mit Live-Musik statt.

Ausführliche Informationen über das Programm und Einzelheiten der  Veranstaltung erfahren Sie über:
http://www.anwandern.de/

 Hier ein Auszug aus der Broschüre, die Sie ebenfalls unter vorgenanntem Link downloaden oder einsehen können.

 

Ein Hauch von Nostalgie zieht an diesem Tage auch durch unsere Stadt. Eine besondere Attraktion  ist  der Einsatz einer Dampflok. Ankunft und Abfahrt Halteplatz Kluterthöhle. Wer sich dafür interessiert, kann nähere Informationen, sowie Fahrtzeiten usw. über folgenden Link erreichen: http://www.anwandern.de/wandertag_sonderfahrt_RTB.pdf
[Nicht verzweifeln, der Download dauert etwas lange, aber es sind alle Informationen verfügbar]

Der Zug hat eine Aufenthaltsdauer von  15 Minuten. Auch für diejenigen, die nicht nach Gevelsberg und an der Veranstaltung teilnehmen wollen, genug Zeit zum Abenteuer schnuppern  und Foto´s  machen.

 

 

60 Jahre und was ist mit der Weisheit?

Ein Geburtstagsgeschenk muss her.

[jpg] Am 23.Mai 2009 ist es soweit, die Bundesrepublik wird 60 Jahre alt oder auch jung.
Ennepetal ist seit dem 1.April.2009 schon soooo alt.
Es ist also Zeit genug für einen deutschstämmigen Europäer über sein Deutschtum nachzudenken.
Was mir so einfällt ist, wir haben zwar ein Grundgesetz aber noch lange keine Verfassung. Obwohl, nach der Wiedervereinigung hätten wir uns eine Verfassung geben müssen.

Als die DDR sich mit uns vereinigte so hätte nach Artikel 146 das Volk eine Verfassung verdient gehabt.
Die DDR Bürger haben in einer friedlichen Revolution ihre Oberen zum Teufel gejagt und wollte auch flugs unter die Einheitsdecke. Nur was geschah dann? Die DDR trat der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 bei, in dem sie sich selber auflöste und unser Grundgesetz übernahm. Wir, also das Volk, der Bürger, die Bürgerinnen, der Wähler und die Wählerinnen, bekamen gar keine Chance eine neue Verfassung zu beschließen.

Liegt da also noch was unerledigt auf dem Schreibtisch der Nation? Na sicher! Nur in Berlin leben halt unsere blinden PolitikerInnen, denen das nicht so genehm ist. Na ja, nun ist das nicht so schlimm, denn wir haben ja auch noch die 20 Jahre Wiedervereinigung, da sollte noch was gehen. Außer ein paar Festlichkeiten in Berlin, wo denn sonst, soll es nichts werden? Nicht ganz. Man munkelt es soll eine nochmalige Vereinigung geben.

Wie? Klar, unsere Nationalhymne soll eine Wiedervereinigung haben. Das griechische Wort Hymne leitet sich ab von Hymnos also "nähen", etwas zusammenfügen. Nun haben wir eine Deutschlandhymne, nämlich, Einigkeit und Recht und Freiheit ist allen bekannt. Nur vielen ist die DDR Hymne, Auferstanden aus Ruinen auch noch geläufig. Was liegt näher als die beiden zu vereinen, das Versmass stimmt zumindest und könnte auch mit
der Melodie des  Joseph Haydn ohne Problem gesungen werden. Es würden dann folgende Strophen gesungen:

1. Strophe

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand;
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!:|

[Hofmann von Fallersleben]

2.Strophe

Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
                                                                                     Alte Not gilt es zu zwingen,
                                                                                     Und wir zwingen sie vereint,
                                                                                 Denn es muß uns doch gelingen,
                                                                                 Daß die Sonne schön wie nie
                                                                                 |: Über Deutschland scheint.:|

                                                                                 [Johannes R.Becher]

Jetzt meinen viele, dies bedarf einer Grundgesetzänderung. Stimmt nicht. Frau Merkel, ihres Zeichens Bundeskanzlerin, braucht nur unserem Bundespräsidenten Horst Köhler schreiben und der braucht es nur
 zu bewilligen – so einfach ist das. War es auch übrigens schon mal, als Adenauer einen Brief an Theodor Heuss geschrieben hatte, der eine andere Hymne favorisierte. Denn die Strophe von Becher, der Zukunft zugewandt und Deutschland, einig Vaterland an der ist doch nun wirklich nichts auszusetzen, ja, man könnte es sogar unterschreiben. Und eine Wiedervereinigung nochmals zu feiern ist doch eine reizende Idee, wenn auch nur bei unserer Nationalhymne.
Und mal ehrlich Jutta Limbach die frühere Bundesverfassungspräsidentin hatte sich zum Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland die alten Grundrechte wieder gewünscht. Das aber bedarf einer 2/3 Mehrheit, ist also utopisch. In vielen Podiumsdiskussionen wurden viele Wünsche vorgetragen, die aber alle nicht so schnell umzusetzen sind.
Die zweite Strophe ist ganz einfach umzusetzen, ein Brief, ein bisschen guter Wille und schon haben wir ein reizendes Geburtstagsgeschenk. Es wäre aber auch ein weises Geschenk.
Und was ist mit Ennepetal? Na ja, die Ennepetaler wünschen sich ja nichts, außer, das alles so bleibt wie es immer bleibt, sich aber auch alles ändert. Seneca lässt grüßen.

[Jürgen Gerhardt]

 

Meeting inne Milspe – oder wir wollen`s wissen

 

Da haben wir am Montag  mit der FWE (EWG) zusammen gesessen und erfahren, dass

                                    am kommenden Montag,  27. April 2009 ab 18:00 Uhr

je nach Wetter vor oder in der Teeinsel, Voerder Straße 63 "inne Milspe" ein von der FWE veranstalteter Bürgertreff stattfinden soll.

Thema des Abends ist:

 

  • Bewegung in der Fußgängerzone
  • Welches Konzept hat Frau Drees für die neue CityManagement Ennepetal  GmbH & Co KG aufgestellt,  
    wodurch der Einzelhandel nachhaltig gestärkt und erweitert werden kann.
     

Zu diesem Termin ist Herr Wiggenhagen in seiner Funktion als Wirtschaftsförderer und Beigeordneter der Stadt  (und  n i c h t   in der Funktion als Bürgermeisterkandidat)
und Frau Drees eingeladen.

Diese Veranstaltung wird noch über die Tageszeitungen angekündigt. Wir möchten schon vorab informieren, damit sich viele Interessierte diesen Termin vormerken und daran teilnehmen können.

Da diese Veranstaltung unter dem Motto "Bürgertreff" arrangiert wird, haben auch Bürger die Möglichkeit, Ihre Fragen an diesem Abend einzubringen.

Herr Hüttebräuker läßt allerdings anmerken:

"Das Thema kann nicht ausdiskutiert werden, da laufend neue Entwicklungen und Veränderungen eintreten."

 

Wenn Ihnen also Ennepetal und besonders der Einzelhandel in Milspe und in der Milsper Fußgängerzone am Herzen liegt, sollten Sie unbedingt dabei sein.

 

Die FWE und ihr Vorgesetzter  Rolf Hüttebräuker möchten die Bürger besser informiert wissen und diese heiklen Themen intensiv beleuchten.

 

Europawahlen, was geht ab?

Die ersten Informationen von uns.

[jpg]Zum 7. Mal findet am Sonntag dem 7. Juni 2009 die Wahl zum Europäischen Parlament statt.Die anderen 26 Länder wählen schon vom 4.6.2009, weil wir aber traditionell am Sonntag wählen, gilt das obige Datum, also der 7.6.2009.

Deutschland hat im europäischen Parlament 99 Sitze die am obigen Datum gewählt werden müssen. Es werden keine Kandidaten gewählt, sondern nur Parteien.

Die Parteien, 31 auf dem NRW Zetteln, liegen nunmehr fest:

Stimmzettel der Europawahl

1.    CDU    Christlich Demokratische Union Deutschlands
2.    SPD    Sozialdemokratische Partei Deutschlands
3.    GRÜNE    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
4.    FDP    Freie Demokratische Partei
5.    DIE LINKE   
6.    REP    DIE REPUBLIKANER
7.    Die Tierschutzpartei – Mensch, Umwelt, Tierschutz
8.    FAMILIE     Familien-Partei Deutschlands
9.    DIE FRAUEN, Feministische Partei DIE FRAUEN
10.   Volksabstimmung    Ab jetzt…Bündnis für Deutschland, für Demokratie durch
        Volksabstimmung
11.    PBC    Partei Bibeltreuer Christen
12.    ödp    Ökologisch-Demokratische Partei
13.    CM    CHRISTLICHE MITTE – Für ein Deutschland nach GOTTES Geboten
14.    DKP    Deutsche Kommunistische Partei
15.    AUFBRUCH für Bürgerrechte, Freiheit und Gesundheit
16.    PSG     Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale
17.    BüSo      Bürgerrechtsbewegung Solidarität
18.    50Plus     50Plus Das Generationen-Bündnis
19.    AUF    AUF-Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland
20.    BP    Bayernpartei
21.    DVU    DEUTSCHE VOLKSUNION
22.    DIE GRAUEN – Generationspartei
23.    DIE VIOLETTEN, für spirituelle Politik
24.    EDE    Europa-Demokratie-Esperanto
25.    FBI    Freie Bürger-Initiative
26.    Gerechtigkeit braucht Bürgerrechte – Wir danken für Ihr Vertrauen! FÜR
         VOLKSENTSCHEIDE (Wählergemeinschaft)
27.    FW FREIE WÄHLER     FW FREIE WÄHLER
28.        Newropeans   
29.    PIRATEN    Piratenpartei Deutschland
30.    RRP    Rentnerinnen und Rentner Partei
31.    RENTNER  Rentner-Partei-Deutschland

Außer den Namen der Parteien werden auch die ersten 10 Bewerber einer Liste stehen.
Die Wahl der Abgeordneten des Europäischen Parlaments findet ausschließlich durch Listenwahl statt. Direktkandidaten in Wahlkreisen gibt es nicht. Insgesamt werden in diesem Jahr in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union 736 Abgeordnete für das Europäische Parlament gewählt werden. Davon entfallen auf Deutschland 99 Abgeordnete. In diesem Jahr sind 9 Listen mehr zugelassen worden.

Nordrhein-Westfalen hat ein Logo zur Europawahl herausgegeben.

                                                                   

Insgesamt wird aber unter diesem Logo in allen Ländern  gewählt.

                                                                

Das Interesse wird auch diesmal nicht viel größer sein, da die Europamüdigkeit in allen Ländern sehr groß ist.
Auch weiß niemand wie die derzeitige Krise auf die Wahlen einwirkt.

(Quelle: Bundes- und Landeswahlleitung des Landes NRW 14.4.09 über RSS)

 

Ist der Ruf erst ruiniert….!

 Ist der Ruf unserer Stadt der Stadtverwaltung nun ganz egal?

Man kann als Ennepetaler schon die Tränen in die Augen bekommen, wenn man die letzten Monate und Wochen die Zeitungen aufschlägt. Aber, war das nicht immer schon so? Hatte man sich nicht irgendwie daran gewöhnt?

"    Da wird eine Fuzo eröffnet und es fehlen Einzelhändler!
"    Da hungern Kinder in den Schulen und der Kinderschutzbund muss eingreifen.
"    Da wird ein Citymanagement gegründet als GmbH&Co.KG, wo es ein Verein auch tun würde.
"    Da kommen Leute mit einem Schienenbus in Ennepetal an, die nicht wissen wo es längs geht.
"    Da wird ein Konzept verwendet, welches nicht frei von Rechten ist und eine Urheberrechtsverletzung in Kauf genommen.

Das alles muss man sich ansehen und kommt sich recht hilflos vor, wenn man die Attraktivität der Stadt doch
erhöht sehen will. Ob in  Schwelm, Gevelsberg und anderswo, überall dieses Grinsen wenn man von Ennepetal spricht. Das Grinsen welches besagt, he, hör mir damit auf, Du hast ja den Schuss nicht gehört.
Mich persönlich hat die Nachricht mit den hungernden Kindern am meisten aufgeregt. Mir fiel auch spontan das Werk von Frau Kollwitz ein, welches im Jahre 1924 entstand. Sind wir wieder soweit?

Und wie reagiert die Stadtverwaltung?
Ein Krisenmanagement sieht aber ganz anders aus. Untergebene oder Andere werden als Verantwortliche zitiert, wobei die eigene Verantwortung nicht zählt.
Und die Politiker? Im Falle des Teckels hat zumindest die SPD Kandidatin die Deckung verlassen, wurde aber sofort von der Stadt auf der CDU Internetseite abgebügelt, wobei es schon ein starkes Stück ist , wenn ein städtischer Angestellter auf einer örtlichen CDU Parteiseite seine Korrespondenz veröffentlicht. 
Nun streitet man sich über das Neutralitätsgebot, während immer noch nicht geklärt ist ob die Besucher das nächste mal nicht doch über die Gleise laufen sollten, bis die sich einigen.

Ist der Stadtverwaltung eigentlich bewusst, dass sie mit solchen Schlagzeilen das Image unserer Stadt schwer beschädigt. Und ist ihr nicht bewusst, dass sie mit diesen Reaktionen  einen noch größeren Imageschaden herbeiführt?
Letztendlich ist der Bürgermeister als die oberste Instanz in der Stadtverwaltung verantwortlich, wenn der nicht anwesend ist, der Beigeordnete. Wo aber nehmen diese beiden Ihre Verantwortung wahr?
Dann die Politiker im Rat –  sie sollen die Verwaltung kontrollieren, wo ist da eine Sitzung gewesen, wo solche Dinge behandelt wurden – und zwar öffentlich.

Man sollte nicht nur über die Attraktivität der Stadt Ennepetal reden, sondern auch etwas für unser Image tun!!!
Und dazu gehört z. B.: "Der Rat der Stadt Ennepetal beschloss in einer Eilsitzung die Mittel für Kinder in Not aufzustocken. Das Credo: Kein Kind in unseren Stadtmauern ohne warme Mahlzeit!!!!!! "

Und liebe Leute, diese Schlagzeile geht durch die ganze Republik, eine Imgagewerbung, die ihr Geld wert ist.

Wenn nun aber niemand eingreifen will, so sollte man doch einmal ernsthaft überlegen ob man nicht die kommunale Aufsichtsbehörde ansprechen sollte, die das Funktionieren der Kommune herstellt. So wie es bisher läuft wird der Stadt und damit den Bürgern ein Schaden zu gefügt, der in Zukunft nicht getilgt werden kann. Im Zweifelsfall sollte der Bürger überlegen ob er nicht ein Bürgerbegehren in Gang setzen sollte.

Einen richtigen Wahlkampf wird es geben!!!

 
[jpg] Man hat den Eindruck, alle Politiker sind irgendwie im Bermuda Dreieck verschollen.
Manchmal sieht man die Protagonisten auf öffentlichen Veranstaltungen, aber es fehlt etwas – uns oder den Politikern.
Da fiel uns doch ein Eintrag von einem Ennepetaler Politiker auf, wir zitieren:

Zitat:" Es wird natürlich noch einen richtigen Wahlkampf geben.
Mit Info Ständen, Plakaten..etc.
Allerdings haben die meisten Ortsverbände wahrscheinlich noch kein Wahlkampf Material, denn die Landesverbände bzw. Bundesverbände sind in der Regel nicht so schnell wie die Basis."

Oha, also brauchen unsere Politiker etwas wohinter sie sich verschanzen können?
Es ist aber auch schlimm, wenn man einen Politiker so in der freien Wildbahn sieht. Er wirkt irgendwie unbeholfen. Aber wir (Wähler) haben doch jetzt bis zum 30.08.09 Jagdzeit, danach berufen sich die Politiker dann wieder auf ihre Schonzeit. Und die UNO denkt darüber nach ob man die Ennepetaler Kommunalpolitiker nicht auf die Liste der bedrohten Arten setzen sollte. Wohl wahr, es sind schon besondere Spezies, die nur dafür  taugen, dass man sie alle 5 Jahre mal in die freie Wildbahn lässt. Man weiß nie was sie  in den 5 Jahren so alles machen – man darf sie aber auch nicht so richtig fragen.

Nun haben wir uns auf die Suche gemacht um zumindest ein Utility oder Tool zu sehen, welches diese Politiker für ihre Wahl brauchen. Und wir sind fündig geworden.

Unschwer ist zu erkennen, es ist ein Wahlplakat, wie wir es schon seit Jahrzehnten ansehen müssen. Schiller hat schon in seinem Tell das Plakat des Gessler`s als besonders schlimm gebrandmarkt. Na ja, Gessler hatte damals kein Papier einführen dürfen, also hat er halt einen Hut aufgehängt. Was soll´s, die Schweizer waren schon immer anders.
Nun dieses Wahlplakat wird jetzt auf den vorgesehenen Orten aufgehängt und wir sollen uns Gedanken darüber machen.

Ich mach mir mal ein paar Gedanken zu dem gefundenen Plakat:

Das Kreuz oben sagt mir, irgendwo ist ein Kreis oder auch mehrere und da muss ich ein Kreuz oder mehrere Kreuze machen. Die nette Dame auf dem Plakat mit der modernen Frisur ist wohl  ein Model welches von der Bürgermeisterkandidatin Sabine Hofmann engagiert wurde.

Hier ein Bild der Kandidatin Sabine Hofmann, die unschwer zu erkennen ist.  Die obere Dame ist aber auch nicht übel, vor allen Dingen diese  Frisur –  voll im Trend. Gut Frau Hofmann ist augenblicklich nicht so im Trend (oder noch nicht) aber sie steht mit beiden Beine auf dem Boden der Realität. Steht sie?

Da sagt uns die Kandidatin, sie wäre ökologisch, sozial und zukunftsorientiert. Na das ist ja ein Ding.

Nun frag ich mich doch, wo haben sich die Grünen in den letzten Jahren ökologisch profiliert? Immerhin sind die Grünen seit Jahrzehnten im Rathaus. Break. Zeiten des Wahlkampfes sind auch Zeiten des Bilanzierens.

 

Also, was haben die Grünen in den letzten 10 Jahren ökologisch gemacht? Da kommen ja schon ein paar Stündchen an Ratssitzungen zusammen. Die Homepage der Grünen gibt dazu nichts her, außer ein paar allgemeine  Floskeln und das sich dort jemand müht eine Homepage zusammen zu frickeln.  Womit wir schon beim Punkt zukunftsorientiert sind. Mit dem Internet haben die Grünen genauso wie die freien Wähler ihre Probleme. Wo dokumentiert sich also dieses zukunftsorientiert denn nun? Wollen die Grünen nach ihrer Wahl eine Notebookfraktion aufmachen und Hotspots im Rathaus installieren lassen. Dann könnte man sich innerhalb und außerhalb des Rathauses relativ leicht ins Internet, Intranet oder sogar ins Supranet einklinken. Fände ich super gut.

Oder gibt es Wahlkampfschirme  die nach Gebrauch verrotten? Die Luftballons könnten ja, nach Gebrauch, wieder zum Produzenten zurück fliegen.

Dann der Punkt Soziales. Also, ich habe mich geschämt für meine Stadt, als ich über die Aktion des Kinderschutzbundes erfuhr, die hungernden Kindern in der Schule zu einem warmen Essen verhalfen. Die Schulen sind doch städtische Einrichtungen und der Rat der Stadt soll die Stadtverwaltung in ihrem Tun kontrollieren. Waren die Grünen nicht im Rat der Stadt?

Jetzt schreibt ein anderer Parteigänger folgendes:

Zitat:" Wir Bürger, ohne die Detailkenntnis der Politiker ausgestattet, können bei den Argumenten letztlich nicht mehr unterscheiden welcher Vorschlag wirklich für uns nutzvoll ist."

(Na ja, der Gute ist aber noch so  in einem Obrigkeitsstaat verhaftet)

Diese Aussage wage ich aber sehr zu bezweifeln. Denn Bürger und damit auch Wähler, die mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattet sind, können wohl unterscheiden was für sie von Nutzen ist. Detailkenntnisse kann man sich aneignen, gesunden Menschenverstand jedoch nicht.
Und noch eines, wir haben nicht die Zeit tagsüber während unserer Arbeitszeit oder an Wochenenden uns an Parteitischen unter Schirmchen, um Kugelschreiber, Luftballons, Fähnchen und sonstigen Kram zu buhlen. Nein, wir wollen harte Facts und zwar in direktem Vergleich.

Ob das Plakat oben  ein mittels Adobe Photoshop gehübschtes  Plakat und daher professionell gemacht ist? Man weiss es nicht, wenn, ist es sicher nicht umsonst zu haben. Hier im Hause wissen wir wie teuer so etwas ist. Wenn das Geld genommen und für eine Podiumsdiskussion im Haus Ennepetal benutzt würde, wäre es sicher besser angelegt worden. So wird es eher die Politikverdrossenheit erhöhen. Wie war das noch mit der Demokratie? Sie muss immer wieder neu erkämpft werden, sie gibt es nicht umsonst.
Na dann seid mal schön ökologisch, sozial und zukunftsorientiert, mit Worten das reicht doch auch.

Ach ja, nochmals die beiden Fragen:

  • Was haben Sie die letzten 10 Jahre an politischer Arbeit gemacht?
  • Was gedenken Sie in den nächsten 5 Jahren zu machen, als Partei und evtl.als Bürgermeisterin?

Bitte ganz konkrete Antworten.

Mal sehen was die Anderen so bringen.

Jürgen Gerhardt
 

Arbeitsmarkt-Situation und Kurzarbeit in Ennepetal

Immer mehr Menschen geraten unverschuldet in Krisensituationen. Viele davon wissen nicht, wo sie eventuelle Hilfe anfordern oder bekommen können.

Vera Zenker, vielen Ennepetaler Bürgern noch bekannt, als Begleiterin durch das soziale Netz, nimmt sich  wieder einmal Zeit,  hört sich Ihre Probleme und Sorgen an und gibt, soweit es möglich ist gute Tipps und Ratschläge.

Bürger, die  auf Grund der augenblicklichen Arbeitsmarkt-Situation (Stellenverlust oder Kurzarbeit, vorgezogene Rente, finanzielle Nöte durch veränderte Lebenssituation u.a.) froh sind, wenn sich jemand um sie kümmert und ihnen Wege aufzeigt, mit welchen Anträgen und Formularen sie soziale Unterstützung erhalten können, sind bei ihr an der richtigen Stelle, denn sie kennt sich seit Jahren auf diesem Gebiet bestens aus.

 Anita Schöneberg  hat daher mit Vera Zenker  eine Fragestunde organisiert.

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Wer A sagt sollte auch B sagen können!

 Eine Nebelkerze bringt keine neue Verantwortung.

[jpg] Es ist schon ein Kreuz mit der Verantwortung. Einesteils bringt sie einem den Vorteil einer höheren Gehaltsstufe andererseits verlangt sie jedoch auch mehr  Pflichten.

Nun, da wird seit Jahren groß und breit über die touristische Verwertung von Ennepetal gesprochen, sprich die Mindestwahrnehmung von unserer Stadt um sie attraktiver zu machen, und da passiert das.

Der Teckel, also der Schienenbus VT95, soll ab April  des Jahres in der ersten Woche sonntags des Monats in Altenvoerde halten. [Wir berichteten bereits darüber]  So auch am 5.4.09, an welchem ein paar Meter weiter auch eine Ausstellung von dem Künstler Charly Grüne eröffnet wurde. Also die Gelegenheit allen ankommenden Touristen zu zeigen, wir haben ein Industriemuseum, wir haben eine Vernissage und vielleicht noch ein paar Meter weiter ein Hülsenbecker Tal. Von der Höhle will ich ja gar nicht reden.

Was aber passiert? Die ankommenden Leute, z. B. aus Hagen, wussten nicht wie sie an ihr gewünschtes Ziel ( Industriemuseum o.a.) kommen konnten und irrten über die Gleise. Personen, die in Gegenrichtung Hagen usw. fahren wollten, hatten ihre helle Not, da Sie keinen Parkraum fanden und wollten die Stadt schnellstmöglichst wieder verlassen.

Wer will schon in einer Chaosstadt länger als notwendig bleiben? Sicher werden einige gesagt haben: "He, da gibt es eine Stadt Ennepetal, die beherrschen noch nicht einmal die Grundregeln der Gastfreundschaft. Hm, oder war das überhaupt eine Stadt?"

Nun wäre das vielleicht niemanden aufgefallen, wenn nicht zufälligerweise auf vorgenannter Ausstellungseröffnung die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Schöneberg anwesend gewesen wäre. Als diese auf die Zustände ein paar Meter weiter aufmerksam gemacht wurde, muss ihr wohl irgendwie der Kragen geplatzt sein. Sie schrieb einen geharnischten Brief ( liegt uns in Kopie vor ) an unseren allseits bekannten und geliebten Beigeordneten aber auch Leiter der Wirtschaftsförderung.

Mit Recht, wie wir auch meinen. Denn wie sollen wir zu mehr Attraktivität mit einer unprofessionellen Organisation und Führung kommen? Oder soll unsere Attraktivität darin bestehen, dass wir uns der Lächerlichkeit preisgeben? Wenn Herr Wiggenhagen seine angeblichen Anweisungen nicht umsetzen und auch kontrollieren kann, so mag er doch bitte nochmals die offensichtlich nicht mit bekommenen  Führungsvoraussetzungen in einem Kurs nachschulen. Liebe CDU könnten sie bitte aus ihrer Parteikasse nicht ein paar Euro für ihren Kandidaten locker machen? Oder sollen wir sammeln?

Das war ja nun nicht  alles. Anstatt wie wir es anregten, sich für das Unvermögen der Stadt öffentlich zu entschuldigen, schreibt er seinerseits einen offenen Brief an die stellvertretene Bürgermeisterin auf der Seite der CDU ins Internet (Screenshot als PDF). Nicht nur, dass er in diesem Brief zugibt, dass er "seinen Laden" nicht im Griff hat, auch seine Untergebenen machen was sie wollen. Er gibt auch noch zu, dass er überhaupt in solch einer Angelegenheit nicht informiert wird.

Es kommt noch schlimmer!! (Wir zitieren nun aus dem offenen Brief an Frau Schöneberg

Zitat:" Eigentlich sollten Sie – gerade als Vorsitzende des Verkehrsvereines – wissen, wer in der Stadt Ennepetal förmlich und tatsächlich für "Tourismus" zuständig ist, nämlich die Haus Ennepetal GmbH".

Also, wem gehört die Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH & Co. KG wohl, nicht die Haus Ennepetal GmbH oder meinte er die GmbH der GmbH und Co.KG, egal?
Herr Kern ist nur der Geschäftsführer aber doch nicht der Inhaber. Dieses ist immer noch die Stadt! Der Zuständigkeitsbereich Tourismus ist zwar delegiert, obliegt aber letztendlich in der Verantwortung der Stadt Ennepetal, wo denn sonst. Und da sind die Verantwortlichkeiten klar bei Herrn Wiggenhagen. Als Wirtschaftsförderer und Beigeordneter, aber auch als Stellvertreter des Bürgermeisters – auf der hauptamtlichen Ebene ist in der Verantwortung  wieder Herr Wiggenhagen. Da drüber gibt es nur noch den Bürgermeister, das ist aber der mit den großen Schuhen. An den gehen wir mal nicht ran.

Weiter!!

 

Zitat:" … Parkplatzes mit Schreiben vom 10.3.2009 genehmigt hatte. Die GmbH soll aber am 30.3.2009 das Angebot abgelehnt haben, weil "eigene Möglichkeiten bestanden hätten, Parkplätze bereit zu stellen."

Und wer hat nunmehr aus dem Verantwortungsbereich diese Information so unprofessionell  verarbeitet? Wo ist einmal ein Kurzanruf getätigt worden und wo hatte man sich einer befriedigenden Regelung versichert? Und überhaupt, welche Möglichkeiten und wo waren diese Möglichkeiten? Waren da etwa Liegestühle bestellt, nur hatte die keiner neben den Gleisen bemerkt? Meine Güte, was schreiben Sie da?

Zitat:" Ich will dies nicht weiter kommentieren, stelle aber fest, dass Sie offensichtlich mit Ihren pauschalen Vorwürfen gegen mich lediglich eine "Nebelkerze" geworfen haben. An sachlicher Darstellung scheinen Sie nicht interessiert zu sein, denn sonst hätten Sie entsprechend angefragt.
Mein Stil ist das nicht und wird es auch in Zukunft nicht sein. Ich bin im Gegenteil bereit, über diese (hoffentlich einmalige) Entgleisung hinwegzusehen und auch in den nächsten Monaten konstruktiv miteinander zu arbeiten."

Jetzt wird es sogar neurotisch. Nämlich jetzt gibt es eine psychologische Projektion. Keine Angst das ist heilbar. Der Unterzeichner hält Frau Schöneberg das werfen einer Nebelkerze vor die er nachweislich mit seinen Zeilen geworfen hat!!! Dann  reklamiert er eine sachliche Darstellung, die bei ihm nur im Ansatz anwesend ist. Dann tituliert er das ganze als Entgleisung, einmalig versteht sich ( wie gnädig ). Wenn dieses Verhalten keine Aufnahme in das Handbuch der Psychologie findet, was dann?

Zitat:" Um aber ein reibungsloses Verfahren zum Thema "Parkplätze bei Teckelfahrten" für die Zukunft sicher zu stellen, werde ich mich gerne auch persönlich der Angelegenheit annehmen."

 
Meine Güte Herr Wiggenhagen, warum denn nicht gleich so. Das ist doch Ihr Job, dafür werden sie bezahlt, von der Stadt, dem Wähler, dem Bürger und mal nicht zu knapp. In der Regel werden die Beigeordneten mit bis zu B10 bezahlt, plus der Geschäftsführergehälter der GmbH´s? In der Industrie hätte das schon mal eine Zurückstufung zur Folge gehabt.

Es gibt aber noch einen Nachtritt:

Zitat:" Abschließend gestatten Sie auch mir bitte nur noch die Bemerkung, dass sich der Fuzo-Brunch als Markenzeichen etabliert hat, egal ob er um 11 oder um 14 Uhr beginnt. Schließlich findet das Hafenfest des Verkehrsvereins auch nicht immer in einem Hafen statt."

Bei diesem Satz musste ich mir vor Lachen den Bauch halten.

Die deutsche Sprache besteht nicht nur aus der Orthographie.

Fuzo-Brunch in den Bereich Markenzeichen so mir nichts dir nichts zu erheben, ist schon ein sehr großer Bildungsmangel. Ein Markenzeichen entsteht nicht durch den 5 oder 6 maligen Gebrauch eines Namens oder der Zusammensetzung mehrerer Namen. Vielmehr entsteht ein Markenzeichen als ™ ® , oder wie auch immer, durch Eintrag oder jahrelange Übung.
Jetzt analogisieren Sie dies mit der Metapher Hafen, wie Hafen der Ehe, Hafenfest oder Hafen der Zukunft.
Brunch ist , wie Frau Schöneberg richtig reklamierte,  ein festes Wort welches in allen internationalen Hotels als verlängertes Frühstück angeboten wird und kein Warenzeichen. Es wird damit eine unnötige Erwartungshaltung gegenüber auswärtigen Gästen aufgebaut, die das Wort Brunch richtig einordnen können. Was ist denn wenn wir Gäste von auswärts haben, laden die zu einem "Fuzo-Brunch" ein? Meine Güte, ich war dann immer um 10:00 Uhr angetreten und nicht um 14:00 Uhr. Also kommen die auswärtigen um 10:00 Uhr und müssen noch 4 Stunden warten, ne, das kann doch nicht wahr sein? Ein mehr an Professionalität könnte wirklich nicht schaden.

Lieber Herr Wiggenhagen, Sie sollten uns, dem Wähler kein X für ein U vormachen. Sie sagen uns zwar nicht die ganze Unwahrheit aber sie sagen auch nicht die ganze Wahrheit. Frau Schöneberg hat in ihrem Brief nachweislich keine Halbwahrheiten verbreitet. Wenn Sie mit Ihrem Job, der meines Erachtens mit dem Tarif B sehr gut bezahlt wird, nicht zufrieden sind, so sollten Sie sich evtl. zurückstufen lassen um der höheren Verantwortung zu entgehen. Es ist nun mal in unserem System so, mehr Geld mehr Verantwortung. In sozialistischen aber auch totalitären Systemen ist das allerdings ganz anders, aber da wollen wir ja nicht hin, oder?

Übrigens, auch wenn man noch so viele Leute vor sich aufbaut, wie z.Bsp. Frau Drees oder Herrn Schilling in Bereich Citymanagement , so bleibt der "Chef" der Wirtschaftsförderung und darüber der Beigeordnete noch immer in der Verantwortung. Für viele ist das ein Problem, für Andere ist das der Grund solche Jobs anzustreben. Nachher können wir mal über ein Fehler- oder auch Krisenmanagement sprechen, ist ziemlich leicht und macht Laune.

Jürgen Gerhardt