EINFACH NUR – genial….

 

Das ganze Jahr über war er durch seinen Job als Steinmetz, Auftritte als Leadsänger bei dem wahrscheinlich größten Rockorchester der Welt, dem Rockorchester Ruhrgebeat, und durch den Aufbau seiner Band „TROYH“ und Studioaufnahmen mehr unterwegs als zu Hause.  

Jetzt macht er erst einmal mit seiner Familie ein paar Tage wohlverdienten Urlaub, bevor es voller Elan direkt weiter geht.

Da hat  der Ennepetaler Karsten Müller erst vor wenigen Tagen den neuen Song „Ennepetal“ mit seiner Band „TROYH“ anlässlich eines LIVE-Interviews bei unserem Internet-Radio MDU www.radio-mdu.de vorgestellt und schon ist es Martina Staubitz und Bernd Hohlweck gelungen, ein Regionalradio in Österreich für diese Band zu interessieren. Dieses wird den  Song „EINFACH NUR“ von Troyh seinen Hörern vorstellen und das Lied mit ins Programm aufnehmen. Weltweite Connections machen so etwas möglich.

Vielleicht interessieren sich auch schon bald unsere Lokalsender für den Ennepe-Ruhr-Kreis  für diese Newcomer.

                                                               

 

Startschuss in Österreich ist der 30. Juli 2009. Welch toller Start und Erfolg für die Band "TROYH".  MDU sieht sich durch ihre Internetpräsenz als weltweite Plattform, die internationalen Neueinsteigern die Chance bietet, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern, oder sogar über diese Verbindung für Auftritte gebucht zu werden.

 

In der heutigen Zeit hat das Internet eine überaus bedeutende Rolle hinsichtlich der Kommunikationsmöglichkeiten, sowohl als Quelle in der Berichterstattung, Knüpfung von Kontakten, Übermittlung von Informationen im visuellen und akustischen Bereich. Und so wird selbst in Zeitungen, in regionalen Radiosendern und im Fernsehen immer wieder auf das Medium Internet verwiesen.

 

ENNEPETAL ist in der glücklichen Lage  hier gut aufgestellt zu sein, da sowohl ein Internet-Magazin, Internet-Forum  und Internet–Radio in dieser Stadt zu Hause sind.

 

Hat die CDU nichts dazu gelernt?

 

[JPG] Man hat so den Eindruck, der Wahlkampf wird diesmal nicht stattfinden. Jeden Tag reibe ich mir verduzt die Augen, starre auf den Terminer, und tatsächlich, da steht, 30.08.09 Kommunalwahl. Wenn ich dann die Milperstrasse runter fahre, sehe ich dann auf den Plakatwänden ein paar alte Plakate der Parteien der Europawahl und die Plakate eines vergangenen Events in Ennepetal.
Im Internet sieht man inhaltlich zumindest die FDP und die CDU einen Minimalwahlkampf auf kleiner Flamme aufrecht zu erhalten. Die CDU hat nunmehr einen ernstzunehmenden Schreiber, der dem Anspruch der CDU gerecht wird, viel zu schreiben aber sich auf nichts fest zu legen. Das Credo der CDU, es soll sich nichts verändern, Ennepetal war schon immer ein Nichts und das soll auch so bleiben.

Und die BürgermeisterkandidatInnen?
Die Frauen sind ganz in Deckung gegangen, man hört von ihnen nichts Substanzielles mehr, nachdem unser guter alter "Silberrücken"  Walter Faupel von der CDU sie als blümchenschwingende nicht ernstzunehmende Kandidatinnen abgetan hat. Dr.Ingo Mehner postet auf Teufel komm raus, einen Einfall nach dem anderen, teilweise nachvollziehbar, teilweise etwas unverständlich. Und der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, von der CDU zum Bürgermeisterkandidat erkoren? Nun er macht einen auf rührselig, indem er neuerdings mit einem Wiggenhagen Brot auf jeder Veranstaltung auftaucht, wo Leute sind die sich nicht mehr so richtig wehren können. Immer wieder versichert er, es gäbe für ihn keine schönere Stadt als die Stadt seiner Eltern, nämlich Ennepetal. Manch einem der Beteiligten kommen dabei die Tränen, wobei er vergisst was er denn den Bürgermeisterkandidaten fragen wollte. Während die Taschentücher reihum gehen, bringt unser guter Wilhelm Wiggenhagen seine Botschaft an den Mann oder die Frau: Ich bin ein Berliner, nein, das war jemand anders, die Botschaft von Wilhelm Wiggenhagen lautet natürlich: Ich bin ein Ennepetaler. Als Bergischer würde ich sofort fragen: Warum sind sie denn nach Gevelsberg weggezogen? Aber weil wir uns alle so lieb haben, fragen wir natürlich auch nicht. Die eigentliche politische Botschaft eines Wilhelm Wiggenhagen, es bleibt alles beim Alten, geht dabei unter. Falls er gewählt wird, wird einer seiner Aufgaben sein, die Verwaltung erheblich personell zu reduzieren. Wofür brauchen wir rund 400 Leute im Rathaus, wenn wir immer weniger und älter werden? Die Alten- und Pflegeheime verwalten sich selber und Neubürger brauchen wir wohl bei den Programmen in nächste Zeit nicht zu begrüßen. Die Gemeinde Ennepetal soll nicht weiter entwickelt werden, es genügen die beiden Säulen, Wirtschaft und Versorgung der Alten, mehr braucht es nicht. Kurz es wird abgewickelt. Da wundert auch die Phantasielosigkeit im Hinblick des Citymanagements nicht. Extra wurde eine Gmbh &Co.KG gegründet um Ideen mit den Händlern zu entwickeln. Und was ist? Das Citymanagement holt sich jemand von draußen und beauftragt diesen einen Markt zu etablieren. Tolle Idee. Wiggenhagen stellt sich hinter Brigitte Drees um aus der Schusslinie zu kommen und Brigitte Drees stellt sich hinter diese Marktgesellschaft. Was bleibt? Die Marktgesellschaft ist in Zukunft an allem Schuld. Aber wollten wir nicht sparen? Ist denn durch die Marktgesellschaft der Job mit Frau Drees erledigt?

Und die CDU? Na, da schreibt sich inzwischen der gute dh die Finger wund um zumindest etwas inhaltlich rüber zu bringen. Er lässt eine Mogelpackung nach der anderen ins Netz stellen, viele Worte und viel heiße Luft.
Bilanzieren fällt logischerweise aus, die letzten 5 Jahre sollten sicher vom Wähler auf einer Couch eines Psychologen abgearbeitet  worden sein. Also nicht zurück blicken, nach vorne blicken, die nächsten 5 Jahre stehen an. Haben wir in den letzten Jahren mit Bravour tausende junger Menschen aus Ennepetal vertrieben, so sind ja noch einige unverwüstliche Einwohner im Stadtgebiet geblieben, die es gilt auch noch zu vertreiben. Wenn das in diesem Tempo weitergeht, kann man demnächst aus Voerde einen großen Parkplatz machen, damit die Arbeitskräfte von Dorma, Febi und Ischebeck dort abparken können. Den Shuttlebus kriegen wir sicherlich dann noch aus einem Topf, wie "Stadtumbau Ost" finanziert, der die Arbeitskräfte an ihre Arbeitsplätze bringt.
Aber wollen wir uns trotzdem mal mit den Programmpunkten unseres neuen Schreibers "dh" befassen:

Da schreibt er auf der Site http://www.team-ennepetal.de/aktuelles-details&id=26 folgendes:

Unsere Ziele für die nächsten 5 Jahre konkret:

  • Keine Erhöhung der Gewerbesteuer
  • Erhalt und Ausbau der bestehenden Gewerbeflächen
  • Ausweisung neuer Gewerbeflächen bei weiter steigendem Bedarf
  • Flächendeckende Anschlussmöglichkeit der Gewerbebetriebe an leistungsfähige Netzverbindungen
  • Verstärkte Ansiedlung von Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und damit Verbesserung der    Arbeitsplatzangebotes für Hochqualifizierte
  • Ausbau der Unterstützung von Existenzgründungen und Initiierung einer Unternehmerpatenschaft
  • Beibehaltung, Ausbau und Belebung der Fußgängerzone in Milspe
  • Ansiedlung attraktiver Geschäfte, insbesondere aus den Bereichen Bekleidung, Technik & Medien, Sport und Hobbyartikel
  • Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen in der Ennepetaler City, um für Einzelhändler attraktive Flächen anbieten zu können
  • Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts zur langfristigen Neugestaltung des Stadteingangs, Verbindung des Heilenbecke-Centers mit der Fußgängerzone, Durchbrechen der Hinterhofatmosphäre beim Befahren der Umgehungsstraße unter Beantragung von Mitteln aus dem Programm Stadtumbau West
  • Langfristige Unterstützung der Citymanagement GmbH & Co. KG

Sorry, der Mann hat ja nun wirklich keine Ahnung von Wirtschaft, eher dieser anderen Wirtschaft, mit den Gläsern und den Pinnchen mit den geistigen Getränken.
Durch die verstärkten Investitionen im Bereich der Gewerbeansiedlungen kann man getrost sagen, der Ennepetaler Haushalt wurde überdehnt, indem zu viele Kredite aufgenommen wurden.

Jetzt ist normalerweise eine Konsilidierungsphase angesagt um die vernachlässigten anderen Bereiche der Gemeinde anzupassen. Und dabei kann es sein, dass eben die Gewerbesteuer erhöht werden muss. Wir wollen die Firmen doch halten oder nicht? Neue Gewerbeflächen, nein, erst sollten die alten Industriebrachen vermarktet werden ehe neue Flächen ausgewiesen werden. Hochqualifizierte will die CDU nach Ennepetal holen, aber wer will denn schon in einem kulturellen und zivilisatorischen weißen Fleck leben?  Und die Existenzgründer, soweit ich informiert bin ist eine nicht unerhebliche Anzahl der Existenzgründer die durch das ZET begleitet wurden von der Bildfläche verschwunden. Hier fehlt eine Leistungsbilanz des ZET, die Fördertöpfe laufen bald aus. Ich kann mir schon vorstellen, dass das ZET wenn nicht ein Nullsummenspiel, ein Spiel mit hohem Verlust gewesen sein könnte. Denn wenn es so von Erfolg beschieden war, warum gibt es keine Leistungsbilanz?

Ansiedlung attraktiver Geschäfte, meine Güte, sie haben doch Kodi, Schlecker, Aldi, Penny und Co. die Flächen an die Hand gegeben, jetzt bleiben halt nur noch Restflächen die niemand mehr haben will. Und wenn sie etwas erreichen wollen, müsste die CDU viel, viel Geld in die Hand nehmen um den Standort attraktiv zu machen. Woher nehmen, wenn die Gewerbesteuer ja noch nicht einmal die laufenden Kosten der angesiedelten Wirtschaft deckt? Den "Stadtumbau West" den kann die CDU doch wirklich nicht mehr ernst nehmen. Und wenn, dann sollte die CDU mal bedenken, dass für 2010 ein Eigenanteil der Kommunen von 50% angedacht wurde. Wie finanzieren wir das denn? Im übrigen wurden ja schon bei der Planung und Ausführung des Heilenbeckezentrums städtebauliche Fehler gemacht, die jetzt nicht so einfach weg zu machen sind, das nur nebenbei.
Der letzte Punkt, das Citymanagement, löste hier einen Brüller und allgemeines Schenkelklopfen aus. Da haben wir in den letzten 10 Jahren diverse Stadtmarketingvereine verschlissen, alle mit großen Vorschusslorbeeren bei der Gründung von dem Bürgermeisteramt und der Wirtschaftsförderung ins Leben gerufen. Auch das Citymanagement wurde von Anfang an falsch eingestielt, es wurde ausgegrenzt und nicht integriert. Nach drei Monaten grummelt es an der Oberfläche bei den Kommanditisten. Es finden sogar schon Schuldzuweisungen statt, wer denn nun Schuld an dem ungenügenden Verlauf hat.

Man muss also sagen, die CDU, ehemals mit einer hohen Wirtschaftskompetenz ausgestattet, dümpelt hier in Ennepetal als Klüngelverein ohne Inhalte durch die Gegend. Meine Güte da hat ja die Truppe von Dr. Mehner mehr drauf.

Es ist wie auf Bundesebene, dort hat die CDU nur einen Programmpunkt, Angela Merkel, hier in Ennepetal hat sie nichts als nur Sprüche aufzubieten. Oder kommt Angela Merkel als Bürgermeisterin nach Ennepetal? Wohl kaum. 
 

Jürgen Gerhardt

Irgendwie trifft es immer die Falschen – wirklich?

[jpg]  Da platzt ein Motor am Teckel und schon wird ein riesengroßes Problem sichtbar. Nachdem die Ruhrtalbahn den Schaden nicht mehr schnell genug reparieren konnte, informierte sie die Städte, dass am Sonntag der Teckel ausfallen würde. In Gevelsberg hat man offensichtlich die Mail noch gelesen und weiter gegeben. Abgesehen das Gevelsberg ja attraktiv genug ist, so attraktiv, dass viele Ennepetaler wenn sie auf den Beinen sind, nach Gevelsberg umziehen. Nun wurde diese Mail auch an die Stadt Ennepetal verschickt, leider außerhalb der Geschäftszeiten. So Motoren halten sich nicht an Geschäftszeiten, ist aber auch dumm.

Da geht unser frischgebackener Detektiv, der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, erster Beigeordneter der Stadt Ennepetal und Bürgermeisterkandidat der CDU, auf Spurensuche. Und er wird fündig:

 So schreibt er auf seiner Seite, "Dass aber am Freitag erst um 17.16 Uhr, also außerhalb der normalen Dienstzeiten der Haus Ennepetal GmbH, in Form einer einfachen mail ( hier wäre doch der Anruf bei einem Verantwortlichen das probatere Mittel gewesen ) durch die Ruhrtalbahn darauf hingewiesen wurde, kann ich nicht verstehen."

 Als ich das gelesen hatte , kratzte  ich mich  verdutzt am Kopf. Wie denn gibt es eine email wie bei der Briefpost, ein Sonderformat? Meinetwegen einfache email Eur –,55 und bei vielen Zeichen kostet das Eur 1,10?

Lieber Herr Wiggenhagen es gibt nur emails, man kann die noch verschlüsseln, oder mit einem anderen Zeichensatz (charset) ausstatten, mehr nicht. Das Problem bei einer gut funktionierenden Kommunikation ist, wie geht der Empfänger mit der eingehenden Information um. Eine email ist eben eine schnelle und effiziente Nachrichtenübermittlung. Und, jetzt kommt es, man kann sie umleiten, sogar auf ein Handy. Wenn die Stadt und das Haus Ennepetal eine spezielle email Adresse angelegt hätten über die solche emails eingehen, diese nach Dienstschluss umgeleitet würden, so wäre die Information auch früh genug angekommen. Die Ruhrtalbahn hat ihren Job gemacht, sogar noch auf die alte Art mit dem Papier die Stationen längs gefahren. Nur sie und Haus Ennepetal sind nicht auf die moderne Art der Kommunikation eingestellt.
Überhaupt frage ich mich was sich die Stadtverwaltung unter Informationserstellung und -verarbeitung  in unserer heutigen Zeit vorstellt. Veranstaltungen werden nur unzureichend in die Öffentlichkeit getragen, so dass die Bürger sich darauf nicht einstellen können. Die Müllabfuhr steht auf Seite eins im Internet und das Event muss man suchen. Aber wir haben ja noch die guten alten Printmedien, die drei Tage vorher informieren, nur bis dahin hat der Bürger sich schon etwas anderes vorgenommen. Man merkt es schon, dass gezielte Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung nicht liegt. Sollen doch die Bürger nachfragen, ob und wann was "Inne Milspe" los ist, aber bitte während der Dienstzeiten. Soviel Ignoranz findet man wirklich sehr selten. Lieber Herr Wiggenhagen, machen sie doch mal einen Zeitsprung in die Jetztzeit, die 70er Jahre waren nett, wir haben aber inzwischen 2010 und da geht die Post ab. Hoffentlich werde ich nicht so alt wie unsere politischen und administrativen  Eliten in unserer Stadt.
Da wird in diesem Zusammenhang immer wieder Herr Kern als Schuldiger vorgeschoben, nur um das eigene Versagen zu kaschieren. Kern ist kein Eventmanager, er ist auch kein Manager für das Haus Ennepetal, das wusste aber doch die Stadt. Trotzdem wurde Herr Kern in dieses Amt eingesetzt und jetzt sein Vertrag noch verlängert. Die Unverschämtheit ist dabei, der Stadt gehören die ganzen Gebäude, wie Haus Ennepetal oder das Platsch, indem die Stadt der alleinige Gesellschafter ist. Auch der Rat der Stadt ist im Boot dabei, mit allen seinen Ratsmitgliedern und Parteien, einträchtig und ohne Öffentlichkeit, hinter verschlossenen Türen.

Hier mal die Liste des Aufsichtsrates der Kluterthöhle und Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH:

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Wolfgang Kern, Geschäftsführer seit dem 01.07.1990 für die Kluterthöhle und Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH vor dem Formwechsel bzw. seit dem 08.12.2006 für die persönlich haftende Gesellschafterin Kluterthöhle und Freizeit Verwaltungs GmbH.

Aufsichtsrat:
 

Sechster Aufsichtsrat:
 (ab 23.11.2004)
 
 
Mitglieder im Geschäftsjahr 2007
 Stellvertreter
Michael Eckhardt, Vorsitzender Bürgermeister

Hans-Günter Wenke 1. Beigeordneter

Bärbel Dautzenberg Stadtvertreterin
Manfred Drabent Stadtvertreter
Ingold Schneider (bis 31.01.2007) Stadtvertreter
Johannes Kraft Stadtvertreter
Frohmut Eichinger (ab 01.02.2007) Stadtvertreter
 
Bernhard Mielchen (bis 31.01.2007) Stadtvertreter
Ernst-Udo Schnell Stadtvertreter
Ghert Sivers (ab 01.02.2007) Stadtvertreter
 
Matthias Rehbach Stadtvertreter
Jochem Schulte Stadtvertreter
Helmut Drees, Stadtvertreter
Jürgen Battenfeld Stadtvertreter
Volker Rauleff, stellvertretender Vorsitzender Stadtvertreter
Peter Schnurbusch Stadtvertreter
Anita Schöneberg Stadtvertreterin
Jörgen Steinbrink Stadtvertreter
Manfred Schott Stadtvertreter
Rolf-Dieter Hüttebräuker Stadtvertreter
Sabine Hofmann Stadtvertreterin
Kristin Hildebrand Stadtvertreterin
 
 
Wolfgang Frey Stadtvertreter
Michael Haas Stadtvertreter

 

 

 


Nach dieser Liste kann unser allseits geliebter parteiloser Michael Eckhardt, der von der CDU aufgestellte Bürgermeister, als Vorsitzender jederzeit das Aufsichtsgremium zusammen kommen lassen und per Antrag Herrn Kern entlassen und einen professionellen Eventmanager einstellen. Die Mehrheit hat er. Dann könnte er auch durch Architekten den meines Erachtens immensen Investitionsbedarf feststellen lassen, einen Finanzierungsplan erstellen und sodann den Investitionsstau beseitigen. Aber was wurde getan? Herr Kern ist seit 1990 Geschäftsführer, also bald 30 Jahre und das Gebäude wird nur notdürftig instand gehalten. Kern immer wieder als Schuldigen vorzuführen, bringt die Stadt aber auch nicht weiter, verbaut aber zumindest den Blick auf die wahren Fortschrittsverweigerer. Suchen sie ruhig weiter nach einem Schuldigen, Herr Wiggenhagen, aber nicht in den Spiegel gucken.

Und so kann man sagen, es trifft immer die Richtigen, diejenigen die sowieso nichts wollen.

Jürgen Gerhardt

 

 

 

Aus Fehlern lernen -5.7.09 / Teckel wieder ausgefallen

Gestern hatten wir darüber berichtet, dass der Teckel ausgefallen war. Diesen Bericht können Sie unten im farbigen Feld noch einmal nachlesen.

Unsere heutige Recherche ergab folgendes: Die Ruhrtalbahn, Herr Tigges, hat am Freitag mit email von 17:16 Uhr die zuständige Stelle der Stadt Gevelsberg informiert. In Ennepetal ist nichts angekommen. Herr  Sichelschmidt von der Ruhrtalbahn Hagen hatte am Samstag die Information als Din A 4 -Blatt an den Fahrplan geheftet, war aber davon ausgegangen, das die email auch am Freitag in Ennepetal vorgelegen hätte.

 

Egal wer oder was jetzt im Endeffekt der Auslöser war, wichtig ist, dass für die Zukunft derartige Fehler abgefedert werden und ein gut funktionierendes Netzwerk die Möglichkeit schafft, dass Informationen rechtzeitig weitergeleitet und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

 

So hatten wir es gestern geschrieben:

 

Der Teckel fährt heute nicht – 5.7.2009

Ist es für die schon ärgerlich, die sich von wer weiß woher auf den Weg machen, um eine Teckelfahrt zu unternehmen und dann sehen müssen –
aus die Maus – der Teckel ist mal wieder kaputt, so greift diese Tatsache viel weiter.

Nach einem mühsam unternommenen Start vor einigen Wochen nahm das Willkommensangebot für die Fahrgäste eine erfreuliche Wendung.

Die Parkplätze sind geöffnet und nutzbar. Es gibt eine Sitzbank für ältere oder müde Menschen. Eine Info-Blockhütte ist da mit zahlreichen Informationen rund um und in Ennepetal. Ein Kutschuntrnehmen bietet seine Dienste an für Fahrten ins Industriemuseum, Hülsenbecker- oder Heilenbecker-Tal. Und seit Neustem gibt es auch einen Imbisswagen, der die ankommenden Gäste mit Kaffee, anderen Getränken, frisch gebackenen Laugenbrezeln und einigen anderen Verköstigungen versorgt.

Die Bilanz von heute:

Die Wirtschaftsförderung war da (Herr Wiggenhagen nebst Frau), um die Ankommenden persönlich willkommen zu heissen. Herr Dunker hatte in seinem Imbisswagen schon Kaffee bereitet und die frisch gebackenen Laugenbrezel aufgebahrt. Frau Schulte-Paßlack mit Mann war als ich kurz vor Zugeintreffen ankam schon da, um unterstützend mitzuwirken. Es saßen schon Gäste, die in die Gegenrichtung fahren wollten wartend auf der Bank. Weitere Einzelhändler aus Milspe trafen ein, wobei ich hier nicht weiss, ob sie auch als Begrüßungskomitee angetreten waren, oder selbst eine Tour mit dem Teckel machen wollten.

Alle waren da – nur der Teckel nicht. Und dann entdeckte man hinter dem Fahrplanschild dezent und absolut unauffällig ein Schild der Ruhrtalbahn in
DIN A 4 Größe, dass der Teckel heute nicht fährt.

Während heute vormittag auf der Seite der Ruhrtalbahn noch kein Hinweis war – ich wollte mich dort noch einmal nach den genauen Ankunfstszeiten informieren, erfuhren wir jetzt über Twitter, dass der Zug ausfällt.

 

Aber irgend jemand muss das doch schon vorher gewußt haben, denn das Schild war ja schon vorher hinter dem Fahrplan. Und warum hat der jemand
dann nicht direkt alle informiert, damit sich manch einer nicht unnötig auf den Weg machen musste? Wir leben in einem Zeitalter der Handys, des Internets und Radio usw.

Nachdem Herr Kern es doch geschafft hat, das die Infobude und die geöffneten Parkplätze endlich Bestandteil der Teckelfahrten geworden sind, warum wird
dann hier wieder so lapidar mit Informationen umgegangen? Ein verstecktes Din A 4 Infoschild reicht wohl nicht und warum gibt er dann seine Informationen
nicht postwendend an den nächsten – Herrn Wiggenhagen weitergegeben? Der hat schon ein paar Möglichkeiten mehr hier etwas zu unternehmen.

Schade, schade. Kaum aufgebaut machen wir uns unser Ennepetal-Image wieder kaputt, auch wenn der Übeltäter in der Technik bei der Ruhrtalbahn liegt,
die – falls wir nicht noch anders kundig werden – auch recht verspätet die Informationen übersandt hat.

 Die heutige Recherche ergab bisher:

Herr Kern ist ihn Urlaub. Seine Leute haben gestern vormittag einen Mitarbeiter zum Empfang der
Gäste zur Infobude an der Haltestelle geschickt.

 

 

 

Linde Arndt

Live-Interview 8.7.09 – Autogrammstunde 9.7.09/“Ennepetal“-Lied

 Im unteren Abschnitt dieses Berichtes haben wir noch einmal die Händler aufgeführt, bei denen Ihr das ENNEPETAL-Lied kaufen könnt.

Nun gibt es wieder eine Neuigkeit in dieser Angelegenheit.

 

Es gibt ein LIVE-Interview mit Karsten Müller und dem Ennepetal-Lied

am Mittwoch, 8. Juli 2009 zwischen 20:00 bis 21:00 Uhr bei www.radio-mdu.de /oder www.radio-mdu.com

Einfach einwählen, oben links auf Mediaplayer drücken und schon seit ihr live mit dabei.

Wir würden aber empfehlen, die Verbindung schon vorher auszuprobieren, da es evtl. sein kann. dass ihr Euch erst
ein entsprechendes Programm downloaden müsst – falls ihr keines habt.

 Weiterhin gibt es  am Donnerstag, 9. Juli 2009 ab 17:00 Uhr eine Autogrammstunde mit Karsten Müller bei Bücher-Bäcker, Voerder Str. 58, Ennepetal. Hier wird er die CD des Ennepetal-Liedes von seiner  Band  TROYH  signieren, sowie Autogrammkarten verteilen und für  Fragen gern zur Verfügung stehen.

 


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Wer zur 60 Jahrfeier am Marktplatz war und die gigantische Show des RockOrchesters Ruhrgebiet erleben durfte, der hat es auch mitbekommen, daß neue Lied über die Stadt Ennepetal.

Liebenswürdig und flott – ein echter Ohrwurm. Die ersten Scheiben sind dann auch direkt vor Ort an den Mann (oder die Frau) gebracht worden. Aber es waren ja auch viele nicht dabei, z. B. die, welche  noch mit dem Abbau von den Ständen in der Fußgängerzone beschäftigt waren, oder aber nach den drei tollen Tagen endlich einmal die Füße für ein paar Minuten hochlegen mussten und vorzogen nach Hause zu gehen, oder die Familie versorgen mussten, oder – oder – oder.

All diejenigen, die diese Möglichkeit nicht wahrnehmen konnten, haben jetzt die Chance, das Ennepetal-Lied (1 Version mit dem Chor-Reichenbach, 1 Version mit der Band TROYH von Karsten Müller und eine Eigenkomposition aus dem Repertoire der Band Troyh] lz. Karsten Müller bei folgenden Einzelhändlern ab spätestens Freitag, den 26.06.09 für  nur € 5,00  zu erstehen:

 

Kosmetik Mittag, Barbara Mittag, jetzt Voerder Str. 85, Ennepetal (neben der Sparkasse)

"Die Teeinsel", Heike Göbel, Voerder Str. 63, Ennepetal

Bücher Bäcker, Margit Bäcker, Voerder Str. 58, Ennepetal

Confiserie Kartenberg, Kölner Str. 81, Ennepetal

 

und natürlich über Steinbildhauer  Karsten Müller Tel. 02333-602901.
 

Aktuelle Meldung – weitere Händler halten die CD mit dem Ennepetal-Lied vorrätig:

Wie uns soeben von der Stadt Ennepetal, Frau Al-Sabi mitgeteilt wird, können die CD`s bei folgenden Händlern erworben werden:

Lotto Ziegler, Mittelstraße 32, Ept.-Altenvoerde

Rathaus, Bismarckstraße, Ennepetal

Aral AG, Dunker, Neustraße 19, Ennepetal

Haus Ennepetal – Herr Pitsch

Schreibbüro Krüner, An der Kirche 12, Ept.-Voerde

 

 

Soweit wir wissen, hat die Stadt Ennepetal auch noch eine Reihe CD`s, allerdings haben wir noch keine Rückmeldung trotz Nachfrage, wo diese vertrieben werden. Aber jetzt haben Sie ja erst einmal ein paar Anlaufstellen.

Viel Spaß mit dem Song und vielleicht dauert es ja nicht lange und man hört in überall in allen Ortsteilen und auch anderswo, denn Musik kennt keine Grenzen.

 

Linde Arndt

 

PS. Es gibt noch einige Bilder von der   Präsentation des Ennepetal-Songs mit dem
Rockorchester Ruhrgebeat:
  unter der in Kürze neu entstehenden Homepage von
Karsten Müller und seiner Band. http://www.troyh.de/media.html

Demokratie ist selbst bestimmtes Handeln

[JPG] Es ist eine komische Zeit und offensichtlich nicht die Zeit für die Demokratie. Da sieht man erstaunt wie die Regierung in Berlin in die Geiselhaft der Wirtschaft genommen wurde. Mit Verachtung schaut man auf die, die durch das soziale Raster gefallen sind, sie sind ökonomisch wertlos, sie muss man nur als Sozialschmotzer diskreditieren. Sich aus dieser Geiselhaft der Wirtschaft befreien? Warum auch.  Da wird gerettet was das Zeug hält, ob das Sinn macht oder nicht Hauptsache es kommt ein mediales Heldenbild heraus. Von Gutenberg ist einer der neuen Helden nach dem wir uns angeblich so sehnten. Aber ist er wirklich ein Held? Als 1962 der damalige Innensenator Helmut Schmidt die in Hamburg wütende Sturmflut bravourös in seiner Auswirkung  meisterte, hatten viele jedoch eines vergessen. Helmut Schmidt scherte sich nicht um Gesetze oder Verordnungen, er konsultierte nicht den Senat, er handelte. Ist es das was wir brauchen, einen Helden? Jemand der immer unter Strom steht, der geradezu die Herausforderung herbeisehnt, die seine Berechtigung erst wirklich werden lässt? Dem alle Gesetze egal sind?
Da tritt die Kanzlerin mit einem Wahlpaket Steuersenkungen für den Mittelstand in Höhe von 15 Mrd. Euro auf, so als wenn die Finanzkrise schon eine Endbilanz hätte. Vor einem Jahr hieß es noch " wir können kein Geld ausgeben was wir nicht haben". Und heute? Heute heißt es, Geld das wir nicht haben können wir gleich mehrfach ausgeben. Es ist Wahlkampf, fertig.  Aber mal eine Frage: Wer fragt denn das Parlament, unsere Abgeordnete im deutschen Bundestag? Sind die nur zur Dekoration der postmodernen politischen HeldenInnen da? Oder sollen die die Suppe auslöffeln, die sie nicht bestellt haben?

Ganz leise in den Innenseiten der großen Zeitungen oder in den Spätnachrichten wurde ein Mann 80 Jahre alt, Jürgen Habermas. Ein Held? Nein, ein Denker, ein Warner, den wir in unseren Zeiten wohl nicht brauchen. Aber gab es mal Zeiten wo es solche Menschen braucht? Habermas, ein Deutscher, genießt in allen Ländern auf dieser Erde uneingeschränkte Zuneigung. Welcher deutsche Politiker kann das schon von sich behaupten?

So hat man den Eindruck, die Demokratie ist für viele eine Zumutung, die sich nach dem Helden sehnen der den so genannten Konsens herstellt. Demokratie ist aber ein Versprechen, ein Versprechen dem Volk (Démos) gegenüber über sich selbst zu herrschen!! Ein Credo derjenigen die Habermas zu seinem 80.sten zusammen kamen.

  Und Habermas schrieb 1958 dazu: "…….arbeitet an der Selbstbestimmung der Menschheit, und erst wenn diese wirklich ist, ist jene(Demokratie) wahr. Politische Beteiligung wird dann mit Selbstbestimmung identisch sein."

 

 

Nun wird eine Kommune nur von einer Exekutiven geleitet, Rat der Stadt, also die Politik als auch die Verwaltung sind sich einander verpflichtet.

Jürgen Habermas    

Aber sie sind sich nicht auf Teufel komm raus zum Konsens verpflichtet, auch der Dissens kann kreative Kräfte frei setzen. Nur zum Dissens gehört Mut oder auch Zivilcourage, die wir doch immer wieder einfordern. So beobachteten wir im kommunalen Wahlkampf immer wieder, dass nur die Protagonisten der Parteien eine Meinung haben, die Mitglieder stehen als Staffage nur wie stumme Zeugen rum.

Selbst die BürgermeisterkandidatInnen werden auf nur wenige vorgegebene Botschaften der Parteien reduziert. Da wird mal schnell Persönlichkeit und politisches Programm in einen Topf geworfen, aufgekocht und es kommt eine weich gekochte Persönlichkeit heraus. Aber macht denn nicht gerade der Grad der Selbstbestimmung den Wert einer menschlichen Persönlichkeit aus? So kann es doch nicht sein, wenn ein örtlicher Parteivorsitzender unwidersprochen eine Meinung wiedergibt, die nur hinter vorgehaltener Hand als untragbar bezeichnet wird. Man nennt das Obrigkeitsdenken.

So wird dann von allen Seiten an unserer Demokratie gearbeitet um ja nicht den Selbstbetimmungsgedanken aufkommen zulassen.

Der Gesetzgeber hat einen hauptamtlichen Bürgermeister definiert und hat klug definiert. Hauptamtlich deshalb, weil er/sie keinen wirtschaftlichen Nachteil durch seine Tätigkeit haben sollte. Aber, er sollte aus den Reihen der politischen Parteien und Gruppierungen kommen! Und nur in Ausnahmesituation aus der Verwaltung.

Warum wollte der Gesetzgeber diesen politischen Bürgermeister? Es gab nur einen Grund und der war zwingend.
Die politischen Parteien aber auch Gruppierungen spiegeln die unterschiedlichen Meinungen der Bürger. Dazu kommt noch die Persönlichkeit des Kandidaten, so er eine hat. Diese Persönlichkeit sollte ein klares Verständnis von Demokratie haben, sie sollte integrieren, integer und loyal zu seinem Souverän,  dem Wähler stehen.

Denn letztendlich muss er den notwendigen Ausgleich zwischen Stadtverwaltung und dem Rat der Stadt herbeiführen, er darf nicht den Grundkonflikt der ohne Zweifel vorherrscht noch fördern.

Was ist also von einem Verwaltungsmenschen zu halten, der sich nicht einmal politisch binden mag, lediglich seine Sympathie zu einer Partei durchblicken lässt, der seine Selbstständigkeit immer wieder beschwört, aber seine Abhängigkeit immer wieder dokumentiert?

Wir haben schwere Zeiten vor uns. Hatten wir nicht immer schwere Zeiten vor uns? Vor der Wahl. Kurz vor der Wahl kursiert auf einmal eine "Giftliste" aus dem Bereich Haushalt. Warum wohl? Eine 20%ige Haushaltsperre soll verhängt worden sein. Warum wohl? Mit der Haushaltssicherung wird gedroht. Warum wohl?
Wird da nicht wieder nach diesem "so genannten Helden" gerufen, diesem Alexander, der mit einem Schwerthieb alles lösen kann? Nur, die Exekutive in Berlin hat die Krise selbst verschuldet, nämlich mit einer unsoliden Haushaltspolitik, die seit Jahren vorherrscht und jetzt will sie den Retter spielen.

Und auch in Ennepetal gilt, durch die so genannte Krise wird ja gerade die Solidität der Haushaltspolitik sichtbar, sie ist also nicht Ausdruck einer Krise. Denn Wirtschaftskrisen gab es immer schon, sie kamen immer in bestimmten Intervallen, kurz-, mittel- oder auch langfristig. Wenn es also eine Krise geben sollte, so ist diese durch die Stadtverwaltung herbeigeführt worden, indem sie die wirtschaftlichen Signale der Wirtschaft, die schon 2006 sichtbar waren, nicht mit einplante. Und der Rat der Stadt? Immerhin ist er ja selber Exekutive!

Nun dem Rat der Stadt fehlt es an der notwendigen fachlichen Erfahrung oder auch Eignung um solche Signale in politische Forderungen zu formulieren. Und die Verwaltung? Hatte die nicht 2008 viele Begehrlichkeiten durch den unerwartenden Steuersegen geweckt? Warnungen von Seiten des Bürgermeisters, der ja immer der abgemachte Held ist, die gab es nicht. Warum wohl hier? Der Steuersegen hat doch wohl sein Heldentum untermauert. Aber hatte er nicht auch loyal zu dem Rat der Stadt als der kompetente Chef der Verwaltung stehen müssen? Er war und ist ihm doch verpflichtet!!

Es scheint so als wenn Stadtverwaltung und Rat der Stadt etwas spielen, was einer Demokratie abträglich ist.
Die Stadtverwaltung spielt die Exekutive und unterstellt dem Rat der Stadt die Legislative, eine fatale Entwicklung in unserer Stadt und für die Demokratie.
Und das sollte unterbunden werden, indem ein Bürgermeisterkandidat aus den Reihen der Verwaltung grundsätzlich nicht wählbar ist. Die Verwaltung sollte erst einmal wieder lernen, dass sie dem Rat der Stadt verpflichtet ist. Sie steht nicht über dem Rat, sonder partnerschaftlich neben ihm. Und das haben viele offensichtlich vergessen.

Und das ist es was unsere Demokratie ausmachen sollte, eine Kommune die selbstbewusst und selbstbestimmt ihre Interessen im Verband der Kommunen vor dem Gesetzgeber vertritt. Nicht der Kampf um einen Helden im kommunalen Machtbetrieb sollte vorherrschen.

Es ist Zeit für die Denker, Warner und Rufer die sich nie einbinden ließen in den Politbetrieb, der nur Schreihälse hervorbringen kann.

 Demokratie ist keine Zumutung, sie ist eine Chance für alle, auch für ein "kleines" Ratsmitglied.

 

Jürgen Gerhardt

 

Mein Gott, so war das nicht gemeint.

In eigener Sache.

[jpg ] Als ich etwas meine Statistik lüftete und eine Zahl, dort unterschiedliche Besucher von 6.896 bekannt gab, wollte ich auf keinen Fall einen Wettbewerb ausrufen. Diese 6.896 Besucher sind nicht auf der Basis von IP Nummern aus der Logdatei ermittelt worden, vielmehr habe ich eine eigene Statistik wo der Besucher eindeutig als Rechner oder mittels einer ID registriert wird. Die aus der Logdatei ermittelten Besucher sind logischerweise ungleich höher, nämlich nach der "normalen" Statistik 12.376, diese Zahl hat aber aus unterschiedlichen Gründen keine Relevanz für uns. Weil, die unterschiedlichen Besucher werden dort mittels einer IP Nummer ermittelt. Weil aber IP Nummern bei Einwahl ins Netz dynamisch vergeben werden, kann es also sein, dass ein User vormittags mit einer anderen IP Nummer als nachmittags erscheint. Herr Mustermann ist bei uns also definitiv in diesem Fall nur einmal auf unserer Seite gewesen. Und wenn Herr Mustermann am nächsten Tag wieder erscheint wird er bei uns nicht wieder gezählt. Vielleicht hätte ich den Begriff unterschiedliche Rechner einführen sollen.

Wesentlich wollte ich jedoch sagen, es interessieren sich sehr wohl Menschen für das politische Geschehen in unserer Stadt. Und in Richtung der Parteien und Gruppierungen, wir machen Meinung. Ihr könnt nicht mehr so selbstherrlich agieren, eure Worte werden aufgedröselt und euch evtl. um die Ohren geschlagen. Und, deshalb die Zahlen. Es sind nicht vernachlässigbare Menschen, Bürger, Wähler die das lesen, es sind inzwischen tausende, die lesen und sich ihren eigenen Reim bilden. Deshalb, passt auf, besinnt euch, seid ehrlicher oder wahrhaftiger, denkt bevor ihr was sagt, ihr die ihr dem Politbetrieb angehören wollt.

Macht also etwas was ihr schon lange nicht mehr gemacht habt:

Nehmt den Bürger ernst!

Das jetzt auf einmal ein Wettbewerb der Zahlen aufkommt war von uns nicht beabsichtigt, insofern war unser Argument etwas zu naiv.

Jürgen Gerhardt

…..da waren es auf einmal sechs

[jpg]  27.06.09 Mitgliederversammlung der Partei "Die Linke" im Haus Manus, Haus  Ennepetal.

Um 18:00 Uhr trafen sich die Ennepetaler Linken zur Wahlversammlung um ihre Kandidaten zu wählen.
Aus Gevelsberg war Christina Zett vom geschäftsführenden Vorstand angereist, um letztendlich der Versammlung vor zustehen. Im Verlauf wurde das 100 Punkte umfassende Wahlprogramm, mit Schwerpunkt Soziales, einstimmig verabschiedet. Nach einer kurzen Pause wurde die Wahlversammlung zur Kommunalwahl von Frau Zett eröffnet.
Unter Top 9 wurde der Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen und sodann auch gewählt. Gewählt wurde, Wilhelm Völlmecke aus Ennepetal-Voerde. Er nahm die Wahl auch an.
Wilhelm Völlmecke betonte er würde sich der sozialen Verantwortung verpflichtet fühlen, er sehe immer mehr Menschen nur mit Angst und ohne Perspektiven durch die Strassen gehen, dies habe ihn veranlasst diese Kandidatur auch anzunehmen. Er selber sehe seine Kandidatur zwar realistisch, wolle aber dadurch ein Zeichen an die bestehenden Parteien setzen, die sich immer mehr ihrer Verantwortung dem Menschen gegenüber entzogen haben.
Völlmecke (Platz 1) führt auch die Reserveliste mit Güzel Albayrak  (Platz 2) an. Letztendlich fanden insgesamt 15 Mitglieder auf der Reserveliste Platz, die aber sicher noch bis zum Ende auf 20 erweitert werden kann. Zumindest waren die Anwesenden frohen Mutes. Zu erwähnen wäre, dass diese Liste eine relative junge Liste ist, ich schätze mal ein Durchschnittsalter von max. 40, was dem Rat der Stadt Ennepetal sicher sehr gut tun würde.

Der ordnungsgemäße Ablauf der Wahlversammlung wurde von der Versammlungsleiterin Frau Zett danach bestätigt.
Geht man nach dem Bundestrend, so kann bei dementsprechender Wahlbeteiligung  durchaus mit 8 bis 11 Prozent an Stimmen für Die Linke in Ennepetal gerechnet werden. Befragungen zufolge befinden sich viele der potenziellen Wähler der Partei Die Linke im Nichtwählerlager. Es kommt in den nächsten Wochen jedoch darauf an, inwieweit die Parteien und Zusammenschlüsse ihre Wähler zu mobilisieren wissen.

Eines können wir heute jedoch schon sagen, nirgendwo im Kreis ist der Wahlkampf spannender als hier im beschaulichen Ennepetal. Zumindest das neiden uns die Nachbarstädte und finden unsere Stadt einwandfrei viel attraktiver. Selbst am langen Tisch in Wuppertal, während des Piratenfestes, wusste man von Ennepetal zu berichten und zwar durchaus im positiven Sinne.

So können wir von hier aus sagen, wir haben einen großen Beitrag zur Attraktivität Ennepetals beigetragen, was zumindest zu einem Achtungserfolg in den umliegenden Städten führte. So haben wir mit unserem Blog inzwischen 6896 ( Stand: 27.6.09 ) unterschiedliche Besucher seit dem 1.1.09 ermitteln können, die uns auch regelmäßig aufsuchen.

Jürgen Gerhardt

Ein Lied kann eine Brücke sein – oder Neues von der Pixelhexe

 

Haben wir im Land der Füchse uns schon voll und ganz auf drei Damen und zwei Herren konzentriert, so wird die Anzahl der Bewerber um einen weiteren Platz auf der männlichen Seite erhöht und man weiss noch nicht, was evtl. noch kommen kann. Denn noch sind einige wenige Tage bis zum 13. Juli 2009 18:00 Uhr, wenn es ab 18:01 Uhr beim Wahlamtsleiter heißt: "Rien ne va plus" – nichts geht mehr.

Allmählich macht sich eine leichte Nervosität breit, denn ab jetzt zählt jeder gesprochene, oder eben nicht gesprochene Satz, jede Geste, jeder Blick. Dann hört man überall die Worte "Wir müssen alle an einem Strick ziehen", aber wenn man genau hinschaut ist es zwar ein Strick, aber jeder zieht in eine andere Richtung und da befürchte ich schon, wenn der Druck zu groß wird, reißt das Seil und alle purzeln in sämtliche Himmelsrichtungen.

Da fühle ich mich halt einfach verantwortlich, den Lieben ein wenig unter die Arme zu greifen und sie gemeinsam zu einen, damit sie endlich das "WIR"-Gefühl spüren. Was aber frage ich Sie ist  daran eigentlich so schwierig?

Na gut, genug gelabert, ran an´s Werk. Den Zauberstab schwingen und sagen: Alle Kandidaten hier seid vereint zum großen WIR.
 

Oh nein, nein Kandidat 1. Bei Gemeinsamkeit sind alle gleich. Nicht wieder an die Spitze, reihen Sie sich ein in die Gruppe. Es ist ein Orchester, kein Soloauftritt. Ich weiß, Anpassung kennen Sie nur wenigen Menschen gegenüber, obwohl Sie sich gerade bei denen besser durchsetzen sollten.

 

Hier sind wir dabei etwas Großes und Einmaliges aufzubauen. Na ja, vielleicht habe ich den Stab nicht schwungvoll genug geschwungen, so dass Sie mal wieder ausbüchsen konnten. Also dann noch einmal. Tssszsch.

 Na also, Kandidat 1, jetzt haben Sie Gemeinsamkeit hergestellt und stehen im Grunde immer noch in der
ersten Reihe, aber jetzt ergibt es nach aussen ein anderes Bild. Ich habe Sie gemeinsam mit Ihrer Nachbarin
schon immer für das wirkliche Dreamteam angesehen, aber das müssen wir jetzt hinten anstellen, denn hier
sollen alle gleich behandelt werden.

Ja gut so, da haben wir alle zusammen. Die Dame rechts im Bild wartet geduldig auf Ihren Einsatz und hält
sich bis dahin noch zurück. Außen links auf der Bildseite wartet schon die dritte Dame auf Ihren Gesangsauftritt.
Der Chormeister hat ihr das Notenblatt in die Hand gedrückt und jetzt ist sie schon ganz aufgeregt, wann sie endlich loslegen kann.
Stopp, stopp – wer trommelt denn da so laut im Hintergrund. Das ist der Mann unter dem Hut. Ach so, der Trommelwirbel gehört zum Programm, um dem Stück den nötigen Schwung zu geben. Nun da machen Sie mal halt weiter, aber denken Sie daran, die anderen müssen auch noch gehört werden [oder sagt man jetzt besser "zu hören sein"?]

Und wer ist der junge Mann zwischen den beiden Damen rechts und Mitte? Ah, der ist neu. Bin mal gespannt  welche Töne der auf seinem Instrument anschlägt. Okay, Moment mal, dann haben wir jetzt ja die wichtigen sechs Kandidaten zusammen.

So, nun schau ich mir das Alles noch einmal von Weitem an. Sieht zwar harmonisch aus, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das ist nur oberflächlich.

Ich glaube, ich hebe jetzt den Zauber auf, lasse alle wieder in ihre alten Rollen zurück und überlege mir für die nächsten Tage eine neue Formation. Mal sehen was wir dann zu Stande bringen.

 

Für heute bin ich zu müde! Ja, auch Pixelhexen brauchen ab und zu Schlaf.

 

Bis dahin lasst es euch gut gehen.

 

Eure Pixelhexe

 

 

Was haben die, was wir nicht haben?

[jpg] Nun sind die 60 Jahr Feiern vorbei. Die da oben feierten am 1.4.09 im Haus Ennepetal, wir da unten durften am 19.6. bis 21.6.09 "Inne Milspe" feiern. Beide feierten mit unseren Steuergroschen und teilweise aus der eigenen Tasche ihr ureigenes Jubiläum. Wobei das erstere etwas besser organisiert war. Nun ist es Zeit für eine Besinnung, die uns sagen sollte, "Wo stehen wir" und "Wo wollen wir hin"? Nicht vergessen, sollte man in diesen Tagen der Harmonie, wir haben am 30.08.09 Kommunal- und Bürgermeisterwahl.

Wenn man die Ennepetaler befragt was sie von ihrer Stadt halten und wie sie sie einschätzen würden, erhält man uneingeschränkt die Antwort, "Unser Ennepetal ist schön". Aber was wird an diesem Schön festgemacht?

Zuerst wird das an der Landschaft festgemacht, die so unverbraucht mit seinen Wäldern, Höhen, Tälern und Flussläufen immer wieder begeistert. Aber danach hört es auf und es beginnt die persönliche Sichtweise, die teilweise von dem erst genannten abgeleitet wird. Nur in vielen, vielen Einzelgesprächen kam aber auch folgendes heraus: Für Dorma, Febi, Ischebeck oder ABC ist Ennepetal schön, weil die Firmen hier ihre Hauptsitze haben und in Ruhe und stetig prosperieren können. Für den Eigenheimbesitzer ist es schön, weil er nur aus der Tür rausgehen kann und schon im Grünen ist. Für die politischen Parteien ist es schön, weil sie je nach Farbe an der Macht sind oder aber an der Macht teilhaben können. Und so geht das immer weiter, bis man vor dieser ganzen Schönheit trunken ist.

Wenn aber Ennepetal so schön sein soll:

  •  Warum haben wir überdurchschnittlich viele Einwohner in den letzten Jahrzehnten verloren?
  •  Warum gehen Ennepetaler seit langem auswärts wie selbstverständlich einkaufen?
  • Warum können die einheimischen Firmen ihre Arbeitskräfte immer weniger innerhalb der Stadtmauer finden?
  • Warum haben sich in letzten Jahren 40% der Einzelhändler von Ennepetal verabschiedet?

Schauen wir uns den Verlauf der Bevölkerungsentwicklung von 1975 bis 2006 der Städte Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal nebeneinander einmal an.

Alle drei Städte haben einen sehr starken Bevölkerungsschwund von 1975 bis Mitte der 80er Jahre zu verzeichnen. Man sieht auch, alle Städte haben irgendwie reagiert, es ging danach wieder etwas aufwärts. Nur Ennepetal konnte keine nachhaltige Entwicklung erzielen und stürzte weiter ab. Von 1975 bis Mitte der 80er verlor Ennepetal 10% seiner Bevölkerung, dann eine kurze Stabilisierung und ab 1999 bis zum Ende von 2006 verlor Ennepetal wiederum 10% seiner Bevölkerung. Während die beiden Nachbarstädte die Stabilisierung nutzten um den Bevölkerungsschwund zu verlangsamen. Gevelsberg (Mitte) steht sogar besser als 1975 dar und Schwelm hat im gesamten Zeitraum unter 10% verloren.
Die Bevölkerungsstatistik ist immer Ausdruck der Attraktivität einer Stadt, aber auch der Zufriedenheit der Bevölkerung mit ihrer Stadt. Mit ihrer Stadt heißt hier fühle ich mich wohl, hier bin ich zu Hause!

Aber was kann ich für Ennepetal im Vergleich zu den beiden Nachbarstädten ableiten?
Etwas kann man ableiten, die Attraktivität und die Identifikation mit der Stadt ist in den beiden Nachbarstädten ungleich höher ausgeprägt.

Der zweite Punkt des Einkaufens, ist auch relativ leicht zu erfassen. Statistisch lassen die Ennepetaler nur rund unter 50% ihres Einkaufsvolumens in Ennepetal, den Rest geben sie in die Nachbarstädte und in die Großstädte ab.In der Bilanz gibt Ennepetal nur ab,bekommt ab nichts zurück.

Nur die Schwelmer und Gevelsberger geben 70% ihres Einkaufsvolumens in der eigenen Stadt aus, ein normaler Wert für so genannte Unterzentren. Woran liegt das?

Es fehlt dem Ennepetaler Standort das notwendige attraktive Branchenangebot, übrigens in allen Bereichen. Seit Anfang der 80er Jahre hat eine ganze Generation von Einzelhändlern ohne Nachfolge die Geschäftstätigkeit aus Altersgründen aufgegeben. Ein übrigens schleichender Prozess. In den Nachbarstädten ist das Angebot gleich bleibend geblieben, ja teilweise, sogar ausgebaut worden.

Der dritte Punkt, die einheimischen Arbeitskräfte, hängt mit dem Wegzug von jungen Menschen zusammen, die ja immerhin die normale Fluktuation in der einheimischen Wirtschaft ausgleichen sollte. Dorma, Febi, ABC oder Ischebeck ist es egal woher sie ihre Arbeitskräfte bekommen, Hauptsache sie können ihrer normalen Geschäftstätigkeit ohne Einschränkung nach gehen. Aber auch hier trifft man ehemalige Ennepetaler in Wuppertal oder Gevelsberg, so hört man immer wieder, ich bin froh den Schritt des Wegzugs getan zu haben.
In der Regel ist der Wegzug aus Gründen der mangelnden Attraktivität als auch der geringen Identifikation gegenüber der Stadt Ennepetal geschuldet.

Zum letzten Punkt, der ist allerdings sehr differenziert  zu betrachten. Einesteils war das Nachfolgeproblem nicht lösbar, so dass das Geschäft einfach geschlossen wurde. Dann gab es noch eine Gruppe die das falsche Geschäftsmodell hatten, oder die unterentwickelte Einzelhandelsstruktur des Standortes Ennepetals unterschätzten. Und die letzte Gruppe stand einer zu geringen Nachfrage gegenüber, die sie dann zur Aufgabe zwang. In diesen Gruppen hatte man aber auch das in den Anfang der 90er Jahre total veränderte Konsumentenverhalten ganz und gar ignoriert. Auch fehlte es an flankierenden Maßnahmen einer Wirtschaftsförderung in diesem Bereich. Letztendlich ist die Gruppe schleichend und frustriert aus dem Markt verschwunden.

Die Entwicklung der beiden Nachbarstädten stellte sich jedoch ganz anders dar. Sowohl die Politik als auch die Verwaltung griffen immer wieder flankierend in das Wirtschaftsgeschehen ein, sie sind besser vernetzt. Auch die Kommunikation funktioniert besser, sowohl auf der vertikalen- als auch  auf der horizontalen Ebene. Auch wenn so genannte Ausnahmesituationen auftreten, die eine schnelle Entscheidung erfordern, ist immer ein Entscheider an der Hand.  Kurz, die Organisation ist wesentlich effizienter.
Dann die Persönlichkeiten in den beiden Nachbarstädten die dies alles aufgebaut haben. In Schwelm Herr Reschop und in Gevelsberg Herr Isenberg, denen standen immer kompetente Ansprechpartner gegenüber bis hin zum Bürgermeister. Im Moment ist jedoch ein umfangreicher Generationswechsel zu beobachten, der aber sicherlich nicht die Organisation und die Kommunikation in Frage stellen wird.

Nun kommen wir zu der Attraktivität einer Stadt.

Zum einen wird die Attraktivität einer Stadt durch seine Bewohner repräsentiert, sie tragen diese nach draußen, kommunizieren das Bild ihrer Stadt. Aber, und jetzt kommt bei der Kommunikation das wichtigste, es muss konditioniert werden, sprich, dem Bewohner muss durch nachhaltige Übungen die Bausteine der Attraktivität seiner Stadt an die Hand gegeben werden. Und in diesem Bereich ist das große Manko der Stadt Ennepetal und seiner Verantwortlichen auszumachen.

Ein Beispiel: Im vorigen Jahr 2008 feierte Dorma sein 100 jähriges Firmenjubiläum. Eindrucksvoll zeigte uns die Firma Dorma ihre hoch innovative und prosperierende Firma. Per Internet wurden die Grußadressen über den halben Erdball ausgetauscht, technisch einfach und doch sehr gelungen. Es war von Seiten der Firma Dorma sicherlich eine gelungene Image Vorstellung. Aber, und das war wesentlich, die Stadt Ennepetal stand daneben und wusste nur ein Strassenschild zu übergeben.
Wie hätte es anders sein sollen oder können? Die Stadt Ennepetal hätte eine eigene Botschaft (Konzept) erarbeiten müssen! Unsere Firma Dorma in Ennepetal. Oder wir Ennepetaler und Dorma. Diese Firma hat ein absolut positives Image und dieses Image hätte ich auf meine Stadt transferieren können. Ich denke nicht, bei dementsprechenden Gesprächen,dass Dorma was dagegen gehabt hätte. Wobei Dorma selbstredend die Nummer eins auf dieser Veranstaltung gespielt hätte. Was spricht eigentlich dagegen wenn man im Haus Ennepetal beispielsweise einen Tag unserer Industrie macht?

Übrigens hat eine Firma auch an seiner Attraktivität zu arbeiten, als Gesamtfirma, seinen Produkten oder auch an seinen Sparten.

Was machen die Nachbarstädte? Schwelm hat seine Nachbarschaften, diese transportieren die Verbundenheit der Bürger innerhalb der Stadtmauern und ist Ausdruck der Verbundenheit. Auch Gevelsberg, man denke an das öffentliche Anblasen der Kirmes Ende Juni, hat solche integrativen Feste. Aber das ist nicht alles was die beiden Nachbarstädte zu bieten haben.

Und Ennepetal? Ennepetalern wird nur, ich wiederhole nur, die Höhle an die Hand gegeben. Reicht das? Ich denke nein.
 
Attraktivität heißt übersetzt, Anziehungskraft. Kraft bekommt man aber nicht so ohne weiteres, Kraft muss und kann trainiert werden. Ein kräftiger und gut gebauter Mensch hat eine große Anziehungskraft, er ist aber nicht unbedingt ein ethisch einwandfreier Mensch. Und genauso verhält es sich mit einer Stadt, die ihre Kraft, sprich Vorzüge erst einmal erfassen muss, dann konditionieren und zu guter letzt auch kommunizieren sollte.
Nicht die nur Oberen 500 sind die Botschafter einer attraktiven Stadt, sondern deren Einwohner – alle.

Und schauen wir über die Stadtgrenzen, wie die Attraktivität der Nachbarstädten von den Entscheidern, wie Bürgermeister oder Wirtschaftsförderer, nach draußen getragen werden. Auf dem Nirgena im Zusammenhang mit dem Anwandern konnte man das sehr gut beobachten, die positive Außenwirkung der Stadt Gevelsberg im Vergleich zu Ennepetal am Bahnhof Klutert.

Jürgen Gerhardt