Gehen Sie mit auf Entdeckungsreise – „(wieder-)entdeckt“, eine Ausstellung der besonderen Art

v.l.: Rolf Peithmann, Jan Peterson, Barbara Peithmann,  Johannes Dennda,Günter Krause,
Heike Gräfe | Foto: Linde Arndt

[la] Heute möchte ich  auf einen ganz besonderen Termin aufmerksam machen. Eigentlich ist nicht der Termin das Besondere, sondern dass was da präsentiert wird.
Stellt Euch vor, da ist ein junger, sehr kreativer Künstler, der gerade einmal 38 Jahre alt wird und da sein Tod bereits 1959 war sollte man meinen, er wäre längst in Vergessenheit geraten. Wäre da nicht – ja wäre da nicht ein Bewunderer seiner Werke der spontan die Idee aufgriff, den Kontakt zu Nachkommen der Familie aufzunehmen und sich bemühte noch vorhandene Werke zusammen zu tragen.

Und so veranstaltet die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld in Zusammenarbeit mit Herrn Günter Krause (dem Initiator) unter dem Titel „(wieder-)entdeckt“, vom 29.01.2017 – 24.02.2017 eine sehr eindrucksvolle Werkschau von über 40 Originalen, die wirklich beachtenswert sind. Zu sehen sind Öl- und Materialbilder, Holzschnitte und Gouachen, wobei das Besondere daran ist, dass Karl Fritz Friedrich in seinen Bildern Streichhölzer, Nüsse oder Eicheln eingearbeitet hat, was einen ganz besonderen Reiz ausmacht.

Bei unserem Pressetermin vor zwei Tagen hatten wir Gelegenheit, einige dieser Werke persönlich in Augenschein zu nehmen und waren davon begeistert.

Für alle, die gerne in den Besitz eines solchen Unikates kommen möchten gibt es eine Preisliste vor Ort.
Gehen Sie auf Entdeckungsreise – so leicht haben Sie nicht mehr Gelegenheit ein solch umfangreiches Lebenswerk der unterschiedlichen Stilrichtungen eines Malers des Aufbruchs dargeboten zu bekommen.


 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Eine grundsolide Gevelsberger Sparkasse 2016

v.l.: Mitglied des Vorstandes: Michael Hedtkamp, Vorsitzender des Vorstandes: Thomas Biermann
Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Die Finanzkrise 2008 hatte damals keiner vorausgesagt. Und doch blieb sie nicht ohne Folgen bis in das letzte Dorf auf unserer globalisierten Welt. Dabei betraf es doch nur die US-Amerikanische Lehman Brothers Holdings Inc, New York-sollte man meinen. Haben wir vergessen, als in einigen Stadträten die Gewerbesteuer um bis zu 50% wegbrachen? Wer hätte damals gedacht, dass die WestLB in die Knie gehen musste, weil sie Milliarden Verluste im Zusammenhang mit der Finanzkrise verbuchen musste.  Die beiden NRW Sparkassenverbände der Sparkassenverband Westfalen-Lippe (SVWL), und der Rheinischer Sparkassen- und Giroverband (RSGV) mussten zum Verlust der durch die WestLB enstanden ist, zuschießen und damit auch die angeschlossenen Sparkassen.

Und heute? Es gibt Risiken ohne Ende die auch auf eine lokale Sparkasse durchschlagen könnten und damit evtl. die Kunden der lokalen Sparkasse treffen könnten. Immerhin haben sich die Sparkassen in einem riesigen Verband organisiert, was eine ihrer Stärken darstellt. German Angst heißt das Gespenst mit welchem man den Deutschen zusetzt. Und dieser Angst kann man nur mit Transparenz begegnen.

Trump der neue US-Präsident, schickt unverhohlene Drohung gen Europa und damit auch nach Deutschland. Die AfD, eine rechtspopulistische Partei, kündigt den neuen Nationalismus an, England tritt aus der EU aus oder zu guter Letzt wollen, in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, die Rechtspopulisten den Nationen und Staaten die Freiheiten in allen Bereichen einschränken. Trump hatte man vorher gesagt, den würde es nicht gegen, jetzt gibt es ihn und zwar als gnadenlosen Rüpe,l den man sich nicht im Traume vorstellen konnte. Und da sollte man schon ein Gefühl haben was die Menschen/Kunden/Leser so denken und wie man mittels Informationen aufkeimende Ängste besänftigen kann. Ein weiter so, wie bisher, sollte da sicher nicht die erste Wahl sein.

Zum Thema Bilanzpressegespräch der Gevelsberger Sparkasse, zu der die Sparkasse eingeladen hatte.
Kaum saßen wir im Rund der Sparkasse,  der Vorsitzende des Vorstandes: Thomas Biermann eröffnete das Pressegespräch , rauschte noch eine junge Journalistein von der Funke-Mediengruppe in den Raum. Anstatt sich ruhig dem Gepräch zu widmen, meinte sie, ob sie nicht vorher ihre Bilder machen könne, sie, die junge Kollegin hätte nicht so viel Zeit.  Schweigen! Thomas Biermann schlug höflich vor, er wolle sich beeilen damit das Bild früher und sicher rechtzeitig für die junge Kollegin gemacht werden könnte. Schräg gegenüber saß ein Kollege der Funke-Mediengruppe, Herr Bröcking von der WP/WR. Warum dieses Bild welches die junge Journalistin machen wollte, es ist ja kein besonders künstlerischen Bild mit dem man einen Preis gewinnen kann, nicht durch den Kollegen übernommen werden konnte, ist wohl das Geheimnis der Funke- Medien Gruppe.

Der Vorsitzende des Vorstandes: Thomas Biermann stellte nun die Zahlen 2016 der Sparkasse Gevelsberg vor, allesamt zielten sie in Richtung, seriöse und grundsolide Zahlen einer Sparkasse.

Das Zahlenwerk

Dass die Bilanzsumme um 5,4% auf 993,4 Millionen Euro stieg ist zwar schön, sagt aber im Grunde nichts aus. Anders sieht es beim Jahresüberschuss aus, der um 0,2 Millionen Euro auf 1,4 Millionen gestiegen ist. Die Aufwand-Ertrag-Relation, also die Cost income ratio  von 56,60% deutet auf eine effiziente Verwaltung hin; denn der Vergleichswert im Gesamtverband liegt 2015 bei 67,4%. In dem Bereich fehlte aber noch die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern. Die Kernkapitalquote gem. Basel III aufzuführen bringt jedoch nichts, wenn nicht zwischen Hartem Kern-, Weichem Kern- und Ergänzungskapital unterschieden wird. Auffallend sind auch die gegenüber den Privatpersonen hohen Darlehenszusagen an Unternehmer/Selbstständigen in Höhe von 66,6 Millionen Euro. Dies deutet auf Investitionen hin und damit einer gesunden Gevelsberger Wirtschaft. Im Privatpersonenbereich wurde überwiegend in “Betongold” also Wohnungsbau investiert. Das neue Baugebiet Dörnerbusch wird sicher für die Sparkasse Gevelsberg weitere Kunden bringen.

v.l.: Michael Hedtkamp und : Thomas Biermann präsentieren stolz das Bilanzergebnis
Foto: (c) Linde Arndt

Gewinnverwendung

Ein wesentlicher Teil ihres Selbstverständnisses der Sparkasse Gevelsberg ist ihr bürgerschaftliches Engagement in dem sie für die Bürger und Bürgerinnen in Gevelsberg gestalterisch das kulturelle Umfeld in Maßen mitbestimmt. Es ist die Sparkasse der Gevelsberger die eine Ausschüttung der Sparkassen-Bürgerstiftung in Höhe von 33 Tsd. Euro 2016 vornimmt. Mit Spenden oder dem Sponsoring in Höhe von 285 Tsd. Euro wurden Kunst und Kultur, Soziales, Sport, Bildung und Umwelt initiiert und/oder unterstützt.  450 Tsd. Euro konnte der Kämmerer der Stadt Gevelsberg seinem Stadtsäckel zuführen. Aber auch die städtische Gewerbeertragssteuer kam der Stadt in Höhe von 1.761 Tsd. Euro zugute. Und ein nicht unerheblicher Teil an Steuern, wie der Körperschaftssteuer, ging als Gemeinschaftssteuer auch an Bund und Land.

Das Fillialnetz der Sparkasse Gevelsberg
Sechs Filialen, einschließlich der Hauptstelle hält die Sparkasse Gevelsberg vor. Letztendlich bedeutet dies auch Kosten die in der Bilanz gewinnmindernd zu Buche schlagen. Im Gegensatz zu seinen Kollegen in anderen Städten möchte Thomas Biermann diese Filialen als Ausdruck von Kundennähe nicht nur behalten, vielmehr will er diese auch modernisieren. So wird die Filiale  Vogelsang an der Hagener Straße demnächst modernisiert.

Fusion der Sparkasse Gevelsberg mit der Sparkasse Wetter

Die Gespräche zwischen den beiden Sparkassen sind ziemlich weit gediehen. Am 26. Januar  dieses Jahres werden die beiden Stadträte der Städte Wetter und Gevelsberg der Fusion wohl zustimmen, so der Vorsitzende des Vorstandes, Thomas Biermann. In einem weiteren Schritt wird ein Zweckverband gebildet, dem in der Regel die beiden Bürgermeister Jacobi und Hasenberg vorstehen werden. Am 1 .Juni wird die Sparkasse Gevelsberg-Wetter im Zweckverband ihre Arbeit aufnehmen.
Zur Zeit steht die Sparkasse Gevelsberg im Ranking an Position 309 und die Sparkasse Wetter im Ranking an Position 369, danach wird der Zweckverband auf die Position 236 mit einer Bilanzsumme von über 1,5 Milliarden Euro vorrücken, heißt, dieser Zweckverband wird in etwa gleich groß wie die Sparkasse Iserlohn sein.Wobei Iserlohn  1 ½ mal  so viel Einwohner wie Wetter und Gevelsberg zusammen hat.
Hier sollte man auch die Synergieeffekte (Zusammenwirkungseffekte) betrachten die durch das Zusammengehen Kostenvorteile erbringen.  Beispiel: Es braucht keine zwei Revisions- oder Presseabteilungen. Die personellen Einsparungen werden  durch Umbesetzungen die durch neue Aufgabengebiete entstehen kompensiert. Betriebsbedingte Kündigungen wird es auf keinen Fall geben.

Perspektivisches

Hier scheint der Vorstand der Sparkasse Gevelsberg unisono keine kurzfristigen Änderungen auf dem Finanzmarkt zu sehen. So hat Janet Yellen, von der Fed in den USA, im Dezember die Zinsen um einen Viertelpunkt erhöht. Die Gefahr eines Abwürgens der US-Wirtschaft, die 3,2 % zugenommen hat sieht Janet Yellen  nicht. Trotzdem ist das Risiko welches durch die Ankündigungen des neuen Präsidenten entstehen nicht von der Hand zu weisen. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird auf Zeit ihre Zinspolitik des billigen Geldes nicht ändern. Die von Mario Draghi definierten Ziele sind noch nicht erreicht, Beispiel, die 2% Inflation als Zielmarke im EU Raum, die derzeit bei 1,1% liegt.
Der Vorsitzende des Vorstandes, Thomas Biermann sieht kurzfristig für das Jahr 2017 weder eine Veränderung in der Finanzpolitik noch sieht er politische Einwirkunsgmöglichkeiten, die eine Änderung in der Geschäftspolitik bedingen.

Was bedeutet das nun für die Sparkassenkunden in Gevelsberg? Kunden die eine günstige Anlagemöglichkeit suchen, sollten sich entweder mit den Aktienmärkten oder sich mit dem Bauen von Wohnungen als eine günstige Anlagemöglichkeit  befassen. Beide Anlagemöglichkeiten sind eher als langfristige Anlagen zu sehen. Kurzfristig wird es keine Änderung geben.

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Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg
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NRW Landesverdienstorden an den Schwelmer Wilhelm Erfurt

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Wilhelm Erfurt Foto: (c) Land NRW / R. Sondermann

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Wilhelm Erfurt
Foto: (c) Land NRW / R. Sondermann

[jpg] Es ist schon etwas besonderes, wenn sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als auch ihre Stellvertreterin Sylvia Löhrmann einfinden um Bürger des Landes NRW zu ehren.
Zusammen treten sie nur auf, wenn hohe Staatsgäste sich in NRW einfinden oder wie bei den Feiern zum 70. Geburtstag des Landes NRW.
So betont Hannelore Kraft immer wieder, wir haben starke Menschen in unserem Land die großes geleistet haben. Und so stand auf der Liste der zu ehrenden der Schwelmer Wilhelm Erfurt, neben Menschen wie Prof. Dr. Claus Leggewie, Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen sowie des Centre for Global Cooperation Research in Duisburg und Präsidenten der Justus-Liebig-Universität als erster Amtsinhaber auf die jüngst etablierte Ludwig Börne-Professur oder Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern, Theologe und Professor für Fundamentaltheologie, Vergleichende Religionswissenschaft und Konfessionskunde an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Paderborn. Hier gehörte und gehört Wilhelm Erfurt auch hin, einer von unseren Besten in NRW um dann aus der Hand der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Landesverdienstorden zu erhalten.

Wilhelm Erfurt ist einer von den Menschen der sich um seine „Heimat“ gekümmert hat und sich für sie pragmatisch einsetzt. Dem Kultur und Tradition als Basis für eine prosperierende Kommune essentiell ist und darüber hinaus den sozialen Faden zwischen den einzelnen Gruppen als erhaltenswert einstuft. In der Person Wilhelm Erfurt zeigt sich ein Leben als Vorbild, ein Mensch, der sich mit seiner Person nicht in den Vordergrund drängt, der Schulter an Schulter ohne Dünkel sich für das Gemeinwohl einsetzt.

So war der Einsatz für das Schwelmer Haus Martfeld und die Gesamtanlage von ihm mit einem persönlichen und körperlichen Einsatz verbunden. Hier rüttelte er die Schwelmer wach indem er als Bürger unter Bürgern die Schippe in die Hand nahm und das abbruchreife Haus Martfeld von einer Schlammschicht befreite. Eine Schlammschicht unter deren Decke die verschütteten Eigeninteressen der Schwelmer lagen, die dann nicht zögerten um mit Erfurt Martfeld zu retten.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Düsseldorf

Wie viel Merkel darf´s sein für eine lebendige Demokratie?

François Hollande und Angela Merkel Foto und Collage: Linde Arndt

François Hollande und Angela Merkel Foto und Collage: Linde Arndt

[jpg] Sechs Minuten soll der Applaus gedauert haben als Angela Merkel mit 95,9 % der Delegierten am 10. April 2000 in der Essener Grugahalle zur Nachfolgerin des damaligen Übervaters Helmut Kohl zur neuen Parteivorsitzenden gewählt war. Angie, Angie, der Stones, trällerten die anwesenden CDU Delegierten überglücklich. Angela Merkel sollte wieder die damals zerrissenen CDU zusammenführen und ihnen eine neue Perspektive geben. Angela Merkel führte die CDU zu neuen Ufern, sie, die ja schon die Mitte für sich in Anspruch nahm, rückte die CDU mehr nach links und eroberte sich die Politikfelder der SPD. Rechts von ihr hielt ihr die bayrische Schwesterpartei den Rücken frei. Mit der Zeit entwickelte sie eine Strategie wo nach Bedarf die CSU als Opposition auftrat oder auch als Mehrheitsbeschaffer. Zwischen CDU/CSU passte und passt kein Blatt Papier.

Alles Schauspiel? Ich denke ja. Wobei sich die Frage stellt, wer die/der bessere Schauspieler ist, Angela Merkel CDU oder Horst Seehofer CSU.

Der chinesische General Sun Tsu, dessen Weisheiten von den Eliten der damaligen DDR, und zu diesen gehörte eben eine Angela Merkel, gerne gelesen wurde, umschrieb die Strategie einer guten und effizienten Führung mit, „Siegen, ohne zu kämpfen“ (Die größte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen.). Denkt man an Roland Koch oder an Friedrich Merz und deren Verschwinden von der politischen Bühne, immerhin stellten beide eine Alternative zu Angela Merkel, so kommen die Weisheiten des chinesischen Generals unweigerlich ins Gedächtnis. Ja, Angela Merkel könnte von General Sun Tsu gelernt haben.

Nur General Sun Tsu hatte nichts mit unserer heutigen Demokratie zu tun, vor 2.500 Jahren hatte man in China den „Absolutismus“ in dem der oberste Herrscher Gottgleich regierte.

2017 sehen wir die Demokratien in Europa und damit auch in Deutschland in der Krise. Brexit, Ukraine, Russland, Rechtspopulisten, EU, Protektionismus, Nationalismus oder auch Isolationismus um nur einige Baustellen in Europa und damit auch Deutschlands zu nennen, erfordern Köpfe die überzeugend die Demokratie vertreten können. Deutschland kommt hierbei als europäischer Staat eine besondere Rolle und Verantwortung zu. Der Motor Frankreich – Deutschland ist ausgefallen, Frankreich hat Präsidentenwahl und Deutschland Bundestagswahl.

Vor der Wahl wird immer ein Spitzenkandidat gesucht und da machte die CDU es sich leicht, allzu leicht, sie verschwand in die Hinterzimmer und kam mit einer Kandidatin zurück – Angela Merkel.

Kein Gegenkandidat, keine Alternative und auch keine Vision. Bei einer Partei mit über vierhunderttausend Mitgliedern, eine beschämende und nichtssagende demokratische Vorstellung.

So wählten die CDU Delegierten „ihre“ Angela Merkel mit 89,5% zu ihrer Spitzenkandidatin, wen sollten sie denn auch wählen? Viele der Delegierten blieben der Abstimmung fern indem sie sich mit dem Buffet befassten.

Was machen eigentlich unsere Nachbarn, unsere Freunde?

Schauen wir bei unseren französischen Nachbarn, wie dort die „les Républicains (früher UMP)“, also die Konservativen ihren Spitzenkandidaten auswählten, denn auch die Franzosen haben die gleichen Probleme mit der Demokratie.

Sieben Kandidaten hatten die Konservativen öffentlich aufzubieten, alle Kandidaten mit einer eigenen Agenda, alle stellten sich den Fragen von unabhängigen (!) Journalisten.

  • Jean-François Copé       
  • François Fillon    
  • Alain Juppé       
  • Nathalie Kosciusko-Morizet    
  • Bruno Le Maire    
  • Jean-Frédéric     Poisson    
  • Nicolas     Sarkozy    

 

François Hollande (Frankreich) Foto: Linde Arndt

François Hollande (Frankreich) Foto: Linde Arndt

Zur Wahl, bzw. Vorwahl wurden alle Franzosen aufgerufen die die Parteistatuten respektieren konnten. Und die Franzosen kamen und wählten – 4 Millionen Wähler fanden sich ein. Es war neu, dass die Franzosen über einen bzw. ihren Spitzenkanditaten,zumal von einer anderen Partei, selber bestimmen sollten, selbst die Linken wählten mit, wen sie denn als ihren politischen „Gegner“ haben wollten. Wäre es nach den Parteimitgliedern gegangen hätten Nicolas Sarkozy oder Alain Juppé das Rennen um die Kandidatur gemacht. Durch die allgemeine Vorwahl und die nachfolgende Stichwahl wurde jedoch ein Außenseiter, nämlich François Fillon, ein Erzliberaler, zum Kandidaten der „les Républicains“ erkoren.

Und die Linken, sie schaffen es nicht nochmals eine „Front de Gauche“ („Linksfront“) wie 2005 entstehen zu lassen. Zu groß war die Enttäuschung über den derzeitigen Präsidenten François Hollande, der Sozialistischen Partei (PS). François Hollande zog denn auch die Konsequenzen und kündigte an, nicht mehr zur Wahl 2017 anzutreten. Von der Linken sonderten sich Jean-Luc Mélenchon, der Deutschland mit seiner derzeitigen Regierung sehr kritisch gegenübersteht und Emmanuel Macron, ein Querdenker der zwischen links und rechts nicht unterscheiden mag und mit seiner Partei „En Marche“ (Vorwärts oder voran) den Rückwärtsgang aus der französischen Politik rausnehmen möchte. Und dann sind da noch die sieben Kandidaten die sich im TF1/RTL/LÓBS eine erste Debatte lieferten und sich den Fragen von Journalisten stellten.

  •     Jean-Luc     Bennahmias
  •     Benoît     Hamon    
  •     Arnaud     Montebourg    
  •     Vincent     Peillon        
  •     Sylvia     Pinel    
  •     François     Rugy    
  •     Manuel     Valls    

 

Fast alle Kandidaten waren schon mal im Kabinett François Hollandes als Minister, wobei Valls sogar Ministerpräsident war. Nach einer ersten Umfrage führten Arnaud Montebourg mit 29% und Manuel Valls mit 26%. Man darf gespannt sein welcher der sieben Kandidaten die Sozialisten anführt. Bei dem öffentlichen Auftreten, sah man ein breitgefächertes politisches Tableau, welches jeder der Kandidaten zu bieten hat.

Und dann ist da noch Marine Le Pen Parteivorsitzende des Front National (FN) und Europaabgeordnete, sie treibt mit ihren politischen Äußerungen, die mehr oder weniger populistisch geprägt sind, Linke und Konservative vor sich her. Sie ist die Analogie der deutschen AfD. Beide Parteien, in Frankreich die FN und in Deutschland die AfD, bestimmen die Marschrichtung der Politik. Wobei man Marine Le Pen sogar den Sieg der Präsidentschaftswahl zutraut. Anfang Februar werden wir mehr wissen, weil dann alle Kandidaten feststehen.

Die eigentliche Präsidentenwahl wird am 23. April 2017 stattfinden  und am 7. Mai 2017 wird in der Stichwahl der neue Präsident feststehen.

Soweit ich das zur Zeit übersehe, gibt es also 17 Kandidaten*innen die sich einer Wahl stellen, jeder war aufgerufen und konnte seinen Hut in den Ring werfen. Fillon von den Konservativen war die erste Überraschung, ihn hatte keiner auf dem Radar. Bei den Linken diskutiert man über die ehemalige Justizministerin Christiane Taubira von der PRG als Kandidatin. Sie hätte zwar keine Chance gehabt in die Endrunde zu kommen, hätte der Linken jedoch eine moralische Basis gebracht.

 

Wieder zurück nach Deutschland, was macht die deutsche Linke ?

 

Bundeskanzlerin  Angela Merkel  Foto: Linde Arndt

Bundeskanzlerin
Angela Merkel Foto: Linde Arndt

Die SPD diese über 150 Jahre alte Partei will eine Linkspartei sein, zumindest betont sie es immer wieder. Tatsächlich hat sie sich unter Bundeskanzler Gerhard Schröder mit der Agenda 2010 zu einer liberalkonservativen Partei entwickelt. In der großen Koalition mit Bundeskanzlerin Merkel hat sie sich so schleifen lassen, dass kaum Unterscheidungsmerkmale vorhanden sind. Wenn die CDU heute konservativ ist, so ist die SPD als konservativ light einzuordnen. Und wie das so ist, wenn man kein Alleinstellungsmerkmal mehr hat, geht man unter. Heute hat die SPD nur noch einen Bodensatz von 20% an Wählern. Die mehr als vierhunderttausend Mitglieder haben ein Durchschnittsalter wie bei der CDU von 59 Jahren, also findet man eine Mehrzahl der Mitglieder in Pflege- und Altenheimen.

Von einer Volkspartei kann man hier kaum noch reden. Interessant wie sich die SPD ihren Spitzenkandidaten, der/die ja immerhin den Kanzler stellen würde, zusammen bastelt. Der Parteivorsitzende der SPD Sigmar Gabriel hat den Vorgriff auf diese Kandidatur. Immer? Ja, immer, seit Jahren. Nun muss in Brüssel Martin Schulz, der bis dato den Parlamentspräsidenten machte, durch einen Vertrag (Demokratie?) den man mit den Konservativen 2014 geschlossen hatte, seinen Stuhl auf Kosten der Konservativen räumen. Schon wird spekuliert ob nicht Martin Schulz die Spitzkandidatur für die Bundestagswahl machen sollte; denn Schulz ist laut Umfrage beliebter als Gabriel. Ende Januar oder Anfang Februar 2017 wird man wohl den Kandidaten bei der SPD ausgeguckt haben, wie immer wird es wahrscheinlich keinen Gegenkandidaten geben.

Bei der Partei „Bündnis90/Die Grünen“ musste es eine Doppelspitze für die Spitzenkandidatur geben. Katrin Göring-Eckardt als einzige weibliche Kandidatin, ist, da die Grünen ein Paar an der Spitze haben wollen, schon mal gesetzt. Der männliche Part für die Spitzenkandidatur wird denn unter den drei Kandidaten Robert Habeck, und Anton Hofreiter und Cem Özdemir in einer sogenannten Urwahl ausgelost. Wirklich neu und mutig ist diese Art der Kandidatenfindung wohl nicht. Und was den Status „links“ angeht, so kann man das bei Bündnis90/Die Grünen nicht mehr nachvollziehen, auch sie haben sich über die Jahre emsig zur Mitte hinbewegt. Cem Özdemir hat es denn auch, zwar knapp, geschafft der zweite Kandidat neben Katrin Göring-Eckhardt zu werden. Jetzt munkelt man im Mainstream eine Koalition mit schwarz/grün herbei. Alle freuen sich wie Bolle über die beiden grünen Realos, die für politische Bewegungslosigkeit in Deutschland garantieren sollen.

Bleibt die letzte ernstzunehmende Partei in Deutschland „Die Linke“. Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, beide halten den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag, sie wurden im Hinterzimmer durch den Parteivorsitz zur Spitzenkandidatur gekürt. Demokratie? Auch hier kann man keine Bewegung sehen, die die Demokratie lebendiger machen könnte.

Ach ja. Und irgendwo tingelt die FDP mit Christian Lindner durch die Lande und wärmt die 70 Jahre alten Themen von Steuersenkung und Bürokratieabbau wieder auf. Dabei hatte die FDP als sie noch in der Bundesregierung saß, die Umsatzsteuer im Beherbergungsgewerbe auf 7% (Wachstumsbeschleunigungsgesetz) herabgesetzt. Dafür gab es von der Substantia AG, die einem der reichsten Deutschen, August Baron von Finck gehört, eine 1,1 Millionen Euro Parteispende. Und August Baron von Finck ist Miteigentümer der Mövenpick-Gruppe, die von diesem Gesetz 2010 profitierte.

Lebendige Demokratie und Politikverdrossenheit

Vergleicht man Frankreich mit Deutschland; denn immerhin stehen beide ja vor einer Wahl, so sieht man schon dieses behäbige der deutschen Demokratie. Auch die Themen, welche  die Kandidaten vortragen, könnten nicht unterschiedlicher sein. In Frankreich haben alle,  ich betone alle Kandidaten, eine eigene Agenda womit sie den Wähler und ihre Partei überzeugen wollen. Der Diskurs in Frankreich ist viel tiefer als in Deutschland. Auch Frankreich lässt sich teilweise die Themen von der rechten Front National diktieren, nur, die französischen Kandidaten verlieren sich nicht so tief in die Themen der Front National (FN). Allen ist in Frankreich bewusst, Marine Le Pen könnte Präsidentin der fünften Republik werden, wenn es nicht gelingt die Nichtwähler zu mobilisieren.

Auch in Frankreich herrscht eine Politikverdrossenheit gegenüber den etablierten Parteien und ihren Kandidaten. Die Politikverdrossenheit versucht man jedoch dort mit eigenen Demokratieformaten zu überwinden, wobei sich einige Bürgerbewegungen gebildet haben.

In Deutschland haben sich vor allen Dingen die jungen Bürger und die „armen“ Bürger von der Parteipolitik abgewandt. Und die etablierten europäischen Parteien bieten keine Perspektive mehr und treiben die meisten Menschen in den Egoismus.

Lebendige Demokratie kann so nicht bestehen und wird auch niemals eine Zukunft haben, wenn es weiterhin die abgehobene Schicht der etablierten Politiker geben wird.

Was tun, wie soll es weitergehn?

Der Weg Frankreichs ist da schon der bessere, nur auch dieser Weg führt nicht zu mehr Demokratie, vielmehr werden sich die gesellschaftlichen Gruppen gegenseitig blockieren. Diese Blockade kann man sehr gut an dem Flughafen-Großprojekt von Notre-Dame des Landes (NDDL) absehen. 16 Jahre hat der Widerstand gedauert, bei einer Bürgerbefragung haben sich 55% der Bürger für den Bau des Flughafen ausgesprochen. Damit wären alle Mittel erschöpft. Nicht für die Gegner des Flughafens, sie werfen der Regierung ein falsches Spiel bei der Fragestellung vor.

Die Zukunft sollte einen erweiterten offenen Dialog zwischen der Verwaltung, der Politik und den Bürger bringen. Dieser Dialog sollte auch soweit gehen, indem Teile der Systeme in Frage gestellt werden dürfen. Im Zusammenhang mit dem Flughafen-Großprojekt von Notre-Dame des Landes (NDDL) , ergab sich die Fragestellung nach dem Flächenverbrauch, der zu einem schützenswerten Verlust von Kulturlandschaft führen würde. Bauern und Bürger haben sich im westfranzösischen Departements Loire-Atlantique über alle bürgerlichen Grenzen zusammen gefunden. Wenn die Zentralregierung nicht zu einem Dialog findet, wird die Politikverdrossenheit sich sicher verstärken.

In Deutschland würde solch ein Projekt, man denke da an Stuttgart 21, par ordre du mufti irgendwie durchgedrückt.

Deutschland muss also noch viel Merkel wählen um endlich eine lebendige Demokratie zu bekommen.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik und European-Mosaik

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„Vision 100“ des Netzwerks „KulturgartenNRW“ zieht weitere Kreise

Teilnehmer 12.12.2016 bei der Scheckübergabe im EMMAUS Foto: Archiv EN-Mosaik

Teilnehmer 12.12.2016 bei der Scheckübergabe im EMMAUS Foto: Archiv EN-Mosaik

[jpg] Das Projekt „Vision100“ war durch das Netzwerk „KulturgartenNRW“ konzeptionell weiter ausgelegt als für viele sichtbar. Ganz oben stand jedoch ein Ziel: Kindern mit einer lebensverkürzenden Krankheit ein hohes Maß an Lebensqualität zu erhalten. So brachte die Versteigerung am 27. November in 2016 ein gutes Sümmchen für das ambulante ökomenische Kinder- und Jugendhospiz, welches für die Städte Gevelsberg, Schwelm, Ennepetal, Breckerfeld und Sprockhövel zuständig ist.  Und diese Summe wuchs bis zum 12. Dezember auf sage und schreibe 10.557,13 Euro. An diesem Nachmittag überreichte die Kuratorin Linde Arndt in einem für alle Beteiligten bewegenden Moment den vorgenannten Scheck. Und es war die Städtische Sparkasse zu Schwelm, dessen Vorsitzender des Vorstandes Michael Lindermann und Vorstandsmitglied Johannes Schulz, die die Summe auf 12.000,– Euro erhöhten. Das Projekt „Vision100“ des Netzwerks „KulturgartenNRW“ hatte aber noch weitere Eisen im Feuer indem das in Wuppertal ansässige schwedische Möbelhaus IKEA sich selber für die „Vision 100“ und damit für die kranken Kinder stark machte. Ein Wehnachtsbaumverkauf, der Verkauf von Kuscheltieren und der Verkauf von Adventskalendern des IKEA Möbelhauses erbrachte dann eine Spendesumme von 5.100,– Euro, die am 6. Januar 2017 durch Mirjam Lindner und Bianca Mantz im Hause des Emmaus Hospizes in Gevelsberg übergeben wurde. Damit erhöhte sich die Gesamtspendensumme auf 17.500,– Euro, wobei immer noch der Zustrom an Spenden anhält, indem das eine oder andere Bild noch erstanden wird.

 

Scheckübergabe Ikea Foto: Archiv EN-Mosaik

Scheckübergabe Ikea Foto: Archiv EN-Mosaik

Der Nachahmungseffekt oder „Vision100“ als Impuls

So war es dem Künstlernetzwerk „KulturgartenNRW“ von Anfang an bewusst, dass sie mit ihrem Projekt „Vision100“ einen Impuls auslösen würden, indem sich das bürgerschaftliche Engagement unserer Zivilgesellschaft auch auf das Hospiz in Gevelsberg fokussieren würde. Allein vier Veranstaltungen im Fahrwasser von „Vision 100“ erbrachten über 5.000,– Euro dem Hospiz in Gevelsberg.

Was nicht geleistet werden konnte oder kritische Momente

Betrachtet man das Hospiz in Gevelsberg, so stellt man mit Bedauern fest: Die Leistungen die von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern Tag für Tag erbracht werden, finden in der Öffentlichkeit kaum Resonanz. Auch der Hospizgedanke, der ja weit in die Vergangenheit zurück geht, löst in der Gesellschaft kaum inhaltliche Reaktionen aus. Es gibt zwar ein Hospiz- und Palliativgesetz (HPG), das vieles regelt aber es gab und gibt kein inhaltliches Gespräch in der Gesellschaft. Dieses Gespräch konnte das Künstlernetzwerk „KulturgartenNRW“ weder personell noch finanziell ausführen. Wobei sich die Frage stellt, warum weder die Politik noch die Verwaltungen sich begleitend mit dieser Thematik befassen wollten.

Teilen und vermehren

Während der Vorbereitungszeit des Projekts „Vision100“ wurde den Initiatoren, immerhin 76 Künstler und fast ebenso viele Helfer, vorgeworfen, sie würden den doch eher schmalen Topf der vorweihnachtlichen Spender zu Gunsten des Hospizes mindern. Dem ist folgendes zu entgegnen.
Viele von uns kennen den St.Martins Tag. Diesem Tag liegt die Legende der Mantelteilung des Bischofs Martin von Tours zugrunde. Bischof Martin von Tours war ein asketischer Mensch, ein Idealbild eines Christen. Er lebte als Bischof in den damaligen Banlieues der Stadt Tours und wurde nach den Überlieferungen einmal gefragt, warum er als Offizier der römischen Armee seinen Mantel mit einem Bettler geteilt habe. Bischof Martin soll damals geantwortet haben, er habe den Mantel nicht geteilt, vielmehr habe er seinen Mantel verdoppelt.
Und diese Verdopplung beinhaltet keine Wegnahme von etwas sondern die Hingabe von etwas, es entsteht kein Verzicht, sondern nur ein Gewinn.
Man sollte sich in unserer heutigen egoistischen Zeit einmal diese Gedanken zu Gemüte führen, um die Not eines anderen Menschen zu lindern. Es ist verwunderlich, wenn die christlichen Kirchen die Geschichte des heiligen Martinus auf den Aspekt der Mantelteilung reduzieren, denn Bischof Martin von Tours würde mit seiner Denke dem heutigen Europa einen Weg weisen, der dem Anspruch unseres Wertedenkens genüge leisten könnte.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Viel Applaus für wundervolles Neujahrskonzert im Schloss Martfeld

 

Marie Giroux (Mezzosopran), Joseph Schnur (Tenor) und Nico Stabel (Piano). Foto Gabriele Grollmann

Marie Giroux (Mezzosopran), Joseph Schnur (Tenor) und Nico Stabel (Piano). Foto Gabriele Grollmann

[Schwelm]  Marie Giroux (Mezzosopran), Joseph Schnur (Tenor) und Nico Stabel (Piano) hatten den Besucherinnen und Besuchern des beliebten Schwelmer Neujahrskonzertes einen musikalischen Hochgenuss versprochen. Und in der Tat waren die Bürgerinnen und Bürger, die am 1. Januar zum Konzert ins Schloss Martfeld gekommen waren, begeistert von den Darbietungen der Künstler.

Marie Giroux berichtete von skurrilen und originellen Neujahrstraditionen und nahm das Publikum auf eine Reise rund um die Welt mit. Gemeinsam mit Joseph Schnurr und Nico Stabel weihte sie die Anwesenden in die amüsanten Geheimnisse verschiedener Kulturen ein. Dazu wurde ein festliches musikalisches Feuerwerk von Klassik bis Musical gezündet.

Auch der vom Fachbereich Schule, Kultur, Sport gewählte neue Zeitpunkt für das Konzert – 14 Uhr – kam gut bei den Gästen an.  

Schwelm, den 3. Januar 2017

Begeisterte Besucher Foto: Gabriele Grollmann

Begeisterte Besucher Foto: Gabriele Grollmann

Glückwunsch: Bestanden

[Iserlohn]   „Prozesscontrolling im Servicebereich des Automobilhandels – Verkaufsförderung durch gelebte Kennzahlensysteme bei der Gebrüder Nolte GmbH & Co. KG“. Diesen Titel trägt die Master Thesis von Philipp Jonatzke, der nun nach sehr erfolgreichem Abschluss seines Studiums als Unternehmensentwickler bei Gebrüder Nolte tätig ist.
Auf den gebürtigen Iserlohner, der neben weiteren Top Abiturienten mit seiner Abiturnote 1,2 und seinem Interesse an „Automotive“ in einem Zeitungsartikel gelistet war, waren Fritzi Bimberg-Nolte und Petra Pientka, die gemeinsam Gebrüder Nolte leiten, aufmerksam geworden. Beim Kennlerngespräch war man sich schnell einig, dass ein gemeinsamer Weg für beide Seiten nur gut sein würde. So war Philipp Jonatzke – der sich damit gegen die RWTH Aachen und für die BiTS in Iserlohn entschied – neben seinem Vollzeit Bachelor Studiengang „Business & Technology Management“ mit dem Schwerpunkt „Automotive Technology Management“ auch als Werkstudent bei Gebrüder Nolte tätig. In den unterschiedlichen Abteilungen und Betrieben der heimischen Autohausgruppe lernte er alle Geschäftsbereiche kennen. Schon bald zeichnete sich ab, dass seine Gaben und Neigungen besonders in der Organisation und im Prozesscontrolling liegen. Um das Wachstum von Gebrüder Nolte auf drei Marken in neun Autohäusern in sechs Städten auch mit entsprechend angepassten internen Abläufen zu unterstützen, schafften die Unternehmerinnen für Philipp Jonatzke eine neue Stelle als Unternehmensentwickler.

Stolz und glücklich nimmt Philipp Jonatzke, bisher Werkstudent, jetzt Unternehmensentwickler bei Gebrüder Nolte, die Gratulation seiner Chefinnen Fritzi Bimberg-Nolte (re.) und Petra Pientka (li.) zum erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums entgegen. Foto: Gebrüder Nolte, Sabrina Lametz

Stolz und glücklich nimmt Philipp Jonatzke, bisher Werkstudent, jetzt Unternehmensentwickler bei Gebrüder Nolte, die Gratulation seiner Chefinnen Fritzi Bimberg-Nolte (re.) und Petra Pientka (li.) zum erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums entgegen.
Foto: Gebrüder Nolte, Sabrina Lametz

„Wir freuen uns, dass Herr Jonatzke bei all seinen Studienerfolgen die Bodenhaftung zur alltäglichen Praxis im Unternehmen beibehalten hat“, zieht Petra Pientka Bilanz über die vergangenen fünf Jahre.
Das anschließende Masterstudium „Finance & Management“ hat Philipp Jonatzke im Übrigen bereits während des letzten Bachelor Semesters begonnen. Eine Besonderheit, die so schnell sicher kaum ein Student, der auch noch ca. zwei Tage pro Woche im Praxisunternehmen lernt und arbeitet, ihm nachmachen wird.

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Die Gebrüder Nolte Gruppe:

Heute beschäftigt das seit 1914 bestehende Familienunternehmen Gebrüder Nolte in seinen neun Autohäusern (Opel, Volkswagen und Honda) 200 Menschen, davon 40 Auszubildende. Fast 50% der Mitarbeiter sind aus der hauseigenen Berufsausbildung hervorgegangen, und Betriebszugehörigkeiten von mehr als 25 Jahren sind auch keine Seltenheit. Der auf dem christlichen Glauben der Unternehmerinnen basierende Firmenleitsatz „Unser Unternehmen soll den Menschen dienen“ konkretisiert sich sowohl im Verhältnis zu Kunden als auch in sozialen Projekten wie Mitarbeiter-Hilfsfonds, Schulpartnerschaften, Benefizveranstaltungen, Sponsorings und Schultaschen-Sammelaktionen.
Die BiTS Business and Information Technology School GmbH:
Die Business and Information Technology School (BiTS) ist eine staatlich anerkannte private Fachhochschule mit Sitz in Iserlohn und weiteren Standorten in Berlin und Hamburg. Die BiTS wurde im Jahr 2000 gegründet. Träger ist die BiTS Business and Information Technology School GmbH, die sich seit 2008 im Eigentum der Laureate Education Inc. befindet.

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Ennepetals Bürgermeisterin Imke Heymann wünscht „Frohes Fest“

Bürgermeisterin Imke Heymann Foto: Stadt Ennepetal

Bürgermeisterin Imke Heymann Foto: Stadt Ennepetal

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
jedes Jahr, wenn in den Häusern die Weihnachtsbäume geschmückt und die Abende besinnlicher werden und der Kalender nur noch wenige Blätter hat, blicken wir zurück auf die vergangenen Monate und die vielen Herausforderungen und bewältigten Aufgaben.

In diesem Jahr ist in unserer Stadt viel geschehen. Nicht alles ist positiv, aber rückblickend konnten wir doch viel erreichen.
Ich danke allen ganz herzlich, die sich für unsere Stadt und ihre Bewohner eingesetzt haben. Freiwilliges Engagement ist eine Chance für jeden einzelnen sich einzumischen und mitzugestalten. Ehrenamt ist nicht nur Hilfe für andere, sondern bedeutet auch persönliche Weiterentwicklung. Ohne Engagement würden viele Bereiche unseres Gemeinwesens nicht funktionieren.
Der amerikanische Pädagoge und Menschenrechtler Booker T. Washington, der als Sklave auf einer Plantage geboren wurde, hat einmal geschrieben: „Der Erfolg ist nicht danach zu beurteilen, was ein Mensch im Leben erreicht, sondern nach den Hindernissen, die er auf dem Weg zum Erfolg überwunden hat“.
Wir werden noch viele Hindernisse überwinden müssen, lassen Sie es uns gemeinsam tun!
Ich wünsche Ihnen allen ein friedliches und segensreiches Weihnachtsfest sowie für das neue Jahr Gesundheit, Frieden und ihr ganz persönliches Glück, zu dem für die meisten Menschen neben der Familie auch das Wohlfühlen in ihrer Stadt zählt – dazu können wir alle beitragen.

 
 

Ihre Imke Heymann

Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel 2016 / 2017

 

Bürgermeister Claus Jacobi Foto: Linde Arndt

Bürgermeister Claus Jacobi Foto: Linde Arndt

Liebe Gevelsbergerinnen und Gevelsberger,

liebe Freundinnen und Freunde unserer Stadt,

mit 2016 geht ein Jahr zu Ende, das die meisten von uns verunsichert hat und bei fast allen von uns schwierige Fragen offen lässt. Vor welchen Entwicklungen stehen wir zum Ablauf eines Jahres, das weltweit kriegerische Auseinandersetzungen und gewalttätige Exzesse gezeigt hat, die wir lange nicht mehr für möglich gehalten haben? Wie wird sich unser Land entwickeln nach einem Jahr, das kurz vor Weihnachten noch einen schrecklichen Terrorangriff in Berlin ertragen musste und das, obwohl Deutschland in der letzten Zeit wie kaum ein anderes Land in der Welt Mitmenschlichkeit und Solidarität gezeigt hat? Und welche Auswirkungen wird all das für Gevelsberg und das Alltagsleben in unserer nach wie vor beschaulichen Stadt mit sich bringen? Fragen über Fragen, auf die ich, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, genau wie Sie, keine befriedigende Antwort weiß.

Und doch möchte ich es unternehmen, zum Jahresende aus dem Rückblick auf das in unserer Stadt Geschehene ein paar Schlussfolgerungen zu wagen, bezüglich dessen, was sich in der Vergangenheit für unser Zusammenleben bewährt hat, uns gemeinsam nach vorn gebracht hat und uns nach meiner festen Überzeugung auch künftig weiter nach vorn bringen wird. So stelle ich, liebe Gevelsbergerinnen und Gevelsberger, bei einer Rückschau auf unsere Entwicklung in Gevelsberg in den letzten beiden Jahren fest: Der innere Frieden in unserer Stadt wäre heute doch nicht stärker, sondern um vieles schwächer, wenn wir nicht vom ersten Tag der großen Zuwanderungswelle an hart dafür gearbeitet hätten, dass in Gevelsberg jedem Zugewanderten ein Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern und Paten zur Seite gestanden hätte, die Sorge dafür trugen, dass sich niemand in Gevelsberg isoliert und auf sich allein gestellt fühlen musste. Mitmenschlichkeit und Nähe sind nach meiner festen Überzeugung das beste Mittel gegen Hass und Gewalt, gegen diese zwei Grundübel, die sich immer dort unheilvoll Bahn brechen können, wo Menschen ihre Fähigkeit zu geschwisterlichem Zusammenleben vergessen.

Und so wünsche ich mir, dass wir in Gevelsberg gerade zum Geburtstagsfest des Christuskindes, des größten Menschenfreundes, nicht vergessen, wozu uns Weihnachten mahnt: Uns nicht zu fürchten! Insbesondere nicht vor dem Terror, den einzelne Irregeleitete entfachen können, sondern fest darauf zu vertrauen, dass Menschen in ihrem Zusammenleben zur Mitmenschlichkeit und zur Nächstenliebe berufen sind und ihre Gemeinschaft dort wächst und gedeiht, wo diese Prinzipien ein Zuhause haben. Ich bin zutiefst davon überzeugt und dankbar, dass Gevelsberg bislang ein solcher Ort war und wünsche uns gerade zu Weihnachten nichts mehr, als dass es auch weiterhin ein solcher Ort bleiben mögen.

Dankbarkeit, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, darf und sollte uns aber auch bei einem Blick auf viele andere gute Entwicklungen in unserer Heimatstadt erfüllen. Und manches Mal dürfen wir sogar stolz sein. Apropos Stolz: Waren wir nicht alle in Gevelsberg mächtig stolz, als wir in diesem Sommer mit Alexandra Popp und Lukas Klostermann gleich zwei waschechten Gevelsbergern zum Gewinn einer olympischen Medaille gratulieren konnten. Diese sportlichen Karrieren beweisen vorbildlich, was möglich werden kann, wenn der Einzelne alles zu geben bereit ist und um ihn herum über Jahre ein verlässliches Netzwerk aus Familie, Freunden und Förderern steht. Und wir erkennen: Eine Stadt muss bemüht sein, ihren Vereinen und Jugendlichen optimale Bildungs-, Sport- und Freizeiteinrichtungen zu bieten, wenn sie am Ende auf gelungene Sozial- und Berufskarrieren ihrer Töchter und Söhne stolz sein will.

Auch im „Alltagsgeschäft“ der Stadtentwicklung erwarten uns in 2017 wieder viele neue und spannende Projekte, um Gevelsberg weiterhin als lebendige und aktive Stadt präsentieren zu können. So wird wohl schon im nächsten Jahr der Spatenstich für die 13. Gevelsberger Kindertagesstätte am Vogelsang in Nachbarschaft zur dortigen Grundschule gelegt. Der Grund sind konstant hohe Kinder- und Geburtenzahlen in unserer Stadt und was, liebe Gevelsbergerinnen und Gevelsberger, sollte uns zu Weihnachten und zum Jahreswechsel eigentlich ein größeres Geschenk sein als diese Entwicklung? Wie schön, dass wir uns diesen Kindern und ihren Familien als „Familiengerechte Kommune“ präsentieren dürfen, ein offizielles Label übrigens, das unsere Heimatstadt nach einem aufwändigen Zertifizierungsverfahren seit einem Jahr führen darf.

Und was wäre da noch alles an zukunftsweisenden Projekten für unsere Stadt im nächsten Jahr zu berichten. Zu vieles für ein Grußwort zum Jahreswechsel, weshalb ich Ihnen hier nur noch einige ausgewählte Punkte nenne: Der Standort einer neuen Feuer- und Rettungswache auf dem Areal der ehemaligen Recyclingfirma Schüssler konnte nach langer Suche endlich gefunden werden, ein großer Glücksfall für den Brand- und Bevölkerungsschutz in Gevelsberg. Ein weiteres städtebauliches

Kernthema wird im nächsten Jahr das Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt, – „Gevelsberg 2030“ – sein, dessen Ziel die Zusammenführung von Musikschule, Bücherei und Jugendzentrum in einem modernen, zentralstädtischen Gebäude ist. Gleichzeitig sollen damit Frequenz und das Umfeld unserer City weiter aufgewertet werden. Und was geschieht in den Stadtteilen? Der Ortsteil Berge/Knapp wird im Rahmen der Städtebau- und Quartiersförderung schon in nächster Zukunft eine ganze Reihe von Aufwertungen erfahren: Die Planung des Verbindungsweges Berge/Knapp-Vogelsang, der Bolzplatz Im Langenrode oder auch der Spielplatz Berchemallee sind hier nur einige Beispiele. Und Vogelsang wird schon in wenigen Monaten seine neue Ortsdurchfahrt erleben, die mit Ausnahme des noch auszubauenden „Kreisels“ an der Breddestraße im Frühjahr 2017 planmäßig fertig gestellt wird. Und auch für den Ortsteil Silschede hält der städtische Haushalt Positionen bereit, die im Umfeld des Waldstadions eine Neuordnung wichtiger Infrastrukturbereiche vorsieht.

Bei so vielen guten Entwicklungsmöglichkeiten für Gevelsberg und seine Stadtteile sehe ich keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass uns eine positive Zukunft erwartet, auch wenn uns dies die Sorgen um die weltweiten Verwerfungen und Konflikte natürlich nicht nehmen kann. Bleiben wir in Gevelsberg aber Optimisten, denn wir sind hier vor Ort auf einem guten Weg! Dazu wünsche ich unserer Stadt und uns allen Gottes Segen. Ihnen und Ihren Familien sei nun ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest beschert sowie Gesundheit, Glück und Zufriedenheit im neuen Jahr!

Herzliche Grüße

 

 

Ihr
Claus Jacobi
Bürgermeister

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Weihnachtsgruß der Bürgermeisterin der Stadt Schwelm 2016

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann Foto: Arno Kowalewski

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann Foto: Arno Kowalewski

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Jahr 2016 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu; ein Jahr das von Unruhe und Gewalt geprägt war – im Kleinen wie im Großen.
Ein zerbombtes Syrien, lebende Rucksackbomben und mehr als eine Million Menschen auf der Flucht.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 71 Jahren und das Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen seit 70 Jahren: Aus sinnloser Zerstörung und Trümmern hat sich die heutige Silver-Generation unser Land und unsere Stadt neu aufgebaut.

Heute kommen Menschen nach Europa, in unser Land und unsere Stadt und machen genau  dieselben Erfahrungen und erleben genau dasselbe Leid wie die Generation vor 70 Jahren. Manchmal hätte ich in der einen oder anderen Situation nichts gegen eine private Nachrichtensperre gehabt, eine Tasse Tee, Wellness, Musik und Tür zu.  War Ihnen nicht manchmal auch danach? Aber ignorieren ändert nichts!

Oft gehe ich durch das zurzeit sehr festlich geschmückte Schwelm und genieße die ruhige und feierliche Stimmung. Beim Blick in die weihnachtlich beleuchteten Fenster wird es mir warm ums Herz. Ich fühle mich heimelig und in der Gemeinschaft geborgen und zugehörig. Diese Stimmung würde ich gerne als Bürgermeisterin unserer Stadt vermitteln und für Verständnis und Anteilnahme werben.

Tragen Sie die Wärme der Weihnachtszeit und der schönen Lichter weiter und wärmen Sie damit auch andere Menschen, die Wärme nötig haben!  Lassen Sie uns für ein paar Tage die Probleme vergessen, die der Alltag uns auferlegt!
 
Für ein paar Tage kein Muss mehr, sondern mehr Muße. Für ein paar Tage Zeit für Kerzenschein und ein nettes Lächeln.

Liebe Bürgerinnen und Bürger: Ich sage DANKE.

Ich danke Ihnen allen sowie unseren Stiftungen, Firmen,  Einrichtungen und Vereinen für Ihr unglaubliches Engagement in diesem Jahr. Wir konnten gemeinsam viel bewegen und haben viel geschafft, sei es durch caritative Aktionen und durch Geld- oder Sachspenden, oder sei es als Zeitgeschenk im Ehrenamt.

Es war ein arbeitsintensives Jahr – auch für meine Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung – mit manch belastender Situation, aber auch mit vielen schönen und bereichernden Lichtblicken.

Lichtblicke, die Kraft und Zuversicht für das Jahr 2017 geben, das im März wieder zu einem Abend des Friedens einlädt und das ganz im Zeichen der zehnjährigen Städtepartnerschaft Schwelm–Fourqueux steht.

Ich wünsche Ihnen allen, liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schwelm, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2017.

Herzlichst
Ihre Bürgermeisterin

Gabriele Grollmann