Haltestellenverlegung Oelkinghausen

Ennepetal-Oelkinghausen
Linien 560 / 566

Beginn:
Montag, 21. Aug. 2017 ca. 07:00 Uhr

Ende:
Donnerstag, 30. Nov. 2017 Betriebsende
Aufgrund einer Baumaßnahme muss die Haltestelle „Warthestraße“ vom Standort Memelstraße in die Warthestraße verlegt werden.

Umleitung:
Alle Fahrten werden über die Memelstraße und Weichselstraße umgeleitet. Im Einmündungsbereich Memelstraße/Egerstraße wird zusätzlich eine Ersatzhaltestelle nur zum Ausstieg eingerichtet.

 

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Großbaustelle Voerde erfordert wegen der Sperrung Lindenstraße Umleitungen

Ennepetal-Voerde Lindenstraße
511 / 529 / 550 / 551 / 573 / 574
Aufgrund von Kanalbauarbeiten wird die Lindenstraße ab Mittwoch, den 23. August (ca. 10) Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt.

Umleitung: Die hier verkehrenden Linien werden voraussichtlich für etwa vier Monate wie folgt umgeleitet:

Linien 511 und 529
Alle Fahrten in und aus Richtung Hasperbach werden über die Hagener Straße geführt. In Höhe des Friedhofsweges (in Fahrtrichtung Haspe) und auf der Loher Straße (nur Linie 511 in Fahrtrichtung Milspe) sowie im Einmündungsbereich Wilhelmstraße (nur in Ri. Voerde) werden Ersatzhaltestellen eingerichtet. Die Haltestellen „Voerde Mitte“, „Bergstraße“ und „Febi“ entfallen.

Linien 550 / 551 / 573 u. 574
Alle Fahrten werden über die Wilhelmstraße und Hagener Straße umgeleitet. Der Haltepunkt „Voerde Mitte“ kann nicht bedient werden. Als Ersatz werden die Haltestellen „Bergstraße“, „Febi“, „ZET“ (Richtung Voerde: Ersatzhaltestelle Hagener Straße, Richtung Milspe: bestehende Haltestelle ZET) angefahren.

Linie 550

Die am Verkehrstag Sonntag zu bestimmten Zeiten nur zwischen Voerde und Breckerfeld verkehrenden Fahrten beginnen an der Haltestelle „Voerde“ (Westfeld)

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Intendant Johan Simons verabschiedet sich mit einem Götterfunken

[Bochum] Die diesjährige Eröffnung der Ruhrtriennale 2017 am 18.August um 17:30 wird mit einer Festspielrede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller eröffnet. Allerdings ist diese Rede schon seit langem ausverkauft.

Die Ruhrtriennale 2017 eröffnet mit Cambreling, Warlikowski und Hannigan in Bochum
Finaljahr der Intendanz von Johan Simons – Festival der Künste thematisiert Utopien und Zukunftsvisionen – Tickets zu einzelnen Terminen noch erhältlich

Bochum, 9. August 2017 – Am 18. August startet die Ruhrtriennale 2017 mit der ersten Oper der Moderne in eine Spielzeit, die sich Utopien und Zukunftsvisionen widmet. Eröffnet wird das Festival in der Jahrhunderthalle Bochum mit „Pelléas et Mélisande“. Im dritten und letzten Jahr der Intendanz von Johan Simons bietet die Ruhrtriennale ihrem Publikum sechs Wochen voller Musiktheater, Musik, Tanz, Schauspiel und Installationen. Das Ruhrgebiet wird zum Schauplatz zeitgenössischer Kunst.

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale, und Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, berichteten heute in der Jahrhunderthalle Bochum von den letzten Vorbereitungen kurz vor Beginn der Saison 2017. Besonderer Gast der Pressekonferenz war die kanadische Starsopranistin Barbara Hannigan, die in der Eröffnungsproduktion der diesjährigen Ruhrtriennale die Mélisande verkörpert.

Intendant Johan Simons Foto: (c) Linde Arndt

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015–2017:
„Freude“, „schöner“, „Götterfunken“. Mit diesen drei Begriffen beschließe ich meine Zeit als Intendant der Ruhrtriennale. Seit ich künstlerischer Leiter dieses wunderbaren Festivals geworden bin, hat sich die Welt sehr verändert, wirkte manchmal wie aus den Fugen. Doch spüre ich nun eine positive Energie, ein Wiederentdecken Europas und seiner Kraft. Und vielleicht können wir mit künstlerischen Götterfunken unserem Publikum ein paar Hoffnungsschimmer schenken.“

Kurz vor Festivalbeginn läuft auch der Vorverkauf auf Hochtouren. So hält Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, fest: „Mit dem bisherigen Ticketvorverkauf sind wir sehr zufrieden. Zu den besonders nachgefragten Produktionen gehören „Pelléas et Mélisande“, „Three Stages“, „Bach. Cellosuiten“ und „Cosmopolis“. Nichtsdestotrotz gibt es noch Karten, auch für andere Produktionen und zu Terminen unter der Woche. Wie in den letzten beiden Jahren bespielen wir auch in diesem Jahr eine neue Spielstätte und sind erneut in Dinslaken. Mit „Projecting [Space[“ werden wir eine Tanz-Uraufführung in die Zentralwerkstatt der Zeche Lohberg bringen.“

Vom 18.8. bis 30.9.17 zeigt die Ruhrtriennale rund 135 Veranstaltungen bei 40 Produktionen, davon 28 Eigen- und Koproduktionen, 22 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen in 14 verschiedenen Spielstätten der Region.

Die Programmhighlights der ersten Ruhrtriennale-Woche

Zum dritten und letzten Mal lädt ab dem 18.8. das Kunstdorf The Good, the Bad and the Ugly von Atelier Van Lieshout auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum das Publikum und alle Neugierigen zum Entdecken und Verweilen ein. Das Kunstdorf kehrt mit bekannten und neuen Arbeiten zurück und ist für den gesamten Zeitraum das Festivalzentrum der Ruhrtriennale. Einen Staat im Dorf rufen die Teenager des Nachwuchsproduktionsbüros der Ruhrtriennale, Mit Ohne Alles, aus: Zum zweiten und letzten Mal wird mit Teentalitarismus mitten in Bochum ein Teenager-Machtgebiet errichtet. Die Festspielrede zum Auftakt der Ruhrtriennale hält Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Im Anschluss wird die Jahrhunderthalle Bochum mit Pelléas et Mélisande, unter der musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling und inszeniert von Krzysztof Warlikowski, zum Ort existenzieller Verlorenheit. Die kanadische Starsopranistin Barbara Hannigan singt die weibliche Titelpartie.

Der 19.8. beginnt mit der Eröffnung der Installation Truck Tracks Ruhr – The Compilation in der Mischanlage der Zeche Zollverein in Essen. Die Produktion von Urbane Künste Ruhr nach einem Konzept von Rimini Protokoll und loekenfranke ist eine audio-visuelle Gesamtkomposition aller sieben Alben des Erfolgsprojekts „Truck Tracks Ruhr“. Die Installation kann bei freiem Eintritt besucht werden. Ab 18 Uhr erklingt elektronische Musik in und um die Jahrhunderthalle Bochum bei der dritten und letzten Ausgabe von Ritournelle. Partygänger- und NachtschwärmerInnen feiern bei der Festivalnacht der elektronischen Musik mit zahlreichen Live-Acts wie Nicolas Jaar, Sohn oder Mykki Blanco.

Ab dem 20.8. spannt die Ruhrtriennale den musikalischen Bogen von Monteverdi bis Folkrock. In der Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund führt Philippe Herreweghe das Collegium Vocale Gent am 20.8. durch die Klangkathedrale von Monteverdis religiösem Meisterwerk, der Marienvesper. Krzysztof Warlikowski, Barbara Hannigan und Reinbert de Leeuw führen einmalig am 20.8. Socrate von Erik Satie in der Bochumer Jahrhunderthalle auf. Eine einzigartige Gelegenheit, das selten gespielte Werk eines der originellsten Komponisten des 20. Jahrhunderts in einem neuen Setting zu erleben. Mit einem immersiven Konzert des belgischen Quartetts Zwerm beginnt am 21.8. die montägliche Konzertreihe im Maschinenhaus der Essener Zeche Carl. Am 23.8. gastiert Kurt Wagner mit Lambchop und der kanadischen Folkband Timber Timbre für ein Konzert in der Jahrhunderthalle Bochum.

Eine besondere musikalische Kombination verspricht der Programmbeitrag von ChorWerk Ruhr unter der musikalischen Leitung von Florian Helgath: Mit Memoria verbindet ChorWerk Ruhr am 25.8. in der Maschinenhalle der Dortmunder Zeche Zollern Werke von Tomás Luis de Victoria, John Cage und Morton Feldman. Kein Licht. (2011/2012/2017), die Auftragsarbeit und internationale Koproduktion für die Ruhrtriennale, wird am 25.8. in der Gebläsehalle des Landschaftspark Duisburg-Nord uraufgeführt. Philippe Manourys Komposition nach einem Text von Elfriede Jelinek nimmt das Publikum mit in eine Welt nach dem Super-GAU. Die musikalische Leitung übernimmt Julien Leroy. Inszeniert wird die Oper mit Caroline Peters in einer der Hauptrollen von Nicolas Stemann.

Compan< Anne Teresa De Keersmaeker
Foto: (c) Linde Arndt

Trilogien waren ein wichtiges Motiv der Intendanz von Johan Simons und die auf drei Teile angelegten Produktionen kommen 2017 zum Abschluss. So auch die erste Tanz-Trilogie der Ruhrtriennale. Der Choreograf Richard Siegal, dessen Arbeiten für die Spielzeiten 2015-2017 auf Dantes „Göttlicher Komödie“ fußen, zeigt u. a. mit der Uraufführung El Dorado ab dem 25.8. zum ersten Mal alle drei Teile an einem Abend bei PACT Zollverein. Anne Teresa De Keersmaeker kehrt 2017 auch in das Ruhrgebiet zurück. Ihre neueste Choreografie, Bach. Cellosuiten, wird am 26.8. in der Maschinenhalle der Zeche Zweckel uraufgeführt. Begleitet werden die fünf TänzerInnen von Rosas von dem gefeierten Cellisten Jean-Guihen Queyras.

In diesem Jahr wartet das Refektorium auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum zum letzten Mal mit einem vielfältigen und gänzlich kostenlosen Programm auf. Ab dem 20.8. finden Lesungen, Kinoabende, Performances oder Partys statt. Unter dem Titel The End of Everything is a New Beginning findet am 26.8. eine Veranstaltung gemeinsam mit der innogy-Stiftung für Energie & Gesellschaft statt. 2017 lädt Johan Simons ab dem 27.8. um 12 Uhr zu Johans High Noon. An fünf Sonntagen empfängt der Ruhrtriennale-Intendant KünstlerInnen der Ruhrtriennale zum Gespräch. Seine Gäste beim ersten High Noon am 27.8. sind Anne Teresa De Keersmaeker und Sylvain Cambreling.Tickets sind telefonisch über +49 (0) 221 / 280 210 oder online über http://tickets.ruhrtriennale.de/eventim.webshop erhältlich

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Es ist wieder soweit

Akteure und Unterstützer des Sommerfestivals 2017 Foto: Archiv EN-Mosaik

 

[jpg] Die Sommerferien haben in Gevelsberg ihr 11. Sommerfestival. Gruppen und Vereine und da gibt es in Gevelsberg sehr viele, rüsten noch einmal um sich vor dem Rathaus auf dem Vendomer Platz zu präsentieren. Es ist wie immer ein buntes Treiben in der Familienstadt Gevelsberg. Und da Gevelsberg in seinem Umfeld viele Freunde hat, feiert man halt mit.

Da Ist das „Tanzcentrum Ennepe-Ruhr e.V.“ aus Schwelm die dem Zuschauer den Tanzsport mit Hip Hop oder auch ausgefallenem orientalischen Tanz näher bringen wird. Die Feuerwehr macht eine außergewöhnliche Modenschau, indem sie ihr Schutzanzüge mit Inhalt über den Laufsteg gehen lässt. Ach und hinter der sogenannten vorgehaltenen Hand, versucht die Feuerwehr eine heiße Überraschung vorzubereiten. Ob es klappen wird, wusste die vorgehaltene Hand noch nicht. Man darf gespannt auf den Hüftschwung eines Feuerwehrmannes im ABC Anzug sein.

Jazz & Swing werden die Jazz-Liebhaber aller Couleur durch die „Old Friends“ mit Wolf R. Osssenberg begeistern. Übrigens, Jazz ist im Moment so was von „in“, in vielen Städten reißt man sich um die Eintrittskarten.

Die Künstler haben ihre Ateliere geräumt und stellen sich dem Besucher, indem sie gemeinsam eine Installation umsetzen werden. Die „Blagen“ werden sicherlich in der Hüpfburg ihr Unwesen treiben, wobei die ruhigeren sich estimmt dem Kinderschminken widmen werden.

Am zweiten Sonntag werden die rund 80 Oldtimer in Gevelsberg zu einer Rallye gestartet und damit viele Augen zum Leuchten bringen. Jesse Lee Davis (Jazz & Soul & Euro House mit Hip Hop und Techno), der in Detroit, Michigan geboren wurde, wird uns mit vielen seiner Hits, wie „Is This Love“ oder „Another day in Paradise“ unterhalten. Und dann geht es auf vier Pfoten weiter mit Kunststückchen und Liebenswürdigkeiten unserer vierbeinigen Freunde des Schutz- und Polizeihundevereins (PHW), Gevelsberg die mit „Spaß an der Freud“ wissen wie man Menschen aus zusammen gestürzten Gebäuden findet. Madita Boenisch wird mit ihren Rock und Pop-Coversongs ihr Talent als junge Gevelsbergerin beweisen.

Die Kunst wird auch weiter den Reigen erweitern indem der im März ´17 neu gegründete „KulturgartenNRW“ sich auf dem Platz inszeniert, man darf gespannt sein.

Den gastronomischen Bereich werden die Kirmesgruppen KG Börkey, KG Aechter de Biecke, KG Asbieck und KG Schnellmark abdecken, ergänzt werden die Kirmesgruppen durch die Open Earth Flair Gevelsberg mit Kaffee und Kuchen und der eine Welt Laden, Gevelsberg wird sich dem Waffeleisen und Kaffee verschreiben.

Es ist also alles gerichtet, was fehlt, gutes Wetter, gute Laune, gute Gespräche und Sie und Du, also unser aller Besuch auf dem 11. Sommerfest in Gevelsberg.

11. Gevelsberger Sommerfest

am 13. und 20 August 2017

Beginn: 11:00 und 10:00 Uhr

Vendômer Platz, Gevelsberg

Hier noch einmal das Programm als Übersicht: [Bitte anklicken]

 

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik

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Ein Aufruf! Wenn Helfer Hilfe benötigen

 

[jpg] Mitten in unserer Gesellschaft gibt es Menschen die sich um das Mitmenschliche bemühen. Unterstützung von der Politik oder der öffentlichen Hand gibt es selten; denn eine Stadt wie Ennepetal ist arm, sehr arm um auch noch was für soziale Aktionen auszugeben.

In dieser misslichen Gesamtlage arbeitet in Ennepetal eine Gruppe von Frauen daran, Möbel für Bedürftige einzusammeln und dann an die Bedürftigen kostenfrei abzugeben.

Und das geht so: In einem Haushalt soll ein neues Bett, ein Schrank oder Tisch angeschafft werden. Wohin mit den alten Möbeln, die ja noch gut sind. Ok, sie sind nicht mehr modern, aber wie gesagt man kann sie noch gut gebrauchen. Man ruft die Frauengruppe an, die sich die Möbel anschaut und einen Termin für die Abholung ausmacht. Dann wird ein Anhänger angemietet und die Möbeln werden abgeholt und dann eingelagert. Mit dem nächsten Schritt kommt ein Bedürftiger vorbei und schaut sich die Möbel im Lager an. Sind die Möbel ok, wird wieder ein Termin vereinbart, diesmal mit dem Bedürftigen, der Anhänger wird angemietet und die Möbel zu dem Bedürftigen gebracht. Dieser Vorgang hat inzwischen dazu geführt, dass Bedürftige nunmehr in einem Bett schlafen, an einem Tisch sitzen oder ihre Wäsche in einem Schrank sortieren können.

 

Aufruf!

 

Diese Gruppe braucht einen Anhänger, der ihnen auf Abruf und nach Vereinbarung für den Möbeltransport zur Verfügung gestellt werden könnte. Die Abrufe werden in der Woche höchstens 1 – 2 mal für ein bis zwei Stunden erfolgen. Der Hänger würde in Absprache geholt und auch wieder zurück gestellt.

 

Solch ein Anhänger sollte es schon sein.

 

Wir bitten deshalb über unser Redaktion

Telefon +49 (0) 2333-602489

oder mobil +49 (0) 172 273 1553
oder per email: redaktion@en-mosaik.de

um Meldung, wenn jemand  einen Anhänger für den Möbeltransport ausleihen kann.

Und da das soziale Engagement dieser Frauen nicht nur Kraft und Zeit sondern inzwischen auch eine beträchtliche Summe privat eingesetzten Geldes für die Leihgebühr eines Hängers ausmacht,wäre es wunderbar, wenn sich ein Unterstützer finden würde, der den Anhänger kostenlos (oder zu einem besonders günstigen Preis) zur Verfügung stellen könnte.

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Kultgarage August 2017: Keimfrei – ein Hypochonder packt aus

[Ennepetal]  Kabarettist Ingo Börchers kommt im Rahmen der Kultgarage ins Industriemuseum

Ingo Boerchers Foto: Jan Merlin Friedrich

Kabarettist Ingo Börchers ist bekennender Hypochonder. Aber multitaskingfähig. Das heißt, er kann vor mehreren Krankheiten gleichzeitig Angst haben. Denn er weiß, sie lauern überall: Pilze und Bakterien, Viren und Parasiten, Sporen und Schmarotzer. Am 11. August besucht er im Rahmen der Kultgarage um 20 Uhr das Industriemuseum Ennepetal. Einlass ist um 19:30 Uhr.

Ingo Börchers wäscht sich mehrmals täglich die Hände, wenn nicht mit Seife, so doch in Unschuld. Und damit ist er nicht allein. Wir wollen ein Leben ohne Nebenwirkungen. Nach uns der Beipackzettel. Keimfreiheit lautet das Gebot der Stunde. Im Krankenhaus und in der Pflege, am Geldautomaten und in der Politik.

Nachdem der kritische Kommentator des Google-Zeitalters (WDR) auf der Datenautobahn aufgeräumt hat, widmet er sich in seinem aktuellen Kabarett-Solo nun einer alternden Gesellschaft, die kein Risiko mehr eingehen will. Ferien auf Sagrotan. Witzig. Intelligent. Fundiert. Einwirkzeit: 90 Minuten

Karten für die Kultgarage können bei Ronja Ebner von der Kluterthöhle und Freizeit GmbH & Co. KG, Zimmer 111 im Haus Ennepetal für 15 Euro pro Person oder unter der Telefonnummer 02333 988035 erworben werden. Ebenfalls erhältlich sind die Tickets an den bekannten Vorverkaufsstellen Rathaus-Info und Tourist-Info oder über www.reservix.de.

 

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Kluterthöhle & Freizeit
Verwaltungs- und Betriebs GmbH & Co. KG
Gasstraße 10
58256 Ennepetal
Tel: 0 23 33 – 98 80 -0
Fax: 0 23 33 – 98 80 -24
info@kluterthoehle.de
www.kluterthoehle.de
www.erlebnisregion-ennepetal.de
Kluterthöhle und Freizeit Verwaltungs- und Betriebs GmbH & Co. KG
Gasstraße 10 58256 Ennepetal

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Ist die Gastronomie am Ennepebogen jetzt auf einem guten Weg?

v.l. Marcus Weltmann, Marlene Weltmann und Bürgermeister Claus Jacobi Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Marcus und Marlene Weltmann übernehmen die Gastronomie am Ennepebogen.

Es ist eine gute Nachricht, denn das Ehepaar Weltmann verfügt über eine ausgewiesene Reputation in der Gastronomie. Marcus Weltmann hat in den besten Häusern gekocht und sogar auf der MS Europa die Speisen bereitet. Zuletzt hat er seine Frau Marlene im Schwelmer Haus Friedrichsbad kennen gelernt, bekocht und so dann geheiratet. Welches Gericht zum Ja-Wort führte, darüber wird der Schleier des Schweigens gehüllt.

Nun, die Restauration am Ennepebogen wird in Zukunft den Namen „Weltmann die Strandbude“ führen. Wobei die Familie Weltmann ist den Gevelsbergern allseits bekannt, haben sie doch ihr „Black Angus Steakhouse“auf der Hochstraße mit Erfolg etabliert. Es lag auf der Hand, dass die Familie Weltmann die notleidende Gastronomie am Ennepebogen unter ihre fachlichen Fittiche nimmt.

Stichwort fachlich: Bei den  beiden Vorbesitzern, die so sang- und klanglos mit dem Ennepebogen aufgaben, haperte es wohl an fachlicher Erfahrung, um die Restauration Ennepebogen zu führen. Es war nie richtig auszumachen, welches Konzept oder welche Gastrolinie hinter den Bemühungen der Vorbesitzer stand.

Die Familie Weltmann will das zukünftige Restaurant „Strandbude“ mit einem zielgerichteten Konzept zu einem Erfolgsrestaurant führen. In der Tat soll es auch draussen eine „Strandbude“ geben, die sich mit dem Verkauf von Eis, Süssigkeiten oder auch Snacks befassen wird, diese hauptsächlich für den Verkauf an die Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Skates am Ennepebogen unterwegs sind. Klein und gemütlich soll es an der Bude zugehen.

Auszug aus der Speisenkarte Foto: Linde Arndt

Und ja, es wird auch den bekannten „Burger“ aus dem „Black Angus Steakhouse“ in der Hochstraße geben. Mittags wird es ein „Tischlein weck Dich geben“, der Mittagstisch, der für Berufstätige aufgebaut wird. Schnell und frisch ist hier das Stichwort, denn die Pausen sind nicht unendlich. Für die welche  etwas mehr Zeit haben ist die bekannte Speisenkarte ausgelegt, wobei man in gemütlicher Atmosphäre seine Gerichte auswählen kann.

Im Außenbereich wird es ein Strandfeeling geben, mit Strandkörben und Strandliegen und der Sand wird dann auch aufgefüllt sein. Haben sie schon mal was von Knüppelknifte gehört? Nein? Es ist das alte Stockbrot das da salonfähig gemacht wird und ein gewisses Lagerfeuerflair vor das Restaurant „Strandbude“ bringt. Afterworkpartys wird es geben und die Konditorei Kartenberg wird eine Strandtorte kreieren die einzig und alleine nur den Cafétisch der „Strandbude“ bereichert. Sonntags erwartet den Gast ein erweitertes Frühstück ab 9:30 Uhr. Und was nicht fehlen darf ist das Waffeleisen, welches zu jeder Tageszeit Waffeln mit allem drum und dran produzieren kann.

Bürgermeister Claus Jacobi erzählte dann, dass der Pachtvertrag mit der bisherigen Pächterin einvernehmlich gelöst wurde.“ Sofort wurde danach eine öffentlich Ausschreibung gemacht, die 5 gute Bewerber aus der Region brachte. Die Qualität der Nachfrager hat uns alle in der Stadtverwaltung überrascht. Familie Weltmann war mit ihrem Konzept und dem dazu gehörigen beruflichen Background für uns in der ersten Wahl. Es passte in unsere Vorstellungen von der zukünftigen Restauration.“ Jacobi freute sich auf eine neue Belebung des Ennepebogens, der sicherlich mit dem kohärenten Konzept der Familie Weltmann den Ennepebogen langfristig belebt.

 

Eröffnung wird am Samstag dem 5. August ´17 sein

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag von 12:00 bis 23:00 Uhr, die Küche ist jedoch bis 21:00 Uhr offen

Sonntag von 9:30

 

Bleibt eine Belebung für den Ennepebogen zu hoffen. Denn der Ennepebogen ist zielgruppenmäßig sehr vielschichtig über die Jahre geworden, wobei die Anlage von allen Gevelsbergern angenommen wurde. Unsere Redaktion beobachtet den Ennepebogen seit Jahren und ist immer wieder über die teilweise grundlegenden Änderungen der Besucher überrascht.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

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Wenn zwei sich finden, freut sich vielleicht der Dritte

v.l.: Hans-Werner Engel , Andreas Winkelsträter, Marc Neumeister und Dario Weberg Foto: (c) Linde Arndt

 

 

[jpg] Das „Leo Theater“ wurde in Ennepetal arg gebeutelt und konnte sich nicht richtig entwickeln. Der Umzug ins Ibach Haus, Schwelm, der mit umfangreichen Investitionen durch die Vermögensverwaltung Vits GbR und damit durch den persönlichen Einsatz von Herrn Dr. Hans-Joachim Vits realisiert wurde, brachte eine glückliche Wende.  Es begann eine Neuausrichtung des

Marc Neumeister in „Hi Dad“ Foto:Veranstalter

„Leo Theater im Ibach Haus“. Denn 365 Tage steht das „Leo Theater im Ibach Haus“ zur Verfügung und will ausgelastet werden. Andreas Winkelsträter, der Leiter des Leo Theaters, freute sich denn auch über die eigenverantwortliche Gestaltungsmöglichkeiten. Eine Auslastung, die jetzt anstand sollte über attraktive Stücke erfolgen. Das „Leo Theater“ fiel bisher durch seine Komödien auf, die ansprechend, leicht aber auch kurzweilig die Besucher unterhielten. Was jedoch fehlte war eine etwas ernstere Schiene, die des Dramas, welche auch eine andere Zielgruppe ansprach. Und die ergab sich, als Dario Weberg vom „Theater an der Volme“, Hagen mit Andreas Winkelsträter „Leo Theater im Ibach Haus“ ins Gespräch kam. Die beiden kamen relativ schnell überein mit einer Kooperation die Auslastung beider Häuser zu verbessern. Ergänzten und bereicherten sich doch die Programme der beiden Häuser hervorragend. Dazu kam noch eine Verbindung zu den Schloss-Spielen Hohenlimburg, bei denen Dario Weberg der Künstlerische Leiter ist.

Frank Weberg als Frank Sinatra in „Frank“ Foto: Veranstalter

Die drei hatten natürlich auch was inhaltlich zu bieten. Da ist Dario Weberg mit seiner Schauspielrevue „Frank“. Ein Format welches das Leben und die Werke von Frank Sinatra in unser Bewusstsein zurück bringt. Wem sind die lyrischen „May Way“ Texte nicht in Erinnerung in der Frank Sinatra über sein Leben und das Leben allgemein philosophierte? Und Dario Weberg, bereitet schon mal das Leben von Cat Stevens, heute Yusuf Islam, auf, einer der Giganten im Folk- und Popbereich der 70er Jahre. Man darf wohl gespannt sein. Das „Leo Theater im Ibach Haus“ kommt mit seinem künstlerischen Leiter Marc Neumeister auf die beiden Bühnen. „Hi Dad“ heißt das Stück, welches von urkomisch bis irgendwie furchtbar tragisch das Leben eines werdenden Vaters und späteren alltäglichen Vaters auf die Bretter bringt. Aber, dieses Netzwerk hat ja auch noch ein Sahnehäubchen.

Hauptdarsteller Artjom Bystrov aus „Der Mantel“ Foto: Veranstalter

Der Mantel, russisch Schinel von Nikolai Gogol, normalerweise eine Novelle kommt als Tanztheater in alle drei Häuser. Wie das? Nun, Hans-Werner Engel ist  Vorsitzender des  Freundeskreises  Hagen-Smolensk. In seiner Funktion managt Herr Engel den Kulturaustausch von Smolensk in unsere Region. Bei einem Besuch des Kammertheaters Smolensk mit Dario Weberg lernten beide das in Moskau prämierte Stück der Mantel von Nikolai Gogol kennen. Beide waren von diesem Stück begeistert, zumal dieses Stück ja auch getanzt wurde, dass sie spontan beschlossen eine Einladung an das Kammertheater auszusprechen,  die dann ja auch angenommen wurde.

 

Das Stück passt in unsere heutige Zeit.

Szene aus „Der Mantel“ vom Kammertheater Smolensk Doto_ Veranstalter

Es ist ein Stück, welches einen Menschen (Akakij Akakijewitsch) zeigt, der ohne Perspektiven in einem immer währenden Alltag verbringt. Wenn nicht eines Tages sein Mantel so verschlissen wäre und er sich einen neuen beschaffen muss. Er leistet sich einen besonders schönen neuen Mantel, der ihn bei den Kollegen und in der Gesellschaft nach oben trägt. Er ist wer. Auf dem Höhepunkt seiner „gesellschaftlichen Stellung“ wird ihm der Mantel gestohlen. Und als er sich seinem Vorgesetzten mitteilt, stößt der ihn mit seinem Problem von sich. Von dieser Abweisung erholt sich Akakij Akakijewitsch nicht mehr und stirbt.

Gogol zeichnet in dieser Novelle einen Menschen, der nur eine Richtung kennt, die nach oben zu seinem Vorgesetzten. Diese Zeichnung gerät jedoch zu einem Bild das mehr als widerwillig hingeschmissen wird. Gogol hat zu diesem Akakij Akakijewitsch eine ambivalente Einstellung, teilweise ist er ihm egal und teilweise arbeitet er sich an ihm ab.

Gogol zeigt das Verwerfliche des menschlichen Daseins, keine Träume, keine Fantasien nur Monotonie in allen Bereichen, ein sinnloses Leben. Man weiß nicht, ob man mit diesem Menschen Mitleid haben soll oder ihn als verachtenswert dem System zurück geben sollte.

 

Man darf gespannt sein auf die Arbeit von Alexandra Ivanova (Musik und Choreografie) und dem ausgezeichneten Kammertheater Smolensk. Denn es ist schon eine außergewöhnliche Arbeit eine Novelle in einen Tanz zu überführen, und dann auch noch in Moskau den ersten Preis zu machen.

 

So werden die Stücke wie folgt aufgeführt:

„Der Mantel“ von Nikolai Gogol

05.September ´17 Schlossspiele, Hohenlimburg

06.September ´17 Leo Theater, Schwelm

08.September ´17 Rudolf-Steiner-Schule, Hagen-Haspe

 

„Frank“ Schauspielrevue von Dario Weberg

15.Oktober ´17 Leo Theater, Schwelm

 

„Hi Dad“ mit Marc Neumeister

13. Oktober ´17 Theater an der Volme

 

Karten und weitere Informationen der Häuser können sie über das Internet beziehen.

Leo Theater http://www.leo-theater.ruhr/

Theater an der Volme http://www.theaterandervolme.de

Schlossspiele Hohenlimburg http://www.schlossspiele.de/

 

Was bleibt noch zu sagen? Kultur wird ja immer kleiner geschrieben und die Freunde einer lebendigen Kultur müssen immer weiter zurückstecken. Da ist doch diese private Kooperation zwischen diesen drei Häusern ein Lichtblick. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Kooperation als ein Anfang für eine weitere gedeihliche Zusammenarbeit darstellt. Gewinner gibt es jetzt schon, es ist der Dritte, der Zuschauer der drei Häuser.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

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Es ist ein positives Image, womit die AVU im EN-Kreis wahrgenommen wird

AVU Vorstand Dipl.-Volkswirt Uwe Träris und Prokurist Hans-Jörg Beckmänning Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] 80% Marktanteil kann die AVU (AVU Aktiengesellschaft für Versorgungs-Unternehmen) in ihrem Verbreitungsgebiet vorweisen. Das ist gut, wenn man die dynamischen Aktivitäten aller Versorger in Europa betrachtet.

Die AVU ist ein regionaler Versorger im EN-Kreis mit rund 300.000 Bewohnern. Strom, Gas und Wasser sind die Produkte mit denen die AVU die Bewohner versorgt. Nun ist die AVU eine AG, die nach dem Aktiengesetz seine Bilanz veröffentlichen muss.

Vorstand Dipl.-Volkswirt Uwe Träris und der kaufmännische Prokurist Hans-Jörg Beckmänning trugen ein Ergebnis vor, welches widersprüchliche Aussagen zuließ. Um es vorweg zu nehmen der AVU geht es gut und da wo es ihr nicht so gut geht, ist das auf die Umwälzungen auf dem Versorgermarkt zurück zu führen.

 

Einige Bilanzzahlen

14,4 Millionen Euro hat die AVU 2016 an seine Shareholder verteilt, die Verteilung wurde durch den Vorstand angeregt und auf seine Beteiligungsgesellschaften, Innogy SE (Essen), EN-Kreis, Stadt Gevelsberg, Stadt Schwelm und Stadt Ennepetal einstimmig beschlossen. Je Aktie gab es 1,– Euro, so das Ziel, wobei die Rücklage herhalten musste.

Nun kann man den Gewinn als zu hoch einstufen aber man kann ihn auch zu niedrig einstufen, je nachdem welchen Bezug man nimmt. Zu hoch ist der Gewinn zu bewerten, wenn die Beteiligungen zu einer derart exorbitanten Dividende bei den vorgenannten Beteiligungsgesellschaften führt. Zu niedrig ist der Gewinn, weil der Kapitalbedarf durch die vor der Tür stehende Energiewende erheblich sein dürfte.

 

Perspektivisches

Belgien wird wahrscheinlich seine Atommeiler innerhalb der nächsten Jahre (2025) abschalten, genauso wie die Schweiz. Frankreich wird seinen Atomstrom bis 2025 auf 50 % herunterfahren, von den 58 Meilern könnten demnach bis zu 15 Meiler abgeschaltet werden. Es sind noch andere EU Staaten die die Energiewende, also den Ausstieg vom Atomstrom eingeläutet haben.

Im Norden unseres Landes wird z.Zeit ohne Ende Offshore Strom produziert, der nur bis Hamburg kommt und dort nicht verbraucht werden kann oder von dem europäischem Leitungsnetz nicht abgenommen wird.

Das europäische Leitungsnetz wird seit Jahren neu geplant und konfiguriert, der ehemalige Energiekommissar Günther Oettinger war diesem Amt nicht gewachsen, so dass das europäische Netz nicht zu Ende gedacht wurde, geschweige denn geplant wurde. Maroš Šefčovič (Slowakei) leitet jetzt das Energie Kommisariat.

Und Deutschland? Nach der Katastrophe von Fukushima hat die Regierung Merkel den Ausstieg vom Ausstieg beschlossen. Die Energiewende spricht aber auch davon sich von den fossilen Brennstoffen in Gänze zu verabschieden. Ob das nun Braunkohle oder Steinmkohle ist, diese Kraftwerke haben nun mal einen exorbitanten CO2 Ausstoß der den Klimazielen die im Zusammenhang mit dem COP 21 eingegangen wurden entgegenstehen.

Was haben wir jetzt? Wir haben mehrere Offshore Felder mit Kapazitäten von mehreren Gigawatt in Betrieb, die Kapazitäten können jedoch noch nicht abgeführt werden, da die Netzkapazitäten fehlen. Ein Riesenproblem. Und, wir haben nicht immer den gleichen Wind. Hier kommt eine Speichertechnologie ins Spiel.

Schwungmassenspeicher, sogenannte Flywheels, stehen als Kurzzeitspeicher kurz vor der Vollendung oder Wind-Wasserstoff-Systeme, die Windenergie in Wasserstoff in Kavernen abspeichern können, die auch in 2 bis 3 Jahren zur Verfügung stehen werden. Beide genannten Speichersysteme sollen die schwankende Überschuss-Windenergie der Offshore Anlagen auffangen und bei Bedarf wieder abgeben.

Und was hat die AVU damit zu tun? Nun, die AVU wird weiterhin im EN-Kreis die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser gewährleisten, nur die Art und Weise der Versorgung wird sich ändern. Denn es ist eine andere Sache die Energieversorgung mit Wasserstoff Systemen oder mit Schwungmassenspeicher zu gewährleisten. Diese hochkomplexen Speichersysteme erfordern von der AVU Investitionen, deren Höhe heute noch nicht abzusehen sind. Wobei ein typisches 85 GWh System (Kavernenkapazität) schon eine Investition darstellt, vor der dann die AVU stehen würde. Hier gilt es Rückstellungen zu bilden, um dieser Herausforderung kurzfristig gewachsen zu sein.

 

Bewertung der AVU Tätigkeiten

Lassen wir mal einen Blick über den wohlbekannten Tellerrand werfen. Die FunkeMedien Gruppe schreibt einen infantilen Artikel  über die Entstehung und Verwendung des Gewinns über 14.4 Millionen Euro. Der Verfasser versteigt sich in die Forderung, die 14.4 Millionen Euro dafür zu verwenden, um eine Preissenkung durchzuführen. Dadurch wäre die AVU „wieder“ für ihn konkurrenzfähig. Wenn das so einfach wäre; denn haben die Beteiligungsgesellschaften kein Recht auf eine Rendite? Sollen sie gar ihr Kapital abziehen, um anderweitig eine Rendite zu erwirtschaften? Und was ist mit den langfristigen Unternehmenszielen, die sich durch die vorgenannten Perspektiven ergeben? Was ist mit den Investitionen in die Strom- oder Gasnetze die durch regionale Unternehmen erbracht werden und von der AVU bezahlt werden? Und was ist mit den kulturellen und sozialen Aktivitäten der AVU in der Region, sollen die eingestellt werden?

Eine Bilanzbetrachtung erstreckt sich nicht nur auf die Höhe der Bilanzsumme oder den ausgeworfenen Gewinn, vielmehr betrachtet man auch den Wert eines Unternehmens für die Gesamtgesellschaft in dem Bereich (örtlich oder Bereich) , wo es tätig ist.

Da sind die 470 Arbeitnehmer, einschließlich der 21 Auszubildenden, die der AVU direkt zugeordnet werden können. Zu diesen 470 Arbeitnehmern kommt nochmals in etwa die gleiche Anzahl außerhalb, die durch die Tätigkeit der AVU generiert werden. Wenn der Verfasser dieses Artikel ein Problem mit seinem Netz hat, so kommt die AVU ins Spiel um dieses Problem zu lösen, nicht sein derzeitiger Versorger, der irgendwo seine Zentrale hat. Die Reaktions- und Ausfallzeiten sind äußerst gering für diese Branche, nicht bei dem Vertragspartner, sondern bei dem örtlichen Versorger AVU.

 

Am Gemeinwohl sich orientieren

Die deutsche Wirtschaft steckt mit drei Sektoren in einer tiefen Vertrauenskrise. Die Großbanken die durch tiefgreifende Manipulationen aufgefallen sind, die Autoindustrie die wahrscheinlich durch Kartellabsprachen und Betrug bei den technischen Angaben ihrer Dieselmotoren in Verruf geraten sind und die Fleischindustrie die durch Niedriglöhne und Massentierhaltung Qualitätsstandards gerade mal einhalten kann. Hinter „Made in Germany“ steht nicht mehr zwangsläufig eine Qualität, der man blind vertrauen kann. Die Frage ist doch: Warum hat das Wirtschaftssystem versagt und versagt noch immer? Die Antwort: Ja, es gibt ein starkes systembedingtes Versagen. Und das liegt an der Orientierung, die der derzeitigen Wirtschaft zugrunde liegt. Nicht für den Konsumenten oder Menschen arbeitet die Wirtschaft, vielmehr ist sie zum reinen Selbstzweck geworden. Die Orientierung ist nur auf die Höhe von Gewinn und Umsatz gerichtet. Andere Kriterien werden total vernachlässigt. Und dies seit Jahren.

Hier ist die Frage, ob es andere Kriterien gibt, die es möglich machen ein Ergebnis zu erreichen welches die Marktteilnehmer allseits zufrieden stellt, bestimmte Verwerfungen des derzeitigen Wirtschaftssystems vermeidet. Und hier kommen wir auf die seit Jahren geführte Diskussion der Gemeinwohl-Wirtschaft. Diese Gemeinwohl-Wirtschaft ist inzwischen so weit gediehen, dass über 2.000 Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz anfertigen. In der Regel sind es mittelständige Unternehmen mit an die 500 Mitarbeitern, die sich diesen Regeln einer Gemeinwohl-Bilanz, neben einer derzeitigen Finanzbilanz nach den gesetzlichen Vorgaben unterwerfen. So käme man mittelfristig in eine gesellschaftliche Diskussion die die notwendigen Reformen an das derzeitige Wirtschaftssystem adressieren würde.

Die AVU würde bei Betrachtung seiner Bilanz ohne Probleme eine positive Gemeinwohl-Bilanz erstellen können. Ziel wäre es die positive Stellung der AVU am Markt zu verbreitern und zu erhöhen, die dann zu einem Mehrwert gegenüber den Mitbewerbern führt.

 

Epilog

Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hatte Recht, als er in seiner Adlon Rede von einem Ruck sprach, der durch die Gesellschaft gehen sollte. Nur wer sollte diesen Ruck als Erster ausüben? Die Autoindustrie? Wohl kaum. Herzog meinte, es ist jeder von uns aufgefordert diesen Ruck auszuüben, sprich diesen Mut zu haben.

Die AVU hat einen grundsoliden Geschäftsbericht, nebst einer Bilanz 2016, vorgelegt. Applaus!

Die Energiewirtschaft steht aber vor strukturellen Veränderungen die die Versorgung dieser Branche grundlegend verändern wird. Das bedeutet, heute müssen schon Wege eingeschlagen werden, die die zukünftigen Strukturen der Energieversorgung erkennen lassen.

Deshalb sollten wir uns nicht nur zu einer regionalen oder lokalen Betrachtung unserer Unternehmen hinwenden, sondern vielmehr kann auch die AVU einen mutigen Schritt nach vorne tun, der auf andere Unternehmen inspirierend wirken könnte.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Umleitung der Linie 550 zur Jacobuskirmes Breckerfeld

In der Zeit vom 28. Juli bis 01. August 2017 finden in Breckerfeld die traditionelle Jacobuskirmes und das Schützenfest statt. Aus diesem Anlass werden Teile der Frankfurter Straße für den Gesamtverkehr gesperrt.
Die VER leitet deshalb die Linie 550 um. Alle Fahrten der Linie 550 in Richtung Heider Kopf führen nun über den Westring. Der Haltepunkt Breckerfeld-Bus-Bf. kann in Richtung Wengeberg nicht bedient werden. Diese Maßnahme gilt bis Mittwoch, den 02. August ca. 10 Uhr.

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