Entscheidungsschwäche des Schwelmer Stadtrates

 

[jpg] Nun sind die Schwelmer Stadträte doch für einen Außenstehenden sehr gewöhnungsbedürftig. Vernunft oder Ratio sind überwiegend im Rat der Stadt Schwelm Fremdworte – Eitelkeit ist die erste Wahl.

Da wird mal eben ein Schwelmer Unternehmer verprellt, der Bürgermeister wird indirekt mit einer Tasse Kaffee in die korrupte Ecke gedrückt, die Schwelmer Brauerei, immerhin ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt, lässt man gehen, der nachfolgende Neubau auf dem Grund wird so zerredet, sodass der Investor das Handtuch schmeißt. Im Rathaus kommt die Decke runter, und was passiert? Mehrere kostenpflichtige Gutachten werden erstellt und keine Entscheidung gefällt. Der Umzug der biologischen Station des EN-Kreises in das Martfeld Gelände wird torpediert und eine positive Entscheidung für Schwelm verhindert. Vorbereitende Arbeiten, wie der Architektenwettbewerb der durch einen Ehrenbürger bezahlt wurde, mussten abgeschrieben werden.

Jetzt hat der Schwelmer Stadtrat einen neuen Job, er möchte für die Sportvereine zwar zwei Kunstrasenplätze, auf der anderen Seite möchte er das aber nicht so umsetzen, wie er das schon 2013 beschlossen hat. Also alles zurück auf Start.

Da bereits für den Kauf des Linderhausener Grundstücks ein Termin besteht, nämlich der 30.06.15, versucht der Schwelmer Stadtrat mit dem bürgerlichen Block von CDU|Die Bürger|Bündnis90/Die Grünen|FDP|SWG-Schwelm den Termin in Frage zu stellen. Mehr noch, er versucht die Rechtmäßigkeit des zukünftigen Kaufvertrages anzuzweifeln.

Und die Sportvereine, die ja durch den in Aussicht gestellten Kauf der Grundstücke den jahrelangen Wunsch nach Kunstrasenplätzen erfüllt bekommen, scheinen sich durch den bürgerlichen Block von CDU|Die Bürger|Bündnis90/Die Grünen|FDP|SWG-Schwelm instrumentalisieren zu lassen. Und das auf niedrigem Niveau. Wie anders ist es sonst zu verstehen, wenn man seine eigenen Kinder für eine Demo vor Haus Martfeld auflaufen lässt. Niveau und Fair Play geht anders. Wobei, nebenbei bemerkt, werden die Kunstrasenplätze aus Sicht vieler Sportärzte in Frage gestellt. Aber im Fussballsport geht es ja nur noch um Geld und Macht, selbst in den unteren Regionen.

 

Stellt sich die Frage nach der Qualität oder dem Wert der Fußballvereine VfB Schwelm oder SpVg Linderhausen um eine Einordnung (wie wichtig sind diese Vereine für Schwelm) vorzunehmen. Nun, beide Vereine befinden sich in der Kreisliga. Das ist so ungefähr 13 Ebenen unterhalb der ersten Bundesliga und läuft, so die Profis der ersten Liga, unter „Hobbybolzer“ oder sportlicher Ertüchtigung. In diesen Kreisligen bekommt der Schiedsrichter auch mal handfest gezeigt wie er zu pfeifen hat. Da kann man verstehen wenn es die Vereine auch mit dem sportlichem Fair Play in der Gesellschaft nicht so genau nehmen.

Ob eine Stadt klamm ist, interessiert einen Sportverein nicht. Jetzt hat der bürgerliche Block mit CDU|Die Bürger|Bündnis90/Die Grünen|FDP|SWG-Schwelm andere Interessen, nämlich die Stadtverwaltung  und den SPD Bürgermeister vorzuführen.

Jetzt kommt es aber noch dicker. Da tritt ein 51 jähriger Student aus dem „Unterholz“ auf, vom bürgerlichen Block von CDU|Die Bürger|Bündnis90/Die Grünen|FDP|SWG-Schwelm als Retter in Stellung gebracht, um den in Aussicht gestellten Kunstrasen auf dem Sportplatz Rennbahn ins Spiel zu bringen. 2013 wurde der Sportplatz Rennbahn durchgeplant und verworfen, übrigens, von allen Fraktionen. Aber so ein 51 jähriger Student hat ja sicher mehr drauf als die gesamte Stadtverwaltung in Schwelm. Besonders wenn es darum geht ein Projekt, was vor der Verwirklichung steht zu verwirklichen. Starkstrom, Lärmschutz oder Bodenbelastung, wird einfach beiseite gewischt, der 51 jährige Student Uwe Hugendick ist da Experte von CDU|Die Bürger|Bündnis90/Die Grünen|FDP|SWG-Schwelm. Die Stadtverwaltung hat da keine Ahnung von, sollte man meinen.

Foto: (c) Linde Arndt

v.l.: Vorstands-Vorsitzender Ulrich Sack [SpVg Linderhausen] und Vorstandsmitglied Wolfgang Marold [VfB] Foto: (c) Linde Arndt

Dieses ewige Hin und Her hatte die SPD Fraktion nun Leid und stellte den Antrag einen bindenden Vertrag mit den beiden Sportvereinen zu entwerfen um den anstehenden Kaufvertrag für die Grundstücke an der Gevelsbergerstraße mit dem Vereinsvermögen der beiden Vereine abzudecken. Kurz, sie wollte die beiden Vereine in die Verantwortung nehmen. Sonst, so die Argumentation, könnte die Stadt auf diesem Grundstück sitzen bleiben. Bei der Kassenlage der Stadt Schwelm wäre das sicher unverzeihlich. Lustig fanden das weder die Vereine, allen voran der VfB, noch der bürgerliche Block. Denn auf einmal sah man sich von der SPD und der Stadtverwaltung unter Druck gesetzt. Man merke, selber darf man Druck machen, möchte sich aber keinem Druck aussetzen! Und jetzt? Es wird nochmals einen runden Tisch geben, nochmals eine Ratssitzung aber eine Einigung ist nicht in Sicht. Warum? Weil, wie immer keiner entscheiden will, denn es könnte ja schief gehen. Und dafür möchte man nicht gerade stehen – für das schief gehen. Der schwarze Peter soll dauerhaft in der Stadtverwaltung bleiben – so der Plan von CDU|Die Bürger|Bündnis90/Die Grünen|FDP|SWG-Schwelm.

 

Der bürgerliche Block von CDU|Die Bürger|Bündnis90/Die Grünen|FDP|SWG-Schwelm entwickelte sich damit zum Verhinderer für eine nachhaltige Entwicklung der Schwelmer Kommune. Die Folge ist eine negative Innen- und Außenwirkung der Stadt Schwelm.

Den Gipfel des Zynismus stellte Marcel Gießwein, Bündnis90/Grünen her, indem er die GSWS, also Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung, aufforderte ein Konzept für ein Stadtmarketing vorzulegen. Wie denn, möchte man meinen, wenn der bürgerliche Block von CDU|Die Bürger|Bündnis90/Die Grünen|FDP|SWG-Schwelm ein solch negatives Image durch sein Verhalten

Marcel Gießwein [Bündnis 90/Die Grünen]  Foto: (c) Linde Arndt

Marcel Gießwein [Bündnis 90/Grünen] Foto: (c) Linde Arndt

verbreitet? Welcher Investor möchte denn mit einer Stadt zusammen arbeiten, die einen 51jährigen Studenten als Stadtplaner aus dem Hut zaubert? Welcher Investor möchte denn mit einer Stadt zusammen arbeiten, deren Stadtverwaltung als inkompetent und überflüssig von der Mehrheit des Stadtrates gehandelt wird. Als lächerlich und peinlich kann man das nur bezeichnen.

Wie soll die GSWS Schwelm bewerben? „Wir haben noch immer jeden Investor in die Flucht geschlagen!“ Oder wie sollen sich umzugsbereite Familien die Leistungsfähigkeit der Stadt Schwelm bei diesem kruden Verhalten der Stadt vorstellen?

Zum Schluss sollte man sich einmal die Opfer betrachten die der Sport von der Stadt Schwelm erwartet. Wenn man den Haushalt und das HSK betrachtet, findet man viele Streichungen, und zwar teilweise heftige Streichungen, in den freiwilligen Bereichen „Kultur, Bildung und Soziales“. Der Sport, der bleibt allerdings außen vor, im Gegenteil, für den Sport verschuldet sich die Stadt noch.

Ich glaube nicht, dass eine Stadt, wie Schwelm, dass Alleinstellungsmerkmal „Sportstadt“ mit den paar Leuten bekommen wird, die vor einen Ball treten können. Wie gesagt, „Fair Play“ aber auch Verantwortung für seine Stadt übernehmen, geht anders.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

Linie 1 und Fingerfood im Foyer der VER


[jpg] Im Foyer der VER am Wuppermannshof steht die Straßenbahn Linie 1. Mit Liebe wurde diese Straßenbahn restauriert und bringt eine etwas nostalgische und heimelige Stimmung in das Foyer.
Was liegt da näher als mit diesem Foyer und seiner Straßenbahn eine intime Bühne für Konzerte der heimischen Künstler zu organisieren. Das Duo „Fingerfood“ mit Stefan Wiesbrock und Wolfram Cramer von Clausbruch machten es vor. Das erste Konzert im Foyer konnte man als vollen Erfolg verbuchen, nachdem das Duo das Foyer rockten. Fingerfood waren die Stücke, die die Besucher begeisterten, ob nun die Instrumente gewechselt wurden oder die Stilrichtung der Musik die Menschen fesselte. Rock, Soul oder Jazz – es waren eingängliche Melodien die mit kraftvollen, fetzigen Titeln wechselten. Fingerfood aber auch, weil von allem etwas vorgetragen wurde. Es war kein ausgefeiltes Programm, es war die Freude am musizieren, die den Funken auf das Publikum überspringen ließ. Urwüchsig könnte man das Duo einordnen, das in jeder Kneipenszene schnell warm wird und das Publikum abholt.

Wolfram Cramer von Clausbruch und Stefan Wiesbrock Foto: (c) Linde Arndt

v.l. Wolfram Cramer von Clausbruch und Stefan Wiesbrock Foto: (c) Linde Arndt

Von Grund auf ist das Duo als Gitarrenduo einzuordnen, es geht aber auch mit einer Balalaika oder Ukulele. In mehreren Titeln wurde das Schweizer Hanginstrument eingesetzt, Wolfram Cramer von Clausbruch spielte dieses außergewöhnliche Instrument wobei er das Publikum begeisterte.
Witz und Humor waren die Grundlage der Beiden, die damit das Publikum durch das Programm führten. Als Sänger mit kräftiger Rockstimme merkte man Stefan Wiesbrock die Freude an seinem Gesang an.
Aber es gab ja auch noch culinarische Fingerfoods für das Publikum und das kam an. Bleibt noch zu erwähnen, dass der Vorsitzende der VER, Dipl.-Ing. Thomas Schulte, als Gäste den Ennepetaler Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, nebst Gattin und ein Vorstandsmitglied der BOGESTRA begrüßen durfte. Dipl.-Ing. Thomas Schulte meinte zu unserer Redaktion, dass rin solches Konzert sich wiederholen wird, wobei Stefan Wiesbrock hilfreich zur Seite stehen wird.

Ein gelungener Abend der nach einer Wiederholung ruft.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal











 

Autohaus Gebrüder Nolte – Alles nach Plan

[la] Noch in diesem Jahr – geplant für November – bekommt Gevelsberg ein neues Autohaus. Als erste Maßnahme ist die Errichtung und Eröffnung des Opelhauses einschließlich Werkstatt und Autovermietung vorgesehen.

Das erfolgreiche familiengeführte Unternehmen aus Iserlohn möchte nun sein  9. Autohaus errichten und hat hierfür den Standort Gevelsberg ausgewählt mit einer Fläche von rund 10.000 qm. Was ihnen die Stadt Gevelsberg angeboten hat und was sie sich ausgesucht haben, ist ein echtes Sahnestückchen.

Baustelle des Gevelsberger Opel-Autohauses  Foto: (c) Linde Arndt

Baustelle des Gevelsberger Opel-Autohauses Foto: (c) Linde Arndt

Das Grunstück liegt  im Gewerbegebiet „Im Winkel“, gegenüber dem Möbelhaus Wohnwelt an einer Landesstraße und es gibt direkte Anbindung zu den Autobahnen A1, A46 und A43.  Wuppertal, Sprockhövel und Schwelm grenzen hautnah an.

Auch dieses mal wurde wieder – wie bereits bei den beiden Bauprojekten 2010 [Volkswagen Haus in Iserlohn] und 2013 [Opel Haus in Lüdenscheid] geschehen – die Firma ECO.PLAN aus Coesfeld/Neuenrade beauftragt.
30 bis 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen am neuen Standort einen Arbeitsplatz finden. Der Gevelsberger  Andreas Niehues wird die Leitung des Gevelsberger Autohauses übernehmen.

Nolte-Spatenstich

Schwungvoll an die Arbeit – Spatenstich Autohaus Nolte. Unternehmerinnen Fritzi Bimberg-Nolte (3.v.l.) und Petra Pientka (1.v.l.), begleitet von Bürgermeister Claus Jacobi (2.v.r.), Stefan Kruse (Adam Opel AG, Mitte) und Ruth Echterhage (ECO.PLAN, 1. v.r.) und  Andreas Niehues (3.v.r.) Foto: (c) Linde Arndt

Am 15. April 2015 erfolgte um 11:11 Uhr der Spatenstich für das neue Projekt, an dem sich die Unternehmerinnen Fritzi Bimberg-Nolte und Petra Pientka, Bürgermeister Claus Jacobi und Vertretern der Adam Opel AG und der Firma ECO-Plan beteiligten.

Für den 10. April 2015 – wiederum um 11:11 Uhr ist nach Plan die Grundsteinlegung vorgesehen. Die besondere Bewandnis, warum es bei den Terminen der Firma Nolte immer um die Zahl 11 geht liegt darin, dass es das Geburtsdatum der Tochter Petra Pientka ist (hat also nichts mit dem Saisoneröffnungsdatum des Karnevals zu tun).

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Gevelsberg.

 

 

Was ist ein normaler Mensch in der Politik?

[jpg] Eigentlich wollte Petra Vogt (CDU) über die Schulpolitik in Ennepetal sprechen. Die CDU Fraktion hatte Frau Vogt ins Zorbas geladen, um über weitere Möglichkeiten für Ennepetal zu sprechen. Es kam jedoch ganz anders; denn Frau Vogt schilderte Probleme die man in Ennepetal vergeblich suchte.

So hat Ennepetal  gegenüber dem Landestrend mit der Sekundarschule einen zu guten Lauf. Die Ennepetaler Sekundarschule ist zu 100% belegt und ein weiterer Zug kann nicht gelingen, weil dafür die Kinder fehlen. Deshalb müssen weitere Anmeldungen abgewiesen werden. Grundschule? Keine Probleme, die andere Städte eben haben. Gymnasium? Das Ennepetaler Reichenbach Gymnasium hat eine hohe Reputation und genießt bei den Eltern einen guten Ruf. Förderschule?

Abgeordnete des Landtags NRW Petra Vogt (CDU) bei ihrem Vortrag  Foto: (c) Linde Arndt

Abgeordnete des Landtags NRW Petra Vogt (CDU) bei ihrem Vortrag Foto: (c) Linde Arndt

Auch hier hat Ennepetal durch das Abkommen mit der Stadt Gevelsberg kein Problem. Die Förderschülerinnen und Förderschüler werden an der Hasenkleverschule in Gevelsberg unterrichtet. Was blieb für diesen Abend? Es entspann sich ein Gespräch über die Inklusion im Bildungsbereich. Für eine schulpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion war es eine schwache Vorstellung die Petra Vogt hier ablieferte. Das Credo dieses Gesprächs war, lasst die armen „normalen“ Kinder doch arbeiten und überfordert doch die Lehrkräfte nicht mit diesem Thema. Eine 50 Jahre alte politische Position zur Inklusion in der heutigen Zeit kann man nur mit Unverständnis wahrnehmen. Im Gespräch traten, trotz kompetenter Gesprächsrunde aus Politik und Schule, erhebliche Wissenslücken zu Tage. Bis auf eine Lehrerin hatten fast alle Teilnehmer teilweise erhebliche Ressentiments vorzubringen. Am 24. Februar 2009 ist Deutschland der UN Behinderten Konvention (Convention on the Rights of Persons with Disabilities) beigetreten. Eine ausreichende Zeit, sich mit der Thematik Inklusion auseinander zu setzen.

Diskussion Schule  Foto: (c) Linde Arndt

Diskussion Schule Foto: (c) Linde Arndt

 

Die Debatte müsste also lauten:
Welche inhaltlichen, organisatorischen, finanziellen und personellen Voraussetzungen müssen wir schaffen der Inklusion (in allen Bereichen) zum Erfolg zu verhelfen? Denn, es geht um nichts geringeres als um die Teilhabe von rund 10 Millionen Deutschen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 2013) an unserer Gesellschaft.

Zur Erinnerung: 2006 definierte die UNO folgende Grundsätze als verbindliche Forderungen für die von allen akzeptierten Menschenrechte im Zusammenhang mit der Behindertenkonvention.
Die Grundsätze der Konvention enthält Artikel 3:

  • die Achtung der dem Menschen innewohnenden Würde, seiner  individuellen Autonomie, einschließlich der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, sowie seiner Unabhängigkeit;
  • die Nichtdiskriminierung;
  • die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft;
  • die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit;
  • die Chancengleichheit;
  • die Zugänglichkeit;
  • die Gleichberechtigung von Mann und Frau;
  • die Achtung vor den sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern mit Behinderungen und die Achtung ihres Rechts auf Wahrung ihrer Identität.

Dies ist der Rahmen auf den wir uns geeinigt haben. 154 Staaten haben inzwischen ratifiziert, wobei die EU dieser Konvention ohne Diskussion beigetreten ist. Was also eine Diskussion prägen sollte, welche Voraussetzung müssen wir schaffen um Menschen mit Behinderung nicht weiter auszugrenzen oder besser zu separieren? Es muss eine Bewusstseinsänderung bei allen Beteiligten geschaffen werden. Weg von der Separierung hin zu einem Zugewinn für alle Beteiligten. Stichwort: Soziale Kompetenz im Bildungsbereich. Die Bereicherung durch die Vielfalt menschlichen Lebens. Bereicherung deshalb, weil es in einer globalisierten Welt  keine genormten Kulturen, Menschen oder Regeln gibt. Je eher der einzelne sich auf die Vielfalt menschlicher Erscheinungsformen einstellt, desto besser kann er später in einem vermeintlich fremdem Umfeld agieren. Der sozialer Wert der menschlichen Beziehung in seiner Unterschiedlichkeit und das Verständnis dafür, führt im späteren Fall vielleicht zu einem milliardenschweren Auftrag. Die Arroganz einzelner Staaten des Westens wird sich im Laufe der Zeit erschöpft haben, so dass der Begriff der Normalität menschlicher Erscheinung neu definiert werden muss. Thomas Quasthoff, ein behinderter, herausragender Bassbariton und Professor für Gesang an der Hochschule für Musik in Berlin oder Felix Klieser, ein leidenschaftlicher Ausnahmehornist, der keine Arme hat, dies sind Menschen, die keine Ausnahme sein dürften und nicht auf ihre Behinderung reduziert werden sollten. Wir können es uns aus einer menschlichen Perspektive nicht leisten behinderte Kinder nicht auszubilden, sie (Die Kinder) gehören nicht mit dem Sozialgesetzbuch alimentiert, sie gehören voll ausgebildet und dann mitten in die Gesellschaft. Wenn es den skandinavischen Ländern gelingt die Inklusionspolitik zu fahren, wird es doch uns Deutschen auch gelingen. Deshalb sollte die Diskussion anders laufen. Nicht wie können wir die Behinderten separieren, sondern wie können wir die Behinderten inkludieren.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal












 

Schuldig, schuldig, schuldig der fahrlässigen Tötung

[jpg] Als die EU zum ersten mal von dem Untergang der Flüchtlinge im Mittelmeer erfuhr, hätte sie direkt handeln müssen. Stattdessen bekam die Öffentlichkeit nur weich gespülte Sprachhülsen um die „Ohren“ geschlagen. Und das geht jetzt schon monatelang, inzwischen haben wir geschätzte 2.000 Tote im Mittelmeer gezählt. Und die EU? Sie hat ihre Frontex Operation Trident vor der italienischen Küste des Mittelmeers. Die Leitmedien hatten die Ukraine und Griechenland auf dem Radar. Da waren ein paar ertrunkene Afrikaner mehr oder weniger nicht so wichtig. Und dann kam am Sonntag, dem 19. April 2015 die Katastrophe mit 700 bis 900 ertrunkenen Afrikanern, die vor den Augen der Besatzung des Containerschiffes “King Jacob” ertranken. Über Twitter gingen die Bilder mit den Nachrichten um die ganze Welt. Der Papst und der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon meldeten sich zu Wort und erinnerten die EU an ihre Verantwortung. Und diesmal hielten die westlichen Leitmedien nicht still oder schrieben den Vorfall runter.

Die EU konnte sich jetzt nicht mehr wegducken um die Verantwortung auf andere abzuwälzen. Schnell rief der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk,  einen Sondergipfel der Regierungschefs zum 23. April 2015 nach Brüssel. Das war schnell, sehr schnell für eine Ratssitzung der Regierungschefs der EU. Nachher wird sich herausstellen, es war nur Aktionismus.

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(c) Guardia Costiera

 


Und der 23. April kam, ein Donnerstag, Bundeskanzlerin Angela Merkel traf um 14:00 Uhr ein und gab nach 7 Stunden um 21:20 Uhr ihre abschließende Pressekonferenz. Kein Wort der Trauer, so wie das eben bei den terroristischen Aktivitäten immer der Fall ist.  Immerhin gab es Tote und Verletzte und das in tausendfacher Höhe.

Die Entscheidungen der EU waren: Die Kosten der Frontex Mission „Triton“ sollen verdreifacht werden. Der Auftrag, den die Grenzschutztruppe der Frontex durch den Rat bekommen hatte, wird jedoch nicht geändert. Also weiterhin Grenzsicherung und nur im Wege des Internationalen Seerechts sollte Seenotrettung betrieben werden. Später setzt Ratspräsident Donald Tusk in seiner Pressekonferenz eins drauf, indem er anmerkte „Triton“ würde nur bei Aufforderung die Seenotrettung nach internationalem Recht betreiben. Deutsche und englische Kriegsschiffe werden im Mittelmeer kreuzen um der Grenzschutzmission hilfreich zur Seite zu stehen. Die italienische Mission „Mare Nostrum“ will man allerdings nicht mehr. Die aufgenommenen Flüchtlinge werden bei den Mittelmeer Küstenstaaten an Land verbracht, dort sollen sie gemäß den Dublin Verträgen „erkennungsdienstlich“ (Fingerabdrücke, Fotografien) behandelt um sodann in Lager verbracht zu werden, bis ihr Aufenthaltsstatus geklärt ist. Die Dublin Verträge sollen nicht geändert werden und die Anliegerstaaten des Mittelmeeres sollen keine Unterstützung für den Aufwand bekommen.

Schuldzuweisungen

Was folgte, ist eine mehr oder weniger offene Schuldzuweisung an die Schlepper, an die Heimatstaaten und an die Flüchtlinge selber. Authentisches Mitleid der EU konnte man getrost vergessen. Die EU hatte einen Scheck ausgestellt, hatte gegen alle Gruppen um die Flüchtlinge gedroht und gut war es. Im Juni 2015, zum 25. und 26., wird man das Thema nochmals behandeln. Angela Merkel: Am Geld soll es nicht liegen, bei Bedarf legen wir noch was drauf.

Peinlich und schlimm wurde es mit einem Satz des Ratspräsidenten Donald Tusk den dieser Eingangs der nachfolgenden Pressekonferenz von sich gab: „Europa hat diese Tragödie nicht verursacht“, so der Ratspräsident. Für viele der Kollegen war das eine Frechheit und Zynismus pur. Denn Europa hat diese Katastrophe verursacht. Hat der Ratspräsident die Kolonialzeit vergessen, die bis heute die afrikanischen Staaten belastet?

Neuere europäisch/afrikanische Geschichte

Lassen wir einmal ein bisschen die Geschichtsbücher des afrikanischen Kontinents aufschlagen um zu sehen wie es zu dieser Tragödie nur kommen konnte.

Es dürfte zur Allgemeinbildung eines jeden Europäers und US Amerikaners gehören, dass Afrika durch die europäischen Staaten und die USA wirtschaftlich ausgebeutet wurde und immer noch wird. Lassen wir den schwunghaften und gewinnbringenden Sklavenhandel einmal sein, der etwas zu weit zurück liegt. Und betrachten wir stellvertretend die Entwicklung von belgisch Kongo.

Als die belgische Regierung 1960 ihre ehemalige Kolonie Kongo ( Heute Demokratische Republik Kongo) in die Unabhängigkeit entließ, war diese Republik, trotz eines immensen Reichtums an Bodenschätzen, nicht oder kaum lebensfähig. Die Belgier hatten zwar gutes Geld mit Kupfer, Uran, Gold, Eisen und anderen Mineralien gemacht, hatten aber nichts in eine ordentliche Bildung, Staatswesen oder Gesundheitssystem investiert. Die Folge waren Unruhen als die Belgier abzogen. Ein junger Mann Mitte 30 trat mit einigen Mitstreitern auf die politische Bühne und verlangte einen Ausgleich von der belgischen Regierung. Patrice Émery Lumumba, so hieß der junge Mann, wurde nach der ersten demokratischen kongolesischen Wahl der erste Premierminister des Kongo (Kongo-Léopoldville). Auf einem feierlichem Festakt der mit dem belgischen  König Baudouin I und vielen internationalen Honorationen begangen wurde, musste König Baudouin I unbedingt die angeblichen Errungenschaften der belgischen Regierung vor den gesamten Gästen erwähnen.

In seiner Erwiderungsrede widersprach Premierminister Patrice Émery Lumumba dem belgischen König, mit folgenden Worten:

[…] erniedrigender Sklaverei, die uns mit Gewalt auferlegt wurde. […] Wir haben zermürbende Arbeit kennengelernt und mussten sie für einen Lohn erbringen, der es uns nicht gestattete, den Hunger zu vertreiben, uns zu kleiden oder in anständigen Verhältnissen zu wohnen oder unsere Kinder als geliebte Wesen großzuziehen. […] Wir kennen Spott, Beleidigungen, Schläge, die morgens, mittags und nachts unablässig ausgeteilt wurden, weil wir Neger waren. […] Wir haben erlebt, wie unser Land im Namen von angeblich rechtmäßigen Gesetzen aufgeteilt wurde, die tatsächlich nur besagen, dass das Recht mit dem Stärkeren ist. […] Wir werden die Massaker nicht vergessen, in denen so viele umgekommen sind, und ebenso wenig die Zellen, in die jene geworfen wurden, die sich einem Regime der Unterdrückung und Ausbeutung nicht unterwerfen wollten.“ (Quelle: „Der gewaltsame Tod von Patrice Lumumba“ Von Bill Vann)

Starke Worte des jungen Premierministers. König Baudouin I, wollte abreisen, seine Begleiter rieten ihm jedoch ab. Ein Jahr später war der junge Lumumba tot, er wurde gefoltert, erschossen und sein Körper mit Bleisäure aufgelöst, der Rest der wurde verbrannt. Später wird herauskommen, dass die CIA mit dem belgischen Königshaus und dem britischen Geheimdienst den Mord an Lumumba betrieb. Man hatte Angst die Rohstoffe nicht mehr zu bekommen, da man davon ausging, dass Lumumba ein Kommunist war. Der Sohn von Lumumba wird später Klage gegen zehn Belgier wegen Mordes in Belgien einreichen. Ein Untersuchungsausschuss in Belgien wird die Verwicklungen Belgiens mit dem Mord an Lumumba feststellen.

Bis heute hat Belgien mit anderen westlichen Staaten noch einen Fuß im Land um seine Rohstoffversorgungssicherheit zu gewährleisten. Bis heute ist die demokratische Republik Kongo militärischen Unruhen ausgesetzt. Und bis heute gehört der Kongo zu den ärmsten Ländern der Welt und steht im Armutsranking auf dem vorletzten Platz.

Durch die immerwährenden Kriege und gewaltsamen Auseinandersetzungen konnte keine wirtschaftliche Entwicklung registriert werden. Das BIP pro Kopf beträgt in der demokratischen Republik Kongo rund 650,– Dollar (Stand: 2013, Quelle: IWF), zum Vergleich. Dass BIP von Deutschland beträgt rund 40.000,– Dollar (Stand: 2013, Quelle: IWF).

Das in solch einem Land für die Menschen keine Perspektiven vorhanden sind ist selbstredend. Nur, wer ist an solch einem Elend Schuld? Die Kongolesen selber? Nein, sie hatten ja nie eine Chance gehabt aus dem natürlichen Reichtum ihres Landes Profit zu ziehen, wenn von außen die Destabilisierung des Landes betrieben wird, wie jetzt im Osten des Landes.

Nun, der Kongo ist nicht der einzige Staat der noch heute vom Westen gesteuert wird, nehmen wir Somalia, Nigeria, Kenia, Eritrea, Elfenbeinküste (Republik Côte d’Ivoire) oder Uganda. In der Regel alles Staaten in denen Politiker regieren die vom Westen gesteuert werden. Auch die destabilisierten Länder im Norden des afrikanischen Kontinents, sie alle können ihren Bewohnern keine Perspektiven mehr bieten. Die Losung lautet also: Verhunger (neuerdings verdurste) oder versuch dein Glück im Westen. Das diese Menschen nie eine Chance haben zu leben, i.S. von etwas zu essen, ein Dach über den Kopf oder Bekleidung zu haben, ist offensichtlich.

In den Dörfern wird für ein oder zwei Bewohner gesammelt, damit diese im Westen etwas verdienen und davon etwas dem Dorf zu gute kommen lassen können.

Ratspräsident Donald Tusk weiß entweder nichts von diesem Elend oder steckt bewusst den Kopf in den Sand. In beiden Fällen scheint er für dieses Problem überfordert zu sein.

Was sollte die EU als Sofortmaßnahme tun?

Die erste Entscheidung sollte sein, die italienische Operation „Mare Nostrum“ wieder einzusetzen. Denn die Italiener haben die Erfahrungen gemacht, mit der sich die Operation „Mare Nostrum“ noch verbessern könnte. Sie fuhren zumindest die Schifffahrtsrouten im Mittelmeer ab, während die Frontex nur 30 Kilometer vor der Küste Italiens patrolliert. Die Flüchtlinge mit ihren Schleppern steuern doch grundsätzlich die Schifffahrtsrouten an, wegen der größeren Chance von einem Handelsschiff aufgenommen zu werden.

Parallel sollten die Aufenthaltsbedingungen für Flüchtlinge für die Mittelmeerstaaten ausgebaut und verbessert werden. Die subventionierten Nahrungsmittel Exporte der EU sollten unterbunden werden. Stattdessen sollte in den afrikanischen Staaten mit den Afrikanern eine funktionierende Landwirtschaft aufgebaut werden. Das Bildungs- und Gesundheitssystem der afrikanischen Staaten sollte reformiert und den dortigen Möglichkeiten angepasst werden. Es ist so viel zu tun, es wird nicht so viel kosten um den Menschen in ihrem Heimatland eine Perspektive zu bieten.

Es hat sich alles verändert, es gibt neue News.

Was müssen die europäischen Regierungschefs aufgeatmet haben, als in Nepal ein schweres Erdbeben mit der Stärke 8 viele Dörfer und Teile der Hauptstadt Kathmandu in Schutt und Asche legten.

Es darf wieder im Mittelmeer gestorben werden, unbemerkt und namenlos. Und morgen wird der Ukrainekrieg und die Finanzkrise in Griechenland von dem Sterben im Mittelmeer ablenken.

Und warum? Nur weil die EU, die ja angeblich eine Wertegemeinschaft sein soll, keine Entscheidung für den Menschen, den Fremden, treffen will. Die EU hat Zeit gewonnen, mehr nicht. Denn an der Nordküste des afrikanischen Kontinents stehen heute schon 1 Millionen Menschen, bereit das nächste Schiff zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Was haben sie schon zu verlieren? Nur ihr Leben. Wen kümmert es?  Die EU?  Wohl kaum.

Jürgen Gerhardt aus Brüssel für european-mosaic  und en-mosaik

 











 

Crossmedia, oder was? Grimmepreis 2015

[jpg] Etwas mehr Mut, war eine Forderung an die Fernsehmacher. Bitte sehr, im 51. Grimmejahr 2015 hat es etwas mehr Mut gegeben.

Dabei wäre es den öffentlich rechtlichen ein Leichtes einmal mit großem Mut die Einschaltquote abzuschalten und etwas zu wagen. Den Auftrag haben sie ja und die Finanzierung ist durch die Gebühren auch gesichert. Wenn es schief geht, kann man ja den Gärtner feuern, der sich als Programmmacher ausgegeben hat.

Manch einer musste sein Notebook mit dem Fernseher verbinden um sich dann, über die ARD Mediathek, den Tatort vom HR „Im Schmerz geboren“ anzusehen. Es war ein ungewöhnlicher Tatort, anders als die eingespielten Tatorte die mehr oder weniger so dahin plätschern. Ein Garagenbesitzer (Alexander Held) der eine Shakespeare Bühne hat und ab und an seinen Angestellten aus den Stücken dieses großen Dichters zitiert. Held ist aber auch noch der Hintergrunderzähler und Chronist. Und, es waren noch nie so viele Tote, 55 an der Zahl, zu sehen wie in diesem Tatort. Ulrich Matthes (Richard Harloff) und Ulrich Tukur (Kommissar Murot), ehemalige Freunde treffen aufeinander und haben eine Rechnung der Rache zu begleichen. In keiner Sekunde traut man sich die Toilette aufzusuchen – Spannung pur. Wegen der Toten? Nein, wegen dem Format, der Story und der großartigen Schauspieler, die man offensichtlich von der Leine gelassen hatte. Für deutsche Verhältnisse ein mutiger Film – weiter so, so was brauchen wir.

Jochen Stern  Foto: Linde Arndt

Jochen Stern Foto: Linde Arndt

Ilse Strambowski  Foto: Linde Arndt

Ilse Strambowski Foto: Linde Arndt

 

„Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ vom WDR/NDR. Autor und Regisseur Jan Georg Schütte gibt seinen Darstellern jede nur erdenkliche Freiheit, eine Person zu spielen für die es kein Drehbuch gibt. Es gibt einen Namen und eine kurze Vita und ab zum Speed Dating. Die 13 Darsteller sind alles gestandene Schauspieler von 60 bis Mitte 80. Es bleiben immer sieben Minuten um sich bei seinem Gegenüber ins rechte Licht zu setzen. Dann der nächste Tisch mit dem nächsten potenziellen Partner. Angela Winkler als Clara Bayer sucht einen Partner der sie bei einer Russlandreise begleitet. Hildegard Schmahl als Verlegerin Martha Schneider  möchte  wieder die Wärme eines Menschen erfahren oder Mario Adorf als Johann Schäfer der nicht so recht weiß was er bei einem Speed Dating soll. Es liegt über dieser Sendung ein Reiz, ein Zauber, eine Traurigkeit, eine Komik, Irritationen; man möchte in die Szene springen und allen diesen lieben Menschen das Beste wünschen. Als ich in Marl Jochen Stern und Ilse Strambowski sprechen durfte, waren die beiden immer noch beglückt von der Freiheit des Spiels. Was soll man sagen, geht doch?

Mr. Dicks - Screenshot  Grimme-Preis Verleihung 28-3-2015 ©  WDR

Mr. Dicks – Screenshot Grimme-Preis Verleihung 28-3-2015 © WDR

Team Mr. Dicks  Foto: Linde Arndt

Team Mr. Dicks v.l. Philipp Käßbohrer (Regie), Jochen Rausch (WDR), Thilo Jahn (Buch), Matthias Murmann (Produktion) Foto: Linde Arndt

Das crossmediales Projekt „Mr. Dicks – Das erste wirklich subjektive Gesellschaftsmagazin (EinsFestival/ WDR)“ zeigt den Weg zum alles vereinenden zusammen wachsen. Radio, Fernsehen Smartphone und Internet finden eine gemeinsame Plattform.

Und was geboten wird ist der reinste Wahnsinn. Mr. Dicks mit seinem Flamingo sind Kunstfiguren, die ein Thema irendwie durch den Fleischwolf drehen. Das Thema wird von allen Seiten betrachtet, nicht vollständig, sondern willkürliche Aneinanderreihungen von Multimedialen Elementen, unvollständige und doch irgendwie passend. Die Sprache ist eine Sprache der Jugend, kann aber genauso von der Erwachsenenwelt verstanden werden – coolness ist angesagt. Pate stand dabei 1Live, das erfolgreiche Radioprogramm des WDR. Die ARD auf dem Weg in die digitale Zukunft, oder ist sie schon da?

Spezial: Die Anstalt (18.11.2014) (ZDF).

Nach dem Weggang von Urban Priol, der die Sendung „Neues aus der Anstalt“ im ZDF bis zum Februar 2014 präsentierte, dachte jeder, dass war es. „Die Anstalt“ mit Max Uthoff und Claus von Wagner haben etwas geschafft was niemand für möglich hielt – einen Neuanfang mit Erfolg. Künstlerisch ist die Sendung weit über der Vorgängersendung anzusiedeln. Priol war Unterhalter, nachdenklich und manchmal zu gespitzt anklagend. Utthoff und von Wagner sind Überzeugungstäter, die für jede Sendung ein neues Konzept entwerfen. Rücksichtnahme ist bei diesen nicht angesagt. Wer sich im Mainstream versteckt wird unerbittlich auf die Bühne gezerrt.

Versprechen aus der Vergangenheit werden mit Ross und Reiter dem Publikum präsentiert. Konventionen gibt es nicht bei den beiden, Regelbrüche sind eingeplant. Und immer sind es Wege die man so nicht erwartete. Mehrere Prozesse hat die Anstalt schon über sich ergehen lassen müssen – alle gewonnen. Inzwischen gehasst bei Politikern und auch Journalisten.

In der Sendung vom 18. November wurden die DDR Mauerschützer mit den Grenzschützern der EU Behörde Frontex gleichgesetzt. Die DDR hat an ihrer Grenze Menschen erschossen, die EU Frontex lässt die Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken. Eine Unverschämtheit, und das im Jahr 25 des Mauerfalls. Die Sendung klang aus mit einem Chor syrischer Flüchtlinge, die vor dem ertrinken gerettet wurden. Sie sangen ein Friedenslied ihrer Heimat, die in Schutt und Asche liegt.

Zu solch´einer Sendung gehört Mut, weg von der Dampfplauderei eines Günther Jauch.

 Grimme-Preis 2015  v.l. "Männertreu" - Mehmet/ Dorn/ Huntgeburth/BorsodyFoto: Linde Arndt

Grimme-Preis 2015 v.l.: „Männertreu“ – Maxim Mehmet/ Thea Dorn/ Hermine Huntgeburth/Suzanne von Borsody
Foto: Linde Arndt

Und noch ein Grimmepreis der Film „Männertreu“ (HR) mit Matthias Brandt , Suzanne von Borsody und Maxim Mehmet . Es geht um den Weiberheld und Zeitungsverleger Georg Sahl der von Matthias Brand gespielt wird. Georg Sahl, der verheiratet ist, bekommt mit einer seiner jungen Geliebten ein Beziehungsproblem, welches mit einem Unfall tragisch endet.

Es geht um Macht, Macht in vielerlei Hinsicht. Politisch, medial und sexueller Art sind als Machtstrukturen in diesem Film fühlbar. Jeder der Protagonisten setzt seine Machtposition ein um die eigene Vorteilsposition zu halten, wenn nicht gar auszubauen. Der Film hat kein gängiges Ende in der der Böse fällt. Nein, er geht weiter als wenn es nur um eine zu vernachlässigende Episode gegangen wäre. Es fehlt doch was. Ja, und dieses fehlende kann vor dem Bildschirm ausdiskutiert werden – warum sollen wir dieser Einladung nicht folgen.

 

Wir wollen den geneigten Leser nicht überfordern, es sind noch mehr Filme ausgezeichnet worden, sicherlich allesamt verdient. Wir fanden diese Sendungen für deutsche Verhältnisse sehr mutig und sicher für den europäischen Geschmack vollkommen geeignet. Wobei immer mal wieder die Frage aufkommt, wo bleibt eigentlich der europäische Grimmepreis? Die Grenzen sind doch schon lange gefallen, warum nicht im Medienbereich.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Marl

Jede Menge Fotos vom Grimme-Preis 2015 gibt es auf   http://www.lindearndt.de/index.php?/category/121

 

















 

Wenn Bücher Weggefährten sind

Bücher-Appelt in Gevelsberg  Foto: Linde Arndt

Bücher-Appelt in Gevelsberg Foto: Linde Arndt

 

„Ein Leben ohne Bücher ist wie eine Kindheit ohne Märchen, ist wie eine Jugend ohne Liebe, ist wie ein Alter ohne Frieden.“                                                    ( Carl Peter Fröhling )

[la] Wer Bücher liebt, der möchte nicht nur lesen,  sondern möchte möglichst das Buch auch besitzen. Bücher haben einen ganz besonderen ideellen Wert. Bücher sind Weggefährten, beste Freunde. Das geschriebene Wort kann wenig und doch soviel bedeuten! Bereits wenn wir ein Buch in die Hand nehmen und es aufschlagen oder in ihm blättern,  erfasst uns  ein besonderes Empfinden. Wir können es lesend ergründen, oder zu den anderen Gefährten ins Regal stellen. Man hat es nur einmal gekauft, aber mit ihm die Möglichkeit, es immer wieder in die Hand zu nehmen wann es einem danach ist, es noch einmal oder viele weitere Male zu lesen.

Deshalb geht es  nicht nur um einen Einkauf wenn man eine Buchhandlung betritt. Es sind vielmehr die persönlichen Gespräche, der geistige Austausch unterschiedlicher Persönlichkeiten, die eines gemeinsam haben, die Liebe zu Büchern. Man fühlt sich wohl zwischen all den unterschiedlichen bunten, kreativ gestalteten  Einbänden, die zusammen eine Schatzkammer des Geistes ausmachen.

Sicherlich wäre es heutzutage einfach,  das Internet zu bemühen und mal eben schnell  ein Buch zu bestellen. Aber kann es einen persönlichen Besuch in einer  Buchhandlung  ersetzen? Kann es den Flair vermitteln, wie er zwischen all den Regalen voller Bücher und den Präsentationstischen mit liebenswertem Zubehör besteht? Wo man die Augen schweifen lassen kann, das Buch in die Hand nimmt, blättert, diese persönliche Beziehung damit eingeht, Dinge – im wahrsten Sinne des Wortes – „begreift“?  Was, wenn man unsicher ist und nicht genau weiß, welches Buch man gerne hätte oder auch benötigt? Hier kann  eine sachkundige Vermittlung von Literatur und Fachlektüre, fundierte Beratung und eine breite Servicepalette von der Titelrecherche bis zur Buchbestellung sehr wohltuend sein.

Kleine Leseratten in der Bücherei Appelt Foto: Linde Arndt

Kleine Leseratten in der Buchhandlung Appelt
Foto: Linde Arndt

Ein Beispiel ist die Buchhandlung Appelt in Gevelsberg, die seit 1981 an der Mittelstraße angesiedelt ist. Das Sortiment umfasst eine reichhaltige Auswahl an Belletristik, Sachbüchern, Kinder- und Jugendbüchern und Hörbüchern, sowie Kochbücher und Romane für Erwachsene. Man findet dort auch Spiele, Puzzles und Grußkarten. Eine Besonderheit sind die Karten und Alu-Lesezeichen mit Motiven aus Gevelsberg. Reiseführer, Landkarten, Globen und Straßenatlanten gehören ebenso zum Programm, so wie eine große Auswahl an Kalendern, die jeweils ab Juli/August bereits zur Verfügung stehen.

Was noch schön ist, ist die Tatsache, daß der Buchhandel vor Ort sich nicht als rein kommerziellen Verkaufsshop sieht, sondern darüberhinaus auch viele andere Aktivitäten und Aktionen bietet. Hier kümmert man sich um die Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen, kooperiert dabei mit Schulen und Kindergärten und bietet kulturelle Veranstaltungen in Form von Lesungen als ein Erlebnis in Wohlfühlatmosphäre an.

 

Beim direkten Kontakt mit dem Buchhändler und seinem Fachpersonal erwartet uns  eine sachkundige Vermittlung von Literatur und Fachlektüre, fundierte Beratung und eine breite Servicepalette von der Titelrecherche bis zur Buchbestellung.

Nachfolgend eine kleine Bildershow von Bücher-Appelt:

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Für Interessierte:

Adresse:
Mittelstraße 76
58285 Gevelsberg

Kontakt:
Tel: 02332 / 32 33
Fax: 02332 / 49 09
http://www.buchhandlung-appelt.de/
info@buchhandlung-appelt.de

Öffnungszeiten:
Mo – Fr 9.00 – 18.30 Uhr
Sa 9.00 – 14.00 Uhr

 

Altkanzler Helmut Schmidt hat Buchhandlungen einmal als „geistige Tankstellen“ bezeichnet.

Und so sollte man sich einfach mal Zeit nehmen um die Auswahl und Atmosphäre persönlich kennen zu lernen beim Treffpunkt kulturellen Austausches für Jung und Alt.


Linde Arndt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Laden-rechts

 

 

 





 

Will Schwelmer CDU und FDP jetzt auch dem Sport schaden?

Schwunk, Flüshöh, Kampschulte  Fotocollage: Linde Arndt

Michael Schwunk (FDP),Oliver Flüshöh(CDU) und Matthias Kampschulte (CDU) Fotocollage: Linde Arndt

[jpg] CDU und FDP immer voran! Und alle Bürgerlichen folgen. Schwelm hat mit dieser Art von Politik finanziell und imagemäßig Schaden genommen.

Die Schwelmer Brauerei, sie hätte noch bestehen können, sie ist weg. Mit einer Tasse Kaffee ging es weiter, der Bürgermeister wurde diskreditiert – Korruption wurde indirekt unterstellt. Gleichzeitig wurde ein alteingesessener Schwelmer Unternehmer mit Schmutz beworfen. Diesem Schwelmer Unternehmer wurde der Neubau eines Gebäudes auf der Brache „verwehrt“, hanebüchene Argumente wurden dafür benutzt. Er verkaufte das Grundstück an einen Ortsfremden Investor, der jetzt den Neubau mit geringfügigen Änderung hochzieht, wie es dem Schwelmer Unternehmer versagt war. Ein Glück, dass es noch vernünftige Schwelmer gibt; denn der Schwelmer Unternehmer musste nicht verkaufen.

Ein besonderes Highlight sind allerdings die mehrmonatlichen „Theateraufführungen“ der Haushaltsberatungen im Rat. Die Dramaturgie des bürgerlichen Blocks ist kaum zu überbieten, da gerade die monatelangen Beratungen zum Haushalt in der Regel zu Therapiesitzungen im Urschreiformat abgehalten werden. Das die Stadt Schwelm wirtschaftlich Schaden nimmt, ist dabei Kalkül.

Die Schwelmer Schulreform, die an und für sich schon 2010 in Ruhe über die Bühne gehen konnte, musste (!) dann in 2013 im Hauruckverfahren fehlerhaft ohne die Eltern umgesetzt werden. Noch heute justieren die Bürgerlichen an den Schulen herum. Gebäudemanagement ist für die Bürgerlichen ein Fremdwort. Da wird mal so eben eine Schule verkauft ohne Rücksicht auf bestehende Verträge und ohne Kaufinteressenten. Die Musikschule und die VHS müssen weichen. Wohin? Nichts genaues weiß man. Das Rathaus –  da ist das Dach kaputt, der Aufzug nicht barrierefrei, das gesamte Gebäude ein Energiefresser. Entscheidungen sind nötig – die Bürgerlichen verweigerten und verweigern sich.

Und weshalb? Weil es einen Bürgermeister gibt der mehr will, als nur alle Probleme auszusitzen. Da geht noch was, hatte Stobbe in seinem Wahlkampf 2009 versprochen, und es ging noch was. Auch, gegen den Widerstand der Bürgerlichen die ja immerhin die Mehrheit im Rat haben. Und trotz dieser Mehrheit konnte dieser bürgerliche Block nicht einen Erfolg verbuchen. Doch halt, dieser bürgerliche Block hat ziemlich viel verhindert, hat das Misstrauen untereinander gefördert, hat polarisiert, ausgegrenzt und selektiert. Und immer wusste der bürgerliche Block wie man etwas verzögern oder gar verhindern konnte.

Kunstrasen

Kunstrasen – Sportpark Linderhausen

Nun ist das nächste Projekt des bürgerlichen Blocks auf der Tagesordnung. Der Kunstrasenplatz für den Fußballsport in Linderhausen. Finanziell ist das von der Stadt nicht alleine zu stemmen, also mussten hier andere Wege gegangen werden. Die Vereine wollen fusionieren, die derzeitigen Plätze am Brunnen werden verkauft und einer Wohnbebauung zu geführt. Mit den daraus entstehenden Verkaufserlösen werden die Sportplätze in Linderhausen finanziert. Das dieses ganze Projekt gut vorbereitet sein will, muss man nicht extra erwähnen. Immerhin geht es um 450.000,– Euro aus dem Stadtsäckel.

Zu guter Letzt rief die Stadtverwaltung die Schwelmer ins Martfeld um die weiteren Möglichkeiten zu erörtern, Bestehendes zu erläutern oder zu ergänzen. Ein Bürgergespräch mit dem Schwelmer Bürgermeister und Egbert Lethmate vom Stadtentwicklungsbüro als Fachkraft sollte es werden.

Die Vorstellung konnte beginnen.

[Die folgenden Informationen wurden EN-Mosaik aus dem Umfeld übermittelt und durch Kooperationspartner bestätigt.]

Bürgermeister Jochen Stobbe Foto: Linde Arndt

Bürgermeister Jochen Stobbe
Foto: Linde Arndt

Lethmate  Foto: Linde Arndt

Egbert Lethmate
Foto: Linde Arndt

Zuerst kamen so an die 80 Jugendliche mit selbstgemaltem Banner und forderten lautstark endlich den seit 7 Jahren überfälligen Kunstrasen. Dem Vernehmen nach wurden die Jugendlichen instrumentalisiert, was einige auf Befragen auch zugaben. Es war gewissermaßen das Vorspiel. Nun stellte sich Bürgermeister Jochen Stobbe mit Egbert Lethmate vom Stadtentwicklungsbüro um erstens die Wohnbebauung am Brunnen zu erläutern und im weiteren Verlauf den Sportplatz Linderhausen zu skizzieren.

Wie bestellt erschien im Eingangsbereich ein Landwirt ( Name ist der Redaktion bekannt ) der von Matthias Kampschulte (CDU) und Michael Schwunk (FDP) „sehnsüchtig“ erwartet wurde. Dieser Landwirt hatte wie „zufällig“ eine angeblich notariell beglaubigte Urkunde bei sich, die ihn als Inhaber des Grundstückes auswies, welches für die Sportplätze benötigt würde. Und der Landwirt wollte seine Flächen auf keinen Fall verkaufen. Der Landwirt wurde von Matthias Kampschulte (CDU) im Eingangsbereich „bewacht“, während Michael Schwunk (FDP) den Bürgermeister holen wollte. Michael Schwunk (FDP) kam kurz darauf, nicht mit dem Bürgermeister, sondern mit zwei Journalisten der Westfälischen Rundschau/Westfalenpost ( zufällig, versteht sich ), weil der Bürgermeister „nicht

Kämmerer Rolf Schweinsberg   foto: Linde Arndt

Kämmerer Rolf Schweinsberg
Foto: Linde Arndt

auffindbar“ war. Es gesellte sich noch der Kämmerer und Beigeordnete der Stadt Schwelm Ralf Schweinsberg dazu. Die prüften die Urkunde und stellten anscheinend fest, dass der Landwirt 6.500 qm ( 12.000 qm soll die Gesamtfläche betragen) des „geplanten Fussballplatz-Areals sein eigen“ nannte ( http://www.derwesten.de/staedte/schwelm/stadt-schwelm-sieht-sich-auf-der-sicheren-seite.id10491755.Html ). Das war für die beiden Journalisten ein Coup ohnegleichen, hatten sie damit doch die Stadtverwaltung anscheinend beim Falschspiel erwischt. Seit Monaten versucht man immer wieder der Stadtverwaltung mit dem bürgerlichen Block Unfähigkeit aufs Auge zu drücken, wobei der bürgerliche Block, CDU|FDP|Bündnis90/Grüne|SWG/BfS die Informationen dabei begleitet und kommentiert.

Der Landwirt durfte wieder gehen, er hatte seine Schuldigkeit getan. Matthias Kampschulte (CDU) und Michael Schwunk (FDP) gingen wieder in den ersten Stock um Oliver Flüshöh (CDU) die Information zu übermitteln, es hat geklappt? Und die beiden Journalisten kreierten in reinster Prosa bis jetzt 4 schöne Artikel in denen das Thema variiert wurde.

Die Stadtverwaltung, die ja sonst nichts zu tun hat, stellte nach Prüfung fest, es waren nur 500 qm der 6.500 qm des Landwirtes die man gerne im späteren Falle gehabt hätte, musste aber nicht sein.

Im Presseartikel war der Tenor, die Sportplätze stehen damit nicht mehr zur Verfügung. Aus die Maus? Für die beiden Journalisten wäre es ein leichtes gewesen eine Auskunft beim Katasteramt oder eine Einsicht in das Grundbuch zu bekommen, wurde aber nicht eingeholt. Warum wohl nicht? Die beiden rudern dann aber ein Stück weit zurück, sprechen dann von einer Teilfläche, die mal 500 qm und dann wieder 6.500 qm von jetzt 21.000 qm darstellen sollen. Der Landwirt hat jetzt sogar sieben Schreiben, für alle Fraktionsvorsitzende ein Schreiben, bei dem Ratsmitglied Matthias Kampschulte (CDU) (!) eingeworfen indem er erklärt, er wolle nicht verkaufen. Er kann ja auch nichts verkaufen; denn ihm fällt nur als Erbe etwas zu, was die Stadt nicht benötigt. Die tatsächlich benötigte Fläche für diesen Sportplatz beträgt 21.000 qm und die wird von der Stadt gehalten.

Kampagnenjournalismus bleibt aber am Ball bis ein Ziel erreicht ist. Das Ziel hier: Die Diskreditierung der Stadtverwaltung und des Bürgermeisters. Wobei die Sportvereine, die Jugendlichen und der Landwirt nur nützliche Idioten sind um das Ziel zu erreichen. Die beiden Journalisten transportieren  Nachrichten, die die Sportvereine und die Bevölkerung gegen die Stadtverwaltung aufbringen sollten.

Es geht noch weiter. In einem weiteren Artikel werden mehrere Landwirte vorgeführt, die sich nachdrücklich über den Flächenverbrauch beschweren. So sei die Fläche Sportplatz Linderhausen über ihre Köpfe verplant worden. Das Bitumenwerk und die Ikeainvestition (Wuppertal-Nächstebreck) wird da kurzerhand der Schwelmer Stadtverwaltung zu geschlagen. Sicherlich hätten die Wuppertaler was gegen eine Landnahme durch die Schwelmer Politik.

Screenshot-Collage © Linde Arndt

Screenshot-Collage © Linde Arndt

Ein rührender Artikel, der sicherlich bei einfachen Menschen geeignet ist, dass Vorhaben Sportpark Linderhausen auf zu geben. Und hier kommen wir zum Ende der Argumentationskette. Wird der Sportplatz gebaut geht es auf das Konto des derzeitigen Bürgermeisters als Pluspunkt. Wird der Sportpark nicht gebaut, geht dies als Minuspunkt auf das Konto des Bürgermeisters. Und dann wartet im Hintergrund der noch nicht ausgerufene Bürgermeisterkandidat des bürgerlichen Blocks von CDU|FDP|Bündnis90/Grüne|SWG/BfS als Heilsgestalt und Retter für Schwelm in der Not. Nur weil CDU| FDP| Bündnis90/ Grüne| SWG/ BfS nicht in der Lage sind einen Konflikt schlüssig zu inszenieren.

Wie dumm müssen bei diesen Parteien denn die Schwelmer sein? Schwelmer als Kreti und Pleti, bei dem bürgerlichen Block?

Lassen wir das letzte Wort am Ende bei dem SWG/BfS-Fraktionsvorsitzender Jürgen Kranz, ich zitiere: „Am Ende kann nur eine Seite Recht haben.“ Was für ein intelligentes Schlusswort.

Wir haben aus einer Woche einmal einige Artikel aus der Westfälischen Rundschau/Westfalenpost nachfolgend verlinkt. CDU|FDP|Bündnis90/Grüne|SWG/BfS blieben bis auf Kampschulte (CDU) und Kranz (SWG/BfS) schön im Hintergrund, waren im Haus Martfeld jedoch als Strippenzieher auszumachen, so unsere Informanten.

 

Informationslinks

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

Gleichmaß in der Stabilität für die Unterstützung von Entwicklungspotenzialen

Foto: Linde Arndt

Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld – von rechts: Vorsitzender des Vorstandes Bodo Bongen und Mitglied des Vorstandes
Uwe Volkmer   Foto: Linde Arndt

[jpg] Es muss nicht unbedingt ein überragendes Ergebnis sein. Es reicht auch ein zufriedenstellendes Ergebnis um das Ziel einer guten Entwicklung nicht zu gefährden.
Auf den europäischen Finanzmärkten geht es drunter und drüber. Negativzinsen, Niedrigzinsen, Fluten der Märkte mit Geld, Übersättigung der Märkte oder nicht vorhandene Investitionsfelder, alles Zeichen für Finanzmärkte die keine langfristigen Perspektiven erlauben.
Da heißt es Kurs halten und die weitere Geschäftsentwicklungen in stabilen Wassern zu halten. Die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld ist eines der Sparkasseninstitute von 416 Sparkassen (Stand Oktober 2014) im Deutschen Sparkassen- und Giroverband und eine Universalbank in stabilen Gewässern.
So wurde die Geschäftsentwicklung im Jahre 2014 als positiv und erfreulich durch den Vorstand eingestuft. Das Kundenanlagevermögen (Kundeneinlage und Kundenwertpapierbestand) stieg um 2,6 Mio auf 656,8 Mio. EUR. Diese Steigerung des Kundenanlagevermögens ist ein Indiz für das Vertrauen der Kunden in die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld. Auf der anderen Seite ist diese Zahl aber auch ein Indiz dafür, dass Kunden ihr Geld nur kurzfristig anlegen wollen um bei besseren Gewinnmöglichkeiten umzubuchen. Wenn es also keine Zinsen mehr gibt, wohin mit dem Geld?
Wohnungsbaufinanzierungen sind der Ausweg.  92 Objekte mit einem Gesamtvolumen von 19,1 Mio.EUR wurden im Betrachtungszeitraum verbucht. Aber nicht nur im Immobilienbereich konnte die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld punkten, durch die Beratung wurden die Umsätze im Wertpapierbereich erhöht. Im Saldo von Ankäufen zu Verkäufen verblieb immerhin noch eine stattliche Steigerung von 6,2 Mio EUR der Wertpapiere im Depot der Sparkasse. Insgesamt sprechen wir hierbei von einem Umsatzvolumen in Höhe von 70,8 Mio Eur.

Auch im Verbundbereich der Lebensversicherungen konnte die Sparkasse eine überdurchschnittliche Steigerung von 43,5% auf 6,6 Mio EUR vermelden.
In diesem Zusammenhang sei auf die frühzeitig begonnene kapitalgedeckte Altersversorgung mit der staatlichen Förderung hingewiesen. Denn langfristig wird die gesetzliche Altersversorgung sinken. Hier wird ein gesunder Mix mit einer kapitalgedeckten und gesetzlichen Altersvorsorge für ein sicherlich unbeschwertes Leben im Alter sorgen.

Stolz auf ihr Ergebnis  Foto: Linde Arndt

Stolz auf ihr Ergebnis. v.l. Vorsitzender des Vorstandes Bodo Bongen und Mitglied des Vorstandes Uwe Volkmer
Foto: Linde Arndt

Kommen wir zu dem Betriebsergebnis, das mit 7,7 Mio EUR vom Vorstand als überaus zufriedenstellend bezeichnet wird. Welcher Betrag dem Kernkapital zu geführt werden soll, obliegt einer gemeinsamen Sitzung mit den Verwaltungsgremien. So wussten der Vorsitzender des Vorstandes Bodo Bongen und das Mitglied des Vorstandes Uwe Volkmer über ihr weiterhin positives Spendenengagement in Höhe von rund 300.000,– EUR zu berichten. Dies ist insbesondere Ausdruck des gemeinwohlorientierten Arbeitens in Ennepetal dadurch konnten vielfältige kulturelle, soziale und gesellschaftliche Aktivitäten unterstützt und begleitet werden.

Nicht unerwähnt sollte die Hinzustiftung für die Sparkassenstiftungen Ennepetal und Breckerfeld in Höhe von 500.000,– EUR bleiben.
1,7 Mio EUR wurden an Steuern abgeführt, wovon die Stadt Ennepetal einen Gewerbesteuereingang verbuchen durfte. Und zu guter Letzt darf nicht der Personalbestand unerwähnt bleiben, der dem des Vorjahres entsprach. Der Vorsitzende des Vorstandes Bodo Bongen wusste die personellen Besonderheiten hervorzuheben, die sich darin äußerten, dass die Unvereinbarkeiten zwischen Familie und Beruf relativ klein sind. So ist es nicht ungewöhnlich einen Familienangehörigen eine kurze Zeit zu pflegen, wobei die Zeiten mit Urlaub abgegolten werden können. Die Sparkasse zeichnet sich hier als ein durchaus soziales Unternehmen aus, welches auf seine Fürsorge besonders Wert legt.

Logo_DasWiranIhrerSeite_2014_CMYKDer Blick in die „Glaskugel“ aus Sicht des Vorsitzenden des Vorstandes Bodo Bongen und des Mitgliedes des Vorstandes Uwe Volkmer in dem derzeitig schwierigen politischen Umfeld ist als positiv zu bewerten. Im Grunde schließen sich beide Vorstände den Erwartungen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands an, der in seinem Jahresgutachten 2014/2015 positive Aussichten für Deutschland vortrug.
Neben der Erholung des SIHK-Geschäftsklimaindex, konnte auch die fünfte Erhöhung des Ifo-Index in Folge eine positive Prognose rechtfertigen. Allerdings weiß niemand wie sich die Niedrigzinsen auf Dauer auswirken. Während die US-Notenbank Federal Reserve , so Fed-Chefin Janet Yellen, in den USA im nächsten Quartal diese Politik aufgibt, fährt die EZB weiter die Niedrigzinspolitik.
Es bleibt halt spannend auf den Finanzmärkten und das bis nach Ennepetal. Kurs halten in unruhigen Gewässern ist die Devise.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Klavier-Festival Ruhr 2015 ehrt Pierre Boulez anlässlich seines 90. Geburtstags

[Essen, 20. März 2015] Neue Wege im Bereich der Musikvermittlung im Internet:
Klavier-Festival Ruhr ehrt Pierre Boulez anlässlich seines 90. Geburtstags mit einer eigenen Website. Intendant Franz Xaver Ohnesorg: „Ehre und Ansporn zugleich!“
ARTE sendet zum Geburtstag einen Live-Mitschnitt vom Klavier-Festival Ruhr 2011 mit Pierre Boulez und Daniel Barenboim.

Am 26. März 2015 wird Pierre Boulez 90 Jahre alt. Dieses besondere Ereignis nimmt das Klavier- Festival Ruhr zum Anlass, um den großen französischen Komponisten und Preisträger des Klavier- Festivals Ruhr 2005 mit einer neuartigen Website zu seiner Klaviersammlung „Douze Notations“ erneut zu ehren. Ziel des kostenfreien Angebots ist es, Boulez‘ Musik auf spannende und informative Weise einem breiten Publikum nahe zu bringen. Außerdem werden Materialien für junge Pianisten, Musikvermittler und Lehrer zur Verfügung gestellt.

Klavier-Festival Ruhr 2011 (Copyright: Mark Wohlrab). Es zeigt Pierre Boulez (r.) Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin bei dem oben erwähnten Konzert des Klavier-Festivals Ruhr 2011.

Klavier-Festival Ruhr 2011 (Copyright: Mark Wohlrab). Es zeigt Pierre Boulez (r.) Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin bei dem oben erwähnten Konzert des Klavier-Festivals Ruhr 2011.

 

Das Zentrum der Notations-Website bildet die Rubrik „Die Musik entdecken“. In fünf multimedial aufbereiteten Partituren führt Pierre Boulez selbst durch sein Werk. Die Boulez-Spezialistin Tamara Stefanovich übernimmt in einer mit dem Notentext gekoppelten Filmaufnahme den Klavierpart und erläutert in zahlreichen Videos Fragen der Spieltechnik und Interpretation. Darüber hinaus werden in Texten und Videos die dem Werk zugrundeliegenden kompositorischen Ideen, seine Entstehungsumstände sowie weitere Themen erläutert.

Franz Xaver Ohnesorg, Intendant des Klavier-Festivals Ruhr: „Ich weiß, welch Herzensanliegen Pierre Boulez die kreative Vermittlung von Musik und das Suchen nach neuen Wegen dafür ist. Deshalb ist es für das Klavier-Festival Ruhr Ehre und Ansporn zugleich, dass wir Pierre Boulez zu seinem 90. Geburtstag unsere neue Website zu seinen ,Notations’ widmen dürfen.“

Ein zweiter zentraler Bestandteil ist die Rubrik „Education-Projekte“. In multimedialen Projektdokumentationen wird auf exemplarische Weise gezeigt, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichen musikalischen Vorkenntnissen und verschiedenen Interessen an die Musik von Boulez herangeführt werden können. Grundlage hierfür ist das von der Ernst von Siemens Musikstiftung ermöglichte Notations-Projekt des Klavier-Festivals Ruhr, das 2013 mit dem europäischen Musikvermittlungspreis „YEAH! – YOUNG EAROPEAN AWARD“ ausgezeichnet wurde.

Die Notations-Website ist Bestandteil der neuen Vermittlungsplattform „Explore the Score“ des Klavier-Festivals Ruhr und kann unter folgender Adresse direkt aufgerufen werden:

www.explorethescore.org

Die Notations-Website wurde unter der Intendanz von Prof. Franz Xaver Ohnesorg vom Leiter des Education-Programms des Klavier-Festivals Ruhr, Dr. Tobias Bleek, entwickelt.  Programmierung und Webdesign: Victor Craven

 

Der deutsch-französische TV Sender ARTE sendet am Sonntag, 29. März 2015 um 18.30 Uhr einen Mitschnitt des Konzerts vom Klavier-Festival Ruhr 2011, bei dem Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Pierre Boulez das 2. Klavierkonzert von Franz Liszt interpretieren.