Caesar und Cleopatra – oder Neues von der Pixelhexe

caesarpixel

 

Es hatte in heftigen Strömen geregnet, noch dazu verstärkt durch  Sturmböen. Keller liefern voll, Gullis konnten die Wassermassen nicht mehr auffangen und die Blumen aus den Beeten in der Meile wurden ausgeschwemmt und durch die Straßen getrieben.
An einer Eisdiele machten sich die Kunststoffstühle selbständig und der heftige Wind zerfetzte einen Sonnenschirm und trieb sein Spiel mit den einzelnen Stäben. Selbst der Betonsockel hob sich leicht vom Boden und die Gäste waren ins Café und in die Pizzeria geflüchtet und lehnten sich von innen gegen die Türen um ein Aufspringen und eindringen des Wassers zu verhindern.

Es war Chaos auf der ganzen Linie und eigentlich das, was bei mir das Salz in de Suppe ist. Chaos ist herrlich, so herrlich kreativ, voll Spannung und Aktion.

Aber ich habe inzwischen eine Menge Freunde unter den normalen Menschen gefunden und ich wusste, dass die jetzt vor Angst nahe an einem Herzkasper waren. Nein, da musste ich was unternehmen.  Pixelstab her und ZZZZZZsch. Oh man, klappt nicht und noch einmal ZZZZZZZZsch. Super, der Wind hat sich gelegt, der Regen hat aufgehört und es wurde allmählich wieder trocken und hell.

                                                       

Gute, dachte ich, wollen wir doch mal schaun, was so alles passiert ist.  Besen, Kater und Pixelstab her und ab ins Tal.

Als ich meinen Besen, wie üblich, am Parkhaus abgestellt hatte, kam mir ein verlockender Duft in die Nase. Ich ging etwas rascher und tatsächlich, man hatte einen großen Grill aufgebaut und auf ihm drehte sich ein Spanferkel. Hmm – mir lief schon das Wasser im Mund zusammen. Es war schon lange her, dass ich mir einen derartigen Leckerbissen gegönnt hatte.

Mein Blick schweifte in die Runde und da sah ich sie wieder, unsere augenblicklichen Akteure, die sich allmählich auf die bevorstehende Wahl einpeilten.
Aber was ich da so vor mir sah war mir zu einfach, zu normal. Mit dem Duft des Spanferkels in der Nase schoss mir eine Idee durch den Kopf und ohne dass es einer bemerkte zückte ich meinen Pixelstab und schon war Leben in der Meile.

   

 Das Ferkelchen wurde über loderndem Feuer gedreht und nahm allmählich die begehrte knusprige Bräune an.

Allein, es brauchte noch eine Weile, bis das Fleisch angeschnitten werden
konnte. Also sah ich mich erst einmal um.

Natürlich, da stand er, der  Ingofix oder wie jetzt. Wie heisst er richtig? Egal auch er bemerkte, dass sich sein übergroßer Appetit noch gedulden musste.

 

 

Also rief er erst einmal nach seinem Hund, der normaler Weise weißen Felles war. Na ja, bei ihm heißt er ja auch Beethovenix und ist schwarz. Passend zur Seele? Von wem eigentlich? Oder hätte er dann doch weiß sein müssen?
.

Beiden sieht man die freudige Erwartung auf den Essgenuss an und Ingofix wird es bestimmt wieder schaffen, das größte Stück
für sich zu ergattern.

 

 

 

Etwas abseits in einer Nische entdeckte ich dann
 Cleonita. Zur Feier des Tages statt mit ihren rot wallenden Haaren in edler schwarzer Haarpracht. Und da war er –  Caeshelm oder Wilsar?
Für Aussenstehende bot sich ein gar romantisch, harmonisches Bild, wer denn die Geschichte nicht kennt .

Wir wissen, dass es im Grunde ein kleiner Machtkampf zwischen den beiden ist, wo Cleonita  Wilsar beweisen will, dass sie bessere Möglichkeiten hat als er.
Aber auch ihr ist klar, das das ohne Zaubertrank nicht gehen wird.

 

Es ist kein Wunder, dass auch Wilsar     sich für den Wundertrank interessiert, zumal er wusste, das Walterix, der große Zauberer, auch hier vor Ort anwesend war. Und schon hielten sie Ausschau nach dem großen Kessel, um schnell genug an die Kraft der Macht und Stärke zu kommen.
Auch Wilhelmix gesellte sich neu zu der Truppe um genau mit zu kriegen was hier ab geht.
 
    

 Gutebine versuchte. die Männer mit leckerem, gesunden Fisch, von ihrem Vorhaben abzulenken. Aber selbst Falhella schaffte es mit ihrem aufregenden Gang und ihren eleganten Bewegungen nicht, die Blicke auf sich zu lenken und die Herren von ihrem gierigen Vorhaben ab zu halten.

So überlegten beide Frauen, ob sie nicht auch etwas von dem Zaubertrank kosten sollten.

Dann entschlossen sie sich aber lieber sich dem Spanferkel zu zu wenden und sich auf die leibliche Art zu stärken.

Da ich mich zu sehr auf die beiden konzentriert hatte, war mir entgangen, was beim Zaubertrank geschehen war.

Während Ingofix und Wilhelmix noch den Zaubertrank-Kessel umlagerten, hatten sich Cleonita und Wilsar heimlich auf die Seite geschlichen und so wie es aussieht, schmiedet er gerade mit ihr einen Zukunftsplan, der für beide wohl verlockend klingt.  

 

Ich hatte noch eine kleine Runde  durch das Dorf gemacht.
Als ich dann zu der Gruppe wieder zurückkehrte, sah ich dieses Bild vor mir.

 

Siegesbewusst, als gäbe es keinen Zweifel.

Ein Blick nach rechts und mir wurde klar, wer hier  seinen Einfluss
geltend gemacht hatte.

Oder hatte ich etwa zu heftig gepixelt???

   

Also jetzt wurde es allmählich Zeit, das ich die Rückreise antrat. Hatte ich doch einen durchaus vergnüglichen Nachmittag gehabt. Eine kräftige Rückbewegung mit dem Pixelstab und alles war wieder wie gewohnt, bzw. wie begonnen.

Da werde ich wohl zunächst einmal nicht erfahren, wie es um den kleinen Kampf der Helden weitergeht und wem der Zaubertrank die meiste Kraft verleiht, oder ob Walterix da schon die Entscheidung begünstigt hat. Aber sicher werden wir es bald sehen. Bald – schon bald,

 

 

Ich war noch nicht lange unterwegs, unter mir sah ich die Ennepe fließen, doch  was war das? Trotz Brille mußte ich zwei mal
hinschauen.

War das nicht ein Wickingerboot? Hat mein Rückzauber nicht gewirkt? Es war doch alles wieder wie immer. Voll normal. Und wie ich noch grübelnd nach unten schaute war ssummm das Boot verschwunden und die Ennepe plätscherte ruhig wie gewohnt daher. Aufregung um sonst.

 

 

 

 

Das war es für heute.

Wünsche Euch noch einen schönen Tag.

 

Eure

Pixelhexe

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