Breaking News – Abwahl OB Sauerland

 

[jpg] Mit fast 130.000 Stimmen wurde in Duisburg Oberbürgermeister Adolf Sauerland abgewählt. Damit ist Adolf Sauerland ab sofort kein Oberbürgermeister. Das Abwahlverfahren wurde von den Duisburger Bürgern angestrengt um für Duisburg einen politisch Verantwortlichen im Zusammenhang mit der Loveparade Katastrophe in die Pflicht zu nehmen. Oberbürgermeister Sauerland wollte trotz mehrfachen Zuspruchs nicht freiwillig zurück treten. EN-Mosaik hat über diese Katastrophe mehrfach vor Ort berichtet und kommentiert. Die 21 Toten der Loveparade haben nunmehr einen Verantwortlichen den die Bürger selber herausstellten.

v.l.: OB Sauerland mit Olli Pocher bei der PK zur Loveparade 2010 (im Hintergrund der Ort des Unglücks)   Foto: © Linde Arndt    

 

Hier das vorläufige amtliche Endergebnis des Bürgerentscheids, das Stadtdirektor Dr. Peter Greulich am Abend bekanntgegeben hat.    
   

              
              Aufnahme des überfüllten Geländes der Loveparade 2010 in Duisburg kurz vor dem Unglück         Foto: © Linde Arndt

 Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik

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5 Kommentare
  1. Horst Rodewig says:

    Dies war ein guter Tag für die Demokratie mit einer sehr hohen Signalwirkung. Gewählte Politiker müssen jetzt immer an eine Abwahl denken. Für diese Abwahl braucht es keine 21 Tote, es genügt ein grundsätzliches Fehlverhalten.

    Sauerland tut mit Leid, weil er die Stärke der Duisburger Bürger falsch eingeschätzt hatte und weil die Duisburger moralische Werte vor parteipolitische Werte sehen wollten.

  2. jannik says:

    Mal sehen, ob unsere Ennepetaler „Oppsoition“ etwas daraus gelernt hat, oder ob sie weiter zusammen mit WW die Stadt an die Wand fährt.

    He, Rauleff und Co, Ihr könntet jetzt auch mal Popo in der Hose zeigen und die Abwahl versuchen. Oder habt Ihr die entsprechenden Vorschriften noch nicht gefunden ?

  3. Petra says:

    Die Duisburger befreiten sich von ihrem Oberbürgermeister, von einer Person. Bei uns ist es schwerer: Wir müssen uns von einem verfilzten Klüngel befreien, in dem der Bürgermeister nur eine Nebenrolle als freundlicher Statist spielt.

  4. Redaktion
    Redaktion says:

    Ich weiß von 3 Ennepetaler die mit dem Abwahlverfahren spielen. Die Unterschriftenlisten sind schon gestaltet worden, nur jetzt müssten die Leute los gehen. Immer mal wieder bekomme ich eine email. Was fehlt, ist der Mut das durchzustehen. Die Duisburger Bürger, wovon ich zwei persönlich kenne, haben sich in den 1 1/2 Jahren sehr stark verändert. Nach dem Sonntag habe ich noch nicht mit ihnen gesprochen und weiß also nicht wie es um sie steht.

    Allen kann ich nur sagen, so ein Abwahlverfahren ist ein harter Job. Wenn dieser Job allerdings mit einem Sieg endet kann ich mir vorstellen ist es sicher ein erhabenes Gefühl. Unsere europäische Demokratie hat es sicher verdient, dass man um sie kämpft.

  5. Petra says:

    Das Ennepetaler Problem ist nicht der inkompetente Bürgermeister, den man u.U. abwählen könnte.
    Das, was uns in Ennepetal behindert, ist der KLÜNGEL.

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