Besinnlicher Adventsmarkt in Voerde mit Niveau.

[jpg] Advent (von lat.: adventus "Ankunft", dazu advenit "er kommt an") ist ein Hochfest der Christen, diese Zeit dient der Vorbereitung auf die Geburt Jesu. Im Kirchenjahr kommt Advent nach dem Ewigkeitssonntag (Totensonntag). Es ist aber auch die Zeit der Freude, der Erwartung, der Besinnung und der Vorbereitung auf den heiligen Abend.

Denn die Geburt Jesu bedeutet, einen grundlegenden Wandel im Verhältnis der Gläubigen zu Gott. Und weil das so ist, begreifen wir immer diese Adventszeit als eine Zeit der Prüfung der Bereitschaft für das Kommen von Jesus.

In Voerde fand am Samstag um 17:00 Uhr ein Konzert mit Wolf Codera (Klarinette und Saxofon),  Natalina Ebel (Harfe) und  Bernd Voss (Gitarre) in der Johanneskirche Voerde statt.

Selbstredend fing Codera mit dem Klarinettenkonzert von Mozart an, selbstredend deshalb, weil es Mozart war; der der Klarinette zu einem festen und nicht mehr wegzudenkenden Platz in jedem Orchester verhalf. Nur es war mehr, es waren Variationen und Arrangements mit der Harfe, ein Zusammenspiel zweier großer Künstler unter dem Titel : Wolf Codera trifft Natalina Ebel. Man merkte den beiden Musikern ihre Spielfreude an, die sich mit sehr viel Einfühlungsvermögen mit beiden Instrumenten in den klassischen  Melodien bewegten. Dies kam besonders hervor, als Harfe und Klarinette die Arie der Lauretta " O mio babbino caro" aus Giacomo Puccinis Oper Gianni Schicchi variierten. Es war ein wunderschönes wechselseitige Duett in dem mal die Klarinette aber auch die Harfe dominierte und damit die Singstimme einnahm. 

Es war ein sehr harmonisches Duo, welches sich dort traf. Die folgenden Stücke wurden mit der Gitarre durch Bernd Voss aus Sevilla ergänzt, es war ein bunter Weihnachtsreigen, mal besinnlich, mal heiter, aber immer der Adventszeit angemessen. Auch die Bereiche als der Jazz einzog und Arrangements von Codera und Voss vorgetragen wurden fanden ungeteilten Zuspruch beim Publikum. Es waren durchaus hörenswerte und feinfühlige  Improvisationen.
                    
Den Abschluss bildete Wolf Codera mit seiner "kleinen" Tochter, einer "jungen Frau", die hier bei uns ihren ersten Auftritt mit der Gitarre hatte, Rolf Zuckowskis In der Weihnachtsbäckerei war angesagt. Codera meets Codera.

Ein süßer Auftritt, wo eine junge Person sicherlich ihre ersten Meriten verdiente. Das Publikum war begeistert. Irgendwie kam man sich vor, wie im trauten Familienkreis der sich zum musizieren zusammengefunden hatte.

Dazu kam noch die gute Akustik der Johanneskirche, die einem ein gutes Gefühl der vorgetragenen Stückes vermittelte.

Es war eben Weihnachtszeit in Voerde, dort ist es eben immer etwas familiärer.

Die drei Blöcke wurden durch kurzweilige, nachdenkliche und besinnliche Geschichten die Pfarrer Armin Kunze vortrug überbrückt. Für Voerde ein wahrhaft schönes Adventserlebnis in der Johanneskirche. Da fiel es auch nicht so auf, dass die Harfe bedingt durch die veränderte Raumtemperatur kurz nach gestimmt werden musste. Bernd Voss hatte es da einfacher mit seiner Gitarre, die er während der einzelnen Stücke nach stimmen konnte – die hat ja auch NUR sechs Saiten.

Danach gingen wir alle über den Adventsmarkt, bewunderten den Schmied, die Filzwerkstatt oder sonstige weihnachtliche Artikel um die Johanneskirche und im Zönchen.

 


      
Am nächsten Tag fanden wir uns wieder im Kirchen-Schiff der Johanneskirche ein, welches der "Shantychor Voerde" enterte. Ein bunter Reigen von Weihnachtsliedern im Zusammenhang mit der christlichen Seefahrt wurde flott, lustig aber auch besinnlich vorgetragen.

  Der Adventszeit entsprechend trug zu Ende Anita Schöneberg ihre Wünsche der besonderen Art vor, die dem christlichen Wertekanon alle Ehre machen und die auch jeder unterschreiben konnte. Manch einen Fuß sah man zu den Melodien wippen, manche Melodie wurde leise mitgesungen und die Köpfe wiegten sich im Takt dabei.  

Zum Schluss wünschten sich alle ein frohes Weihnachtsfest und verabschiedeten sich winkend voneinander. Bis zum nächsten Konzert – mit Sicherheit in Voerde. Es war zwar schon etwas spät, das Schmiedefeuer war schon erloschen, es gab aber noch einen Apfelkuchen mit Rosinen mit einer Tasse Kaffee im Gemeindehaus.

Es war ein heimeliger Adventssmarkt rund um die Johanneskirche und im Zönchen, so wie es schon immer in Voerde war.  Voerde ist mehr als nur ein abseits gelegener Stadtteil von Ennepetal, Voerde ist Ennepetal. Wir haben eine Mitte, wir haben eine prosperierende Industrie und die Menschen die mit ihrer Vitalität ihre Traditionen bewahrt haben. Voerde gibt Ennepetal mehr als es von Ennepetal bekommt, diese Großzügigkeit sollte man jedoch nicht überstrapazieren.

Jürgen Gerhardt

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3 Kommentare
  1. Ein Voerder says:

    Genau so ist es. Dabei brauchen wir uns noch nicht einmal groß anstrengen, wir machen das mit Freude und ohne Steuergelder. 

  2. Irene Manzen says:

     
    Irre ich mich oder hatte ich Mendelssohns "Lieder ohne Worte" heraus gehört? Kann doch sein, wir haben doch auch das Mendelssohn Jahr. 

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