Ausbildung , Erfahrung und Führung in einer Verwaltung

[jpg] Lustig schwadroniert die CDU und ihre Claqueure über die Ausbildung der beiden Kandidaten, dem Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen und der Ennepetalerin Anita Schöneberg.

Eine gute Ausbildung, Erfahrung in der Verwaltung, Fachhochschulabschluss, Abitur (allgemeine Hochschulreife), das sei das mindeste um überhaupt Bürgermeister zu werden.

Dies alles und noch viel mehr kann eben die Bürgermeisterkandidatin Anita Schöneberg gegenüber dem Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen nicht aufbieten, so die Claqueure. Und alle, im Moment 5 an der Zahl im Forum der Frau Nachbarin,  fallen auf die Knie ob solch "kluger" Argumente. Dies ist schlicht und ergreifend dummes Zeug eines Menschen, der froh ist wenigstens ein Abitur vorweisen zu können.
Aber lassen wir die Argumente einmal aufgreifen und sie bei Lichte betrachten.

Auf der einen Seite Anita Schöneberg, ausgebildet NUR Bankkauffrau.

Auf der anderen Seite der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, ausgebildet zum Verwaltungs- fachangestellten(beamten) mit der Zusatzausbildung für den höheren Dienst. Die Zusatzausbildung wurde mit einer Diplomarbeit abgeschlossen. Inhalt der Diplomarbeit: unbekannt. Tolle Ausbildung!

Jetzt muss man oberflächlich sagen, der gute Wilhelm Wiggenhagen ist DER geeignete Mann überhaupt um das Amt des Bürgermeisters auszuüben. Weil, so die Argumentation, Frau Schöneberg NUR Bankkauffrau ist. Erschwerend kommt noch hinzu, Frau Schöneberg hat sich bei der Uni Dortmund für ein "Frauenstudium" eingetragen. Dieses Frauenstudium ist als "Gender studies" an der Uni Dortmund und anderen Universitäten ausgewiesen. Es wird so getan, als wenn das ein besserer Häkelkurs für wild gewordene Hausfrauen ist. Nur das englische Wort "Gender" beinhaltet alleine den Oberbegriff Geschlecht. Und weil sich Geschlechtsstudien nicht so toll anhört, aber auch den Inhalt dieser Studien nicht trifft, hat man sich für den Begriff "Gender" entschieden. Aber wie gesagt, vom Inhalt des Studiums hat man zwar keine Ahnung, diffamieren kann man es ja mal.
Manchmal trifft die Muttersprache deutsch eben nicht den Inhalt eines neuen Begriffes, sondern  führt in die Irre.

Wenn man nun den geistigen Ausdünstungen der CDU folgt, so wären alle ausgebildete Bankkaufleute nicht geeignet die höheren Weihen einer Verwaltung zu bekommen, schon mal gar nicht das Ennepetaler Bürgermeisteramt. So ist das mit den Konservativ-Bürgerlichen, die das Ausbildungssystem nur für den Erhalt der Macht verstanden wissen wollen. Ausgrenzen war schon immer eine Domäne der Bürgerlichen.

   

Nur, von Frau Schöneberg gibt es einen Berufskollegen, einen Bankkaufmann aus Solingen-Höhscheid der eine Ausbildung bei der Volksbank Solingen absolvierte. Und was ist aus ihm geworden?

Er ist 4. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland geworden, nämlich Walter Scheel. Er musste das Bundespräsidialamt leiten, immerhin ein Amt mit über 150 Mitarbeitern. Vorher hatte er noch andere Größere Ämter geleitet. Nur Walter Scheel (übrigens die anderen Präsidenten auch nicht) hatte keine Verwaltungsausbildung, war darüber hinaus noch Sohn eines Stellmachers und kam noch aus Solingen-Höhscheid.  Und wurde als der erste singende Präsident bekannt.

 

Und doch hat er dem Amt des Bundespräsidenten Impulse gegeben, allerdings mit seinem Staatssekretär Dietrich Spangenberg. Ein Staatssekretär ist die Analogie eines ersten Beigeordneten oder persönlichen Referenten auf kommunaler Ebene.

Geht man also nach der Argumentation der CDU Claquere so hätte die Bundesrepublik Deutschland einen Walter Scheel niemals wählen dürfen. Aber so ist das nun einmal mit unserer Dorf-CDU, sie hat die Weisheit für sich alleine gepachtet. Nun könnte ich diese Liste von herausragenden Persönlichkeiten der Verwaltung und des öffentlichen Lebens ins unendliche fortführen. Ich denke aber diese eine Person sollte stellvertretend ausreichen.

Es würde noch schlimmer, wenn ich die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Frau Petra Roth (CDU), hinzuziehen würde, die ist ja NUR gelernte Arzthelferin (Noch nicht einmal mit Zusatzausbildung).

In einer Diskussion lernte ich die Frau des Bundespräsidenten Scheel, Mildred Scheel, kennen. In der Diskussion ging es um die Ausbildung, respektive die Auswirkungen der Zugangsvoraussetzung zur Universität und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten. Das Problem war damals wie heute., man musste, um an einer Universität zu studieren, die allgemeine Hochschulreife, Abitur oder auch Matura, vorweisen können. Aber, man musste auch ab den Sechsigern eine bestimmte Durchschnittsnote vorweisen um meinetwegen Medizin studieren zu können. Die Note damals war mindestens 1,1. Frau Dr. Scheel, übrigens eine kluge Frau, gab in der Runde ohne Probleme  zu, sie könnte heute nicht mehr Medizin studieren, weil sie solch eine Benotung nicht vorweisen könne. Zur Erinnerung, sie war eine anerkannte Medizinerin im Bereich der Strahlenheilkunde. Und weiter merkte sie an, der bekannte Professor Sauerbruch, der immerhin hervorragendes im Bereich der Chirurgie geleistet hatte, habe "nur" mit der Note 4 sein Abitur gemacht. Daraus folgte bei Frau Dr. Scheel, da man für das Medizinstudium die Benotung 1,1 benötigte, müsse man ja gerade Medizin studieren, dürfe also nicht seinen persönlichen Neigungen entsprechend etwas anderes studieren. Sie empfand es als eine schlimme Entwicklung.

Also noch einmal zusammengefasst. Bankkaufleute dürfen nicht Bürgermeister in Ennepetal werden, weil keine Eignung dafür da ist. Bundespräsident dürfen sie jedoch werden? Sie merken, es ist in diesem Bereich wieder eine Dummschwätzerei der CDU angefangen worden um ihre Klientel zu schützen. Dummes Zeug halt.

Also, die Ausbildung ist nur ein Kriterium um das Bürgermeisteramt auszufüllen, ein geringes, welches nur eine Signalwirkung hat aber keine Aussagekraft.
Jetzt wird noch angeführt, ja, WW hat ja schon den unterschiedlichsten Bürgermeistern über 30 Jahre zur Seite gestanden. Hört sich gut an, sehr viel Kompetenz. Nur bei Lichte betrachtet, auch nur dummes Zeug.

Wenn WW als 23 jähriger dem damaligen Bürgermeister Wolf morgens die Bleistifte spitzen durfte, kann man das sicher als "zur-Seite-stehen" verbuchen  Es zeigt aber nur das er mit Spitzer und Bleistift gut umgehen kann, mehr nicht. In seiner Vita zeigt uns WW jedoch, dass er nie mit einem irgendwie herausragenden  Impuls, einer Aktion oder Leistung aufgefallen wäre. Er hat NUR schlicht und einfach seinen Dienst verrichtet, mehr nicht. Zum Fachbereichsleiter wurde er befördert, weil es an der Zeit war, also die so genannte Regelbeförderung im öffentlichen Dienst. Diese Regelbeförderung bringt jeden aus der freien Wirtschaft in der Regel nahe an eine Herzattacke. Sie ist ein Überbleibsel aus der Kaiserzeit und in einer Leistungsgesellschaft nicht zeitgemäß.

Jetzt war WW Fachbereichsleiter, also führend tätig. Jetzt hätte er mit besonderen Leistungen auffallen können.
Tat er aber nicht. Vielmehr sahen wir jedes Mal, wenn es um die Stadtplanung oder die Wirtschaftsförderung ging, in der Regel Fehler. Fehler die so schwerwiegend waren, dass sie uns heute zu der Aussage zwingen, dieser Mann ist für diese Arbeit überbewertet und sollte zurück gestuft werden.

Nun kommen wir zur Führung eines Betriebes von immerhin rund 400 Mitarbeitern.

Was brauchen wir da?

Laut Verwaltungsfachhochschule 65% menschliche Persönlichkeit, die man nur von zu Hause oder durch persönlicher Erfahrung aus dem sozialem Umfeld erlangen kann. Die restlichen 35% Verwaltungserfahrung sind in der Regel gedeckt mit einer Ausbildung eines guten Kaufmannes. Und weiter, braucht man eine Einstellung zur Leistung, heißt, man muss selber ergebnisorientiert arbeiten können. Es reicht eben nicht, wenn man bei jedem Pressetermin grinsend in die Kamera blickt, wie es unser guter Herr Eckhardt gerne immer tat.

Man muss schon mal schauen wo der Hase läuft. Und dieser Hase hat tausende Bürger zum Wegziehen veranlasst, hat die City zur Discountercity verkommen lassen und die Attraktivität der Stadt wurde unterirdisch.
Bei der ersten Wirtschaftskrise wird die gesamte Verwaltung hysterisch, wobei man sich fragt hat die Wirtschaftsförderung keinen Wert auf krisenunabhängige Firmen gelegt? Hat also genommen was auch immer kam?

Wenn also jetzt von außen eine Bürgermeisterin ins Amt gewählt wird, so stehen ihr die Fachbereichsleiter und Referenten zur Seite, wenn sie loyal sind. Tun sie das nicht, so haben wir den nachträglichen Beweis dafür, das der Bürgermeister Michael Eckhardt und mit ihr die CDU eine Verwaltung aufgebaut haben, die nicht dem Bürger dienen sollte, sondern persönlich nur der CDU und Michael Eckhardt verpflichtet sind. Die Konsequenz ware, sie müssten gehen.Der vorgezogene Altersruhestand ist doch auch nicht schlecht, geht auch im öffentlcihen Dienst.

Zurück zur Führung. In einer Stadtverwaltung ist es nicht anders wie in der Wirtschaft. Die Bereichsleiter erarbeiten entscheidungsreife Vorgänge. Diese werden dem Bürgermeister vorgelegt, der darüber zu entscheiden hat, wir tun es oder wir tun es nicht so. Sind die Fachbereichsleiter nicht in der Lage die Vorgänge so vorzubereiten, so sind sie in ihren Positionen überflüssig.  Der Bürgermeister selber hat die Impulse vom Rat aufzunehmen, hat aber auch selber Impulse zu geben. Ziel ist, das beste für seine Firma oder hier seine Stadt zu erreichen.Positive Ergebnisse und keine gekauften Ergebnisse.

Und das lässt sich messen indem man die Ergebnisse betrachtet. Und diese Ergebnisse sind es, die mich zu der Aussage veranlassen, dies hätte auch  fast ein Sonderschüler machen können. Womit ich nichts gegen Sonderschüler sagen mag.

Jürgen Gerhardt

16 Kommentare
  1. EIN ENNEPETALER says:

    Stadtrat und Verwaltung haben unsere Innenstadtbereiche zur Spielwiese für Discounter und Ladenketten verkommen lassen. So darf das nicht weiter gehen! Von WW, einem Gewächs unserer Verwaltung, werden wir die dringend erforderliche Trendwende nicht erwarten können. WW steht für das Weiter-so.

  2. Dr. Ingo Mehner says:

    Nun, lasst gut sein. Aleae jactae sunt. Morgen Abend werden sich nur noch die ärgern, die sich ärgern wollen oder von Berufs wegen müssen. Morgen entscheidet der Wähler.
    Was ist hängen geblieben aus dem neuen Medium Internet?
    Die Antwort ist einfach.
    Nichts ist mehr so wie es vor der Kommunalwahl 2009 in Ennepetal war.
    Einzige Ausnahme: Brux. Konservativer Wahlkampf wie seit 1949. Aber er konnte es sich leisten. Er forderte zum Leistungsvergleich auf.
    Ennepetal ist alles neu. Die WAZ dachte, sie hat das Portal gepachtet. Hatte sie nicht.
    EN-Mosaik machte Meinung aus der belesenen Sicht eines 68er Journalisten, der immer wieder Inhalte forderte und nicht begreifen konnte, dass es in der Politik nur auf Stars ankommt, auf Personen also. Sein Portal bot Raum für Meinungen. Schade dass er wie Linde Arndt den Spagat zwischen glamour und Politik nicht schafften.
    Wir Ennepetaler hatte das engagement, aber nicht das notwendige Wissen um die Grundregeln. Geradezu stümperhaft der letzte Versuch, das Unabwendbare noch abwenden zu wollen. Dieser Versuch begann mit der Frage, welche Kündigungszeit der Gewählte einzuhalten habe. Nämlich keine. Das Amt des Gewählten ruht für die Dauer seiner politischen Berufung. Typisch die “Lobhudelei” der fünf übrig gebliebenen fans. Bezeichnend die fehlende Kompetenz der beiden Bewerber, die auf so einen Schwachsinn geantwortet haben. So antworten loser.
    Radio mdu hat ein anderes spektrum. Geschadet hat das hier in Ennepetal dem jungen Sender nicht. Die beiden Portale dagegen haben Angst um ihre Zukunft.
    Und ingomehner.de? Ein blog. Mehner sagte ungefragt seine Meinung, mal akademisch, mal politisch, mal privat. und nahm keine Rücksicht. Am wenigsten auf sich selbst. Weil er der einzige Kandidat war, der es sich leisten konnte. Denn er war beruflich und finanziell unabhängig.
    In einem blog erwartet niemand eine Antwort. Der blog war Mehner´s einzig mögliche Antwort auf einen 10 Monate langen Wahlkampf. Als die Neiddebatte in derwesten.de ausgestanden war und die user den Paradiesvogel kürten, griff Mehner den Ball auf. Denn er wusste, dass die Neiddebatte letztlich hängen bleiben würde und er dann gegen einen fehlerfreien Wahlkampf eines Wettbewerbers chancenlos bleiben würde. Mehner hätte die Vergangenheit des Eckhardt und des Wiggenhagen thematisieren können, die schmerzlichen Fehler in 30 Jahren. Er ist seit 1969 dabei. Und die beiden Herren könnten eine Menge Mist aus dem Stall gekarrt haben, nicht wahr?
    Doch das war nicht sein Stil. Er konnte auf die aktuellen Fehler warten.
    Arbeitet schon wieder vollschichtig als Anwalt. Wird zu Ennepetal eine gewisse persönliche Distanz halten, in Ennepetal, Schwelm und global arbeiten, aber aus privaten Gründen mit erstem Wohnsitz in Gevelsberg wohnen.
    Machen Sie es gut, werte user im EN-Mosaik. Es hat mir meistens mit Ihnen Spaß gemacht.
    Ihr IM

  3. Wilhelm Müller says:

    “Wiggenhagen böse, Schöneberg gut”….

    Mich bringt’s immer wieder zum Lachen, dass man die Leute als DUMM bezeichnen muss, wenn es einem selbst an Argumenten fehlt. Bisschen wie auf dem Schulhof, auf dem nur der gewinnt, der möglichst kräftig zuschlagen kann.

    Ich stimme mal ausnahmsweise zu, dass der Werdegang nicht darüber entscheidet, was man später macht. Schlechte Abiturienten sind oft gute Studenten. Ja das stimmt.
    Eine Binsenweisheit, die hier als Top Aktuelle Nachricht/ Enthüllung verkauft wird. Schade.

    Ich glaube, dass in diesem Wa(h)lkampf der mit dem meisten Charisma gewinnen wird. Verwaltung hin oder her, Kreativität hin oder her. Alles wird gut, irgendwie. Schließlich war in der Eckhardt’schen Legislaturperiode nicht alles schlecht, wie manche es zu verkaufen versuchen.

    Soll der beste gewinnen und wer nicht gewählt hat, soll leise sein, oder zumindest eigene Argumente finden, anstatt die anderen niederzumachen!

    ps.: Empfehlenswert ist die jetztige Ausgabe der ZEIT, die sich mit Wählen und Nichtwählen in dieser Woche auseinandersetzt. Vielleicht öffnets einigen die Augen.

  4. Redaktion
    Redaktion says:

    @Tagwächter/in und @Knötterkopp

    Bitte versuchen Sie den Inhalt aufzunehmen und ihn kommentierend, ob positiv oder negativ, zu begleiten.

  5. Redaktion
    Redaktion says:

    @Wilhelm Müller #7

    Der Wahlkampf wurde von Walter Faupel(CDU) mit böse Schöneberg und guter Wiggenhagen eröffnet. Vergessen?
    Von Anfang an wurde auf die sogenannte höhere Qualifikation des WW abgestellt, was bei Lichte betrachtet nun wirklich nur dummes Zeug ist. Ich denke eine Petra Roth (CDU), OB Frankfurt/Main, würde sich vehement gegen solche Unterstellungen wehren. Und die Sprache einer Petra Roth (CDU) ist etwas deftiger als die Meine.

  6. Redaktion
    Redaktion says:

    @Dr. Ingo Mehner #8

    Warum so besinnlich?
    Wir werden den neuen Rat der Stadt aber auch die/den neuen BürgermeisterIn weiterhin “liebevoll” begleiten. Nach der Wahl ist immer auch, vor der Wahl.
    Das wir die Landratswahl nicht kommentieren konnten, lag an der fehlenden Zeit. Auf der anderen Seite haben die beiden Kontrahenten Dr.Brux (SPD) und Frau Fischer (CDU), übrigens auch eine Fachanwältin für Verwaltungsrecht, einen unaufgeregten Wahlkampf geführt.
    Und ich konnte bei der CDU sehen, dass eine Frau in der Männerriege der CDU einen sehr schweren Stand hat.
    Während die Jungs bei der CDU mit kernigen Sprüchen immer versuchten zu punkten, war eine Frau Fischer wohltuend sachlich, hatte aber meiner Meinung nicht den notwendigen Rückhalt in dieser Männerriege.

  7. EIN ENNEPETALER says:

    @ 4 Dr. Ingo Mehner

    Wir bewegen uns hier im Thema “Ausbildung, Erfahrung und Führung in einer Verwaltung “.

    U.a. sagt Herr Dr. Mehner:
    “EN-Mosaik machte Meinung aus der belesenen Sicht eines 68er Journalisten, der immer wieder Inhalte forderte und nicht begreifen konnte, dass es in der Politik nur auf Stars ankommt, auf Personen also. Sein Portal bot Raum für Meinungen. Schade dass er wie Linde Arndt den Spagat zwischen glamour und Politik nicht schafften.”

    Was hat das mit dem Thema zu tun? Die vermeintlichen Fehler, die EN-MOSAIK vorgehalten werden, fußen auf einem Politikverständnis, auf einem Journalismusverständnis, die abwegig sind. Kritischer Journalismus eröffnet seinen Konsumenten die Möglichkeit, auch hinter glamouröse Fassaden zu schauen. Ein Wahlkampf-Manager wird “den Spagat zwischen glamour und Politik” u.U. schaffen und umsetzen müssen, kritische Jounalisten ermöglichen statt dessen Auseinandersetzung, ausgehend von Informationen und Denkanstößen.

  8. EIN ENNEPETALER says:

    @ 6 Wilhelm Müller

    Wiggenhagen schwach

    Niemand hat hier im Blog davon gesprochen, WW wäre “böse”! Er ist sicher ein guter Beamter, der seinen Schreibtisch sauber hält – mehr aber auch nicht. Innovationen, zukunftsweisende Ideen fehlen ihm.

    Den Ennepetalern, die WW ihm den Bürgermeister nicht zutrauen, fehlt es nicht an Argumentenen, wie Sie vermuten. Ein Spaziergang durch Milspe macht deutlich, warum man WW u.U. nicht wählt.

  9. Nobody says:

    Der Autor sollte sich besser informieren. Wiggenhagen gehört zu der Generation der Beamten, die keine Fachhochschule von innen gesehen haben. Das Diplom wurde verschenkt, weil es nicht sein kann, dass junge Beamte mit entsprechender Ausbildung ein Diplom haben und die alten, verdienten Kollegen nicht. Also flux auf Antrag eine Nachdiplomierung. Die absolvierte Ausbildung war die zum gehobenen Dienst, die Weihen fürden höheren Dienst hat er so bekommen – ohne Ausbildung.

  10. nobody says:

    Es heisst, dass die Fachholschulausbildung für den gehobenen Beamtendienst erst nach Wiggenhagens Ausbildung eingeführt wurde. Das Diplom konnte jeder “alte” Beamte aufgrund der Zugehörigkeit zum gehobenen Dienst per “Nachdiplomierung” beantragen – Postkarte genügte, vereinfacht gesagt. Ob W. eine Diplomarbeit überflüssiger Weise noch geschrieben hat, ist nicht bekannt, aber unwahrscheinlich.

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