Aufruhr im EN-Kreis, IKEA soll kommen

[jpg] Es ist schon ein starkes Stück was sich in Wuppertal in Erlenrode anbahnt. Die dortige Fertighausausstellung soll einer Ikea Home Ansiedlung weichen. So hat es der Rat der Stadt Wuppertal beschlossen.

                                          

Diese Fertighausausstellung war Mitte der 70er Jahre unter erheblichen Protesten aus dem Boden gestampft worden. Es war eine Zeit, die den damaligen Baudezernenten Prof. Hetzel am Ruder der Stadtplanung sah. Viele der Bausünden der damaligen Zeit gingen auf sein Konto. Die schwerste Bausünde war die vorgeschlagene Trasse der heutigen A46, die ganze Stadtteile zerschnitt und verschandelte, und das ohne Not. Das Sonnborner-Kreuz ist ein Bubenstück dieser Zeit, rücksichtslos wurde dort ein ganzer Stadtteil zerstört und seiner Identität beraubt.

Erlenrode war damals als Naherholungsgebiet ausgewiesen, die Strassenbahn ging bis zur Silberkuhle, dort stieg man aus und ging hoch zum Mollenkotten. Als Erlenrode die Fertighausausstellung erhielt hagelte es Proteste von Seiten des Bezirks Nächstebreck, der Schmiedestrasse und des Mollenkottens. Man sah damals ein verstärktes Verkehrsaufkommen und damit die Idylle gefährdet, was sich ja auch bestätigte. Die Oberbürgermeister Rau und Gurland setzten sich jedoch durch und wollten mit dieser Ausstellung das moderne Wuppertal auf den Weg bringen. Die Proteste legten sich mit der Zeit und die Fertighausaustellung ist ein fester Bestandteil von Wuppertal geworden.

Nun ist das moderne Wuppertal nicht mehr modern genug, rund 70.000 Einwohner hat Wuppertal seit der Zeit verloren, viele große Firmen machten dicht, die Innenstädte verloren viele Geschäfte. Die meisten Quartiere erlebten einen grundlegenden Wandel und es entstanden sogar im Ansatz Gettos. Die Bewegungsmasse des Haushaltes ist gleich null, man denkt und handelt mit einem Nothaushalt. Wuppertal steht mit dem Rücken zur Wand. Da ist einem jeder Investor recht der etwas in die Haushaltskasse einzahlen könnte. Und was das schlimme ist, vernünftiges Denken und Handeln ist nicht mehr möglich.

Die Fertighausausstellung soll der Ansiedlung von Ikea Home weichen. Ikea Home steht für ein breit und tief gestreutes Warensortiment in einem ansprechenden Erlebnisumfeld, welches Eventcharakter haben soll. Von Gastronomiebetrieben über rund ums Baby, den täglichen Bedarf bis zu dem berühmten Billy Boy Regal ist alles da. Aber nicht nur das zählt, eine aggressive über den Preis erarbeitet Marktstrategie wurde erarbeitet, die das Marktumfeld wie ein Magnet anzieht. Ikea Home oder Ikea Expansion wirkt wie ein Staubsauger und hat darüber hinaus noch Kultcharakter. Umsätze im dreistelligen Millionenbereich werden erwartet. In den ersten beiden Jahren wird das um die 300 Millionen sein, danach werden diese sich auf 250 Millionen einpendeln. 10 tausende Pkws werden das Kreuz Wuppertal Nord an den Verkaufstagen zusätzlich belasten. Horrror? Nein, es sind belastbare Szenarien. Ikeas Marketingstrategen sind gut, sehr gut, sie treffen den Konsumenten dort wo auch immer er ist.

Was  Wuppertal offensichtlich nicht bedenkt, es wird in den Innenstädten von Barmen und Elberfeld die letzten Umsatzträger vertreiben. Sträter, Weltecke, Saturn, Ginsberg werden sich in Barmen nicht mehr halten können, ähnlich wird es in Elberfeld gehen, wo die Rathausgalerie, Kaufhof, Saturn und auch die City Arkaden Umsatzeinbußen haben werden

Dies bedeutet eine erhebliche Senkung des Warenangebotes und damit eine andere Konsumentenzusammensetzung. Der Werth in Barmen spricht eine eindeutige Sprache.
So wird Wuppertal ein riesengroßes Nullsummenspiel anstoßen, bei dem es nur verlieren kann. Ja, ich bin Anhänger einer freien Marktwirtschaft, aber einer Marktwirtschaft der gleichen Chancen auf entwickelten Märkten. Seit Jahren pumpt der Staat Steuergelder in die Städte um diese wieder lebensfähig zu machen, die Innenstädte sind verwaist und deren Bewohner flüchten in die Grüngürtel.Einkaufsstädte sind entstanden, wie Düsseldorf oder Essen, die sich erbitterte Kämpfe um den Konsumenten liefern.

Wenige Städte haben es verstanden die Innenstadtstrukturen liebenswert zu erhalten und binden damit ihre Bewohner an ihre Stadt.
Solch ein Investment wie das Ikea Home löst die Bindung der Bewohner zu ihren Städten auf und konterkariert die in den Jahren gemachten Investitionen im Innenstadtbereich.

Für Ikea Home ist dieser Standort Erlenrode unter einer Kosten Ertragsbetrachtung ein Sahneschnittchen. Die Anbindung an die Autobahnen ist als hervorragend zu bezeichnen. Erlenrode hat keinen wesentlichen Mitbewerber nach Fertigstellung in der Nähe. 

Auf Anfrage bei der IHK Wuppertal sagte man uns, die IHK Wuppertal befürworte diese Ansiedlung, allerdings müsse man über  das Angebot reden. Dieses Rundumangebot mit dementsprechendem Eventcharakter könne so nicht stehen bleiben.
Anders sieht es da schon bei der IHK Düsseldorf aus, die dieser Ansiedlung zwar nicht ablehnend aber doch kritisch gegenüber steht. Denn zu der IHK Düsseldorf gehört auch der Gewerbepark Haan mit dem Einrichtungshaus Ostermann.

                        

Und nun lädt die SIHK Hagen ein um sich klar gegen die Ansiedlung zu positionieren. Klar, weil in diesem Kammerbezirk die größten Verluste drohen. Sämtliche Innenstadtbereiche des EN Kreises werden bluten müssen, ja, es wird ein massives Sterben geben. Denn die kleinen Einzelhändler haben nicht die Investionskraft gegenzusteuern. Dazu kommt noch z. B. in Witten-Annen  die Firma Ostermann, die durch  diese Ansiedlung massivst gefährdet wird.

So hat Bürgermeister Jacobi Recht, wenn er sagt, dass die in dem Innenstadtbereich der Stadt Gevelsberg eingesetzten Steuermillionen von der öffentlichen Hand, mit denen Urbanität, Attraktivität und Erlebnismeilen mit Aufenthaltsqualität geschaffen worden sind und noch geschaffen werden, durch  die Steuermillionen der Infrastrukturmaßnahmen in Wuppertal zunichte gemacht werden. Denn wenn das Kreuz Wuppertal-Nord laut der Planung in 2014 ausgebaut wird, so sind vorher noch Millionen an Steuergeldern notwendig um das Verkehrsaufkommen für Ikea Home zu bewältigen. Der Eichenhofer-Weg, die Strasse Erlenrode, beide Strassen müssen erweitert werden. Aber nicht nur das. Wer die Örtlichkeiten kennt wird sofort erkennen es müssten noch umfangreiche Arbeiten geleistet werden. Ach so, die beiden Gartenbaubetriebe im direkten Umfeld haben auch keine Chance mehr.

                  
   v.l.n.r.: Herbert Dabringhaus (SIHK), Stefan Kruse (Handelsgutachter, Dortmund), BM Claus Jacobi (Stadt Gevelsberg), Hans-Peter Rapp-Frick (Hauptgeschäftsführer SIHK) ,                                                                   Foto: Linde Arndt
 

Und es sind ja außer Gevelsberg auch viele weitere betroffene  Städte, die  intensiv versuchen den Einzelhandel zu stärken und die Attraktivität ihrer Stadt zu erhöhen. Ennepetal trifft es eher weniger. Ennepetal hat ja leider sowieso keinen nennenswerten Einzelhandel.
Allerdings könnte es sich bei weiteren  intensiven Bemühungen neue Geschäfte hier anzusiedeln noch schwieriger gestalten als bisher. Insbesondere ist die Frage, wie Berlet sich verhält, der ja wohl Interesse an Ennepetal gezeigt hat, wenn Ikea hautnah mit einem branchengleichen Unternehmen in die Nähe rückt.

Aber IKEA berührt auch noch Andere.

Seit 2009 hat sich eine Bürgerinitiative "leben wuppertal-nord e.V."( www.leben-wuppertal-nord.de) gebildet, die sich gegen die Ansiedlung von Ikea Home wehrt.
Sie vertritt die Interessen der Bewohner im Umfeld der Ansiedlung. Die Vorsitzende, Frau Haarhaus, sagte mir: Wir sind nicht gegen Ikea, nur wir haben etwas dagegen wenn durch die Ansiedlung von Ikea Home und das dadurch aufkommende Verkehrsaufkommen keine Wohnqualität mehr vorhanden wäre.
Warum entwickelt man die Fertighausausstellung nicht weiter, so fragt sie? Warum verkauft die Stadt Wuppertal die Flächen nicht an den Fertighausaussteller? Der Fertighausausteller würde die Flächen gerne erwerben, nur die Stadt tritt nicht in Verhandlungen ein. Warum siedelt man Ikea Home nicht auf der Brache des ehemaligen Happich Geländes am Ostersbaum an? Dort stehen genügend Flächen zur Verfügung. In Wuppertal stehen so viele Brachen zur Verfügung, die sicherlich ein lohnender Standort für Ikea darstellen würden, warum nicht dort?
 

Nun, Frau Haarhaus hat Recht, denn die Landesregierung als auch die Bezirksregierungen haben immer wieder betont, dass erst die Brachen einer Neubebauung zugeführt werden sollten, bevor neue Flächen geplant werden.
Und die Fertighausaustellung ist keine Brache.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Widerstandsgruppen bündeln und solidarisieren, denn von Seiten der IHK´s sind drei Kammerbezirke betroffen, die unterschiedliche Einschätzungen zum Besten geben. Und weiter, es sind 2 Regierungsbezirke und ein Regionalverband zuständig die gehört werden könnten – und eine Stadt Wuppertal der ein kleiner Bezirk Nächstebreck gegenüber steht.

So war es Bürgermeister Jacobi vorbehalten den Protest für die Kreisstädte zu formulieren. Sicher, Bürgermeister Jacobi ist ein starker Sprecher für die ureigensten Interessen der Kreisstädte. Denn gerade er hat mit seiner Stadt eine vorbildliche Entwicklung des Innenstadtbereiches vorzuweisen. Es bedarf aber eines  gemeinsamen solidarischen Vorgehens aller Betroffener um das Ziel, die Ansiedlung in Wuppertal-Nord zu verhindern, zu erreichen. Denn es darf nicht vergessen werden, der Ikea Konzern ist ein starker Gegner dem nur stark begegnet werden kann. Deshalb ist es für mich unverständlich warum sich bis heute in der Öffentlichkeit die beiden großen Interessengruppen Barmen und Elberfeld nicht artikuliert haben. Ich denke hier sollte ein Schulterschluss zwischen den Bergischen und den Westfalen zumindest temporär organisiert werden. Das wäre für mich solidarischen Verhalten.  Es spricht vieles gegen die Ansiedlung und nur ein Argument für diese. Dieses eine Argument für diese Ansiedlung heißt, IKEA möchte ein Umsatzwachstum in dreistelliger Millionenhöhe.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg 

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16 Kommentare
  1. Leserkritik says:

    Ikea nutzt – wie viele andere- die Lücke, die durch den gerichtlich gekippten § 24a LEPro NRW entstanden ist. Regional- und Landesplanung haben daher im Moment nur sehr stumpfe Waffen im Kampf gegen solche Ansiedlungen. Ikea kann derzeit viel mehr „zentrenrelevante Randsortimente“ realisieren als noch vor einem Jahr. Bauordnungsrechtlich ist es sowieso de fakto unmöglich, ständig zu prüfen, ob Ikea sich auch an die max. zulässige Verkaufsfläche mit zentrenrelevanten Randsortimenten hält. Zu wenig Personal, viel zu aufwendig. Das ist – so würde ich behaupten – in jeder Stadt das gleiche Problem. Es ist sehr weitsichtig von Herrn Jacobi, nicht nur das positive einer Ansiedlung zu sehen. Wegen einem Ikea wird niemand nach Ennepetal oder Gevelsberg ziehen. Ikea in Dortmund ist in gut 35 Minuten erreichbar, was völlig ausreichend ist. Dann gibt es noch Ikea-Standorte in Hamm und in Düsseldorf. Das große Angebot Ikeas an zentrenrelevanten Sortimenten sowie das gastronomische Angebot (i.d.R. ganztägig bestens besucht…) wird sich ganz klar negativ auswirken – nicht nur auf Wuppertal. Und gerade von Gevelsberg aus ist der geplante Ikea-Standort bestens zu erreichen.
    Eine regionale Kooperation beim Einzelhandel gibt es im Südkreis natürlich nicht. Eine gemeinsame Stellungnahme, ein abgestimmtes gemeinsames Vorgehen – das wäre eine Stärkung der eigenen Position. Nur Wiggenhagen hat offensichtlich nicht das richtige Problembewusstsein, bzw. er setzt die falschen Schwerpunkte. Mal abwarten… vielleicht schlägt er einen runden Tisch oder einen Arbeitskreis mit Ikea und allen betroffenen Umlandgemeinden vor. In Ennepetal gibts ja erst gefühlte 1.274 Arbeitskreise – da können die Nachbarstädte ruhig mal mitspielen. Und Frau Helga SP wird die Pressesprecherin des Arbeitskreises. Dann läufts wie von alleine…

  2. Konsument says:

    Mal ganz ehrlich, mir ist jegliche Innenstadt im Kreis egal. Ich fahre auch jetzt schon woanders einkaufen. Und auch jetzt schon zu IKEA.
    Daher meine Meinung dazu, spart Euch den Atem liebe Ortspolitiker, denn IKEA kommt hoffentlich. Das spart mir Geld für Benzin und zudem noch Zeit weil ich nicht mehr so weit fahren muss.
    Und bevor jetzt das große Geschrei kommt, ja, die Städte sind mir alle egal. Für mich zähle nur ich und der sinnvollste Einsatz meines Geldes und der wird mit Sicherheit nicht in unseren Dörfern erfolgen, bis auf Lebensmittel ist mir da alles zu teuer. In den großen Städten und bei den großen Ketten kann man viel besser und effektiver handeln und erzielt bessere Preise. Die Händler hier vor Ort schreiben einen Preis an die Ware und sind bei Versuchen des Handelns (ich habe den ungehandelt günstigern Preis eines Einzelhändlers as Hagen genannt) schon sehr angefressen.
    Daher mein ausdrückliches Ja zu IKEA in Wuppertal.

  3. Nichtkonsument says:

    Sehr geehrter Herr Konsument,

    Ihr Pseudonym spricht schon für sich. Ihnen ist alles egal, hauptsache Sie können billig konsumieren. Sinnvoll geplante aber durch solche Vorhaben dann doch verschwendete Steuergelder, sterbender Einzelhandel, verödende Innenstädte, Lebenssituation der Anwohner, …. alles egal. Hauptsache Sie sparen Sprit für 2×35 km -abzüglich der Strecke nach Wuppertal Nord. Für diese gesparten 5 Euro können Sie ja dann noch mehr IKEA Ramsch kaufen – was anderes gibt es dort nämlich nicht. Aber wie sollen Sie das mit Ihrem verstellten Blick erkennen?
    Zum Glück stirbt nicht die Dummheit sondern die Hoffnung zuletzt!

  4. Konsument says:

    Lieber Herr Nichtkonsument,

    das stimmt nur bedingt. Billig habe ich nicht, nur Preisgünstig. Das bekomme ich halt im Ennepe-Ruhr-Kreis nicht. Daher fahre ich lieber woanders hin, zumal es auch auf dem Arbeitsweg liegt. Die Geschäfte in den Städten interessieren mich nicht.
    Und man merkt Ihnen an, dass Sie keine Ahnung von IKEA haben. Die Qualität ist dort bedeutend besser als bei den Möbelhäusern im Ennepe-Ruhr-Kreis. Sie gehören wohl auch noch zu denen, für die IKEA Obstkisten verkauft. Das ist nicht mehr so, lassen Sie sich das von jemandem sagen, der vor 15 Jahren noch genau so dachte 😉
    Aus meiner Sicht sollen die Geschäfte hier ein Bespaßungsprogramm anbieten, als Einkaufsstädte eigenen sie sich nicht, dafür haben sie keine vernünftigen Waren in den Läden der ansässigen Händler. Da fahre ich doch lieber auf eine Düsseldorfer Einkaufsstraße, dort bekommt man qualitative Markenware.

  5. Redaktion
    Redaktion says:

    @Konsument

    Das geht doch alles am Thema vorbei.
    Fakt ist doch, dass die EN-Städte durch immense Steuergelder im Innenstadtbereich gefördert worden sind und werden. Im EN-Kreis wohlgemerkt. Nun kommt Wuppertal mit der Ikea Ansiedlung. Das bedeutet, wiederum werden immense Steuergelder aufgewendet, damit diese Ansiedlung erst möglich wird. Überspitzt formuliert: Ich wende 100 Euro auf um etwas aufzubauen um sodann 150 Euro aufzuwenden um das Aufgebaute zunichte zu machen.
    Fakt ist weiterhin, dass die Fertighausausstellung nach rund 36 Jahren weiterentwickelt werden sollte und könnte, ich könnte mir eine Weiterentwicklung im Hinblick auf eine Fertighausausstellung unter dem Gedanken von neueren umweltverträglichen Gesichtspunkten vorstellen. Da gibt es viele gute Ideen in diesem Bereich, für die diese Fertighausausstellung sicher ein Pilotprojekt sein könnte.

    Das aber Ikea auf Kosten der Steuerzahler das Gebiet Erlenrode zerstört kann ich auf keinen Fall nachvollziehen.

    Ihr Konsumverhalten bleibt Ihnen zur Gänze unbenommen.

  6. Konsument says:

    Grundsätzlich haben Sie Recht, Redaktion, aber es lohnt sich doch nicht, sich darüber Gedanken zu machen, die machen doch sowieso so weiter wie bisher.
    Also mach ich doch mein Ding, denn all diese Gedanken hier ändern doch nichts. Sie schreiben doch hier mehr als einmal, dass die Städte hier alle nur Mist machen und es ändert sich nichts.

    Also, Shit happens, da nehme ich mir lieber den IKEA in Wuppertal und sehe das Elend in den Städten hier nicht weiter an.

  7. Redaktion
    Redaktion says:

    Fatalistische Einstellungen führen aber auch zu nichts. Wenn Sie keine Steuer zahlen ist ihre Einstellung verständlich. Meine Steuern möchte ich aber nicht so sinnlos verprasst sehen.

  8. Änne P. Thaler says:

    Ich hoffe, dass der Gevelsberger Bürgermeister Jacobi in der Diskussion der Kreisstädte eine wegweisend moderierende Rolle übernimmt. Ausgehend von seiner politischen Leistungsbilanz, traue ich ihm zu, die Gefahren des Ikea Home Investments über parteipolitische Denkmuster hinweg aufzuzeigen und wirksam gegenzusteuern. Konterkarierende Investitionen sind so unsinnig, dass es auch vernunftferne Mitmenschen – wenn auch verzögert – einsehen werden.

  9. Konsument says:

    Natürlich haben Sie beide Recht, schließlich habe ich auch einmal so gedacht, und mich sgar eingesetzt.
    Es hat nichts gebracht außer einem persönlichem Tiefschlag.
    Seit diesem Tag interessiert mich nur noch mein Vorteil, denn ich kann weder aktiv noch passiv etwas an Entscheidungen ändern. Das war meine Lehre und danach Lebe ich nun.
    Vielleicht machen Sie beide ja positivere Erfahrungen, dann gratuliere ich Ihnen.

  10. H.T.Bicking says:

    Der urbane Kollaps beschleunigt sich. Diese Ansiedlung bedeutet den Tod für zumindest die 4 benachbarten EN Südkreis-Innenstädte. Was Wuppertal betrifft so opfert man zugunsten vermeintlich bedeutender Gewerbesteuereinnahmen ebenfalls die Lebenskraft der eigenen Innenstadtbereiche. Kurzsichtiger geht es nicht.

  11. Redaktion
    Redaktion says:

    Wenn der EN-Kreis sich solidarisieren würde, könnte man die Ansiedlung verhindern. Ikea fürchtet nämlich nichts mehr als ein negatives Image. Für die Wuppertaler ist dies ein Strohhalm den man vor dem Ertrinken noch schnell ergreift.

    Aber zum Glück hat Ennepetal ja nichts zu befürchten, denn dort sind ja die Innenstadtbereiche von Milspe und Voerde schon leer.

  12. Elberfelder says:

    Wir wuppertaler wollen IKEA. Warum verhindert ihr Ennepetaler die Schaffung von Arbeitsplätzen? Der oben stehende Bericht ließt sich wie ein Propaganda-Nachricht. Wuppertal ist halt kein Dorf sondern eine Großstadt. Wacht auf in EN….

  13. Gevelsberger says:

    @Elberfelder Ihr habt ja auch nicht mehr in Eurer Stadt zu bieten außer Euren Schulden. Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht nimmt man alles was man kriegen kann. Von wegen Arbeitsplätze schaffen, die Ihr an anderer Stelle vernichtet. Rechnen scheint nicht Eure Stärke zu sein. 😉

  14. Theodor Bicking says:

    Wuppertal selbst wird den größten Schaden nehmen in der eigenen Innenstadt. Deren Abwärtstrend wird sich beschleunigen. Für jeden neuen Arbeitsplatz im IKEA Park wird mehr als ein Arbeitsplatz in der Innenstadt vernichtet.

  15. Thomas Grünewald says:

    Vorab einen herzlichen Gruß an alle, die zu diesem Thema wenigstens irgendeine Meinung haben.
    Schön wäre es allerdings, wen alle den Mut hätten, sich zu Ihrem rictigen Namen zu bekennen.
    Allerdings habe ich den Eindruck, daß einige besser eine Buchstabensuppe essen würden, um mehr Wissen im Bauch als im Hirn zu haben.
    Es ist mir absolut unverständlich, wie mancher nicht einsehen kann, daß jegliche Ansiedlung von Großprojekten in Innenstadtnähe den örtlichen Einzelhandel nachhaltig schädigt.
    Beispiele?
    -Ennepetal, das Einkaufszentrum am Ortseingang – Innenstadt tot!
    -Breckerfeld, das Einkaufszentrum am Ortseingang – Innenstadt tot!
    -Diverse Einkaufszentren in Wuppertal Elberfeld – in der Innenstadt nur noch Kettenläden (KiK, H&M etc.)-
    der inhabergeführte Einzelhandel annähernd tot!
    Wenn man sich mitlerweile in die Innenstädte der größeren Städte begiebt, weis man ja nicht mal mehr, wo man sich befindet, da sie sich durch die Anhäufung der Kettenläden alle gleichen.
    Da lobe ich mir doch Städte wie Gevelsberg oder auch Hattingen, die mit kleineren Einheiten, kreativen und engagierten Inhabern sowie einer weitsichtigen Einzelhandelspolitik ein lebendiges und lebenswertes Leben in der Stadt ermöglichen.
    Mögen die kurzsichtigen Preisjäger dem Zug der Konsumlemminge in die Billigtempel auf der grünen Wiese folgen – Ich brauche keine weitere „Konsumwiese“ in meiner Nähe.
    Ich wünsche Herrn Jacobi und allen anderen, die sich gegen den Wuppertaler Ikea-Wahnsinn wehren viel Erfolg. Und wenn es ne Demo oder Unterschriftenaktion als Unterstützung geben soll, meldet Euch (E-mail habt Ihr ja) ich komme!

    Mit herzlichem Gruß

    Thomas Grünewald

  16. Redaktion
    Redaktion says:

    @Thomas Grünewald Ob jemand mit Namen oder auch anonym hier schreibt, sollte jeder selber entscheiden. Ein Posting hat nichts mit Mut oder Feigheit zu tun. Wesentlich sind die Inhalte die hier gepostet werden. Und so wollen wir es auch dabei belassen. Mit der Buchstabensuppe fanden wir recht lustig und haben es deshalb auch durch gelassen.

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