Anderen geht es ebenso

[jpg]Heute kam mir das Weißbuch und die Bevölkerungsumfrage des BMVBS unter die Augen. Es ist interessant wie andere die gleichen Probleme haben, nur dort bemüht man sich zumindest um Lösungen. In Ennepetal bemüht man sich auch, jedoch um neue Probleme zu schaffen. Da der Flächennutzungsplan (FNP) gerade ausgelegt wird, könnten die nachfolgenden Zeilen für einige Ratsmitglieder aber auch für die 14 Millionen Truppe insgesamt inspirierend sein.[/jpg]

   

Auszug und Zusammenfassung aus der Studie und Umfrage:

 

Innenstadt ganz nah – das wünschen die Bürgerinnen und Bürger

                  

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist mit den Lebensbedingungen in
der eigenen Stadt zufrieden. Vor allem die Bevölkerung in der Innenstadt
schätzt die Nähe zu Bildungs-, Kultur- und Konsumangeboten. Gleichzeitig
befürchten viele Befragte, dass die Innenstädte an Attraktivität
verlieren. Das sind zentrale Ergebnisse der jährlichen Bevölkerungsumfrage
des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Das
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat mit
dem „Weißbuch Innenstadt“ einen breiten Kommunikationsprozess über die
künftige Politik von Bund, Ländern und Gemeinden für die Stärkung der
Innenstädte angestoßen. Bundesminister Dr. Peter Ramsauer hat das
überarbeitete Weißbuch am 8. Juni 2011 vorgestellt. Um die Umsetzung des
Weißbuchs zu unterstützen, legt das BBSR nun eine Sonderauswertung seiner
Umfrage mit dem Schwerpunkt „Innenstadt“ vor.
 
Lebendige Innenstädte gehören für viele Befragte zu ihrem Lebensgefühl.
Geschätzt werden vor allem die vielen Begegnungsmöglichkeiten und
Erfahrungen, welche die städtische Öffentlichkeit bietet, sowie das dichte
Netz von kulturellen Einrichtungen, Gastronomie und Einzelhandel.
Besonders positiv bewerten die Befragten auch die wohnungsnahe
Infrastruktur für Dinge des täglichen Bedarfs – etwa Lebensmittelläden,
Bankfilialen oder Apotheken.

Innenstädte auch durch Belastungen geprägt
 
Schlechter sieht es mit der Beurteilung des Straßenbildes aus. So stören
immer wieder Umweltbelastungen durch übermäßigen Verkehr, mancherorts leer
stehende Geschäfte und Wohnungen, eine zu hohe Fluktuation in der
Nachbarschaft, oder es fehlt das Grün. Wohngebiete in der Innenstadt
werden sehr widersprüchlich bewertet: Einerseits gibt es die exklusiven,
aufgewerteten Wohnlagen in historischen Altstädten, andererseits die
belasteten Wohnlagen an Hauptverkehrsstraßen. Die innerstädtischen
Wohnungen werden dennoch fast überall sehr stark nachgefragt, vor allem
von jungen Erwachsenen und häufig auch von Haushalten mit geringerem
Einkommen.
 
Viele Befragte sind durchaus bereit, sich für ihre Stadt und ihr
Wohngebiet einzusetzen – allerdings in unterschiedlichem Umfang. Nur etwa
ein Viertel der Erwachsenen ist für traditionell öffentliche Belange
aktivierbar. Hinzu kommt, dass viele Berufstätige kaum Zeit für
bürgerschaftliches Engagement haben, sondern vielmehr selbst
unterstützende Strukturen für ihre Alltagsbewältigung benötigen.
Innerstädtisches Wohnen ist auch durch einen hohen Wechsel der Bewohner
geprägt.

 

 

 Weißbuch Innenstadt gibt Impulse
 
Die Umfrage belegt, wie wichtig es ist, die Innenstädte als Standorte für Handel, Gewerbe, Wohnen und Kultur zu stärken. Seit 2009 fördert der Bund gemeinsam mit den Ländern über das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ die Anstrengungen der Kommunen, die Zentren als Herz unserer Städte zu stärken. Auch das jüngst vorgelegte „Weißbuch Innenstadt“ enthält zahlreiche Handlungsvorschläge, wie die Innenstädte und Ortsmitten lebendiger werden können. In den nächsten Jahren werden im neuen Forschungsprojekt „Innovationen für Innenstädte“ des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus Modellvorhaben darin unterstützt, bei der Umnutzung großer leer stehender Gebäude oder Flächenbrachen neue Wege zu gehen.

Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR), Bonn

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