Alles nur Show in Ennepetal, von Politik nichts zu sehen?

[EM 20.5.2011] Jetzt geht es schon wieder los. Jahr für Jahr, die selbe Leier. Walter Faupel der größte Führer der Ennepetaler CDU; aller Zeiten versteht sich. Er verkündet wieder einmal lautstark, Ennepetal sollte man nicht schlecht reden oder schlecht schreiben. Der Umkehrschluss ist, wir, das sind Sie und wir auch,  sollen alles schön reden.

Fangen wir doch sofort damit an. In Ennepetal kamen so an die 200 kommunale Vertreter aus dem Regierungsbezirk Arnsberg zusammen.

Der Tagungsort:    Haus Ennepetal.
Der Veranstalter:  Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen e. V.
Thema:                Aktuelles aus der Verbandsarbeit

Das Treffen wurde sehr früh anberaumt und ist so eine Art Rechenschaftsbericht des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen e. V. Das Ennepetal dafür als Tagungsort herangezogen wurde hat nichts zu sagen. Es irritiert aber doch erheblich wenn die Ennepetaler Politiker sich über diese Tagung profilieren müssen. Es war ein B Treffen bei dem es um nichts Außergewöhnliches ging. Solche B und C Treffen werden turnusmäßig veranstaltet. Auch das Thema war mehr oder weniger ohne Relevanz. Sicher, die kommunalen Finanzen sind wichtig, jedoch ist ein Problem nicht in Sicht, welches nicht schon hinreichend bekannt wäre. Man wärmt solche Themen immer mal wieder auf, macht sich gut bei der Bevölkerung. Es werden weiter Steuern gesenkt, Leistungen gekürzt und Schulden gesteigert. Jeder halbwegs intelligente Mensch weiß, dass es so nicht weiter gehen kann, aber es wird weiter gemacht. Ganz leise, sehr leise, schleicht sich die Systemfrage in die Köpfe der politischen Entscheider. Es steht seit langem eine Reform des Systems an. Es ist an zu vielen Schrauben gedreht, ja überdreht worden. Beispiel: 1 Euro Jobber oder Aufstocker. Es sind keine Menschen in den ersten Arbeitsmarkt durch diese Maßnahme angekommen. Die angeblich dort vermittelt worden  sind, sind nicht nachweislich im Zusammenhang mit dieser Maßnahme dort angekommen. Was soll es. Der Statistik tat es gut. Was jedoch Tatsache ist, mit den 1Euro Jobbern und Aufstockern haben sich einige Firmen eine goldene Nase verdient. Und das Spiel geht weiter.

Wilhelm Wiggenhagen durfte als Gastgeber das Treffen mit einem Grußwort eröffnen. Dieses Grußwort stand evtl., so nehme ich mal an, im Zeichen wie gut es der Kommune Ennepetal doch geht und wie sie alles getan hat um noch besser dazustehen, und wie schön Ennepetal doch ist, wenn man durch die Kluterthöhle geht und sich den Kopf stößt. Und wie alt und zerschlissen die Liegen und Schlafsäcke in der Höhle sind. Im Verbund mit der alten Beleuchtung die anscheinend aus dem 2. Weltkrieg stammt, strahlt diese Höhle einen mehr oder weniger behelfsmäßigen Charme aus. Diese Höhle taugt sicher als Schutz vor den Bombenangriffen vermeintlicher Feinde, nicht jedoch für Gäste die einen Heilprozess vor sich haben. Das mal so nebenbei über das Schönreden. Das Schönreden hat nämlich ein Problem. Fällt jemand auf diese Rede herein, so wird er/sie durch die Wirklichkeit einem ziemlichen Frust ausgesetzt. Ach so, für die Hasser von Anglizismen, speziell der Britizismen, möchte ich einmal das Wort Frust ins deutsche übersetzen, es wird mit „Erwartungsenttäuschung“ übersetzt. Was soll es, wenden wir uns wieder dem Treffen zu.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen e.V. Dr. Bernd Jürgen Schneider skizzierte kurz und prägnant die Themen die zur Zeit auf der Agenda stehen. Und da stehen diese Themen auch gut. Denn es ist kein Geld da um sie einer Lösung zu zu führen. Berlin mit schwarz/gelb denkt nicht daran den Kommunen oder den Ländern  etwas entgegen zu kommen.

Im Gegenteil, mehr als Absichtserklärungen sind nicht zu vernehmen. Und Düsseldorf? Hier mit rot/grün werden 300 Millionen für die Kommune in den Hut geworfen, mehr ist nicht drin. Die Minderheitsregierung unter rot/grün hat die schwarz/gelben, die noch immer im Schmollwinkel sitzen, auf der Pelle.

Man macht in Düsseldorf Politik mit dem Landesverfassungsgericht.
Was an der Rede allerdings auffiel, war folgendes: Mit keinem Wort erwähnte Dr. Schneider das politische Fehlverhalten der Kommunen in der Vergangenheit und auch heute noch . 

  
Dr.Bernd Jürgen Schneider Foto: STGW

 

Man kann nicht die Hebesätze kürzen und danach schreien es wäre kein Geld mehr für Bildung, Kultur oder Soziales da. Auch der Bund kann nicht auf breiter Front die Einkommensabhängigen Steuern senken, die Umsatzsteuer erhöhen und sich danach wundern wenn die Sozialausgaben der Kommunen immer höher werden. Die interkommunale Zusammenarbeit ist kein Allheilmittel für seriöse Finanzpolitik der Kommunen. Und mit Ehrenarbeit kann man keine kommunalen Personalkosten kompensieren. Die Glaubwürdigkeit von Politiker und Verwaltung kann man nicht mit Sonntagsreden zurück bekommen.

  Dann ist da noch die Reaktionszeit der Bundesregierung zu bemängeln. Auf der einen Seite werden den Privatbanken über Nacht Milliarden zugeschustert und auf der anderen Seite braucht man nun zig Monate um die Gesetze die zu dieser Finanzkrise führten zu ändern. In der Zwischenzeit werden wieder, auch hier in Deutschland, die Boni an Finanzjongleure verteilt als wenn nichts gewesen wäre. All das sucht man vergeblich in der Rede von Dr. Schneider.

Also was suchte die Ennepetaler politische Instanz auf diesem Treffen, wo nur gejammert wurde aber nicht entschieden werden konnte? Nichts. Wir  als Pressevertreter konnten die Rede vorher einsehen. Warum hin gehen? Nur Smalltalk á la, wir sind so wichtig?  Danach wurden die Visitenkarten ausgetauscht, sich gegenseitig auf die Schulter geklopft und man ging oder fuhr nach Hause. So ist es halt, man kann eh nichts ändern.

Ach ja, wir haben einen Erfolg in unserer Stadt zu vermelden. Stichwort: Tourismus. Nun hat man ein paar Wanderwege in einer Wanderkarte aufgeführt und mit großem Bohei auf Gut Braband herausgebracht. Toll! Nur, die gesamten Wanderwege die der Verkehrsverein erstellt hatte wurden nicht aufgeführt. Mit der Zusammenarbeit hapert es anscheinend. Überhaupt scheint das mehr ein CDU Wanderheft zu sein. Verwunderlich ist auch nicht, dass nur ausgesuchte Gäste auf Gut Braband bei Familie Brinkmann (CDU) der Veröffentlichung beiwohnen durften. Wenn dann auch noch frech unterstellt wird, dass der Besucher von Ennepetal eine touristische Infrastruktur vorfinden würde, so schlägt das dem Fass den Boden aus. Um das mal klar zu stellen: Es gibt hier in Ennepetal keine nennenswerte Gastronomie oder Hotellerie, womit Touristen zum Bleiben angehalten werden. Auch ist der kulturelle Wert von Ennepetal als rudimentär zu bezeichnen.
Kurz, eine Wanderkarte mit ein paar Wanderwegen, macht noch kein ernstzunehmendes touristisches Angebot aus. Da war wohl die gesamte Schönrednerzunft der Stadt Ennepetal auf Gut Braband anwesend, Herr Brinkmann hat evtl. etwas in die Bratwurst rein getan und keine kritische Stimme war mehr zu vernehmen. Nun haben wir mehrere Wanderwege in mehreren Bändchen. Anstatt dies alles in einer großen Broschüre zu vereinen, darauf kommt keiner. Zusammenarbeit kann man das nicht nennen.
Oh wie schön ist doch Ennepetal mit einer frischen Bratwurst vom Grill!

Und unser allseits geliebter Wilhelm Wiggenhagen, mit seiner „omnipräsenten“ CDU/FDP/Grüne Partei? Was wird diesmal als Antrag in den Rat der Stadt flattern, die Vermessung von Regenwürmern im Juli? Die Hundewiese der vorgenannten Parteigruppierung ist offensichtlich vom Tisch.

Wilhelm Wiggenhagen tingelt lieber von Bürgersprechstunde zu Bürgersprechstunde, wobei, er hält mehr Hof, als dass er mit den Bürgern sprechen will. Der Bürger fragt und WW referiert, er hört sich gerne reden.

Wie anders ist es zu verstehen, wenn Themen die die Menschen in Ennepetal noch bewegen, einer größeren Öffentlichkeit zugeführt werden könnten, durch Wiggenhagen kategorisch nicht angefasst werden? Eine Diskussion über die Fuzo oder den Bahnhof wird rundweg abgelehnt. Dabei ist solch eine Diskussion doch ein erster Schritt um mit dem Bürger überhaupt erst einmal zu sprechen.Die Politikverdrossenheit abbauen sollte doch eine vornehme Aufgabe sein.Oder verlorene Glaubwürdigkeit zurück erorbern, wäre das nichts?  Fuzo und Bahnhof sind in Ennepetal Reizthemen, die taugen für solche Gespräche. Nur dazu gehört Mut, sich zu stellen. Wiggenhagen hat jedoch keinen Mut. Er besitzt nicht die Souveränität um mit kritischen Menschen umzugehen.  Nur sich zu verkriechen ist nicht die geeignete Maßnahme um Punkte zu machen. Dann steht Wilhelm Wiggenhagen noch immer im Wort mit dem Flächennutzungsplan an die Öffentlichkeit zu treten. Wo ist ein Leitbild Voerde? Gelten immer noch die alten Leitbilder von Anfang 2000, obwohl inzwischen 3.000 Einwohner abhanden gekommen sind? Die 14 Millionen Truppe scheint in ihrem Leistungswillen doch stark verunsichert zu sein. Verwaltung, Rat und Bürgermeister sind keine Einheit, sie agieren unabhängig. Keine weiß Bescheid, niemand traut sich etwas zu sagen, nur hinter vorgehaltener Hand – unter Vorbehalt. Immer wieder taucht die grundsätzliche Frage auf: Wohin soll die Reise mit Ennepetal gehen?

Die Spielplätze werden im Stadtgebiet zurück gebaut; für eine kinderfreundliche Stadt, die Ennepetal sein will, ein tödliches Signal. Sicherlich werden sich einige Jungbürger, die einen Kinderwunsch haben, Gedanken darüber machen ob Ennepetal die erste Wahl als Stadt ist. Überhaupt hat man so den Eindruck die 14 Millionen Truppe hat ein Eigenleben neben ihrem Boss Wiggenhagen entwickelt. Die Fragen der SPD Fraktion scheinen nur beantwortet zu werden, wenn diese der Verwaltung auch genehm sind. Meinetwegen, wenn die SPD fragen würde: Geht die Sonne auch über Ennepetal auf?  Na ja, Wilhelm Wiggenhagen würde im Hauptausschuss antworten: Wir werden das zeitnah in der nächsten Sitzung beantworten. Ansonsten werde ich ihnen eine schriftliche Stellungnahme zukommen lassen. Nun, so ist er nun mal unser erster Bürger. Der Rat der Stadt hat, wegen fehlender oder auch verschwundener Anträge oder Anfragen, nichts mehr zu tun. Deshalb fielen auch die Sitzungen des Hauptausschuss und des Rates im Mai aus. Im Juni werden wieder Auschusssitzungen stattfinden, damit die Verwaltung erfährt ob noch alle Parteien da sind. Ach ja, und ob die Frikadellen im Manus noch genauso gut schmecken – man weiß ja nie. Danach geht es auch schon wieder in die großen Ferien.

Sagt ihnen nachfolgender Absatz etwas?

„Apple Produkte inspirieren zu Kreativität und interaktivem Lernen mit Funktionen, die man nirgendwo sonst findet. Und sie lassen sich ganz einfach in den Lehrplan integrieren. Wer sie einsetzt, sieht Lehren und Lernen aus ganz neuem Blickwinkel. „

                  
vlnr. Wolfgang Schrey, Cosimo Palomba (CDU) Stadtverwaltung                 Foto: EN-Mosaik
 

Dieser Absatz ist aus der PR Abteilung von Apple für den Education (Bildung/Schule) Bereich. Alle Apple Produkte werden immer mit einem voran gestellten i, also  iPhone,iMac, iPod und iPad, vertrieben. Zur Klärung: Die Apple Produkte, das Marketing  als auch die PR sind hervorragend  und bewundernswert. Aber darum geht es nicht. Es geht auch darum, dass Apple im Bildungsbereich eine umfassende Förderung betreibt um Abhängigkeiten zu erreichen. Die Lehrerschaft bekommt, oder bekam, auf alle Apple Produkte 15% Rabatt. Man musste nur eine 800er Nummer anrufen, die Schulnummer  nennen und das Produkt bestellen und schon war der Deal gelaufen. Warum tut Apple das? Apple macht das nur um seine Produkte am Markt zu platzieren, nicht nur kurzfristig, auch langfristig. Schüler die mit Apple Produkten gearbeitet haben, kaufen diese Produkte auch in der Regel zu 70%. Deshalb hatte Microsoft (Windows oder Office) mit seinen Produkten auch solch einen Erfolg, Apple hat dieses System verfeinert.  Beide Firmen geben Milliarden Euro für solche Aktionen aus. Man sollte da schon etwas misstrauischer sein, zumal sogenannte kompetente Menschen  im Auftrag anderer arbeiten. Und dann las ich diesen Artikel in der WR. Der hat mich doch umgehauen. 7 mal alleine wurde das Apple Produkt  iPad ( Trademark TM ) erwähnt. Ein Bild mit der versammelten Mannschaft von Lehrern Verwaltung und ein PR Artikel der es in sich hat. Danke schön, würde jetzt Apple sagen, und, wollen sie ein MacBook oder ein iPhone 2? So leicht wird in Ennepetal Productplacement gemacht, in stiller Gemeinsamkeit mit Presse und Verwaltung. Wer jetzt eine Suchmaschine mit diesem Produkt aufruft, wird automatisch mit diesem Artikel verknüpft. Der Konsument wird durch diesen Artikel bestärkt dieses Produkt zu kaufen. Entweder waren die auf diesem Bild zu sehenden Joachim Niewel (Kreisverwaltung), Wolfgang Schrey, Horst Schnieder (beide Stadtverwaltung), Schulleiter Peter Hillebrand und Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen zu naiv oder da ist was gelaufen. Was auch immer gelaufen ist? Meinetwegen ein gebrauchtes Produkt, welches 1 Tag alt ist,  zu einem geringen lächerlichen Preis? Nachdenklich kann man da schon werden, zumindest bleibt ein fader Beigeschmack für denjenigen der das Marketing im IT Bereich kennt.

Das iPad ist nichts anderes in der IT Branche als ein Tablet PC (Korrekte Bezeichnung), viele Firmen vertreiben dieses Produkt. Hardwaremäßig, also das was man in der Hand hat und sehen kann, kann man alles für Geld von jedem haben. Die Chinesen verbauen alles in allem, die Stückzahl muss nur stimmen. Auch Apple ist bei den Chinesen heimisch und lässt dort fertigen.
Die Betriebssysteme mit denen diese PC´s vertrieben werden, heißen Android, Windows, Leopard, Ubuntu und jede Menge anderer Systeme. Dazu gibt es sogenannte Apps, Widgets, Themes, Gadgets, extensions, Plugins, Tools und eine große Anzahl anderes schönes Spielzeug.
Was aber braucht ein Schüler später im Arbeitsprozess? Er braucht das Wissen wie IT oder EDV funktioniert. Das Zusammenspiel von Hard- und Software. Er muss nicht die Marke kennen, mit der er mal seine ersten Gehversuche gemacht hat.

Ich war mit Linde Arndt in der Realschule und habe mich mit fünf jungen Heranwachsenden im IT Raum unterhalten. Auf die Frage, was willst du denn mal mit dem Computer machen? Antwortet mir der Schüler, ich will einmal programmieren. Und ich, welche Sprachen beherrscht Du denn? Python nannte er mir. Gute Wahl, sagte ich ihm.

Den Mann braucht die Industrie/Wirtschaft. Nur dem Mann muss auch die Möglichkeit gegeben werden, eine wirkliche Programmiersprache zu erlernen, wie C oder C++ (Ist die erste Wahl). Die Marke Apple hat jedoch mehr Interesse an zahlenden Kunden. Programmierer brauchen ganz anderes Equipment, stärker und preiswerter.

Es ist eben alles nur Show, wie die Realschule als ewige Baustelle der Stadt da steht. Nicht wirklich sollen die SchülerInnen dort in Räumen lernen in denen das Lernen Spaß macht. Und die Politik? Gibt es die denn noch? Und am Wochenende gehe ich nach Rüggeberg zum Bauernmarkt, dort wird Wilhelm Wiggenhagen sein und ich werde mir eine Bratwurst essen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

11 Kommentare
  1. Ein Voerder sagte:

    Ich bin mit meiner Frau und Bekannten den Sparkassenweg wie beschrieben abgegangen. Wie sie schon schrieben, es gab keine Gastronomie auf dem Weg. Diese Broschüre ist eine Mogelpackung. Unsere Bekannten kommen vom Niederrhein, die haben nur den Kopf geschüttelt über solche leeren Versprechungen. Wir sind dann nach Schwelm ins Cafe Müller gefahren, wo wir es uns gut gehen ließen und über diese Broschüre noch lange sprachen. Übrigens, seit wann ist denn die Hinnenberger Heide zu?

    Es ist zum jammern.

    Macht doch das was ihr könnt, aus Ennepetal eine Schlafstadt.

  2. Randnotiz sagte:

    „[…] Faupel, der größte Führer der Ennepetaler CDU […]“ verwendet rhetorische Muster, die man u.a. auch bei Verkaufsveranstaltungen auf Kaffeefahrten beobachten kann, wo es darum geht, Bustouristen nutzlose Produkte aufzuschwatzen. Faupels Appelle, Ennepetal nicht schlecht zu reden, ähneln den Appellen von Kaffeefahrtverkäufern, die Gesundheit mit antimagnetischen Bettunterlagen zu schützen.

  3. Raistlin sagte:

    Was diese Broschüre angeht:
    Schön, daß es überhaupt irgendetwas in diese richtung gibt, allerdings… hat sich von den Machern mal jemand den Zustand der Wanderwege vor Augen geführt? Es ist schon sehr oft moniert wrden, daß diese sich in einem erbarmungswürdigen Zustand befinden. Manche sind nicht mehr als breitere Tierpfade, andere wiederum werden von umgestürzten Bäumen versperrt. Viele sind durch ansässige Forstbetriebe dermaßen “zerfahren” worden, daß ein unfallfreies Begehen eigentlich nicht mehr gewährleistet werden kann. Teilweise bis zu einem halben Meter tiefe Fahrspuren, von schwerem Gerät verursacht, sind die Regel… nicht die Ausnahme. Wer beseitigt diese Flurschäden? Ist überhaupt irgendwer zuständig? Bei Anfragen redet sich jeder nur raus und schiebt es auf den jeweils anderen. Typisch ennepetaler Mentalität!
    Da ich selbst sehr viel in den heimischen Wäldern unterwegs bin, weiß ich sehr gut, wovon ich rede wenn ich sage: Die schönsten Stellen und Plätze sind in Ennepetal nur unter sehr großen Mühen und Umwegen zu erreichen. Diejenigen, die körperlich nicht mehr 100% auf der Höhe sind, werden diese Plätze verwehrt bleiben. Denn es ist ihnen nicht möglich, querfeldein durch die Hänge zu kraxeln. Und so will man Wandertouristen nach Ennepetal locken? Ganz zu schweigen von der kaum vorhandenen Gastronomie/ Hotellerie. Aber so ist das nunmal in dieser Zeit: nichts investieren aber alles verdienen wollen!
    Nur wird es so nicht laufen und die Verantwortlichen wissen das auch. Ganz so blöde sind sie ja auch nicht; sie haben nur noch nicht eingesehen, daß ein Umdenken erforderlich ist, um Ennepetal in eine blühende Zukunft zu führen.

  4. Bernie sagte:

    WW wollte jetzt unbedingt einen Erfolg vorweisen, der Druck war zu groß geworden. Und hier liefen alle rum, und suchten was man als Erfolg hätte verkaufen können. Zuerst sollte es eine Imagebroschüre werden, man war sich jedoch nicht einig was man da rein schreiben sollte und dann hatte man die Wanderwege entdeckt. Fertig war das “Image-Wanderheftchen Ennepetal”. Jedem in der Stadt war doch klar, Gut Brabant, Peddenöde und die Landbäckerei konnte man nicht als Gastronomiebetriebe verkaufen. So hat man mal wieder was gemacht, was in die Tonne gehört. Nur der Druck war eben zu groß. Und dann war allen klar, der Rundschau und der WAP konnte man das als Erfolg verkaufen, Ihnen jedoch nicht. Ist ja auch so gelaufen. Wir wollen keine Kritik haben, ist doch auch klar. Deshalb wird es auch nur die weichgespülte WR und WAP bei uns geben.

    *Raistlin*

    “Was diese Broschüre angeht:
    Schön, daß es überhaupt irgendetwas in diese richtung gibt, allerdings…”

    So sollte es sein, dass man sich schon mit dem Wenigen begnügt, was der Bürgermeister einem vorsetzt.
    Ein gut erzogener Hund ist froh wenn ihm einer ein Fleischstückchen hin schmeißt.
    Leute ihr solltet Bescheidenheit üben oder in eine andere Stadt gehen. Die meisten aus der Stadtverwaltung gehen auch in die anderen Städte wo es besser ist. Wir verdienen hier nur unser Geld.

  5. Michael Junker sagte:

    Am 09.08.2010 schrieb EN-Mosaik (Zitat Anfang): “Nun ist auch er [Wiggenhagen] fast ein ganzes Jahr im Amt und noch immer hat er kein Image aber auch keinen Erfolg vorzuweisen.” (Zitat Ende) Heute, nach weiteren acht Monaten ist die Erfolgsbilanz unverändert negativ. Bürgermeistermacher Faupel bescherte uns mit Wiggenhagen einen Mann, der die Anforderungen seines Amtes nicht erfüllt. In einer Firma hätte man ihn nach der Probezeit nicht übernommen.
    Müssen wir zusätzlich zur 14-Millionen-Truppe auch noch einen Bürgermeister durchfüttern, der außer unverbindlichen Plaudereien nichts zu bieten hat?

  6. Jannik sagte:

    Liebe Leute,

    so langsam müssen wir doch auch alle mal hier fragen, ist es das wirklich wert, dass wir hier ständig über nichts kommentieren ?
    Die Flachdenker bieten doch nichts gescheites an, weder die aus der Verwaltung, noch die aus der Politik. Keiner von denen ist in der Lage, etwas über diese Stadt und ihre Bewohner zu sagen. Aber das ist ja nichts neues, auch unsere Bundespolitiker sind nicht in der Lage, etwas über die in der Bundesrepublik lebenden zu sagen. Warum sollten die Ennepetaler Flachdenker besser sein als die Bundesweiten ? Nur haben die Ennepetaler Flachdenker noch nicht begriffen, dass man von Ihnen mehr erwartet als heiße Luft. Eckhardt und Gefolge haben doch letztlich auch nicht mehr als solche Produziert, nur waren sie besser im vertuschen. Unsere neuen Flachdenker sind selbst dazu nicht mit der notwendigen Intelligenz ausgestattet. Sie zeigen ihr Fehler offen, denn die sind alles was sie hinbekommen !
    Es geht scheinbar frei nach dem Motto, wir treffen jeden Fettnapf aber wir sind auch stolz darauf !

    A propo, liebe Redaktion, ich habe da am Rande mitbekommen, dass Bürgermeister demnächst mit 25 % abgewählt werden können ? 25 % von was ? Von allen zur Wahl zugelassen ? Von allen die gewählt haben ?

    Jedenfalls sollte das doch reichen, diesen Bürgermeister und seine Flachdenker in die Wüste zu schicken, oder ?

    Denn eines ist doch wohl allen klar, schlechter kann es nicht mehr werden, als es jetzt mit dieser Flachdenkerführung ist !

  7. Redaktion
    Redaktion sagte:

    Das Gesetz ist noch in der Beratung. Es zeichnet sich aber folgendes ab:

    25% der wahlberechtigten Bürger können einen BM abwählen. Absolut heißt das ~6.400 Ennepetaler Bürger müssten sich gegen den BM wenden.
    Der BM wurde von 5.789 Ennepetaler gewählt, also von ~22 % der Ennepetaler Bürger. Es müssten sich also mehr Ennepetaler gegen ihn wenden als ihn gewählt hätten. Das müsste aber zu schaffen sein, man müsste nur früh genug an der Wechselstimmung arbeiten.
    Wie gesagt, es wird noch beraten.

  8. Wutbürgerin sagte:

    In Ennepetal kann man leider nur leben, wenn man die Augen verschließt, bloß ja keine Kritik an der 14 Millionen – Truppe übt.

    Eigentlich neige ich eher dazu, mich aktiv in das Gemeindeleben einzubringen. Dies ist aber in Ennepetal einer Todsünde gleich, sobald Kritik geübt wird, d.h. es muss garnicht unbedingt Kritik sein, selbst bei Verbesserungsvorschlägen bekommen die Herrschaften schon Schluckauf und haben ständige Begründungen parat, warum was nicht möglich ist und warum welcher Ausschuss auch immer dagegen ist.
    Die ganze Stadt verkommt immer mehr, überall Müll, ungepflegte Beete, ungepflegte Spazierwege, an jeder Ecke Hundehaufen, in zweiter Reihe parkende Autos mit Warnblinkanlage, Raser, Lärm, Regelverstöße, Saufgelage……… Unglaublich!

    Zuständigkeiten werden hin und her geschoben gepaart mit Kommentaren, die bei psychisch schwachen Menschen zu Depressionen führen können.

    Solange sich die Einstellung der “Regierenden” nicht ändert, ändert sich auch nichts in Ennepetal.

    Ab und zu tanke ich mal wieder Mut in schönen gepflegten Städten in anderen Bundesländern.

  9. Jannik sagte:

    Liebe Leute,

    es wird doch besser. Wie die WR / WP heute sogar im Internet berichten, verlassen zwei teure das 14MillionenProjekt.
    Naja, sicher geht nur eine, der zweite muss noch gewählt werden, aber das passiert hoffentlich, liebe Schneverdinger.
    Jetzt muss nur noch der nächst teurere gehen (Beigeordneter) und dann ein vernünftiger Bürgermeister kommen, mit Konzept und Ideen und nicht nur rumgeplapper.

  10. Lumpazi Vagabundi sagte:

    Nun bin ich doch bei einer meiner Wanderungen an der neu errichteten JVA Ennepetal an der Strasse ” Am Kaiser ” vorbeigekommen. Einen Hinweis in der Imagebroschüre auf dieses imposante und wohl einmalige Bauwerk völlig talentfreier ästhetischer Bildung seitens des Erbauers und der Behörde, die diesen Auswuchs an kreativer Vorschulübung im Sandkasten auch noch genehmigt hat, habe ich schon schmerzlich vermisst.
    Mit solch einer architektonischen Glanzleistung kann man doch nur seitens der Stadt punkten, reiht es sich eben nahtlos in die imposanten Bauten der Ära Eckhardt ein.
    Womit ich eigentlich beim Thema bin:
    WW hat kein gut bestelltes Haus übernommen, sondern eine baufällige Ruine mit nassen Kellern und feuchten Wänden. Zudem hat er eine aufgeblähte Verwaltung zu betreuen, die mehr mit Quantität als mit Qualität punktet. Also alles Hinterlassenschaften von einem gefeierten “Ehren” – Nachtwächter. Wobei mir die Bezeichnung Nachtwächter eigentlich am besten gefällt, da diese Berufsgruppe ja meistens tagsüber gepennt hat und erst abends richtig wach wurde…
    Nun ist der liebe Willi aber von seinem Naturell her mehr eine Person des schlichten Gemüts, dessen Körpersprache schmerzlich ausdrückt: Bitte erlöse mich von der Aufgabe und stell mir bloß keine komplizierten Fragen, denen ich rethorisch nicht gewachsen bin und für dessen Beantwortung ich erst einen Ausschuß gründen muss, der darüber berät wie man dieses Thema besser nicht anpackt.
    Leider hat er sich aber vom Nachtwächter überreden lassen um das Amt des BM zu kandidieren und wurde mit Hilfe der CDU und dessen Frontmann Faupel auch noch zur eigenen Überraschung gewählt.
    Somit haben sich die Ennepetaler einen BM zugelegt, der mit dem Amt schlichtweg überfordert ist.
    Sein Vorgänger konnte immerhin vorhandene Defizite geschickt verbergen und hat sich wieselflink verdrückt als als brenzlig wurde.
    Wir haben ja mittlerweile so viele Baustellen in Ennepetal, so eine Auftragslage hat ja noch nichtmals Hochtief vorzuweisen. Und konstruktive Mitarbeit der örtlichen Parteien verbinde ich immer mit leeren Worthülsen und innerparteilichem Ringelpietz. Da ist ja jeder Kaninchenzuchtverein professioneller aufgestellt als alle Ennepetaler Parteien zusammen.
    Lieber Bürgermeister: Nun pack doch mal endlich mal was an und verschiebe deine geliebten Bürgersprechstunden auf Weihnachten 2017 !
    Du hast die historische Chance, Ennepetal zukunftsfähig zu gestalten. Oder möchtest Du als zweitschlechtester Bürgermeister, den Ennepetal je hatte, in die Geschichtsbücher eingehen?

  11. Lumpazi Vagabundi sagte:

    @ Raistin

    Ich denke, wir haben hier in Ennepetal ein kulinarisches Kleinod, nur scheinen viele Einwohner es überhaupt nicht zu wissen. Das kleine, etwas unscheinbare Restaurant nennt sich Sale-o-Pepe und befindet sich auf der Milsper Str. 103. Wo gibt es noch sonst eine hervorragende Pizza aus einem holzbefeuerten Steinofen und individuelle Kreativküche mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis ?? Einfach mal besuchen!

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