á la JACQUARD – Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht …

[la] Im Bereich "KUNST" und "KULTUR" erwartet nicht nur Ennepetal als Veranstaltungsort ein ganz besonderes Highlight.

Diese hochkarätige Veranstaltung wird unterstützt von RUHR2010 / Ennepe-Ruhr-Kreis / LWL [Landschaftsverband Westfalen-Lippe] / AVU / Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld / Kreis Görlitz und Stadt Ennepetal.


Wen und was verbindet das Projekt?

„à la JACQUARD“ heißt das einzige Gemeinschaftsprojekt, das im Rahmen von RUHR.2010 nicht nur die beiden traditionsreichen Textilindustriegebiete an Neiße und Ruhr verbindet sondern auch internationale Dimensionen hat. Auf Initiative des Kreisheimatbundes Ennepe-Ruhr präsentieren polnische, tschechische und deutsche Kooperationspartner textilhistorische und zeitgenössische Reflexionen zur Erfindung des mit Lochkarten gesteuerten Webstuhls. [Quelle: http://www.alajacquard.com/]


                       
  Hier kommen Sie zum PDF-Flyer mit den Programmpunkten vom  4. 9.2010 bis 3.10.2010
 

So erfahren wir zur Ausstellung Alajacquard:

"Das Weberhandwerk war viele Jahrzehnte, früher als Kohle und Stahl für große Teile der Bevölkerung Haupterwerbsquelle. Joseph-Marie Jacquard – auf ihm beruht auch der Name des Projekts – erfand im 19. Jahrhundert die ersten lochkartengesteuerten programmierbaren Webstühle.

Es wurde möglich, Produktionsprozesse zu automatisieren. Damit war nicht nur der Grundstein zur Industrialisierung gelegt, sondern die Erfindung der Lochkarte ist auch ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Computertechnik.

Wie viele technische Neuerungen verursachte diese neue Technologie einen gravierenden gesellschaftlichen Wandel: zunehmender Wohlstand auf der einen Seite, Elend und unvorstellbare Armut auf der anderen Seite waren die Folge.
Künstler und Literaten nahmen sich im Laufe der Geschichte dieser Thematik an und erhoben Anklage gegen die unwürdigen gesellschaftlichen Zustände der Weber.

Bei "Alajacquard" ist es wieder die Verbindung von Kunst und Handwerk, und nicht nur die bloße Demonstration historischer Elemente, durch die der Künstler und Initiator Prof. Bernhard Matthes, verhindern will, dass das " Leichentuch" für das Wissen um dieses altehrwürdige Handwerk gewebt wird. Künstler äußern in ihrer Sprache ihre Inspirationen, Illusionen oder Visionen zum Thema Textilherstellung durch Installationen und Kunstobjekte.

Auch die Oberlausitz und Schlesien gehören zu den Regionen, die mit langer Tradition stark durch die Weberei geprägt wurden. Viele Parallelen legten es nahe, gerade mit dem Landkreis Görlitz "an zu bandeln"; um ein gemeinsames großes Stück Geschichte nicht verloren gehen zu lassen.

Die künstlerische Inszenierung der Vergangenheit kann das Bewusstsein dafür schärfen, dass es unerlässlich für die Gegenwarts- und Zukunftsprobleme ist, das, was unser Leben so nachhaltig geprägt hat, in Erinnerung zu rufen und für die Nachwelt erfahrbar zu machen

Ulrike Brux"



    
Prof. Bernhard Matthes
Foto: Linde Arndt
  Auf den Seiten www.alajacquard.com heißt es u.a.:

"Im Industriemuseum Ennepetal werden sich die in Görlitz aufgegriffenen Facetten der Textilherstellung mit Schwerpunkt Ruhrgebiet spiegeln. Nach dem Start der Ausstellung im Jahr 2008 im Museum der Kreisstadt des Ennepe-Ruhr-Kreises „Haus Martfeld“ kehrt die Ausstellung am 4. September 2010 in das Ruhrgebiet zurück. Dort wird Professor Bernhard Matthes die in Görlitz noch an vier Standorten angesiedelte differenzierte Ausstellung zu einem komplexen und komprimierten Gesamtbild zusammenführen."

 

 

 


Allein die Eröffnung am 4. September 2010 von 17:00 bis 22.00 Uhr verspricht ein besonderer Kunstgenuss zu werden. Als weiteres PDF-Formular stellen wir Ihnen hiermit die Einladung zur Vernissage zum Download zur Verfügung.

 

Lassen Sie sich dieses Ereignis nicht entgehen.

Wir sehen uns?

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Ennepetal


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