30 neue Staatsbürger im Ennepe-Ruhr-Kreis

(pen) „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“ Mit diesem Satz dokumentierten Menschen aus Europa, Afrika, Asien und Südamerika im Schwelmer Kreishaus ihre Entscheidung, deutsche Staatsbürger zu werden. „Ihre heutige Einbürgerung garantiert ihnen staatsbürgerliche Rechte und Pflichten und den umfassenden Schutz des Staates. Sie bedeutet volle Teilhabe an den Bürgerrechten und ist ein bedeutender Schritt für Ihre Integration in unsere Gesellschaft“, machte Kreisdirektorin Iris Pott bei der Übergabe der Urkunden deutlich.

         

Zu der Feierstunde im Kreistagssitzungssaal waren 30 Teilnehmer aus 12 Ländern erschienen. Im Ennepe-Ruhr-Kreis sind sie in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter zu Hause. Die Veranstaltung bildete für die neuen Staatsbürger den Schlusspunkt unter einen oft langen Gedanken-, aber auch Verwaltungsprozess. „Wer deutscher Staatsbürger werden will, muss eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllen“, machte Pott in Anspielung auf die gesetzlichen Vorgaben deutlich. Dazu zählen ein seit acht Jahren rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland, die Möglichkeit, den Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten sowie ausreichende Deutsch- und Deutschlandkenntnisse. Außerdem dürfen sich die Bewerber keiner Straftat schuldig gemacht haben und müssen grundsätzlich bereit sein, auf ihre alte Staatsangehörigkeit zu verzichten.

„Am Ende geht es dabei um mehr als um einen Ausweis, auf dem ´Bundesrepublik Deutschland´ steht. Sie unterliegen jetzt nicht mehr dem Ausländerrecht, sondern verfügen über die Rechte, aber auch die Pflichten eines deutschen Staatsbürgers. Nutzen Sie die damit in einer lebendigen und stabilen Demokratie verbundenen Möglichkeiten. Gehen Sie wählen, engagieren Sie sich in Initiativen, Vereinen und Parteien, mischen Sie sich ein, stellen Sie uns Ihre Kenntnisse und Kompetenzen zur Verfügung“, appellierte Pott, die sich abschließend beim Blockflötenquartett der Musikschule Ennepetal für den musikalischen Rahmen bedankte.

Die Veranstaltung in Zahlen

Die 30 neuen deutschen Staatsbürger stammen aus 12 verschiedenen Ländern: Brasilien (2), Estland (1) Irak (1), Kamerun (1), Kroatien (1), Marokko (1), Mazedonien (1), Montenegro (1), Niederlande (3) Polen (3), Serbien (1), Türkei (9). Fünf der Eingebürgerten galten vorher als staatenlos.

Die Neubürger wohnen derzeit in folgenden Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises: 1 in Breckerfeld,
8 in Ennepetal, 6 in Gevelsberg, 5 in Hattingen, 1 in Herdecke, 4 in Schwelm, 2 in Sprockhövel, 3 in Wetter. Wittener sind nicht vertreten, dort ist die Kreisverwaltung nicht zuständig, die Stadt verfügt über ein eigenes Ausländeramt. Unter den 30 neuen deutschen Staatsangehörigen befinden sich 17 Frauen und 13 Männer. Insgesamt konnten in diesem Jahr bisher 171 Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis eingebürgert werden.

 

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