Spielplatz im Hülsenbecker Tal Foto:(c) Linde Arndt

Spielplatz im Hülsenbecker Tal Foto:(c) Linde Arndt

 

[jpg] Jeden Tag zwei Telefongespräche über das Hülsenbecker Tal, ist eindeutig zu viel. Und wenn dann noch der Vorwurf gemacht wird, wir hätten falsch recherchiert macht unsere Redaktion das schon betroffen.

Also haben wir nochmals alle Unterlagen durchgesehen, Aussagen mit den uns zugespielten Schriftstücken verglichen. Es bleibt bei diesem Artikel, mehr noch, es muss davon ausgegangen werden, dass dieser Aufstand im Hülsenbecker Tal inszeniert wurde und wird. Die alte Journalistenfrage „Cui bono“ muss hier gestellt werden und zwar mit Nachdruck.

 

Bei dieser Frage sollte man etwas zurück gehen. Gerne gehe ich durch das Hülsenbecker Tal, wir haben die Köhler und den Falkner beobachtet oder die neue Waldweihnacht gesehen. Gerne haben wir aber auch eine Runde im Tal gedreht um den Kopf freizubekommen. Ganz am Anfang fiel mir auf, dass der Schwanenteich Blasen ausstieß. Dies bei meinem Wissen ein Zeichen für Fäulnisgase und damit ein Indiz, dass der Teich nicht gepflegt wird. Ich fragte mehrere Ennepetaler warum sie sich für diesen Teich nicht interessierten? Die Antwort: Man gewöhnt sich daran. Die letzte Säuberung dieser Teiche ist vor fast 50 Jahren vorgenommen worden. Sichtbar war eine recht unattraktive und lieblose Modellierung der Teiche, des Spielplatzes mit Geräten aus den 1960er Jahren. Es fehlt im Gegensatz zur Wiese eine klare und ansehnliche Struktur. Ich habe zum ersten mal 2008 mit einigen Politikern aller Couleur über das Tal gesprochen – kein Interesse, weil auch die Ennepetaler kein Interesse hätten.

2008 und 2009 schrieb ich meine Artikel über Ennepetal, die den erbarmungswürdigen Zustand von Haus Ennepetal aufzeigen sollten, den Eingangsbereich von Ennepetal mit den abbruchreifen Häusern. Ich fragte nach der Attraktivität der Stadt, die durch solche Schandflecken immer wieder in Frage gestellt wurden. Auch hier wollten Politik und Bürger keine Antwort geben. Man war ja beschäftigt mit der toten Fußgängerzone und den fehlenden Einzelhändlern. Und wieder, wir haben uns daran gewöhnt so das Credo aller Befragten von Politik und Bürgern.

Von Haus Ennepetal wurde durch Herrn Kern, dem damaligen Geschäftsführer, ein geschätzter Investitionsbedarf ermittelt. Der damalige Verwaltungsrat lehnte es ab sich mit einer Sanierung des Hauses zu befassen. Viele Politiker, die damals entschieden haben,  befinden sich noch heute im Stadtrat.

Nun, 2014 und 2015 waren Kommunal- und Bürgermeisterwahlen. Der Ausgang der Wahlen war für die SPD in Ennepetal nicht zielführend. Die Allianz mit CDU, FDP, FWE und Grünen haben im Stadtrat die Mehrheit und dem parteilosen Bürgermeister Wiggenhagen folgte eine CDU Bürgermeisterin. Die Bürgermeisterwahl, als auch den Ausgang der Wahl, konnte man nur als tragisch bezeichnen. Diese Wahl hatte aber auch Eingangs einen Fehler, die Briefwahlen, die parallel mit der Landratswahl abgehalten wurden, hatten keine Wahlzettel die eine unterschiedliche Farbe erforderten. Der Wahlleiter, der sich beim Kreis rückversicherte, sah denn keine Probleme und ließ die Wahl mit der Wiederholung der Briefwahl weiter laufen. Allerdings konnten mehrere Briefwähler nicht mehr erreicht werden. Anita Schöneberg (SPD) verlor dann die Bürgermeisterwahl denkbar knapp. In Folge klagte ein*e Ennepetaler*in gegen den Ausgang dieser Wahl vor dem Verwaltungsgericht. Ausgang ungewiss.

Hier stellt sich nun die Cui bono Frage. Eindeutig nutzt der „Aufstand“ um das Hülsenbecker Tal Frau Schöneberg. Denn mit dieser Aktion soll Bürgermeisterin Heymann beschädigt werden.

 

Um diesen Gedanken zu untermauern, ziehen wir auch nochmals die uns bekannten Unterlagen der Untersuchung des Hülsenbecker Tals hinzu. Herr Middelveld von dem Reiterhof in der Hülsenbecke hatte 3 Überschwemmungen, letztmalig 2014, ertragen müssen. Die 2014er Überschwemmung wurde von dem Pächter des Cafés bestätigt, der übrigens auch von den Wassermassen betroffen war. Darüber hinaus hatten die Wassermassen die Straße aufgerissen und in dem denkmalgeschützten Haus des Herrn Middelveld stand das Wasser 70 Zentimeter hoch. Das ist dem bekannten Klimawandel geschuldet. Ennepetal ist eben keine Insel, auch hier findet der Klimawandel statt. Zu diesen drei Vorfällen sagten mir zwei Telefonanrufer, Herr Middelveld solle sich doch nicht so anstellen.

 

Kommen wir zu den Gutachten.

In den 3 mir vorliegenden Gutachten, den Protokollen, Gesprächsnotizen und emails wurden verbindliche Verabredungen zwischen den Gutachtern und der unteren Wasserbehörde gemacht.

 

  1. Der Damm und der obere Teich bedarf einer Sanierung
  2. Die Wasserräder müssen zurück gebaut werden.
  3. Der Damm soll angeschüttet werden.
  4. Der entnommene Schlamm, soll nach einer Analyse, Voraussetzung die Umwelttechnische Unbedenklichkeit liegt vor, zur Modellierung des Teiches verwendet werden.

 

Damm und Wasserräder an der Hülsenbecke Foto: (c) Linde Arndt

Wasserrad an der Hülsenbecke Foto: (c) Linde Arndt

Die Untere Wasserbehörde des Kreises forderte dann ein Hochwasserkonzept und sah bei dem Austritt von Wasser Gefahr. Konsequent forderte die Behörde die Erneuerung des Dammes die dann dem Erfordernis eines Hochwasserkonzeptes entsprechen soll.

Zitat: „ Die Untere Wasserbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises hatte…zur Minimierung der Überschwemmungsgefahr …die Aufstellung eines Hochwasserschutzkonzeptes gefordert. Neben der Bilanzierung sämtlicher Einzugsflächen ist auch eine Beurteilung der Standsicherheit der Stauanlage erforderlich. Die vorhandenen Stauteiche im Hülsenbecker Tal können aus Gründen des Hochwasserschutzes in dem bisherigen baulichen Zustand künftig nicht mehr wie bisher im Hauptschluss betrieben werden.“ Zitat Ende Der Vorschlag: Rückbau und Neubau der Altanlage.

Soweit so gut.

Nur argumentieren die Gegner*innen dieser Maßnahme, Gutachter als auch Untere Wasserbehörde hätten ein fehlerbehaftetes Gutachten und damit eine fehlerhafte Entscheidung getroffen. Der Damm kann wohl erhalten bleiben, denn das Duisburger Gutachterbüro GFP hat nicht nur falsch erfasst, sondern auch falsch berechnet. Und die Untere Wasserbehörde hätte in Absprache mit dem Gutachterbüro keine Gefahrenabwehr anordnen dürfen. Witzig ist bei der Argumentation, es geht nur um den Damm, die Teiche, der Kinderspielplatz oder die Tiere sind dabei ohne Belang.

Nur wenn ich dem Gutachter und der Unteren Wasserbehörde falsche oder fehlerbehaftete Gutachten unterstelle, sollte dies auch mit dementsprechenden Gegengutachten angegriffen werden. Hier sind die Gegner der Maßnahme bis heute den fachlichen und sachlichen Beweis schuldig. Auch einer Plausibilitätsprüfung würden diese Argumente nicht standhalten. Nichts als heiße Luft wird hier produziert.

Ennepetal hat mit seinem Hülsenbecker Tal ein Problem und Herr Middelveld in der Hülsenbecke 34  hat es nicht verdient, dass sein denkmalgeschütztes Haus und evtl. noch die Stallungen von dem evtl. auftretendem Hochwasser überschwemmt wird. Hier könnte die Stadt Ennepetal wegen Rechtspflichtverletzung in die Pflicht genommen werden. Die Untere Wasserbehörde kann gegen die Stadt Ennepetal eine Ordnungsverfügung mit Ersatzvornahme aussprechen.

Was bleibt? Die Bürgermeisterin hat allen Beteiligten angeboten bis zum 7. April 2016 Vorschläge für das Hülsenbecker Tal auszuarbeiten um sie am gleichen Tag für die Ennepetaler zur Diskussion zu stellen.

Jetzt sollte man nach vorne diskutieren um das Hülsenbecker Tal zu gestalten, nicht wie mir vorgeworfen wurde, “wollen sie etwa die ‘Eventmeile’?” Warum werden solche Argumente in die Welt gesetzt, bevor am 7.4.2016 Fakten benannt werden? Die Ennepetaler sollten sich einmal überlegen wie ihr Naherholungstal aussehen sollte. Den vor 300 Jahren vorhandenen Hufschmied wird es nicht mehr geben, warum auch.

Frau Schöneberg(SPD) hat doch im Stadtrat  selber ein touristisches Konzept angefordert. Mit einer Hülsenbecke die einem Teich der Fäulnisgase vorweist? Mit Kindergeräten die teilweise aus den 1950er Jahren stammen und sicher nicht mehr alle verkehrssicher sind. Es reicht halt nicht zu sagen, unser schönes Ennepetal, man muss auch was dafür tun. Sonst macht man sich halt lächerlich und verliert das bisschen Kompetenz was man noch hat.
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Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

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Feierliche Übergabe des Zertifikates "Familiengerechte Kommune"  Foto: (c) Linde Arndt

Feierliche Übergabe des Zertifikates “Familiengerechte Kommune” Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Die Familie ist die Keimzelle einer jeden Gesellschaft. Im Grundgesetz wird die Familie mit Artikel 6 GG unter den besonderen Schutz des Staates gestellt.

Nur was ist Familie? Eine zeitgemäße Definition verweigert die Politik. Mann und Frau und evtl. noch Kinder mit Trauschein, so stellten sich unserer Vorfahren eine Familie vor. Und heute? Mann und Frau leben ohne Trauschein, gründen eine Familie, wo er oder sie jeweils Kinder mit in die Gemeinschaft bringen könnten. Eingetragene Lebensgemeinschaften, auch mit Kindern, sind heute selbstverständlich. Selbst Transsexuellen wurde der Segen des Bundesverfassungsgerichts gegeben. Jahrelang hat Deutschland seine Bevölkerungszahl durch Zuwanderungen anderer Ethnien erhöht, so wurden 2014 rund 8 Millionen Ausländer durch die Statistik registriert. Ausländer haben Inländer geheiratet und kommen recht gut miteinander aus. Selbst Christen und Muslime leben als Familien friedlich unter uns.

Ministerin Christina Kampmann Foto: (c) Linde Arndt

Ministerin Christina Kampmann Foto: (c) Linde Arndt

Nun ist das für alle Staaten ein normaler Zustand; denn die Globalisierung die unsere Staaten einem Transformationsprozess unterwerfen ist ja keine Einbahnstraße.

In einer Zeit in der von jedem Einzelnen Mobilität, Flexibilität und Leistungsbereitschaft eingefordert wird, bleibt die Vereinbarkeit von Ehe und Beruf überwiegend nicht gegeben. Die Politik in Berlin drückt sich Änderungen herbeizuführen; denn ies ist immer noch  die Wirtschaft, welche die Bedingungen durch ihre Anforderungen diktiert.

Und schon befinden wir uns auf einer Schiene die die Ambivalenz der Wirtschaft im Zusammenhang mit der Familienpolitik aufzeigt. Der Standortfaktor „familienfreundliche Stadt“ steht ganz oben auf der Agenda der Standortfaktoren die die Wirtschaft einfordert.

Brüssel, Berlin oder Düsseldorf können die Familienpolitik nicht umsetzen, sie können nur Anreize schaffen.

Das Studienstiftungsorchesters NRW unter der Leitung von Adam Szmidt Foto: (c) Linde Arndt

Das Studienstiftungsorchesters NRW unter der Leitung von Adam Szmidt
Foto: (c) Linde Arndt

Die Kommune kann jedoch die familienfreundliche Stadt priorisieren, wobei die NRW Landesregierung mit der Bertelsmann Stiftung und der berufundfamilie gGmbh  hierbei die Kommunen begleitet und mit einem Audit zum Abschluss die Zertifizierung „Familiengerechte Kommune“ erstellt wird. Mit der folgenden 3 jährigen Phase wird die Kommune alle selbsterstellten Vorgaben in Puncto Familien umsetzen.

So bot der Jahresempfang der Stadt Gevelsberg mit einem feierlichem Rahmen der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Christina Kampmann die Bühne um das Zertifikat dem stellvertretendem Bürgermeister Stefan Biederbick zu überreichen.

Stefan Biederbick Foto: (c) Linde Arndt

Stefan Biederbick Foto: (c) Linde Arndt

In seiner Eröffnungsrede betonte Stefan Biederbick den dreijährigen Prozess mit Workshops, Treffen oder auch Diskussionen die auf einen gemeinsamen und einstimmigen Ratsbeschluss zu einer „Stadt für Familien“ hinführen sollte. Die Stadt wollte den Familien nichts überstülpen, diese sollten selber erarbeiten, was die Politik und die Stadtverwaltung für sie tun kann. Herausgekommen ist eine familienpolitische Agenda der Stadt Gevelsberg die zeigt wie breit die Familien in Gevelsberg vorhanden sind.

Zuvor wusste das Studienstiftungsorchesters NRW unter der Leitung von Adam Szmidt mit Mozart (Ouvertüre zu “Figaros Hochzeit”), Mascagni (Intermezzo aus Cavalleria rusticana), Tschaikowski (Nussknacker-Suite) und Brahms (Ungarischer Tanz Nr. 5) die Besucher festlich einzustimmen.

Ministerin Christina Kampmann trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Gevelsberg ein Foto: (c) Linde Arndt

Ministerin Christina Kampmann trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Gevelsberg ein Foto: (c) Linde Arndt

Frau Ministerin Kampmann betonte in ihrer Festrede auch die Zukunftsvorsorge einer Stadt mit einer gelungen Familienpolitik. Familie soll keine strapazierte Metapher sein, vielmehr sollte sie gelebte Zukunft sein. Gevelsberg mit seiner Kindersprechstunde die Bürgermeister Claus Jacobi noch selber abhält. Das Bürgermeister Claus Jacobi an dem Tag  bei seiner Familie Hilfe und Stütze in einem eigenem Trauerfall war und deshalb nicht anwesend sein konnte, ist eines dieser Zeichen wie wichtig Gevelsbergern die Familie ist. Füreinander da zu sein ist Familie, so macht es der erste Bürger seiner Stadt vor. Ministerin Kampmann sieht denn auch Gevelsberg als einen der Leuchttürme die das Land mit dem  Titel „familienfreundliche Stadt“ auszeichnen will. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist aber auch noch immer ein Thema, so die Ministerin kritisch. Familienfreundliche Stadt zu sein ist aber auch ein Indikator für den Erfolg für eine gelungene Standortsicherung.

Klaus Bärenfänger vom Jugendhilfeausschuss sah die Auszeichnung als Bestätigung der Politik für einen richtigen Weg den es seinerzeit galt im Gevelsberger Stadtrat einzuschlagen. Kritisch warnte er aber vor der Kinderarmut in Deutschland der man gegensteuern muss.

Kinderballett Foto: (c) Linde Arndt

Kinderballett Foto: (c) Linde Arndt

Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Familie. So bekam der zweimalige Auftritt des Kinderballetts einen

DKSB Gevelsberg Vorsitzende Barbara Lützenburger und Annette vom Bruch Foto: (c) Linde Arndt

DKSB Gevelsberg Vorsitzende Barbara Lützenbürger und Annette vom Bruch
Foto: (c) Linde Arndt

langanhaltenden Beifall. Auch der Kindermalwettbewerb, der mit Annette vom Bruch von Maldumal im Foyer abgehalten wurde, floss in den Empfang ein, mündete dann in einer Bildversteigerung die einen, immerhin, Spendenbetrag von 2.000,– Euro brachte, über den sich der Kinderschutzbund Gevelsberg mit Barbara Lützenbürger sehr freute.

Alles in allem eine gelungene Demonstration für die Familie in Gevelsberg.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

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DKSB[Ennepetal] Das Thema “Ehrenamt und seine Grenzen in der Flüchtlingshilfe” betrifft derzeit viele Menschen. Um ein solches Engagement dauerhaft erhalten zu können, sollte jeder seine eigenen Grenzen kennen. Gerade in der Flüchtlingshilfe ist es dringend erforderlich, neben der eigenen Belastungsgrenze auch seine Kompetenzgrenzen auszuloten. So werden Ehrenamtliche hier mit einer Vielzahl von Themen konfrontiert, zu deren Beantwortung oder Bewältigung unter Umständen Fachleute wie Mediziner, Juristen, Sozialarbeiter, Psychologen etc. hinzugezogen werden müssen.

Diese und weitere Aspekte werden am 29. Februar 2016 ab 18 Uhr im Bärti (Voerder Straße 58) von Hansjörg Richard intensiv beleuchtet. Herr Richard ist als Pfarrer, Seelsorger und Heilpraktiker für Psychotherapie tätig. Anmeldungen bitte unter: info@kinderschutzbund-ennepetal.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

— Petra Backhoff Vorstandsmitglied Kinderschutzbund Ennepetal e.V. Voerder Straße 58 58256 Ennepetal www.kinderschutzbund-ennepetal.de

 

(c) Foto: Taubenväter/privat: (v.li.): Klaus Bärenfänger (Kasse), Uwe Kraftscheck (1.Vorsitzender), Dieter Riebel (2. Vorsitzender) und Marco Marcegaglia (Geschäftsführer und Öffentlichkeitsarbeit).

(c) Foto: Taubenväter/privat: (v.li.): Klaus Bärenfänger (Kasse), Uwe Kraftscheck (1.Vorsitzender), Dieter Riebel (2. Vorsitzender) und Marco Marcegaglia (Geschäftsführer und Öffentlichkeitsarbeit).

[Gevelsberg] Die Weichen für eine Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit des gemeinnützigen Vereins “Taubenväter – Menschen helfen Menschen e.V.”, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert, wurden mit der Wiederwahl des bewährten Vorstandsteams um den 1. Vorsitzenden Uwe Kraftscheck gestellt. Neben Kraftscheck sprachen die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag im Vereinslokal “Unter den Linden” auch Dieter Riebel (2. Vorsitzender), Klaus Bärenfänger und Rainer Biewald (Kasse) sowie Marco Marcegaglia (Geschäftsführer/Öffentlichkeitsarbeit) das Vertrauen für weitere zwei Jahre aus.
In den vergangenen drei Jahren war es den Taubenvätern schon gelungen, die Summe der Jahres-Spendenausschüttung stets ansteigen zu lassen und wieder über die Marke von 30.000,–  Euro zu führen.
Im Jubiläumsjahr wollen die engagierten Mitglieder diese Zahl noch einmal deutlich erhöhen, um am Jahresende bei der Verteilung an Organisationen, Vereine, Einrichtungen und engagierte Einzelpersonen noch mehr Spendenempfänger glücklich machen zu können. Dazu hat der Festausschuss des Vereins, dem neben dem Vorstand noch der Ehrenvorsitzende Hans Günter Jellinghaus sowie Thomas Schmoll, Rolf Hirschhäuser, Andreas Linke und Stefan Biederbick angehören, in den vergangenen Monaten das Veranstaltungsprogramm für das Jubiläumsjahr erarbeitet. Unterstützt bei der Arbeit und Planung von Veranstaltungen und Aktivitäten wird das Vorstandsteam künftig zudem von den ebenso wiedergewählten Beisitzern Rolf Hirschhäuser, Sven Hartmann, Ralf Basten, Axel Dannemann sowie dem Neugewählten Mehmet Dere.
Bereits einen ordentlichen Erlös für den Spendentopf brachte das im Januar in der Halle West veranstaltete Fußballturnier um den Gebauer-Cup. Die Veranstaltung war sowohl von der öffentlichen Wahrnehmung und der positiven Rückmeldung der Teilnehmer und Besucher, als auch vom finanziellen Ergebnis für die Spendenkasse der Taubenväter ein voller Erfolg – auch dank der großzügigen Sponsoring-Vereinbarung. Neben dem fest terminierten Sommerfest (5.-7. August) in der Brüderstraße, dem Seniorenfest im November und der Spenden-Ausschüttung im Dezember (jeweils im Dorf am Hagebölling), ist auch wieder die Teilnahme am Martinsmarkt (6.11.) geplant.
Zwei weitere Veranstaltungen stehen dann ganz im Zeichen des runden Vereinsjubiläums: Ein kleiner Empfang in feierlichem Rahmen (noch nicht terminiert) mit Festreden und vielen Gästen sowie ein Termin, den man sich unbedingt schon im Kalender notieren sollte: „30 Jahre Taubenväter – die Party“ am 22.10.2016 in der Aula Alte Geer mit Liveband. Nähere Informationen hierzu werden in Kürze bekannt gegeben.
Auch für die kommenden zwei Jahre haben sich die Taubenväter für die Mitgliederversammlungen auf das bisherige Vereinslokal “Unter den Linden”vom Inhaber-Ehepaar Harald und Karin Apfelbaum verständigt.

 

 

Junges Kreissinfonieorchester EN [Foto wurde von Stadt Gevelsberg übersandt]

Junges Kreissinfonieorchester EN [Foto wurde von Stadt Gevelsberg übersandt]

Zahlenspiele“ Junges Kreissinfonieorchester EN spielt auf mit großer Leidenschaft.

Zum ersten Mal zu Gast im Bürgerhaus Alte Johanneskirche, präsentiert das Kreissinfonieorchester EN, Werke von Haydn, Schubert, Ponchielli, Elgar, Piazzolla, Schostakowitsch und Filmmusiken.

Seit sechs Jahren fördert der Ennepe-Ruhr-Kreis das „Kreissinfonieorchester EN“, hervorgegangen aus den „Jungen Hattinger Sinfonikern“. Jährlich spielen etwa sechzig Musiker, die sich kreisweit über die Zusammenarbeit mit den Musikschulen und den weiterführenden Schulen gefunden haben, drei Konzerte an verschiedenen Orten des Kreises. In diesem Jahr spielt das Orchester zum ersten Mal im Bürgerhaus Alte Johanneskirche in Gevelsberg. Seit vielen Jahren bietet das Orchester jungen talentierten Nachwuchskünstlerinnen und – künstlern eine musikalische Heimat und Bühne. Die Schirmherrschaft über das Orchester, das mittlerweile Musiker aus dem ganzen Kreis Ennepe-Ruhr anzieht, hat Landrat Olaf Schade. So entstand der Name „Kreissinfonieorchester EN“.

Die Konzertprogramme werden immer nach einem Motto zusammengestellt. Standen früher oft bestimmte Länder im Vordergrund, so kamen danach thematische Schwerpunkte. In diesem Jahr lautet das Motto “Zahlenspiele” und umfasst Werke von Haydn, Schubert, Ponchielli, Elgar, Piazzolla, Schostakowitsch und Filmmusiken. Die Zuhörer erwartet ein musikalischer Leckerbissen und eine spannende Matinée mit viel Musikgenuss steht bevor.

Sonntag: 06.03.2016 Bürgerhaus Alte Johanneskirche, Uferstr. 3

Beginn: 11:00 Uhr

Einlass: ab 10:30 Uhr,

Eintritt: 6,00 € / 4,00 € ermäßigt an der Tageskasse

Kartenvorverkauf: Bürgerhaus Alte Johanneskirche

Infos und Platzreservierung unter

Telefon: 02332/662691 oder 02332/6649892

e-m: Regina.Potarczyk@stadtgevelsberg.de

Joschi Wiesbrock und Papa Wiesbrock Foto: Wiesbrock

Joschi Wiesbrock und Papa Wiesbrock Foto: Wiesbrock

[Schwelm] Am 26.2. wird es um 19.30 Uhr im Foyer des Schloss Martfeld ein
einzigartiges Konzert geben. Die komplette Familie Wiesbrock wird Stefan
bei seinen Solohighlights unterstützen und es werden viele Songs zum 1.
Mal gespielt. Seit  12 Jahren gibt es diese Veranstaltung der Stadt Schwelm, die alle 2 Jahre im Haus Martfeld  stattfindet. Das ist schon Tradition! Den Schwelmer Musiker Stefan Wiesbrock braucht man in seiner Heimatstadt keinem mehr vorzustellen.

Ob mit Farfarello (bis 2009), mit Strinx, den Eheleuten, FingerFood, Meet-The-Beatles, Papa & Sohn oder solo – jeder musikbegeisterte Mensch im Kreis hat ihn schon mal auf der Bühne gesehen. Die Solohighlights sind allerdings etwas Besonderes. In der einzigartigen Atmosphäre des Museumssaales im Schloss Martfeld spielt der Gitarrist immer seine momentane Lieblingsmusik. Ob eigene Stücke oder die bekannter Kollegen, ob instrumental, mit Gesang, schon älter oder brandneu – für alle gilt: es sind seine persönlichen Highlights, die mit ausgefuchsten Arrangements und feinfühliger Stilistik und viel Herzblut daherkommen.

Als Gast hat er diesmal seinen 12 jährigen Sohn Joschi eingeladen. Joschi wird im Duo
mit Stefan sein Können auf der Gitarre zeigen und auch singen.  Sie spielen typische Gitarreninstrumentals, Klassiker von Pink Floyd, Sting oder Tom Petty, aber auch topaktuelle  Songs von Ed Sheeren, oder James Bay – virtuos und gleichzeitig  berührend. Songs, die in dieser Besetzung zum 1. Mal  erklingen. Da ist knisternde Premierenatmosphäre angesagt.

Wie vor 2 Jahren ist Sohn Luka am Klavier  wieder mit von der Partie. Seine Frau Anke wird ebenfalls dabei sein. Denn Songs von den Beatles dürfen ebensowenig fehlen wie Ankes
Lieblingskomponist Gregor Meyle.

Das sieht ganz nach einem musikalischen Familienfest aus! Aber fehlt denn da nicht  noch ein Familienmitglied?

Stefan Wiesbrock  –  Gitarren, Gesang
Joschi Wiesbrock   –  Gitarren, Gesang
Anke Wiesbrock    –  Gesang, Flügel, Akkordeon
Luka Wiesbrock     –  Keyboards, Gesang
Anna Wiesbrock    –  Gesang, Cello

14,- € Erwachsene
11,- € Kinder bis 12 Jahre

Vorverkauf: 02336/801273 ( Kulturbüro )
02336/801255 ( Bürgerbüro )
schmittutz@schwelm.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister David Cameron Foto: (c) Linde Arndt

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister David Cameron Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Was will die Europäische Union? Nach dem Gipfel und dem Streit der vergangenen Monate hat es den Anschein, die EU will nur noch ein Wirtschaftsraum mit 500 Millionen Konsumenten und den dementsprechenden Produzenten sein. Seit die rechtspopulistischen Parteien UKIP, FN oder auch AfD mit dem Nationalstaat alter Prägung drohen, schrecken die EU Staatsführer auf und wollen die einmal beschlossenen Werte zurücknehmen. Mehr noch, man konkurriert mit Marine Le Penn, Nigel Farage oder Frauke Petry geradezu um einen fiktiven Preis, wer ist der beste Populist oder Nationalist. Vergessen scheint der Vertrag über die Europäische Union, sind ja nur Worte die man durch andere ersetzen kann. Stacheldraht und Zäune, hunderte Kilometer weit, werden errichtet um ja die Kriegsflüchtlinge außerhalb des eigenen Landes zu lassen. Die UNO-Flüchtlingskonvention oder die EU-Flüchtlingskonvention, von allen unterschrieben, weg damit.

Die Freizügigkeit, das Diskriminierungsverbot steht zur Disposition und wird in die Verhandlungen mit Premier Cameron geschleift.

 

Der Vertrag über die Europäische Union (Lissabonner Vertrag) Artikel 2 :

Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.“

 

Für diese Werte hat die EU den Friedensnobelpreis bekommen! Diese Werte hat die EU Putin und seiner Russischen Föderation um die Ohren gehauen als dieser sich der Ukraine teilweise bemächtigte. Diese Werte sind nicht verhandelbar, so die Brüsseler Kommission. Mit Recht? Nein, wohl kaum, wenn diese Werte beliebig und veränderbar sind.

Premierminister des Vereinigten Königreichs David Cameron Foto: (c) Linde Arndt

Premierminister des Vereinigten Königreichs David Cameron Foto: (c) Linde Arndt

Premierminister des Vereinigten Königreichs David William Donald Cameron hat es der EU vorgemacht, seit Monaten beschäftigt er die EU mit seinem Referendum, wonach er es seinen Einwohnern freistellt ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht. Es war eine Erpressung und ist es noch; denn Cameron will sein Volk dahingehend beeinflussen, für einen Verbleib in der EU zu stimmen, wenn die EU auf seine Forderung eingeht, dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland eine Sonderrolle zuweist, welche über allen Mitgliedern steht. Ein Pokerspiel welches hoch gereizt wurde und, man höre, gewonnen wurde.

Haben die Briten doch schon einen Sonderstatus, indem sie einen Rabatt auf die zu leistenden Zahlungen an die EU bekamen. Sie sind nicht Mitglied der Euro-Zone und auch nicht Mitglied des Schengen-Raumes. Die Briten wollten mehr und bekamen mehr.

 

  • Kindergeld

Aufgrund der Freizügigkeit kamen Arbeitnehmer aus Osteuropa nach Großbritannien. Die Kinder blieben in der Regel zurück, meistens bei den Großeltern, bis die Eltern in Großbritannien Fuß gefasst hatten. Nach einem Urteil des EUGH muss das Gastland die gleichen Sozialleistungen zahlen wie allen Arbeitnehmern.

In Zukunft muss nur soviel Kindergeld bezahlt werden wie das Heimatland Kindergeld zahlt. Bulgarien und Rumänien, die zu den ärmsten Ländern der EU zählen, zahlen kein Kindergeld, so dass die Arbeitnehmer in Zukunft keinen Anspruch auf Kindergeld in Großbritannien haben. Eindeutig wird hier der Ausländer gegenüber dem Inländer diskriminiert.

 

  • Eurozone

Großbritannien ist kein Mitglied der Eurozone, die Briten haben ihr britisches Pfund
behalten. Der Euro ist aber in der Zwischenzeit, trotz vieler Unkenrufe weltweit zu einer der stärksten Währungen aufgestiegen. Mit der EZB und ihrer Politik unter Mario Draghi konnten diverse Angriffe auf die europäische Währung abgewehrt werden. Die in der Vergangenheit durch die EZB gefällten Entscheidungen, beeinflussten den Finanzplatz London teilweise sehr stark.

In Zukunft können solche Entscheidungen der Mitwirkung Großbritannien bedürfen, es besteht
aber keine Möglichkeit für ein Veto. Dies gilt jedoch für alle Nicht Euro Staaten in der EU. Zukünftig können die Beschlüsse der EZB um einiges durch Einwände ausgebremst werden.

Was das heißt, bei einem Finanzplatz London der in microsekunden Milliarden umsetzt,
kann sich jeder ausrechnen.

 

  • Arbeitnehmerfreizügigkeit

Ein Kernstück der EU ist der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Finanzen und Arbeitnehmern. Diese Arbeitnehmerfreizügigkeit ist ein Grundrecht der EU und ist in Artikel 15 der Charta der Grundrechte der europäischen Union geregelt. Dieses Grundrecht stellt den inländischen Arbeitnehmer mit dem ausländischen Arbeitnehmer in allen Belangen auf eine Stufe. Dieses Grundrecht ist mit die Basis für eine Unionsbürgerschaft aller EU Bürger.

Großbritannien hat sich nun das Recht in Brüssel „erstritten“

Die EU-Kommission kann während eines Zeitraumes von sieben Jahren staatliche Lohnzuschüsse an neu ankommende Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten für je bis zu vier Jahren begrenzen oder aussetzen. Dies gilt jedoch nur für Zuschüsse, die aus dem Staatshaushalt gewährt werden. Also passgenau für Großbritannien und wendet sich damit an die osteuropäischen Staaten.

Damit stellt sich Großbritannien außerhalb der europäischen Idee und die Kommission lässt dies zu.

  • Nationale Parlament

Zukünftig sollen Gesetze und Richtlinien der EU durch die nationalen Parlamente zurück gewiesen werden können.

Dies bedeutet zumindest für Großbritannien die Ablehnung an die Europäischen Integration, ein Rückschlag für den Gedanken des Europäischen Hauses.

Die übrigen nicht hier beschriebenen Regelungen haben mehr oder weniger nur Symbolkraft.

Alle diese Regelungen werden wirksam, wenn Cameron den Austritt Großbritanniens aus der EU in dem angesetzten Referendum am 23. Juni 2016 verhindern kann.

Damit hat ein Verhandlungsmarathon mit der EU ein Ende gefunden. Cameron jubelte in der anschließenden Pressekonferenz und lobte den „Deal“ in den höchsten Tönen. Sein Credo: Großbritannien hat die Vorteile aus der EU vergrößert und die Nachteile aus der EU verkleinert. Und, Großbritannien wird sich nie in eine zukünftige EU integrieren.

 Ratspräsident der EU Donald Tusk Foto: (c) Linde Arndt

Ratspräsident der EU Donald Tusk Foto: (c) Linde Arndt

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte in der anschließenden Pressekonferenz: “Ich wollte einen fairen Deal für Großbritannien haben, den haben wir nun erreicht.” Ratspräsident Donald Tusk in der selber Pressekonferenz: “Alle Forderungen von David Cameron wurden erledigt ohne die Regeln der EU zu verletzen.” Und Bundeskanzlerin Angela Merkel? Sie hatte bei einigen neuen Regeln offensichtlich „Bauchschmerzen“. Sie sieht den Sonderstatus abschließend positiv und findet nicht, auf Frage des Wall Street Journals, dass andere EU Staaten einen Sonderstatus aushandeln könnten.

Kaum hatte Premierminister David Cameron den unterschriebenen 37 Seiten Vertrag seinen Briten durchgegeben, wurde die Kampagne für den Austritt Großbritannien in Gang gesetzt. Gegen Cameron positionierten sich seine ehemaligen Freunde Justizminister Michael Gove,der beliebte Londoner Bürgermeister Boris Johnson. Insgesamt sollen es 5 Minister sein, die sich für einen Brexit einsetzen. Nigel Farage von der UKIP (UK Independence Party) nannte den ausgehandelten Vertrag „erbärmlich“.

Im Moment stehen die Chancen für einen Brexit bei 48 %, bei 33% an Unentschlossenen.

Die schottische Nationalpartei mit Nicola Sturgeon macht das anstehende Referendum noch schwieriger. Schottland stimmt für den Verbleib in der EU, weil es sich mehr Vorteile erwartet.

Sollte Großbritannien sich jedoch für den „Brexit“ entscheiden, würde sich Schottland sofort für eine Loslösung von Großbritannien einsetzen um danach in die EU einzutreten. Kurios wird es, wenn man die britische Wirtschaft befragt, die in ihrer großen Mehrheit für den Verbleib in der EU ist. Aus den Kreisen des Londoner Finanzplatzes hört man, wenn der “Brexit” kommt werden einige Banken auf das Festland um siedeln.

Es ist schwer, sehr schwer, für Premierminister David Camero. Kommt der Brexit könnte er als der Spalter des Vereinigten Königreichs Großbritannien in die Geschichte eingehen. Und Europa? Der Schaden würde bei einem Austritt sicher sehr groß sein, was aber noch schlimmer ist, sind die Verhandlungen zwischen Großbritannien die dann notwendig wären. Personal würde über Jahre mit diesen Verhandlungen gebunden sein. Dabei haben die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU seit Oktober 2015 schon personelle Engpässe in Brüssel gezeigt. Denn die Flüchtlingskrise wurde dadurch vernachlässigt und hätte die ganze Aufmerksamkeit Brüssels verdient gehabt.
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Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik und european-mosaic aus Brüssel

 

v.l.: Thomas Biermann und Michael Hedtkamp vom Vorstand der Gevelsberger Sparkasse stellen stolz das Bilanz-Ergebnis 2015 vor  Foto: (c) Linde Arndt

v.l.: Thomas Biermann und Michael Hedtkamp vom Vorstand der Gevelsberger Sparkasse stellen stolz das Bilanz-Ergebnis 2015 vor Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Der Finanzsektor zeigt ein uneinheitliches Bild in Deutschland, während die zwei größten Privatbanken, wie Deutsche Bank AG und Commerzbank AG, immer wieder mit negativen Schlagzeilen das Vertrauen ihrer Kunden verwirken und das zu recht. Die Deutsche Bank AG mit angekündigten 7 Mrd Euro Verlust oder die Comerzbank AG, die  ihre Shareholder mit 114 Millionen neuen Anteilsscheinen „überrascht“ um ihre Kernkapitalquote zu erhöhen,  sehen sich beide in besonderen Beobachtungen durch die Börse. Die Deutsche Bank AG steht sogar im Verdacht zu fallen. Was für ein Verdacht, der über der ehemals soliden Bank schwebt.

Auf der anderen Seite steht der Sparkassen- und Giroverband, der die immer noch (teilweise) anhaltende Finanzkrise gut ohne nennenswerten Schaden überstanden hat. Das lag an der für Banken mehr oder weniger ausgeprägten Vorsicht mit den Geldern ihrer Kunden umzugehen. Wobei die Privat-Banken mit weniger Vorsicht ihre Geschäfte tätigten.

Nun kann man in heutigen marktschreierischen Zeiten sagen, es bringt keine Story, wenn man aus/von einer Sparkasse berichtet, die solide und seriös ihre  zugedachte Aufgabe wahrnimmt. Zumal denn dieses Finanzinstitut auf der kommunalen Ebene agiert und nicht das große Rad drehen will. Werte wie Nachhaltigkeit, Transparenz, Ehrlichkeit und verantwortungsvolles Handeln und dem Kunden und den Menschen in der Region verpflichtet zu sein, ist eine Größe die irgendwie  schon ein großes Rad darstellt.

Es ist die Stadtsparkasse Gevelsberg, die ihre ausgesuchten Zahlen ´15 in einem Pressegespräch vortrug. So haben sich die Kundeneinlagen um 4,5 Punkte auf über 700 Millionen Euro erhöht. Ein besonderer Vertrauensbeweis sind die leicht gestiegenen Spareinlagen, also keine „Flucht“ in andere Anlageformen. Wobei man sagen muss; der Deutsche ist von Hause aus ein Sparer und meidet in der Regel das Risiko. Auf der anderen Seite stiegen die Kredite um 3,9% auf über 640 Millionen Euro, womit die Versorgung mit Kapital in Gevelsberg und im Südkreis eine sichere Adresse hat. Denn Unternehmen und Selbstständige sahen sich besonders gut bei der Stadtsparkasse Gevelsberg aufgehoben, was man am Plus von 5,8 Punkten des Kreditbestandes registrieren kann. Als uneinheitlich kann man die Darlehenszusagen betrachten, während Unternehmer und Selbstständige ihre Darlehen investiv einsetzten, konnte man im privaten Bereich einen sehr starken Einsatz im Immobilienbereich (+97,6%) verbuchen. Die Einlagen und Kredite zueinander kann man als solide mit ausreichender Reserve betrachten. Auch der Zuwachs an Girokonten auf über 20.000 Konten ist offensichtlich einem Vertrauensbeweis geschuldet. Im Verbundgeschäft mit der LBS spiegelt sich die erhöhte Nachfrage nach der eigenen Immobilie wieder (+11,3%). Nur die Provinzial schwächelt etwas, wahrscheinlich weil Lebens- und Rentenversicherungen sich in einer Umdenkphase befinden. Dies macht es extrem schwierig, die richtigen Produkte anzubieten. Dahingegen steigt das Wertpapiergeschäft wieder an. 300 Beratungen in 2014 zu über 400 Beratungen in 2015 sprechen da eine eindeutige Sprache. Reden wir mal über das gesellschaftliche Engagement der Stadtsparkasse Gevelsberg. 305 Tausend Euro, die an 120 Empfänger und Einrichtungen geflossen sind,zeigen eine starke integrative Verankerung in der Gevelsberger Gesellschaft. Wobei die Stadt Gevelsberg mit 3,463 Millionen Euro an Steuern bedacht wurde um ihre Kommunalen Aufgaben zu bewältigen.

Geleistet wurde dies alles von 142 Mitarbeitern, einschließlich der 9 Auszubildenden, dies als wichtigstes Kapital der Stadtsparkasse Gevelsberg.

Á propos Auszubildende. Hier würde es die Stadtsparkasse Gevelsberg gerne sehen, wenn sich ein paar Gevelsberger mehr bewerben würden. Wobei man immer wieder betonen muss, dass die Sparkassen mit ihren über 400 Instituten der größte gewerbliche Ausbilder Deutschlands ist. Die Ausbildung bei der Sparkasse bietet sehr vielseitige Perspektiven. Ausbildungen vom Bankkaufmann bis zum Betriebswirt, ganz wie der einzelnen sich einsetzen mag. Und darüberhinaus sind die erreichten Abschlüsse extrem krisensicher und das in unseren krisengeschüttelten Zeiten heute.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Baumaßnahme Mittelstraße (Altenvoerde) – VER leitet Busse um

Aufgrund von Straßenbauarbeiten, wird die Mittelstraße

ab Freitag, 19.02.2016, für ca. 2 Wochen für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Alle Fahrten der Linie 511 werden über die Neustraße umgeleitet.

Die Ersatzhaltestelle Klutert wird auf der Neustraße in Höhe Hellweg – Baumarkt eingerichtet.

Die Haltestelle Altenvoerde Mitte wird während der Baumaßnahme aufgehoben.