Ennepetals Bürgermeisterkandidaten sind komplett

Imke Heymann [CDU]  Foto: Linde Arndt

Imke Heymann [CDU] Foto: Linde Arndt


[jpg] Wir haben eine zweite Bürgermeisterkandidatin – Imke Heymann (CDU).  Aus informiertem Kreisen haben wir erfahren, dass die CDU mit der FDP, FWE und Bündnis90/Die Grünen eine gemeinsame Kandidatin auf den Bürgermeisterschild gehoben haben. In Form einer Kooperation wollen die vorgenannten Parteien einen gemeinsamen Bürgermeisterwahlkampf bestreiten.

Nun ist das im politischen Geschäft normal, wirft es bei solch einer Zusammensetzung doch verschiedene Fragen auf. Ist dieses Bündnis gegen die Kandidatin der SPD oder, so scheint es, ist dieses Bündnis gegen die SPD als Partei zu sehen?

Wie dem auch sei, die Kooperation will nicht nur eine Gegenkandidatin zu Anita Schöneberg (SPD) aufstellen. Es sollen auch schon gemeinsame Zielvorstellungen definiert worden sein, die gegen die SPD Mehrheit umgesetzt werden sollen.
Und, dem Vernehmen nach soll dieses Bündnis bis 2020, also über die gesamte Wahlperiode, Bestand haben.
Wie sich AFD und die Piraten in der Abstimmung verhalten werden war bis zu letzt nicht zu erfahren. In der Regel wird sich die AFD auf die Seite des bürgerlichen Blocks, also der Kooperation, schlagen.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Teilnehmer am runden Tisch in Gevelsberg  foto: Linde Arndt

Teilnehmer am runden Tisch in Gevelsberg foto: Linde Arndt

 

[jpg] Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden, so ein Spruch aus dem Internet.

Die Stadt Gevelsberg lud zu „Miteinander im Gespräch – Menschen mit Behinderung und Vertreter der Stadtverwaltung“ in ihren Ratssaal ein. Als „normaler“, also ohne Behinderung versehener Mensch machte dieses Gespräch doch betroffen. Als Redakteur war ich zum ersten mal Teilnehmer eines solchen Gesprächskreises. Klar, habe ich mich vorher vorbereitet, nur auf dieses Gespräch bezogen konnte ich das Vorbereitete vergessen.

Schumacher - Pfleging  foto: Linde Arndt

Gabriele Schumacher und Michael Pfleging foto: Linde Arndt

Es war ein „Round Table“ Gespräch welches vom Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend und Soziales Michael Pfleging und Gabriele Schumacher als Behindertenbeauftragte moderiert wurde. Nun, Gevelsberg zeigt sich im sozialen Bereich der Menschen mit Behinderung, auch hier vorbildlich. Man spricht miteinander um Probleme einer Lösung zu zu führen, soweit sie von der Stadtverwaltung gelöst werden können. Wobei im Dialog auch gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

Allerdings fielen mir so manche Schuppen von den Augen. Mein persönliches Bewusstsein für Behinderte befand sich vor diesem Gespräch in einem rudimentären Status. Für mich war ein Behinderter ein Mensch, für den irgendjemand sorgt, sei es die Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaft oder der Sozialbereich einer Stadt. Bestenfalls erwartete ich von einem Behinderten wegen einer Hilfeleistung angesprochen zu werden. In dem Fall würde ich dem vorgebrachten Ansinnen gerne folgen. War es das? Nein, ich wurde eines besseren belehrt.

 

Einige Beispiele gefällig?

Wer hat nicht den neuen ZOB (Zentralen Omnibusbahnhof) gesehen. Auf dem Boden sind Riffelungen eingelassen. Sie sollen Blinde führen, die mit ihrem Blindenstock den richtigen Weg finden sollen. Problem gelöst? Keinesfalls. Denn der Rollstuhlfahrer hat mit den Riffeln seine liebe Not, indem er sich immer wieder aus den Rillen befreien muss. Und der Blinde? Auch dessen Probleme sind noch nicht alle gelöst. Denn wie kommt er nun an den richtigen Bahnsteig?

In einem anderen Beispiel schilderten Behinderte das Problem, dass ein LKW die Sicht auf die B7 versperrte, in dem er im Eingangsbereich zwar vorschriftsmäßig parkte, nur man konnte die Straße nicht mehr richtig einsehen, wenn man den Platz vom Gesundheitscentrum verlassen wollte. Diese Situation in den  Raum gestellt, wusste ein anderer Behinderter eine Problemlösung, indem dieser Parkplatz nur für Motorräder reserviert werden sollte. Problem gelöst? Auch hier ist sicher eine Abwägung notwendig, denn Parkraum ist ein knappes Gut.

Die Mittelstraße in Gevelsberg, die Flaniermeile der Stadt, kann für einen Behinderten zu einem schweißtreibenden Hindernisparcour werden, wenn er die auf dem Bürgersteig ausgestellten Werbestopper oder Warenkörbe umfahren oder -gehen muss.

Oder nehmen wir die Parkzeit, für einen Behinderten kann das zum Problem werden. 1 Stunde mit einem Rollstuhl oder mit Krücken einkaufen ist sicher nicht als angemessene Parkzeit für einen Behinderten einzuordnen.

 

Es sind nur 4 Beispiele, die, mit einem Bewusstsein eines nicht behinderten Menschen, niemals aufgefallen wären. Gevelsberg ist weiter im sozialen Bereich. Aber es besteht noch Gesprächsbedarf.

Susanne Auferkorte [KISS]  Foto: Linde Arndt

Susanne Auferkorte [KISS] Foto: Linde Arndt

Frau Auferkorte (KISS) berichtete denn auch über neue Selbsthilfegruppen die gebildet werden sollen. Die Räume in der Hagenerstraße platzen aus allen Nähten und KISS braucht dringend neue Räume. Frau Auferkorte bittet denn auch um Anruf (02332 – 664028), falls Räumlichkeiten fei sind.

Denn zwei neue Selbsthilfegruppen, „Depressionen“ und „Lungenkrebs“ könnten und sollten gegründet werden.

Und als Vorschlag sollte zu dem nächsten Gespräch jemand von der VER eingeladen werden um die im Zusammenhang mit der ÖPNV und den Behinderten entstehenden Probleme zu sprechen.

Foto: Linde Arndt

Wolfgang Büge Foto: Linde Arndt

Und, ab sofort hat der EN-Kreis einen Lotsen für Menschen mit Behinderung. Wolfgang Büge, der blind ist, hat in Münster eine Schulung zum Lotsen gemacht. Er kümmert sich ab sofort mit Rat und Tat um Menschen mit Behinderung und zwar kostenlos. Er wird Wege aufzeigen wie jeder Behinderte zu den Stellen gelangt um seinen richtigen AnsprechpartnerIn zu bekommen. Zu erreichen ist Wolfgang Büge unter Telefon: 02332-61963.

Es sind viele Probleme der Behinderten, die das Miteinander mit der Gesamtgesellschaft behindern. Tatsächlich ist es jedoch dem gegenseitigen mangelndem Bewusstsein geschuldet. So könnten diese Miteinander Gespräche ein neues Bewusstsein erzeugen. Es fehlt etwas, das miteinander Aufpassen und Hinsehen. Nachdenklich bin ich danach nach Hause gefahren. Passt auf euch auf.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Schwelmer Bahnhof mit ZOB  Foto: Linde Arndt

Schwelmer Bahnhof mit ZOB Foto: Linde Arndt

[jpg] Es hat sich ja angekündigt. Als der neue ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) am Schwelmer Hauptbahnhof eingeweiht wurde, war
die Stadt Schwelm mit Bürgermeister Jochen Stobbe, die BEG (Bahnflächen Entwicklungs Gesell-schaft NRW mbH) mit Projektleiter Carsten Kirchhoff und mit drei potenziellen Investoren in Verhandlung.

Viele Dinge wurden geklärt, wollte man doch diesmal den Bahnhof wirtschaftlich und finanziell darstellbar übereignen.

Dazu gehört die Bereitstellung von Fördermitteln in Höhe von 200.00,– Euro, mit denen der Bahnhof aufgewertet werden soll.

So werden die Böden, Wände und die Zuwege zu den Gleisen saniert. Der Bahnhallenbereich wird offensichtlich einer kompletten Sanierung zugeführt.

Durch diese Maßnahmen erfährt der Bahnhof eine Aufwertung, die den schon geleisteten ZOB Maßnahmen entspricht.

v.l.:Kirchhoff und Bürgermeister Jochen Stobbe   Foto: Linde Arndt

v.l.: Dipl. Ing. Carsten Kirchhoff (Projektleiter Stadt- u. Regionalplanung) und Bürgermeister Jochen Stobbe Foto: Linde Arndt

Überhaupt wurden die Investoren erst durch ZOB Investition inspiriert, den Bahnhof Schwelm zu fokussieren.
Es ist ein Erfolg der Stadtverwaltung  und ihres Bürgermeisters Jochen Stobbe, die mit Weitblick diese Investition angestoßen haben.

Die BEG hat nun einer Investorengemeinschaft den Zuschlag gegeben, die aus einem Arzt aus Wuppertal, einem Wirtschaftsexperten aus Köln und zwei Projektentwicklern aus Frankfurt/Main besteht. Die Investorengesellschaft hat für das Projekt eine Kommanditgesellschaft unter dem Namen „Aedificia Bahnhofempfangsgebäude Schwelm KG“ mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet. Zwei Gesellschafter der Kommanditgesellschaft haften persönlich.



Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm











[Ennepetal] Sparen tut „GUT“,

sei es als vorsorgende Hilfe in allen Lebensbereichen, bzw. als Möglichkeit seine persönliche Zukunft planerisch zu gestalten und jetzt am 30.10.2014 zusätzlich eine kleine Anerkennung in Form eines Geschenkes zu erhalten.

Ein interessantes 3D-Tierbuch, eine LED-Camper-Leuchte oder ein kuscheliges Plüschschaf Pauline erwarten die kleinen Sparer
der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld.

In der Hauptgeschäftsstelle Milspe wurde eigens der Veranstaltungsraum, Eingang Südstraße, zur Weltspartags-Erlebniswelt mit Mal- und Kinderspielecke und Beratungszone für dieses Ereignis, umgebaut.

Die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld freut sich auf Ihren Besuch.

Bürgermeisterkandidatinnenwahl der SPD  Foto: Linde Arndt

Bürgermeisterkandidatinnenwahl der SPD Foto: Linde Arndt

[jpg] Das der derzeitige Bürgermeister Wiggenhagen nicht mehr antritt, ist bekannt. Dadurch werden die Karten neu gemischt. Die Ennepetaler SPD machte sich auf und organisierte eine Kandidatenkür im Haus Ennepetal. Zwei Damen haben sich um die Kandidatur beworben, dadurch wurde eine Kampfabstimmung notwendig. An und für sich ist solch eine Abstimmung eine Alltäglichkeit, nur wie würden sich die Kandidatinnen der SPD präsentieren? 91 Besucher hatten sich eingefunden, wovon 88 Besucher als SPD Mitglieder erkannt wurden.
[nggallery id=586]
Der Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ennepetal, Christian Zink, eröffnete die Sitzung im Beisein des Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer (MdL), der danach auch zum Wahlleiter gewählt wurde. Kramer übergab auch direkt an Dr. Petra Kappe, eine Journalistin und Medienwissenschaftlerin laut eigenen Angaben, eine der Kandidatinnen. Der folgende rund 30 minütigen Vortrag stand unter dem Credo, „Für eine gute Zukunft unserer Stadt“. Wie und was man konkret für diese Zukunft aufwenden sollte, lies sie allerdings im Dunklen. Nur eines, wusste sie. Sie, Dr. Petra Kappe wäre nach Aufzählung aller Attribute die für sie sprachen, die Richtige. Was man von einer Wissenschaftlerin erwarten durfte, waren die Analysen und die politischen Aussichten die an einem konkreten Beispiel aufgezeigt werden sollten.

v.l. Anita Schöneberg, Christian Zink und Dr. Petra Kappe  Foto: Linde Arndt

v.l. Anita Schöneberg, Christian Zink und Dr. Petra Kappe Foto: Linde Arndt

Ganz anders Anita Schöneberg, die sich immerhin zum dritten mal einer Bürgermeisterwahl stellt. Sie zeigte mit ihrer Präsentationssoftware das gemeinsam mit der SPD und in Ennepetal Erlebte in einem Bildervortrag. Anita Schöneberg trat mit dem Slogan „Auf die ist Verlass“ an. Gesellschaftliche Vernetzung und Vererdung war ihr Vorteil, wobei einer ihrer Erfolge, den Wahlbezirk „Homberge“ 5 mal geholt zu haben, von ihr als Plus dargestellt wurde. Für Anita Schöneberg ist die SPD und Ennepetal eine große Familie in der sie sich eingebunden und bestätigt fühlt. Zwei abstrakte politische Punkte wusste sie doch heraus zu stellen, die Stadtteilentwicklung und die Tourismusförderung. Auch hier keine politische Analyse einer Stadt die nachweislich nicht auf die Füße kommt.

In dem folgenden Fragenkomplex sprach sich Dr. Johannes Ohlemüller klar gegen Anita Schönberg aus um so dann eine Empfehlung für Dr. Petra Kappe auszusprechen. Inhaltslos nannte er den Vortrag von Anita Schöneberg. Wo er aber politische Inhalte bei Dr. Petra Kappe gesehen hat, behielt er für sich. Seine mehr als triviale Frage, was die Kandidatinnen am ersten Tag nach ihrer Wahl im Bürgermeisteramt machen würden? Anders Hans Hermann Pöpsel, der pragmatisch auf die Chancen hinwies die die Kandidatin bei einer Wahl haben sollte. Jörgen Steinbrink wollte wissen wo denn die einzelnen Kandidatinnen bei dem derzeitigen Haushaltssicherungskonzept sparen wollen. Dr. Petra Kappe verließ ihren sicheren Weg des Ungefähren in der Beantwortung nicht. Anita Schöneberg punktete bei diesen Fragen mit ihrer sicherlich etwas größeren Sachkunde, wobei sie nicht den Weg des schon allseits Bekannten verließ.

Die nachfolgende Wahl ergab denn für:

Dr. Petra Kappe 34 Stimmen
Anita Schöneberg 54 Stimmen

Damit ist  Anita Schöneberg zum dritten mal die Bürgermeisterkandidatin des SPD Ortsvereins.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Panel 12. Debatte TTIP  Foto: Linde Arndt

Panel 12. Debatte TTIP Foto: Linde Arndt

[jpg] In Brüssel muss man differenzieren. Und zwar immer. Es geht um die demokratisch legitimierten Kräfte oder Institutionen. Demokratisch in Brüssel legitimiert heißt, es fand europaweit eine demokratische legitimierte Wahl statt. Wichtig ist das dann, wenn man wissen will, für wen Die- oder Derjenige spricht und auch handelt. Für seinen Staat, für Europa, für seine Wirtschaft oder gar für eine übergeordnete Macht.

So ist der Rat der europäischen Union (Rat), also die 28 Regierungschefs, die oberste Instanz in der EU,  nichts geht gegen ihn. Die Regierungschefs der zur Zeit 28 Länder treffen sich regelmäßig und entscheiden über Gesetze, Richtlinien, Verordnungen, die von dem Parlament und der Kommission erarbeitet wurden. Fast die Hälfte aller Arbeiten wandern durch den Rat in den Papierkorb.  Nur ein Land braucht gegen eine Vorlage zu stimmen um die Vorlage zu Fall zu bringen. Das wesentliche am Rat, die Teilnehmer, wenn es sich um einen Regierungschef handelt, werden von ihren nationalen Parlamenten gewählt, nicht von ihrem Volk und schon gar nicht vom europäischen Volk. Der Rat ist also weit davon entfernt demokratisch legitimiert zu sein.

Kommen wir zu der zweiten Institution, der Europäischen Kommission (Kommission). Die Kommission besteht aus ihrem Präsidenten und zur Zeit aus 27 Kommissaren. Das sind 28 Personen, die vom Rat vorgeschlagen werden und vom Parlament „abgesegnet“ werden. Die Kommission wird zwar vom europäischen Parlament gewählt, das Parlament hat jedoch nur indirekt Einfluss auf die qualifizierte Zusammensetzung der Kommission. Auch hier, die Kommission ist weit weg von einer demokratischen Legitimation. Rat und Kommission stellen den immer wieder reklamierten größten Bürokratieaufwand dar. Dieser Bürokratieaufwand ist jedoch alleine von den Regierungschefs des Rates zu vertreten. eu-grafik


Entfernung von der demokratischen Legitimation.

  Und zum letzten gibt es noch eine Besonderheit, „Der Ausschuss der Regionen“ (ADR) oder ​”The Committee of the Regions“ (CoR). Mitglieder sind die Bürgermeister, Landräte oder Mitglieder einer Gebietskörperschaft (Stadtrat oder Regionalverbände). Dieser ADR hat ein Mitwirkungsrecht und wird bei Vorlagen zu Rate gezogen. Er empfiehlt, schlägt vor oder nimmt Stellung, gegenüber den Ausschüssen oder der Kommission zu den Vorhaben der EU. Seine Legitimation ist die Wahl seiner Mitglieder in ihren Gebietskörperschaften. Sie sollen aus der lokalen Sicht die vorgelegten Arbeiten betrachten. Da die 353 Mitglieder in ihren Regionen direkt oder auch indirekt gewählt wurden, haben sie eine hohe demokratische Legitimation. Die Kommission führt zur Zeit Verhandlungen mit den USA über TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership), TISA (Trade in Services Agreement) und das ISDS (Investor-State Dispute Settlement). TTIP ist der freie Handelsbereich, TISA ist der freie Dienstleistungsbereich und ISDS ist der Bereich des Investorenschutzes. Das mit Kanada verhandelte CETA Abkommen (Comprehensive Economic and Trade Agreement)  steht vor der Ratifizierung bis Ende 2014.

Plenar-Sitzung  Foto: Linde Arndt

Plenar-Sitzung Foto: © Linde Arndt

Nun hatte die Kommission zwar das Parlament und die Ausschüsse über TTIP und ISDS informiert, nicht jedoch den ADR/COR. Die Mitwirkung des Ausschusses wurde schlicht vergessen. Das der Ausschuss sich dies nicht gefallen ließ war vorprogrammiert. Denn die vorgenannten Abkommen gelten als „Geheimabkommen“. Selbst in den USA dürfen die beiden Häuser, Kongress und Senat, den Stand dieser Abkommen nur einsehen und dürfen sich keine Aufzeichnungen machen. Für eine Demokratie wie die USA, die als Führungsnation dastehen will, unhaltbar. Und in Brüssel? Auch hier sind die Verhandlungsprotokolle nicht einsehbar. Was bis heute über die Verhandlungsdelegationen herauskam, war für die europäischen Abgeordneten erschreckend. Denn es kann doch nicht sein, so der Tenor, dass Europa seine  Standarts einem nicht beweisbaren Wachstums- und Arbeitsplatzversprechen opfert. Denn das NAFTA (North American Free Trade Agreement) hat in seiner Umsetzung nur eines gezeigt, die Kleinen verlieren und die Großen gewinnen.  Für Mexiko kam zum Beispiel nur ein Sterben kleiner landwirtschaftlicher Betriebe heraus, tausende Arbeitsplätze waren davon betroffen. Es kam heraus, dass die diversen Studien zu diesem Abkommen geschönt wurden. Tatsächlich kam nur ein Wachstum von 0,05 pro Jahr heraus, als sich jemand mal die Mühe machte die Studien zu überprüfen. Unterm Strich kommen in den neuerlichen Berechnungen ein paar tausend Arbeitsplätze heraus. Warum also, wurde der ADR übergangen? Warum sind die Verhandlungen geheim? Der ADR/COR bat aus diesem Grund EU-Handels-Kommissar Karel de Gucht und den amerikanischen Botschafter bei der EU Anthony L. Gardner zur Sitzung, um die drängenden Fragen zu klären. Der neue ADR/COR Präsident Michel Lebrun betonte zu Beginn der Sitzung im Charlemagne-Gebäude, ein Gebäude der Kommission, die Bedeutsamkeit dieses Abkommens für Wachstum und Arbeitsplätze. Kommissar Karel de Gucht zeichnete ein allgemein positives Bild von diesem Abkommen – Handelshemmnisse, wie die Teilnahme an den Ausschreibungen, Abbau von Regulierungen oder aber auch die noch bestehenden Zölle bei Textilien. Hindernisse zwar abbauen aber den bestehenden Schutz der Bürger in der EU nicht beseitigen. In den Sektoren Pharma oder Automobil könnten die Standards angeglichen werden. In Punkto Investitionsschutz, also ISDS (Investor-State Dispute Settlement befindet man sich mit den USA noch in einer Streitpause. Die Pause will man jedoch in den nächsten Monaten beenden und mit weiteren Diskussionen beginnen. Warum dieses Abkommen nicht mit der WTO in der stockenden DOHA Runde umgesetzt wird, kein Wort darüber. Überhaupt waren nur allgemeine Argumente zu vernehmen, die nichts klärten. [nggallery id=580]Auch von US Botschafter Anthony L. Gardner war nichts Konkretes zu erfahren, außer dass er sich auf die weiteren Verhandlungen mit der neuen Handels-Kommissarin Cecilia Malmström aus der neuen Junker Kommission freue. Diese hatte sich ausdrücklich bei einer Parlamentsanhörung für dieses Abkommen ausgesprochen. Bei TTIP gehe es nicht ausschließlich um Profit, vielmehr will die USA Mitglied des bestehenden EU-Binnenmarktes werden, dadurch würden die USA attraktiver in Europa. Gleichzeitig würden die KMUs gefördert, sprich der Mittelstand.(Und jetzt kommt es) 4,2 Millionen Arbeitsplätze werden geschaffen! (Das sind schon wieder die bekannten Studien, die ja bereits widerlegt sind) Die Botschaft von US Botschafter Anthony L. Gardner – es ist alles gut. Und wir (USA) werden die Öffentlichkeit mit ins Boot holen. Allerdings schränkte er ein: Nicht alle Dokumente können zugänglich gemacht werden. (Warum?) Weil wir darüber noch verhandeln und die Veröffentlichungen zu Unsicherheiten führen würden. (Wer es glaubt.)
[nggallery id=584]
Markus Töns (SPD) aus NRW will TTIP nicht zu jedem Preis und stellt die Frage, ob TTIP nur den Konzernen nutzt. ISDS lehnt er ab; denn die EU ist für ihn eine Wertegemeinschaft und keine Wirtschaftsgemeinschaft.
Markku Markkula (EVP/FI) will das Abkommen nochmals überprüfen, da der ADR nicht zu den Gesprächen der Kommission eingeladen war. Was ist bei den öffentlichen Anhörungen heraus gekommen, 150.000 Einwände sind zu ISDS eingegangen? Was passiert wenn ISDS aus dem Abkommen heraus genommen wird?
Karl-Heinz Lambertz (SPE) will nicht den Kopf für etwas hinhalten, ohne zu wissen worum es geht. Solche Abkommen lassen sich nicht so einfach bei der Bevölkerung durchsetzen.
Anthony Gerard Buchanan (EK/EA) reklamiert die mangelnde Transparenz. Wachstum ja, aber nicht um jeden Preis. Eine Privatisierung des Gesundheitssystems lehnt er vollkommen ab. Und so ging es im Tenor weiter.

 

Markus Töns (SPD) ist demnach der Berichterstatter für TTIP. Nachdem die Mitglieder des ADR/COR ihre Positionen vor dem Ausschuss dargelegt hatten, nahmen Kommissar Karel de Gucht und US Botschafter Anthony L. Gardner noch einmal Stellung. Karel de Gucht wollte schon früher das Abkommen offen legen, wurde aber durch den Rat daran gehindert, namentlich nannte er die deutsche Bundeskanzlerin, die die Zustimmung zur Offenlegung des Abkommens verweigerte. Auch sieht er es als unmöglich an, eine Offenlegung anzustreben, wenn die USA alles geheim behandelt, so Karel de Gucht.

US Botschafter Anthony L. Gardner unterstellt den Mitgliedern und den Kritikern eine falsche Wahrnehmung, denn bei den Stakeholder (Teilnehmer) Versammlungen haben wir alle Informationen heraus gegeben. (Besser kann man es nicht machen?) Und im übrigen wird die Schwelle der ISDS sehr hoch sein um ein Schiedsgericht anrufen zu können, so Gardner.

Im Grunde wollten oder konnten beide nichts Konkretes von sich geben, deshalb auch nur die Worthülsen und einige Sprachregelungen, die kaum etwas zur Aufklärung taten. Auf den Fluren waren die Mitglieder des ADR auch etwas enttäuscht, man wird sehen welche Informationen der Berichterstatter bekommt. Aber wie gesagt, der ADR/COR hat nur! ein Mitwirkungsrecht. Mit Demokratie hatte das nichts zu tun.

Jürgen Gerhardt für european-mosaic und EN-Mosaik aus Brüssel.

Initiatoren der Bürgerstiftung Stadtsparkasse Gevelsberg  Foto: Linde Arndt

Beiräte und Initiatoren der Bürgerstiftung Stadtsparkasse Gevelsberg Foto: Linde Arndt

[la] Wenn morgen, Donnerstag, 23.10.2014 um  20:00 Uhr das 1. Meisterkonzert der Konzertgesellschaft Gevelsberg  “L´arte del mondo”  mit Dirigent: Werner Ehrhardt und Emilio Percan, Violine stattfindet, ist es auch gleichzeitig eine Premiere des FaceLifting  der Kulturellen Begegnungsstätte, und dies  von beachtlichem Wert.

Heute, beim Pressetermin, wurden uns die Neuerungen vorgestellt, die durch die Bürgerstiftung der Stadtsparkasse Gevelsberg ermöglicht wurden und eine große Bereicherung des Veranstaltungsraumes sind.   [nggallery id=578]Es wurden 600 neue  Stühle und 63 Tische 160 x 80 cm angeschafft (wobei die Bestuhlung für die Musiker, auf deren Wunsch, ohne Polsterung erstellt wurden). Als besonderes Highlight kann man nennen, dass die Stühle auf der Innenseite einen Anzeigeship haben, der elektronisch gesteuert wird und die Platznummer anzeigt. Je nach Bedarf und Veranstaltung kann es variiert werden.
Für den Ausbau der Bühne wurde auch eine zeitgemäße Podesterie angeschafft.
[nggallery id=579]Ferner wurden die technischen Anlagen aufgewertet, die 14 Fenster erhielten eine solide, sich dem Raumbild ästhetisch anpassende Anlage mit Jalousien, die für eine nach Bedarf erforderliche Verdunkelung des Raumes sorgen kann. Beide Seiten sind unabhängig voneinander elektronisch steuerbar.

Zu der umfangreichen Erneuerung gehört auch noch ein Beamer und eine variable Leinwand.
Bis auf die Bestuhlung sind alle anderen Gewerke von heimischen Handwerkern erstellt worden. Die Bestuhlung wurde von dem Architekturbüro, die auch den Umbau der Sparkasse seinerzeit in Händen hatte, empfohlen, da dieses Büro gerade in Sachen Einrichtung von Konzert- und Veranstaltungs-Sälen Erfahrung hat.

 

Die Bürgerstiftung der Stadtsparkasse Gevelsberg wurde bereits im Jahr 1985 gegründet.Seit dieser Zeit unterstützt sie Vereine und deren Projekte, sowohl aus den Bereichen Sport, Kultur und auch soziales Engagement. Die Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung der kulturellen Begegnungsstätte e.V. ist das neueste Projekt der Stiftung. Hier entschied man sich für die Modernisierung des Zentrums für Kirche und Kultur.

Es ist kein spontaner Entschluss, immerhin ist der Beschluss bereits im Jahre 2013 erfolgt. Bereits da hatte der Beirat der Bürgerstiftung beschlossen, den kulturellen Treffpunkt in Gevelsberg, wie oben berichtet, zu modernisieren.

Auch die Konzertgesellschaft gehört seit einigen Jahren zu den Förderprojekten der Bürgerstiftung Sparkasse.

Es ist immer wieder so, daß die Bürgerstiftung neben vielen kleineren Förderprojekten auch immer wieder gerne große, nachhaltige und erlebbare Projekte bezuschusst, wie z.B. die Kornbrennerei des Verschönerungsvereins, die als Bürgerzentrum etabliert ist.

Der Trägerverein, Kirche und Stadt hätten so ein umfangreiches FaceLifting nich alleine stemmen können und dankten daher Herrn  Thomas Biermann [Vorstandsvorsitzender] und  Herrn Michael Hedtkamp [Vorstandsmitglied] , sowie Herrn Ulrich Boerner von der Stadtsparkasse Gevelsberg. So können jetzt an diesem Veranstaltungsort wichtige kulturelle Veranstaltungen und Feste begangen werden. Da Gevelsberg keine eigene Stadthalle hat, eine wichtige Institution für kleinere und größere Veranstaltungen.

Wer nun das morgige 1. Meisterkonzert und die Modernisierung des Zentrums für Kirche und Kultur genießen möchte – es sind noch einige, wenige Karten zu erstehen.

Für spontan Entschlossene rasch
Karten bei Pro Ticket bestellen!
oder es an der Abendkasse versuchen.

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

[Schwelm]  Das Friedrich-Lied

Eine abenteuerliche Erkenntnisreise über den größten Kriminalfall des 13. Jahrhunderts – den Vogteistreit um Erzbischof Engelbert von Köln.

In seinem Doppelroman entführt uns Henning Isenberg – erstmalig aus der Sicht der Täter – in den Vogtei-Streit zwischen Erzbischof Engelbert von Köln und seinem Neffen Friedrich. Im ersten Buch kämpft der junge Friedrich im Heer Kaiser Ottos auf dem großen Kreuzzug.  Es geht um Ruhm und Ränke, doch statt Siege und Aufstieg erwarten ihn harte Jahre. Zwischen Hochpolitik und Kirchendogmen erfährt er sein eigenes Geheimnis : Eine abenteuerliche Erkenntnisreise zwischen Mittelalter, Psychologie und Mythologie.

Der Autor liest am Dienstag, 21. Oktober 2014, um 19:00 Uhr, aus seinem zweibändigen Werk im Veranstaltungsraum der Städtischen Sparkasse zu Schwelm, Hauptstraße 63, die auch Veranstalter ist. Die Lesung dauert etwa. 1 ½ Stunden. Einlass ist ab 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei. Eintrittskarten sind erhältlich im Servicebereich der Städtischen Sparkasse zu Schwelm – solange der Vorrat reicht.

Beide Bände sind als Taschenbuch im Verlag Tredition erschienen und im Buchhandel und als E-Book erhältlich: Band I, 504 Seiten, ISBN 978-3-8495-8038-4, Band II, 300 Seiten, ISBN 978-3-8495-8010-0.

Plakat Friedrichlied Foto: Vranstalter

Plakat Friedrichlied Foto: Vranstalter

 





Die weibliche Seite des Jazz

[jpg] Jazz ist im Südkreis etwas seltenes, exotisches. Obwohl, ich habe den Landrat Dr. Arnim Brux schon mal mit seinem Saxophon in Aktion gesehen. Alle Achtung.
Wer, wie viele, ab und an mal eine gute Jazzsession hören will muss sich schon auf den Weg machen. Als Elberfelder muss ich nicht lange warten, bieten sich doch einige Lokalitäten an. In diesem Zusammenhang möchte ich auf das “12. Jazzmeeting im Fux” im ehemaligen Fuchspark, Westfalenweg 90, 42111 Wuppertal verweisen. Ist ganz leicht zu finden, denn der Fernmeldeturm Hainstraße befindet sich direkt gegenüber.

12. Wuppertaler Jazzmeeting am 25. und 26. 10.

Das Wuppertaler Jazzmeeting Nerija . New Standardsmacht das Dutzend voll. Am 25./26. Oktober 2014 findet es zum 12. Mal statt und geht dabei neue Wege.
Neu ist nicht nur die Erweiterung des Festivals auf 2 Tage, neu ist auch der Veranstaltungsort, das FUX (ehemalige Fuchspark..d.Red.) am Westfalenweg 90 in Wuppertal Elberfeld.
Das Jazzmeeting widmet sich dieses Jahr unter dem Motto „Jazz – Frauen“ der weiblichen Seite des Jazz im Bergischen Land.

Am Samstag, den 25.10. begrüßen wir ab 19.00 Uhr:
– Die Wuppertaler Sängerin Anna Luca mit ihrer Band Small Friendly Giant
– Die Wuppertaler Saxofonistin Marie Christine Schröck mit ihrem neuen Trio
– Die Wuppertaler Bassistin Inga Eichler mit ihrem englischen Frauen-Septett Nerija
– Die Solinger Band Son De La Goutte mit der Sängerin Lucy Karashigo

Am Sonntagvormittag ab 11.00 Uhr verspricht eine Jazz – Matinee mit zwei hochinteressanten und sehr unterschiedlichen Gästen ein ebenfalls spannendes Doppelkonzert zu werden:
– Die Wuppertaler Sopranistin Anika Boos mit ihrer Band Almrausch
– Die Kölner Pianistin Laia Genc und ihr Trio Liaison Tonique

Neben guter Musik wird natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt sein, so dass einem „lecker Festival“ nichts im Wege steht.

Zu den Bands:

  • Nerija

Sheila Maurice-Grey – Trompete
Rosie Turton – Posaune
Cassie Kinoshi – Altsaxophon
Nubya Garcia – Tenorsaxophon
Shirley Tetteh – Gitarre
Inga Eichler – Bass
Lizy Exell – Schlagzeug

  • Marie-Christine Schröck-Trio

Marie-Christine Schröck: Tenorsaxophon, Sopransaxophon,
Komposition/Arrangement
Jörn Dodt: Bass
Sebastian Bauer: Schlagzeug

  •  Small Friendly Giant 

Anna.Luca – Gesang, Komposition
Roman Babik – Klavier, Arrangement
Sebastian Räther – Bass
Yonga Sun – Schlagzeug

  •  son de la goutte

Lucy Karashigo l-voc, keys
Bo Zaky l-voc, perc
Philip Mancarella keys
Aleks Buzina guitar, b-voc
Sid Karashigo bass
GB Alex drums

  • Almrausch 

Annika Boos – Gesang
Oliver Körner – Klarinette
Edouard Barlerin – Trompete
Tobias Sünder – Bassposaune
Benjamin Schlie – Akkordeon
Jaime Velascu – Gitarre
Markus Rosensträter – Technik

  • Liaison Tonique

Laia Genc – Piano
Markus Braun – Bass
Etienne Nillesen – Schlagzeug

Quelle: Tillmann Braune, „openSky e.V. zur Förderung der Musikkultur in Wuppertal“
Bildrechte bei den dargestellten Personen.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Wuppertal

Torsten Sträter in der Kultgarage  foto: Linde Arndt

Torsten Sträter in der Kultgarage foto: Linde Arndt

[jpg] Ja ne, is klar, es geht um den „Kultgaragenfuchs 2014“ . Der Neue heißt Torsten (Ohne „h“) Sträter. Er ist Slam-Poet, Kabarettist, Comedy- und Horror – Schriftsteller, Vorleser und Herrenfriseur. Ja, was denn nu? Und, er gehört in die erste Liga der deutschen Kabarettisten, denn Torsten Sträter wurde in Bonn mit dem Deutschen Satirepreises Prix Pantheon 2013 geehrt. Er erhielt die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie “Beklatscht & Gevotet”. Und das als Spätstarter aus dem Ruhrgebiet der heute den Ruhrie Thron einnimmt.
Ennepetal hatte ihn am 13. Juni 2014 in der vollbesetzten Kultgarage genießen dürfen. Das Ennepetaler Publikum hatte er begeistert mit seiner coolen Art, die vor nichts halt macht –  außer vor der zu erwartenden Gage. Die Ennepetaler mochten ihn und bewerteten ihn als den Sieger.

Nach der Aufführung werden die Besucher aufgefordert ihre Stimme durch Einwurf eines grünen Plusbuttons oder roten Minusbuttons in eine dafür vorgesehene Box abzugeben. Also entweder Zustimmung oder Ablehnung, Torsten Sträter wusste demnach zu überzeugen. Und nun das. Zum Prix Pantheon aus Bonn, kommt der Kultgaragenfuchs 2014 – die Krönung, der natürlich auch dotiert ist. 5 Kultgaragenfüchse sind in der gesamten Republik verteilt, nur die Créme de la Créme bekam diese Auszeichnung.

Johannes Dennda und Heike Gräfe von der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, überreichten den kleinen, niedlichen und posierlichen Kultgaragenfuchs 2014 an Torsten Sträter. Und so saßen alle gemütlich im Café Hülsenbecke zusammen, bewunderten die mit der Kopfhaut von Torsten Sträter verwachsene Wollmütze. Sträter war auch hier schlagfertig und reagierte auf jedes ihm zugeworfene Stichwort, wobei er die Lacher immer auf seiner Seite hatte.

Torsten Sträter erhält den Kultgaragenfuchs 2014 im Café Hülenbecke Foto: Linde Arndt

Torsten Sträter erhält den Kultgaragenfuchs2014 im Café Hülenbecke – v.l. Johannes Dennda[Sparkasse], Torsten Sträter, Alexandra Hahn [AZUBI Stadt], Carsten Michel [Stadt] und Heike Gräfe [Sparkasse] Foto: Linde Arndt



Nebenbei kam heraus, dass er in einem vorigen Leben Ennepetal schon kannte. Früher hatte er Arzneimittel herumfahren müssen, zweimal am Tag kam er nach Ennepetal. Sicher war in ihm damals der Wunsch gewachsen, einmal in Ennepetal als Kabarettist aufzutreten. Hat ja auch geklappt. So wurde das Zusammensein mit Torsten Sträter zu dem was er sich immer wünscht, wir hatten zusammen Spaß.

Bleibt die Frage: Was zum Teufel, bei allem Spaß, ist Sträter denn nun? Lassen wir einfach den sympathischen Menschen aus dem Ruhrgebiet stehen. Adolf Tegtmeier lebt nicht mehr und irgendjemand muss es ja machen, anders, nicht so 50er Jahre, halt Torsten Sträter.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal