Kuhbingo in Rüggeberg

Kuhbingo 2012  Foto: Linde Arndt

Kuhbingo 2012 Foto: Linde Arndt

[la] Der kommende Sonntag verspricht in Rüggeberg einen erlebnisreichen Tag, den man sich schon jetzt fest in seinen Terminkalender eintragen sollte.

Nach dem Gottesdienst, der im 10:00 Uhr in der ev. Kirche in Rüggeberg statt findet,  startet gegen 11:00 Uhr das vom Heimatverein Rüggeberg, unter Beteiligung der örtlichen Vereine,  Rüggeberger Kindern und Organisationen gestaltete schon traditionelle Erntedankfest.

Natürlich ist das beliebte und weit über Ennepetals Grenzen hinaus bekannte Kirchcafé des Fördervereins Ev. Kirche Rüggeberg an diesem Tage geöffnet, dass allein schon einen großen Andrang von Besuchern garantiert. Der Herbstbasar des Kreativkreises  und eine Gastromeile werden das Programm noch abrunden.

Als zusätzliche Attraktion gibt es ab 13:00 Uhr „Kuhbingo“.  Star wird hierbei die Kuh „Peggy“ aus dem Stall von Landwirt Dirk  Kalthaus sein, die schon jetzt auf ihren großen Auftritt vorbereitet wird.
Zuletzt wurde „Kuhbingo“ 2012 in Ennepetal  bei dem leider inzwischen verstorbenen Ludger Brinkmann auf Gut Braband mit großem Erfolg, mit Spannung und Spaß durchgeführt und man kann davon ausgehen, dass es auch in Rüggeberg ein absolut spannendes Erlebnis wird. Viele Teilnehmer werden darauf fiebern, dass Peggy den Glücksfladen genau in ihrem Feld hinterlässt. Immerhin locken ja auch – je nach Teilnehmerzahl – attraktive Gewinne.

Natürlich ist auch der Föderverein gespannt auf das Ergebnis. Ein Teil des Erlöses, sowie auch die Einnahmen aus dem Kirchcafé und vom Kreativkreis gehen an den Förderverein, der dieses Geld für die anstehende Renovierung der Kirche bereitstellen will. 100.000 Euro sollen einmal vom Förderverein für diese Renovierung bereitgestellt werden und so zählt jeder Beitrag, der dieses Summe auffüllt als willkommene Gelegenheit.

Der Vorverkauf startet ab heute:
Verkauft werden die Lose bei Aral Dunker sowie über die Kirchengemeinde Rüggeberg.
Weitere Lose können am Spielfeld erworben werden.

Wie genau die Regeln für das Kuhbingo sind und das Ganze von statten gehen soll, können Sie aus den Teilnahmebedingungen und Spielregeln ersehen.

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

EinWochenMuseum in der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld

RBG-Schüler und Saskia Lipps  beim Einwochenmuseum in der Sparkasse  Foto: Linde Arndt

RBG-Schüler und Saskia Lipps beim Einwochenmuseum in der Sparkasse Foto: Linde Arndt

[la] Das letzte EinWochenMuseum im Jahr 2014 steht in den Startlöchern.

Am 29.9..2014, um 12.30 Uhr, ist es wieder so weit.

Die Original-Gemälde „Akelei auf Glastisch“, von Toni Farwick und „Die Mausefalle“ , von Raoul Hynckes, werden nicht im Osthaus Museum, sondern in den Räumen der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld den Schülern des RGE und einem immer größer werdenden, interessierten Publikum, vorgestellt.

Hierzu laden die Veranstalter der Sparkasse wieder herzlich ein.

Die Gemälde „Akelei auf Glastisch“ von Toni Farwick und „Die Mausefalle“ von Raoul Hynckes werden in den Sparkassenräumen neben den Schülern des RGE auch einem immer größer werdenden interessierten Publikum vorgestellt. Hierzu lädt die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld ab dem 29. September 2014 (14.30 Uhr) herzlich ein.

„Alice im Wunderland“ als Uraufführung im theaterhagen

[Hagen] Ricardo Fernando choreographiert mit dem balletthagen einen verrückt-phantastischen Tanzabend

Das fängt ja gut an: Das balletthagen startet am 27. September 2014 gleich mit einer Uraufführung in die neue Spielzeit 2014/2015. Aus Lewis Carrolls Märchen „Alice im Wunderland“ hat Ballettdirektor Ricardo Fernando ein verrückt-phantastisches, buntes und witziges Handlungsballett für die ganze Familie choreographiert. Grinsekatze, Hutmacher, Weißes Kaninchen… all die phantasievollen Schöpfungen des weltberühmten Buches tanzen auf der Bühne des theaterhagen, als ob oben unten und unten oben wäre.

Foto:

Foto: Klaus Lefebvre / Rechte: theaterhagen

Zum Inhalt des Stücks: Alice widersetzt sich den Vorstellungen ihrer Eltern über die notwendige Erziehung eines kleinen Mädchens und flieht aus dem College mit den kopflosen Erziehern in ein wundersames Reich, in dem ein Weißes Kaninchen mit Taschenuhr zu ihrem Führer wird. Ohne Furcht dringt Alice tiefer in die merkwürdige Welt hinein, in der ihr Wasserpfeifen rauchende Raupen, überlebensgroße Grinsekatzen mit und ohne Körper, Mäuse, Fische und Frösche als Diener einer Königin, die über ein Heer von Spielkartenwesen herrscht, begegnen. Und da sind noch das Baby der Herzogin, das sich in Alices Armen als ein kleines Ferkel erweist, oder die Teeparty des verrückten Hutmachers, bei dem es immer fünf Uhr ist, um Tee zu trinken und nicht den Kopf zu verlieren. Ein bisschen mulmig wird es Alice doch in Gegenwart der Herzkönigin, deren Urteil „Kopf ab“ als Endlosschleife aus ihrem Mund kommt. Da hilft auch das ganze Heer der Spielkartenwesen wenig… Alle Naturgesetze sind im Wunderland auf den Kopf gestellt, doch Alice behauptet jederzeit den eigenen Standpunkt.
Dorin Gal, der für das balletthagen schon „Giselle“ und „Dornröschen (reloaded)“ ausgestattet hat, schafft für „Alice im Wunderland“ eine wahrhaft phantastische Welt, teilweise auch mit 3-D-Animationen, in die die Zuschauer hineingesogen werden, um eine abenteuerliche, außergewöhnliche und großartige Ballettreise zu erleben.

Choreographie und Inszenierung: Ricardo Fernando| Ausstattung: Dorin Gal | Video/3-D: Lieve Vanderschaeve | Dramaturgie: Maria Hilchenbach

Uraufführung: 27. September 2014 | 19.30 Uhr | Großes Haus
Weitere Termine: 1.10., 5.10. (15 Uhr), 10.10., 19.10. (15 Uhr), 25.10., 13.11., 5.12., 17.12., 26.12.2014 (16 Uhr), 9.1., 28.1.2015 – jeweils um 19.30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

Karten unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern,
Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Der Kampf in Ennepetal – Stadtverwaltung gegen Stadtrat

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Ratssitzung 25.09.2014 Foto: Linde Arndt

[jpg] Es geht um diese unselige Ennepetaler Fuzo. Ein Dauer- und Reizthema, welches ohne Problemlösung immer mal wieder die Gemüter erregt und dann wieder dahindümpelt. Der ehemalige Wirtschaftsförderer Wilhelm Wiggenhagen brachte mit dem Rat die Fußgängerzone in Milspe 2008 zum Abschluss. Nur hatte er vergessen, dass eine Fußgängerzone einen einzelhändlerischen Besatz benötigt. Denn wofür benötigt man sonst eine Fußgängerzone. Ohne diesen Einzelhandel war eine Fußgängerzone obsolet.

Fünf nennenswerte Einzelhändler, Fachgeschäft für Kinderbedarf, Teeladen, Feinkost, Bekleidung und Buchhandel, sind in den letzten Jahren abhanden gekommen. Jetzt haben die Ennepetaler nur noch Krankenkassen, Friseure und Imbissbuden. Viele Autofahrer sehen keine Fuzo mehr und fahren deshalb ungeniert dieselbe.
Eine Einzelhandelswüste stellte sich dem Betrachter in Milspe dar. In dieser Situation wurde von der Stadtverwaltung ein Bürgerdialog ins Leben gerufen. Das Büro, Heinze und Partner mit Herrn Frank Heinze aus Dortmund wurde mit diesem Bürgerdialog beauftragt. Monatelang diskutierte, debattierte man im Haus Ennepetal. Bildete Workshops mit den anwesenden Teilnehmern des Dialogs und ließ diese dann berichten. Frank Heinze moderierte und beschwor die Anwesenden und bemühte sich die unterschiedlich motivierten Teilnehmer zu einem Dialog „zu zwingen“. In der Regel waren immer so an die 40 – 50 Leute anwesend. Nur zog man die Ratsmitglieder und die Mitglieder der Stadtverwaltung ab, so blieben vielleicht noch 20 oderr 30 Teilnehmer übrig. Und die hatten die unterschiedlichsten Motivationen dem Treffen beizuwohnen. Eine sehr große Gruppe war nur gekommen um über die Vergangenheit zu fabulieren. Sie wollten ihre „schöne Stadt“ wieder, die ihnen so einfach abhanden gekommen war. Frank Heinze wollte mit der Stadtverwaltung jedoch eine neue Stadt – eine Mitte. Nur womit, war auch ihm nicht bekannt.

Im Vordergrund Volker Rauleff (SPD) Foto: Linde Arndt

Im Vordergrund Volker Rauleff (SPD) Foto: Linde Arndt

Es sind in diesem Bürgerdialog viele handwerkliche Fehler gemacht worden, die diesen ganzen Dialog von Anfang an in Frage stellten.
Ein wesentlicher Fehler war, niemand wollte eigentlich eine Bürgerbeteiligung, noch schlimmer, niemand wusste und weiß mit diesem Begriff etwas anzufangen. Politik und Administration zeigten eindrucksvoll die Abwesenheit von Demokratie. Beide, Politik und Verwaltung, zeigten ein geschlossenes System in der der Bürger, also der Souverän, nichts zu verlieren hatte, Bürgerbeteiligung war hier nicht mehr als das Anheften einer Anweisung an ein „Black Board“ in ihrer Verwaltung. Ignoranz und Arroganz waren die vorherrschend registrierten Verhaltensweisen. Dagegen wirkten die anwesenden Ennepetaler hilflos, überfordert, die froh waren Lösungsmöglichkeiten in Form von appetitlichen Brocken durch Heinze und Wiggenhagen hin geworfen zu bekommen.
Bürgerbeteiligung als ein Prozess in einer offenen Gesellschaft, in der eine Offenlegungspflicht aller vorhandenen Informationen den Einzelnen in die Lage versetzt erst an diesem Prozess sich zu beteiligen, war und ist nicht gewollt. Man hätte ja seinen Elfenbeinturm verlassen müssen. Und so spürte man das Unbehagen, welches diesen Bürgerdialog begleitete.

Es war nicht ihre Stadt die die Ennepetaler dort planten, es hätte auch „Legoland“ sein können. Und so lief das Ergebnis letztendlich nur auf eines hinaus: „Fußgängerzone für den Verkehr auf oder zu“. Alles andere war vergessen und unwichtig. Die Voerder Straße, die heute von der Neustraße/Milsperstraße bis zur Neustraße/Friedrichstraße sich so zurück entwickelt hat, sie brauchte und braucht mehr als ein paar Brocken Geist. Stadtplanerisch ist diese Straße ein reines Sorgenkind geworden, verkommen und lieblos, weder Verkehrs- noch Einkaufsstraße.

Hüttebräucker  Foto: Linde Arndt

Rolf-Dieter Hüttebräucker (FWE)
Foto: Linde Arndt

Die „selbstgerechten“ Verwalter und Politiker von Ennepetal waren es Leid, sie wollten nun eine Entscheidung und brachten deshalb eine verkrüppelte Entscheidung in den Stadtrat ein. Die Fußgängerzone sollte nach (immerhin) einer Halbwertzeit von 6 Jahren wieder für den Verkehr geöffnet werden, von der Berninghauserstraße sollte man nun die Voerderstraße befahren können und nach ein paar Metern müssten die Autofahrer in einem Wendehammer umkehren. Ohne weitere Maßnahmen wurde die FUZO zurück gebaut. Keine innenstadtrelevanten Maßnahmen, die eine Belebung bedeuten würden. Ein Rückschritt, der das Versagen der gesamten politischen und administrativen Ennepetaler Klasse dokumentieren würde.
Im Hauptausschuss wurde der Antrag mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt. Im Stadtrat wurde nach einer uninspirierten Debatte eine geheime Wahl beantragt. Nach der geheimen Wahl wurde der Antrag abgelehnt, 22 Nein, 16 Ja und 1 Enthaltung stellen eine eindrucksvolle Demonstration gegen eine Öffnung der FUZO dar. Obwohl Volker Rauleff (SPD) und Wilhelm Wiggenhagen als Bürgermeister vor der Abstimmung eindringlich für die Öffnung der FUZO plädierten. Es war vorbei. Der Stadtrat hat die Kraft gefunden und einen schlechten Antrag, als nicht für gut zu befinden und abzulehnen.

Röhder  Foto: Linde Arndt

Ulrich Röhder (Grüne) Foto: Linde Arndt

Es waren keine guten Politiker, die eben auch keine gute Politik gemacht haben. Bestürzt konnte man über die Ausführungen für die Öffnung der FUZO eines Volker Rauleff (SPD) sein, der nur behauptete und unterstellte aber nichts beweisen oder belegen wollte. Der SPD war das Thema lästig, sie wollte es nur „vom Tisch haben“. Auch Daniel Heymann (CDU) wusste zwar mit seinem Argument, es war kein Dialog mit einer repräsentativen Mehrheit von Ennepetalern, zu überzeugen. Als er sich jedoch verstieg, er sei auch Ennepetaler und Ratsmitglied und habe deshalb eine eigene Meinung, lag er etwas falsch. Denn der Souverän (Ennepetaler) hat ihn gewählt um seine, des Souveräns, Interesse zu vertreten. Seine persönlichen Einstellungen haben da zurück zu stehen. Der Wähler als Souverän hat mit seiner Stimme seine Souveränität an die Politik abgegeben. Dafür möchte der Wähler gute politische Entscheidungen zurück haben – mehr nicht. Das ist ein strukturelles Problem der Demokratie. Der Wähler kann keine Entscheidung einklagen, er kann sogar keinen Politiker abwählen; denn die Hürden sind viel zu hoch. Es bleibt auf beiden Seiten das Unbehagen.

Frank Scherie  Foto: Linde Arndt

Frank Scherie (AFD) Foto: Linde Arndt

Und dieses Unbehagen könnte durch die Bürgerbeteiligung beseitigt werden, wenn die Politik dies auch wollte. Politik und Verwaltung haben die Macht strukturelle Änderungen auf allen Ebenen einzuführen. Nur will sie, die Politik, dies? Sie ist mit ihrer Selbstgerechtigkeit auf Ihrer Insel der Glückseligen doch eigentlich zufrieden, also, warum sollte es Änderungen geben? Vielleicht streicht man das „Black Board“ ja mal rot und verkauft es dann als Reform.
Gute Politik und gute Politiker legitimieren sich nicht nur durch ihr Ergebnis, sondern auch durch das Verfahren, mit dem sie es erreichen.

Der Kampf ist vorbei, Stadtrat und Verwaltung gehen auf eine Frikadelle ins „La Grotta“.  Ach nein, geht ja nicht,  hier hat man auch alles vermasselt. Na gut, dann halt keine Frikadelle. Und der Ennepetaler? Der wartet seit Jahren auf eine gute Politik und hat sich daran gewöhnt in andere Städte zu gehen um zumindest das Gefühl zu haben in einer prosperierenden Stadt zu sein.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Landrat Dr.Arnim Brux tritt 2015 nicht mehr zur Wahl an

Dr. Arnim Berux teilt der Presse seinen Etnschluss mit  Foto: Linde Arndt

Dr. Arnim Berux teilt der Presse seinen Etnschluss mit Foto: Linde Arndt

[jpg] Mit 68 Jahre aufhören, will Dr. Arnim Brux nicht. Eindeutig ist er deshalb zu der Entscheidung gekommen sich keine weiteren 5 Jahre zu stellen.
13 Jahre Ennepe-Ruhr-Kreis war eine attraktive, anspruchsvolle aber auch sehr reizvolle Aufgabe in seinem Leben gewesen. Ob das nun zu Anfang die Verwaltungsreform war oder die vielen anderen Aufgaben die ihn forderten, es war immer spannend in diesem Amt. Später würde er sich einmal seiner eigenen Bilanz widmen; denn 13 Jahre in diesem Amt sind schon ein Stück was einen prägt. Wenn er sich jetzt nochmals mit 63 Jahren zur Wahl stellen würde, wäre das eindeutig zu alt. Mittendrin zurückzutreten daran mag er nicht denken. Er hat abgewägt und festgestellt, ein Privatleben würde eine andere Bereicherung in sein Leben bringen. Der Saxophonspieler Arnim Brux hätte gerne mal eine Jazzsession spontan mit gemacht. Für ihn passte es jedoch nicht zu dem Amt. Und so blieb es bei kleineren Auftritten unter Bekannten und Freunden.

Landrat Dr. Arnim Brux an seinem Arbeitsplatz  Foto: Linde Arndt

Landrat Dr. Arnim Brux an seinem Arbeitsplatz Foto: Linde Arndt

Das heißt nicht, dass er dieses Amt nicht mehr gerne ausüben würde. Die Kraft wäre noch da, nur, es ist Zeit etwas anderes zu tun, solange man es noch tun kann. Immerhin sind seine Enkelkinder auch schon groß geworden – fast unbemerkt. „Wenn morgen das Abitur ansteht, möchte ich mich schon darüber ohne Zeitnot freuen. Auch die Fahrten mit dem Wohnmobil, einfach mal zu bleiben wird eine neue Erfahrung sein.“ Ganz und gar will er die Politik jedoch nicht verlassen. In der Landesversammlung des LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) wird er bis 2020 die Interessen des Kreises vertreten. Was ihm sicherlich fehlen wird, sind die vielen Kontakte mit den Bürgern, den Mitarbeitern der Kreisverwaltung oder der Kreispolizeibehörde. „Aber es ist ja noch ein Weilchen hin, so dass ich bis 2015 den Ennepe-Ruhr-Kreis noch weiter dienen kann,“ so Dr. Arnim Brux.
Und wer wird der neue Kandidat, so eine Frage aus der Pressekonferenz?  „Die Parteien sind jetzt dran ihre Kandidaten für das Amt zu nennen, für mich wäre es sicher lieber, es würde ein Kandidat aus der SPD.  Ab jetzt werden es sicher in allen Parteien die üblichen Gespräche geben, “ so Dr. Arnim Brux

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

Neuer Sparkassen-Geldautomat an der Barmer Straße

[Schwelm]  Gut sichtbar steht in der Barmer Straße  22 ein neuer, freistehender Sparkassen-Geldautomat.  Dieser bewährte Standort sollte auch nach einer neuen Nutzung der bisherigen Räumlichkeiten in dem Gebäude  beibehalten werden, erläuterte Sparkassenvorstand Lothar Feldmann. Die hohe  Frequentierung des Gerätes sowie die gut erreichbare  Lage und die ausreichende Parkmöglichkeit sprachen dafür.

 

Automat Barmer Straße  Foto: Archiv Sparkasse zu Schwelm

Automat Barmer Straße Foto: Archiv Sparkasse zu Schwelm

Zusammen mit Berndt Erlenkötter,  Vorstand der Schwelmer & Soziale  Wohnungsgenossenschaft  e.G., stellten die Sparkassenvorstände Lothar Feldmann und Michael Lindermann  den Geldautomaten an seinem neuen Standort  der Öffentlichkeit vor.

 

Hier kann man rund um die Uhr Bargeld und Kontoauszüge ziehen.  Zudem ist der neue  Geldautomat  für Menschen mit Behinderung leicht zugänglich,  da er mit einem Rollstuhl unterfahrbar ist  und  eine Audiofunktion bietet,  mit der man sich über einen eigenen Kopfhörer durch das Programm führen lassen kann.

2. Ausstellung „Kunstszeähne“

Am Sonntag, dem 28. September, ist es um 11 Uhr wieder soweit. In den Räumen der  Zahnarztpraxis Pfeiffer, Pelz und Bischlipp in der Mittelstraße 93 bis 95 in Gevelsberg wird die  zweite Ausstellung der  Reihe

                                                  „Kunstszeähne

eröffnet.

Für nähere Infos klicken Sie bitte auf folgenden Flyer:

Flyer Veranstalter

Flyer Veranstalter

Volker Weininger gibt seinen Senf dazu

Flyer Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld

Flyer Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld

[la] Noch einmal heisst es in diesem Jahr „Vorhang auf“ für das Sparkassen-Kabarett Ennepetal. Dieses mal jedoch – wie auch schon vorangekündigt – nicht in der KultGarage, sondern im Verbundgebiet Breckerfeld im Martin-Luther-Haus am 26. September 2014 ,  20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr). Der Eintritt beträgt € 13,00 und obwohl der Vorverkauf bereits am 18. August 2014 gestartet ist, sind noch einige wenige Plätze buchbar.

Karten erhalten Sie bei der Stadt Breckerfeld unter der Tel.Nr. 02338-80930 (Frau Gentsch), oder – wer das Risiko liebt, evtl. auch noch an der Abendkasse.

Wenn es Sie interessiert:

Was macht Odysseus im Baumarkt?
Warum hat ein Karnevalspräsident Angst vor Rating-Agenturen?   Warum gibt es Ballettschuhe für Säuglinge?

dann nehmen Sie an dieser Veranstaltung teil, wenn VOLKER  WEININGER Sie mit seinem Programm „Euer Senf in meinem Leben“ erheitern wird.

Übrigens, im Mai dieses Jahres hat Volker Weiniger die Auszeichnung „Das Schwarze Schaf“ 2014 erhalten. Der Bonner Kabarettist konnte sich im großen Finale des Niederrheinischen Kabarettwettbewerbs im Theater am Marientor in Duisburg gegen fünf Kontrahenten durchsetzen und die Jury um Max Moor von sich überzeugen.

Wieder einmal ein hochkarätiger Kabarettist, den die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld für sich gewinnen konnte.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Ennepetal / Breckerfeld

Kultur pur in Gevelsberg – Programm 2014/2015

Bürgermeister Claus Jacobi, Silvia Korte und Michael Pfleging stellen das neue Kulturprogramm vor.  Foto: Linde Arndt

Bürgermeister Claus Jacobi, Sylvia Korte und Michael Pfleging stellen das neue Kulturprogramm vor. Foto: Linde Arndt

 

[jpg] Kultur verbindet und die Welt rückt näher zusammen. Gevelsberg hat sein Kulturprogramm vorgestellt. Bürgermeister Claus Jacobi, Sylvia Korte und Michael Pfleging stellten das neue Kulturprogramm 2014/2015 vor. Es kann sich sehen lassen für eine Mittelstadt wie Gevelsberg. Veranstaltungsort ist die Aula des Schulzentrums West mit ihren 479 Sitzen. Der Donnerstag ist nicht mehr nur der einzige Tag für Veranstaltungen, vielmehr wurde durch viele Nachfragen das Angebot ausgeweitet. Ganz im Sinne von Bürgermeister Claus Jacobi, der den Kulturbereich als Pflichtaufgabe für jede Kommune sehen möchte.

Die gute Nachricht, die Preise sind konstant geblieben, allerdings wurden sie um eine geringe Systemgebühr von -,50 Euro für die Ticketeinbuchung erweitert. Der Vorverkauf ist schon weit fort geschritten und nur noch einzelne Karten sind zu bekommen.

 

Wilfried Schmickler, die „lingualer Axt“, „Revolverschnauze“,“verbaler Scharfrichter“ bis „verbales Kanonenrohr ohne Ladehemmung“ immer hart an der Grenze des gesellschaftlichen Geschmacks, jedoch klaren Kurs und auf den Punkt gebracht. Er kommt am 2. Oktober 2014 in die Aula.

Gerd Dudenhöffer als Heinz Becker inzwischen eine Kultfigur.
„Und das hängt net nur dran, dass die Grundstücke immer klenner werre un die Leut immer dicker… Irgendwann klingelts… unn… machscht de uff, steht die Umwelt vor der Tür. Unn saad. Ich sammle für die Grünen…“  Diese und andere schräge Prophezeiungen wird der Becker Heinz seinen Gästen im nigelnagelneuen Dudenhöffer-Programm in der Aula am 8. November 2014 servieren.

Thomas Glup, ein Heinz Ehrhardt der Neuzeit, der vom Verlag und Erhardts Familie als anerkannter Erhardt-Rezitator akzeptiert wird. Im normalen Leben als Beamter der Stadtverwaltung Essen macht er schon seit 1986 als  Ehrhardt-Rezitator von sich Reden. Man sollte gleich mehrere Taschentücher zur Hand haben, ob er nun den Willi Winzig, Heinz Ehrhardt oder sein Beamtentum als Menschsein anpreist, sie werden sich nicht halten können. Es wird gelacht, gewiehert oder geclupt und dann muss das Taschentuch herhalten. 29. Januar 2015.

Sebastian Pufpaff mit seinem neuen Programm „Warum?“ ausgezeichnet (geadelt) mit dem Prix Pantheon Publikumspreis 2010. Pufpaff stellt die Fragen, die wir schon immer gestellt haben wollten und gibt die Antworten, die wir geahnt haben aber nicht hören wollten. Er erinnert und ermutigt uns wieder etwas zu sein was wir einmal sein wollten. Ein Prinz oder eine Prinzessin, wer weiß. Der Mut sollte uns jedoch geblieben sein. Er ist zynisch, ironisch, sarkastisch, charmant aber auch witzig, eine gute Mischung für einen erfrischenden Abend am 7. Mai 2015.

 

Das war die Abteilung Kabarettisten und Humoristen, ein Bereich der Kultur aber nicht der einzige. Kurzweilig geht es weiter.

„Omma Superstar“mit  Grit Boettcher
Komödie von Gunther Beth und Folker Bohnet Donnerstag, 16. Oktober 2014
Deutschland sucht die Superoma, könnte es heißen. Und die Wahl wäre auf Meta Sommer, eine anstrengende, verrückte Alte – gespielt, im neuen Stück „Omma Superstar“ gefallen. Von Grit Boettcher. Einer Altmeisterin von TV-Slapsticks und Comedy, die seit einem halben Jahrhundert im Fernsehen, Kino und auf Bühnen zu Hause ist und von einem breiten Publikum verehrt wird. Vielen ist sie bekannt als die Partnerin von Harald Juhnke die 1980 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde. „Omma Superstar“ ist die perfekte Rolle für Grit Boettcher die sie auch locker spielt.

„Frohe Weihnachten kleiner Eisbär“ Sonntag, 09.11.2014
Vom  Wittener Kinder- und Jugendtheater  nach der bekannten Geschichte von Hans de Beer für Kinder ab 3 Jahren.
Wenn man irgendwo ganz hoch im Norden am Polarkreis wohnt, es ringsum nichts anderes gibt als Eis und Schnee, dann muss man schon pfiffig sein, wenn keine Langeweile aufkommen soll. So auch Lars der kleine Eisbär und sein tolpatschiger Freund Robbi die Robbe. Das Abenteuer beginnt, als die Freunde beschließen herauszufinden, was es mit dem Tannenbaum auf sich hat den zwei Eskimos zurück gelassen haben und was eigentlich »Weihnachten« ist. Sie machen sich auf den Weg zur Polarstation, denn dort leben Menschen. Bei aller Neugier vergessen die beiden diesmal ganz, wie gefährlich es ist, sich zu nah an die Menschensiedlungen zu wagen. Aber keine Angst es geht alles gut.

„Sister Act Hits“ 11.Dezember 2014
Jeder kennt die unvergesslichen Hits aus den Kinofilmen „Sister Act“ mit Whoopie Goldberg. Während das witzige Stück als Musical in London Premiere feiert, kommen diese mitreißenden Songs wie „I Will Follow Him“, „My Guy“ oder „Shout“ in der neuen Konzertshow „Sister Hits Act“ nach Deutschland.
Mit dabei sind auch viele Klassiker wie „Like A Prayer“, „We Are Family“ oder „Oh Happy Day“. Kurzum: es erwartet Sie ein „live“-haftiges Gospelerlebnis. Überall wo sie mit ihren Stimmen auftraten wurden sie frenetisch gefeiert.

„MOTOWN“ 12.Februar 2015  Musical.
Die Legende. Musikalische Begegnungen.
Genau das ist es auch, was an dem Projekt fasziniert: Die Legenden des Soul der 60er-Jahre auf die Bühne zu bringen. Es ist sicher nicht einfach, die 47 Lieder auszusuchen, die man als gut zusammen geschnürtes Medley präsentieren sollte. Es wurden unter anderem die weltbekannten Hits  von Marvin Gaye, The Jackson Five, Stevie Wonder und Diana Ross gepackt um damit eine Geschichte zu erzählen. Es ist eine Musik die einem ans Herz geht, Gänsehaut ist dabei vorprogrammiert.

„Käpten Knitterbart und seine Bande“ 22.Februar 2015 Kindertheater
Westfälisches Landestheater, Stefan Dehler, nach Cornelia Funke. Ab 5 Jahren.
Es sind die Geschichten von Seeräuber und Piraten, die mit Käpten Knitterbart auf eine Seereise
aufbrechen.
Ein Segelmast taucht auf, das Plüschtier wird zur Galionsfigur und mittendrin  Käpten Knitterbart mit flammroten Bart, so rot wie es sich gehört. Rhythmische Töne, Schlachtrufe und Piratengesänge halten die Illusion aufrecht und das Publikum ist gebannt am Spiel beteiligt. Denn alles spielt im Kinderzimmer. Wer wollte da nicht fix die Bühne (Kinderzimmer) umdekorieren.

„Darf ich noch auf eine Ohrfeige mit raufkommen?“ 26.März 2015
1 Mann, 6 Frauen, 1000 Missverständnisse

Groß, dunkelhaarig und blauäugig – nach einer aktuellen Studie machen diese Punkte einen attraktiven Mann aus. Aber was ist mit dem Hausputz, Müll runter bringen oder gar inneren Werten? Genau hier liegen die Fallstricke des Alltags, die eine Beziehung so schwer machen. Und die nimmt die neue Comedyshow „Darf ich noch auf eine Ohrfeige mit rauf kommen?“ aufs Korn.
Es ist ein witziger Ausflug in eine Welt der Partnerwahl in der sich die Beuteschematas witzig die Hand reichen. Für alle die das zu zweitsein müde sind und endlich mal mit dem Partner ausgehen wollen. Eine verrückte Welt voller Facetten die einen irgendwie überrumpeln.

„Nach den HEISSEN ZEITEN wird es nun HÖCHSTE ZEIT!“  27.April 2015

Ein Musical von Tilmann von Blomberg, Carsten Gerlitz und Katja Wolff
Der Erfolg geht weiter!
Vier Damen werden in ein neues Abenteuer geschickt: Jetzt wird nämlich geheiratet! „Höchste Zeit! – Der Erfolg geht weiter“
Die Zuschauer erwartet nach bewährtem Rezept ein brüllend komischer Abend über vier Frauen im Hochzeitsrausch. Dass dabei nicht alles glatt geht, versteht sich von selbst! Denn zwischen Freudentränen und Panikattacken sehen sich Hausfrau, Karrierefrau, Vornehme und Junge vor die großen Fragen des menschlichen Miteinanders gestellt:
Gibt es den perfekten Partner? Wie funktioniert eine gute Ehe? Und: Warum kann mein Mann auch nach zwanzig Jahren noch keine weichen Eier kochen?

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

 


Eintrittspreise

Eintritts- und Abonnementpreise der Saison 2014/2015

Folgende Pakete sind im Angebot:

4 Veranstaltungen  5 Veranstaltungen 6 Veranstaltungen 7 Veranstaltungen
 Parkett (Reihe 1 – 8)  63,00 Euro  79,00 Euro 95,00 Euro 110,00 Euro
 1. Rang (Reihe 9 – 13)  61,00 Euro  77,00 Euro 92,00 Euro 107,00 Euro
 2. Rang (Reihe 14 – 16)  58,00 Euro  72,00 Euro 87,00 Euro 101,00 Euro

zuzüglich 0,50 € Systemgebühr pro Eintrittskarte

Preise für Einzeleintrittskarten:

Parkett (Reihe 1 – 8) 17,50 Euro
1. Rang (Reihe 9 – 13) 17,00 Euro
2. Rang (Reihe 14 – 16) 16,00 Euro

zuzüglich 0,50 € Systemgebühr pro Eintrittskarte

Ermäßigungsmöglichkeiten:

Die Eintrittspreise für Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende, Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahres sowie Empfängerinnen und Empfänger laufender Leistungen der Grundsicherung nach SGB II und XII werden die Eintritts- und Abonnementpreise bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises auf den Plätzen im 2. Rang um 50 % ermäßigt. An der Abendkasse ist für diesen Personenkreis eine Ermäßigung auf allen Plätzen möglich. Die im Preis ermäßigten Eintrittskarten bzw. Abonnements sind nicht übertragbar. Eintrittspreise für Sonderveranstaltungen werden nicht ermäßigt.

Eintrittskarten platzgenau über das Internet (https://www.proticket.biz/EK2005/(S(jj3ht4tod0e1ghyvgqi0n3qy))/buchung.aspx):

Oder die beiden Vorverkaufstellen:

Öffnungszeiten:

Bürgerinfo Rathausplatz 1 Tel.: 02332/771-0
Montag bis Donnerstag 8.00 – 16.00 Uhr
Freitag 8.00 – 13.00 Uhr
Bücherei

Wittener Straße 13 Tel.: 02332/83982
Montag + Mittwoch ,Donnerstag + Freitag 10.00 – 12.00 Uhr
Montag, Dienstag + Donnerstag 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag 10.00 – 13.00 Uhr

Es gibt zwar Karten an der Abendkasse, die aber immer als „Restkarten“ nicht gerade eine Garantie für einen Spitzenplatz darstellen.

Hinweis:
Alle Eintrittskarten, die im Vorverkauf erworben wurden, sind von Umtausch und Rücknahme ausgeschlossen. Abonnements und Informationen zu allen Veranstaltungen erhalten Sie beim Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales der Stadt Gevelsberg, Tel.: 02332/771-174, Frau Korte.

Vorstellungsänderungen:
Titel- und Terminänderungen oder Umbesetzungen bei den Schauspielern müssen aus organisatorischen Gründen vorbehalten bleiben. Weitere Ansprüche können nicht geltend gemacht werden.

Jochen Stücke. Ein Künstler, als Wanderer zwischen Raum und Zeit.

v.l.: Jochen Stücke, Kuratorin, Finck  Foto: Linde Arndt

v.l.: Jochen Stücke, Kuratorin Dr. Beate Eickhoff, Dr. Gerhard Finck Foto: Linde Arndt

 [jpg] Es ist faszinierend wenn man mit seiner Fantasie Zeit und Raum überwinden kann. H. G. Wells Roman „The Time Machine „ beschrieb eine Zeitreise in eine Zeit in der die gesellschaftlichen Unterschiede größer nicht sein könnten. Faszinierend war hierbei, die Zeitmaschine bleibt an einer Stelle stehen und befördert den Insassen durch die Zeit. Eine Fiktion? Albert Einsteins Annahmen einer änderbaren Raumzeit bewies in der Neuzeit die Möglichkeit einer Zeitreise, jedoch wüsste man nicht wie man diese Maschine bauen sollte.

Nun, diese Fiktion kann Wirklichkeit werden durch einen Geist der die eigene Fantasie und Kreativität anzuwenden weiß.

Jochen Stücke ist ein Mensch, der sich die Metropole Paris ausgesucht hat und diese Metropole immer wieder neu entdeckt. Paris übte seit jeher auf jeden Betrachter eine Faszination ohne Gleichen aus. Und wer sich darüber hinaus, wie Jochen Stücke, von der Stadt noch einfangen ließ, dem geriet diese Stadt zum Feld seiner eigenen Fantasie. Paris ist die europäische Metropole der Neuzeit schlechthin „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ wurden in Paris zuerst gedacht, nicht in den USA, wie viele heute meinen. Der soziale Gedanke des Staates hat bis heute seinen festen Platz in der französischen Republik in Paris. Gesellschaftliche Umwerfungen wurden zuerst in Paris vor gedacht und von Paris ging das Fanal der Freiheit über Europa in die ganze Welt. Die europäische Metropole Paris ist voll an Geschichte die uns an jeder Ecke und auf jedem Straßenkilometer entgegenkommt. Die großzügigen Straßen, Parks oder die Anordnungen der Quartiere (Arrondissements) wurden von Napoléon III. und seinem genialen Stadtplaner Georges-Eugène Haussmann im 19. Jahrhundert umgesetzt. Daneben existieren noch die alten verwinkelten Gassen mit ihren Cafés, Bars oder Brasserien. Auf diesen Straßen, in diesen Gassen und in diesen Häusern lebt die Vergangenheit noch nach. Die Rue de l’Echiquier, Rue Bonaparte (damalige Rue des Petits Augustins) , Rue Molière (damalige Rue Traversière) und die Rue du Faubourg Poissonière, waren Stationen des deutschen Dichters Heinrich Heine. Heines Umgang war Balzac, George Sand, Delacroix, Berlioz und viele andere.

Ausstellung Jochen Stücke im von der Heydt Museum  Foto: Linde Arndt

Ausstellung Jochen Stücke im von der Heydt Museum Foto: Linde Arndt

Jochen Stücke erkennt Paris in seinen fiktiven Gängen, ihm kommen die Personen aus den verschiedenen Zeiten entgegen. Danton kann sich mit Zola oder Berlioz unterhalten, wobei der heutige Präsident der Republik Hollande oder Ex-Präsident Sarkozy sich dazu gesellen könnten.

 

So schreibt Jochen Stücke:

 „Paris überblicken? Ich gehe durch Bilder, Texte, Straßen, Jahre und komme nicht an. Sage ich Balzac muss ich auch Rodin sagen, sage ich Rodin, ist Zola zur Stelle. Diese Stadt ist ihre immerwährende Fortsetzung, ohne Geschichte, in endloser Gegenwart.“

 

So hat das „von der Heydt Museum“ die Exponate in sechs Themenbereiche mit 110 Werken verwoben.

  •     Aragon/Géricault

  •     Emile   Zola „Das Werk“

  •     Notre  Dame

  •     Kunst  und Literatur

  •     Nocturne,  Paricon

  •     Revolution

 

So erkennt man in Jochen Stücke den Meister der Radierungen, Lithografien aber auch den Zeichner. Am eindrucksvollsten sind für mich die Werke aus dem Themenkomplex der Revolution. Der viel zu große Hut Napoleons mit dem er einerseits mit dem Kopf durch die Wand geht und andererseits seine geistige Größe dokumentiert. Auf unsere heutige Zeit bezogen, können wir vielen unserer Politiker sehen deren geistige Größe die Größe Napoleons nicht übersteigen. Im Gegenteil.

Oder die Aufbruchstimmung des 5. Oktober 1789,  als Marktweiber und 20.000 Nationalgardisten König Ludwig XVI nach Paris führten wobei die Nationalversammlung ihm folgt, um die Beschlüsse über die Aufhebung des Feudalsystems durch den König anerkennen zu lassen. Oder Jean-Paul Marat, ein Hitzkopf und ein angesehener Abgeordneter des Nationalkonvents. Ein schwer kranker Mann zum Ende seiner Lebenszeit, der von Charlotte Corday ermordet wurde. Der Tanz, mehr Totentanz vor der Badewanne, ist der Tanz der Revolutionsanhänger mit unterschiedlichen Ausrichtungen.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Wuppertal

 

 

Ausstellung vom 16. September 2014 – 22. Februar 2015 im Von der Heydt-Museum

Titel: Pariser Album

Öffentliche Führungen:
„Jochen Stücke“

Kosten 14 € inkl. Eintritt

Samstag, 25. Oktober, 14 Uhr

Sonntag, 9. November, 12 Uhr

Samstag, 22. November, 14 Uhr

Samstag, 24. Januar, 14 Uhr

Samstag, 14. Februar, 14 Uhr

 

Öffnungszeiten:

AUSSTELLUNG SAMMLUNG „Von 1900 bis heute“ und JOCHEN STÜCKE

DI-SO 11-18 Uhr

DO 11-20 Uhr

MO geschlossen

Jeden ersten Donnerstag, 17-20 Uhr, ist der Eintritt in die Ausstellung der Sammlung frei

Adresse:

von der Heydt Museum

 Turmhof 8

D-42103 Wuppertal

Tel.: +49(0)202/563-6231