Baubiologie Jochen Schlünder, Gevelsberg

Umweltbedingte Erkrankungen wie Allergien und Asthma nehmen an Häufigkeit immer mehr zu. Ursachen sind Schadstoffe, die im Wasser, in der Luft und in den Nahrungsmitteln vorkommen.

Störungsquellen in Schlafräumen wirken sich besonders ungünstig auf unser Wohlbefinden aus. Schlafstörungen, chronische Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Nervosität, Infektanfälligkeit und Allergien können die Folge sein.

Schleichend über viele Jahre können selbst kleinste Mengen von Schadstoffen oder elektromagnetischen Wellen krank machen. Die Baubiologie ist eine noch junge Wissenschaft, die die Zusammenhänge zwischen dem Menschen und seinem Lebensraum untersucht. Sie trägt zu ökologisch ganzheitlich erstellten Häusern bei und arbeitet an der Gesundung bestehender Bausubstanz. In den letzten Jahren wurden immer mehr Standards für baubiologische Messungen erarbeitet. Es wurden aus den Erfahrungen von Baubiologen und Umweltmedizinern Richtwerte festgelegt. Weiterlesen

Ennepetal: Urlaub vom Kinderverprügeln

[jpg] Manche Väter haben es nicht leicht. Da kriegen sie von ihrem Chef eines auf die Mütze, weil sie mal nicht pünktlich zur Arbeit kamen. Und dann. Dann kommt man nach Hause und der „Kurze“ will mit ihnen die Schularbeiten machen. Und weil der „Kurze“ nicht nach lässt, gibt es „einen hinter die Ohren“. Komisch ist, wenn man am nächsten Tag Hämatome am Körper des Kindes sehen kann. War wohl doch etwas fester. Was soll es. Und so geht das in der Woche so an die drei bis vier mal. Kinder sind für viele Menschen aus dem Erwachsenenbereich nur eine Sache über die man verfügen kann. So wie über einen Rasenmäher oder ein Fernsehgerät. Es ist also ganz normal wenn man seine Kinder ab und an mal verprügelt – für diese Leute. Und weiter, mir wird immer in den höchsten Tönen durch Politiker aller Parteien von dem schönen Ennepetal erzählt. Es stimmt wohl überhaupt nicht, wenn ich mir einen Artikel der Westfälischen Rundschau vom 21.September 2012 ansehe. In dem Artikel schreibt die Kollegin Petra Kappe von der WR ,wie die Sozialpädagogin Frau Heike Ueßeler-Lingenberg und die drei Damen Ulrike Karoff, Petra Backhoff und Sabine Spruth vom Kinderschutzbund Ennepetal einen prügelnden Vater zu einem Urlaub vom Prügeln bis Weihnachten bewegen konnten. (Link: http://www.derwesten.de/staedte/ennepetal/papa-hat-mich-eine-woche-nicht-gehauen-id7120856.html ) Der Knirps freute sich gem.  Artikel riesig darüber, dass er nicht mehr mit Schmerzen und blauen Flecken in die Schule gehen muss. Und das jetzt drei Monate an einem Streifen. Den ganzen Vorfall schickte mir eine Userin per email. Nicht ohne mir ihre Wut über diesen Vorfall mit zuteilen.

Ja geht es denn noch? Kinder verprügeln, geht gar nicht, schon aus strafrechtlichen Gründen nicht.

Wir sollten uns an die UN-Kinderrechtskonvention erinnern, die wir –  auch Ennepetal – unterschrieben haben.

 


Kinder brauchen unseren Schutz (Beispielfoto vom Schulchor aus 2010)
 
Petra Backhoff vom Kinderschutzbund Ennepetal

UN-Kinderrechtskonvention

Artikel 19
(1) Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Missbrauchs zu schützen, solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Elternteils, eines Vormunds oder anderen gesetzlichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut.

(2) Diese Schutzmaßnahmen sollen je nach den Gegebenheiten wirksame Verfahren zur Aufstellung von Sozialprogrammen enthalten, die dem Kind und denen, die es betreuen, die erforderliche Unterstützung gewähren und andere Formen der Vorbeugung vorsehen sowie Maßnahmen zur Aufdeckung, Meldung, Weiterverweisung, Untersuchung, Behandlung und Nachbetreuung in den in Absatz 1 beschriebenen Fällen schlechter Behandlung von Kindern und gegebenenfalls für das Einschreiten der Gerichte.

Und wenn dies für die Ennepetaler Kinderschützer, die Stadtverwaltung und die Journalistin von der WR nicht genehm ist, so sollten sie alle zumindest unser deutsches Strafgesetzbuch achten.

 

§ 225 StGB
Misshandlung von Schutzbefohlenen
(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlose Person, die

1. seiner Fürsorge oder Obhut untersteht,
2. seinem Hausstand angehört,
3. von dem Fürsorgepflichtigen seiner Gewalt überlassen worden oder
4. ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet ist,

quält, roh misshandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, nicht nachkommt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.


(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr

5. des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder
6. einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.

Danach hätten die oben genannten Damen, einschließlich der Journalistin die Stadtsanwaltschaft informieren und Anzeige erstatten müssen.

Ach, und weil wir gerade dabei sind: Der Vertrag zwischen prügelndem Vater, dem Kind und der Sozialpädagogin geht nur bis Weihnachten. Was ist danach, klar, dann wird doppelt geprügelt. Das Kind hatte ja Zeit genug sich zu regenerieren. Der Artikel erinnert mich an diese „Super Nanny“ Katharina Saalfrank von RTL die sicher an Ennepetal ihren „Heidenspaß“ hätte. Titel des neuen Formats: „Weihnachten gibt es von Papi eins auf die Fresse“

Ich denke demnächst kommen noch Verträge von prügelnden Ennepetaler Ehemännern, die ihre Frauen mal ein paar Monate nicht verprügeln oder vergewaltigen. Jetzt verstehe ich auch warum seinerzeit die Dame vom Frauenhaus über Gewalt gegen Frauen 15 Minuten vor dem Ausschuss referieren durfte und sich dann zu „trollen“ hatte und von der Vorsitzenden verabschiedet wurde. Kein Bedarf an der Lösung dieser in Ennepetal vorhandenen Probleme? Lasst sie uns totschweigen diese Probleme; denn uns geht es doch gut.

Und was, wenn es wie in Bremen im Fall Kevin zu einer Kindstötung kommt? Diese prügelnden Väter wollen ja mehr, sie hören ja nicht auf (außer wenn sie Urlaub brauchen, wegen der schmerzenden Hände). Auch im Fall Kevin war es für das Landgericht Bremen unbegreiflich wie alle Beteiligen, Ärzte, städt. Angestellte und Sozialpädagogen, weg schauten und damit am Tode dieses Kindes mitverantwortlich waren. Und Kevin ist kein Einzelfall, die Tendenz ist steigend!

Tja, wir schauen nur da hin wo es schön ist. Deshalb ist Ennepetal auch eine schöne Stadt. Nächste Woche kommt ein Staatssekretär aus dem Düsseldorfer Innenministerium um Ennepetal während eines „Festaktes“ eine Urkunde zu überreichen – Ennepetal Stadt der Kluterthöhle.

Wie werden dann alle Ennepetaler Politiker sagen: Ennepetal ist eine schöne Stadt. Toll.

Und die geprügelten Kinder, Frauen oder warscheinlich sogar sexuell genötigten dieser Stadt?

Ich schäme mich für diese Stadt, die mit diesem Artikel auch noch eine Sozialpädagogin promoten möchte; auf Kosten des Kindes. Meine Güte, wie verroht muss man sein um so was schreiben zu lassen.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal
[Fotos: Linde Arndt]

VOR WIEN von Akın E. Şipal

VOR WIEN von Akın E. Şipal am Samstag, 6. Oktober 2012 um 20 Uhr

[Castrop-Rauxel/NRW] – Was geht einem türkischen Geschäftsmann durch den Kopf, der den größten Teil seiner Zeit über den Wolken lebt? Er fliegt um die Welt, träumt sein Leben und seine Stadt Istanbul. Doch „Er sagte, er könne nicht hin. Es wäre ihm unmöglich, er könne nicht in dieser Stadt leben, weil sie ganz einfach ihm alleine gehöre.“ Erzählt die Tochter von Erol Soner, der zentralen Figur im Sprechtheaterstück VOR WIEN von Akın E. Şipal.

Der erst 21-jährige Autor hat ein Stück mit faszinierenden Figuren über das Leben geschrieben, ein Stück in gewaltiger sprachlicher Opulenz, geprägt von Klarheit. Der Suhrkamp-Verlag hat den jungen, in Essen geborenen und in Gelsenkirchen und Istanbul aufgewachsenen Filmstudenten Akın E. Şipal unmittelbar nach dem Wettbewerb in sein Programm aufgenommen. Ein enormes Sprachvermögen und ein großes Entwicklungspotential attestiert ihm auch die IN ZUKUNFT Jury: „Ein Stück, das nicht nur versnotierte monologische Abschnitte mit klassisch dialogischen Szenen verbindet, sondern auch dramaturgisch überraschende Wendungen birgt. Es mischt auf sehr subtile Weise die Themen, Exil und Migration – die Handlung spielt sozusagen „in der Luft“ – in einem Flugzeug, begleitet vom unaufhörlichen Rauschen der Turbinen, ein überzeugendes Bild für das Thema Heimatlosigkeit.“

Das Westfälische Landestheater (WLT) zeigt die Premiere des Gewinnerstücks VOR WIEN am Samstag, den 6. Oktober 2012 um 20 Uhr in der Stadthalle Castrop-Rauxel am Europaplatz nur einmalig. „Darüber hinaus kann die Produktion VOR WIEN aber bei uns bestellt werden“, so Günther Wohlfahrt, Kaufmännischer Leiter des WLT. „Wie auch die szenischen Lesungen der insgesamt neun Stücke aus dem IN ZUKUNFT-Wettbewerb. Sie bieten hochinteressanten, multiperspektivischen Stoff und sind bereits viel gefragt bei unterschiedlichen Veranstaltungen, wie der LWL-Visionskonferenz zur Kulturagenda Westfalen, den NRW-Theatertagen und der EXTRASCHICHT im Juni.“

Die Theaterzeitschrift „Die deutsche Bühne“ hat in einer Kritikerumfrage zum Ende der Spielzeit das Engagement des WLT im Bereich Migration hervorgehoben, die bundesweit erscheinende Theaterzeitung „Mykenae“ druckte Auszüge des Gewinnerstücks VOR WIEN in der August-Ausgabe ab.

Der Wettbewerb IN ZUKUNFT steht für eine interkulturelle Öffnung der Theaterbühne,

für neue Stücke und auch für neue Zuschauergruppen: www.inzukunft.org

Bild: Akın E. Şipal


VOR WIEN
Akın E. Şipal

Zeitgenössisches Stück

Inszenierung Christian Scholze

Ausstattung Anja Müller

Regieassistenz / Abendspielleitung Rabea Stadthaus

Erol Soner Burghard Braun

Die Tochter / Flugbegleiterin 1 Charis Nass

Aylin / Flugbegleiterin 2 Julia Gutjahr

Martin / Großmann / Fluggast Andreas Kunz

Lukas / Erols Chef Neven Nöthig
 PREMIERE

Samstag, 06. Oktober 2012

Beginn: 20.00 Uhr

Westfälisches Landestheater

Europaplatz 10, 44575 Castrop-Rauxel


Foto © Volker Beushausen

Frühschoppenkonzert und Klutertbergfest

Frühschoppenkonzert und Klutertbergfest – Atmosphäre auf der Ennepetaler Stadtfete

Am kommenden Sonntag, den 30. September 2012 gibt die Stadt- und Feuerwehrkapelle Ennepetal um 11.00 Uhr auf dem Marktplatz in Milspe im Rahmen Ihrer Sommerkonzerte ein großes Frühkonzert.

Der musikalische Leiter Peter Bremicker hat für dieses Konzert ein Programm zusammengestellt, welches von der traditionellen Blasmusik bis in die Moderne für jeden Musikgeschmack und jedes Alter etwas zu bieten hat und verspricht einen vergnüglichen, unterhaltsamen und unvergesslichen Vormittag.

Genau vor einem Jahr veranstaltete die Stadt- und Feuerwehrkapelle im großen Saal des Haus Ennepetal eine große Orchestermatinee unter dem Titel „Markt de Musik“. Das fulminante Orchesterkonzert soll am Sonntag in eine 2. Runde gehen.

 

 

Neue und alte Bürgermeister StellvertreterIn in Ennepetal

 [jpg] Ennepetal hatte in den letzten Monaten zwei Bürgermeister StellvertreterInnen verloren. Da Ennepetal eine arme Stadt ist, wie der Bürgermeister immer wieder betont, sollte man meinen: Gut ist.

Aber nicht in Ennepetal. Es musste ein neuer 1. und 2. Bürgermeister Stellvertreter her. Ludger Brinkmann (CDU) versus Anita Schöneberg (SPD) war die angesagte Paarung.

Es ging ja auch um was, immerhin, der Sieger bekommt monatlich rund 700,– bis 800,– Euro auf die Hand als Aufwandsentschädigung. Frau Schöneberg (SPD) hatte nach der letzten Kommunalwahl das Nachsehen und musste Herrn Kraft (CDU) weichen.

                          Andre Hüsgen [Pro NRW]                    
  Anita Schöneberg  [SPD]

Nun ist Herr Kraft (CDU) zurück getreten und es stand eine Neuwahl an. In den letzten Monaten hatte sich aber bei der CDU etwas getan, Walter Faupel der alte Silberrücken ist zurück getreten und hat den Jüngeren das Feld überlassen. Nur die Jüngeren waren sich nicht richtig einig, um es mal ganz nett zu sagen. Es entstanden zwei Gruppen die sich jetzt kritisch gegenüberstehen. Und der alte Silberrücken war, so wurde kolportiert, nicht ganz unschuldig an diesem Dilemma. So ist das mal bei einem Generationswechsel. Und so stand Ludger Brinkmann (CDU) heute am Pressetisch und kündigte an, er werde nicht gegen Anita Schöneberg (SPD) antreten. Das hatte gesessen. Für Ennepetal war dies eine Revolution, dass eine CDU nicht geschlossen abstimmen wollte. Und so stand nur die Wahl Anita Schöneberg (SPD) gegen den rechtsextremen Andre Hüsgen an – eine Formsache halt.  Anita Schöneberg (SPD) gewann natürlich mit den 26 Stimmen von SPD, Bündnisgrünen, FDP, FWE und den Piraten. Die CDU hat sich offensichtlich fast komplett enthalten, was den kleinsten gemeinsamen Nenner innerhalb der CDU darstellte.

  

Es ist schon verdächtig wenn auf einmal Anita Schöneberg (SPD) gewählt werden kann, was mag die SPD und Frau Schöneberg getan haben um hier einen Erfolg zu verbuchen? In der letzten Zeit war es verdächtig still geworden im Rat der Stadt, Frau Schöneberg fragte nicht mehr so viel. Hat sie sich etwa disziplinieren lassen?

    
Jens Knüppel [CDU]
          
Ludger Brinkmann [CDU]

Folgend standen die Wahlen für den zweiten Bürgermeister Stellvertreter an. Hier stellten sich Jens Knüppel (CDU) und Ludger Brinkmann (CDU) zur Wahl. Jens Knüppel hatte mit 23 Stimmen gegenüber 17 Stimmen für seinen Kontrahenten Ludger Brinkmann (CDU) die Nase vorne.

Meine Kollegen von der Westfälischen Rundschau waren ganz aus dem Häuschen und wollten sofort einen Baum fällen damit sie wieder druckbares Papier für diese Meldung zur Verfügung hatten. Aber es war doch eine Normalität in einer Demokratie. Andere Themen aus dieser Sitzung waren wieder nicht normal, aber wer wollte das schon wissen. Personen und Posten sind doch viel wichtiger als sachliche Themen die auf eine Lösung warten, die Parteien wollten doch den Klischees entsprechen. Und so stellen wir verduzt fest, wir haben klamm heimlich einen Bürgermeister Stellvertreter weniger. Toll.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 Fotos: © Linde Arndt

                                                                                  

    v.l. Anita Schöneberg / BM Wilhelm Wiggenhagen / Jens Knüppel

 

   

 

Prometheus der Menschenfreund

Prometheus Aufführung der Ruhrtriennale 2012[jpg] Es geht um Wort, Tat, Raum und Zeit. Dieses sind die hervorstechendsten Inhalte des Prometheus nach Aischylos. Carl Orff erkannte offensichtlich die Zeitlosigkeit dieser Tragödie und schuf dieses eindrucksvolle Musiktheater. So ändern sich die Zeiten, in meiner Schulzeit hätte ich für dieses Aischylos Drama in der Übersetzung die größten Probleme bekommen. Damals kannten die Altphilologen unserer Schule keine Gnade, es musste übersetzt werden. Am 16. September war Premiere des Prometheus nach Aischylos von Carl Orff in der Duisburger Kraftzentrale Im Rahmen der Ruhrtriennale. Das ganze Stück in Altgriechisch und das mit meinen weniger als rudimentär zu nennenden Sprachkenntnissen. Es kam aber ganz anders, denn Peter Rundel (Musikalische Leitung) und Lemi Ponifasio ( Regie, Bühne und Kostüm ) brachten einen Prometheus zur Aufführung,  der die Inhalte erfahr- und erfühlbar machte. Musik als Sprachverstärkung,  die aber die Sprache nicht unterdrückt, vielmehr die inhaltliche Dramatik des Stückes verstärkt um der Erfahrbarkeit des Stückes wegen. Und das Stück hat es in sich und konnte in der Duisburger Kraftzentrale aus dem Vollen schöpfen. Die Halle, rund 170 meter lang, die noch vorhandenen Industrieaufbauten, die morbide erscheinenden Wände  mit dem verspiegelten und indirekt beleuchteten Bühnenbild, mit einer zerklüfteten Wand (Felswand)auf der rechten Seite, auf der das Orchester mit seinem Dirigenten spielte. Eine unendliche Fläche tat sich dem Betrachter auf. Dies alles ließ ein diffuses Gefühl der Hoffnungslosigkeit aufkommen.

Zum Inhalt und Hintergrund der Tragödie:

In der griechischen Mythologie herrschte Kronos über die Welt. Kronos der seinen eigenen Vater Uranus durch Kastration entmachtet hatte, fürchtete selber durch seine Kinder gewaltsam entmachtet zu werden. Um dem zu entgehen fraß er seine eigenen Kinder die er mit seiner Schwester Rhea hatte. Rhea versteckte das jüngste Kind Zeus und gab dafür Kronos einen in Windeln gewickelten Stein, den Kronos auch sogleich verschlang. Als Zeus groß wurde überwältigte er seinen Vater Kronos und verbrachte ihn für immer auf die „Insel der Seligen“. Einer der Helfer und Freunde von Zeus war unter anderem Prometheus. Als Zeus nun über die Welt herrschte kümmerte sich Prometheus  um die Menschen, er brachte ihnen das Feuer aber auch die Hoffnung. Nur für Zeus waren die Menschen wegen ihrer Sterblichkeit aber auch mangelhaften Einstellung zum Recht unvollkommen, er verbot jedem ihnen in irgendeiner Form zu helfen. Prometheus, höchst moralisch, stellte sich mit dieser Tat gegen Zeus,den Herrscher der Welt. Prometheus dachte allerdings auch, dass seine Freundschaft mit Zeus belastbarer wäre. Ein Irrtum! Zeus schickte Kratos (Macht) mit seiner Schwester Bia (Gewalt) und dem Schmied Hephaistos um Prometheus im fernen Kaukasus für immer an einen Felsen zu schmieden, denn töten konnte Zeus den unsterblichen Prometheus nicht. Um dem Ganzen einen weiteren dramatischen Aspekt zu geben, musste der Adler Ethon jeden Tag dem gefesselten Prometheus die Leber aus dem Leib zerren und verzehren. Prometheus hatte aber noch eine weitere Eigenschaft, er war ein „Seher“ oder Voraussehender und als solcher wusste er auch um das Ende der Herrschaft des Zeus. Zeus schickte Hermes um von Prometheus diese Information zu bekommen, dieser verweigerte sich dem Zeus. Soweit die Inhalte dieser Tragödie mit einigen Hintergrundinformationen des Stückes, um ein Verständnis für dieses  zu erreichen. Es ist ein hochdramatisches Stück welches gerade von dem amerikanischen Regisseur Ridley Scott adaptiert und umgeschrieben wurde. Die Ruhrtriennale 2012 brachte nun den Orffschen Prometheus in Duisburg zur Aufführung. Lemi Ponifasio und Peter Rundel ist es gelungen die Tragödie in Altgriechisch zu inszenieren ohne beim interessierten Besucher das Gefühl aufkommen zu lassen, man benötige die dafür notwendigen altgriechischen Sprachkenntnisse.

Kommen wir nun zur Duisburger Aufführung:

Wenn der Besucher seinen Platz eingenommen hat, sieht er links vorne Prometheus im Halbdunkel sitzen. Das Licht für die Besucher geht aus und die Bühne erscheint einem unendlich weit, in der „Ferne“ sieht man eine Gestalt sich vor einer Wand  bewegen. Je nach Inhalt wird die Bühne mittels Licht, Video oder Spiegelung erweitert. Von rechts oben erkennt man den Dirigenten, der die Verbindung zur Handlung und seinem Orchester aufrecht hält.

Kratos, Bia und Hephaistos kommen wie Schattenmenschen herein um über die Fesselung des Prometheus zu sprechen. Hephaistos zögert den Befehl von Zeus auszuführen, da er mit Prometheus verwandt ist – verständlich. Kratos und Bia sind als typische Befehlsempfänger angelegt, die über den Befehl hinaus Prometheus gequält sehen wollen. Hephaistos ist dabei nur ausführendes Individuum. Prometheus erkennt seine Not und ruft sie in die Welt. Prometheus ist nun physisch zweigeteilt indem er im hinteren Teil der Bühne auf einem „OP-Tisch“ oder „Opferstein“ liegt und vorne links rezitierend oder singend das Geschehen begleitet. Durch seine Anklage erscheinen die Okeanidentöchter die an dem Leid des Prometheus teilnehmen wollen. Die Töchter bieten ihre Hilfe an, erwarten aber eine andere Grundhaltung des Prometheus gegenüber Zeus. Der Frauenchor, ChorWerk Ruhr unter der Leitung von Florian Helgath, erscheint Libellen gleich und  die Okeanidentöchte rumringen  schützend die Gestalt des Prometheus .Stimmlich und sprachlich ein hervorragend besetzter Chor. Aus diesem Chor treten 3 Solistinnen hervor, die die Qualität dieses Chores besonders unter Beweis stellen.

Okeanos tritt auf um Prometheus zum Einlenken gegenüber Zeus zu bewegen. Auch er versucht Prometheus die Schuld an dieser Strafe zu zuweisen. Nun geht zum ersten mal auf allen Vieren im Hintergrund ein "Mensch" über die Bühne. Okeanos will vermitteln, will aber Zeus die Nachricht vom Nachgeben des Prometheus überbringen. Prometheus lehnt die Vermittlungsbemühungen jedoch ab.

Es tritt Io Inachis auf die Bühne. Io hatte eine Beziehung mit Zeus. Io ging diese Beziehung nur ein, weil in ihrem Umfeld ihr alle dazu rieten. Letztendlich wurde sie von ihrem Vater Inachis verstoßen, von Hera der Frau des Zeus bestraft und irrt als Kuh verbannt in der Welt herum. Io haderte mit ihrem Schicksal und hörte vom gleichgelagerten Schicksal des Prometheus. Trotz ihrer eigenen scheinbar unlösbaren und belastenden Probleme bot sie Prometheus ihre Hilfe an. Prometheus lehnt jedoch auch hier ab. Warum? Beiläufig erzählt Prometheus Io, dass er wisse wann die Zeit des Zeus gekommen wäre und auch er (Zeus) untergehen würde. Io versucht Gesprächsweise den Zeitpunkt des Untergangs von Zeus herauszubekommen. Prometheus schweigt hierzu jedoch. Io geht.

Hermes tritt auf und will von Prometheus wissen wann der Zeitpunkt und die Umstände des Sturzes von Zeus kommen würden. Prometheus will diese Information jedoch nur heraus geben wenn Zeus seine Fesselung an den Felsen rückgängig macht. Hermes kündigt Prometheus aufgrund dieser Weigerung den Untergang in den Tartaros an ( Das ist die Hölle (Hades) unter der Hölle, also eine Steigerung der Hölle.) Die Oceaniden bitten Prometheus dem Verlangen von Zeus zu entsprechen. Prometheus lehnt kategorisch ab; denn er weiß um seiner Unsterblichkeit und sein vorausschauendes Wissen. Prometheus will das sich die Oceaniden um ihrer selbst in Sicherheit bringen, sie bleiben jedoch.

Prometheus bezichtigt nun Zeus der Ungerechtigkeit aber auch der „Tyrannei „ Prometheus versinkt mit den Okeaniden und dem Felsen in den unendlichen Tartaros. Soweit den Ablauf der Handlung.

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Versuch einer Interpretation der Aufführung

Als Carl Orff 1968 das Stück zur Aufführung brachte, wollte er es nicht psychologisiert sehen. Orff, ein Humanist, wollte der alten Sprache und den Inhalten der großen griechischen Dichter wieder zur neuen Geltung verhelfen. Nur er wusste damals sicher nicht wie die Psychologie sich entwickeln würde. Heute kennen wir auch massenpsychologische Zusammenhänge und deren Ursachen. Prometheus ( Wolfgang Newerla ) spielt seine Rolle unaufgeregt und souverän im Bewusstsein seiner eigenen Macht. Stimmlich  ein Heldenbariton, der weit über die für einen Heldenbariton notwendigen Oktaven verfügt, schauspielerisch ist dies (immerhin) 2 ½ Stunden ohne Pause von Wolfgang Newerla als herausragende Leistung anzusehen. Die Wechsel vom Gesang zu den Rezitationen und umgekehrt waren wie gewollt und ohne Brüche. Und dieser Wechsel ist notwendig um vom klagenden oder anklagenden Prometheus zum souverän agierenden Wissenden zu gelangen, der –  immerhin  noch – ein Faustpfand gegenüber Zeus in der Hinterhand hat. Die Macht des Wissens ist das Thema. Aber auch die Macht des Wortes. Auf der anderen Seite zieht er seine Stärke aus den der Menschen erbrachten Taten. Immerhin hat er die Menschwerdung nicht nur unterstützt sondern sie wesentlich vorangetrieben. Ponifasio lässt wie unbeabsichtigt einen Menschen auf allen Vieren ab und an über die Bühne laufen, Prometheus suchen und letztendlich auch finden. Ein rührendes Erlebnis, wie der auf allen Vieren gehende Mensch sich aufmacht auf „beiden Beinen“ zu stehen. Vor ihm stehen seine Spezies auf zwei Beinen und er steht langsam auf und geht in die Spezies Mensch über. Mag sein, er geht auch unter; denn alle verschwinden in einer Dunkelheit ( Der Geschichte?). Dies alles als Schattenspiel angelegt. Ein Traum, ein Wunschdenken? Zeus der immer das Stück bestimmt, ist klar in seiner Anlage ein Tyrann und hat nicht umsonst die Ängste seines Sturzes entwickelt. Io eine Frau die alles richtig gemacht hat und doch bestraft wird. Brigitte Pinter mit einer gewaltigen Stimme ausgestattet, bringt die widersprüchliche Persönlichkeit der Io über alle Maßen zur Geltung. Der Wechsel von hysterisch, jammernd zu neugierig oder erzählend gelingt Brigitte Pinter ohne Probleme. Sie will nicht mehr verbannt und als Kuh durch die Welten gehen, jeder Verbündete ist ihr da recht um an ihr Ziel zu gelangen. In soweit haben Prometheus und Io die gleichen Probleme, die sie zu Verbündeten machen müsste. Ponifasio legt zwar eine starke Io an, erkennt aber die Schwäche in dieser Frau, die nichts in der Hand hat.

Stichwort die Zeit.

Ponifasio lässt auf beiden Seiten der Bühne im Halbdunkel die Okeaniden als auch die Menschen in langsamem Takt die Seitenbühne abschreiten, ein nicht abreißender Strom. Als sich alles zuspitzt und das Schicksal Prometheus unausweichlich ist, sind auch Mensch und Okeaniden verschwunden – die Zeit ist um.

Stichwort Raum.

Ponifasio benutzte die gesamte Länge der Duisburger Kraftzentrale um die Tat, also Prometheus Fesselung im Hintergrund und das Wort, also die Klage und das Anklagen des Prometheus im Vordergrund darzustellen. Durch diese Anordnung tritt die Handlung der Fesselung durch Zeus in den Hintergrund. Das Mitleiden der Okeaniden und das schützen wollen ist eine Großtat auf der Handlungsebene. Und im Hintergrund geht Prometheus physisch auch unter, nicht jedoch das Wort als Ideal, dies verbleibt vorne bei dem Menschfreund. Mag der Körper auch vergehen, die Idee, ist sie einmal gesagt und getan, bleibt für immer.

Stichwort Politik.

Dieses Stück ist hoch politisch angelegt; zeigt es doch eindringlich die Bewegungs- und Rückständigkeit eines Tyrannen und damit des Systems. Zeus, der narzistisch nur seinem Ego verpflichtet ist. Prometheus ist hierbei der Erneuerer und Veränderer der die Blockaden des Systems überwinden will, indem er einer unterdrückten Spezies hilft sich überhaupt erst zu entwickeln. Er bringt erst das System nach vorne. Aus seiner Person ergeben sich die brennenden Fragen, die jedes Individuum in seiner Uranlage fragt. Seine Erkenntnis zieht er aus einem wie immer gearteten kategorischen Imperativ im Kant´schen Sinne. Und das Macht seine Stärke aus und ist die Schwäche seines Widersachers Zeus. Durch den  Untergang von Prometheus, den Zeus nun herbeigeführt hat, wird nur eines für Zeus gewonnen – Zeit – die er aber nicht hat. So hat Ponifasio Prometheus im Schlussbild mit ausgebreiteten Armen –  noch den Qualm des Untergangs bei sich  als Mahnmal –  in den Tartaros fahren lassen. Denn eines haftet Prometheus, dem Titanen an, die Unsterblichkeit. Ich denke Orff und Ponifasio wollten beide das gleiche, die Unsterblichkeit der Menschwerdung. Hier wird es nie einen Abschluss geben, es wird ein immerwährender Prozess sein. Im Nachhinein gibt es ein großes Lob und zwar ohne Einschränkung. Ja, man hätte ein Laufband installieren können und die Übersetzung von Heiner Müller ablaufen lassen können. Aber was hätte das gebracht? Eine handvoll Altphilologen hätten Übersetzungsfehler gefunden. Aber der große Rest des interessierten Publikums wäre durch diese Laufbänder abgelenkt worden. Und nein, man hätte es eben nicht in deutsch übersetzen sollen. Denn dadurch wäre das Zusammenspiel von Musik und Sprache gefährdet worden. Die altgriechische Sprache hat einen ganz anderen Rhythmus und nur darauf war die Musik abgestimmt. Und im übrigen –  zu jeder Aufführung gehört eine Vorbereitung und ein Programmheft. Viele hatten beides und haben einen Hochgenuss gehabt. Sie auch? Es war zu jeder Zeit eine spannende Aufführung, durch die Ponifasio, Rundel und Helgath dem Besucher das tragische der Prometheus Tragödie so nahe gebracht hatte, das Lust auf mehr entstand.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Duisburg
[Fotos und Collage: © Linde Arndt]

 

    

Prometheus Aufführung der Ruhrtriennale 2012
Prometheus Untergang in den Tartarus ( Unter der Hölle)

 

 

 

………….Grundinformationen zur Tragödie ………………..

 

Prometheus nach Aischylos (Musiktheater)
Von: Carl Orff
Uraufführung: 24. März 1968 (Stuttgart, Staatstheater Stuttgart)

Zur Inszenierung der Ruhrtriennale2012:

Premiere: 16. September 2012 (Kraftzentrale, Duisburg)

Musikalische Leitung: Peter Rundel
Regie, Bühne, Kostüm, Video: Lemi Ponifasio / MAU
Licht: Helen Todd
Dramaturgie: Stephan Buchberger
Klangregie: Norbert Ommer
Einstudierung Chor: Florian Helgath

Besetzung:

Prometheus: Wolfgang Newerla, Ioanne Papalii (MAU Company)

Kratos: Thomas Moewes

Bia: Kasina Cambell (MAU Company)

Hephaistos: Eric Houzelot

Okeanos: Dale Duesing

Io Inachis : Brigitte Pinter, Helmi Prasetyo (MAU Company)

Hermes: David Bennent


Tänzer: MAU Company
Chor: ChorWerk Ruhr
Orchester: Ensemble musikFabrik, SPLASH, Studenten des Orchesterzentrum | NRW, und Statisterie der Ruhrtriennale

Deutsche Übertragung der Tragödie : Heiner Müller

Kulturfabrik Ibach-Haus startet Vorverkauf für erste Silvesterparty

[Schwelm]Buntes (Überraschungs)Programm begleitet stimmungsvollen Rutsch ins neue Jahr 

 Der Verein Kulturfabrik Ibach-Haus e. V. hat mit dem Vorverkauf für die in dieser Form erste Silvesterparty begonnen. Wer sich also den stimmungsvollen Jahreswechsel mit einem buntem (Überraschungs)Programm nicht entgehen lassen möchte, sollte sich in den bekannten Vorverkaufsstellen (POTPOURRI, Dr. Strings Musikshop, Ibach-Haus) so schnell wie möglich eine Karte aus dem begrenzten Kontingent sichern.  
 Der Veranstalter hat sich fest vorgenommen, den Gästen dieser Premierenfete für einen Eintrittspreis von 75 Euro eine Menge zu bieten. Darin enthalten sind neben einem kalt-warmen Buffet in ausgesuchter Qualität ebenfalls alle Getränke wie Bier, Wein, Softdrinks und Mitternachtssekt. Für entsprechende Stimmung sorgen die bekannte heimische Coverband SIXPACK und DJ Markus Michels. Auf die Besucher warten zudem weitere Unterhaltungsschmankerl.
 Cheforganisator Roland Hornig: „Mit diesem Angebot in Eigenregie haben wir durchaus Mut bewiesen. Aber wir sind davon überzeugt, dass ein derartiger Silvesterball einfach gefehlt hat und freuen uns auf Besucher aus dem gesamten EN-Kreis, mit denen wir gemeinsam feucht-fröhlich ins neue Jahr rutschen wollen.“
 Kultur einmal anders im Ibach-Haus – mit deutlichem Fokus auf ein ebenso stimmungs- wie niveauvolles Gesamtpaket. Immerhin sollte nach Ansicht des Vereins auch beim Feiern eine gewisse kulturelle Ebene garantiert sein.
 
           Tickets sind in den Vorverkaufsstellen bei POTPOURRI, Kirchstraße, in Dr. Strings Musikshop, Hattinger Str. 25, im Ibach-Haus

–            zum Preis von 75,– Euro erhältlich.

          Telefonische Ticketreservierung unter 02336/470027

          Einlass zu dieser Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

 

Äpfel fallen nicht weit vom Stamm

[jpg] Nun wussten in Schwelm fast alle was im Hause Wiesbrock abgeht. Musik, Musik und nochmal Musik. Da stand Stefan Wiesbrock mal mit Farfarello hunderte male auf der Bühne, dann wieder mit Ulli Brand und Strinxs ging es ab aber auch als Solokünstler machte er "Bella Figura" und jetzt dies. Klamm heimlich, für Eingeweihte allerdings nicht, machte Stefan Wiesbrock sich mit seinem Sohn auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Zuerst einen Mix von unkonventionellen aber kreativ variierten Kinderliedern, womit dieses neue Duo gut ankam. Instrumente gibt es für Father&Son zuhauf, die auch fleißig beim spielen genutzt werden. Wenn also der 11jährige Sohn Luka dem Vater mit lachenden Augen die Show und die Lacher stiehlt bleibt beim Besucher und Hörer kein Auge trocken. Die Lieder haben nebenbei einen hohen Wiedererkennungswert. Und jetzt ist es passiert, Vater Stefan Wiesbrock und Sohn Luka Wiesbrock stellten am 20. September 2012 ihre erste gemeinsame CD  vor. Und zwar am nachmittag nach der Schule von Luka im Hause Wiesbrock in Schwelm.
Ein ungewöhnliches und liebenswürdiges Duo dem man alles Gute und viele weitere gute CD´s  für diesen musikalischen Weg wünscht. Deshalb, Bühne frei für Luka und Stefan Wiesbrock.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

Konzertanter Hochgenuss zum Auftakt – „Best of NRW“ im Ibach-Haus

[Schwelm] Klassik-Time in der Kulturfabrik Ibach-Haus. Der in Moskau 1991 in Moskau geborene Violinist Yury Revich gestaltet am               21. September 2011 um 20.00 Uhr den Auftakt zur Konzertreihe „Best of NRW“, die auch in ihrer 14. Spielzeit wieder mit vier hochkarätigen Gastspielen in Schwelm vertreten ist.Das Konzert verspricht einen musikalischen Hochgenuss. Und nicht nur absolute Klassik-Fans dürften auf ihre Kosten kommen, wenn der beachtliche Nachwuchs-Künstler mit den Klängen seiner Balestrieri-Violine aus dem Jahr 1783 den Konzertsaal der ehemals bedeutendsten Pianomanufaktur der Welt mit seinem einmaligen industrie-architek­tonischen Charme erfüllt.Der Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen. Er studierte an der Musikschule des Moskauer Tschaikowsky Konservatoriums. Seit 2009 ist er am Konservatorium Wien bei Pavel Vernikov eingeschrieben. Im gleichen Jahr debütierte er als Solist in der berühmten New Yorker Carnegie Hall.Gemeinsam mit der Konzertpianistin Magda Amara verspricht Revich in Schwelm ein konzertantes Erlebnis auf höchstem Niveau. Beide Künstler haben eine ähnliche Vita. Die 28jährige wurde ebenfalls in Moskau geboren wo sie zunächst am staatlichen Konservatorium studierte. Vor drei Jahren entschloss auch sie sich, nach Wien zu gehen, wo sie sich weiter von Stefan Vladar ausbilden lässt. 2009 wurde sie Solistin der Moskauer Philharmonie, eine Ehre, die nur wenigen Musikern in Russland zuteil wird.Beide Musiker sind ebenfalls gefragte Kammermusiker, die sich unabhängig von einander bereits in verschiedenen Ensembles einen Namen gemacht haben.

Die Besucher dürfen sich also einmal mehr auf eine ganz besondere Veranstaltung freuen, die sich nahtlos an die qualitativ stets hochwertigen und sehr erfolgreichen Konzerte der Best of NRW-Reihe anschließt.

 

Bildzeile:Die beiden russischen Künstler Yury Revich und Magda Amara versprechen einen konzertanten Hochgenuss im Ibach-Haus. 

Tickets sind in den Vorverkaufsstellen bei POTPOURRI, Kirchstraße,

Dr. Strings Musikshop, Hattinger Str. 25,

Ibach-Haus sowie an der Abendkasse zum Preis von 13,– Euro, ermäßigt für 7,– Euro erhältlich.

Besucher unter 14 Jahren sind frei.

          Telefonische Ticketreservierung unter 02336/470027

          Einlass zu dieser Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

 

Damit Gevelsberg noch strahlender wird

[la] Es ist wie bei einem Staffellauf. Begonnen hatte diese von Britta Kruse ins Leben gerufene Aktion im Jahr 2010 in Schwelm (Veranstaltungsort Ibach-Haus), als die Aussichten auf eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung in Schwelm ziemlich duster war. Es wurde ein voller Erfolg, der immerhin 10.000 Euro für die Beleuchtung aufweisen konnte. Dann ging es 2011 weiter ins Industriemuseum Ennepetal. Auch hier ging es darum, Gelder für die Weihnachtsbeleuchtung zu aquirieren und es kamen wieder  10.000 Euro zusammen . Und nun – 2012 – ist Gevelsberg an der Reihe und wir sind gespannt, ob Gevelsberg das Ergebnis noch toppen kann.

Man nehme eine junge, kreative Frau, die ihre Vision umzusetzen weiß und die Organisation übernimmt – drei Bands, die Willens sind  für einen guten Zweck ohne Gage aufzutreten – einige Sponsoren, die das Rahmenprogramm  unterstützen (z.B. durch ein Catering oder sonstige Leistungen) – viele ehrenamtliche Helfer – eine Stadt die die Rahmenbedingungen ohne Kosten trägt und . . . . . .ganz viele Besucher, die in den vier Stunden  nach Herzenslust zu heißen Rhytmen der erstklassigen Bands aus der Region abrocken und einen fantastischen Abend verbringen wollen.

Der Eintritt von 13,00 € ist eigentlich gar kein Eintritt, sondern wird als Spende zur Unterstützung der Weihnachtsbeleuchtung verwendet. Die Karten sind ab sofort erhältlich und zwar bei: Mode Tasbier, Bücher Apelt, der Stadt Gevelsberg, der WAP in Schwelm und der VER, die am Veranstaltungsabend Shuttlebusse in den Nachbarstätten Schwelm und Ennepetal einsetzen wird.

Auch die Einnahmen aus Bewirtung [Essen und Trinken ist gewährleistet – was wird aber jetzt noch nicht verraten]  gehen in voller Höhe in die Spendenaktion.


   v.l.: Reinhold Bedurke (Greyhound )/ Werner Tasbier (ProCity) / Hans Georg Jacobi (Scholle and the good old boys) /
   Britta Kruse (WAP Schwelm) / Bürgermeister Claus Jacobi / Frank Manfrahs (CityMana
ger)

Wie aus dem  obigen Plakat ersichtlich ist:

Benefizkonzert: ROCK FOR LIGHT

Veranstaltungstag: Samstag 27. Oktober 2012
Veranstaltungsort:  Aula  Alte Geer, Gevelsberg
Einlass:                   19:00  Uhr
Beginn:                    20:00 Uhr
Eintritt:                      13,00 €

Es heizen ein:

Scholle and the good old Boys
GreyHound
und smithy live

Werner Tasbier bedankte sich bei dem Pressegespräch mehrfach im Namen von  ProCity für diesen Einsatz und freut sich, wie auch  Bürgermeister Claus Jacobi und der Citymanager Frank Manfrahs, schon sehr auf diesen vielversprechenden Erlebnisabend.

Britta Kruse meinte abschließend: Es wird ein toller Abend werden. Wir sind in Gevelsberg.

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

[Fotos  Linde Arndt]