Hattingen (lwl). Am 12. November, 20:00 Uhr laden die RheinRuhrPhilharmonie, die Volksbank Sprockhövel und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wieder zum Herbstkonzert „Volksbank.klassisch in das LWL-Industriemuseum Henrichshütte ein. Die Gäste erwartet diesmal ein „poetischer Abend‘“.

 

 
v.l. Thomas Alexander Marketingleiter der Volksbank und Peter Hilgers, Künstlerischer Leiter der Rhein Ruhr Philharmonie.               Foto: lwl
 

Die Werke von Robert Schumann, Richard Wagner und Richard Strauss setzen einen Schwerpunkt auf die Musik der deutschen Romantik und Hochromantik. Gefühle und Intensität sind mit ihr verbunden. Mehr noch steht diese Musikepoche für den Aufbruch und ein neues Bewusstsein um die Kraft und Bedeutung des Individuellen. „Die Komponisten, die an diesem Abend vorgestellt werden, sind markante Protagonisten dieser Entwicklung“, erklärt Peter Hilgers von der RheinRuhrPhilharmonie. „Das Streben nach Individualität soll den Unterschied machen, verbindet als Qualität tatsächlich aber alle drei Komponisten. Gemein sind  allen Dreien drangvolle Kraft und intensiver Ausdruck.“

 

Dramatisch der Einstieg mit dem „Prélude“ aus Wagners „Meistersingern“. Der „Dichterkomponist“ (Liszt über Wagner) wurzelte in der Romantik, in der später auch Richard Strauss Anregungen suchte: „Es ist schwer Schlüsse zu schreiben. Wagner konnte es. Es können nur die Großen. Ich kann’s auch“, so Liszt weiter.  Seine „Orchesterlieder“, vorgetragen von Anke-Christine Kober (Sopran), mögen den Beweis antreten.

 

Mit Robert Schumanns 4. Symphonie schließt der Abend mit einem Hauptvertreter der Romantik ab. Symphonische Dichtungen – die RheinRuhrPhilharmonie wird unter dem Dirigat von Thomas Schlerka an diesem Abend für die Besucher poetisch.

 

Der Vorverkauf beginnt am 4. Oktober. „Erfahrungsgemäß ist ‘Volksbank.klassisch‘ sehr schnell ausverkauft“, weiß LWL-Museumsleiter Robert Laube. Tickets werden in den Filialen der Volksbank, im LWL-Industriemuseum und der Musikinstrumenten-Truhe Hattingen angeboten zum Preis von 12 Euro (reduziert 6 Euro).

Nachfolgend veröffentlichen wir einen Aufruf der‭ ‬-‭ ‬Initiative zum Erhalt der Schwelmer Brauerei‭ ‬-,‭ ‬der uns von einer Natascha Krieger‭  ‬per email zugeschickt wurde:


„‬Am kommenden Freitag,‭ ‬den‭ ‬30.09.2011‭ ‬findet ab‭ ‬20‭ ‬Uhr eine letzte Aktivität von Verbündeten zum Erhalten der Schwelmer Brauerei vor der Schließung statt.‭ ‬Ort des Geschehens ist  vor dem Verwaltungsgebäude der Schwelmer Brauerei am Bürgerplatz.‭
Wenn es nach dem Insolvenzverwalter und nicht eindeutig auszumachenden Interessenkreisen geht,‭ ‬endet an diesem Tag die letzte mehr als‭ ‬180-Jährige Braukultur in der Region.‭
Diesmal haben sich die Verantwortlichen der‭ „‬Schließungsgegner‭“ ‬für eine andere Form des Protestes als einer lauten Demo entschieden.‭
Dazu heißt es in einem Aufruf:‭ „‬Wir haben in den letzten Wochen und Monaten gezeigt,‭ ‬dass WIR demonstrieren,‭ ‬argumentieren,‭ ‬plöppen und durchhalten können.‭
Wir haben gemeinsam die Öffentlichkeit über die bevorstehende Schließung der Brauerei informiert.‭ ‬Haben die Medien und Politiker sensibilisiert‭ ‬…‭ ‬und vllt.‭ ‬auch etwaige Investoren.‭
Nichts davon geschah umsonst und zeigte Wirkung.‭ ‬Die seriöse Presse‭ (!) ‬berichtete objektiv darüber.‭ ‬Die Parteien bekundeten‭ "‬Unterstützung‭"‬.‭ ‬Nun wird sich bald zeigen‭ (‬müssen‭)‬,‭ ‬ob das Engagement jedes Einzelnen von UNS das drohende Schicksal der Brauerei und ihrer Mitarbeiter hat mit abwenden können.‭
Lasst uns diesen,‭ ‬sicherlich historischen Termin,‭ ‬30.‭ ‬September‭ ‬2011‭ ‬als jenen Tag würdigen,‭ ‬dass WIR gemeinsam Gesicht‭ & ‬Flagge gezeigt,‭ ‬und trotz widriger Umstände niemals aufgegeben haben.‭
Bringt an diesem Freitagabend weiße Lichter mit,‭ ‬als Symbol für:‭
Glück und Neuanfang.‭ … „

 Da der kommende Freitag der Tag der endgültigen Schließung der Brauerei ist,‭ ‬wünscht man sich eine stimmungsvolle Atmosphäre.‭ ‬Allerdings keinen Trauermarsch.‭ ‬Aufgerufen wurden die Anwesenden,‭ ‬mit weißen Kerzen‭ ‬/‭ ‬Windlichtern ausgestattet teilzunehmen.‭
 Zu anfangs werden kurze Statements von Verein-‭ ‬und Mitarbeitervertretung gehalten.‭
 Im Anschluss daran folgt eine Lesung aus dem Buch‭ „‬Andere Schweinereien und die Insolvenz‭“ ‬von Ana Lyse ( Yvonne Daniel….d. Redaktion ).‭
 Danach schließt sich der in Wuppertal beheimatete und in Schwelm lebende Autor Wolfgang Todtenhausen mit einem Leseteil aus seinem Roman‭ "‬Stachelherzen‭" ‬an.‭ ‬Nicht zuletzt deshalb,‭ ‬weil der Brunnen der Schwelmer Brauerei,‭ ‬einen inspirierten Bezug zur Romanhandlung hat,‭ ‬und darin ein Widersacher ein unrühmliches Ende in einem Braubrunnen nimmt.‭
 
-‭ ‬Initiative zum Erhalt der Schwelmer Brauerei‭ ‬-‭“

Es scheint so als wenn die‭ ‬-‭ ‬Initiative zum Erhalt der Schwelmer Brauerei‭ ‬-,‭ ‬die offensichtlich identisch mit der Facebook Gruppe ist zum Schluss, bis auf Kleinigkeiten, eine seriöse Schiene fährt.
Die Fragen bleiben:‭ ‬Wo waren die Mahnwachen,‭ ‬wo die Aktionen wie Nachtschichten,‭ ‬Liederabende,‭ ‬Diskussionen,‭ ‬Lesungen und,‭ ‬und,‭ ‬und, nach den Plöpp Aktionen und der ersten Demo‭? ‬Denn nur diese Aktionen hätten die notwendige Ernsthaftigkeit und Seriosität aber auch Aufmerksamkeit und, einem potenziellen Investor die Motivation gegeben die Brauerei zu übernehmen.‭ ‬Und weil diese Gruppe sich so verhielt wie sie sich verhielt,‭ ‬erfuhr sie auch nicht welche Chancen von Seiten der Wirtschaft einem ernsthaften Gesprächspartner geboten worden wären.‭ ‬Alles drehte sich bei dieser Gruppe um die eine Frage:‭ ‬Wer war Schuld an welchem Vorfall‭? ‬Die mehr als spannende Fragen und daran anknüpfenden Aktionen:‭ ‬Welche Ideen haben wir für den Erhalt der Brauerei‭? ‬Welchen Investor brauchen wir‭? ‬Wie viel Kapital braucht ein Investor? Wie erreichen wir über die Region einen Investor der die Brauerei eigentümerfinanziert zukunftsfest machen kann‭? Haben wir einen branchenkundigen Geschäftsführer? Wie viel und welches Personal steht noch zur Verfügung?
Die Gruppe hatte ja Werkzeuge an der Hand die eine positive Zielsetzung aber auch den Weg dahin, innerhalb kürzester Zeit europaweit bekannt gemacht hätte,‭ ‬sie hatte auch die personellen Ressourcen die mit dem neuen Internet,‭ ‬wie Web‭ ‬2.0‭ ‬oder social Networking,‭ ‬auf Du und Du gewesen sein müssten.
Stattdessen hatte die Gruppe von Grund auf einen stark ausgeprägt kultivierten Pawlowschen Reflex.‭ ‬Gab man ihnen positive und konstruktive Informationen fanden diese keinen Widerhall.‭ ‬Bei negativen Informationen die zu der negativen destruktiven Grundeinstellung passten wurden diese auch sofort dankbar angenommen und verarbeitet.‭ ‬Diese negativen Informationen fanden dann breiten Raum in den weiteren Erörterungen der Gruppe.
Nun hat man mir aus der Gruppe heraus vorgeworfen‭; ‬ich wüsste ja nicht was die Gruppe im Hintergrund kommunizieren würde.‭ ‬Das ist wohl wahr.‭ ‬Aber,‭ ‬wenn eine Gruppe eine negative Außendarstellung betreibt wie will sie denn bitte positive Ziele erreichen‭? Da nützt es nichts wenn man auf eine vermeintlich positive Innendarstellung hin weist. ‬Ja,‭ ‬man hatte zeitweise den Eindruck,‭ ‬ein Investor sollte nur das Kapital vorbei bringen um der Gruppe sodann die Brauerei als Spielwiese zu übergeben.‭
Und dann war da noch eine große Gruppe die aus dieser Aktion für sich einen Vorteil suchte,‭ ‬vielleicht auch fanden.‭ ‬Jochen Hussong stand ganz vorne mit seinem Westfalenhof Schwelm,‭ ‬Lars Brandenburg mit seiner Internetfirma der offensichtlich die Vorteile des Web‭ ‬2.0‭ ‬nicht kennt,‭ ‬Michael Zander,‭ ‬auch er hätte das Web‭ ‬2.0‭ ‬kennen müssen,‭ ‬mit seiner Beraterfirma oder meine Nachbarin,‭ ‬die zwar spät aber nicht zu spät,‭ ‬dahinter kam,‭ ‬dass man mit dieser Gruppe eine größere Aufmerksamkeit erringen konnte.‭ ‬Es waren keine Altruisten die das Sagen in der Gruppe hatten – weiß Gott nicht.
Und so wird am‭ ‬30.‭ ‬September nicht nur‭  ‬der Schwanengesang auf die Brauerei angestimmt,‭ ‬vielmehr ist es auch ein Schwanengesang auf das Versagen einer Bürgerbewegung für den Erhalt der Schwelmer Brauerei.‭

‭Aber es gibt ja noch ein Morgen nach dem 30. September – auch für diese Gruppe.

‭Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

 

[jpg] Alle hatten sich etwas vom 22. September 2011 im Schwelmer Jugendzentrum versprochen.

Nur was? Ich zumindest sah nicht vorrangig das  Thema Erhalt der Schwelmer Brauerei, zumindest nicht auf Seiten der Facebookgruppe. Es sollte eine moderierte Diskussion um die Zukunft der Schwelmer Brauerei werden. Die Moderation übernahm der Chefredakteur der Westfälischen Rundschau Klaus Bröcking. Auf der einen Seite war die komplette politische Riege nebst Stadtverwaltung mit Bürgermeister Jochen Stobbe angetreten. Und auf der anderen Seite viele „Freunde“ des Schwelmer Bieres, nebst der „8.000 er“ Facebook Gruppe.

 
  Forum der Bürgersprechstunde im Jugendzentrum                                                       Foto: © Linde Arndt
 

Bürgermeister Stobbe machte darauf aufmerksam, dass im Forum sehr viel Energie vorhanden wäre, die man positiv nutzen sollte.

Klaus Bröcking zurrte erst einmal die Regeln fest: Es sollte über die Zukunft der Schwelmer Brauerei geredet werden. Und um es etwas spannender zu gestalten, sollte auf eine Frage eine direkte Antwort kommen. Nachfragen oder Statements waren nicht erlaubt. Jetzt will ich die ganzen Fragen nicht aufdröseln. Vielmehr will ich das Erreichte dokumentieren.

 

Auf Seiten des Rathauses:

 

  • Politik, und zwar sämtliche Parteien, und Verwaltung waren uneingeschränkt für den Erhalt der Schwelmer Brauerei. Aber, und das wurde auch klar gemacht, Schwelm kann sich finanziell nicht bei der Brauerei arrangieren.

  • Falls ein Investor mit seinem Geschäftsmodell eine wie auch immer geartete bauliche Veränderung im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Pacht der Brauerei wünscht, wird das Rathaus die notwendigen Anträge mit Vorrang prüfen und auch genehmigen.

  • Jeder Investor der ein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen kann ist dem Rathaus willkommen.

 


v.l. BM Jochen Stobbe und Ralf Schweinsberg
Foto: © Linde Arndt

  Ob jedoch das Geschäftsmodell tragfähig ist, wird und kann nur von den Eigentümern der Immobilie als auch der Markenrechte entschieden werden.

Auf die Entscheidung hat das Rathaus nur bedingt Einfluss. Falls von Seiten der Genossenschaft oder der Facebookgruppe die Vermittlung eines Gespräches durch das Rathaus angedacht ist, wird die Stadt hilfreich zur Seite stehen.

Soweit das Rathaus mit Bürgermeister Jochen Stobbe und den gesamten Parteien.


Und was war mit den Schwelmern und der Facebookgruppe?

Nun, obwohl der Moderator die Fragen konstruktiv auf die Zukunft ausgerichtet sehen wollte, schmeckte dies vielen Leuten gar nicht. Die Facebookgruppe erkannte man an den beschriebenen Seiten die sie vor oder neben sich liegen hatten. Auf diesen Seiten waren die Fragen aufgeschrieben. Und was für Fragen!? Es ging darum einen Schuldigen zu finden, der für die Insolvenz herhalten sollte.

         
         

vlnr.: Barbara Lingnau, Claus Kaiser,  Dirk Podszuweit  und Yvonne Daniel                            Foto: © Linde Arndt

Der war auch relativ einfach gefunden – Bürgermeister Jochen Stobbe. Er hatte angeblich Investoren vergrault. Hinterher stellte sich jedoch  der Zeuge, Brauereimeister und Prokurist der Schwelmer Brauerei Stefan Jukic, der dies mitbekommen haben wollte, als nicht glaubwürdig heraus. Jukic soll auf der einen Seite im Zusammenhang mit dem Ossenkämper Fall unglaubwürdig und auf der anderen Seite mit der Erklärung gegen den Bürgermeister glaubwürdig sein. Die „Betriebsberaterin“ Yvonne Daniel wusste zum ersten mal konkrete und überprüfbare Zahlen zu nennen. Es sind rund 180 Genossen mit einem Kapital von rund 200.000,– Euro die sich erklärt (!!!) haben. Da die Genossenschaft erst am Morgen gegründet wurde, also eine Genossenschaft in Gründung ist, konnten noch keine Bankauszüge vorgelegt werden. Ob die Genossenschaft schon eingetragen ist wurde nicht gesagt. Es gibt allerdings einen Anwalt und einen Wirtschaftsprüfer auf Seiten der Genossenschaft, so Frau Daniel. In einem anderem Satz sprach Frau Daniel von Investoren (Plural), also mindestens zwei und im Nebensatz von einem Investor (Also drei Investoren) mit einem höheren Geldbetrag. Weitergehende Informationen über diese Investoren, wie Geschäftsmodelle, angedachte Investitionssumme, eigenes Personal, aus der Brauereibranche, die in solchen Gesprächen üblich sind konnten nicht genannt werden. Überhaupt bunkerte die Facebookgruppe wenn man sie gezielt befragte. Kurz, keine Aussage war belastbar man blieb im Allgemeinen und Nebulösen.

Michael Zander von der Facebookgruppe, wollte von allen Rathausmitgliedern eine persönliche Erklärung (Sogar schriftlich) gegen eine Nur-Brauhaus-Lösung haben. Als BM Jochen Stobbe diese Erklärung, nach Augenkontakt, für alle abgab, wollte Zander dies nicht gelten lassen, es sollten Einzelerklärungen abgegeben werden. Klar war aber auch, dass der Investor bei der Gruppe offensichtlich mit einigen Einschränkungen zu rechnen hat. Marktwirtschaftliche Regeln scheinen bei dieser Gruppe keine Geltung zu haben. Unfassbar und peinlich, war diese Veranstaltung, weil man weder eine Kapitalbedarfsberechnung, eine Anschubfinanzierung aufgestellt hatte, es braucht nur der Brauereiknopf auf „Go“ gestellt zu werden.Wie die Gruppe einem zukünftigem Investor helfen will ist mir schleierhaft. Durch höherem Bierkonsum?

Partizipative Demokratie kann man mit solchen Verhaltensweisen vergessen, denn es geht ja nicht um die Zukunft, es geht um Vergangenheitsbewältigungen und Therapiesitzungen um das Lecken der Wunden die man noch nicht einmal selber lecken will.

 

Und jetzt tun wir einfach mal so als ob Bürgermeister Jochen Stobbe am Abend das Handtuch geschmissen hätte. Was wäre dann gewesen?

 

Ich glaube dann wäre die Gruppe zufrieden nach Hause gegangen um sich dort eine Flasche Veltins, Krombacher oder Radeberger, gerne aus dem wöchentlichen Sonderangebot, zu „krallen“ und auf den Sieg zu trinken. Und die Schwelmer-Brauerei?

Und die Arbeitsplätze? Und Schwelm? Was soll es, Hauptsache wir haben denen da oben einmal gezeigt was Facebook so alles leisten kann und was man für eine Macht haben könnte. Mark Zuckerberg, Inhaber von Facebook, wird ihnen allen für diese kostenlose Werbung danken.

Und wie geht es weiter? Die Facebookgruppe wird so viel wie möglich an Genossenschaftskapital einsammeln, und Investoren Ratschläge erteilen wie sie ihr Geld anlegen sollen. Wie sagte Frau Lingnau vom Betriebsrat sinngemäß so schön: Wir brauchen keine Anschubfinanzierung also kein Kapital, wir brauchen nur bei den Supermärkten einzahlen und schon sind wir wieder im Geschäft. Toll! Betriebswirtschaft kann so einfach sein.

Im Saal sah ich Ernst Walter Siepmann vom Schwelmebad, der in diesem Jahr nicht weiß wie er die Gelder für das Schwelmebad zusammen bekommen wird. Aber wer erinnert sich noch an die Aufstände im Zusammenhang mit der Schließung des Schwelmebad. Wo sind die tausende von Leute ( Übrigens ohne Facebook) hin die ihr Schwelmebad unterstützen wollten. Aber das sind eben nur so Gedanken.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

 

Gemeinschaftsstiftende Projekte.
7. September 2011 – Die AVU unterstützt wieder Vereine in der Region Gevelsberg/Ennepe-Ruhr.
Viele neue, viele sozial wertvolle und gemeinschaftsstiftende Projekte haben bei der zweiten Runde von
"Junges EN" im Jahr 2011 gewonnen.

Die unabhängige Jury wählte insgesamt 25 Projekte aus, die sich bis Mitte Juli beworben hatten. Die Jury bestand aus Klaus Bröking (Redaktionsleiter WR-Lokalredaktion Ennepe-Ruhr-Süd), Andreas Roters (Leiter des Fachbereichs Bildung, Medien, Kultur, Sport und Integration beim Ennepe-Ruhr-Kreis), Autorin und Künstlerin Renate Schmidt-Vogt, Gustav Adolf Schmidt (Lokale Agenda Gevelsberg) und Dieter Wagner (EN-Agentur).

Mit dem Wettbewerb unterstützt die AVU Vereine und Gruppen in der Region, die Projekte für Kinder- und
Jugendliche verwirklichen. Pluspunkte gibt es für Beiträge, die generationsübergreifend sind, verschiedene
Kulturen einbeziehen oder das Ziel haben, voneinander zu lernen.

Kurzbeschreibungen der einzelnen Projekte und mehr Informationen gibt es übrigens unter
www.avu.de/25-brandneue-projekte-fuer-ein-junges-en_2682.html
oder hier als pdf

[jpg] Die Brauerei Schwelm wird, wenn nichts Wesentliches dazwischen kommt, am 30. September 2011 abgewickelt. Dann werden sämtliche beweglichen Wirtschaftsgüter versteigert um damit die Gläubiger zu befriedigen. Wie viel Prozent die Gläubiger auf ihre Forderungen bekommen ist noch nicht auszumachen. Tatsache ist jedoch, es wird ein nicht unwesentlicher Betrag sein den die Gläubiger nicht wieder sehen. Und danach? Danach geht es ans Planen, für einen evtl. Neuanfang der Brauerei Schwelm. Wie der aussieht, weiß allerdings noch niemand.

Nur eine nicht auszumachende Gruppe weiß das ganz genau. Die Facebook Gruppe, die immerhin mit 8.000 Mitglieder gehandelt wird. 8.000 Mitglieder? Wir sind dem ganzen Treiben einmal nachgegangen und haben uns gefragt woher diese Mitglieder kommen. Es ist verblüffend einfach wie man ohne gefragt zu werden Mitglied solch einer Gruppe werden kann. Und weil das so leicht geht kann man sich einen Freundeskreis im Dutzend auf sein Facebook-Konto holen. Auf dem Facebook-Konto (Gruppe) „Für den Erhalt der Schwelmer Brauerei“ habe ich mehrere dieser Einträge gefunden. Da wurden mal eben 12, 54 oder auch 123 Mitglieder mit einem Klick von einem Gruppenmitglied als Freunde in die Gruppe eingefügt. Im Internet nennt man das Faken um etwas anderes vor zu machen oder zu erreichen. So sind die 8.000 Mitglieder in dieser Höhe denn doch sehr fragwürdig. Das Schlimme daran: Es werden damit auch Menschen diskreditiert die es Ernst mit dem Erhalt ihrer Schwelmer Brauerei meinen, die also ihre Brauerei erhalten wollen. Aber das ist der Facebook Gruppen InhaberIn anscheinend egal, Hauptsache es gibt Spaß auf anderer Leute Kosten.

Mal was anderes. So langsam dämmert es einigen in der Gruppe. Wenn die Facebook Gruppe so an die 8.000 User beträgt, wieso kommen immer weniger Menschen zu den angekündigten Demos? Bei 8.000 User sind 10 – 20%, also rund 1.600 User, als Teilnehmer einer Demo ein normaler Wert. Tatsächlich kamen am 14. September nur ~178 User zur Demo. Auch hier wieder ein Hinweis auf die gefakten Zahlen. Die Frage ist nun, wie viel User gibt es tatsächlich, die sich für den Erhalt der Schwelmer-Brauerei einsetzen wollen? 100, 1.000, 2.000 oder gar 6.000 User? Ich denke, es wird niemand mehr wissen, bei all dem rein klicken von „Freunden“ die nichts dagegen tun können.

Aber das ist ja noch nicht alles was diese Gruppe um die „Unternehmensberaterin“ Yvonne Daniel und Daniela Althaus, neuerdings Dany Ama O Brasil oder auch Schlufine zu bieten hat.

Da wird immer wieder von Investoren gesprochen die sich an die Gruppe wenden um die Schwelmer Brauerei zu retten. Nur von keinem Investor ist die Bonität bekannt. Wie viel Kapital jemand mitbringen wollte. Woran die angeblichen Verhandlungen gescheitert waren. Welche Kenntnisse der Investor mit gebracht hatte. Wollte er selber einsteigen oder hatte er einen sachkundigen Geschäftsführer? Da sollen schon mehrere Investoren bei dem Insolvenzverwalter vorgesprochen haben. Fragt man nach, sind nur die allen schon bekannten Investoren auf dem Radar.

Dann sollte eine Genossenschaft gegründet werden. Gesetzlich heute kein Problem mehr. Nur, wie viele Leute sich bisher gemeldet haben und für wie viel Kapital die Leute stehen, dies alles steht in den Sternen. Logischerweise werden die Verhandlungen alle geheim geführt, weil die Investoren und auch die Genossenschaftsmitglieder, sich ja nicht an einem Pranger wieder finden wollen . Nur wie die angeblichen Gespräche verlaufen sind, woran diese Gespräche gescheitert waren, wer weiß es? Keine Angaben. Warum auch. Hätte man dann doch fragen können ob dies alles zutreffend wäre. Üblich und alltäglich werden bei solchen Gesprächen zumindest die Stimmung oder der Verlauf angegeben. Oder gab es gar keine Investoren?

Und dann wird es im Laufe der Zeit, nachdem sich kein Erfolg einstellte, ein bisschen konspirativ und kriminell.

Da wird obige Yvonne Daniel verfolgt, es wird in ihrem Privatleben umgegraben, Nachbarn werden ausgefragt. Auf die Frage: Wann, wo und wer? Diese Frage mag Frau Daniel doch nicht beantworten. Nur eben kurz durchgegeben, dass man doch sehr leide. Man nennt dies eine Paranoia.

Es kommt aber noch dicker. Bürgermeister Stobbe hat nach der Facebook Gruppe angeblich 25 Mio. Euro für ein neues Rathaus in der Tasche. Klar, dass der Bürgermeister diese 25 Mio Euro doch der Brauerei zur Verfügung stellen sollte. Und weil das doch auch der „8.000er“ Facebook Gruppe zuviel oder zu wenig war, meinte ein Teilnehmer das man doch schon einmal bitte einen Kunstrasen in irgendeinem Stadtteil anschaffen möge. Verwundert stellt man im Rathaus fest, die 25 Mio Euro gibt es nicht.

Aber was es ganz konkret gibt: Sind die seit Tagen eingehenden Anrufe in welchen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf die unflätigste Art und Weise beschimpft werden. Selbstverständlich haben das städt. Angestellte auszuhalten, die werden ja von uns Steuerzahlern bezahlt. Nur was können die dafür wenn eine Brauerei geschlossen werden soll? Dieses Verhalten nennt man auch Stalking.

Überhaupt hat Frau Daniel ein gutes Timing indem sie halbfertige Informationen in die Facebookgruppe reinstreut um die Gruppe bei Laune zu halten.

Am 13. September streut sie mal kurz die Information vom 19. August über einen angeblich abgewiesenen Investor per Facebook rein:

 

Die PN habe ich erhalten von einem bis zu diesem Zeitpunk sehr interessierten Investor, dessen Namen ich am 18. August dem BM mitgeteilt habe. Am 19. August bekam ich diese PN. Den Namen des Verfassers werde ich nicht mitteilen, ausser vor Gericht oder wenn er selbst es veröffentlichen möchte.

 Logisch, der Investor hat natürlich sofort erkannt womit er es zu tun hat, so schreibt er nur Frau Daniel:

 

…Beenden Sie Ihr Projekt, es wird keinen Sinn mehr haben. Ich habe heute ein Dokument erhalten.
Vertrauen Sie mir, auch wenn Ihnen versichert wird, dass ein Fortführungsinteresse besteht, die Genossenschaft wird, sollte Sie zustsande kommen nur Geld versenken!
Es tut mir leid für Sie, aber Sie rennen gegen Wände, so sehr der Rpckhalt auch ist!
Verwenden Sie Ihre Zeit sinnvoll und dort wo es noch was hilft.

Und weiter am nächsten Tag eine Rückfrage:

" Darf man fragen, was dieses Dokument beinhaltet. Könnte sein, dass man ihnen absichtlich falsche Informationen liefert. Seit gestern kennt der Bürgermeister ihren Namen."

 

Hier die Antwort des Investors:

Der Bürgermeister ist involviert. Aber es geht weiter. Sie stochern da in einem Wespennest, die Chance zu gewinnen liegt bei einer Nahen Unmöglichkeit!
…das hat keinen Sinn und Sie legen sich mit Leuten an, die alle kaputt machen können….

Solchen Humbug habe ich im Zusammenhang mit einem Investment noch nie gelesen. Denn, es fehlen sämtliche weitergehende Informationen. Auch ist der Kontext nicht stimmig. Als da wären:

Warum wurde die Information einen Monat zurück gehalten?

Warum wurde der BM nicht angerufen  um von ihm eine Stellungnahme zu bekommen?

Inwiefern macht das Investment keinen Sinn? Ist schon ein anderes Investment geplant, wenn ja welches? Woran liegt es, an der Kapitalhöhe? Wieso rennt man gegen Wände? Wer blockiert und mit was? Der Bürgermeister ist involviert? In was? Es wird von einem Wespennest gesprochen. Was ist dort bemerkt worden? Welche Personen agieren in diesem Nest? Und zu guter Letzt: Mit welchen Leuten legt sich wer an, die was oder wen kaputt machen können? Und was heißt in diesem Zusammenhang kaputt machen? Diese Fragen hätte jeder normale Mensch schon rein aus Neugier diesem Investor gestellt.

   
  Facebook-Gruppe   Demo-Treffpunkt Bahnhof Schwelm am    14.09.2011  17:32 Uhr                                    Foto: EN-Mosaik                                                                                     

Dann kam die Demo am 14.September. Es waren am Bahnhof Schwelm so an die Hundert Leute, wir fotografierten das aus dem Auto mit der Handykamera. Allerdings behagte dies niemandém und schon kamen auch drei der Damen auf uns zu um uns zu der Demo „einzuladen“. Das wir keine Zeit hatten wollten die Damen nicht gelten lassen, zogen aber trotzdem wieder von dannen.

Und dann kam die Ratssitzung am 15.September. Dem Bürgermeister wurde die Frage zu diesem Investor und dem Treffen gestellt. Und? Tatsächlich war an diesem Tag eine Abordnung des Betriebsrates, wohlgemerkt des Betriebsrates, im Rathaus beim BM. Diese Abordnung nannte einen französisch klingenden Namen der der Investor sein sollte oder wollte. Man sprach über dieses und jenes aber nichts konkretes. Klar waren sich alle Beteiligten einig, dass die Brauerei erhalten bleiben sollte. Was anderes kam bei allen Beteiligten auch nicht in Frage.Weitergehende Gespräche, sei es telefonisch oder mündlich fanden nicht statt, so Stobbe in seiner Erwiderung. Das war es! Und jetzt? Wo war das Gespräch im Wespennest? Wo waren die „mafiösen“ Strukturen? Nichts war. Man setzte sich brav obwohl jeder 3 Fragen und auch 3 Nachfragen hatte. Jetzt erwartete jeder die Gruppe wüsste wie hoch der Investor einsteigen wolle. Was für ein Geschäftsmodell dieser ominöse Investor vorgelegt hatte. Einen Namen hatte keiner erwartet. Aber doch zumindest ein Schreiben in welchem die Namen geschwärzt waren. Nichts aber auch gar nichts kam.

Und was wurde jetzt daraus gemacht? In der Facebook Gruppe, in der Öffentlichkeit?

Selbstredend, alle Anderen haben nicht das gesagt, was man hören wollte. Aber was wollte man denn hören? Das alle anderen ausgemachte Schufte sind und dies auch bitte zugeben sollten? Logischerweise lügen die aus dem Rathaus laut Facebook Gruppe. Und da man einen Namen als Sündenbock brauchte war es eben Bürgermeister Stobbe. Und schon sind wir in der Politik. Da nicht nur der Gerstensaft sondern auch die angebliche Volksseele kocht, lässt sich mit der Bewegung auch politisches Kapital schlagen. Logischerweise sucht eine Partei mit diesem Thema dann auch den politischen Gegner zu diskreditieren. Denn, die nächste Wahl kommt bestimmt. Aber wie wäre es erst mal mit der Wahrheit von Seiten der Facebook Gruppe?

Lustig sind auch die 25 Millionen die von irgendeinem der Facebooker in den Ring geworfen wurden. Die 25 Millionen sollen für ein neues Rathaus ausgegeben werden. Und wo soll das Rathaus hin? Klar, nach den Facebookern auf dem Gelände der Brauerei. Dann fragt man sich, warum überhaupt ein Rathaus oder Politiker notwendig sind? Klar, will man das verhindern und der Bürgermeister soll doch bitte schön in einem Aktenkoffer der Facebook Gruppe die 25 Millionen übergeben. Und überhaupt, warum werden die 30 Leute der Brauerei Schwelm nicht sofort von der Stadt eingestellt? Das Ganze gipfelte denn auch in einem treffenden Kommentar: ... ich könnte soooooo viel erzählen… aber lassen wir das … später mal…

 

Was hat die Gruppe nunmehr erreicht?

Ich denke mir, jeder Investor wird sich dreimal überlegen ob er in solch einem gesellschaftlichem Umfeld investieren sollte. Denn wenn die Kundenbindung sich nur an solchen Personen festmachen lässt, kann man die Marke „Schwelmer Bier“ vegessen. Die paar Hektoliter kann auch eine Großbrauerei in Lohnarbeit brauen und abfüllen. Dafür braucht man keine ganze Brauerei. Die Facebook Gruppe „FÜR DEN ERHALT DER SCHWELMER BRAUEREI „ wäre gut beraten, wenn sie eine ernsthafte und seriöse Gruppe aufmachen würde und sich von Fakern und Bashern distanzieren und trennen würde. Erst dann würde ein Investor ernsthafte Kunden erkennen die eine Bindung zu dem Premium Bier dokumentieren.  
    Teilnehmer der 1. Demo   –                     Foto:EN-Mosaik

Auch für die Internet Community sind solche Gruppen ein Graus. Sie werden letztendlich auch als Trolle eingeordnet und gemieden. Denn eins ist sicher diese Gruppe bringt das Internet in Verruf. Aber und das ist eine traurige und bekannte Wahrheit: Das Internet ist nichts anderes als der virtuelle Spiegel einer realen Welt deren Richtung nicht mehr sichtbar ist.

 

Nebenbei bemerkt, wenn man sich mit so einem Thema befasst wird die Welt auf einmal ganz anders.

Gestern fuhr ich auf der Autobahn nach Essen. Und tatsächlich auch ich werde jetzt verfolgt. Hinter mir fuhren so an die 100 Fahrzeuge. Wenn ich hielt, und das passiert auf der A46 öfter,hielten die anderen Fahrzeuge auch. Das Gemeine ist dabei, keiner stieg aus um mich zu befragen. Die taten alle so als wenn sie mit mir nichts zu tun hätten. Aber ich weiß es ja jetzt besser, nach der Facebook Gruppen Lektüre. Und die müssen es ja wissen.

 

In diesem Sinne Happy Paranoia und viel Spaß.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

[jpg] Im Internet gibt es eine eherne Regel, die lautet: Du sollst nicht langweilen.
Und diese L699 langweilt seit geraumer Zeit. Da geht der Veranstalter, Kluterthöhlen & Freizeit GmbH & Co KG , eine „Tochter“ der Stadt Ennepetal, her und kündigt eine Veranstaltung auf dieser Straße an die nicht dafür geeignet ist. „Ennepetal auf Rollen und Rädern“ so nennt sich diese Veranstaltung und diese sollte 2mal im Jahr auf der L699 stattfinden. Sie wurde abgesagt, weil „Straßen NRW“, so heißt die zuständige Behörde, die Straße für die Veranstaltung nicht herrichten wollte.

Wollte? Straßen NRW wollte die Straße nicht so herrichten wie die Stadt Ennepetal das gerne hätte, nämlich jedes Jahr eine flammneue Decke aufziehen. Wer soll das bezahlen? Auch das Land NRW hat nicht das Geld um einer einzigen Kommune eine Straße herzurichten, weil diese zweimal im Jahr eine Veranstaltung auf dieser Straße hat. Wohin soll das führen?

Nun hat sich eine Koalition gebildet, mit den Bürgermeistern von Breckerfeld, Ennepetal und dem Landrat des EN-Kreises, die eine Art von Petition für eine Erneuerung der L699 unterschreiben wollen. Das Ganze soll dann Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger vorgelegt werden. Als wenn das nicht genug wäre, traf sich die Ennepetaler SPD mit rund 20 Menschen an der L699 (Behlinger Weg) zu einem ihrer „Vor Ort“ Gespräche um die L699 parteipolitisch zu thematisieren. Man zog da kräftig über die Qualität der L699 vom Leder.
    

Wir selber sind die L699 abgefahren und fanden die Straße als ganz normale „Flickenteppich“- Straße, wie es eben solche untergeordnete Straßen zuhauf im Westen der Bundesrepublik Deutschland gibt. „Straßen NRW“ die für diese Straßen zuständig ist hat hunderte solcher Straßen in seiner Verantwortung. Die ermitteln in bestimmten Abständen das Verkehrsaufkommen und ordnen die Straße danach ein.

Gibt es keine Besonderheiten, so wird die Straße jedes Jahr neu inspiziert und repariert.  So ist auch dem Laien verständlich, dass eine B7 ganz anders eingeordnet ist als eine L699. Auf der B 7 ist das Verkehrsaufkommen sehr viel höher und deshalb muss dort die Straße viel öfter erneuert werden. Jetzt die L699  quasi mit der B 7 gleichzusetzen würde auch dem letzten Bürger sicher den Verstand rauben. Aber, es wurde inzwischen ein umfangreicher Schriftverkehr und sogar ein Ratsbeschluss herbei geführt und Bürgertreffs organisiert. Man könnte meinen die L 699 soll jetzt einen Autobahnstatus bekommen. Nur weil dort 2 Veranstaltungen stattfinden sollen?  Was für ein Argument!  Das Verkehrsministerium hatte auch eine Alternative zur L 699 vorgeschlagen.  Die vorgeschlagene L 701 ist eine geschichtsträchtige Strecke die über die Delle, Steherberg, Oberbauer nach Voerde führt, also ein Zweig des ehemaligen mittelalterlichen Hile- oder Hellweges. Wahrscheinlich ist dieser Weg ein Handels- und Heerweg, während die L 699 ein Weg der Industriekultur ist.

Beide Wege sind landschaftlich sehr reizvoll und geschichtlich sehr interessant und spannend. Dies wollte natürlich niemand von Politik und Verwaltung. Man wollte und will mit den Köpfen mehrfach vor die Wand laufen. Wenn allerdings diese Veranstaltungen das einzige Argument sein sollten, so ist das aber sehr schwach. „Straßen NRW“ und das Verkehrsministerium gehörten gesteinigt, wenn sie dem Druck der Ennepetaler nachgeben würden. Mit Recht würden viele Städte dann auf ihre desolaten Straßen verweisen und auf deren Erneuerung pochen. Im Zusammenhang mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz würde Münster ihnen dann sogar Recht geben.
Jetzt rächt sich die mangelhafte politische Arbeit der Ratsfraktionen mit ihrer „14 Millionen Truppe“, also der Stadtverwaltung. Hätte man den Wirtschaftsfaktor Tourismus ernster genommen, so wäre man heute weiter. Nur einen Flyer mit zwei Wanderwegen in die Welt zu setzen, erbringt noch keinen Wirtschaftsfaktor „Tourismus“. Politisch hätte die Stadt in dem derzeitigen Flächennutzungsplan (FNP) eine Freizeitzone im Bereich der L699 ausweisen sollen. Eine Gruppe hätte ein Tourismuskonzept erstellen können. Zumindest hätte man Bereiche andenken können, wie einen Erlebnisbereich, Wellnesskurbereich, Golfbereich, Fitnessparcour, und, und, und. Nur eine Wanderkarte mit zwei Wanderwegen ist doch ein bisschen dürftig auch für unsere14 Millionen Truppe.

Im Flächennutzungsplan sind nur Gewerbe-, Wohn- und Grünflächen ausgewiesen worden, die auch noch teilweise zurück geführt wurden.
Da kommt einem der Gedanken der Inszenierung von politischen Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten durch die Parteien und die Verwaltung. Der Flächennutzungsplan wurde mehr oder weniger fantasielos behandelt, obwohl er eine der „Königsdisziplinen“ einer jeden Kommunalverwaltung ist. Kann Politik und Verwaltung keine wirkliche Politik mehr? Kann man nur noch auf Zuruf Einzelfälle, wie das auswechseln eines Verkehrsschildes, lösen wollen? Mehr ist nicht drin? In diesem und nächsten Monat werden die Haushalte zur Beratung vorgelegt. Die Politik wäre gut beraten wenn sie sich zu ihrer Unfähigkeit bekennen würde, vielleicht den einen oder anderen Haushaltsposten anheben oder senken, ist keine Politik.
Und ein blindwütiges Sparen als Politik zu bezeichnen ist lächerlich. Es müssen Prioritäten gesetzt werden, die erkennen lassen welche Perspektiven eine Stadt wie Ennepetal bieten kann. Ein Antrag der CDU für die Prüfung eines zentralen Spielplatz , ist ja schon mal mehr als der Antrag für eine Hundewiese. In dem Antrag sah ich zum ersten mal das Wort Attraktivität für Ennepetal. Die Ennepetaler sind ja schon sehr bescheiden geworden. Nur, wo ist der Rest an Anträgen um neue zukunftsweisende Strukturen aufzubauen?

Wo ist die Task Force welche die Zukunftsfähigkeit von Ennepetal definiert, die Strukturen aufzeigt auf denen man etwas aufbauen kann?
So kann man die gesamten Gespräche nur als Papperlapapp einordnen um von einem abzulenken – von guter politischer Arbeit. Und diese fehlende gute politische Arbeit hat eine ganze Partei atomisiert – die FDP. In einigen Landtagen, im Bundestag gibt es sie noch. Stehen allerdings Wahlen an werden sie von den Wählern zu einer Splitterpartei expediert.

Nur für wen werden diese Inszenierungen eigentlich gemacht? Doch nicht für Menschen die wählen gehen, die durch solche Verhaltensweisen immer weniger werden. Doch nicht für zukünftige Parteimitglieder. Durch solche Verhaltensweisen bekommen potenzielle Parteimitglieder doch einen denkbar schlechten Eindruck von den etablierten Parteien.
Ich denke mir, diese L699 Aktion soll vor den anstehenden Haushaltsberatungen ablenken. So erfahren wir im Oktober oder November aus dem Nichts, dass für die eine oder andere kulturelle oder soziale Haushaltspositionen keine Gelder mehr vorhanden sind. Wen wundert es dann, wenn dann sämtliche Spielplätze angeblich geschlossen werden müssen und diese dann nur mit einem kümmerlichen Patenschild ausgestattet werden. Wir kümmern uns? Papperlapapp

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

[la] Während im Hülsenbecker Tal im oberen Teil an und in  der Musikmuschel heute ein Fest für Jung und Alt mit viel Musik veranstaltet wird (wir kündigten an ) gibt es heute (und auch morgen) noch Gelegenheit, die vom Gastronom des Café Hülsenbecke, Waldemar Kuzniarek, zu Gunsten des Henri-Thaler-Vereins stattfindende Ausstellung "Kunst im Park"  (auch diesen Termin hatten wir in angekündigt) zu besichtigen.

 Hier einige Impressionen der gestrigen Eröffnung:

 

 
  v.l.: Waldemar Kuczniarek [Gastronom Café Hülsenbecke] /Tim Petermann [Skulpturen]/ Johannes Dennda [Malerei] und Edda Eckhardt [Vorsitzende des Henri-Thaler-Vereins]                                                                        
 

 

 

Fotos: © Linde Arndt

[la] Am 13.09.2011, 15:00 Uhr füllte sich langsam aber stetig der Veranstaltungsraum der Stadtsparkasse Schwelm mit zahlreichen Schülern und deren betreuende Lehrerinnen und Lehrer, um der Auftaktveranstaltung zum Planspiel Börse beizuwohnen.

Von der Gustav-Heinemann-Schule gehen zehn Teams, vom  Märkischen Gymnasium drei und von der  Dietrich-Bonhoeffer-Realschule ebenfalls drei an den Start. Außer Konkurrenz laufen hingegen zwei weitere Teams mit Auszubildenden der Sparkasse.

     
   Lothar Feldmann mit den Teamleitern der Gruppen                                                        Foto: © Linde Arndt  

Ab dem 4. Oktober werden interessierte Schüler wieder Börsenkurse studieren, bestimmt aufmerksamer als zuvor Nachrichten verfolgen um dann ihre An- und Verkäufe von Wertpapieren eigenständig zu veranlassen. Zwar wird hierfür nur fiktives Geld zur Verfügung gestellt und bei evtl. Gewinnen bekommt man nichts ausgezahlt, dafür braucht man aber auch im Falle eines Verlustes hierfür nicht gerade zu stehen.

Da von der Sparkasse Schwelm jedoch für die Sieger dieser Spielerunde attraktive Preise in Aussicht gestellt werden, wird bestimmt keiner die Angelegenheit lapidar angehen – ist ja egal was dabei herum kommt – sondern mit Köpfchen und aller Energie und strategischen Überlegungen versuchen, unbedingt bei den Siegern zu sein.

Immerhin werden die drei besten Teams mit folgenden Geldpreisen entlohnt. Der Sieger erhält 125,00 Euro, der Zweitplazierte 75 Euro und der dritte Platz wird mit 50,00 Euro dotiert.
Erwähnenswert ist noch, dass den Bundessiegern ein großartiger Event in Berlin bevorsteht.

 

Eine entsprechende Euphorie brach bei den Schülern schon aus, nachdem Lothar Feldmann die angehenden Börsianer begrüßt hatte und  sie ermunterte, auch in diesem Jahr wieder engagiert mit dem Thema Wirtschaft und Börse umzugehen.

Spielende ist der 14.12.2011 – man darf gespannt sein.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

„Zufälle“ gibt es nicht aber Kunst im Park, ist der sprachliche Tenor von Heike Gräfe, Waldemar Kuzniarek und Johannes Dennda.

Alles war geplant.
Waldemar Kuzniarek, kulinarischer Verführer im Cafè Hülsenbecke, wollte
die Sparkassen / Verkehrsvereinsveranstaltung „AutumnSplash“ nutzen um
„Gutes“ zu Gunsten des „Henri Thaler Vereins“ zu tun.

Ein Bierwagen sollte her, Kunst dazu und kleine Köstlichkeiten aus der Küche.
Große Teile des Erlöses fließen dem Henri Thaler Verein zu.
Alles klar – bis kurzfristig ein Absage der fest zugesagten Kunst einging.
Dann gab es keinen Zufall, sondern Fügung, als Waldemar Kuzniarek die Sparkasse
aufsuchte die Bilder von Johannes Dennda sah, fragte und mit der kürzest möglichen Zusage von – Mittwoch auf Freitag – zufrieden in die Hülsenbecke zurückkehrte.

So stellen Jörg Petermann (Skulpturen) und Johannes Dennda (Bilder),
 „Kunst im Park“, von Freitag bis Sonntag, aus.

Zur Ausstellungseröffnung am 16.9.2011 um 17.00 Uhr lädt Waldemar Kuzniarek
zur künstlerischen Erbauung, samt kühlem Gebinde, herzlich ein.

Waldemar Kuzniarek