Über alle Grenzen, die Kulturfabrik „Ibachhaus“

[jpg] Klein aber fein, so könnte man die Kulturfabrik Ibach-Haus in Schwelm umschreiben. Machte und macht sie doch immer mit einem für die Kreisstadt ausgesuchten und ambitionierten Programm auf sich aufmerksam. Waren es in der Saison 2010/2011 noch 15 Veranstaltungen mit rund 4.000 Besucher, so sollen es in der neuen Saison 2011/2012 nunmehr 17 Veranstaltungen werden. Die Kulturfabrik will mehr werden, wobei der Grundgedanke der kulturellen Vielfalt bei behalten werden soll. So werden lokale Künstler, aber auch überregionale Künstler auftreten. Klassik und Pop werden nicht ausgegrenzt. Anspruchsvoll und unterhaltende Darbietungen  schließen sich nicht aus. Dies sind die Gedanken welche  die Führung des Vereins um den Vereinsvorsitzenden Roland Hornig umtreiben.

 

Es hat sich in der Region herum gesprochen. So wundert es niemanden mehr, wenn Besucher aus dem weiteren Umfeld, wie Wuppertal, in die Vorstellungen des Ibach-Hauses kommen. Auch hat man keine Probleme Künstler nach Schwelm zu holen; denn die Ernsthaftigkeit mit der das Ibach-Haus betrieben wird, befördert den Ruf eines guten Veranstalters in Schwelm..

Die Haustechnik wurde teilweise erneuert indem die Beschallungsanlage für einen noch besseren Klang im Ibach – Hause sorgt, diese Investition soll nur als Beispiel her halten.

Aber das sollen nur Randbemerkungen sein, wichtig ist das neue Programm 2011/2012, welches in einem ansprechenden Flyer ausliegt und bei Roland Hornig Tel.: 02336-470027 angefordert werden kann. Die Website http://www.kulturfabrik-ibachhaus.de befindet sich in einem umfassenden Relaunch. Wenn die Website einmal steht, kann man hier auch das Programm einsehen und den Flyer als Pdf downloaden.    
Vlnr. Walter Lehwald,Tobias Borjans,Claudia Lipka,Roland Hornig,Frank v. Leliwa, Ralf Stoffels Foto: Linde Arndt

 Am 17.September 2011 geht es direkt mit einer Vorstellung los, die einen bitteren Beigeschmack hat. Die Gitarristen Stefan Wiesbrock und Uli Brand mit der Combo Strinx verabschieden sich mit einem Abschiedskonzert. Da beide Szene- und Vollblutgitarristen sind, darf mit einem spannenden aber sicher auch etwas wehmütigen Abend gerechnet werden.

So ist der von Urlrike Brux betreute Bereich „Best of NRW“ mit vier Klassik Konzerten ein Leckerbissen für Kunstkenner geworden.

Den Anfang macht am 23.September das inzwischen bekannte Schumann-Quartett mit ihrem Streichkonzert. Auf ihrem Programm stehen nicht nur die großen Meisterwerke der Quartettliteratur, sondern auch die eher weniger unverdient bekannten Werke. Das Quartett ist durch seine sehr dynamische Spielweise in der Quartettszene aufgefallen und hat sich einem größeren Publikum recht schnell erschlossen.

Aber wie gesagt es sind vier Best of NRW Konzerte die die Kulturfabrik zu bieten hat.

Tja, und dann findet der „kölsche“ Konrad Beikirchner am 29. März 2012 in die Kulturfabrik, mit seinem neuen Programm „Schön ist es auch anderswo…“

„…und hier bin ich sowieso“ und so schaut er als immigrierter ( Er ist Südtiroler, also Italiener.) Rheinländer den anderen einmal auf den Mund.

Der lokale Teil wird unter anderem von der „Marvin Jones und Schwelmer Allstars“ Band am 3. Dezember 2011 repräsentiert. Es wird eine unvergessene Musiknacht in der die Hits der letzten Jahrzehnte wie im Traum vorbeifliegen.

 Am 18. November 2011 wird es poetisch aber auch lyrische. Die Formation Uferman tritt mit Jazz, Chanson aber auch Rock in der Kulturfabrik auf. Es verschwinden Grenzen der internationalen Kultur und man erlebt wie sich die nationalen Kulturen zu einer internationalen Kultur verschmelzen. Erhard Ufermann schafft es immer wieder den Eine Welt Gedanken in der Kultur Wirklichkeit werden zu lassen.

 

Aber auch in der Abteilung „rheinischer Frohsinn“ wird am 16. Februar die Kulturfabrik eine Veranstaltung einplanen. Der „Weiberfastnacht“ verspricht als Stimmungsfeuerwerk in der Kulturfabrik einzuschlagen. Ob mit oder ohne Kostüm, gute Stimmung und Frohsinn sind an diesem Abend programmiert.

Dies sind nur 5 Auftritte die ich einmal stellvertretend vorstellen will um letztendlich den Blick in die Kreisstadt Schwelm zu lenken. Da der Veranstaltungsraum höchstens 400 Personen Platz bietet, ist unbedngt auf den Vorverkauf zurück zu greifen.

 

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen läuft ab sofort unter:

 

Doctor Strings, Hattinger Str. 25, 02336-40 66 88

Potpourri, Kirchstr. 13, 02336-47 05 35

Kulturfabrik Ibach-Haus, Wilhelmstr. 41, 02336-470027


Inzwischen haben wir den Flyer für die gesamten Veranstaltungen erhalten, den Sie als PDF ansehen oder hier downloaden können.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

Gute Ideen und schlechte Ausführungen in Ennepetal

[jpg] Die Idee ist ganz einfach und klappt überall. Man biete den Eltern an, ihre Kinder für einen bestimmten Zeitraum zu verwahren und auch noch zu beschäftigen. In der Zeit können die Eltern vollkommen stressfrei shoppen. Mutter kann mal neue Klamotten ohne Ende anziehen, während Vater sich ein Bierchen zu Gemüte führt. Vater kann aber auch mal das neuste Auto bestaunen oder auch sich auch nur den neusten Computer erklären lassen.


Filici um 19:30                                                                                   Foto:Linde Arndt

   Diese ganze Aktion organisiert man so 4 Stunden; denn dann haben Mami und Papi die Faxen dicke und möchten ihre Kinder wieder abholen.

Und weil es für das shoppen noch einen drauf gibt, wird danach noch ein Blockbuster per public viewing gezeigt.

Zweckmäßigerweise wird dies in einem Einkaufsbereich durch geführt, wo die Geschäfte auch offen sind.

 Da sind schon mal so an die 500 – 600 Zuschauer zu verzeichnen. Ennepetal fand das auch gut und so machte sich das Citymanagement Ennepetal mit seinem Manager Ulrich Schilling auf dies in Milspe City umzusetzen. Logischerweise holte er sich erst den Segen von ganz oben, sprich Wilhelm Wiggenhagen. Und so wurden Plakate, Flyer oder auch Fensterkleber erstellt und in Ennepetal verteilt. Selbst die Presse wurde zu einem Pressegespräch eingeladen. Der gesamte WAZ Konzern, mit WR, WP, WAP und Radio Ennepe Ruhr, der Cityanzeiger, Stadtanzeiger und uns Helga sowie Manfred Schott sollten antanzen und auch feste über dieses Event berichten. Was natürlich alle auch fleißig taten. Unsere Nachbarin berichtete sogar mehrfach aus Dankbarkeit und Glück weil sie wieder zu dem erlauchten Kreis der Empfänger von Pressemitteilungen gehört. EN-Mosaik sah auch die Plakate und bekam direkt einen Schluckauf. Wir notierten den Termin und nahmen uns vor den Termin wahr zu nehmen.

Am Freitag, dem 29.Juli 2011 war es dann auch soweit. Um 18:00 Uhr waren wir in der Fuzo „Inne Milspe.“ Und was sahen wir da? Nichts!

               
Bücher Bäcker um 19:30                                                                          Foto: Linde Arndt
 

Vor der Sparkasse stand ein Zelt in welchem so an die 10 Kinder mit zwei oder drei Eltern sich mittels einem Beamer Filme ansahen. Die Kinder saßen auf Teppichplatten und konnten sich 10 meter weiter auch mit Popcorn versorgen, nebenan konnten die Kinder sich auch ein Bier und die berühmte Bratwurst holen. Es war mehr als peinlich und lächerlich was dort ablief und das ging noch bis spät in die Nacht. Ab 22:00 Uhr wurde für die Erwachsenen der schwarz/weiß Film High Noon, der aber nach Anweisung nur 12 Uhr Mittags genannt werden durfte, gezeigt. High Noon ist ein 60 Jahre alter Film mit Gary Grant und Grace Kelly in der Hauptrolle. Ein absoluter Film, jedoch nur was für Kenner. Er kostet als DVD 9,99 EURO und gehört damit zu den sehr preiswerten Filmen. Nun denn, den Film sahen, zieht man die Personen ab die direkt oder indirekt mit der Vorführung des Filmes oder der Veranstaltung  zu tun hatten, rund 20 Personen. Es war wie immer ein absoluter Reinfall dieses Event, nur diesmal waren die von mir befragten Einzelhändler total sauer. Was hat sich das Citymanagement dabei gedacht? Dieses Event hat für diese Leute einen Kostenaufwand von rund 30.000,– Euro erbracht. Warum? So wie ich das gezählt habe waren rund 40 Leute in den Geschäften die für den Verkauf bereit standen. Für die Filmvorführung mussten Miete und Personalkosten bezahlt werden. Die Überstunden von Herrn Schilling sind auch nicht zu vergessen. Druckkosten für Flyer, Plakate etc. pp. Und zu guter Letzt wurden noch drei Sonderbusse der VER bereit gestellt, welche die ca. 20 Leute nach Hause gebracht haben sollen.

Ein absoluter Wahnsinnsevent.

                 
Kino um 22:30 Uhr, aufgehellt                                                                Foto:Linde Arndt
 

Und sonst. Wir als Presse waren zu viert anwesend, zwei Fotojournalisten und zwei Journalisten. So wie ich danach im Internet sehen konnte wurde als Konsequenz von der „inoffiziellen Verlautbarungsstelle“ der Stadt eine Kundenbeschimpfung aufgezogen. Vielleicht kommt Herr Hüsken von dieser Seite der Stadt ja mit einem Argument zu Hilfe. Bei diesem Herrn sind (Verfasst: Do 28 Jul, 2011 11:09  „Und das schon bei der ersten Sitzung dieses Gremiums einige Orientalen massiv zu spät kamen „) Ennepetaler Bürger Orientalen, die massiv zu spät kommen? Und das wird es sein, das waren alles Orientalen die die Uhrzeit nicht kannten oder nicht lesen konnten und deshalb immer wieder zu spät kommen. Die wissen auch sicher nicht was sie in der Fuzo sollen, deshalb auch der Integrationsrat. Der wird es sicher richten.

Ich zitiere einmal:  [Quelle Wir Ennepetaler 30.07.11]
____________________________________________________________________________________

Ich stelle fest: Es reicht.
Es reicht allen, die sich abstrampeln für die Konsumenten.
Auf welchem Gebiet auch immer.
Hört endlich auf, nur zu fordern.
Tut selber mal was.
Und sei es nur, Euren Allerwertesten anzuheben.

_____________________________________________________________________________________

Zitat Ende.

Liebes Citymanagement, wenn man fast nichts zum flanieren hat, wenn man kaum etwas zu verkaufen hat, wenn der Kunde in einer toten Fuzo rum irren und was weiß ich noch für Unzulänglichkeiten ertragen muss, dann muss man sich nicht wundern wenn niemand kommt. EN-Mosaik hat diesen Sachverhalt zig mal gegeißelt, jedoch wurde dem nur ein Schönreden entgegen gehalten. Schönreden beseitigt kein einziges Problem, es kaschiert nur die Probleme eine Zeit lang. Und wenn diese subalterne 14 Millionen Truppe meint sie habe etwas von Marktwirtschaft verstanden, so hat sie am Freitag die Quittung erhalten.

Liebes Rathaus ( ich falte meine Hände ) befasst euch doch damit wovon ihr Ahnung habt, schreibt Knöllchen, stellt Personalausweise her, traut vielleicht Paare, zählt und verbraucht unsere Steuergelder und was weiß ich noch, aber mischt euch nicht in Sachen ein die ihr nicht versteht. Auch ein Einzelhandelskaufmann muss drei Jahre lernen um ein Geschäft erfolgreich zu führen und er mag es nicht wenn danach irgendwelche Leute daher kommen und ihm sagen wollen wie er sein Geschäft führen soll.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Open Air: Europas wilde Wälder

Greenpeace zeigt am 09.08.2011:

 

Eine live Multivisionsshow von Markus Mauthe in Wuppertal

Wuppertal, 31.07.2011 – Am Dienstag, den 9. August 2011 kommt der Fotograf
Markus Mauthe mit der Multimediaschau "Europas wilde Wälder" auch ins
Talflimmern Open Air Kino, an der Gathe 6 in Wuppertal-Elberfeld, bei Regen
überdacht. Der Vortrag beginnt um 21.00 Uhr. Der Eintritt für die Veranstaltung
ist frei.

 

Markus Mauthe  Foto:Greenpeace   Noch gibt es sie in Europa – unberührte Waldgebiete durch die Braunbären streifen, in denen Bäume an Altersschwäche sterben und sich die Graueule auf die Jagd begibt.

Zweieinhalb Jahre war der Fotograf Markus Mauthe im Auftrag von
Greenpeace unterwegs, um die Artenvielfalt und Schönheit dieser Lebensräume mit der Kamera einzufangen. Markus Mauthe unterstützt die globale Waldkampagne von Greenpeace, die die letzten intakten Urwälder für kommende Generationen bewahren will.

Wenigen ist bewusst, dass Europa von Natur aus Waldland ist. Ohne menschlichen Einfluss wäre der Kontinent mit dichten Urwäldern überzogen.

Doch kaum ein anderer Erdteil wurde vom Menschen derart verändert wie unsere Heimatregion. Intensive Landnutzung verdrängte die natürliche Vegetation. Naturwälder verschwanden und wurden zu Siedlungsgebieten, Ackerflächen und Forstwäldern. Urwälder existieren heute nur noch bruchstückhaft als Inseln in einer von Menschen geschaffenen Kultur- und Industrielandschaft. Setzt man die noch vorhandenen Teile aber wie ein großes Puzzlespiel Stück für Stück zusammen, so offenbart sich eine ungeheure Vielfalt und Schönheit welche als Erbe europäischer Wildnis gleichzeitig Geschenk und Chance für kommende Generationen sein muss.

„Europas wilde Wälder“ gibt mit wunderschönen, mitreißenden Bildern und live erzählten Geschichten einen Einblick in diese faszinierenden Wälder vor unserer Haustür. Der Besucher reist quer durch Europa und erlebt die wilden Wälder im Wandel der Jahreszeiten. Egal ob er von deutschen Urwaldresten vor unserer Haustüre erzählt, durch die russische Wildnis in den Bergen des Ural wandert, von seinen Begegnungen mit Wölfen in Finnland oder den Wisenten in Polen berichtet, immer zeigt Markus Mauthe dabei Bilder in höchster fotografischer Qualität.

Dieser Vortrag soll Menschen für die Natur begeistern. Gleichzeitig soll er auch zeigen, wie sich jeder Einzelne in seinem Alltag mit einfachen Mitteln für die Natur einsetzen kann und dabei aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Ergänzt wird diese fotografische Reise durch einfühlsame Musikpassagen, die von Kai Arend komponiert wurden.

Theater an der Volme

30.07.2011 (Radio58 / HL.)

Vor wenigen Monaten, als das Projekt „Theater an der Volme“ vorgestellt wurde, da sah man ihn noch im „Künstlerzwirn“ mit Künstlerhalstuch. In der letzten Juliwoche trifft man ihn in seinem „Baby“ in der überzeugenden Rolle des leibhaftigen Handwerkers an; mit „Micky-Mäusen“ (Gehörschutz) auf den Ohren und mit Arbeitshandschuhen. Mit stolzem und strahlenden Lächeln und verschmitztem Humor präsentiert er mir, wie weit mittlerweile sein „Baby“ fortgeschritten ist – Dario Weberg. Wir erinnern uns: Zusammen mit seiner Frau, Indra Janorschke (gleichfalls Schauspielerin) hat ihn die Idee gepackt, aus der sogenannten alten „Kapelle“ auf dem Hagener Elbers-Gelände ein kleines aber feines Theater entstehen zu lassen. Für einige eine durchgeknallte und waghalsige Idee, andere wiederum sehen darin eine innovative Idee, der Respekt zu zollen ist. Aus der Idee ist schnell mehr geworden. Bereits Anfang September gibt es die Premiere mit „Heute Abend: Lola Blau“ und dann nimmt das unterhaltsame und anspruchsvolle Programm seinen Lauf. „Ein Zurück gibt es nicht mehr“, freut sich Indra Janorschke regelrecht, die sich „ganz nebenbei“ auch um die Organisation und das Kaufmännische kümmert. Seit dem Vorverkauf-Start Anfang Juni sind schon viele Karten verkauft und es gibt sogar schon ausverkaufte Vorstellungen. Neben der Premiere und Klassikern wie Loriot und Heinz Erhardt liegt auch ein Interessenschwerpunkt auf dem Theater-Dinner, einer hoch interessanten Event-Idee des neuen Theater an der Volme, verrät mir Indra Janorschke. Immer wieder kommen Interessenten, die Karten im Vorverkauf erwerben möchten. Sie hätten über Flyer den Weg zu dem neuen Theater in Hagen gefunden, andere wieder sind beim Hagener Muschelsalat auf die neue Kulturstätte aufmerksam geworden, erzählen sie. Und sie haben alle eines gleich: sie wollen einen kleinen Blick erhaschen, wie weit denn nun das Theater schon gediehen ist. Sonst hätten sie ja auch den fast bequemeren Weg der telefonischen Buchung wählen können. Und den beiden frisch gebackenen Theaterbesitzern ist es keineswegs peinlich oder unangenehm, dass noch alles im Bau ist. Schließlich sind sie es, die zusammen mit den Handwerkern und Fachleuten etwas in einem historischen Gebäude entstehen lassen, für das viele Menschen über viele Jahre hinweg keine richtige Bestimmung fanden. Bühne und Zuschauerraum enstehen gerade. Es riecht nach frisch bearbeitetem Holz, Sägen kreischen in mehreren Ecken der Räume, die bald mit viel Leben gefüllt sein werden. Viel wurde in den vergangenen Wochen bereits umgebaut. Zusätzliche Treppen eingebaut, Notausgänge eingerichtet, zusätzliche Fenster wurden ebenso geschaffen, wie zusätzliche Räume und Toiletten. Eine aufwändige Heizungsanlage wurde installiert. Ein Durchbruch zur direkt angrenzenden Tiefgarage war unumgänglich um auch einen barrierefreien Zugang zu schaffen, und die Liste der räumlichen Verwandlung ließe sich an dieser Stelle noch lange fortführen. „Hier finden demnächst 100 Zuschauer ihren Platz“, mit diesen Worten klopft Dario Weberg auf eine große Holzkonstruktion. „Alles statisch berechnet“, sagt Weberg. Und warum werkelt der Schauspieler nun hier selbst mit herum? „Warum ich das hier mache? Das hier ist ja mein Baby, und das will ich selbst mit gestalten und schaffen“, sagt Weberg. Außerdem habe es den positiven Nebeneffekt, dass er im Falle des Falles auch selbst genau wisse, wo etwas repariert werden müsse. Man liege gut im Terminplan, sagt Indra Janorschke. In den nächsten Tagen werden die Räume schwarz gestrichen und auch der Teppichboden wird verlegt. Und dann? Dann starten bereits Anfang August die Theaterproben. Dann wird man Dario Weberg wieder in einem anderen Outfit erleben, nämlich so wie ihn bereits viele Menschen kennen, als den beliebten Schauspieler. Und auch Indra Janorschke wird dann neben dem Part der Organisatorin wieder auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten. Diesmal, zum ersten Mal in ihrem Leben, auf den eigenen. Und bis zur Eröffnung am 8. September werden beide bewiesen haben: sie haben neben den schauspielerischen viele weitere Talente, sie sind nicht nur auf der Bühne Verwandlungskünstler und sie sind sich nicht zu schade, wenn es darum geht etwas anzupacken.

Karten im Vorverkauf gibt es übrigens an jedem Montag und Donnerstag zwischen 12 bis 17 Uhr direkt im Theater an der Volme auf dem Hagener Elbers-Gelände, in vielen Vorverkaufsstellen und telefonisch unter 0231/5844819. Im Internet finden Sie das junge Theater unter www.theaterandervolme.de 

Indra Janorschke im Radio58-Gespräch hören Sie hier (klick)

—-

Zwei Herzen und zwei Seelen für’s „Theater an der Volme“

Indra Janorschke und Dario Weberg sprühen vor Ideen

(Radio58 / HL.) „Es gibt viele gute Zeichen, zum Beispiel gab es seit unserem ersten Besuch hier auf dem Elbersgelände bei allen wichtigen Terminen strahlenden Sonnenschein“, sagt Dario Weberg mit einem freudigen Lächeln. Und so ist es auch an diesem Mittwoch, dem 25. Mai, an dem die erste Pressekonferenz zum neuen „Theater an der Volme“ stattfindet. Die Sonne durchflutet das historische als „Kapelle“ bezeichnete Gebäude durch die Fenster und Oberlichter. Noch sieht es eher rustikal aus. Und trotzdem spürt man instinktiv wie viele Ideen hier darauf warten, umgesetzt zu werden. Um das Jahr 1840 wurde das massive Gebäude erschaffen und diente seinerzeit als Pumpenhaus für die damalige Textilfabrik Elbers. Seitdem die alten Elbershallen Zug um Zug in eine Freizeit- und Kulturstätte umfunktioniert wurden, wurde auch viel in die sogenannte Kapelle investiert; mit Bedacht. Denn lange suchte man nach einer würdigen, passenden und innovativen Bestimmung für die „Kapelle“, so Elbershallen-Manager Christian Isenbeck.

„Was einem geht zurück, soll man rechnen als ein Glück“, sagt der Volksmund. Und so war es einerseits für das Schauspielerpaar Indra Janorschke und Dario Weberg keine gute Nachricht, dass sie ihre Idee vom eigenen Theater nicht, wie geplant, im Bergischen Wuppertal umsetzen konnten. Andererseits war es für sie selbst, aber auch für die Elbershallen eine glückliche Entwicklung, dass sich das Künstlerpaar nach Hagen orientierte, via Internet auf die Immobilie stießen und bereits beim ersten Besuch, das fanden was sie gesucht haben. Liebe auf den ersten Blick und die Chemie zwischen Manager Christian Isenbeck und den beiden Dortmunder Künstlern stimmte auch sofort. Dabei war es nicht die „Kapelle“ als solches, die Indra Janorschkes und Dario Webergs Orientierung nach Hagen blicken ließ. Die mit der Lage der Volmestadt und ihrem Einzugsgebiet verbundenen Möglichkeiten waren es. Denn seit vielen Jahren touren die Schauspieler durch ganz Deutschland und auch durch nahe Regionen, wie z.B. das Sauerland. Wer die Beiden mit ihrer lebensfrohen, leidenschaftlichen, positiven und offenen Art kennenlernt, merkt schnell warum sie so beliebt sind. Und so gab es gerade von Menschen aus den angrenzenden Regionen immer wieder Anfragen, wo man sie wieder auf der Bühne erleben kann. Jetzt könne man immer direkt auf das neue „Theater an der Volme“ verweisen, sagt Indra Janorschke glücklich.

Indra Janorschke dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Am 8. September öffnet das „Theater an der Volme“ mit der Premiere „Heute Abend: Lola Blau“ seine Pforten. Zuvor gibt es noch viel Arbeit; nicht nur aus Künstlersicht. Ab Montag, dem 30. Mai, beginnen die handwerklichen Arbeiten. Unter anderem werden die elektrischen Anlagen und die zweckmäßige Installation der Heizung Schwerpunkte sein. In dieser Hinsicht ist Elbershallen-Manager Christian Isenbeck froh, dass man bisher nur mit Bedacht restauriert hat. Denn ein Verwendung der Kapelle im gastronomischen Bereich hätte hier völlig andere Anforderungen gestellt, wie sie nun für ein Theater gestellt werden.

Das Trio Janorschke, Weberg, Isenbeck sprüht förmlich vor ergänzenden Ideen, wie man das „Theater an der Volme“ künftig in die Freizeit- und Kulturfabrik „Elbershallen“, aber auch insgesamt in das Hagener Kulturgeschehen integrieren kann.

Elbershallen-Manager Christian Isenbeck dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Und genau hier liegt auch eine Stärke der beiden Schauspieler: sie suchen die Kooperation. Mit dem theaterhagen gab es schon erste positive Kontakte, weitere Sondierungsgespräche folgen. Gleichfalls gab es schon Gespräche mit dem Hagener Kulturbüro u.v.m.. Und dieses offene Aufeinander-Zugehen sehen sie auch als künstlerisches Grundprinzip.

Indra Janorschke dazu im Radio58-Gespräch.

„Es soll hier kein Janorschke-Weberg-Programm entstehen“, bekräftigt Indra Janorschke. Vielmehr setze man auf die Vielfalt von Künstlern aus ganz Deutschland. Bereits für ein erstes Vorsprechen in Hagen meldeten sich spontan rund 150 Schauspieler. Hier schafft man auch Arbeit und Perspektiven für viele Künstler, die auf der Suche nach einem Engagement sind.

Dario Weberg dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Auch wenn die Beiden nun hier in Hagen ihr eigenes Theater und damit ihre feste Bleibe haben, werden sie weiterhin touren. Allerdings nicht mehr so viel wie bisher, als sie jährlich rund 150 mal zu Auftritten getourt sind.

Indra Janorschke dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Ein breit gestreutes Programm erwartet das Publikum ab September. Nicht nur in schauspielerischer Hinsicht. Auch Lesungen und Vernissagen werden im „Theater an der Volme“ ihre Regelmäßigkeit finden. Damit ist der Ideenreichtum aber noch längst nicht ausgeschöpft.

Dario Weberg dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Und dabei hat man auch die Vielfalt der Generationen im Blick.

Dario Weberg dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Ein freies Kammerspieltheater ohne öffentliche Förderung – insbesondere hinsichtlich der Finanzierung kein leichtes Unterfangen. Für die Unterstützung hat sich bereits ein Förderverein gegründet.

Indra Janorschke dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Aber auch auf helfende Hände, die sich z.B. beim Kartenverkauf ehrenamtlich engagieren, setzen die beiden frisch gebackenen Theaterinhaber.

Indra Janorschke dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Bereits ab dem 6. Juni startet der Vorverkauf für die Vorstellungen ab dem 9. September. Karten gibt es bei Hagen-Tourist, telefonisch unter der Rufnummer 0231/5844819, bei vielen bekannten Vorverkaufsstellen sowie montags und donnerstags zwischen 12:00 Und 17:00 Uhr direkt im „Theater an der Volme“.

Indra Janorschke dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).

Und was hat es mit der Möwe im neuen Logo des Theaters zu tun? „Die Möwe ist ein sehr geselliger Vogel und zeigt sogar bei starkem Gegenwind und Sturm exzellente Flugeigenschaften, eine anmutige Eleganz und kann sehr alt werden“, versinnbildlichen Indra Janorschke und Dario Weberg. Aber das ist nicht alles.

Dario Weberg dazu im Radio58-Gespräch (hier hören).


Kleine Kapelle. Großes Theater

Nach fast einem Jahrzehnt erfolgreichem Tourneetheater durch ganz Deutschland haben Indra Janorschke und Dario Weberg vom renommierten Dortmunder LiteraTourTheater in der ehemaligen Kapelle der früheren Baumwolltextilfabrik Elbers mitten in Hagen ihr neues Kammerspieltheater gefunden. Für die Theatermacher war es Liebe auf den ersten Blick. Als sie Anfang 2011 die Entscheidung getroffen haben, ein Theater in der Volme-Stadt zu gründen, mussten sie nicht lange suchen. Ein Blick auf das wunderschöne Gebäude auf dem Gelände der Elbershallen und sie wussten: Das ist es!

Nach umfangreichen Restaurations- und Umbauarbeiten ist ein wahres Schmuckkästchen mit 99 Sitzplätzen in einer wirklich einzigartigen Infrastruktur entstanden. Neben dem großzügigen Parkraumangebot direkt am Theater erwarten den Zuschauer und Gast in unmittelbarer Nähe zum Theater hervorragende Gastronomien für jeden Geschmack und Anlass.

 

„Die Elbershallen waren schon immer ein Ort, der Menschen zusammengeführt hat. Kamen die Leute jahrzehntelang auf das Gelände um dort zu arbeiten, so kommen sie heute, um ihre Freizeit zu genießen. Die Kapelle spielt damals wie heute eine besondere Rolle. Einst war sie eine Stätte geistlicher Erbauung, nun wird sie zu einem Ort geistiger Erfrischung“, erklärt Theaterleiterin Indra Janorschke.

 

     

Mit ihrem Theaterprojekt möchte das Künstlerehepaar auch ihre Idee eines „kommunikativen Theaters“ verwirklichen. So hat der Zuschauer die Möglichkeit, schon vor der Vorstellung in der theatereigenen Lounge etwas zu trinken und sich auf den Abend bei Klaviermusik einzustimmen. Nach der Vorstellung bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam mit den Schauspielern und Künstlern zu sprechen, zu diskutieren und so den Abend ausklingen zu lassen. Bei schönem Wetter kann dies alles sogar auf der schönen Außenterrasse direkt an der Volme gelegen stattfinden. Zudem sollen im Theater laufend Vernissagen regionaler Künstler stattfinden.

„Wir haben einen sehr abwechslungsreichen Spielplan zusammengestellt. Uns ist es wichtig zu unterhalten, gleichzeitig aber auch zu hinterfragen und Denkanstöße zu geben. Das heißt, unser Publikum wird neben spritzigen Komödien und spannenden Krimis auch bekannte Klassiker und natürlich auch unsere biographischen Theaterstücke über bekannte Literaten auf dem Spielplan finden. Dazu gibt es die eine oder andere kurzweilige literarisch-musikalische Revue“, macht Intendant Dario Weberg auf die Spielzeit neugierig.

 

Ein Blick auf den Spielplan lohnt sich: Woody Allen, Loriot und Heinz Erhardt versprechen amüsante Abende, während Georg Kreislers wunderschönes Schauspiel Heute Abend: Lola Blau und Goethes Faust nachhaltiges und ernsthaftes Theater bieten. Auch Krimifans kommen auf ihre Kosten. Mit dem Thriller Misery von Simon Moore, der auf der Romanvorlage Stephen Kings basiert, ist Spannung garantiert.

Die Kultur- und Freizeitfabrik Elbershallen (und damit ganz Hagen) ist um eine Attraktion reicher und das Selbstverständnis der beiden ambitionierten und engagierten Theatermacher zeigt sich dann auch in dem Symbol einer Möwe, die das Theater in seinem Logo führt: ein freies, selbstbestimmtes, kommunikatives, aber auch ortsverbundenes Theater.

„Übrigens ist die Möwe ein sehr geselliger Vogel und zeigt sogar bei starkem Gegenwind und Sturm exzellente Flugeigenschaften, eine anmutige Eleganz und kann sehr alt werden“, versinnbildlichen Indra Janorschke und Dario Weberg und freuen sich auf das geplante große Eröffnungswochenende vom 08. bis 11. September 2011.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 6. Juni und wird

  • montags und donnerstags in der Zeit von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr im zukünftigen Theater an der Volme, Dödterstraße 10 in 58095 Hagen stattfinden.
  • Außerdem können die Karten bequem im Internet auf www.proticket.de und www.theaterandervolme.de,
  • telefonisch unter der ProTicket –Hotline 0231-9172290
  • und an allen bekannten ProTicket-Vorverkaufsstellen erworben werden.


     

     

Redakteur obiger Artikel und Interviews: Hans Leicher von Radio 58 Hagen

Neue Gallery: Alle Figuren der Alltagsmenschen in Gevelsberg

[la] Für alle, die sich für die lebensgroßen Betonfiguren, die Alltagsmenschen von der Wittener Künstlerin Christel Lechner interessieren, aber bisher keine Gelegenheit hatten, sich diese persönlich vor Ort anzusehen, habe ich hier eine neue Gallery eingestellt.

 

Sie haben die Möglichkeiten, über die unteren kleinen Bilder durch Anklicken eine Auswahl zu treffen, oder einfach, indem Sie rechts  seitlich auf das große Bild klicken. Viel Spaß beim Betrachten.

Bei einem Stadtrundgang, angefangen in der oberen Mittelstraße am Timpen, über die Volkshochschule, die Mittelstraße hinab, dann Stadtpark, Rathaus, Ausfahrt Rathaus zum Ennepebogen und der Sparkasse, es müssten alle Figuren erfasst sein. Sollte jemand noch eine hier nicht erwähnte Figur entdeckt haben, so bitten wir uns zu informieren, damit wir unser Werk komplettieren können.

[scrollGallery id=334]

Können die mit Ennepetal nichts anfangen?

 [jpg] Erinnern Sie sich noch an die erste Veranstaltung zum neuen Flächennutzungsplan in der Rosine ? Es war der 15.10.08 um 19:30 Uhr, damals war Wilhelm Wiggenhagen noch Wirtschaftsförderer und es war die Auftaktveranstaltung, mit rund 70 Personen, darunter die Parteien des Rates  CDU  /  SPD  /  FDP  /  GRÜNE, FWE die Verwaltung, die Firmen Grünplan, Dortmund, Planlokal, Dortmund und sbp, Essen.


Mitte: Dipl.Ing.Thomas Scholle/Planlokal                               Foto:Linde Arndt
  Danach ging es durch die gesamten (fast) Ortsteile und fast das gesamte Jahr 2009 musste herhalten.

Wiggenhagen gab damals das Versprechen Anfang 2010 den Flächennutzungsplan mit den eingearbeiteten Forderungen der Bürger nochmals zur Diskussion zu stellen. Viele dachten die 14 Millionen Truppe wollte eine Bürgerbeteiligung oder auch partizipativen Demokratie in Ennepetal etablieren. Weit gefehlt. Aber was kümmert wen, irgendein gegebenes Wort von gestern?

Wir haben gelernt welche Bedeutung ein Flächennutzungsplan für eine Stadt hat.

Es geht um die Zukunft einer Stadt als auch die Perspektiven von Ennepetal. Wie das? Politik muss sich aufmachen eine Zielvorstellung zu definieren. Diese Zielvorstellung kann dazu führen, dass eine Stadt sich entwickelt. Ja, sie kann sogar dazu führen, dass Menschen sich in dieser Stadt vermehrt ansiedeln oder diese auch nicht verlassen.

Es geht dabei um eine attraktive Zielvorstellung, und man muss diese Zielvorstellung auch transportieren. Erst dann werden Menschen eine Entscheidung für diese Stadt aussprechen. Nur, die 14 Millionen Truppe hat keine Ahnung wie man etwas transportiert, sprich Kommunikation betreibt oder mit anderen Menschen Verbindungen aufbaut.  
    l. Clasen/Verw., Mielchen (CDU) Vorsitz, Peuser/Verw.                   Foto:Linde Arndt

Das zum Einen. Was aber könnte eine attraktive Zielvorstellung sein? Diese Zielvorstellungen sollte einen ganzen Köcher voll attraktiver Ziele haben. Für kreative Menschen mit ausreichenden Fantasien und dementsprechenden Dialogfähigkeiten ist das kein Problem. Nur weder die Stadtverwaltung noch der Rat der Stadt scheinen  solche Fähigkeiten zu haben. Man könnte sich aber mit Menschen zusammen tun die diese Fähigkeiten besitzen?

Was wurde also in den letzten Jahren getan?  Nichts Bedeutendes! Die Problematik wurde durch aussitzen erledigt. Das Einzelhandelsgutachten ist schon durch, es wurde so abgearbeitet wie man einen werktäglichen Einkaufszettel abarbeitet. Die Gutachter hat es gefreut, sie brauchten sich nicht anzustrengen, der Rat mit seiner 14 Millionen Truppe hatte keinen Ehrgeiz. Das Einzelhandelsgutachten ist nunmehr Geschichte und wie wir hörten die dazu gehörigen rund 25.000,– Euro Kosten auch. Wir haben es ja.

Und nun der Rest, der Flächennutzungsplan. Man hatte Arbeitskreise gebildet die das dazu gehörige Leitbild erarbeiten sollten. Haben sie auch. Aber das Leitbild ist so vage, dass es auf jede Stadt passen könnte, die formulierte Zielvorstellung kann nicht abgearbeitet werden. Das vorliegende Leitbild ist ein „Top-down“ Leitbild, es wurde den Beteiligten von oben übergestülpt, es fehlt ihm der Bezug zur Realität und kann dadurch nicht umgesetzt werden. Dann ist der Flächennutzungsplan nicht vom Leitbild, sofern man  davon sprechen kann,  abgeleitet. Was bleibt ist ein lustloser und sinnloser Flächennutzungsplan. Da werden Flächen hin und her geschoben, werden umdefiniert, zurück genommen oder auch neu definiert. Was kommt heraus: Ennepetal, die Stadt ohne Ziel. Mal ein Beispiel: Wenn die 14 Millionen Truppe sagt, wir werden immer weniger und wir können und wollen nichts dafür tun, dann sollte dies auch im Flächennutzungsplan deutlich werden. Ennepetal verliert durch Nichtstun einen ganzen Stadtteil, also rund 6.000 Einwohner in den nächsten 15 Jahren. Wäre denn dann nicht eine Überlegung angebracht, meinetwegen Bülbringen und Oberbauer nach Voerde „umzusiedeln“. Ich weiß hört sich nicht gut an, nur wie sollen die Einwohner mit den höheren Kosten der Infrastruktur klar kommen? Es sind „nur“ 1.500 Einwohner, wobei Bülbringen höchstens 400 auf die Beine bringt. Der Gedanke hätte auch einen umweltpolitischen Reiz, nämlich, die Zersiedelung der Landschaft einmal umzukehren. Wenn schon der exorbitante Rückgang der Einwohner hin genommen wird, warum gebe ich der Natur nicht das wieder zurück, was ich ihr einst genommen habe? Ist doch ein Argument? Ich meine, ich bekomme sowieso niemanden der mit der Stadt Ennepetal was anfangen kann; außer sich die eigenen Taschen voll zu stopfen.

Und wie ging der Ortsteil Bülbringen in die Beratungen ein?

                                    
2. Stadtteilforum Flächennutzungsplan 2025
 

Laut  Beratungsprotokoll der Projektgruppe ging es hier offensichtlich nicht sachlich oder themenorientiert  zu. Vielmehr kann man sehr viel Eigeninteresse ausmachen. Nochmal. Wenn die Politik Milspe als Zentrum definiert und den Verlust von rund 6.000 Einwohner hinnimmt, ist es doch logisch wenn ich die Planung auch daran anpasse.

   
                         Ausschnitt Bauschild Frey und Drewnik beide FDP  Foto:Linde Arndt  

Aber nein, das noch vorhandene Flächenpotenzial wird nur unwesentlich zurück genommen. Herr Frey (FDP) will aber indirekt keine wesentliche Rücknahme der vorhandenen Reserveflächen, vielmehr will er mit seinen Äußerungen sogar eine Ausweitung der Flächen. Nun Bülbringen gehört zu dem „Speckgürtel“ von Ennepetal.


Frey (FDP)       Foto:Linde Arndt
  Hier siedeln sich in der Regel die höheren Einkommensschichten ( ~  80.000,- €) an. Herr Frey (FDP), der Architekt ist, sieht offensichtlich seine Klientel in ihrem Wunsch nach Expansion in grüner Umgebung beeinträchtigt.

Auch ist der Architekt Frey mit seinem Parteifreund Drewnik sehr rührend als Bauherr, als Planer, Bauleiter und Statiker in Ennepetal tätig, wie wir vermehrt bewundern konnten.

Diese Einstellung, also Zersiedlung der Landschaft, ist aber allgemein politisch nicht gewollt, vielmehr sollte man die Innenstädte ( die Klammer Milspe/Altenvoerde/Voerde) beleben und die Zersiedelung neuer Flächen vermeiden.

Der Stadtplaner Planlokal aus Dortmund hat diesbezüglich einen eindeutigen Fingerzeig in diese Richtung gegeben. Abgesehen davon das Frey (FDP) mit der Teilnahme an dieser Projektgruppe einen Interessenkonflikt hatte, er kann als lokaler Architekt doch nicht unparteiisch betrachten. Kommen also in den Beratungen der Projektgruppe Ennepetaler Flächennutzungsplan sachliche Argumente und Entscheidungen zum Zuge? Nein, es werden weiter die Grundlagen für eine seit Jahrzehnten vorherrschende Zersiedlungspolitik  befördert. So nach dem Motto: Wenn sie im Grünen ein Grundstück haben wollen, so haben wir auch den Architekten dazu. Nebenbei bemerkt kosten der Gesamtheit die Ortsteile Bülbringen und Oberbauer erheblich mehr Steuergelder für die Infrastruktur als die anderen Stadtteile.

 Während der Ausschusssitzung meldete die SPD und die Grünen auf Grund der Tatsache noch Beratungsbedarf an, weil die ausgewiesenen Flächen nicht schlüssig und plausibel sind.

Die CDU/FDP wollte jedoch den Flächennutzungsplan vom Tisch haben und forderte Abstimmung. Als die Grünen merkten, die CDU/FDP wollte nicht mehr, wollten auch die Grünen keine Beratung mehr.

Rückgrat und selbstständige Politik sieht anders aus. Wie kann man nur ohne Rückgrat den gerade Gang ausüben?

 
Hofmann/Bündnisgrüne Foto: Linde Arndt

   Da kommt direkt die Frage auf: Wofür stehen die Grünen in Ennepetal eigentlich? Das aber nur nebenbei. Ach ja, die FWE, für die war das sowieso selbstverständlich mit der CDU zu stimmen, eine eigene Meinung ist bei dieser Partei noch nie aufgefallen. Die FWE sollte sich umbenennen in „Freundeskreis der CDU“. Bei der FDP sieht man wenigstens eigenständige Politik, zwar Klientelpolitik, aber immerhin ehrlich auf die besser verdienenden ausgerichtet und den eigenen Geldbeutel fest im Blick. Leider wird es diese Partei anscheinend nicht mehr länger geben, sie wird immer mehr der Gruppe "Sonstige" zugeordnet.

Auf Bundesebene ist dem deutschen Michel im Zusammenhang mit der Milliardenschenkung an die Hoteliers diese spezielle Politik schon aufgefallen. Die FDP hängt gerade einmal auf 3%, was sie zur Splitterpartei wie die „Grauen Panther“ macht. Was passiert jetzt mit dem Flächennutzungsplan? Nichts! Er wird durch den Rat verabschiedet und gut ist. Und das Gemeinwesen Ennepetal? Welche Zukunft wird diese Stadt haben? Die Stadt wird weniger werden, wahrscheinlich rund 6.000 Bewohner. Die Zentren Milspe und Voerde werden verkommen, weil die Politik und die Verwaltung nichts damit anfangen können. Es ist eben wie mit einem Haus; ist das Fundament schwach, wird es auch ein schwaches Haus werden. Und irgendwann, wird das Haus in sich zusammen fallen. Dann kommt die Frage nach dem Architekten. Tja, und der liegt dann leider schon unter der Erde.

Lassen wir  noch ein paar Worte über  dieses Leitbild reden, was es kann und wie es aussehen sollte für eine kleine Stadt wie Ennepetal. Um ihnen allen die Wirkung und Nachhaltigkeit von Leitbilder näher zu bringen, möchte ich ihnen einmal drei nennen, die  Milliarden von Menschen Tag für Tag dazu bewegen diesen Bilder nachzueifern – und das seit Jahrtausenden. Das Kreuz, der Halbmond und das Rad der Lehre sind alle drei Symbole von Religionen und hinter diesen Symbolen stehen Leitbilder. Leitbilder sind also etwas sehr starkes und können sogar die Welt bewegen. Aber wir wollen ja nur die Kleinstadt Ennepetal bewegen, und nur die nächsten Jahrzehnte  wenn überhaupt. Herr Palomba nannte das mit Wilhelm Wiggenhagen seine Vision 2025, nur vergaß er dabei die Inhalte. Ich versuche mich mal an einer allgemeingültigen Definition:


Logo des Bund-,Länderprogramms
  Das Leitbild ist die bildhafte inhaltliche Beschreibung eines Gemeinwesens (Stadt). Inhaltlich werden eigene, i.S.von gemeinsam erarbeitete, Werte einer Stadt vorgegeben, die letztendlich zu einer großen Identität der Bevölkerung mit ihrer Stadt führen.
Die vorgegebenen Werte unterscheiden sich jedoch explizit von den Werten der anderen Städte, führen jedoch nicht zur Abgrenzung derselben. Vielmehr können diese eigenen Werte zu einer Ergänzung der anderen Städte beitragen.

Nun sollte das Leitbild für Ennepetal konkretisiert werden. Da es ein Bild sein soll, besteht es aus Figuren oder auch Farben.

Ein Bild könnte sein: Wir begreifen uns als eine soziale Stadt in welcher die Bindungen miteinander und zueinander stark ausgeprägt sind. Aus diesem Grunde sind unsere sozialen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen aber auch Treffpunkte immer dazu aufgebaut keinen Menschen auszugrenzen 

Ein Ziel sollte unbedingt sein: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hier hören wir auf, weil wir meinen gezeigt zu haben, wie ein Leitbild auszusehen hat.

Wie sollte es nicht aussehen? Beispiel: Unsere Stadt ist eine wunderschöne Stadt, welche inmitten der Natur liegt. Gottes Natur liegt direkt vor der Haustür, wir sind mit einem Schritt in ihr. Es gilt sie zu erhalten. Dieses Leitbild trifft auf 90% der Städte zu und es können kaum Ziele hiervon abgeleitet werden. Und noch eines, es kann auch nichts kontrolliert werden. Die Stadt Ennepetal hat sich für die zweite Art von Leitbild entschieden, wobei es auffällt wo sich bestimmte Politiker für bestimmte Flächen einsetzten die letztendlich zur Bebauung frei sind. So hat man halt eine unterschiedliche Begrifflichkeit von Leitbildern und Flächennutzungsplänen.

So können die Ratsmitglieder mit ihrer 14 Millionen Truppe schon etwas mit Ennepetal anfangen, sei es auch vielleicht zu ihrem eigenen Vorteil. Man schaut ja nur vor das grinsende Gesicht eines Ratsmitgliedes, hinter das Gesicht kann leider niemand sehen. Übrigens die Ratsmitglieder gehen jetzt erst einmal in die Sommerpause und melden sich im September wieder. Die haben ja soooooooooo viel getan und es sind ehrenamtliche Mitglieder „unserer“ Gesellschaft. Wir sollten ihnen wirklich dankbar sein. Warum und wofür eigentlich?

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Die Alltagsmenschen in Gevelsberg – Die Eröffnung

 [la] Wie schon unter dem Titel "Die Alltagsmenschen vom Lechnerhof" angekündigt haben wir auch  Bilder von der Eröffnung  zusammengestellt, um sie Ihnen in einer kleinen Fotoshow zu präsentieren.

 [nggallery id=333]


Dr. Ulrike Schrader erläutert die neue Dauerausstellung in der Begegnungsstätte Alte Synagoge

Führung am Freitagvormittag
Dr. Ulrike Schrader erläutert die neue Dauerausstellung in der Begegnungsstätte Alte Synagoge

Freitag, 29. Juli 2011, 11.00 Uhr
Ort: Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Seit ihrer Eröffnung im April 2011 haben sich schon viele Neugierige die Dauerausstellung über die jüdische Geschichte im Wuppertal und im Bergischen Land angesehen und waren begeistert.

                              

Unter dem Titel „Tora und Textilien“ werden hier Objekte, Fotografien und Dokumente gezeigt, die die jüdische Kultur seit dem 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentieren. Auch in den Ferien gibt es die Möglichkeit, an einer Führung durch die Leiterin des neuen jüdischen Museums in Wuppertal teilzunehmen. Eine Anmeldung dazu ist nicht erforderlich.

Wer sich de Ausstellung selbständig anschauen möchte, hat auch in den Ferien während der Öffnungszeiten Gelegenheit dazu: Dienstags bis Freitags und Sonntags, 14-17 Uhr

Eintritt: 3,00 Euro

Homepage: www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/wuppertal

Freizeit- und Ferientipps für Kinder

Informationsdienst Ruhr - Die Agentur für Nachrichten aus dem Ruhrgebiet gibt Freizeit- und Ferientipps für Kinder und Jugendliche bekannt:

Metropole Ruhr (idr). Kleine Forscher kommen in den nächsten Tagen auf ihre Kosten: Kriminell gute Aktionen warten vom 1. bis 5. August auf junge Detektive im Archäologischen Park Xanten. Im Rahmen der Ausstellung "Gefährliches Pflaster" können Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren sich mit "Kriminalität im Römischen Reich" auseinandersetzen. Am 1. August beispielsweise werden Schatzkästchen nach römischer Art hergestellt. An den folgenden Tagen gehen die Kinder u.a. auf Verbrecherjagd und knacken Geheimschriften und verschlüsselte Codes. Das Ferienprogramm ist tageweise buchbar. Infos: www.apx.lvr.de

* "Tag des Kindes" beim Grugapark-Fest 2011: Der Sonntag gehört in Essen traditionell den kleinen Gästen. Am 31. Juli stehen von 11 bis 17 Uhr Kinder im Mittelpunkt: Spiele, Kindertheater, Modelltruckfahren, Clownstheater "Zirkusträume", Musik und Aktionen lassen den Kleinen keine Chance auf Langeweile. Bis 14 Jahre haben junge Besucher freien Eintritt. Infos: www.grugapark.de

* Ganz im Zeichen der Steinzeit steht der Familien-Sonntag am 31. Juli im Ruhr Museum in Essen. Experimentalarchäologe Markus Plesker zeigt Kindern und Eltern steinzeitliche Techniken wie z.B. Feuersteine schlagen. Die Besucher dürfen auch selbst einige Werkzeuge ausprobieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung (11 bis 17 Uhr) ist kostenlos. Infos: www.ruhrmuseum.de/veranstaltungen/fuer-kinder-und-familien

* Zahlreiche Experimentierstationen warten am 29. Juli im Bochumer Planetarium auf junge Forscher im Alter von fünf bis zehn Jahren. Zwischen 10 und 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr können Kinder selbst zu vielen Themen rund um die Naturwissenschaft experimentieren. Außerdem dürfen sie eigene Sternbilder erfinden und malen und beim Astroquiz ihr Weltraumwissen testen. Dazu zeigt das Planetarium Sternenshows extra für Kinder. Infos: www.planetarium-bochum.de

* Papierschöpfen, Nägel schmieden, Kaffee rösten, Körbe flechten und noch viel mehr können die kleinen Besucher des LWL-Freilichtmuseums in Hagen beim Kinderfest am 31. Juli, 11 bis 17.30 Uhr. Dazu gibt’s Musik, Clownerie und jede Menge Spiele. Geburtstagskinder haben freien Eintritt. Infos: www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

* "Hits 4 Kids" locken am 30. und 31. Juli, 11 bis 18 Uhr, ins CentrO nach Oberhausen. Oberhausen. Beim Kinderfest gibt’s zahlreiche Attraktionen zum Spielen und Toben auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern. Der CentrO Park bietet an diesen Tagen Eintritt zu ermäßigten Preisen. Infos: www.centro.de