Rezept für eine galaktische Geburtstagstorte

[la] Es ist erst wenige Wochen her (1. Februar 2011), da wurde der 125-jährige Geburtstag der Stadt Gevelsberg mit einem festlichen Rahmen eingeläutet. Aber mit diesem Start sollte nicht alles erledigt sein.

Alle Bürger von Gevelsberg sollten Gelegenheit bekommen,  sich mit diesem aussergewöhnlichen Ereignis ihrer Stadt zu identifizieren und bei einer megageilen Party diesen Event zu feiern, natürlich im Beisein vieler netter Gäste.

Und so soll der Jubiläums-Boulevard 2011 in Gevelsberg, eben "Extraklasse" werden, etwas wovon ganz Gevelsberg und angrenzende Städte und Gemeinden noch lange schwärmen sollen  [Aber war das nicht sonst auch schon immer der Fall? Sie haben es eben einfach drauf – Anm. d. Red.]

Und wie es bei guten Gastgebern immer der Fall ist, möchte man seine Gäste mit etwas  Besonderem rundum verwöhnen. Was also tischt man auf?

So entstand das tolle  Rezept für eine galaktische Geburtstagstorte:

Man nehme:

als Basis für den Boden, auf dem alles aufgebaut wird

1 Bürgermeister   [Claus Jacob  –  dem nicht nur sein Amt, sondern auch die ihm
                             anvertrauten Bürger am Herzen liegeni]

1 Citymanager    [Frank Manfrahs – der die Fäden von ProCity und dem
                           Gevelsberger Einzelhandel in seinen Händen hält und geschickt
                           zu lenken weiss, unterstützt durch Werner Tasbier 1. Vorsitzender ProCity ]

1 Eventmanager [Klaus Fiukowski – der das richtige Gespür für die Zusammenstellung
                           und Organisation von Events, Top-Veranstaltungen und Auswahl von
                           Künstlern etc. hat]

1 Fachkraft aus dem Rathaus [ Frau Riesner  – Abtl. F25 Kultur – Sport – Freizeit,  die alle
                          Dinge, die vom Rathaus aus erforderlich sind koordiniert und sich um eine
                          reibungslose Abwicklung kümmert.

4 Sponsoren [Sparkasse Gevelsberg / Autohaus Röttger  / Expert Ellinghaus und
                      art veranstaltungstechnik]

verfeinere alles mit viel Kreativität, Engagement, Ideenreichtum, suche die besten Rosinen aus einer Tüte voller Überraschungen, rühre alles gut durch, schmecke ab ob auch alles zusammen passt, gebe das ganze dann nach und nach vorsichtig in die Form und lasse es bis zum 3.6.2011 gut durchbacken, bevor es den Gästen serviert wird.

Und was ist das Ergebnis? Stück für Stück eine Augenweide, Gaumenfreude, ein Erlebnis.


       
     

Eines ist bei den Gesprächen mit den Organisatoren klar geworden.  Es ist wichtig, dass die Feierlichkeiten nicht nur für die Bürger,  sondern mit den Bürgern stattfinden. Und so sind   motivierte Leute gefragt. Aktiv sollen jung und alt an dieser Veranstaltung beteiligt werden, wobei auf die Nachwuchsförderung besonders Wert gelegt wird.

"Alle sollen eingebunden werden, die Bürgerinnen und Bürger, die Kundinnen und Kunden, die Gäste und Fans der Stadt, alle sollen gemeinsam den Geburtstag mit uns feiern können“, so Claus Jacobi. Aus diesem Grunde wurden  gemeinsam mit ProCity als Veranstalter alle Kräfte gebündelt um es zu einer überdurchschnittlichen Strahlkraft zu vereinen.

Die Veranstaltung wächst kontinuierlich und man will sich in jedem Jahr neu Gedanken machen wie eine Steigerung möglich ist,

 


                                        
An der Ecke Nordstraße gibt es wieder die TIPP-KICK-ARENA  (Tischfußball) des TKC Gevelsberg e.V.  Der Verein freut sich wieder dabei sein zu können, da der Zuspruch vom  letzten Boulevard ihm neue Mitglieder beschert hat.

Es gibt auch ein spezielles T-Shirt zum 125jährigen Geburtstag der Stadt für Frauen und Männer. Wäre das nicht ein tolles Andenken an das besondere Ereignis?

Man bekommt es beim Boulevard am Sprottauer Platz für € 15,00.

        

  
Von der oberen bis unteren Mittelstraße verteilt wird es die „Geburtstagstische“ geben, die auf ganz persönliche Art nach Ideen der Teilnehmer geschmückt, bzw. ausgestattet werden und an denen gefeiert wird.An diesen soll eine Geburtstagsfeier stattfinden, mit allem, was aus Sicht der Teilnehmer  dazu gehört, vom Geburtstagskuchen über die Kerzen bis hin zum Geburtstagsgeschenk, ausgefallenen Spielen, Dekorationen, Geburtstagslieder etc.

Bürgermeister Claus Jacobi wird symbolisch für das Geburtstagskind Gevelsberg  jeden Geburtstagstisch besuchen. An den Tischen ist ein Schild anzubringen damit jeder Besucher weiß, welcher Stadtteil, welche Hausgemeinschaft, Verein, Siedlergemeinschaft oder Gruppierung zu diesem Tisch gehört.

Übrigens: neben einer Menge Spaß gibt es auch etwas zu gewinnen! Eine Jury wird alle
Geburtstagstische begutachten und anschließend bewerten. Die Bewertungskriterien lauten
Präsentation, Kreativität, Originalität, Spaßfaktor und Gestaltung.
Die Preise:
1. Platz: € 200,– für Ihre Vereinskasse und ein 50l-Fass Bier
2. Platz: € 150,– für Ihre Vereinskasse und ein 30l-Fass Bier
3. Platz: € 100,– für Ihre Vereinskasse und ein 20l-Fass Bier

Geburtstags-Tische – bisher 16 angemeldete Gruppen – noch kann man sich bewerben (email an frank.manfrahs@procity-gevelsberg.de).

Am Samstag, 04.06. um 14:00 Uhr findet die  Lesung von Dr. Klaus Hänsch, Präsident des Europäischen Parlaments a.D., aus seinem Buch „Kontinent der Hoffnungen – Mein Europäisches Leben“ im  Zentrum für Kirche und Kultur, Südstraße, statt.
Patrick Kirschhofer (Profi-Fotograf ) wird für die Fotoaktion „125 Gevelsberger Gesichter“,
im Jubiläumszelt am Sprottauer Platz,  am Sonntag bis 18.00 Uhr alle Besucher, die es möchten, ablichten. Das erstellte Foto darf der Besucher als Erinnerung mitnehmen. Diese Aktion ist kostenlos, da Expert-Ellinghaus hier als Sponsor auftritt. Von allen Fotos werden 125 Bilder ausgelost, aus denen dann eine große Collage angefertigt wird, wobei sich aus diesen Köpfen wieder die Zahl 125 ergibt.
Dieses Werk wird später im Foyer des Rathauses aufgehängt.

Im Mittelbereich der unteren Mittelstraße werden Marktstände der Partnerstädte aufgestellt, wo deren regionale Produkte und Waren, wie Honig, Wein, Öl, Käse, Wurstwaren und polnisches Bier oder Naturprodukte angeboten werden.

Am Sonntag findet im Wechsel auf der oberen und unteren Bühne  „Heckers Hexenküche“ – eine unterhaltsame Wissenschaftsshow für die ganze Familie statt, mit Joachim Hecker, dem
WDR-Wissenschaftsjournalisten. Genaue Zeitpunkte können Sie dem Programm entnehmen.

 
Der Montmartre-Kunstmarkt hat inzwischen einen guten Ruf. Es haben sich Künstler u.a. aus Bochum / Dorsten / Dortmund angemeldet. Auf dem  Buteraplatz wird der Kunst- und Kreativmarkt auf beiden Seiten plaziert. Hier bieten die Künstler und Kunsthandwerker ihre Werke an. An einigen Ständen erfolgen auch Vorführungen, bzw, werden die Gäste zum Mitmachen animiert.

Am Sonntag wird hier auch  eine „Venezianische Hochzeit“ veranstaltet. Lina Salvatore und „Mariellas Brautstudio“ zeigen festliche und hochzeitliche Kleider aus der Lagunenstadt. Auch in diesem Jahr wird für die Modenshow ein roter Teppich ausgelegt, der diesesmal über die Treppen der VHS in die Mittelstraße verlegt wird.


Zum 3. Mal findet ein Gevelsberger Straßenkunstfestival am 03.,04. und 05. Juni statt. 13 Straßenkünstler aus 12 Städten aus ganz Deutschlands haben sich angemeldet und präsentieren sich an verschiedenen Standorten innerhalb der Mittelstraße und auf der Bühne Neustraße.
Nach alt bewährter Art nehmen sie keinen Eintritt, sondern spielen "auf Hut". Es wird ein buntes Programm mit Stabfiguren, Straßenmalerei, Zauberei, Musikanten,  Jongleure, Clowns, Feuerschlucker, Märchenerzählungen u.a. geboten

Eine Jury wird dann mit Unterstptzung des Publikums durch ausfüllen von Frageboten den Gewinner ermitteln, so dass um
17.00 Uhr die  Preisverleihung durch Bürgermeister Claus Jacobi und  Werner Tasbier, 1. Vorsitzender ProCity an der Straßenkunstbühne
erfolgen kann.

Siehe auch unsere Sonderseite hierzu.

Auch der Einzelhandel wird sich mit vielen Aktionen an diesem Wochenende beteiligen.
Nicht vergessen: am Samstag, 4.6., sind die Geschäfte in der Innenstadt bis 18 Uhr geöffnet. Der Sonntag, 5.6., ist ebenfalls verkaufsoffen (13-18 Uhr)!

Viele Gäste aus den Partnerstädten haben ihr Kommen avisiert.
Aus Vendome werden 50, aus Sprottau 50 und aus Butera 20 erwartet. Es war den Veranstaltern besonders wichtig, dass alle privat bei Gevelsberger-Familien untergebracht wurden, um den partnerschaftlichen Kontakt zu stärken.

Nach einem feierlicher Empfang im Rathaus, werden dann alle Gäste aus den Partnerstädten gemeinsam zum Boulevard gehen. Welch schönes Erlebnis, in Gevelsberg viele Sprachen zu hören. Erstmalig wird es Dolmetscher-Kabinen geben, wo z.B. die Lesung oder andere Beiträge für die Gäste übertragen werden.

Die Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Gevelsbergs mit Sprottau erhalten  mit der Einweihung des Sprottauer Platzes am Samstag, 4. Juni, ab 10 Uhr ihren Höhepunkt. (wir berichteten) . Hier sollte man die positive Zuwanderung in Deutschland
nicht außer Acht lassen. Was früher die Griechen waren, sind heute die Polen.

In einem ökumenischem Boulevard-Gottesdienst am Sonntag, 5. Juni, ab 11 Uhr, werden die Gäste aus den Partnerstädten an der Bühne am Timpen verabschiedet.


LIVE-MUSIK zum Boulevard 2011 – ein großes Kontrastprogramm bietet für alle was.

 

   
     

Freitag, 03.06.2011

18.15 Uhr
Konzert der Musikerinitiative „Dickes G“ u.a. mit den Gruppen Watch it Crash,
Jormade und U-Turn (expert rockt!-Bühne)

19.15 Uhr
Konzert CARNAGE – Partystimmung pur (Autohaus Röttger-Bühne)


Samstag, 04.06.2011
13.00 Uhr

gemischte Live-Musik verschiedenster Gruppen (Sprottauer Platz)

15.00 Uhr
„GFAKTOR“: großes Finale des Casting-Wettbewerbs für Kinder und Jugendliche zwischen
8 und 15 Jahren  mit ihrer Karaoke- bzw. Playbackshow (Autohaus Röttger-Bühne)
G-FAKTOR ist inzwischen berühmt und bekannt.Es musste eine Auswahl getroffen werden,
da sich zu  viele Teilnehmer gemeldet hatten.    

17.30 Uhr
Konzert GREYHOUND – Cover & Rock´n´Roll (expert rockt!-Bühne)

18.30 Uhr
Jubiläumskonzert des Städtischen Musikvereins (Zentrum für Kirche und Kultur, Südstraße)

19.00 Uhr

große Schlagerparty mit den SAUERLAND-SCHURKEN (Autohaus Röttger-Bühne)

19.30 Uhr
Konzert THE ALLMIGHTY SCHMIDTS – Cover Rock (Straßenkunst-Bühne)

20.15 Uhr
EXTRABREIT: TOP ACT-Konzert (expert rockt!-Bühne)
Extrabreit – Schlagzeuger Rolf Möller war Gast bei der letzten  Pressekonferenz im Rathaus,
wo alle Details der großen Fete nochmals erörtert wurden. Möller hat sein letztes Domizil
Hamburg verlassen und wohnt jetzt wieder in Hagen, wo sich vor über 30 Jahren die
Band "Extrabreit" gegründet hatte. Seine Aussage: Rock`n roll muß nicht schön, aber laut sein.

Sonntag, 05.06.2011
13.00 Uhr
Konzert JAZZPIRATEN (Autohaus Röttger-Bühne)
Konzert SHANTY-CHOR GEVELSBERG (expert rockt!-Bühne)

14.30 Uhr
Konzert THE O´REILLYS – Irish Folk (Autohaus Röttger-Bühne)

15.05 Uhr
„Offenes Singen“ – Chormusik zum Mitmachen (Autohaus Röttger-Bühne)

15.45 Uhr
Konzert THE O´REILLYS – Irish Folk (expert rockt!-Bühne)

16.30 Uhr
Konzert PEANUTS BIGBANDder Städt. Musikschule (expert rockt!-Bühne)

Wen das komplette Fest-Programm interessiert, der kann es hier gerne als PDF ansehen oder downloaden.


 

Was macht die Gevelsberger mit ihren Veranstaltungen eigentlich so erfolgreich? Es ist die Tatsache, dass sie mit Liebe, Herz und Leidenschaft alles bis ins Detail vorbereiten und als wunderbares Team Hand in Hand arbeiten, ohne das sich der eine oder andere in den Vordergrund drängt. Es geht nur um die Sache und das alle, wirklich alle Ihren Spaß haben und genießen und das diese Liebe sich auch auf die Bewohner ihrer Stadt überträgt, so dass sie gerne "ein Gevelsberger" sind.

„Boulevard Gevelsberg“, wird vom 3. bis 5. Juni 2011 auf der Mittelstraße stattfinden.

 

EN-Mosaik wird einen Teil der Veranstaltung begleiten.
Vorab wünschen wir aber allen Veranstaltern und Teilnehmer ein wunderbares, außergewöhnlich tolles Wochenende, denn bei so viel Einsatz und Aufwand hätten sie es sich verdient.

 

Linde Arndt von EN-Mosaik aus Gevelsberg

 

Straßenkünstler in Gevelsberg (3.-5. Juni 2011)

{la] Beim diesjährigen Jubiläums-Festival ist es gelungen, nachstehend aufgeführte Straßenkünstler zu engagieren.

Wie auch in den Vorjahren werden sie buntes Leben in die  Mittelstraße bringen und ein breites Publikum mit ihren Darbietungen erfreuen. Sie bekommen keine feste Gage, es wird kein Eintritt erhoben, sie spielen "auf Hut". Wem ihre Show gefallen hat, der kann einen Obolus in ihren Hut werfen.

Die hier aufgeführten Künstler reisen aus ganz Deutschland zu diesem traditionellen Festival an.

 Nr. Aktionsfoto    Künstler    Internet-Adresse  
01        Max Gaudio    www.maxgaudio.de  
02        Dino Lampa    dinolampa.com   
03        Straßenmaler Jürgen Janssen    www.strassenmaler-jj.de  
04        Bombastic Orchestra    www.bombastic-orchestra.com  
05        Tangoyim    www.tangoyim.de  
06        Jack Black Blues    www.jack-black-blues.de  
07        Irßs a donie    www.itsadonie.de  
08        Märchenkunst    www.maerchenkunst.de  
09        Thomas Thompson    www.verwirrrealist.de  
10        Chris Brandes    www.chrisbrandes.net  
11        NilyNils    www.nilynils.com  
12        Pink Umbrella Company    www.pink-umbrella-company.net/  
13        Paul Forgarty    www.paulfogarty.com/  

Allmächtiger, die Schmidts sind los :-)

[la] Wer am Samstag, dem 4. Juni 2011 gegen 19:30 Uhr durch die Mittelstraße in Gevelsberg flaniert und sich just zu diesem Zeitpunkt in Höhe von Café Kartenberg befindet, wird gegenüber auf der Bühne Neustraße zumindest ein altbekanntes Gesicht und eine rockige Stimme entdecken, die seit langen Jahren bisher zum Ensemble von "Waerk2" und vielen Auftritten und  Oldy-Night´s gehörte.

Willi Schmidt musste eine Auszeit nehmen. Da aber Musik und Musik machen bisher Teil seines Lebens war, kann er es einfach nicht lassen.

        
   v.l.: Fabian / Astrid / Merlin / und Gerhard  Willi Schmidt                                                                           Foto: © Linde Arndt
 

Und so gibt es jetzt "THE ALLMIGHTY SCHMIDTS" – das sind Willi, Merlin, Fabian und Astrid Schmidt [Welten entfernt von Kelly & Co] und sie werden ihr Debüt in Gevelsberg zum Boulevard 2011 nicht mit Oldies, sondern mit abgefahrenem, fetzigen Cover Rock dem Volk präsentieren.

Schaun – oder besser "hörn" –  mer mal.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Ist das Dummheit oder ein Ennepetaler Virus?

[jpg] Im Pressebereich gibt es Regeln, geschriebene aber auch ungeschriebene. Die einen halten sich an diese Regeln, die anderen halt nicht. Nun sind Regeln dem Zeitgeist unterworfen oder sie verändern sich, weil die Bedingungen sich verändert haben und/oder die Gesellschaft sich weiter entwickelt hat.

Der Pressebereich hat sich in den letzten 20 Jahren durch die technischen Möglichkeiten fast neu erfunden. Wir sehen die Möglichkeiten der Digitalisierung, der Übertragungstechniken per Funkstrecke aber auch das Internet um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Aber auch fast unbemerkt haben sich die Regeln der Ästhetik und die sozialen Beziehungen und Inhalte in der Pressearbeit verändert. Auch Regelverstöße werden nicht mehr so geahndet, wie noch vor 50 Jahren. Aber lassen wir das Thema nicht so hoch aufhängen, immerhin geht es hier um Ennepetal und da muss man schon weit in der Zeit zurückgehen um eine gewisse Konformität mit dem Ennepetal Regelwerk auszumachen.

Und weil, wie schon immer von uns reklamiert, die Stadt Ennepetal sich nicht der Modernen zuwenden will, kommt es immer mal wieder vor, dass die Gemengelage von Presse (Die Stadt definiert nur die Printmedien als Presse) und Stadtverwaltung Schaden hervor bringt. Denn wenn die Stadtverwaltung an die von ihr geliebte Presse geht, haben sich natürlich die favorisierten Pressevertreter ganz und gar an die Stadt angepasst, symbiotisch lauschen die Pressevertreter den Worten der Stadtverwaltung. Und weil das so ist, werden logischerweise auch die Fehler in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit unwidersprochen übernommen.

Und da kommen uns folgende von der Westfälischen Rundschau (WR) und der WAP, beide zur WAZ Mediengruppe gehörend, fast gleichen Artikel unter die Augen.

Zuerst einmal die Fotos dazu:

              
    Outdoorfoto vor dem Rathaus / Foto Sabine Nölke von der WR  

 

              
  Indoorfoto im Rathaus /  Foto:Frank Schneidersmann von der WAP  

Diese beiden Bilder stellen einen Regelbruch im Bereich der ungeschriebenen Regeln dar.
Denn folgendes: Zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung verlassen dieselbe, die eine Mitarbeiterin durch Kündigung, der andere vielleicht durch Wahl in einer anderen Stadt. Beide Handlungen sind also für unsere Stadt negativ einzuordnen.

Auf den Bildern stellt sich der Bürgermeister mittig mit den beiden Mitarbeitern ins Bild, welches alle Personen lächelnd zeigt.

Solche Fotos werden aber nur bei Verabschiedung zur Rente oder bei Abberufung zu höheren Ämtern gemacht, nicht bei einer Kündigung. In der Regel werden solche Meldungen mit einem Bild des Mitarbeiters an die Redaktionen durch die Pressestelle herausgegeben. Aber nur wenn der Mitarbeiter einen besonderen Stellenwert hat und das ist hier bei beiden Mitarbeiter der Fall. Nun ist Frau Dress quasi die Wirtschaftsreferentin des Bürgermeisters und Herr Palomba der persönliche Referent des Bürgermeisters. Also von der Position zwei sehr wichtige Mitarbeiter in einer Stadt. Und die suchen das Weite! Heißt, sie halten es mit der Stadtverwaltung, dem Bürgermeister und damit auch mit der Stadt nicht mehr aus?

Die Bilder sagen aber was ganz anderes aus.

Bürgermeister lächelt. Aussage: Ich freue mich, dass ich zwei wichtige Mitarbeiter verliere.
Frau Drees lächelt. Aussage: Ich freue mich den Absprung aus dieser Stadt geschafft zu haben.
Herr Palomba lächelt: Aussage: Ich hoffe, dass ich  es wenigsten in der zukünftigen 19.000 Einwohnerstadt gut antreffen werde.

…oder so ähnlich.

Also alle sind froh und glücklich der Stadt geschadet zu haben und wollen das auch so richtig dokumentieren?

Nein, werden jetzt einige sagen, wir wollten nur dokumentieren, wir gehen nicht im Streit auseinander. Na gut, wer es glaubt wird selig.

Wie sehen die Regeln der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in diesem Fall aus?
Ganz einfach und auch logisch. Der Bürgermeister wird nicht mit abgelichtet! Die beiden werden einzeln fotografiert und zwar in Büroumgebung und nur Kopf- oder Brustfoto.
Dazu würde folgender Text von der Pressestelle gebracht:

Erste Meldung:
Wie die Stadtverwaltung uns  mitteilte, wird die Wirtschaftsreferentin Frau Brigitte Drees uns auf eigenen Wunsch zum 1.Juli verlassen. Frau Drees war zuständig
für,,,
es folgt die Stellenbeschreibung……..

Und hierzu folgt das Kopffoto von Frau Drees.

   
    B.Drees   Foto: Linde Arndt

Zweite Meldung:
Weggang von Herrn Cosimo  Palomba, wie vor, jedoch mit der politischen Einschränkung durch eine Wahl in…

Auch hier das Kopffoto.

Also bis jetzt nur zwei Meldungen der lokalen Presse! Der Bürgermeister steht dadurch ganz neutral zu diesem personellen Sachverhalt (Kündigung von wichtigen Mitarbeitern).

 
     C.Palomba Foto: Linde Arndt
Und jetzt erst folgt eine PK mit dem Bürgermeister und zwar ohne die beiden Mitarbeiter indem er versucht zu erklären wie er sich die Zukunft ohne einen persönlichen Referenten und ohne eine Wirtschaftsreferentin vorstellt. Er kann evtl. noch sein Bedauern über den Weggang erklären, und, und,und.

Und in dieser PK sind Fragen der Pressevertreter zugelassen.

Beispiel: Wollen sie die Wirtschaftsförderung neu strukturieren…?
Oder:  Nehmen sie sich einen neuen Referenten aus dem Hause oder holen sie sich einen von außen..?

 
     BM Wiggenhagen Foto: Linde Arndt

Und wenn er diese Stellen neu besetzt, sei es mit eigenen oder fremden Leuten, erst dann ist ein Foto mit dem neuen Personal angebracht.
Das sind die ungeschriebenen Regeln die man in der Praxis lernt. Jedoch lernt man dies nicht wenn man sich nur im "Mief" der Stadt Ennepetal rum treibt.
Warum schreibe ich diesen Artikel? Ich kann es schlicht und ergreifend nicht ertragen wie eine handvoll Leute ihrer Stadt, und damit der Stadt in der ich wohne, so schadet. EN-Mosaik hätte diese Meldung sicherlich dementsprechend kommentiert. Jedoch haben wir die Pressearbeit im Zusammenhang mit Ennepetal quantitativ und qualitativ verändert – wir waren so frei. Aber solch einen Mist hätten wir als Presse nicht verzapft. Zumindest hätten wir die Leute getrennt fotografiert und auf das übliche Prozedere aufmerksam gemacht. Sowas tut man nicht. Aber das kommt davon wenn man das Tal der Ennepe zum "Tal der Glückseligen" verkommen lässt.

Und nebenbei: Wenn mein persönlicher Referent sich "selbstständig" machen würde, und das immerhin zum dritten mal, so würde ich sofort, ich betone sofort, bei der anberaumten PK den neuen persönlichen Referenten vorstellen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Überall blühen Rosen für Dich wenn Du sie siehst

[jpg] Es gibt eine Anekdote von den Franzosen, welche die französische Lebensart etwas trifft.

Wenn die Franzosen in den Krieg gezogen waren, haben sie vom Staat zugesichert bekommen, pro Tag ein Fass Wein angeliefert zu bekommen. Nun hat so ein Krieg es an sich, dass Soldaten von der Versorgung durch den Feind abgeschnitten werden. Dann war also nichts mit dem Wein. Als die französischen Soldaten dies merkten, wollten sie nicht mehr kämpfen, ja, sie ließen die Waffen schweigen. Sie waren nahe dran nach Hause zu gehen. Als den Generälen dies zu Ohren kam, brach helles Entsetzen aus. Schnell wurden Angriffe organisiert um die Soldaten wieder an die Versorgung an zu binden. Als am Tage darauf der Wein angeliefert wurde, wurden auch prompt die Kämpfe von den französischen Soldaten wieder aufgenommen. Wie gesagt, es ist eine Anekdote. Aber sie beschreibt in etwa das Lebensgefühl der Franzosen.

                
  Fröhliche Gesellschaft bei KiR hoch 4                                                                       
 

Und um dieses Lebensgefühl ging es am Freitag im Gemeindehaus in Rüggeberg als die Gruppe KiR hoch vier zu einem französischen Abend mit dem Thema: „La vie en rose“ eingeladen hatte. Unter der bewährten Moderation von Hans Baum wurde der Abend zu einer musikalischen, kulinarischen aber auch lyrischen Reise durch Frankreich. Johannes Heller mit Gitarre und Stefan Mayer-Stoye am Klavier und am Saxophon spielten auf.

               
Stefan Mayer-Stoye mit Saxophon
      Johannes Heller mit Gitarre                   

Johannes Heller, der sich als Frankreichexperte entpuppte, unterhielt das Publikum kurzweilig mit Geschichten aus Frankreich. Er wusste aber auch das Publikum zum mitsingen zu animieren, indem er den Anwesenden bekannte französische Lieder mit seiner Gitarre vortrug und die Gäste zum Refrain mitsangen. Johannes Heller brachte aber auch immer die Übersetzung als auch die Geschichte hinter den Liedern. Es waren die anderen Oldies der vergangen 60er – 80er Jahre die uns in Erinnerung gerufen wurden.

Gilbert Bécaud, Daniel Gérard, Edith Piaf oder die für einige unter den Gästen noch bekannten Lyriker und Sänger und Freunde des französischen Chanson, wie Jacques Brel und Georges Moustaki. Dieses Genre bezeichnet die französische Art musikalische Geschichten zu erzählen. Es waren Geschichten die etwas Traurigkeit und Frohsinn in einem vermitteln, eine Traumwelt, die den Künstler als Reisenden in eben dieser Welt zeigte. Diese Geschichten berühren und nehmen einen mit.

    

Kulinarisch wusste Ulrike Kaiser in der Küche zu überzeugen (Bild links mit Blumenstrauss), wobei die JungrüggebergerInnen sich wie immer liebevoll um alle Gäste kümmerten.

 

 

   
     

 

Stichwort Boule-Spiel. Dieses französische Spiel mit den Kugeln scheint in Rüggeberg angekommen zu sein. Es ist ein Spiel mit den Kugeln, das mehr oder weniger die Franzosen auf- oder anregt aber auch gleichzeitig den Müßiggang der Franzosen zeigen soll. Jeder kann es mit machen, es ist ein klassenloses Spiel und es ist eine gewisse Philosophie hinter diesem Spiel vorhanden.

Flugs fanden sich auch in dunkler Nacht ein paar Spieler die sich nach Ende der Vorstellung vor der Tür zu einem Boulespiel verabredeten.

 

 


Wussten Sie, dass auf dem Sportplatz von Rot Weiß Rüggeberg eine Ennepetaler Frauenmannschaft Fußball spielt? Nein? Ich habe mich davon überzeugen können.

Am Sonntag, dem 29.Mai um genau 15:10 standen die Frauen des FFC (Frauen Fußball Club) Ennepetal gegen SG (Sportgemeinschaft) Boelerheide 1898 auf dem Platz. Als das Spiel zu ende war, stand es 13:1 für den FFC Ennepetal. Die Mädels von Ennepetal legten nur eben mal eine Trainingseinheit hin. Am Rande erfuhr ich, dass diese Frauenmannschaft vor 2 Jahren durch die Initiative von Volker Ischebeck und Willi Vering ins Leben gerufen wurden. Denn die Frauen waren in den diversen Vereinen In Ennepetal verteilt und es machte Sinn vom TuS, Blau-Weiß Voerde oder den anderen Vereinen einen starken Frauen Verein zusammen zu stellen.
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So war es toll anzusehen, mit welcher Spielfreude die Ennepetalerinnen Fußball spielten. Sie beherrschten das spielen mit Ball aber auch ohne Ball professionell und waren strategisch sehr gut aufgestellt. Gefragt, was der Unterschied zwischen dem Männer- und Frauenfußball wäre, wusste mir keiner so richtig eine Antwort zu geben. Es kam lediglich der körperlich athletische Unterschied zur Sprache hervor.

Nein, ich glaube, Frauen spielen Fußball und Männer kämpfen beim Fußball. Es ist die Freude und der Spielwitz am Fußballspiel was Frauen zu einer anderen Fußballkultur bringt. Männer dagegegen haben das sogenannte „Messer zwischen den Zähnen“ beim Fußballspiel.

Nach dem Spiel wurde gegrillt, das Wetter war ja auch danach.

Gegenüber hatten die CVJMler oder Cevim Leute ihr 100 jähriges gefeiert, was ich allerdings ausließ. Denn Frauen beim Fußball und in Ennepetal ist schon außergewöhnlich, hätte ich nicht vermutet.


  Und dann ging es weiter.

Ich traf sie, die BoulespielerInnen in Rüggeberg, die voller Spaß bei der Sache waren.

Am Freitag wollten sie nicht, dass ich vorbei kam. Ich habe meine Drohung wahr gemacht und bin doch vorbei gekommen. 

Sie hatten gemütlich ihre Stühle am Rande abgesetzt und man sah aus dem einen oder anderen mitgebrachten Beutel eine Flasche Wein heraus gucken.

Es war ein netter Verein wo man den einen oder anderen lockeren Spruch auf den Lippen hatte um den Wurf dementsprechend zu kommentieren.

 

                    

Es war 18:00 Uhr als ich Rüggeberg bei strahlendem Sonnenschein wieder in Richtung Voerde verließ. Auf der Fahrt war ich allerdings sehr nachdenklich.

Denn wie kommt es wenn die Stadt krampfhaft Events organisiert aber solch liebenswürdige Events nicht auf der Agenda hat. Auf der Agenda stehen alle möglichen Dinge, nur die Dinge die die Stadt attraktiv machen könnten führen ein Schattendasein. Wofür haben wir eigentlich ein Citymanagement? Wer soll eigentlich die Stadt attraktiv darstellen oder Imagepflege betreiben?

Schaut man sich die Internetseiten der anderen Städte an, scheinen Welten zwischen der Stadt Ennepetal und den anderen Städten zu liegen. Ach ja, es gibt eben noch schlechtere Städte die es auch nicht besser machen, so die Stadtverwaltung immer wieder. Schade halt, manch einer oder eine richtet sich nach den Besseren und hört nie auf gut zu sein. Und so hat sich in Rüggeberg etwas entwickelt, was in den anderen Stadtteilen Schule machen könnte.

Und übrigens, am Donnerstag, dem 2. Juni findet das „op de Dieken“ Kegeln in Rüggeberg auf dem Rot Weiß Platz statt. Es geht schon morgens um 10:00 Uhr los. Sie wissen nicht was das ist? Ja, warum gehen sie denn nicht dahin?

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Das Copyright aller Bilder dieses Beitrages liegt bei
EN-Mosaik / Linde Arndt

   

Museum Folkwang – Paul Vogt feiert 85. Geburtstag

Paul Vogt feiert 85. Geburtstag

Mai 2011 – Prof. Dr. Paul Vogt, Direktor des Museum Folkwang von 1963 bis 1988, feiert am 29. Mai seinen 85. Geburtstag. Das Museum Folkwang verdankt Paul Vogt den Wiederaufbau seiner Sammlung und die Gründung der Fotografischen Sammlung im Jahr 1979. Von 1984 bis 2010 war Paul Vogt als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Kulturstiftung Ruhr verantwortlich für die großen Ausstellungen in der Villa Hügel.

               
  Prof. Dr. Paul Vogt, Direktor des Museum Folkwang                                                     Foto: Holger Kruessmann                                                                                                          
 

Cézannes Steinbruch Bibémus und Kirchners Tanzpaar gehören zu den wichtigsten Werken, die Paul Vogt für das Museum Folkwang nach ihrer Beschlagnahmung durch die Nationalsozialisten zurückerwerben konnte. Als geborener Essener hatte er das „schönste Museum der Welt“ in den 1930er Jahren noch miterlebt.

                                „Ich hatte mir drei Ziele gesetzt, als ich ab 1963 […] für das Museum verantwortlich war,  nämlich: das Verlorene, so weit es ging, zurückzuholen oder durch Werke ähnlicher Qualität zu ersetzen; dann die Entwicklung zu dokumentieren, die es weder bei Osthaus noch bei Gosebruch gegeben hatte, Surrealismus, Konstruktivismus, die Malerei Picassos; und dann in die Gegenwart vorzustoßen – die eigentliche Aufgabe, die das Folkwang ja immer hatte, ein Museum der Gegenwart zu sein.“
(Paul Vogt 2009 im Gespräch mit Hartwig Fischer und Uwe M. Schneede)

Er erweiterte die Sammlung französischer Kunst um Gemälde von Monet, Delaunay und Léger und erwarb bedeutende Werke von Miró, Tanguy, Dalí, Munch, Mondrian, Beckmann und Albers. Frühzeitig und auf höchstem Niveau ergänzte er die Sammlung mit Werken der heute im Neubau präsentierten USAmerikaner Newman, Rothko, Kline, Pollock, Reinhardt, Louis und Stella. Er widmete sich der osteuropäischen Avantgarde ebenso wie den Jungen Wilden zu Beginn der 80er Jahre.

Mit dem Erwerb des fotografischen Nachlasses von Otto Steinert und dessen Sammlung zur Geschichte der Fotografie begründete Paul Vogt die Fotografische Sammlung, die heute zu den bedeutendsten der Bundesrepublik gehört. Bereits zu Beginn der 1970er Jahre wurde unter seiner Leitung im Museum Folkwang ein Videostudio eingerichtet, damals einzigartig in einem Museum, und das Deutsche Plakat Museum wurde 1974 ebenfalls auf Vogts Bestreben hin dem Museum Folkwang angegliedert.

Zurzeit schreibt Paul Vogt an seinen Memoiren, die in der Edition Folkwang veröffentlicht werden.

 

 

Hendrik von Boxberg – Museum Folkwang

Aktionstag bei Eigenheim&Garten Sprockhövel

Am Sonntag, 29. Mai 2011 von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr  veranstaltet die Ausstellung Eigenheim&Garten einen
Aktionstag, zu dem  herzlich eingeladen wird.

Leben wuppertal-nord e.V. wird mit einem INFO-Stand vertreten sein und über die aktuelle
Presseberichterstattung diskutieren wollen. Und viel spannender für Kinder
und Familien wird ein Programm für die *UMWELTSPÜRNASEN* angeboten, d.h.

   – Kapitänspatent des SMC-SchiffsmodellbauClub,
   – Mobile Waldschule von leben wuppertal-nord e.V.
   – sowie jede Menge für Kinder und Leckeres vom Grill auf der Ausstellung
   "Eigenheim&Garten".

Eintritt frei!

Veranstaltungsort:
Ausstellung "Eigenheim und Garten", Eichenhofer Weg, 42279 Wuppertal

* **Sonntag, **den 29. Mai 2011, von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr*

Zwei-Klassen Verein beim TUS Ennepetal?

[jpg] 100 Jahre ist er geworden der TUS Ennepetal e.V. Nun haben solche Feierlichkeiten eine eigene Dynamik. Auf der einen Seite geht der bestehende Vorstand her und tut so als wenn er diesen Verein die ganzen 100 Jahre durch alle Gefahren geführt hat. Nur, es ist kein Mensch sondern der Zahn der Zeit, wenn etwas so alt wird, das wird es halt von selber.

Jetzt ist der TuS nicht gerade in einer Bundesliga, vielmehr kickt er in der Westfalenliga 2 so um den dritten oder vierten Platz herum. Gegner sind so tolle Vereine wie der TuS Erndtebrück 1895, 1. FC Kaan-Marienborn 07 oder TuS Eving Lindenhorst, also alles Vereine die "jeder" in Deutschland kennt.

Nun machten wir uns am  24.5.2011 um 18:45 Uhr auf den Weg um zu sehen was dort am Bremenplatz so los ist. Wer wird das 100 Liter Fass anstechen und was gibt es zu essen. Nun, aus dem 100 Liter Fass wurde nichts, es war nur ein, ich schätze mal, 30 Liter Fass, welches von dem Vorsitzenden des TuS Michael Peiniger unter tatkräftiger Hilfe des Geschäftsführer der SPAX International GmbH & Co. KG Dipl.-Kfm. Michael A. Thomas und Wilhelm Wiggenhagen angestochen wurde.

         
     

Es klappte auch nach ein paar Schlägen einwandfrei. Dieses Fass, welches nun mehr ein Fässchen war, wurde nun von den drei Herren eifrigst entleert und unter die Leute gebracht. Leute?

Es waren so an die 250 Anwesende. Marc Schulte der ewige Reichenbach Gymnasiast, meinte es wären 1.400 Leute.

          
  Foto der Besucher kurz vor Anstich des Fasses                                                                          Foto: © Linde Arndt  

Vorher sind wir unter die Besucher  gegangen um zu erfahren wer da so alles mit dem TuS feiert. Es waren die einfachen Vereinsmitglieder, die immer treu und brav für den Verein ihren Mann/Frau standen und stehen, die nicht lange reden, sondern zu packen. Es sind die Leute, die das Rückgrat eines jeden Vereins ausmachen. Allerdings finden die sich anscheinend nicht unter den 270 Leuten die am Samstag im Haus Ennepetal das vier Gänge Menu genießen dürfen. Wollen wir wetten, dass sehr viel Ratmitglieder eingeladen wurden. Man nennt das Pflege der politischen Landschaft. Und das ist wichtig, die Ratsmitglieder sollen ja noch die Investitionen für das Bremenstadion bewilligen. Der Wein der zu den einzelnen Menugängen gereicht wird war zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Was soll es.

Die sogenannten Leckereien auf dem Vereinsgelände, waren eine Bratwurst für 1,50 Euro und Putengeschnetzeltes (wahlweise mit Ketchup Soße) für 2,00 Euro. Das reicht ja für so einfache Leute, wie einen Platzwart.

          
  v.l.: Michael Peiniger / Marc Schulte / BM Wilhelm Wiggenhagen / Michael A. Thomas           Foto: © Linde Arndt
 

Als der Vorsitzenden des TuS Michael Peiniger auf die Bühne trat, fiel ihm zu seinem TuS nur ein, dass es eine Broschüre gibt in der man über die 100 Jahre TuS alles nachlesen kann. Toll. Wilhelm Wiggenhagen geriet ins schwärmen als er von der "RSV Altenvoerder Zeit" erzählte als er regelmäßig gegen den TuS verloren hatte. Toll. Und Michael A. Thomas von der Firma SPAX wusste von dem Glücksfall TuS zu erzählen, der der Firma SPAX nicht nur einen regelmäßigen regionalen Marketing Transfer erbrachte. Auch toll.

Nun wissen wir, dass die offizielle 100 Jahr Feier am Samstag, 28.5.2011 vor geladenen 270 Gästen stattfindet. Dort wird von den Söhnen der Familie Peiniger eine 100 jährige Zeitreise vorgeführt. Die Söhne der Familie Peiniger sind genau wie die Eltern sehr geschäftstüchtig in dem sie mit ihrer Firma Pemedia die Feierlichkeiten am Samstag gestalten. Sicherlich nicht als Non Profit Job. Wofür hat man denn einen Verein?

Ich habe ja nichts gegen gute Geschäfte, nur, ich habe etwas gegen Geschäfte mit einem Beigeschmack. Der TuS hat durch die Stadt viele Zuwendungen erhalten und wird diese Zuwendungen auch sicher weiterhin erhalten. Fußball ist nun einmal eine Droge. Nur wenn er diese Zuwendungen nicht erhalten würde, hätte er wie alle anderen Vereine dieser Größenordnung sich "nur" eine etwas kleinere Vereinsfeier leisten können. Rund 700 Mitglieder hat der TuS Ennepetal, alles in der Regel einfache normale Leute, da wäre am Wochenende zusammen gefeiert worden bis die Schwarte kracht. Und zwar ohne 4 Gänge Menu. Ist das jetzt Neid? Nein, es ist reine Wut von mir. Da werden auf der einen Seite Ausgaben der Stadt im sozialen Bereich zurück gefahren, als Beispiele seien die Schulen, die Senioren oder die Spielplätze genannt. Und auf der anderen Seite wird ein drittklassiger Verein nach Strich und Faden gepäppelt, der dann in einem Anflug von Höhenflug 270 Gästen ein 4 Gänge Menu mit passendem Wein vorsetzt. Wohl gemerkt, es ist ein kleiner Verein, wie der oben genannte TuS Erndtebrück 1895 und die feiern zusammen mit Freunden in einem großen Zelt, ohne 4 Gänge Menu und Weinfolge.

Die oben genannte Bratwurst und das Putengeschnetzelte (mit einer anständigen Soße!) hätten es auch getan.

Kein Wunder wenn die Leute eine Staatsverdrossenheit an den Tag legen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

„Bitte schaut nicht weg!“


„Bitte schaut nicht weg!“
Hagener Kundgebung gegen Kindesmissbrauch stellt auch klare Forderungen an die Politik

(Radio58 / HL.) Zuspruch aus dem ganzen Land fand an diesem Samstag die mittlerweile zweite Kundgebung gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz.

Selbst aus Nürnberg, dem Saarland und der Pfalz waren Menschen angereist um die Aktion des Hageners Bodie Henryk Ambrusch zu unterstützen, um sich selbst für ihre Meinung und Erfahrungen zu öffnen und dazu aufzurufen, hinsichtlich des täglich stattfindenden sexuellen Missbrauchs das Schweigen zu brechen.

„Das Schweigen brechen“, war auch das Motto der diesjährigen Kundgebung die im Vorfeld mit einigen Schwierigkeiten der Realisierung zu kämpfen hatte, letztlich aber ihren guten Verlauf fand. Initiator Bodie Henryk Ambrusch finanziert diese Veranstaltungen aus eigener Tasche, obwohl er selbst, nach eigenen Worten, als Frührentner von der Grundsicherung lebt.

Bis zum Freitagabend hatte sich noch kein Sponsor für die Bühnentechnik gefunden.

 
„Bitte schaut nicht weg!“
     Foto: Radio58   H.L.

„Das ist mir egal, ich stelle mich auch auf Paletten, um den Menschen die Augen zu öffnen“, hatte Ambrusch im Vorfeld angekündigt und damit unterstrichen, wie wichtig ihm – als selbst Missbrauchsopfer – diese Kundgebung ist.

Glück kurz vor Toresschluss: Aufgrund der vielfältigen Aufrufe fand sich am Freitagabend noch ein Sponsor, der finanzielle Mittel für eine Bühne bereit stellte. Zwar reichte der Betrag nicht für eine, wie geplant, große Bühne, dennoch konnte die Veranstaltung damit in einem vernünftigen Rahmen stattfinden, wenn auch die angekündigte Band aufgrund der geringen Bühnengröße nicht auftreten konnte. Das was Ambrusch am Herzen lag, konnte er trotzdem realisieren: Die Augen zu öffnen und über den noch all zu oft als Tabuthema abgetanen sexuellen Missbrauch zu informieren. Gemeinsam mit vielen Menschen zeigte man nicht nur thematisch Stärke. Am Samstagmittag wurde die Bühne leider an einer Stelle aufgebaut, die keine Möglichkeit der Stromversorgung bot. Unter Zeitdruck wurde dann mit vereinter Muskelkraft die gesamte, aufgebaute Bühne quer über den Friedrich-Ebert-Platz zu ihrem neuen Standort getragen.

Nach einer ergreifenden Begrüßung durch Bodie Henryk Ambrusch startete die Kundgebung mit einer Schweigeminute für alle Opfer des sexuellen Kindesmissbrauchs. Es ist sicherlich nicht leicht für die Opfer, über das zu sprechen, was ihnen widerfahren ist. Erst recht nicht in der Öffentlichkeit, auf einem großen und belebten Platz und vor hunderten von Menschen. Dennoch erreichte Ambrusch sein Ziel, zu dem er immer wieder in verschiedenen Internet-Communities aufruft: nicht über das, was geschehen ist zu schweigen. So fanden doch einige Betroffene auf die Bühne. Sie fanden unter dem Respekt des Publikums die Kraft und die Haltung, über sich zu sprechen und ihre Forderungen zu stellen aber auch Bodie Henryk Ambrusch zu danken, der vielen Opfern Mut macht.

Mit dabei am Samstag auch Vertreter einiger Vereine, die sich nicht nur für Opfer des sexuellen Missbrauchs einsetzen, sondern auch mit ihren klaren Forderungen auf die Politik und die derzeitige Rechtssituation einwirken wollen. Immer wieder die Forderung an die Gesellschaft, nicht weg zu schauen und dort einzuschreiten, wo in dieser Hinsicht dringend Hilfe geboten ist. Klare Forderungen aber auch an die Politik, den Gesetzeshütern bessere und erweiterte Kompetenzen einzuräumen, für verschärfte Strafmaße gegenüber den Tätern zu sorgen und den Schutz für die Kinder zu verbessern.

Originaltöne von der Bühne hier hören (klick)

Auch aus verschiedenen Regionen angereist: Mitglieder (in Biker-Sprache „Member“) des B.A.C.A.A. e.V.. Einer Vereinigung von Bikern in der gesamten Bundesrepublik, die sich aktiv in vielfältiger Hinsicht für Opfer sexuellen Missbrauchs einsetzt, aber auch aktiv Prävention betreibt. Die Mitglieder müssen vor ihrer Aufnahme ein lupenreines erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und sich dazu verpflichten, jährlich eine Schulung über die Betreuung von Missbrauchsopfern zu durchlaufen. Auch finanziell setzt sich der Verein für bedürftige Opfer und Hilfsinstitutionen ein.

Th. Brauckmann, Pressesprecher des B.A.C.A.A. e.V., dazu im Radio58-Gespräch hier hören (klick)

Aus der Pfalz angereist: Der Künstler Dieter Jonas mit der gesamten Familie. Jonas wollte es sich nicht nehmen lassen, seine Bilder selbst an die Volme zu bringen, die er der aktuellen Aktion unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jörg Dehm zur Verfügung stellt. Die Ausstellung im Rathaus an der Volme läuft noch bis zum 4. Juni und besteht aus vielen interessanten und aufwändigen Werken von verschiedenen Künstlern aus ganz Deutschland. Die Bilder können im Rathaus an der Volme gekauft werden; die Gelder kommen zu 100 % dem Frauenhaus in Hagen-Hohenlimburg zugute. Aber auch Dieter Jonas war nicht nur zum Überbringen seiner Werke nach Hagen gereist. Auch er wollte der Kundgebung seine Stimme geben. Zudem gab er spontane musikalische Einlagen.

Dieter Jonas im Radio58-Gespräch hier hören (klick)

Aus Nürnberg angereist: Der Künstler Axel Flitsch, der bereits am vergangenen Montag mit seinen Werken die Ausstellung im Hagener Rathaus an der Volme eröffnete. Auch Flitsch ließ es sich nicht nehmen, seine Meinungen und Forderungen zu diesem brisanten Themen öffentlich zu bekunden.

Schafften es nach Auskunft von Bodie Henryk Ambrusch bei der ersten Kundgebung im vergangenen Jahr gerade einmal 50 Menschen vor die Bühne, konnte er sich an diesem Samstag mindestens um eine Steigerung von 100 % freuen. Wohlgemerkt nur im direkten Bühnenbereich. Nicht mitgerechnet die vielen Menschen die während des Samstageinkaufs immer wieder einige Zeit verweilten und die vielen Menschen vor dem Café auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Insgesamt eine durchaus friedlich aber ausdrucksvolle Kundgebung, die in so manchen Menschen einiges bewegt haben dürfte.

Bodie Henryk Ambrusch und eine Teilnehmerin aus dem Saarland zur Kundgebung im Radio58-Gespräch hier hören (klick).

Bilder finden Sie hier (klick)


Die Canzonas verbinden im Hobby Singen mit Tanzen

Gemischter Chor ist seit 10 Jahren "Happy together"
Die Canzonas verbinden im Hobby Singen mit Tanzen

Sprockhövel. "Bei uns muss keiner vorsingen!" ist ein Leitsatz der Canzonas. Ein anderer lautet: "Es wird Wert darauf gelegt, dass es locker zugeht und viel Bewegung mit eingebracht wird." So kam ein ganzes Jahrzehnt Chorarbeit mit einer ganz besonderen "Truppe" zusammen, die durch ihre Fröhlichkeit sowie das Engagement ihrer Mitglieder (und deren Familien) sich in ganz Sprockhövel einen musikalischen Namen gemacht.

Dirigentin und Gründerin ist die umtriebige Frauke Schittek, die choreografische Leitung hat der Essener Sänger und Schauspieler Lenny Grüttgen inne, und Daniela Franz führt die Geschäfte des eingetragenen Vereins. Heute singen 20 Frauen und fünf Männer bei den Canzonas, die Altersspanne reicht von 25 bis 60 Jahren. "Wir sind ein bisschen anders als andere Chöre", erklärt Daniela Franz vielsagend und meint damit nicht nur die Kostüme der Sängerinnen und Sänger.

   
  Die Canzonas vor der Evangelischen Kirche in Haßlinghausen.                                                                               Foto: privat  

Anfänglich sang der Chor "Flower power pop" und nahm 2004 seine erste CD auf: "Let the sunshine in" hieß sie. In den Jahren danach wurde das Repertoire erweitert, sodass 2008 die nächste CD "Wenn Stimmen klingen" entstand, die auch sakrale Lieder und Choräle enthält. Aufgenommen in der Zwiebelturmkirche in Niedersprockhövel, gehören u.a. Agnus dei, Simply alleluia und Exsultate cantamus dazu. "Inzwischen haben wir ein buntgefächertes Programm von weltlichen und geistlichen Liedern mit insgesamt über 200 Titeln", berichtet Frau Franz weiter.

Im Jubiläumsjahr haben die Canzonas bereits zwei Konzerte veranstaltet. Unter dem Motto "Radio Sprockhövel lädt ein" boten sie ein Programm mit insgesamt 26 Liedern, Volksweisen und Schlagern. Psalm 51 war dabei, ABBA’s "Thank you for the music", Brechts Mäcki Messer, das mexikanische "Besame Mucho" mit einer Flamencotänzerin und "Strangers in the night" von Frank Sinatra, um nur einige zu nennen.

Aufgeführt wurde das neue Programm am 12. März in der Hauptschule Niedersprockhövel und am 2. April im Martin-Luther-Haus in Haßlinghausen zu Gunsten der Alteneinrichtung "Haus am Quell".

Für das dritte Konzert, das traditionelle Weihnachtskonzert, am 18. Dezember haben die Verantwortlichen noch keinen Saal gefunden. "Wir suchen noch", bedauert Daniela Franz. "Und wir suchen noch Männerstimmen, damit unsere tiefen Frauenstimmen – wir nennen sie Tenösen – eine echte Verstärkung bekommen."

Der vierstimmige Chor probt freitags von 20 bis 21.45 Uhr in der Aula der Hauptschule Niedersprockhövel. Telefonkontakt bekommt man unter 02324/9022259, und im Internet kann man noch mehr über die lebhaften Canzonas und ihr Hobby erfahren: www.canzonas.de