3. Boulevard Gevelsberg und 125 Jahre Geburtstag

[jpg] Es wird der dritte Boulevard der sich vom 3. Juni 2011 bis zum 5. Juni 2011  in Gevelsberg zeigen wird. 15.000 Besucher kamen in den vergangenen Jahren auf den Boulevard und hatten immer ihre helle Freude mit dem was die Gevelsberger "anrichteten".  Und so wird es auch in diesem Jahr einen Boulevard geben, der diesmal von den Hauptsponsoren Stadtsparkasse Gevelsberg, Autohaus Röttger, expert Ellinghaus, ART Veranstaltungstechnik, ProCity und der Stadt Gevelsberg ermöglicht wird.
                 
Aber es wäre nicht Gevelsberg wenn man das schon einmal Organisierte nicht toppen wollte, zumal ja der 125. Geburtstag auf der Agenda steht. Als wir von der Presse in Gevelsberg ankamen, war für alle ein Tisch mit einer riesengroßen 125 Jahr Geburtstagstorte auf der Mittelstrasse vor Confiserie Kartenberg gedeckt. Es war so als wenn wir zum Geburtstag eingeladen worden wären.
Und so soll es bei dem diesjährigen Boulevard ja auch sein: Die Gevelsberger können sich Tische und Bänke bei ProCity Gevelsberg ausleihen, je nach Bedarf bis zu 5 Garnituren,  um auf der Flaniermeile Mittelstrasse ihren ganz persönlichen Geburtstagstisch zu decken. Das Motto für diese aussergewöhnliche Feier: "Tischlein deckt Euch! – Geburtstagstische für Gevelsberg".  ( Bedingungen mit Anmeldung im pdf zum download )

   
  gemütliche Kaffeetafel vor der Konditorei Kartenberg in Gevelsberg                         Foto: © Linde Arndt
v.l.: Frank Manfrahs, Jutta Kartenberg, Claus Jacobi, Werner Tasbier, Klaus Fiukowski und Journalisten
 

Wer kann sich melden? Es können sich Vereine aller Art z.B. Kegel-, Fußball-, Turn-Vereine, Skatbrüder und -schwestern, Gemeinschaften, Straßenzüge,  Kleingärtner, Skater, SchnäppchenjägerInnen und so weiter anmelden, Hauptsache sie schließen sich zu einer Gruppe zusammen und feiern mit ihren Mitbürgern das Geburttagsfest wie sie es gerne hätten. Zeigen Sie Ihren Mitbürgern wie Gevelsberger, zumal sie 125 Jahre alt geworden sind, feiern können. Fantasie, Kreativität, Originalität, Spaßfaktor, Präsentation und Gestaltung sind gefragt und zwar (fast) ohne Grenzen. Es ist in etwa so wie das Stilleben auf der A40 im vorigen Jahr, als 3 Millionen Menschen sich zum Feiern einfanden. Lassen sie sich von unserem Artikel inspirieren. 

Eine Jury wird das Ganze begutachten und es gibt Preise für den schönsten Geburtstagstisch. Und unser oberstes Geburtstagskind, Bürgermeister Claus Jacobi, wird jeden Tisch auch noch besuchen – versprochen. Unbedingt müssen die Tische aber mit dem Veranstalterhinweis versehen sein, meinetwegen: "Alle Neune" oder "Rote Rübe" für einen Kegelklub oder Gartenverein, damit die Jury hinterher weiß wer den Preis bekommen soll. Anmeldeschluss ist der 23. Mai 2011.

Es geht aber noch weiter. Der Kunst- und Kunsthandwerkermarkt "MontMartre" wird auch in diesem Jahr auf dem Butera Platz viele Kunstinteressierte begeistern.

Dann  wird als weiteres Highlight der Sprottau – Platz, also der von der  polnischen Partnerstadt von Gevelsberg, festlich eingeweiht. Eine polnische Band wird uns zeigen was sie so drauf hat. Damit dies auch zünftig zugeht hat die Metzgerei Hess versprochen das ganze Wochenende polnische Spezialitäten, wie Barszcz, Czur, Zupa szczawiowa, Pierogi  oder Racuchy anzubieten. Das hört sich zwar schwierig an, wird aber sicher gut schmecken. Spätestens seit Lukas Podolski  oder Miroslav Klose, der deutschen Fussballnationalspieler mit polnischen Wurzeln, ist die Gruppe der polnischen Migranten an die dritte Stelle in Deutschland und damit auch in Gevelsberg gerückt. Damit hat Gevelsberg für alle Partnerstädte nunmehr einen eigenen Platz.

Dann noch ein etwas kleineres aber nettes Highlight. In einem Zelt werden Gevelsberger fotografiert deren Fotos auf einer riesigen Collage die 125 ausfüllen sollen; denn alle Gevelsberger sind 125 Jahre geworden.

Und die Einzelhändler freuen sich schon; denn sie haben ihre Geschäfte an beiden Tagen bis 18:00 Uhr geöffnet und warten dann mit einigen Geburtstags Überraschungen  auf.

War es das? Nein, wie im vorigen Jahr hat Gevelsberg einiges auf dem Boulevard zu bieten.

3 Bühnen, Straßenkünstlerfestival, Castingshow, Konzerte, Einzelhändleraktionen, Miniseifenkistenrennen, Oldtimershow, Schlagerparty, Modenschau "Venezianische Hochzeit" und, und, und, die gesamte Mittelstraße wird von unten bis oben bespielt.

Wie in jedem Jahr spielen die Straßenkünstler "Auf Hut" –  heißt, für ihre Darbietungen gibt es keine Gage. Die Gevelsberger bestimmen mit nach den Darbietungen wie viel ihnen das Ganze wert war, indem sie ihren Obulus in Geldeswert in einen Hut des jeweiligen Künstlers werfen.

Unter den auftretenden Bands sind neben  den Gruppen "Watch it Crash", "Jormaade", "U-Turn" die zu der Musikerinitiative "Dickes G" gehören,  auch "CARNAGE", "Greyhound" und als Top Act, die Hagener Gruppe "EXTRABREIT" vertreten.


Kurzer Check der Macher                  Foto: © Linde Arndt
v.l. Klaus Fiukowski und Frank Manfrahs
    

Es darf aber auch nicht die Karaoke Show für Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 16 Jahren fehlen, also die zukünftigen Stars. Für die Schlager Nostalgiker wird die Gruppe "Sauerland-Schurken" eine Schlagerparty geben.

Wie uns die Macher  Klaus Fiukowski von der Stadt und Frank Manfrahs von Pro City mitteilten, kann es jedoch noch bunter werden.

In einer noch stattfindenden Konferenz werden noch Erweiterungen mitgeteilt.

Weil die Geburtstagstische und der Kunsthandwerkermarkt "MontMartre" durch die Gevelsberger früh genug bestellt werden sollten, wurden die jetzigen Informationen schon einmal raus gegeben.

Ach ja, am Sonntagmorgen gibt es wieder einen ökumenischen Gottesdienst, bevor   unsere italienischen, französischen und polnischen Händler sich wieder auf den Weg nach Hause machen.


   

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

 

Osterfeuer in Ennepetal. Ein Brauch?

[jpg] Wir hatten lange gezögert, der Schreibtisch war und ist übervoll. Dann doch die Entscheidung. Wir suchten zwei Osterfeuer in Ennepetal auf.

Osterfeuer ein uralter Brauch, wahrscheinlich auf alte germanische oder teutonische Riten zurückzuführen. Der Sinn: Den noch gefühlten Winter oder zumindest die Geister desselben mit Feuergewalt zu vertreiben. In anderen Kulturen nimmt man Trommeln und Ratschen und macht gehörig Lärm. Nun haben wir inzwischen vergessen woher der Brauch kommt, nur das Osterfeuer machen wir natürlich weiter.

Die christliche Kirche hat diesen alten Brauch kurzerhand adaptiert und hat daraus "Ich bin das Licht der Welt" gemacht. Wie dem auch sei, es ist nur ein Brauch, also eine Überlieferung in unserem Kulturkreis. Wobei, dieser Brauch könnte auch aus einem anderen Kulturkreis gekommen sein, der mit den Wanderungsbewegungen kurzerhand bei uns gelandet ist.

            [nggallery id=285]

Zuerst suchten wir den Kleingartenverein Homberge auf. Dort hatte man das Osterfeuer auf dem Parkplatz vor der Anlage angezündet. Die Homberger hatten sich in einem großen Kreis um das Feuer versammelt um es bei Bratwürstchen oder Lachsbrötchen mit einem Getränk  beobachten zu können. Wir blieben 20 Minuten machten unsere Bilder und zogen weiter.
                  _________________________________

              [nggallery id=286]
In Oberbauer, sorry, der "freien Republik Oberbauer" (FRO), hatte man den ca. 10 meter hohen  Holzstapel hinter der Kirche aufgeschichtet. Dieser Stapel wartete nur darauf angezündet zu werden. Der Feuermacher wartete schon auf seinen Einsatz. Nur langsam, erst ging es in die Kirche zum Gottesdienst. Wir wissen nicht welche Predigt der Pastor gehalten hatte, aber nachdem die Glocken läuteten waltete der Feuermacher seines Amtes und entzündete den Holzstapel. Es war ein hohes und starkes Feuer das in die Höhe schlug.
      

 
     

Sinnbildlich dazu  stand  das Windkraftrad neben dem Feuer und machte mit seinen Rädern seine Energie. Um das Feuer hatten sich nun an die 150 Leute versammelt. Die Kinder sprangen herum und spielten, die Hunde tollten über die Wiese, die Menschen standen beieinander und unterhielten sich. Es war eine Idylle und es war so wie es immer war – ein Brauch. Und ein Brauch ist dazu da, dass man beisammen steht und sich einmal wieder Zeit füreinander nimmt. Im Neudeutschen nennt man das, wir müssen unser Zusammenleben entschleunigen.
     [nggallery id=287]
Nun ist Ostern, ein sehr hoher Feiertag für alle Christen, so ein hoher Feiertag wäre für die Juden Jom Kippur ( Versöhnungsfest ) und für die Moslems wäre das Opferfest in seiner Bedeutung vergleichbar. Warum ich das schreibe? Nun alle Feste gehen auf die Kraft und den Willen des Glaubens zurück der eine gemeinsame Wurzel hat.

Vielleicht irre ich mich ja auch und es war bei beiden Veranstaltungen nur ein Brauch, ein Brauch allen zu zeigen wie wir ein Feuer bändigen können. Denn es fasziniert doch immer wieder, wenn man die Urgewalt des Feuers bezwingt. Die Bilder haben wir einmal unter anderen Gesichtspunkten zusammen gestellt, genießen Sie sie.

Lassen Sie es sich gut sein an den Osterfeiertagen, vielleicht einfach so wie eine gute Freundin mir mailte : Ich verziehe mich mit einem Buch jetzt in die Waagerechte.

Seien Sie uns weiter gewogen.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Man sollte sich in Ennepetal nicht zum Deppen machen lassen

[jpg] An einer Pressekonferenz oder einem Pressegespräch erkennt man wie spannend das Thema ist. Kommen viele Vertreter, ist es eine viel versprechende und interessante Story.

Für das Ennepetaler Gebiet könnte man 10 Vertreter motivieren an einer PK teil zunehmen. Die schreibende und die fotografierende Zunft  könnte, ein interessantes Thema und interessante Akteure vorausgesetzt, dann 20 Pressevertreter (Wort und Foto) aufbieten. In Ennepetal gibt es zwei Themen an denen sich die Gemüter entzünden: Der Bahnhof und die Fußgängerzone. Und so lud der Bahnhofsverein mit die Stadt Ennepetal zu zwei Pressekonferenzen ein. Wir hatten diese Einladungen über unsere Informanten bekommen, und weil diese Termine als öffentlich gekennzeichnet waren, fühlten wir uns eingeladen. Bezeichnenderweise kam neben uns, nur 1 Fotojournalist.

Thema der ersten PK (Pressekonferenz) war: "Wir, der Bahnhofsverein und die Stadt Ennepetal, bedanken uns bei den "freundlichen" Helfern von der Gebal".

                  

 
   Ein Dank an die fleißigen Helfer  

Die "freundlichen" Helfer sind in der Regel alles 1 Euro Jobber die für ihre Arbeit pro Stunde 1,50 Euro bekommen, wofür normalerweise bis zu 20,– Euro gezahlt würden. Die Leute werden dann vom Job-Center oder der Arbeitsagentur der Gebal zugewiesen. Wenn die Leute dieser Arbeit nicht nachkommen, werden ihnen die ALG 2  (Hartz IV) Bezüge gekürzt oder gestrichen. So der Regelfall. Ob man für diese Arbeit geeignet ist, spielt keine Rolle und ist ohne Belang. Auch die Arbeitsbedingungen interessieren niemanden, Staub, Asbest oder auch Schwarzschimmel, alles muss genommen werden.

Es ist also die Renaissance  des guten alten Arbeits-, Reichsarbeits- oder des mittelalterlichen  Frondienstes.

Die Leute haben 3 bis 4 Tage im Bahnhof gearbeitet, heißt, haben Dreck und Staub weggeräumt um die freie Sicht in die Bahnhofsinnenräume zu gewährleisten.

Das wären also 3 Tage á 8 Stunden mal 15 Euro gleich 360 Euro, bekommen haben sie jedoch nur 36 Euro. Ein gutes Geschäft, für jeden Beteiligten, nur nicht für die Arbeiter. Da ist doch jetzt ein großes Dankeschön angesagt. Dies natürlich pressewirksam mit Foto und so. Was kam? Die Arbeiter standen im Bahnhofsgebäude herum, mussten die Dankesreden des Herrn Däumig, Öffentlichkeitsarbeiter des Bahnhofvereins, Herrn Oberndorf, Vorsitzender des Bahnhofvereins und Wilhelm Wiggenhagen, Bürgermeister der Stadt Ennepetal ertragen.  Wiggenhagen schenkte den Leuten  eine CD mit dem "international" bekannten Ennepetal-Lied und einen Werbezollstock der Stadt. Der Bahnhofverein  versprach ein Currywurstessen, also eine Currywurst für jeden. Und die Gebal setzte noch einen drauf und übergab einen Scheck für einen Grillabend, wie auch immer.

Für die eingesparte Lohnsumme von 324 Euro gab es damit einen Ausgleich von rund 10 Euro und natürlich einen Händedruck von allen Entscheidern.

Jetzt frage ich mich als Journalist welche Nachricht soll ich daraus machen? Was erwartet die Stadt und der Bahnhofverein von einem Journalisten mit diesen Informationen?

Der Bürgermeister und der Vereinsvorsitzende sind Menschen mit einem sozialen Gewissen?
Mit dem Bahnhofsgebäude geht es nun wirklich voran?

Als ich Wilhelm Wiggenhagen zu diesem Themenkomplex befragen wollte, blockte er ab indem er darauf hinwies, dass dies eine Veranstaltung des Bahnhofvereins wäre.

Klar, aber die Stadt ist der Eigentümer und wird, da der Bahnhofsverein noch nicht genügend Geld hat, in Vorlage getreten sein.

Als ich nun fragte ob Fragen zu dieser Pressekonferenz zugelassen wären, meinte man, ich sollte das etwas lockerer sehen.

Es war eine dubiose Veranstaltung die man sicher nicht Pressegespräch nennen konnte oder sollte.

   


BM Wilhelm Wiggenhagen

So schreibt der Pressesprecher des Bahnhofvereins:

"Der Vorstand des Fördervereins, an seiner Spitze der 1. Vorsitzende Frank Oberdorf, hat sich heute gegen 14.00 Uhr bei den "fleißigen Helfern" der Gebal für die bisher geleisteten Aufräumarbeiten innerhalb des Bahnhofsgebäudes bedankt. Niemand hatte allerdings geahnt, dass die Arbeiten schon so weit fortgeschritten waren. Voller Begeisterung stellten auch die Vorstandsmitglieder Dummann, Möllenberg und Wiedersprecher fest, dass der Bahnhof dank Gebal auf dem besten Wege ist, "seinen morbiden Charme" wieder zu gewinnen. So wurden die Männer für den morgigen Tag zu einem zünftigen Essen eingeladen, für das sich Richard Blanke als "Chef" von Gebal recht herzlich bedankte. Zwischenzeitlich ist aus der Mitte des Vereins darüber hinaus auch eine Spende weiter geleitet worden, die für ein gemeinsames Grillen nach Beendigung der Arbeiten verwendet werden soll.
Begleitet wurden die Vorstandsmitglieder von Bürgermeister Wiggenhagen, der sich ebenfalls höchst erfreut zeigte. Mit kleinen Präsenten, die er jedem einzelnen Mitwirkenden aushändigte, zollte auch er der bisher geleisteten Arbeit seinen Respekt"

Und die Stadt Ennepetal schreibt auf ihrer Seite ennepetal.de:

"In der letzten Woche hat die Gevelsberger Arbeitsloseninitiative GEBAL auf Bitten des Fördervereins Denkmal Bahnhof tatkräftig damit begonnen, den Bahnhof Ennepetal-Gevelsberg zu entrümpeln, um ihn für Veranstaltungen usw. nutzbar zu machen. Binnen weniger Tage ist aus dunklen und zugestellten Räumen eine helle, einladende und nutzbare Fläche entstanden, die jetzt noch mit einigen Eimern Farbe freundlicher gestaltet werden soll.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Frank Oberdorf, dankte zusammen mit seinem Stellvertreter Dieter Dummann den Kräften der GEBAL unter Leitung von Janina Witte und Richard Blancke für ihren Einsatz, lud die Arbeiter zum Currywust-Essen ein und überreichte einen Scheck für ein Grillfest zum Abschluss der Arbeiten.   Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen schloss sich den Dankesworten des Fördervereins an und überreichte jedem GEBAL-Mitarbeiter als kleine Anerkennung einen Zollstock und eine Ennepetal-CD. "

Man erwartete anscheinend von der Presse die eins zu eins Übernahme der vorgegebenen Texte oder eine dementsprechende Haus- und Hofberichterstattung.

Als wir nun am Mittwoch dem 20.April 2011 wieder am Bahnhof waren, waren nunmehr der  MdB René Röspel (SPD) und der MdL Hubertus Kramer(SPD), sowie die Ratsmitglieder Volker Rauleff (SPD) und Anita Schöneberg (SPD)  anwesend. Sollen jetzt wieder die Parteigrößen nacheinander durch den Bahnhof geführt werden? Wo waren die CDU/FDP/Bündnisgrünen/Freien Wähler und, und, und. Wird eigentlich in der Stadtverwaltung noch gearbeitet? Großes Theater mit den 1 Euro Jobbern der Gebal und großer Bahnhof mit Wilhelm Wiggenhagen der seine selbst organisierte Inszenierung genoß. Für einen Imagegewinn? Der "große" Wilhelm Wiggenhagen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand hier einen Imagegewinn sehen würde. Oder doch? Er bleibt der Bürgermeister der immer nur ankündigt und nichts wirklich  umsetzt. Der Bürgermeister der runden Tische die zu nichts führen. Der Bürgermeister des Ungefähren, der halben Wahrheiten und damit der halben Lügen. Und der Stadtumbau West? Da war doch dieser Antrag. Frau von Dinthern die ehemalige Landtagspräsidentin ist wieder im Landtag, hatte die sich nicht für diesen Antrag eingesetzt? Vergessen!

Aber es ging um mehr als diese bigotten Veranstaltungen, wir wollten den Stand der Dinge am Bahnhof heraus bekommen. Und wir haben in Einzelgesprächen sehr viel heraus gehört.
Es ist also so, wie wir in unserem Artikel beschrieben haben, es steht nicht gut um den Bahnhof. Was auch immer dort angedacht wurde, noch fehlt die wirtschaftliche Grundlage um das Ganze ohne städtische Zuschüsse zu einem guten Ende zu bringen. Also wird es auch voraussichtlich keine Fördergelder geben. Die Akteure, nicht die 1 Euro Jobber, sind von ihrem Tun nicht überzeugt und sehen teilweise keine Perspektiven. Das dort weiter gearbeitet wird ist reine Kopfsache und ist nur dem drohenden Gesichtsverlust eines Wilhelm Wiggenhagen geschuldet. Jeder weiterer Tag macht die ganze Sache nur noch schlimmer.Und was soll man davon halten, wenn nach einem Jahr der Verein mal gerade rund 100 Mitglieder vorzuweisen hat? Da kann man sicher nicht von einer Bürgerbewegung sprechen. Wobei der gesamte Vorstand und die Mehrzahl der Mitglieder mehr oder weniger von der Stadtverwaltung in irgendeiner Form abhängig sind. Dem Bürger auf der Straße geht der Bahnhof total an demselben vorbei.

Beispiel gefällig?

 1.   Im Inneren fällt der Putz von der Decke, jedoch wird nur an ein paar Eimer Farbe gedacht.
 2.   Der gesamte Tresenbereich der ehemaligen Wirtschaft bleibt bestehen und wird nur gestrichen.
 3.   Favorisiert wird das Konzept von Herrn Müller, welches schon mit Quersubventionierungen als auch   einer Subvention durch die Stadt geplant ist.
 4.   Die Geschosshöhe im Parterrebereich ist zu hoch, so dass schon heute nicht mit einer positiven Energiebilanz zu rechnen ist. Wärmedämmung oder Energieeffizienz ist für die Planer des Bahnhofgebäudes ein Fremdwort.
 5.   Neben dem Bahnhofsgebäude stehen total verdreckte kleinere Gebäude (Toiletten?), die aber so stehen bleiben sollen. Neben einem Kulturzentrum?
 6.   Die von "startklar.projekt.kommunikation" vorgegebenen Voraussetzungen können auch bei noch so positiver Betrachtung kaum zu einer Förderung im Sinne des Regelwerkes führen. Dafür ist der Bahnhof zu eng ausgelegt worden.
 7.   Die angedachten Räumlichkeiten, Toilette, Aufenthaltsraum, Kiosk und die Wohnmöglichkeiten im ersten Stock stellen kein wirkliches Konzept dar und beengen die weitere Vorgehensweise.
 8.   Die angedachte wertmäßige Überführung des Bahnhofgebäudes in eine Stiftung und der Verein als Nutzer dieses Gebäudes sind ein Fehlkonstrukt.

  

   

Ansicht zu Punkt 1   Ansicht zu Punkt 5

Auf die Frage, warum die Stadt bis heute die Burger Mühle verkommen lassen hat und Gut Ahlhausen  nicht auf dem Radar der Stadt steht, wusste man mir nur eine ausweichende Antwort zu geben. Dabei ist die Burger Mühle ein Dokument der Zeitgeschichte welches das Verhältnis der freien Hansestadt Breckerfeld mit dem heutigen Ennepetal dokumentiert. Oder Gut Ahlhausen, welches auf der Grenze von zwei ehemaligen Grafschaften steht und bis heute nicht näher beleuchtet wurde, Handelswege führten dort her. Beide Gebäude sind in ihrer Geschichte in höchstem Maße identitätsstiftend für Ennepetal. Aber nicht nur diese beiden Gebäude, vielmehr sind noch einige Gebäude die an der Ennepe, man muss an die Wasserkraft denken, zu sehen sind viel wichtiger für die Entwicklung der Stadt Ennepetal gewesen. Der Bahnhof selber stellt nur ein kleines Zeitdokument in einer Zwischenphase von Ennepetal dar, ist also damit von untergeordneter Bedeutung. Hagen und Elberfeld sind die Zentren an der Bahnlinie, wobei Gevelsberg sicherlich weiter entwickelt war.

Es waren so viele sichtbare offene Fragen die ganz klar auf eine nicht ernsthafte Betreibung einer weiteren Nutzung des Bahnhofgebäudes hinweisen. Warum wird also weiter gutes Geld dem schlechten Geld hinterher geworfen?

Ganz einfach. Wilhelm Wiggenhagen und die 14 Millionen Truppe haben sich nun so weit ungeprüft in das Bahnhofsgebäude hinein gehängt, so dass sie ohne Gesichtsverlust nicht mehr aus diesem Objekt heraus kommen.

Auf der anderen Seite ist jeder Tag den diese Leute an diesem Gebäude herumdoktern ein verlorener Tag, den wir alle mit unseren Steuergeldern bezahlen müssen. Aber nicht nur das, jeder Tag ist auch ein Tag den die Politik und die Verwaltung in Ennepetal und anderswo an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verlieren.

 

 

    Besuch im Bahnhofsgebäude

Wiggenhagen und die Anderen werden eines Tages gehen, hinterlassen werden sie jedoch das verlorene Vertrauen in die Verwaltung und die Politik in Ennepetal und anderswo. Und wir möchten nicht die Deppen sein, die unkritisch und nicht hinterfragt Pressemitteilungen übernommen haben, die zu diesem Vertrauensverlust in der Politik führten. Wir überlassen den anderen den Weg, ins Reich der Deppen zu gelangen, wir wollen weiter den unbequemen Weg des kritischen Journalismus gehen. Es mag sein, dass dies eine idealisierte Einstellung ist und in der Realität keinen Bestand haben kann. Nur wohin wollen wir eigentlich gehen, wollen wir alle Werte unserer sozialen Gesellschaft zur Disposition stellen? Und wohin wollen wir Journalisten gehn oder gegangen werden, wollen wir die Mitteilungen unreflektiert jeder Organisation übernehmen. Dafür braucht es sicher keinen Journalismus. Wir zumindest lassen uns unsere Artikel von der Stadt oder einem Verein nicht diktieren.

Was bleibt?

Es sind nun rund 2 ½ Jahre verstrichen. Der Bahnhof ist falsch angegangen worden, die Situation ist ziemlich verfahren um den Bahnhof noch auf das richtige Gleis zu stellen. Wilhelm Wiggenhagen und die 14 Millionen Truppe haben  das Projekt Bahnhof vermasselt. Nebenbei, der Motorradladen nebenan, hat innerhalb von ein paar Wochen aus eigener Kraft die Gebäude saniert – geht doch.
Habt Mitleid mit der Bevölkerung und macht dem Treiben ein Ende – REISST DEN BAHNHOF AB!

Übt doch erst einmal mit kleineren Objekten, meinetwegen mit einem Spielplatz. Renoviert einen tollen bestehenden Spielplatz , mit den 1 Euro Jobbern, und wenn der Spielplatz angenommen wird, kann man über ein größeres Projekt reden.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

[alle Fotos: Linde Arndt]

 

 

Schreiben Sie Ihre Geschichte für ein Theaterstück!

Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel gibt Hilfestellung.

[EN-Mosaik]Sie schreiben gerne, sie schreiben leidenschaftlich und sie schreiben mit Vorliebe über die Geschichten, die der Alltag so mit sich bringt? Egal wo ihre Geschichte spielt – vielleicht hat sie das Potenzial zu einer Uraufführung zu gelangen!
Das Westfälische Landestheater in Castrop-Rauxel sucht Schreibtalente, die im Rahmen eines achtmonatigen Workshops gefördert werden. Eine Jury entscheidet dann im Frühjahr 2012, welches der Stücke zur Uraufführung kommen wird. Der Wettbewerb heißt „IN ZUKUNFT“ und richtet sich an Autorinnen und Autoren, an Profis ebenso wie an unentdeckte Talente.

 

 

Einzige Voraussetzung: Die Bewerber müssen einen Migrationshintergrund haben. Ziel des Projektes ist es, der kulturellen Vielfalt unserer Gesellschaft im Theater eine Bühne zu geben. Gesucht werden Geschichten von Menschen, die mit und in unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen sind. Sie sollen mit dem Förderwettbewerb ermutigt werden, das nötige Handwerkszeug zu erlernen, für die Bühne zu schreiben. Das Projekt wird vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und in Kooperation mit exile-Kulturkoordination e. V. durchgeführt. Geleitet wird der Workshop von der erfahrenen Autorin und Dozentin, Maxi Obexer aus Brixen/Italien.

Die Bewerbung zur Teilnahme läuft noch bis zum 15. Mai 2011. Bewerben kann man sich mit eigenen Texten oder bereits fertig Stücken und einem Exposé für ein Theaterstück beim Westfälisches Landestheater, Herrn Axel Prochnow, Europaplatz 10 in 44575 Castrop-Rauxel. Nähere Infos und Teilnahmebedingungen unter www.westfaelisches-landestheater.de .

Das Westfälische Landestheater (WLT)
Das Land Nordrhein Westfalen ist Heimat von vier Landestheatern: dem Westfälische Landestheater (WLT) mit Sitz in Castrop-Rauxel, dem Landestheater Detmold, dem Landestheater Burghofbühne in Dinslaken und dem Rheinischen Landestheater in Neuss. Der Begriff Landestheater bedeutet, dass das Theater mit seinem Programm auf Reisen geht und in Städten und Gemeinden spielt, die kein eigenes Theater haben. Im WLT Castrop-Rauxel gelangen jährlich ca. 15 Premieren zur Aufführung. Das Theater am Europaplatz hat zwei Spielorte: die Stadthalle mit 570 Sitzplätzen (ca. 21 Aufführungen pro Jahr) und das WLT-Studio mit 101 Plätzen (ca. 51 Aufführungen pro Jahr).

Kontakt:
Westfälisches Landestheater
c/o Herrn Axel Prochnow
Europaplatz 10
44575 Castrop-Rauxel
E-Mail: prochnow@westfaelisches-landestheater.de

Fotounterschrift: Bühne frei für Ihre Geschichte! © WLT

Das Projekt wird in Kooperation mit exile-Kulturkoordination e. V. durchgeführt und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Wie kann man eine Stadt nur so vor die Hunde gehen lassen?

 [jpg] Politisch gesehen ist Ennepetal eigentlich tot. 40 Ratsmitglieder sitzen im Rat und den Ausschüssen und haben sich mit der 14 Millionen Truppe der Stadtverwaltung arrangiert. Ich denke mir, hier ist ein Fehler in unserem demokratischen System. Es macht doch keinen Sinn jemanden in einem System zu belassen dem er doch offensichtlich nicht gewachsen ist. Hier müsste die Möglichkeit der Abwahl oder Neuwahl geschaffen werden.

 I.                  

Nehmen wir mal den unter Denkmalschutz stehenden Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg. Wir haben die Jahreshauptversammlung des Bahnhofvereins besucht. Es waren rund 90 zähe Minuten in der die ~ 30 Teilnehmer um den heißen Brei herum redeten. Sie sind im Grunde noch keinen Schritt weiter gekommen, als das zwei "Konzepte" existieren die nicht angepasst werden. Beide Konzepte laufen aber darauf hinaus, dass die Stadt Zuschüsse zahlen muss. Und dafür ist das Projekt "Bahnhof Ennepetal" nicht förderungswürdig, weil es wirtschaftlich nicht darstellbar ist.

Aber nicht nur die Konzepte fehlen, vielmehr fehlt auch das notwendige Geld, welches der Verein einwerben sollte. So wie ich das mitbekommen habe, hat der Verein mal gerade 1.000,– Euro auf der hohen Kante. Und das nach einem Jahr. Aber man fabuliert schon mal, wie es auch im Rat so üblich ist, jemanden mit einem Gutachten oder einer Beratertätigkeit zu beauftragen. Das das nicht umsonst ist kann sich jeder an den vorhandenen fünf Fingern abzählen.

 

Vorsichtshalber hat der Vorsitzende Ra Oberdorf schon mal signalisiert, dass es vor 2013 nichts wird.Mit dem Antrag, dem Konzept, der Finanzierung oder was auch immer? Es wird wohl das Geheimnis des Vorsitzenden bleiben.

Dann waren noch die Arbeitskreise die sehr fleißig waren. Sie berichteten wie sie alle schon mal Waffeleisen, Musikfeste (Rock am Gleis), Würstchengrill und was weiß ich noch organisiert haben.

Ich glaube, der Abrisstermin rückt immer näher?
Es sind die falschen Personen, das falsche Projekt, das falsche Umfeld, es passt nichts wirklich.

 RA Oberndorf Foto: © Linde Arndt    

 

II.

             

Es geht weiter. Im Betriebsausschuss ist jetzt das Blockheizkraftwerk durch, welches mit den Mitteln des Konjunkturpaketes II gefördert wird, zumindest die Planung steht. Das Problem welches jetzt entstehen wird, die kritische Masse, wird durch die Umsetzung dieser Maßnahme erhöht. Das Platsch arbeitet nicht mit Gewinn und bei der Haushaltslage der Kommunen kann solch ein Projekt relativ schnell geschlossen werden. Nur je höher der Wert eines Projektes, desto schwieriger wird ein Beschluss herbeizuführen sein das Projekt zu schließen. Jetzt sollen nach Haushaltsvorlage noch mal 640 TSE in das Platsch gesteckt werden. Wenn die Haushaltslage kritisch bleibt wird deshalb niemand an das Platsch ran gehen um es zu schließen. Das ist nun mal so.

Und dann war da noch etwas Lächerliches. Die Bezirksregierung in Arnsberg verlangt von den Kommunen eine Dichtheitsprüfung aller Hausanschlüsse die ihre Abwässer ins öffentliche Netz einspeisen. Der Termin war zuerst für 2005 vorgesehen und wurde nunmehr auf 2015 gesetzt, könnte aber auch noch auf 2023 verlängert werden. Da diese Dichtheitsprüfung etwas kostet möchte die CDU/FDP/FWE Fraktion das Ganze terminlich nach hinten schieben. In der Hoffnung die Bezirksregierung wird das alles schon vergessen. Lächerlich ist das Ganze, weil in 12 Jahren diese Dichtheitsprüfung sicher das Doppelte kosten wird. Und weiter, wenn einzelne Anschlüsse undicht sind ist es den Hauseigentümern egal ob die ganze Brühe ins Grundwasser gelangt? Man muss da schon mal fragen ob das verantwortungsbewusstes Handeln ist. Ein lautstarker Protest der Bündnisgrünen? Fehlanzeige.

III.


Frau Alam-Martini
 

Kommen wir zum Schulausschuss der ja am 6. April 2011 tagte. Sinnigerweise in der Albert-Schweizer-Schule, einer Förderschule in Oberbauer. Die Schule soll in absehbarer Zeit geschlossen werden, zumindest werden keine weiteren Gelder eingeplant.
Anstatt aber über die nunmehr anstehende Abwicklung zu sprechen, redete man auch hier wieder um den heißen Brei herum.

Die Leiterin der Schule Frau Alam-Martini hatte eine umfangreiche und durchaus nachvollziehbare Wunschliste für den Schulausschuss parat.Umfangreich deshalb weil sichtbar nur das Notwendigste bis dato gemacht wurde. Wie in der Realschule hatte auch hier die 14 Millionen Truppe Ausreden parat.

     

Die Ausschussmitglieder nahmen die Vorträge ungerührt zur Kenntnis, obwohl man an einigen Stellen die Unfallgefahr lauern sah. Aber was soll es, es ist eine Förderschule. Die Kinder dieser Schule gehören sicherlich in Zukunft nicht zu den Privilegierten unserer Gesellschaft. Denkt man etwa so?

Durch einige Änderungen der Schulgesetze der rot-grünen Landesregierung sind die dargestellten Statistiken teilweise für den Papierkorb gemacht worden.
Zwei Dinge fielen mir jedoch auf: Die Bevölkerungsstatistik von Ennepetal schwankt von mal zu mal. Mal haben wir zum Stichtag 31.12.2010: 31.111 Einwohner in der Einwohnerstatistik a.a.O. dann  haben wir aber schon am 30.06.2010: 30.633 Einwohner in der Schülerstatistik. Befinden wir uns in einer Twilight Zone oder in einem Wurmloch, wo ab und zu so an die 500 Einwohner kurzfristig abwesend sind?

Die Einwohner werden in einem Betrachtungszeitraum um 8,74% zurückgehen, die Schülerzahl jedoch nur um 6,05%. Was heißt das? Das heißt die Rückgänge für Ennepetal sind mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit den Leistungsträgern zu zuordnen, die statistisch gesehen um die 1,2 Kinder haben. Sprich kinderreiche bleiben, weil sie kein Geld für einen Umzug haben.
Die Einwohner die dann gehen  sehen keine Möglichkeiten mehr sich in der Stadt zu entwickeln.

Warum die Statistik bei den IT Möglichkeiten von heute nicht auf Vordermann ist, wie bei den unterschiedlichen Einwohner zu sehen, kann ich nicht nachvollziehen.

Die Qualität der Ausbildung an den einzelnen Schulentypen scheint eher durchschnittlich zu sein. Auch kann aus der Statistik kein besonderes Image abgeleitet werden. Es sind eher durchschnittliche Schulen die keine besondere Leistung erbringen. Woran das liegt kann man nicht aus den Statistiken herauslesen. Das können viele Gründe sein.

Fakt ist jedoch bei der Begehung der Schulen, wie der Realschule und der Förderschule, das man hier von einem erheblichen Investitionsstau sprechen muss.

Ach ja, und dann hatte in 2010 die bienenfleißige Anita Schöneberg (SPD) mal nach den vorhandenen Schulbudgets gefragt. Wenn man sich die Liste an sieht bekommt man den Mund nicht mehr zu. 3 Schulen sparen für einen oder mehrere Fotokopierer. Heißt das diese Schulen haben keinen Fotokopierer? Die Mehrzahl der angesparten Mittel wird für Beschaffungen angespart die aus einem laufenden Haushalt beglichen werden sollten

  


v.l.:  Giuseppe Bianco  /   Anita Schöneberg  /     Jürgen Battenfeld

alle SPD                                                       
Foto: © Linde Arndt

     

Ein paar Beispiele gefällig? Die Albert-Schweizer-Schule spart 400 Euro an um die Schülerbücherei zu aktualisieren. Heißt das die Schule unterrichtet mit nicht mehr zeitgemäßen Büchern? Man kann nur hoffen, dass die Kaiserzeit überwunden wurde und die Bücher nicht mit Sütterlin bedruckt sind.Die Realschule spart für ihre Turnhalle die anstehenden Reparaturkosten an. Also, wenn eine Reparatur notwendig ist, muss sie ausgeführt werden. Dies ist notwendig weil evtl. Unfälle und höhere Kosten vermieden werden sollen.Das Reichenbach Gymnasium spart für eine Büroeinrichtung ihres Sozialpädagogen. Sitzt der Sozialpädagoge auf Apfelsinenkisten?

Das alles hört sich so an, als wenn die Arbeit der 14 Millionen Truppe auf die Lehrerschaft übertragen wurde. Frei nach – die Lehrer haben ja sonst nichts zu tun.

Bücher, Reparaturkosten oder Büroeinrichtung, dass sind doch ganz normale Investitionen die auf Sachbearbeiterebene aus dem laufenden Haushalt der Stadt erledigt werden sollten. Und, dann sind da viele Fragen die nicht gestellt wurden, man wollte nach Hause.  Das Ganze sah und sieht nach einer lustlosen Verwaltung aus, der eine motivierte Lehrerschaft gegenüber steht. Die Lehrerschaft holt ihre Motivation aus den Heranwachsenden und der Verantwortung die sie gegenüber diesen auch hat. Ich muss in solchen Sitzungen die Lehrerschaft immer wieder bewundern. Bei meinem Naturell wäre mir längst der Kragen geplatzt.

IV.


Brigitte Drees     
Foto: © Linde Arndt
  Gehen wir zu Donnerstag dem 7 April 2011 weiter. Es war ein ambivalenter Tag. Beim Wirtschaftsausschuss musste man wieder einmal hören, zumindest zwischen den Worten, wie unfähig die Wirtschaftsförderung in Ennepetal ist.
Da wird der Eindruck von Frau Drees erweckt der Tourismus wäre in Ennepetal funktionsfähig. Und das mit einer Miene die an Ernsthaftigkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Nichts steht hier! Es gibt keine touristische Infrastruktur, die Gastronomie, Hotels, Freizeitmöglichkeiten, intakte Wanderwege und, und, und, es ist alles nur im Ansatz vorhanden.

Man kann sowas nicht bewerben. Soll der Tourist angesprochen werden hier seine Freizeit zu verbringen und in Schwelm zu übernachten? Und dann ganz geheimnisvoll: Es gibt Verhandlungen mit einem Hotel! Gesenkte Stimme und nichts Konkretes!

    Geht es hier nur um einen einfachen Hotelbau im Garnibereich oder liegt ein Konzept dahinter, wie meinetwegen ein Wellnesshotel?

Ach ja,  dann kam unser weißer Ritter des Citymanagements, Herr Ulrich Schilling, der Retter des Milsper Innenstadtbereiches, wenn nicht sogar des gesamten Abendlandes. Im Zuschauerbereich saßen schon mal die Unterstützer, wie Händler, Dienstleister und Hauseigentümer. Um was zu tun? Ein Signal für die Belebung der Milsper Innenstadt auszusenden? REWE hört Ende des Jahres auf und es gibt noch keinen Nachmieter. Was für ein Signal! Es war die alte Leier die vorgetragen wurde. Die Kunden kaufen nicht, die Presse berichtet nicht schön genug, die Händler wollen in Milspe nicht investieren, die Hauseigentümer wollen auch nicht so recht usw. usf. Es war ein Vortrag des Versagens der 14 Millionen Truppe und der Versuch es anderen in die Schuhe zu schieben. Und dann kam da noch der Begriff der "Selbsterfüllenden Prophezeiung" durch Herrn Schilling ins Spiel.  
[stehend]  Ulrich Schilling, CityManager   
Foto: © Linde Arndt
   

 Frau Schöneberg(SPD)  wollte diesen Begriff erläutert haben. Schilling gebraucht diesen im Zusammenhang mit der Öffnung der Fuzo für den Durchgangsverkehr. Weil alle denken der Einzelhandel würde nicht ohne die Öffnung der Fuzo funktionieren, arbeiten auch alle unbewusst auf dieses Ziel hin. Ach Herr Schilling, wenn Sie es doch lassen würden. Das Problem ist die 14 Millionen Truppe die keine Glaubwürdigkeit mehr besitzt. Wenn immer nur angekündigt wird und nichts umgesetzt wird ist die Glaubwürdigkeit eben hin.

Da ist der teure Coup mit der Dachmarke "Mein Ennepetal" der so wie ich gehört habe 25.000 Euro gekostet hat. Wofür eigentlich? Und diese Dachmarke " Mein Ennepetal" hätte nun weiter entwickelt werden müssen. Ist es aber nicht. Hier haben die Verantwortlichen ein erhebliches Wissensdefizit zu erkennen gegeben. Oder gibt es ein Buch "Marketing für Dummies" indem dies so beschrieben wurde?

Na ja, lassen wir das jetzt mal so stehen. Was fehlt ist eine Persönlichkeit in Ennepetal die ein schlüssiges Konzept glaubwürdig vortragen kann. Was die Fußgängerzone betrifft geht in allen Städten die Diskussion folgendermaßen, entweder ein Konzept wie in Gevelsberg, was aber nur als Zwischenlösung gesehen werden muss oder ein Konzept totale Verkehrsberuhigung im innerstädtischen Bereich. Die totale Beruhigung sollte dazu führen, dass der Innenstadtbereich wieder bewohnt wird. Hat was. Und zwar im Hinblick darauf, wenn der Individualverkehr weiter ansteigt, wobei er jetzt schon zu hoch ist, muss die Innenstadt geschlossen werden. In London werden Gebühren erhoben und zwar richtig heftig. Münster hat den gesamten Innenstadtbereich zu. Hagen hat auch eine Zwischenlösung, ähnlich wie Gevelsberg. Also, da gibt es mehrere Modelle, die alle ihren Reiz haben.

In Ennepetal war jedoch von Anfang an ein unglaubwürdiger Vortrag für den Fuzobereich geleistet worden. Die Kommunikation war grottenschlecht, so dass jeder meinte er könne mit seinen paar Häusern das Ganze wieder kippen. Die Stadtverwaltung war eine Getriebene und lies sich auch treiben. Sie hatte keine Argumente für die Fuzo, war auch anscheinend zu faul und arrogant um solche Argumente zu suchen oder Sprachregelungen heraus zu geben. Die 14 Millionen Truppe verschanzt sich da lieber in ihrem Rathaus, als offensiv eine Sache nach vorne zu treiben. Herr Schilling ist mit diesem Posten total überfordert und uns kommt der Verdacht, dass er geopfert werden soll, damit Wiggenhagen und Drees und damit die CDU nicht beschädigt werden. Wie dem auch sei, die Fragen der SPD vom 30. September 2010 sind mit diesem Vortrag noch nicht einmal im Ansatz beantwortet worden.

Peinlich war der Vorsitzende Mielchen der andauernd auf meine techn. Geräte schaute ob da nicht doch was lief was er nicht kontrollieren sollte. So sind sie nun mal die Kontrollfreaks. Mal was für die 14 Millionen Truppe: Mit meinem Smartphone könnte ich, wenn ich es wollte, eine gesamte Sitzung via Internet sofort auf Youtube oder meinem eigenen Server hochladen. Es wäre für alle im Netz sofort abzurufen. Ist das nicht toll? Falls die guten und netten Ratsmitglieder oder die 14 Millionen Truppe andere Zeitungen als die WAP lesen, werden sie mitbekommen haben, wie die nordafrikanischen Blogger und Journalisten so, wie vor beschrieben, verfahren haben.

Nun, letztendlich wird es auf Antrag der SPD Fraktion eine Podiumsdiskussion über die Öffnung der Fuzo geben. Die Moderation wird sicher ein netter Mensch von der WAZ Medien Group führen, entweder von Radio EN, der Westfälischen Rundschau oder der WAP. Eine Kritische Diskussion wird es aber nicht geben.

Aber auch in der Wirtschaftsförderung hat man es nicht so mit dem Zahlenmaterial. Das Ring Kaufhaus war früher einmal ein Anbieter. In Folge wurden mehrere Anbieter durch Shop in Shop oder andere Lösungen daraus. Die Zugänge im Ringkaufhaus werden nunmehr als Allgemeinzugänge geführt, die schon vorhandenen Abgänge(Metzgerei Riemer, Gastronomiebetrieb in der ersten Etage, Bistro im Parterre) wurden jedoch nicht dargestellt, so dass das Bild etwas geschönt ist. Eine Unverschämtheit ist aber die Darstellung des Weltladens, der ja nur ein paar Häuser weiter gezogen ist, diesen als Eröffnung zu firmieren ist schon ein starkes Stück.


v.l.: Theo Bicking SPD /Anita Schöneberg SPD Foto: © Linde Arndt
  Am Rande wurde eben mal kurz der Ratsherr Bicking abgewatscht. Der hatte es gewagt der 14 Millionen Truppe auf zu tragen einen Makler zu suchen der die Leerstände in der Stadt unter die Leute bringen sollte. Leider hatte der Ratsherr Bicking keinen Namen eines Ansprechpartners genannt, was die Ratsherren Mielchen und Decker von der CDU Bicking inquisitorisch anforderten. Bicking rettete sich damit indem er den RDM (Ring deutscher Makler) benannte. Meine Güte, Bicking hatte ja recht.Es ist aber nur ein Weg. Für 50.000 Euro im Jahr würde jeder Makler aktiv werden. Aber im Ernst, warum schaut man nicht einmal in die Nachbarstädte Schwelm und Gevelsberg, da sind die Herren Kramer und Manfrahs recht erfolgreich mit ihren Jobs. Woran das wohl liegen mag?
     

 
V.
Und dann gingen wir abends noch in die evangelische Kirche in Milspe. Die Ennepetaler Musikschule und die Grundschule Wassermaus gestalteten das 2. Musikalische Abendlob mit dem Titel: "Wir sind gekommen, Dunkel zu vertreiben". (Passt doch zu Ennepetal) Es war eine wunderbare Stunde in der Kirche mit den vielen SchülerInnen. Der Chor, die Stimmen, die Instrumente machten mich versöhnlich. Wobei die Wassermäuse uns schon mehrfach positiv aufgefallen sind.
              

Am Ende des Konzertes bekamen wir eine ganze Flasche Wermut eingeflößt. Wir erfuhren, die Stadt hat die Stelle für den Leiter der Musikschule ersatzlos gestrichen. Wenn Herr Minor in Rente geht, wird die Stelle nicht wieder besetzt. Aber nicht nur das, es wird auch keine Kräfte mehr für Cello oder Violine geben. Violine und Cello sind ganz wichtige Instrumente in der orchestralen Besetzung, beide Instrumente sind absolute Instrumente.

Der Vorwurf an uns, dass wäre in einer Sitzung beschlossen worden, traf uns zutiefst. Denn gerade dieser Bereich ist ein Bereich dem wir unser besonderes Augenmerk schenken. Wir haben diesen Vorfall glatt übersehen. Trotz allem erreicht uns diese Nachricht über den "Verein der Freunde und Förderer der Städt. Musikschule Ennepetal e.V."

Wir möchten jetzt nicht über den positiven Sinn einer musikalischen Erziehung referieren. Wir denken hier ist alles hinlänglich gesagt worden. Das immerwährende Argument der Haushaltspolitiker ist, es ist kein Geld da oder wir müssen sparen. Es ist ein Totschlagargument und auch noch scheinheilig dazu.

Tatsächlich ist das Geld wohl da, es wird nur anders verteilt.

In einem nicht funktionierenden zwei Personen Haushalt wo der männliche Part seiner Alkoholsucht nachgeht und 30% des Haushaltes in Bier und Schnaps anlegt, kann man sicher nicht behaupten es ist kein Geld vorhanden. Es ist wie vor gesagt, Geld vorhanden, es wird nur falsch verteilt, sprich, die Prioritäten sind falsch gestellt. Wenn also der weibliche Part eine dementsprechend finanzielle Freizeitmöglichkeit haben möchte haben die Beiden ein Problem. Bei einem Willen zu einer Lösung dieses Problems zu kommen, werden die beiden Vorgenannten sicher das Problem lösen können. Der männliche Partner trinkt soviel weniger wie dem weiblichen Part an finanziellen Mitteln fehlen. So einfach ist das.

In Ennepetal haben wir ein ähnliches Problem der Prioritätenaufstellung. Wenn man im Haushalt sich die einzelnen Positionen einmal anschaut stellt man unschwer fest, dass es im Sportbereich viel zu hohe Zuweisungen gibt. Auch ist nicht ersichtlich inwieweit die Vereine zu eingeworbenen Finanzen beitragen. Die Stadt stellt den Vereinen unentgeltlich viele Leistungen als auch Sachen zu Verfügung. Stellvertretend sei hier einmal die unentgeltliche Anschaffung des Kunstrasens genannt. Dagegen stehen Heranwachsende von Ennepetalern die diese Anlagen in Anspruch nehmen, eine Freizeitgestaltung wie jede andere auch. Diese Heranwachsenden zahlen auch noch Vereinsbeiträge, die der Verein für sich kassiert, wobei die Stadt nicht daran partizipiert.

Die Vereine kassieren also doppelt und dreifach damit irgendwelche Menschen Ballspiele machen können. Ich will das jetzt nicht weiter ausweiten, nur möchte ich darauf hinweisen, wenn der Sportbereich abgeben würde, und dies ginge ohne Weltuntergangsszenarien, könnte eine Musikschule einschließlich eines Leiters, einer Cello- und Violinlehrerin weiter existieren und bräuchte genauso wenig Existenzängste zu entwickeln wie die in Ennepetal ansässigen Sportvereine. Und wenn darüber hinaus die Musikschule mit Ihrem Förderverein auch noch Aktivitäten in der Öffentlichkeitsarbeit entwickeln würden, so käme evtl. eine finanzielle Ausstattung zusammen die der Attraktivität der Stadt Ennepetal mit den dann aufgeführten Konzerten zu gute käme.

Diese Gedanken setzen jedoch eine offene Stadtverwaltung voraus, die einen Kulturauftrag als unabdingbar erkennt.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Die vorletzte Vorstellung von dem Ballettabend „drei-mal-tanz“ am 21. April 2011 entfällt!


 

Die vorletzte Vorstellung von dem Ballettabend „drei-mal-tanz“ am 21. April 2011 um 19.30 Uhr muss leider aufgrund von Erkrankungen im Ballettensemble entfallen!

Die Abonnenten können wählen zwischen einem gebührenfreien Tauschgutschein, mit dem sie jede Vorstellung, die auf dem Spielplan des theaterhagen steht – ausgenommen die  Sonderveranstaltungen – besuchen können oder einer Karte für die nächste Aufführung von „drei-mal-tanz“ am 28. April 2011 um 19.30 Uhr. Diejenigen, die Karten im Freiverkauf erworben haben, haben die Möglichkeit diese wieder zurückzugeben und bekommen das Geld zurückerstattet; oder, wenn sie den vom Publikum und Presse gefeierten Ballettabend nicht verpassen wollen, haben sie die Chance die Karten für die Vorstellung am 28. April 2011 einzutauschen. Lohnenswert ist es allemal, denn nicht umsonst bezeichnete die Presse „drei-mal-tanz“ als „eine Sternstunde des Balletts“ und „ein echtes Erlebnis“. Am 28. April 2011 besteht dann die letzte Möglichkeit drei kurzweilige und mitreißende Choreographien voller Ideen und Energie zu erleben!

 

               
  Ballett-Ensemble 3 mal Tanz                                                                                    Foto: Stefan Kuehle  

 

Entfällt!

„drei-mal-tanz“ – Ballettabend von Marcelo Moraes, Young Soon Hue, Can Arslan

21. April 2011 – 19.30 Uhr – Großes Haus

 

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

 

Gitarrenkurse sind Renner bei der Erwachsenenbildung


Jung und Alt singen gerne zum beliebten Instrument

Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Gitarre hat das Keyboard und die Geige in der Gunst von Anfängern verdrängt. Zu diesem Ergebnis kam im Herbst letzten Jahres die Stiftung "Jedem Kind ein Instrument", die in der Grundschule Kindern aus dem Ruhrgebiet Instrumente und Musikunterricht ermöglicht (www.jedemkind.de ).

Nicht nur das Ruhrgebietsprojekt unterstützt mit Hilfe der Kulturstiftung des Bundes und dem NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend und Sport die musikalische Erziehung von Kindern, in Witten schaffte im Januar der schuleigene Förderverein der Otto-Schott-Realschule mit Unterstützung der Volksbank Bochum-Witten sogar gleich einen ganzen Klassensatz Gitarren an.
Auch die Evangelische Erwachsenenbildung Ennepe-Ruhr (EEB) stellt den ungebremsten Trend zur Gitarre fest – und das schon seit Jahren. Als vor mehr als einem Jahrzehnt die EEB einen Anfänger- und einen Fortgeschrittenenkurs mit dem Stockumer Jugendarbeiter Michael Baloniak als Versuchsballon anbot, waren sie schnell belegt. Baloniak, der heute als Gitarrist mit Thomas Dau das Duo "Saitenwege" bildet, gab aber aus zeitlichen Gründen die Kurse ab.

Michael Winkler, der selbst "nur" Autodidakt ist, bot dann 2002 den Fortgeschrittenenkurs "Schade um die Tränen in der Nacht" an. Dieser läuft heute noch mit guter Nachfrage. "Für mich immer noch ein Wunder", kommentiert der Diplom-Pädagoge die Kontinuität der Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Der Kurs ist auch eine Informationsbörse zum Austausch von Erfahrungen über das Instrument Gitarre und bietet die Möglichkeit, durch Besuche bei Selbsthilfegruppen oder in Wohnheimen das Gelernte gemeinsam zu erproben. "Wichtig dabei ist neben dem Spielen immer das gemeinsame Singen der Teilnehmer", so der Kursleiter. "Die Surehands" – wie sich die Gitarrengruppe inzwischen nennt – sind zwischen Anfang 40 und Ende 60 Jahren alt. Die einen spielten schon als Teenager, die anderen lernten erst als 50-Jährige das Saiteninstrument.

Das Repertoire der Kurse ist grundsätzlich querbeet. Kinderlieder, Kirchenlieder, Traditionals und Spirituals, Volkslieder und Schlager, Hits und Oldies gehören zu den Standards. Mal englisch, mal deutsch, hier mit Konzertgitarre, dort mit Westerngitarre, mal gezupft, mal geschlagen – die Vielfalt und Virtuosität an der Gitarre ist groß. Vor allem gilt: keine Angst vor Barrégriffen! Außerdem gibt’s da ja noch den Kapodaster…

Petra Syring vom Sekretariat der Erwachsenenbildung in Schwelm findet das Interesse an der Gitarre "ganz toll". Gerne hätte auch sie das beliebte Instrument gelernt, aber: "Ich hatte nicht die Geduld dazu, höre aber Gitarrenmusik immer gerne und singe auch gerne mit." Als dann die Nachfrage nach mehr Kursen in den beiden Kirchenkreisen stieg, richtete Syring im vergangenen Jahr zwei zusätzliche Kurse ein. "Ganz ohne Noten" bietet diese nun Reinhard Schwarz, ein Gitarrist mit langjähriger Banderfahrung. in Witten an – natürlich sind auch sie voll belegt.

Bildungsreferent Manfred Brauers holte gleichzeitig in Schwelm den bekannten Künstler und Musiker Stefan Wiesbrock mit ins EEB-Gitarrenboot. Jener gestaltet nun einen sechsstündigen Gitarrenworkshop für Erzieherinnen und Gemeindepädagogen im Familienzentrum "Die Arche". Der Profi Wiesbrock, der früher bei "Farfarello" spielte und jetzt mit "FingerFood" auftritt, kündigt seinen Crashkurs mit den Worten "Es gibt einfache Mittel, die Liedbegleitung zu verfeinern" an (www.stefanwiesbrock.de ).

Die Ev. Erwachsenenbildung an Ennepe und Ruhr hat neben ihren bekannten "Spezialgebieten" wie Spiritualität, Gesundheit und Computer mit den Gitarrenkursen inzwischen eine neue Marginalie entdeckt und pflegt sie beständig, denn gemeinsames Singen und das Erweitern von Techniken an diesem beliebten und volkstümlichen Instrument entspricht genau den Zielen aus dem Leitbild der EEB:
"Evangelische Erwachsenenbildung lässt sich auch mit einer ‚Spurensuche’ beschreiben. Zusammen mit anderen betrachte ich meine eigene Lebensspur, entdecke, wer mit mir gegangen ist, entscheide, wohin mein Weg gehen soll." – Im Programm für den Herbst 2011 wird die EEB wieder mit den bewährten Gitarrenkursen am Start sein. Weitere Infos per Telefon unter 02336/4003-46 und im Internet unter www.eeb-en.de

miw

        
  "Mehrgenerationenmusik" nennen "Die Surehands" ihre Mitsing-Stücke. Treffpunkt des EEB-Kurses ist das Wittener Johanniszentrum: (von links unten) Renate Lankamp (Heven) und Ralf Brostermann (Ardey), Heike Bröckelmann (Sprockhövel), Marianne Dümpelmann (Bommern) und Michael Winkler (Witten) sowie Joachim Rohne (Herdecke), Barbara Finke-Heinrich (Durchholz), Uschi Kempkes-Hegemann (Vormholz) und Barbara Flaßnöcker (Herdecke).
Foto: Barbara Zabka
 

Uraufführung der Europahymne der Herzen in Hagen

Wenn am 8. Mai 2011 um 10:30 Uhr der Festakt zur Uraufführung der Europahymne der Herzen "EUROPEANA" stattfindet, werden viele prominente Persönlichkeiten zu diesem Anlass im Rathaus an der Volme sein. Allein durch die Teilnahme der Europaparlamentarier
Birgit Sippel und Michael Theurer, des Staatssekretärs Marc Jan Eumann, Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW sowie des Leiters der Vertretung der EU-Kommission in Bonn, Dr. Stephan Koppelberg, wird die Bedeutung der Hagener Europa-Aktivitäten hervorgehoben. Dr. Hans-Dieter Fischer, 1. Bürgermeister der Stadt Hagen, wird ebenfalls dabei sein.

Das dieses Ereignis nach Hagen kommt, ist nicht zuletzt den  Bemühungen und der vor vielen Monaten ergriffenen Initiative von RADIO58 in Hagen  und der Hagener Europabeauftragten Regina Blania zu verdanken.

                 

 
Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Info-Flyer im pdf-Format, den Sie durch anklicken des obigen Bildes erreichen.

Es verspricht auch auf Grund der Veranstalter ein ganz besonderes Ereignis zu werden.

Dieses sind:
philharmonisches orchesterhagen, Europe Direct Büro Hagen in Kooperation mit Hagener Projektträgern (agentur mark, AWO Unterbezirk Hagen / Märkischer Kreis, Cuno Berufskolleg II, Ev. SchülerInnenarbeit Westfalen e.V. – eSw, HAGENagentur, Jugendring Hagen, Kulturamt, Umweltamt und VHS der Stadt Hagen, Hagener Schulchöre, Fachbereich Stadtentwicklung & Stadtplanung der Stadt Hagen)

Lassen Sie sich diese Besonderheit nicht entgehen, seien Sie mit dabei. [Aber rechtzeitig einen Platz sichern, denn es könnte eng werden]

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Hagen

“GRÜNE: Wir haben ein paar Fragen zu IKEA in Wuppertal

[jpg] Die Ansiedlung von IKEA auf dem Gelände der Hausausstellung in Wuppertal – Nord betrifft nicht nur Wuppertal, vielmehr ist auf Grund der Konzeption dieser Ansiedlung auch der Ennepe – Ruhr – Kreis betroffen. Es könnte durchaus sein, dass die Innenstadtbereiche wie Gevelsberg oder Schwelm verwaisen. Dadurch würden ehemalige Steuergelder, die bei den Innenstadtinvestitionen eingesetzt wurden, verbrannt. Fraglich ist auch der Effekt im Wuppertaler Innenstadtbereich. Das von den Grünen angesprochene Gutachten sollte schon Ende Oktober 2010 vorgelegen werden und ist bis heute noch nicht in Sicht. Es besteht der Verdacht, dass dieses Gutachten geschönt werden soll um eine Verträglichkeit zu dokumentieren.

Wenn die Ennepetaler den Eindruck einer politisch kämpferischen GrünenPartei haben, so hat dies nichts mit der Ennepetaler Grünen Partei zu tun, die nur ansatzweise zu einer politischen Arbeit fähig ist.

 

Hier der Fragenkatalog der Grünen-Ratsfraktion an die Stadt Wuppertal zum Ansiedlungsvorhaben eines IKEA-Homeparks auf dem Areal der Hausausstellung. Diese Anfrage ist gestern in den Pressemitteilungen von der Grünen-Ratsfraktion veröffentlicht worden (Quelle entnommen – http://www.gruene-wuppertal.de/index.php)


"GRÜNE: Wir haben ein paar Fragen zu IKEA in Wuppertal

Nr. 29 – 15.04.2011

Das längst fällige Einzelhandelsgutachten zur Ansiedlung eines IKEA-Einrichtungshauses in Wuppertal lässt seit einigen Monaten auf sich warten.

Das längst fällige Einzelhandelsgutachten zur Ansiedlung eines IKEA-Einrichtungshauses in Wuppertal lässt seit einigen Monaten auf sich warten.

Anja Liebert, GRÜNES Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen: „Bis heute haben wir nur die kurzen mündliche Zwischenberichte und eine magere TO DO-Liste erhalten, sonst nichts. Für eine so wichtige Entscheidung ist uns das zu wenig. Die Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal haben das Recht zu erfahren, welche Auswirkungen die Ansiedlung eines Einrichtungshauses im Wuppertaler Nordosten für sie haben wird. Bevor wir noch länger hingehalten werden und plötzlich vor vollendete Tatsachen stehen, fragen wir jetzt detailliert nach.“

Die Anfrage im Wortlaut:

Die geplante Ansiedlung des IKEA-Einrichtungshauses in Wuppertal

Sehr geehrter Herr Müller,
da von Seiten der Stadt Wuppertal bis zum heutigen Tage schriftlich nur eine einseitige „To Do Liste“ zur Ansiedlung eines IKEA-Einrichtungshauses in Wuppertal vorliegt, bittet die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen am 11. Mai 2011 und in der BV Barmen um die schriftliche Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Wurden Alternativstandorte für ein IKEA–Einrichtungshaus vorgeschlagen und wenn ja, welche wurden von der Stadtverwaltung Wuppertal oder der Wirtschaftsförderung Wuppertal AöR für das IKEA-Einrichtungshaus geprüft?
Nach welchen Kriterien wurden Alternativen geprüft und warum bzw. von wem wurden sie abgelehnt?

2. Reicht die im Besitz der Stadt befindliche Fläche der Hausausstellung für die Ansiedlung des IKEA-Einrichtungshauses aus oder ist ein zusätzlicher Flächenankauf notwendig? Wie hoch ist bei der IKEA-Ansiedlung die zusätzlich versiegelte Fläche? Erfolgt für die Versiegelung ein angemessener Ausgleich? Wenn ja, wo soll er erfolgen, wie groß ist die Ausgleichsfläche und wer zahlt diesen Ausgleich?

3. Ist ein Verkauf oder eine Verpachtung des Grundstücks geplant? In welcher Höhe wird die jährliche Pacht oder der Verkaufspreis liegen?

4. Inwieweit wird das vorhandene wirtschaftliche Potenzial der Hausausstellung genutzt, um in Kooperation mit Instituten, Fakultäten und ansässigen Unternehmen die Bauwirtschaft in Wuppertal nachhaltig zu etablie¬ren?

5. Welche Synergie-Konzepte, mit dem Ziel der Stärkung der Wuppertaler Wirtschaft, wurden von Seiten der Stadt und der Wirtschaftsförderung mit der Hausausstellung entworfen, um Wupper¬tal mit diesem Alleinstellungsmerkmal zu fördern und eine Standortsicherung zu betreiben?

6. Ist es für die Stadt Wuppertal vertretbar, dass für einen größeren Investor die 50 mittelständischen Unternehmen zum 31.12.2013 „weggeschickt“ werden?

7. Wer zahlt die Kosten in Höhe von ca. 22 Mio. Euro, die bei der Umsiedlung der Hausausstellung „Eigenheim & Garten“ dem Betreiber und den 50 mittelständischen Hausaussteller-Unternehmen entstehen?

8. Wie verträgt sich das geplante IKEA-Einrichtungshaus mit der in der Regionalplanung 2001 erfolgten Umwidmung eines Gewerbe-Industrie-Bereiches (GIB) in einen Allgemeinen Siedlungsbereich (ASB)?

9. Wie wird in der Ansiedelung von IKEA im Einzelnen zu den Aspekten Biotop, Landschaftscharakter, Flächenverbrauch und Flächenschutz Stellung genommen? Wir bitten um eine kurze Erläuterung der jeweiligen Sachaspekte. Welche Planungen sind vorgesehen, die die Problematik des Oberflächenwassers berücksichtigen?

10. Welche Maßnahmen sind geplant, um das tägliche Aufkommen von zusätzlich geschätzten 16.000 Fahrzeugen verkehrstechnisch bürgergerecht und umweltverträglich zu bewältigen?

11. Mit welchen Gesamtbelastungen rechnet die Stadt ab 2015 auf welchen Straßen, insbesondere mit den zusätzlich wachsenden LKW-Belastungen, zum Beispiel durch das nahegelegene, neue Asphalt-mischwerk? Wie wird mit der Problematik der begrenzten Breite der Wittener Straße / Schmiedestraße umgegangen?

12. Wie hoch sind die geschätzten (Erschließungs-) Kosten der Stadt Wuppertal für die Ansiedlung des IKEA-Einrichtungshauses, einschließlich Gutachten, Straßenbau und Lärmschutz?

13. Wie hoch sind die geschätzten jährlichen Einnahmen der Stadt Wuppertal durch das IKEA-Einrichtungshaus?

14. Wie viele zusätzliche qualifizierte und einfache Arbeitsplätze werden durch das IKEA – Einrichtungshaus geschaffen? Wie wird der Weggang der Ausstellung und damit verbundene Verlust zahlreicher Primär- und Sekundärarbeitsplätze dabei berücksichtigt und in welcher Höhe?

15. Wie hoch sind die geschätzten Verluste des Einzelhandels in Wuppertal und im Ennepe-Ruhr-Kreis, der durch das innenstadtnahe Angebot vom IKEA – Einrichtungshaus bzw. IKEA-Homepark entstehen wird?

16. Wie wird die Ansiedlung eines IKEA–Einrichtungshauses mit dem § 24a LEPro in Einklang gebracht?

17. Wie sehr stärkt oder schwächt das IKEA– Einrichtungshaus bzw. der IKEA-Homepark am Standort der Ausstellung die Kaufkraft in den umliegenden Innenstädten? Gibt es vergleichbare Untersuchungen von anderen Standorten, die die Auswirkungen eines IKEA-Einrichtungshauses auf das innenstadtnahe Angebot analysiert? Wenn ja welche und mit welchen Schlussfolgerungen?

18. Wird der Umzug von Fachmärkten z.B. für Elektronik, Sport, Tiere oder ähnliches vom Tal in einen möglichen IKEA-Homepark berücksichtigt?

19. Was passiert mit den dann gegebenenfalls vorhandenen Leerständen großer Ver¬kaufs¬flächen im Innenstadtbereich? Liegen dafür Konzepte vor, diese Leerstände zu verhindern und wie sehen diese aus?

Mit freundlichen Grüßen

Anja Liebert Klaus Lüdemann
Stadtverordnete Stadtverordneter" (Quelle: http://www.gruene-wuppertal.de/index.php)

Eine Beantwortung der Fragen wird zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen erwartet:

am 11. Mai 2011, ab 16h
Veranstaltungsort: Rathaus Wuppertal-Barmen
siehe auch dort: http://www.wuppertal.de/rathaus/onlinedienste/ris/

 

Übrigens können Sie sich auch bei den Bürgerbewegung http://www.leben-wuppertal-nord.de/ über den gesamten Sachverhalt informieren. Und wenn Sie diese Bewegung unterstützen wollen, treten Sie ihr doch einfach bei.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Skaterparty in Gevelsberg

 

 

Gevelsberg. Am Freitag, den 06.05.11, findet in der Zeit von 14.00 – 19.00 Uhr zur Saisoneröffnung eine „Skaterparty“ auf dem Skatepark an der Jahnstraße statt.

                        

Geboten werden Musik, ein Schaufahren, Präsentationen von Firmen (u.a. Skateboards und Scooter-Roller), Würstchen vom Grill und eiskalte Getränke. Veranstalter ist der Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales der Stadt Gevelsberg in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrumsverein Libber e.V. und dem Sportshop Gevelsberg. Alle Skaterfreunde sind herzlich zu diesem Event  eingeladen. Weitere Informationen unter Tel. 02332 / 5570-10/11.

 
 Kurz vor der Eröffnung des Ennepebogens 2010    Beide Fotos: EN-Mosaik