Fackelführung an der Jahrhunderthalle

Eine neue Führung der Bochumer TouriInformation wird am 16. April 2011 um 21 Uhr aus der Taufe gehoben. Der klangvolle Titel: „Fackeln und Finsternis – Spannender Rundgang über das Gelände rund um die Jahrhunderthalle Bochum“.

Ausgedacht haben sich das alles fünf Mitglieder der Schulklasse in dem noch jungen Berufsbild Kauffrau/-mann für Tourismus und Freizeit. „Neben der Abschlussprüfung ist es wichtig, dass die Auszubildenden die gelernten Theorien am Ende auch in der Projektarbeit in die Praxis umsetzen“, erläutert Jörg Höhne, Klassenlehrer und Bildungsgangleiter vom Alfred-Müller-Armack Berufskolleg Köln.

Nach erfolgreicher Konsumentenanalyse mit 361 Befragten aus Bochum, den angrenzenden Ruhrgebietsstädten und anderen Orten in NRW zeigte sich, dass knapp 73% Interesse an einer Abend- und Nachtführung rund um die Jahrhunderthalle Bochum haben. Rund 90 Minuten dauert die Tour und kostet neun Euro pro Person.

Für die richtige Atmosphäre sorgt eine Ölfackel, die jedem Teilnehmer zu Beginn der Führung ausgehändigt wird. Die neue Führung lädt zu einer Reise in die Vergangenheit der Bochumer Stahl- und Montanindustrie ein, in die Geschichte des Bochumer Vereins mit Informationen über die Gebäude und Menschen, die rund um die Jahrhunderthalle in den Kraftanlagen gearbeitet haben. Das alles wird auf eine witzige, aber auch zugleich spannende Art und Weise von der speziell für diesen Rundgang geschulten Gästeführerin erzählt.

Leider werden dieses Jahr nur drei öffentliche Führungen angeboten werden, an denen jeweils maximal 20 Personen teilnehmen können. Auf die Idee mit der Ruhrtriennale zu kooperieren und nach der Theatervorstellung in einer lauschigen Sommernacht „hinter die Kulisse(n)“ zu blicken, ist die Projektgruppe bislang nicht gekommen. Noch nicht.

Videointerview mit Jessica Maibom

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Gastbeitrag von Alexej A. Tschernjak.


Das Wasser kommt doch aus dem Hahn?

[la] Es war in 2010 – ungefähr um diese Zeit, als das Ruhrgebiet und der EN-Kreis sich noch im Fieber des Kulturhauptstadtjahres befand, da wurde der Vorstand des Kunstraum-EN e.V., Werner Kollhoff  – bekannt für Ausstellungen an ungewöhnlichen Orten  – vom hiesigen Energie- und Versorgungsunternehmen AVU gefragt, ob er bereit sei in Cooperation mit dem Unternehmen eine Kunstausstellung in den Räumen des Wasserwerkes Rohland anlässlich eines besonderen Aktionstages zu initiieren.

Die Zusage erfolgte spontan und man bereitete sich bei den Künstlern des Vereins schon auf dieses Projekt vor. Es wurden Fotos von den Räumlichkeiten gemacht, so dass alle Künstler ein Feeling für die Ausstellungsflächen  aufnehmen konnten, ohne selbst vor Ort zu sein.

Dann kam die Absage! Nicht, dass die AVU sich die Sache anders überlegt hätte, aber zu der angedachten Zeit war die Fußball-WM 2010 / anstehender Urlaub und keine Verfügbarkeit über entsprechende Mitarbeiter, die die Führungen im Wasserwerk hätten übernehmen können.

Aber die AVU ist ein verlässlicher Partner und so wurde Werner Kollhoff im Dezember 2010 erneut angesprochen, dass es jetzt in die Startlöcher gehen könnte. Es folgten kurze Absprachen und Wasserwerksbesuche mit Frau Deuss-Graf und Frau Dohmann vom Lenkungskreis für dieses Projekt und Herr Walter vom Wasserwerk deutete darauf hin, dass sich die Kunst – wenn sie schon in die Räumlichkeiten des Wasserwerkes integriert würde – durchaus auch in die untere Etage und Nebenräume ausbreiten könne.

Natürlich ging es bei dem Projekt der Kunst auch um das Thema "Wasser" um den Bezug zum Ausstellungsgebäude herzustellen. Immerhin sollte diese Veranstaltung ja in Anlehnung an den Tag des Wassers stattfinden.

Die Planung wurde erweitert und auf Wunsch der AVU noch weitere Künstler von anderen Gruppen mit aufgenommen.

Da war die Klumpi-Gruppe Hattingen e.V. ( eine Gruppe Jugendlicher zwischen 11 und 18 Jahren) die von Frau Monika Schwarze seit Jahren geleitet wird und schon viele Erfolge und Ausstellungen zu verzeichnen hat. Aus dieser Gruppe wurden fünf Akteure der  Abteilung Künstlerische Fotografie ausgewählt, die jeweils zwei Arbeiten zur Gemeinschaftsausstellung bei trugen. Gerd Hehs, der diese Gruppe leitet kann stolz sein auf die Arbeiten, die seine Jugendlichen vorzuweisen haben.

Zur Local Heroes Woche  2010 in Breckerfeld hatte sich auch eine Gruppe von Künstlern zusammengefunden,  die sich "KUNSTFREUNDE BRECKERFELD" nennt und inzwischen ihre Aktivitäten verstärkt und in Breckerfeld ein eigenes Atelier hat. Von dieser Gruppe gesellten sich  ebenfalls 10 KünstlerInnen mit ihren Werken zur Ausstellung im Rohland.

Nun wurden noch 4 Mitglieder vom "GEVELSBERGER KÜNSTLERKREIS", einer im EN-Kreis gestandenen Gruppe von Künstlern und 10 Künstlern des KUNSTRAUM-EN e.V. aktiviert, so dass ein bunter Reigen von  29 Künstlern und 50 Exponaten zusammen kam, der die Räumlichkeiten des Wasserwerkes in ein ganz besonderes Flair stellte.

Über Einzelheiten der geplanten Aktion hatten wir   bereits berichtet .

Und so kam der mit Spannung erwartete Tag.  Die geladenen Gäste reisten, wie geplant, mit dem Bus an und nahmen nach dem Sektempfang wissbegierig den Vortrag über das Wasserwerk und einzelne Details über dieses Thema auf. Dann folgte ein Rundgang in zwei Gruppen und hierbei, sowie nach diesem, wurden die ausgestellten Kunstwerke in Augenschein genommen.

Kurz nach 13:00 Uhr ging es dann planmäßig wieder mit dem Bus zurück.

Inzwischen war von den Damen  des TV Rüggeberg das Wasserwerk-Café hergerichtet  worden und kaum dass alles startklar war, trafen auch schon die ersten Besucher zum Tag der Offenen Tür ein.

            
     

Und es war ein überwältigender Erfolg. Bis zur letzten Führung um 17:00 Uhr trafen so viele Interessierte  ein, dass der Vorführungsraum immer bis auf den letzten Platz gefüllt war und noch weitere  Besucher, die keinen Sitzplatz mehr fanden, den Raum füllten und dem spannenden Vortrag lauschten. Insgesamt waren es mehr als 300 Besucher, die an diesem Tag das Wasserwerk Rohland aufsuchten.

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Das schöne aber war, dass es hier eine echte Win-Win-Situation gab. Besucher, die wegen des Wasserwerkes kamen, freuten sich über die ausgestellten Kunstwerke und andere Besucher, die eigentlich wegen der aussergewöhnlichen Kunstausstellung gekommen waren, ließen es sich nicht nehmen, sich gleichzeitig ausgiebig über Einzelheiten des Wasserwerkes  informieren zu lassen.

Und bei den proppenvoll gefüllten Vorträgen gab es auch jede Menge Fragen von den Zuhörern, so dass ständig eine rege Diskussion stattfand und jeder die Gelegenheit gerne nutzte, sein Wissen über das Wasser hier im Kreis zu erweitern.

Am eifrigsten aber gehörten Kinder zu den Fragenden und so gab es auch einige kleine Storys, die da zum Besten gegeben wurden. So meinte ein Mädchen, warum keine Umleitung gemacht würde, wenn das Wasser wegen Reparaturen abgestellt wäre. Sie hätte sich letztens mit Sprudelwasser waschen müssen.

Ja und so stellten die kleinen Gäste dann auch fest, wie weit der Weg ist, bis das Wasser endlich zu Hause aus dem Hahn kommt.

Es war ein spannender, interessanter Veranstaltungstag und ganz im Stillen wurde über eine evtl. Wiederholung nachgedacht, denn der Zuspruch war wirklich riesig.

Sollte es ein nächstes Mal geben, könnte auch darüber nachgedacht werden, dass evtl. auch im Kunstbereich eine Führung organisiert wird, denn es waren zwar zahlreiche Künstler anwesend, aber hier hätte man mit einer geschlossenen Führung – so wie es im Wasserbereich war – sicher die Besucher noch mehr erreichen können.

Auf dieser Seite haben wir Ihnen nur einen kleinen Querschnitt der Ausstellung präsentiert [alle Fotos © Linde Arndt] Eine wesentlich größere Anzahl können Sie ab Sonntag, den 3. April 2011 auf den Seiten desKUNSTRAUM-EN e.V.  in Augenschein nehmen.

Für alle diejenigen, die an diesem Tag nicht dabei sein konnten, stellen wir hier den Katalog der Künstler und Werke ein.
[Dieser wird über ein Popup-Fenster geöffnet. Doppelklicken Sie jeweils auf die Seite die Sie interessiert, um eine  etwas größere Ansicht zu erhalten. Sie kommen dann mit Doppelklick wieder zurück zum Ausgangskatalog und können da weiter blättern.]

WasserTourEN – Der Katalog zur Ausstellung

 

 

Ein Glück, der Kelch ist an uns vorüber gegangen

[jpg] Es war recht lustlos wie die Stadtverwaltung die Wahl zum Integrationsrat vorbereitet hatte. Keine Visualisierung der Kandidatinnen und Kandidaten und keine weiterführenden Informationen. Dabei wäre es doch ganz einfach gewesen. Eine Subdomain www. integration.ennepetal.de ist in 2 Minuten von jedem halbwegs intelligenten Admin eingerichtet, eine Wiki drauf und ab damit. Was tat die 14 Millionen Truppe? Eine Liste mit den Namen erstellen, die Wahlbenachrichtigungen verschicken und gut war es.

Und dann haute der Neonazi noch dazwischen, mit seinem "Reintegration Hilfe" Code, was nichts anderes heißen soll, wie "Ausländer raus". Allerdings machte die 14 Millionen Truppe das einzig richtige. Sie machte das was sie immer bei Problemen macht, nämlich nichts. Nun, waren wir hier in der Redaktion schon ziemlich besorgt über den breiten Raum den Frau Nachbarin dem Neonazi auf ihrem Forum lies. Die Linken ließen sich auch darauf ein und wurden teilweise von Frau Nachbarin mit Genuss abgewatscht. Wobei offensichtlich zwei CDU Leute es mit dem Neonazi gut konnten.Na ja, die politische Entfernung ist eben nicht so weit. Von Rechts nach Rechts ist entfernungsmäßig wie bei guten Nachbarn. Ein CDU Mitglied meinte gar, Die Linke und die Neonazis in einem Topf werfen zu müssen um die Verbrechen des dritten Reiches zu relativieren. Und dieser gute CDU Mann verstieg sich noch in der Behauptung, dass durch die "Entchristlichung" der Gesellschaft Extremisten wie rechts und links erst überhaupt eine Chance hätten. Klar, die Erde ist ja auch eine Scheibe. CDU Mitglieder haben anscheinend ein Dauerabo auf Halbwissen. Unser Grundgesetz schützt auch diese Art des Menschsein.

Übrigens war es schon auffallend, dass die Führungsriege der CDU nicht anwesend war. Man merkte schon wem die Integration unserer ausländischen Mitbürger ein Anliegen war.

      Nach 17:45 Uhr gingen wir in das Rathaus um uns die Ergebnisse anzusehen. Herr Langhardt machte nach 18:00 Uhr mit einem bitterbösen Gesicht den Zerberus und lies selbst die Presse keinen Blick auf die Auszähltische werfen.

Der Trauungsraum war noch nie so voll. Unser Neonazi lehnte nebst Familie und Kumpels an der Wand und beobachtete das Treiben. Nachdem ich einen langen Hals gemacht hatte, bemerkte ich, dass unser Neonazi nur eine Stimme bekommen hatte. Kurzer Check mit den Nachbarn, ok, die haben es auch gesehen. EIN GLÜCK! Jetzt war mir wohler und ich trollte mich in die Kantine.

Dort gab Wilhelm Wiggenhagen das Ergebnis bekannt. Für das Protokoll: Guiseppe Bianco, Italiener hat mit 72 Stimmen gewonnen, allerdings hatte der noch am Samstag in der WAP eine Anzeige geschaltet.

 André Hüsgen Pro NRW    

Knapp nach Bianco folgte mit 48 Stimmen Frau Hatice Birgül, Juristin und mit 20 Stimmen Herr Nuh Türkdönmez, Papiertechnologe, die anderen Plätze müssen noch ausgelost werden da gleiche Stimmenzahl. Wie dem auch sei, der Kelch (Neonazi) ist an uns Ennepetalern vorüber gegangen. Für uns wäre es doppelt so schlimm geworden da wir unsere Arbeit auch außerhalb der Stadt- und Kreisgrenzen ausüben.

Im Beisein der Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Zülfiye Kaykin(SPD) die von 2005 bis Mai 2010 als hauptamtliche Geschäftsführerin der Begegnungsstätte an der DITIB-Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh tätig war, wurden die Gewählten bekanntgegeben.

Nebenbei bemerkt, ist Frau Zülfiye Kaykin (SPD) ein gelungenes Beispiel für die Integration. Nicht nur aus diesem Grunde holte sie Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) höchstpersönlich in ihr Kabinett, wo sie zu Anfang sogar als Ministerin gehandelt wurde.

Der MdB Rene Röspel (SPD) hatte Frau Kaykin während seiner Tagestermine getroffen und sie spontan nach Ennepetal eingeladen. Und wieder ist es der 14 Millionen Truppe nicht gelungen ein Tässchen Tee der Staatssekretärin anzubieten.

    
     Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, Frau Zülfiye Kaykin (SPD) und Ministerpräsidentin des Landes NRW Hannelore Kraft

Wo sich die 14 Millionen Truppe blamieren kann, da tut die es aber auch. Sorry, Frau Staatssekretärin an und für sich sind wir nicht so unhöflich. Ein weitergehendes Pressegespräch wie das in anderen Städten üblich ist, war in Ennepetal nicht vorgesehen. Hier hätte Wilhelm Wiggenhagen sich als Bürgermeister mal profilieren können. Na ja, ein Schild am Bahnhof einweihen reicht ihm wohl.


Frau Staatssekretärin  Zülfiye Kaykin (SPD), MdB Rene Röspel (SPD) und Guiseppe Bianco (SPD)
    Nach dieser Wahl ist jedoch noch ein großer und steiniger Weg bis zu einer erfolgreichen Integration. Jetzt muss der Prozess der Integration mit Inhalten belebt werden, Inhalte muss der Integrationsrat auf den Tisch bringen. Und diese Inhalte müssen auch politisch vertreten und umgesetzt werden.

Aber nochmals für alle Deutschen und Migranten, Integration bedeutet kein Einbahnstraßendenken es ist ein Geben und Nehmen. Auch bedeutet es nicht, die Aufgabe von kulturellen Eigenheiten, nein, es kann sogar sein, dass die Kultur des anderen eine Bereicherung unserer  eigenen Kultur ist. Das Wertesystem des anderen kann eine Ergänzung des eigenen Wertesystem sein.

     

Nochmals, Integration bedeutet nicht Aufgabe der eigenen Kultur. Im Europa der Nachkriegszeit leben wir mit der notwendigen Toleranz gegenüber unseren Nachbarländern, weil wir wissen was Intoleranz für Konsequenzen hat. Schmerzlich mussten wir diese Konsequenzen mit 2 Weltkriegen erleben und erlernen. Und es schmerzt immer wieder, wenn man Ansätze von Rückfällen mit ansehen muss. Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat Recht, Assimilation ist ein Verbrechen gegenüber der eigenen wie auch der anderen Kultur.

Deshalb lasst uns von dem Anderen lernen und ihn verstehen, so gelingt Integration. Seien wir alle neugierig auf den Anderen.

Am Rande habe ich erfahren müssen, es wäre angeblich nicht möglich gemeinsame Gebete der abrahamitischen Religionen, also der Juden, der Christen und der Moslems, zu formulieren. Es ist nicht wahr und wird auch nicht durch Wiederholungen wahr. Gläubige der drei Religionen sind ohne Probleme in der Lage gemeinsame Gebete zu formulieren. Der interreligiöse Dialog ist viel weiter als man in Ennepetal der "Insel der Glückseligen" wahrhaben will. Liebe Ennepetaler aus Rat und Stadtverwaltung es gibt eine Welt hinter der B7. Schon bei einem Ausflug nach Gevelsberg hat man den Eindruck in eine andere Welt zu kommen. Es ist aber noch der EN-Kreis. Wie muss es der vorgenannten Truppe wohl ergehen wenn sie so Städte wie Düsseldorf, Essen oder Dortmund besuchen? Ich glaube die kriegen die Krise.

Und noch eines Hassprediger gibt es auch in den anderen Weltreligionen, der Islam hat hier kein Alleinvertretungsrecht.

 
     Aktionslogo der Oekomene

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Ein Löwenanteil für soziales Engagement

[la] Am 4.11.2010 berichteten wir über die Gründung des Damen Lions Club Ennepe-Ruhr-Audacia
Dann erfolgte am 10.3.2011die Ankündigung der ersten Aktivität unter dem Titel "Ein Teil mehr im Einkaufswagen ist nicht schwer".

Inzwischen hat diese Aktion stattgefunden und war ein absolut sensationeller Erfolg.
Am Samstag, 19.03.2011 hatten sich die Damen des Lions Club Ennepe-Ruhr-Audacia beim Marktkauf Ennepetal eingefunden.

                             
   (v.l.) Frau Andrea Günther, Evelin Stüwe und Edda Rogmans-Nehm
Foto: ©Damen Lions-Club Ennepe-Ruhr Audacia
 

Wir wären gerne live bei  dieser  großartiken Aktion dabeigewesen, was terminlich aber leider nicht möglich war. Nun berichtete uns der Damen Lions Club hierüber und übersandte auch einige Fotos, die wir gerne mit einstellen. Auf dem obigen Foto sind die Damen zu sehen, welche die ganze Vorarbeit für diese Initiative geleistet haben.

"Es gab eine sehr positive Resonanz und eine große Spendenbereitschaft der "Marktkauf-Einkäufer".
In der Zeit von 09:30 Uhr bis 18:30 Uhr kamen ca. 45 Einkaufswagen mit überwiegend haltbare Lebensmitteln wie Zucker, Konserven, Nudeln und Hygieneartikeln zusammen. Besonders erfreulich war, dass oftmals nicht nur ein Teil gespendet wurde, sondern halbe Einkaufstüten! Darüber hinaus auch tolle Sachspenden und 200 Euro Bargeld, über die sich der Ennepetaler Tafeladen sowie das autonome Frauenhaus EN freuen konnten.

Diese Activity stellte für den neu gegründeten Damen Lions Club Ennepe-Ruhr Audacia einen tollen Einstand dar und die Freude darüber verspricht eine Wiederholung.

Eine andere Activity ist für Sonntag, 29.05.2011 geplant. Für diesen Termin haben sich die Damen um Präsidentin Monika Löttgen wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Mehr wird noch nicht verraten!

Der Lions Club bedankt sich beim  Marktkauf Ennepetal, sowie bei allen großzügigen Spendern für ihre freundliche Unterstützung!"

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Linde Arndt für EN-Mosaik
 

Es gibt keine Zufälle ….oder?

[la] Im vergangenen Jahr hatten wir das Glück, Menschen zu begegnen, die wie wir unermüdlich im EN-Kreis und Ruhrgebiet während des Kulturhauptstadtjahres unterwegs waren – jeder für seinen Verlag oder sein Magazin und doch irgendwie als wäre man schon immer zusammen gewesen.

Drei davon – unter anderem Will Rumi – kooperieren inzwischen mit uns  und berichten auch im Magazin von EN-Mosaik mit Gastbeiträgen.

Da uns aber nicht nur Politik und Alltagsthemen interessieren, sondern Kunst, Kultur und Soziale Projekte übereinstimmend interessieren, ist es nicht verwunderlich, dass hier eine  besondere Basis geschaffen werden konnte.

Sehr zu meinem Erstaunen – die hier im Kreis selbst künstlerisch tätig ist – musste ich feststellen, das der Journalist Will Rumi mir anlässlich des Projektes "Kohle, Kühe, Kunst" in Gevelsberg bereits als Künstler begegnet war. Zufall oder nicht?  Wieder einmal hatten sich unsere Wege gekreuzt und jetzt intensiviert.

So haben wir  im November 2010  bereits über seine Aktivität berichtet, wo er mit "El Plastico" viele Kilometer durch  Städte des Ruhrgebiets zu Fuß gezogen ist um seinen Endpunkt in der Kunstausstellung "Marler Stern" zu finden. [siehe Bericht vom a) 1.11.2010 – b) 1.11.2010 und c) 4.11.2010. ]

Heute möchte ich Sie nun auf seine persönliche, künstlerische Seite aufmerksam machen. Einfach anklicken und stöbern:

                    

 

damit auch Sie die andere Seite des ansonsten realistischen Journalisten Will Rumi kennenlernen können.

 

Viel Spass.

 

Linde Arndt  EN-Mosaik

 

Nichts wird mehr so wie früher sein

[jpg] Es ist vorbei. Gestern erlebten wir ein Desaster oder den Super-super-GAU der Union in Baden- Württemberg. 58 Jahre CDU Regentschaft sind perdue. 5,2 % hat die CDU Baden-Württemberg verloren. Und die anderen etablierten Parteien? SPD hat "nur" 2,1 % und die FDP hat 5,4% verloren. Herausgekommen ist eine Mehrheit für Grün – Rot, also Bündnisgrüne und SPD. Die Bündnisgrünen werden mit Winfried Kretschmann  den neuen Ministerpräsidenten stellen und Nils Schmid von der SPD wird in die zweite Reihe treten. Bis vorgestern war solch eine Konstellation nur eine hypothetische aber keine real mögliche. Jetzt ist der Worst Case der etablierten Parteien eingetreten, wobei die Bündnisgrünen ja inzwischen auch zum etablierten Parteienbetrieb gehören.

Und in Rheinland-Pfalz? Dort erlebte der "nette Landesvater" Beck von der SPD sein Desaster und verlor rund 10% der Stimmen, wobei die FDP hier ganz verschwand. Die CDU konnte hier aber nicht profitieren, sie gewann nur unbedeutend. Hier wird es eine Rot – Grüne Regierung geben. Hier wird allerdings der "nette Landesvater" Beck der gleiche bleiben – noch.  Die großen Vorsitzenden, wie Merkel (CDU), Gabriel (SPD) oder Westerwelle (FDP) wiegelten erst alle einmal ab und verwiesen auf die jetzt anstehenden Analysen. Personelle Konsequenzen? Nein, erst die Analyse. Inhaltliche Konsequenzen? Nein, erst die Analyse. Und warum war dieser Umschwung? Klar, das war der Katastrophe in Japan geschuldet? Nun, das stimmt, stimmt aber wiederum so nicht. Japan war nur der Auslöser in der politischen Landschaft, was vorher so nicht möglich war. Die Causae Stuttgart 21, der Afghanistan Krieg oder der E10 Sprit waren nicht stark genug um ein Umdenken zu erzeugen. Da war Japan ein ganz starker Grund.
Aber was war der eigentliche Grund?

Die etablierten Politiker wie Mappus (CDU) in Baden-Württemberg, Merkel (CDU), Gabriel (SPD) und, und, und haben ein Glaubwürdigkeitsproblem. Sie haben schlicht und ergreifend überzogen. Und das ohne Not. Und das nennt man nun mal umgangssprachlich den "anderen für Dumm verkaufen". Merkel, Mappus und Co. haben überzogen als sie ohne erkennbaren Grund ein dreimonatiges Moratorium anordneten und das ohne Gesetzesgrundlage. (Nebenbei kommen auf den Steuerzahler Schadensersatzklagen zu.)

 Wenn vorgestern die AKW´s noch die sichersten der Welt waren, warum sollten sie nach drei Tagen diesen Status ohne Grund verloren haben? Wie will man innerhalb von 3 Monaten ein solch technisch kompliziertes AKW sicherheitstechnisch überprüfen? Was auch immer die regierende CDU/FDP von sich gab, es klang nach "für dumm verkaufen". Das konnte nicht gut gehen.

Aber es war noch was anderes was bei dieser Wahl eine Rolle spielte. Der Wähler wollte unverbrauchte, seriöse, einfache, bodenständige Personen, oder einfacher gesagt, jemanden der "unsere Sprache" spricht, als Politiker. Und dies alles vereinten die Grünen Politiker in beiden Ländern.

   
v.l.:  Kretschmann (Grüne)      Geissler(CDU)

Und der Wähler wollte die Generation Koch (CDU), Beck (SPD) oder Brüderle (FDP) nicht mehr, sie steht für die Kungelei und den eigenen Vorteil suchen. Die neue Generation hat den Namen Boris Palmer (OB Tübingen) , Eveline-Lemke, Silvia Löhrmann, Hannelore Kraft oder  Winfried Kretschmann und Heiner Geißler als Vertreter der Vater-Generation. Und was noch zu bemerken ist, die Welt wird weiblicher.


vl. im Uhrzeigersinn Koebler.Palmer,Kraft,Lemke
   Und der Wähler will offensichtlich nie mehr wieder einer einzelnen Person oder Partei die Macht geben, so die Signale aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Und, es gibt keine Volksparteien mehr, es gibt nur noch Parteien die durch die gesellschaftlich/politischen Umstände einen Führungsanspruch erlangen.

Und dass das Internet nicht mehr wegzudenken ist, wobei es nicht glaubwürdig ist, wenn ein fleißiger Parteisoldat einen Blog betreibt und die Politik seiner Partei erläutert. PR mäßig vom Anspruch legitim in der Ausführung  unterirdisch.

Auch hier erkennt der Wähler die Blogger, die ihre Unabhängigkeit bewahrt haben. Aber auch hier erkennt man die Vatergeneration die weiter jede Menge Holz und Druckerschwärze verbrauchen muss um die eigenen Nachrichten für sich selber zu erzeugen.

 Wie sagte mir einmal ein Journalist in Essen, wir verbreiten die Nachrichten die die anderen lesen wollen. Wir haben keine eigene Meinung. Und wenn? Nur sehr selten.

Und die Konsequenz aus dieser Wahl? Die Parteizentralen der etablierten Parteien sollten aus ihren Analysen (Die sie nie veröffentlichen) lernen, lernen dass die agierenden Personen das auch tun was sie sagen. Das Anspruch und Wirklichkeit nicht so weit auseinander driften. Und das für Politik ein bisschen mehr nötig ist als den Treppenaufgang nach oben zu suchen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Regionalverband Ruhr informiert über “Tipps und Tops” in der Metropole Ruhr

RVR informiert über "Tipps und Tops" in der Metropole Ruhr

Metropole Ruhr (idr). Prallvoll ist der Kulturkalender der Metropole Ruhr in den nächsten drei Monaten. Wo es was zu sehen und zu hören gibt, darüber informiert die neue Ausgabe der Kulturbroschüre "Tipps und Tops" für die Monate April bis Juni, die der Regionalverband Ruhr (RVR) jetzt frisch vorlegt. Das Heft stellt Ausstellungen, Theaterpremieren, Konzerte, Festivals, Kabarett & Comedy, Musicals, Messen und ausgewählte Sportveranstaltungen vor – mit Web-Adresse und Telefonkontakt.

       

Einige Highlights: Das Klavier-Festival Ruhr huldigt Franz Liszt, in Essen steigt ein Beethoven-Marathon und in Recklinghausen lautet das Thema eines Mega-Orchesterkonzerts: Beethoven trifft Schiller. Der Dichterfürst steht auch im Mittelpunkt der diesjährigen Ruhrfestspiele. Bei den Ausstellungen beeindruckt die 40 Meter hohe Licht- und Klangskulptur "Regenwaldbaum" in der neuen Gasometer-Schau "Magische Orte" und erstmals sind Fotos aus zwei Jahrhunderten Krupp in der Villa Hügel zu sehen.

Erhältlich ist die kostenlose Broschüre beim RVR, Susanne Jans, Telefon: 0201/2069-352, E-Mail: jans@rvr-online.de. Außerdem kann das Heft auf dem neuen Portal www.metropoleruhr.de heruntergeladen werden.
Infos: www.metropoleruhr.de/kultur.html und www.kultur-im-ruhrgebiet.de

 


Osterferienprogramm in der Begegnungsstätte Alte Synagoge

Montag, 18. bis Donnerstag, 21. April 2011
Täglich von 10 bis 16 Uhr

Pioniere!

Osterferienprogramm für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren

Gerade erst ist eine neue Ausstellung in der Begegnungsstätte eröffnet worden. Alles riecht noch neu und frisch, vieles gibt es zu entdecken und zu erfahren. Im diesjährigen Ferienprogramm können neugierige Kinder die Ausstellung erobern, ausprobieren und viele interessante und merkwürdige Bekanntschaften machen. Zum Beispiel mit dem alten Samuel… Wie in jedem Jahr basteln wir, lernen hebräische Buchstaben, hören Geschichten und nehmen uns jede Menge Zeit zum Entspannen. Alle Pioniere sind herzlich willkommen!

Teilnahmebeitrag inklusive Mittagessen:
50,00 Euro pro Kind, für Geschwister je 35,00 Euro
Anmeldung unter Tel. 0202-563.2843

Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal
Dr. Ulrike Schrader
Genügsamkeitstraße
42105 Wuppertal
Tel. und -fax 0202-563.2843
e-mail: bas-wuppertal@gmx.de
www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/wuppertal

Das Land NRW stiftet Preis für Denkmalpflege

Nachstehende Info wurde uns freundlicherweise von der Stadt Schwelm zur Verfügung geestellt.

Das Land NRW stiftet den Westfälisch-Lippischen Preis für Denkmalpflege 2011, der mit einem Preisgeld in Höhe von 7000 € verbunden ist:

 

8. Sinfoniekonzert „Vaterfreuden“ – Ein Wiedersehen mit Antony Hermus

 

8. Sinfoniekonzert „Vaterfreuden“

5. April 2011 – 20.00 Uhr – Stadthalle Hagen

19.15 Uhr Einführung

 

Reinhold Friedrich, Trompete

Gerold Huber, Klavier

Dirigent: Antony Hermus

 

Wolfgang A. Mozart: Sinfonie Nr. 32 G-Dur

Leopold Mozart: Trompetenkonzert

Dmitri Schostakowitsch: Klavierkonzert Nr. 1 für Klavier, Trompete und Streichorchester

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 5

 

                       
 

Foto: Marco Siekmann/WP-Hagen
Neujahrskonzert 2007, Philharmonisches Orchester der Stadt Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Antony Hermus,  ausverkaufte Stadthalle, Neujahr, Musik,

Foto: Marco Siekmann/WP-Hagen

 

Eine Vaterschaft bringt ganz außergewöhnliche Freuden mit sich, aber auch so manche Sorgen. Antonín Dvořák wurde neunmal Vater; nur sechs der Kinder erreichten das Erwachsenenalter. Seine 5. Sinfonie schrieb er, als seine Frau gerade zum zweiten Mal schwanger war. Leopold Mozart war seinem Sohn ein strenger, aber auch stets präsenter Vater und Förderer, der früh die Begabung seines Sohnes erkannte. Diesem wiederum blieb in seinem kurzen Leben nur wenig Zeit sich an seinen Kindern zu freuen. Und Dimitri Schostakowitsch hoffte 1933 bei der Entstehung seines ersten Klavierkonzerts vielleicht auf „Vaterfreuden“: Im Jahr zuvor hatte er geheiratet.

 

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de