Zehn Gymnasiastinnen und Gymnasiasten werben als Schülerunternehmer für ihre Stadt

„I love Schwelm“ auf Tassen, Taschen und Stiften

Zehn Gymnasiastinnen und Gymnasiasten werben als Schülerunternehmer für ihre Stadt

 

„I love Schwelm“, bekräftigen zehn Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe des Märkischen Gymnasiums, die im laufenden Schuljahr als Jungunternehmer Produkte zur Ehre ihrer Stadt auf den Markt bringen. Die Tassen, Taschen und Stifte werden den Aufdruck „ I love Schwelm“ tragen, wobei das Wort „love“ durch ein dickes rotes Herz ersetzt wird. Damit sind die Schüler Teilnehmer des Junior-Projekts des Instituts der Deutschen Wirtschaft.

 

Die jungen Leute erlernen alle Phasen erfolgreichen wirtschaftlichen Handelns. Es braucht eine zündende und tragende Idee, die Produkte müssen kreativ gestaltet sein, es müssen Firmen gesucht werden, die die Fertigung übernehmen, Urheberrechtsfragen sind zu klären, und ein Händlernetz muss aufgebaut werden. Kurz, es sind viele Schritte zu beachten, um eine Produktmarke zu definieren und in einem Prozess zu verwirklichen.

 

Innerhalb der Gruppe führt das auch zu kritischer Selbstbefragung. Wem liegen Marketingaufgaben? Wer kann seine Talente bei den Finanzangelegenheiten einbringen? Wer gehört zu den Kreativen mit Gestaltungskompetenz? Schulpatin ist Sarah Fäuster, Lehrerin am Märkischen Gymnasium, die den Schülern bei der Organisation der unternehmensinternen Abläufe und bei inhaltlichen Fragen zum Projekt zur Seite steht. Wirtschaftspate ist Tilo Kramer, der Geschäftsführer der Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Schwelm (GSWS).

 

                              

Natürlich kommt der Stein nicht ins Rollen ohne Startkapital. Daher haben die Schüler um Aktionäre geworben und sie gefunden. 90 Bürgerinnen und Bürger haben Anteilscheine in Höhe von jeweils 10 € gezeichnet. Darunter auch Bürgermeister Jochen Stobbe, dem die Gymnasiasten ihr Geschäftsmodell jetzt im Rathaus vorstellten. Jochen Stobbe gefallen sowohl der hohe Grad an Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler als auch die Modellausrichtung selbst. „Hier wird mit einer gut durchdachten Produktpalette für Schwelm geworben. Das setzt voraus, dass diese jungen Menschen ihre Stadt lieben und ihr sehr nahe stehen. Denn man kann nur etwas überzeugend verkaufen, an das man selber glaubt. Hier steckt Schwelmer Herzblut drin!“

 

Die Produkte werden zur Zeit hergestellt und sind dann über die Schule und über Verkaufsstellen zu beziehen, die die Junior-Unternehmer noch bekannt geben.

 

Schwelm, den 30. November 2010  

14. Schwelmer Weihnachtsmarkt am und im Haus Martfeld

Für alle Generationen:

14. Schwelmer Weihnachtsmarkt am und im Haus Martfeld

Kunsthandwerk, Musik und Kinderprogramm

 

Zum Weihnachtsmarkt am und im Haus Martfeld lädt der städtische Fachbereich Bildung, Kultur, Sport für Sonntag, den 5. Dezember, recht herzlich ein. Zahlreiche Künstler, Kunsthandwerker und Musiker machen sich auch in diesem Jahr wieder für einen Tag am und im Haus Martfeld stark, der von 11 bis 18 Uhr auf angenehme, anspruchsvolle und adventlich-stimmungsvolle Weise unterhalten möchte. Beim Bummel bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Kauf schöner Geschenke aus Keramik, Holz und Glas, und natürlich wird auch in diesem Jahr neben attraktivem Schmuck wieder Kunst in Gestalt von Grafik und Malerei angeboten.

 

                      

Für die Kleinen spielt die Linderhauser Puppenkiste im Haus Martfeld auf. Im Haus Martfeld läuft die Ausstellung „Architektur der Stauferzeit im Rheinland“. Das Museum hat von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dem Nikolaus haben die Schwelmer Bäckereien leckere Gaben mitgegeben. Für das leibliche Wohl sorgen die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung EN/Hagen e.V. und der Lions Club Ennepe-Ruhr.

 

Das Programm im Überblick:

 

11:00 – 12:00 Uhr                Musikzug – Big Band der Freiw. Feuerwehr Schwelm

12:00 – 12:30 Uhr                Linderhauser Puppenkiste

12:30 – 13:30 Uhr                Posaunenchor des CVJM Schwelm e.V.

13:30 – 14:00 Uhr                Linderhauser Puppenkiste

14:00 – 14:50 Uhr                Friends of Dixieland

14:50 – 15:20 Uhr                Linderhauser Puppenkiste

15:20 – 16:10 Uhr                Friends of Dixieland

16:10 – 16:40 Uhr                Linderhauser Puppenkiste

16:40 – 17:30 Uhr                Friends of Dixieland

 

 

Schwelm, den 30. November 2010

Integration auf Ennepetaler Art II

[jpg] Fördermittel sind für die Ennepetaler Stadt schon mal ein gutes Zeichen, sicher hakt in der Stadtverwaltung jemand kurz nach und checkt die Beträge. Stehen die Beträge, die gezahlt werden, in einem guten Verhältnis zum Aufwand, dann macht man es.

In der Nachbargemeinde Schwelm ist man da schon anders gepolt, dort pflegt man mittels des Koordinierungskreises ausländischer Mitbürger, kurz "KAMS"  ( Hier ein Artikel von uns ) die alltägliche Integration auf der Basis von gegenseitiger Achtung wie selbstverständlich, eben mit Herzblut und ohne Fördertopf.

Es geht um das Thema Integration und das dazu gehörige Projekt Komm-In-Nrw. Für dieses Projekt wurden von dem ehemaligen Minister Laschet 3 Millionen bereit gestellt. Remscheid z.B. hatte für ein vorbildliches Konzept 2009 rund 20.000,– Euro zugesprochen bekommen. Nur, wie gesagt, es war ein Konzept, denn nur dafür gab und gibt es das Geld.

Aber langsam, lassen wir uns erst einmal mit der Problematik Integration befassen.

Die Deutschen hatten in den 50er Jahren einen immensen Bedarf an Arbeitskräften, die Wirtschaft "brummte". Im Laufe der folgenden Jahre brauchte man immer wieder Arbeitskräfte und  aus den unterschiedlichsten Gründen,das bis heute.  

Um nicht unmenschlich dazustehen ließ man auch die Familien zuziehen. "Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kamen Menschen.", so formulierte es Max Frisch  in den 70ern. Dies führte dazu das wir die unterschiedlichsten Nationalitäten als Arbeitskräfte und deren Familien hier im Lande hatten.

Das Problem vergrößerte sich noch damit, dass die Familien Kinder zur Welt brachten die auch zur Schule gingen. So entstand eine Bevölkerungsgruppe die es zwar als Arbeitskräfte gab, die aber als Mitbürger nicht gewollt waren. Die Politik, maßgeblich die CDU und FDP, weigerte sich konstant die entstandene Zuwanderung als Zuwanderung zu sehen und eine vernünftige Zuwanderungspolitik zu machen. Und weil sie das nicht tat, entstanden sogenannte Parallellgesellschaften, die in vielen Städten letztendlich auch zu einer Ghettobildung führte.

NRW ist von diesem Problem wegen Kohle und Stahl besonders betroffen. Durch den Wegfall vieler industrieller Zweige wurden die ausländischen Arbeitskräfte genau wie ihre inländischen Kollegen arbeitslos. Logischerweise fragten die Arbeitslosen nun Transferleistungen nach. In ihre Heimatländer konnten oder wollten sie nicht mehr aus den unterschiedlichsten Gründen zurück. Sie blieben. 2006 waren das rund 7 Millionen, wobei die türkischstämmige Gruppe die größte ist. Und wie das so ist, löst sich ein Problem nicht durch liegenlassen, vielmehr verschärft es sich. Die Kinder der Gastarbeiter, die man nun soziologisch korrekt Migranten nannte, waren in vielen Stadtteilen in der Überzahl. Sie gingen in die Schule und trafen dort auf deutsche Schüler. Da die Mirgantenkinden nur unzureichende deutsche Sprachkenntnisse hatten litt die Qualität der schulischen Ausbildung der Deutschen als auch der Migranten.Die Ghettoisolierung der Städte löste Unbehagen in der deutschen Bevölkerung aus und es wurden Forderungen laut, eine Änderung herbeizuführen. Die unterschiedlichen Kulturen taten noch ihr übriges. 2009 schob man nun die Religion in den Vordergrund, wobei der Islam herhalten musste. Er wurde kurzerhand von einigen Scharfmachern als Terrorreligion diskriminiert. Was natürlich billigste Hetze ist. Christen aus allen Kirchen kommen ohne Probleme seit langem mit den Moslems zurecht, ja, sie feiern sogar gemeinsam die religiösen Feste. Juden, Christen und Moslems wissen von ihrem gemeinsamen Ursprung. Man kennt die Unterschiede und weiß sie zu achten und zu respektieren. Die Allgemeinbevölkerung an den Stammtischen bekommt davon  ziemlich wenig mit.

Änderungen traten mit einer neuen Politikergeneration ein, hier ist vor allen Dingen Armin Laschet in unserem Lande zu nennen, der sich des Integrationsproblems aus pragmatischen Gründen annahm. Es wurden nunmehr Projekte initiiert welche die Integration vorantreiben sollten. Das Sprachproblem war der Aufhänger. Und man erkannte das die Kenntnis der Sprache des Gastlandes die Integration beförderte. So entstand das Projekt Komm-in-NRW, was allerdings weiterentwickelt wurde, also wo nicht mehr nur das Sprachproblem reflektiert wird. Das einige Städte eigene erfolgreiche Wege gingen, sei hier einmal unerwähnt. Nur wie wollte man die Migranten aus der Parallellwelt in der sie leben herausholen und in die Mitte der Gesellschaft integrieren? Denn die haben sich inzwischen in diesen Welten eingerichtet und kommen ganz gut damit zu recht. Menschen haben es nun mal so an sich, dass sie sich ihr eigenes soziales Umfeld nach ihrem Gusto einrichten. Wenn die Deutschen uns nicht wollen, so machen wir unsere eigene Sache, wir brauchen sie nicht, so sagte mir einmal ein Migrant in Oberbarmen. Da klang sehr viel Frust heraus, was sicher auch verständlich ist. Überzeugungsarbeit war und ist angesagt.

   Und jetzt kommt dieses Problem nach Ennepetal. Auslöser war der Antrag der SPD vom 19. Januar (Hier der Artikel ), der im Hauptausschuss nicht gerade freudig aufgenommen und erst einmal in den Auschuss verwiesen wurde um Zeit zu gewinnen.

Anfang des Jahres gab es einen runden Tisch, bei dem es angeblich zur Sache ging, es kam aber nicht viel dabei heraus. Vielmehr soll die Stadt erst einmal ihre Position festgelegt haben – Integration ja aber nach unserem Kopf.

Jetzt lud die Initiative gegen Ausländerfeindlichkeit, Ennepetal, zu einer Diskussionsrunde "Integration in Ennepetal" ins Haus Ennepetal am 27.November ein. Rund 32 Leute kamen, wovon nur 5 Migranten waren, zieht man die damit schon befassten ab, so waren es nur 2 Migranten. Ennepetal hatte 2009 laut Statistik des Landesamtes 2.598 Nichtdeutsche. Rund 20% davon befinden sich im Alter bis 20 Jahren, also gibt es rund 2.000 Nichtdeutsche in Ennepetal. Statistisch wird nicht mehr nach den einzelnen Nationalitäten unterschieden. Aber nur zwei Migranten? Vernichtender konnte diese Runde nicht sein.

Die Einladung wurde nur in deutsch verschickt, was ein Fehler war. Die Terminangaben waren irreführend, was sicher zur Verunsicherung führte. Inwieweit die Stadt Hilfestellung gab war nicht zu erfahren.

Angeblich sollen Mitglieder von der Initiative bei den Migranten persönlich vorgesprochen und diese eingeladen haben.

 Und so wurde die angebliche Diskussion zu einer fast deutschen Veranstaltung. Es sah so aus als wenn das den Verantwortlichen gerade recht war.
Fest steht, dass Michael Schmidt von der Stadtverwaltung als Geschäftsführer eingesetzt wird, ob das klug war  wage ich zu bezweifeln.

 
      Achim Battenberg  VHS Gev.

Fest steht aber auch, dass 5 Ratsmitglieder in den Integrationsrat als Mitglieder rein kommen. So wurde zwar über die Formalien gesprochen, nur was macht das für einen Sinn, wenn die die es betrifft nicht anwesend waren. Achim Battenberg von der VHS kündigte schon einmal einen Workschop am 21.Januar 2011 an, dort soll es um die Gestaltung und die inhaltliche Ausrichtung des Integrationsrates gehen um an die Fördergelder zu kommen.
Etwas hilflos versuchte Wilhelm Wiggenhagen die anwesenden Migranten zur Mitarbeit zu bewegen, hier assistierte ihm Guiseppe Bianco von der SPD Ratsfraktion. Güzel Albayrak trug provokant die Frage vor, ob die Deutschen die Migranten denn überhaupt noch wollen. Dabei war die Bildzeitung mit einer ihrer reißerischen Schlagzeilen ein gutes Beispiel. Nur wenn wir Migrationspolitik den Stammtischen überlassen, so können wir uns die Zeit sparen. Die Stammtischpolitik wurde ja schon von dem Neonazi im Rat formuliert und über Frau Nachbarin weiter verstärkt.

Die Frage ist doch nur, wieviel will die Stadt zulassen? Das geht von reiner Mitwirkung bis hin zur Mitbestimmung. Wie tief darf der Integrationsrat in die Politik einsteigen? Welche Rechte ist man bereit ihm einzuräumen? Ich will das mal so formulieren: Ist die Stadt Ennepetal denn bereit evtl. dem Integrationsrat bei Beschlüssen eine Sperrminorität zuzugestehen? Ich weiß, das ist ein überzogener Ansatz. Aber nach der Formel, sagt mal was, wir wissen nicht wie wir reagieren werden, so geht es auch nicht. Dann muss diese gönnerhafte Attitüde aus den Vorträgen heraus, es sollte ein klares Bekenntnis zur Integration sichtbar sein. Man will doch auf Augenhöhe miteinander verkehren. Oder nicht? Migranten sind keine Bittsteller, sie sind Mitbürger mit einem anderen kulturellen Hintergrund und Problemen in unserer Gesellschaft sich zu orientieren. Wobei wir zuerst einmal in der Bringschuld stehen.

Das Wort von Andrea Fischer (Bündnisgrünen) hat bei mir noch immer Bestand: Integration heißt Anstrengung, Engagement, Auseinandersetzung und die Bereitschaft, Verantwortung für eine Gemeinschaft zu übernehmen.
Und wenn ich das Wort als Gradmesser nehme, so finde ich hat diese Veranstaltung nichts von diesem Anspruch gehabt.

Es wäre besser gewesen, man hätte sie abgebrochen, nachdem man gesehen hatte, dass man die Migranten nicht erreicht hatte. Übrigens, es gibt nicht nur eine türkischstämmige Gruppe die den Migrantenstatus hat.
Ich denke mir die Politik und Stadtverwaltung sollten in Klausur gehen um sich über die weitere Vorgehensweise zu beraten und zwar unabhängig von der Parteienpräferenz. Das Thema ist zu wichtig bei rund 2.500 Einwohner und deren Erreichbarkeit. Ein Ghetto braucht keine Gesellschaft.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal 

Ennepetaler Sparkasse – Ein Herz für Kunst und Kinder

[la] Eigentlich hatte Eveline Szesny sich auf den Weg zur Sparkasse gemacht um nachzufragen, ob es möglich sei, das Poster der Kunstspirale (Logo der Creativ- und Kunstaktionen der Kultgarage der Sparkasse} zu bekommen, denn sie hatte sich in die Farbenpracht und Form von Anfang an verliebt.

"Nein," hörte sie dann von Heike Sonnenschein (Öffentlichkeitsarbeit Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld), "das Original geben wir nicht ab."  Und ein weiteres gab es z. Zt. nicht.

Johannes Dennda zeigte Frau Szesny dann in seinen Räumlichkeiten sein eigenes Original was er für eine Kunstaktion geschaffen hatte und nach welchem das Kultgaragenplakat gefertigt war.

Dieses Symbol eignet  sich hervorragend als Logo für die  neue Initiative der Sparkasse, Kultur und Kunst zu unterstützen.

Frau Szesny regte an, das sicher nicht nur sie dieses Motiv toll fände und ob man nicht einige Exemplare auflegen könnte. Und so ist es den beiden Mitarbeiter der Öffentlichkeitsabteilung der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld tatsächlich gelungen, innerhalb von 3 – 4 Wochen 50 Exemplare auf zu legen.

Diese Idee griff Heike Sonnenschein spontan mit Johannes Dennda auf, beschlossen aber dann daraus direkt eine Weihnachtsaktion zu Gunsten einer unterstützungswürdigen Organisation zu machen und schon bald fiel die Entscheidung auf die "aktion bennie& co e.V.".

Heute nun waren Frau Katja Gobrecht von "aktion bennie& co e.V." und Frau Eveline Szesny mit Frau Sonnenschein und Herrn Dennda und zahlreichen heimischen Pressevertretern in der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld zusammen gekommen, damit diese Aktion auch der Ennepetaler Bewölkerung kundgetan wird.

     
 

v.l.n.re: Johannes Dennda u. Heike Sonnenschein mit dem Original v. J. Dennda,
Eveline Szesny und Katja Gobrecht  mit dem limitierten Plakat                            Foto: © Linde Arndt

 

Es handelt sich um eine limitierte Auflage von 50 Exemplaren, die zu jeweils € 40,00 an den Mann, bzw. Kunstliebhaber gebracht werden sollen. Der volle Erlös geht an "aktion bennie& co e.V.", der als Verein natürlich auch eine Spendenquittung ausstellen kann.

Das erste Plakat erwirbt die Sparkasse, um es sodann als Dankeschön an Frau Szesny zu schenken, der diese Idee zu verdanken ist und die sich schon riesig auf "ihr" Exemplar freut.

Die Plakate können ab sofort in der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld in der Voerder Straße 79 – 83  in Ennepetal  und den Filialen Breckerfeld und  Ept.-Voerde erworben werden.

Da aber vielleicht nicht jeder ein Plätzchen für diese außergewöhnliche Edition zu Hause hat, gerne aber auch hilfreich – gerade jetzt zur Weihnachtszeit – den Verein und damit die Kinder  mit irgend einer Summe unterstützen möge (und sei sie auch noch so klein) gibt es auch noch die Möglichkeit, direkt eine Spende zu tätigen.

Diese Spende kann an  "aktion bennie& co e.V." auf Kto.Nr. 427 724, Sparkasse Bochum (BLZ 430 500 01) getätigt werden.

 

 


Nun noch eine Anmerkung der Redaktion EN-Mosaik:

 

Am 3. Advent 2010 (11. und 12. Dezember 2010) wird auf dem Gut Braband, Hinnenberger Heide, Ennepetal-Voerde ein Weihnachtsmarktstand zugunsten der "aktion bennie& co e.V.", aufgebaut.

Ursprünglich hatten sich hierfür einige Menschen bereit erklärt, diesen Stand mit zu betreuen, vor allem aber diese Aktion mit selbstgermachten Marmeladen, Gelees, leckeren Olätzchen und allerlei Selbstgebasteltem zu unterstützen.

Leider sind – wie es manchmal nicht vorhersehbar sind, zwei wichtige Personen durch persönliche unvorhergesehene Ereignisse ausgefallen und es wäre einfach toll, wenn sich hierfür Ersatz finden würde.

Ihre Ansprechpartnerin hierfür ist: Katja Gobrecht, Dohlenweg 9, 58256 Ennepetal, Tel.Nr. 02333/602160

 


Falls Sie noch einige Informationen über den Verein benötigen:

 

Hier geht es zur Homepage

Hier noch eine Information per  "Wer ist Bennie & Co" als  pdf-Formular

und eine weitere per pdf

und hier Infos zum Weihnachtsmarktstand


 

 


Linde Arndt von EN-Mosaik

 

Adventssingen für die ganze Familie

Adventssingen für die ganze Familie am 4. Dezember 2010

Für eine kurze Pause im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel, zum Üben für das Singen unter dem heimischen Weihnachtsbaum oder einfach nur zur besinnlichen Einstimmung auf die Festtage lädt das Theater am 4. Dezember 2010 um 16 Uhr zum familiären Adventssingen in das Theatercafé ein. Für Kinder, Eltern und Großeltern gibt es eine kurzweilige Stunde mit bekannten Lieder zum Mitsingen, weniger bekannten Liedern zum Neu-Lernen und Geschichten und Gedichten rund um Advent und Weihnachten.
                                     

Dieses Mal wird Bettina Kenney, „Zwerg Viggi“ in dem Märchen zur Weihnachtszeit „Schneewittchen und die 7 Zwerge“, den Nachmittag gestalten. Der Eintritt ist frei.

 

Adventssingen – 4. Dezember 2010

16 Uhr – Theatercafé

Mit Volldampf in die Zukunft / Atemberaubende Show in der Jahrhunderthalle Bochum

 [la] Wir waren bei der Ankündigung und Pressekonferenz RUHR.2010: „URBANATIX – die Show“ – mit Volldampf in die Zukunft dabei und hatten Gelegenheit fünf der jungen Artisten live in einer Session zu erleben, die uns direkt auf den Geschmack gebracht hat,  die zu erwartende Show in der Jahrhunderthallte Bochum auf keinen Fall zu versäumen.

                                  
 

 v.l.n.r.: Dr. Ottilie Scholz [OB Bochum] / Rémi Martin [Artist] /Christian Eggert [Regisseur] /
Dr. Oliver Scheytt [GF Ruhr2010] /Andreas Kuchajda  GF Bochumer Veranstaltungs-GmbH]

Foto: © Linde Arndt

 

Es ist noch einmal ein Salto, den die Metropole Ruhr zum Ausklang des Kulturhauptstadtjahres schlägt.
Bereits im Mai 2010 startete das Kulturhauptstadtprojekt „URBANATIX – die Show“  unter dem Motto „Entdecken. Erleben. Bewegen“. Das diese Show nicht nur den Zeitgeist junger Leute, sondern auch den der Junggebliebenen und für Kultur aufgeschlossenen Menschen trifft, dokumentieren im Grunde die  seit Mai  fünf ausverkauften Shows mit einer enormen positiven Resonanz.

Das war auch der Grund für die Macher von RUHR2010, kurz vor Ende des Kulturhauptstadtjahres, selbst noch einmal in dieses Projekt einzusteigen, um es noch vielen Besuchern präsentieren zu können.

Die Vorbereitungen für diese zweite Runde laufen inzwischen auf Hochtouren, denn bereits vom 10. bis 19. Dezember 2010 laufen die Veranstaltungen in  der Jahrhunderthalle in Bochum.
Die Oberbürgermeisterin von Bochum, Frau Dr. Ottilie Scholz, hat sich von Anfang an für dieses Projekt stark gemacht und schätzt sich glücklich, dass die Initiative durch RUHR2010 noch vielen Menschen Gelegenheit bietet, diese atemberaubende Show zu erleben.

Das ist Street-Art & World Artistik, die man erlebt haben muss.

Inmitten der Vorweihnachtszeit beleben 43 junge Street-Artisten aus 23 Ruhrgebietsstädten zusammen mit zehn internationalen, weltweit erfolgreichen Akrobaten mit insgesamt 13 Veranstaltungen die Jahrhunderthalle in Bochum. Dieses Mal werden an den Wochenenden auch Aufführungen zu familienfreundlichen Spielzeiten statt finden.

Projektinitiator und Regisseur, Christian Eggert, stellte am 18.11.2010 in der Jahrhunderthallte die Neuheiten der Show vor.
"Wir freuen uns sehr, dass die beiden außergewöhnlichen Artisten Rémi Martin und Eike von Stuckenbrok, Publikumslieblinge aus der letzen URBANATIX-Show, wieder mit dabei sind. Alle anderen internationalen Top-Artisten, u.a. aus Frankreich, den USA und Kanada, sind neu und bringen jahrelange Erfahrungen aus
Produktionen (u.a. Cirque du Soleil) rund um den Erdball mit.“

Die internationalen Künstler proben derzeit noch ihre Choreographien zur Musik von URBANATIX in der Ferne, am 6. und 7. Dezember kommen sie dann nach Bochum.

Die Street-Artisten aus dem Ruhrgebiet, im Alter von 16 bis 29 Jahren, freuen sich auf Ihre Idole und die spannenden Momente der Zusammenarbeit. Innerhalb der letzten Monate wurden auch hierzulande neue Choreographien entwickelt und hart geprobt. Entstanden sind spektakuläre Bilder. Motive aus dem Kulturhauptstadtjahr finden kreative Umsetzungen in den Projektionen, auch die medial-inszenierte Unterwasser-Szene gibt der Show ein ganz neues Gewand.

Andreas Kuchajda, Geschäftsführer der Bochumer Veranstaltungs-GmbH meint dazu:

"Die unumstrittene Symbiose aus perfekt vorbereiteter, authentischer Show und der außergewöhnlichen Atmosphäre unserer Spielstätte wird URBANATIX und der Stadt Bochum noch viel Freude bereiten. Davon sind wir überzeugt“

Bei der Stadt Bochum und Ruhr2010 geht es bei diesem Projekt insbesondere um Nachhaltigkeit, wovon beide Stellen überzeugt sind.

Welche Bedeutung URBANATIX für die Stadt und die Kulturmetropole Ruhr hat und wie mit URBANATIX die Nachhaltigkeit eines RUHR.2010-Projekts für Teilnehmer und Bevölkerung erfahrbar gemacht wird, schilderten Dr. Ottilie Scholz und Oliver Scheytt überzeugend. Frau Scholz sagte weiter ihre Unterstützung zu, damit dieses Projekt nachhaltig in der Stadt etabliert wird.
"URBANATIX ist eine Kombination aus einzigartigem Showformat und Jugendprojekt, wie ich sie in der Form
noch nicht erlebt habe! Dieses atemberaubende Kulturhauptstadtprojekt – made in Bochum – hat ganz zweifellos Weltklasse-Niveau. Ich freue mich darüber, dass die Show im Dezember fortgesetzt wird und bin stolz darauf, dass dieses herausragende Projekt in unserer Stadt von Bochumern für Bochum und die Region konzipiert und umgesetzt wurde.“

Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR2010 bemerkte hierzu:

"URBANATIX enthält nicht nur einen Rückblick auf das Jahr der Kulturhauptstadt mit vielen Bildern voller Emotionen. Diese Show ist ein neues Format, das Straßenkünstler mit professionellen Street-Artisten zusammenbringt. Es ist europäisch vernetzt, bündelt kreative Energien und verquickt die Kunstformen: die Kombination von Artistik, Tanz, Musik und Medienkunst.“

Wünschen wir, das viele Besucher sich das Gesamtkunstwerk URBANATIX anschauen und dass sich  die
jungen Breakdancern, Bikern, Parkourläufern, Freerunnern,Trickern, Skatern, Beatboxern, Tänzern und Weltklasse-Akrobaten dank riesiger Trampolins in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft katapultiert.


URBANATIX Showtermine:

Fr.   10.12. (20h)
Sa. 11.12. (17h) und Sa, 11.12. 20h (PREMIERE)
So. 12.12. (17h und 20.)
Di.  14.12. (20h)
Mi   15.12. (20h)
Sa. 18.12. (17h und 20h)
So. 19.12. (17h und 20h)

Tickets für „URBANATIX – die Show“ sind unter der Tickethotline +49 (0)1805-234 400,
bei allen bekannten CTS-VVK-Stellen sowie über die Tickethotline von RUHR.2010 unter
+49 (0)1805 15 2010 (Festnetztarif 0,14 €/Min., Mobilfunkpreis max. 0,42 €/Min.) und unter
www.ruhr2010.de/tickets erhältlich.

Kartenpreise: 24,50 € – 39,50 € inkl. aller VVK-Gebühren.
Infos unter: www.ruhr2010.de, www.urbanatix.de, www.jahrhunderthalle-bochum.de


 

 

Ein paar Eindrücke von der Session am 18.11.2010
[alle Fotos copy Linde Arndt]

                    [nggallery id=223]  

Es war uns möglich, den Trailer vom Veranstalter von  Urbanatix zu erhalten, den wir Ihnen hier präsentieren, damit Sie schon einmal einen kleinen Vorgeschmack bekommen.

[flashvideo file=wp-content/video/Urbanatix_Trailer_2010_V2.flv /]
Wenn Sie noch mehr Einzelheiten wissen möchten, besuchen Sie doch die Homepage
http://www.urbanatix.de/

Linde Arndt von EN-Mosaik aus Bochum

Das theaterhagen engagiert sich für „Fans for kids“


Das theaterhagen hat „Fans for kids“ kostenlos zehn Eintrittskarten für eine Vorstellung von „Jekyll & Hyde“ zur Verfügung gestellt, die bei einer Online-Auktion von Musicalfans ersteigert wurden. „Fans for kids“ startete 2001 bei ihrer Gründung einen Aufruf an die Musicalfans, den Musicaldarstellern keine Stofftiere und andere Dinge zu schenken, sondern das Geld, dass sie hierfür ausgaben, zu spenden, um so die Heilung an Krebs erkrankter Kinder zu unterstützen. Mittlerweile operiert die Initiative deutschlandweit

                      
              Backstageführung   Foto: ©  2010Stefan Kühle  

Letzte Woche besuchten Franz Walter Eudenbach aus Koblenz, der sechs Tickets ersteigert hatte, mit Freunden eine Aufführung von „Jekyll & Hyde“ und waren sichtlich begeistert. Im Vorfeld der Vorstellung machte Maricel  – Lucy in „Jekyll & Hyde“ – mit den Besuchern eine Backstage-Führung.

 

Die nächsten Termine des Musicalklassikers „Jekyll & Hyde“: 8.12.2010, 25.12.2010, 28.1.2011

 

 

Weitere Infos und Termine unter 02331/207-3218 oder www.theater.hagen.de

Die Gewinner des Schreibwettbewerbs zum 4. Sinfoniekonzert „Es war einmal“ stehen fest

Das 4. Sinfoniekonzert mit dem Titel „Es war einmal“ am 7. Dezember 2010 in der Stadthalle steht ganz im Zeichen musikalischer Märchenadaptionen. Im Vorfeld hatte das theaterhagen einen Schreibwettbewerb zum 4. Sinfoniekonzert ausgeschrieben.

Dabei hatten Schülern/innen der 3./4. und 5./6. Klassen die Möglichkeit, das tschechische Märchen „Die kleine Kreide“ nachzuerzählen, das die Komponistin Sofia Gubaidulina bei ihrem Orchesterstück „Märchen-Poem“ inspirierte.

Es sind viele schöne Geschichten entstanden, dass für die Jury (Norbert Hilchenbach, Intendant; Florian Ludwig, Generalmusikdirektor; Miriam Walter, Theaterpädagogin; Lisa Breuer, Konzertdramaturgin) die Wahl unter den knapp 100 Einsendungen sehr schwer fiel.

              
  v.l.n.r.: Miriam Walter, Norbert Hilchenbach, Laura Knura                  Foto: © 2010 Stefan Kuehle  

Unter den 3./4. Klassen hat Laura Knura die gelungenste Nacherzählung geschrieben. Als beste Nacherzählerinnen der 5./6. Klassen werden Caroline Naber und Celina Koch gekürt, die eine gemeinsame Arbeit eingereicht haben. Außerdem gab es so viele hervorragende Weitererzählungen des Märchens, dass ein Sonderpreis eingeführt wurde: Lea Uhlenbock erhält den Sonderpreis für die außergewöhnlichste Weitererzählung.

      
  Foto: &copy Stefan Kuehle  

Die Gewinner bekommen je eine Eintrittskarte für sich und eine Begleitperson für den Philharmonikus am 7. Dezember 2010 um 18:45 Uhr in der Stadthalle Hagen.

 

Karten für das 4. Sinfoniekonzert und den Philharmonikus unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

Mach mit und gewinn – Ruhr2010 sagt mit einem aussergewöhnlichen Kalender DANKE

Mit einem Online-Kalender zum Finale sagt RUHR.2010 „Danke“ und blickt in die Zukunft.

RUHR.2010 ist Tag für Tag überraschend. Was schon im gesamten Kulturhauptstadtjahr galt, zählt für die Website www.ruhr2010.de erst recht. Angelehnt an die liebgewonnene Tradition des Adventskalenders verstecken sich hinter den Türchen ab dem 1. Dezember täglich kleine Geschenke. Nicht nur Höhepunkte wie Still-Leben, SchachtZeichen oder Emscherkunst.2010 werden so wieder lebendig.

                

Und damit Sie nicht lange suchen müssen und den Kalender rasch finden, hier der Link

Bis zum Finale von RUHR.2010 am 18. Dezember gibt es Tag für Tag eine Gewinnfrage. Mit ein bisschen Glück winken neben Andenken an Kulturhauptstadt-Veranstaltungen zudem von unseren Partnern zur Verfügung gestellte Gaben wie Bücher, Kalender, Tickets für laufende Shows, Ausstellungen und Konzerte sowie Geschenke aus dem Online-Shop von RUHR.2010 im Gesamtwert von mehreren tausend Euro. Mit dem kompletten Lösungssatz verlost RUHR.2010 zum Finalwochenende am 18. und 19. Dezember noch
einen exklusiven Hauptgewinn.

„Wir möchten uns mit dem Kalender bei allen Anhängern der Kulturhauptstadt bedanken – besonders bei der treuen Online-Community von RUHR.2010“, so Internet-Leiterin Helen Weißenbach. Mit großer Freude wurde soeben der 30.000ste Freund bei Facebook begrüßt. Ihnen sowie den Millionen Besuchern der Website ruhr2010.de, den über 11.000 Newsletter-Abonennten und mehr als 4.100 Followern bei Twitter wird auch in Zukunft ein inhaltsstarkes Portal in der Kulturmetropole Ruhr geboten.

Den Online-Kalender finden Sie ab dem 1. Dezember unterwww.ruhr2010.de   [Direktlink s. oben]



Jede Vision braucht Menschen, die an sie glauben.
Die Kulturhauptstadt Europas
RUHR.2010 dankt ihren Hauptsponsoren:
Deutsche Bahn AG, E.ON Ruhrgas AG, HANIEL, RWE AG, Sparkassen-Finanzgruppe

Eine Lanze brechen für die gedruckte Zeitung

[jpg] Als Blogger im Internet müsste es mich freuen, wenn ich tagtäglich sehe wie die gute alte gedruckte Zeitung immer mehr zurück gedrängt wird und es abzusehen ist, dass sie letztendlich ganz aus unserer Gesellschaft verschwindet.

Ich freue mich jedoch nicht, vielmehr bin ich zutiefst besorgt, manchmal sogar entsetzt, wenn ich die hilflosen Reaktionen und Bemühungen der Verleger und Herausgeber der Verlage mit ansehen und ertragen muss.

Da geht Dr. Bernd Graff her und beschimpft in der Süddeutschen die Blogger als neue Idioten, Frank Schirrmacher von der FAZ möchte gar das gesamte Internet gleich verbieten und Josef Joffe von der Zeit meint gelassen das Internet wird sich irgendwie schon selber erledigen. Alle drei sind Multiplikatoren im Verlegergeschäft der Printmedien und sitzen an den Positionen an denen Entscheidungen getroffen werden (sollten). Und im Ausland? Die "The gray Lady" genannte New York Times spricht  von Aufgabe ihrer Printausgabe.

Was mich besorgt macht, sind sich diese, für mich hilflosen,  Verleger eigentlich bewusst, dass sie einem Bereich angehören der wesentlich zum Bestand unserer Demokratie beiträgt? Meinungs- und Pressefreiheit ist ein hohes Gut in den westlichen Demokratien. Nur diese Freiheit ist nicht umsonst zu bekommen oder ist eine Trivialität. Bestrebungen diese Freiheiten einzuschränken wurden immer wieder von den Verfassungsorganen der Staaten deutlich abgewiesen. Warum? Klug haben die Verfassungsrichter immer wieder gebetsmühlenartig erläutert, dass eine Beschneidung der Pressefreiheit letztendlich zur Aufgabe derselben führen würde. Und nun?

In den letzten Jahren vermerkte man, dass diese Pressefreiheit aus wirtschaftlichen Gründen durch Wegfall der Printmedien eintreten könnte. Dies würde eine nicht zu übersehende Schwächung der Meinungsvielfalt bedeuten, eine fatale Entwicklung. Das bedeutet aber, dass Andere das dann entstehende Vakuum ausfüllen. Und sie scharren schon mit den Hufen, diese Anderen: Wer sind die denn? Es sind z.B. die PR Abteilungen der Wirtschaft die Werbung mit Informationen schön verpacken um aber letztendlich ihr Produkte oder Leistungen an den Mann oder die Frau zu bringen. Dann sind Vereinigungen mit  ihren Presseabteilungen, die Meinung in ihrem Sinne als Wahrheiten verkaufen wollen. Na gut. Nun könnte man sagen, die öffentlich rechtlichen Medien, sind ja durch die Alimentation des Staates unabhängig und die werden es schon richten. Nur die Unabhängigkeit ist nur eine vermeintliche Unabhängigkeit, wenn man sieht wie ein Spitzenjournalist wie Nikolaus Brender vom ZDF aus dem ZDF entfernt wurde, weil die Linie dieses Journalisten nicht den anonymen Anforderungen entsprach –  Unabhängigkeit sieht für mich anders aus. Und die privaten Medien? Sie sind doch abhängig von der Wirtschaft indem sie von dieser alimentiert werden.

Einzig die Printmedien sind noch in der Lage unabhängigen Journalismus zu betreiben, denn noch haben sie eine starke Verlegergruppe. Nur was nutzt diese Stärke wenn man sich nur zögerlich an die veralteten Geschäfts- und Organisationsmodelle heran begibt. Viel Energie wird verbraucht den vermeintlichen Feind, das Internet oder die öffentlich rechtlichen Medien, zu bekämpfen. Dann ist diese unheilige Diskussion über die Rendite, die in ihrer Höhe nicht in Frage gestellt wird. Aber auch die Konzentration auf wenige Verlage, die darüber hinaus auch Gebietsabsprachen haben, steht der Umstrukturierung ( aber nicht nur der ) und Neuorganisation im Wege.

So haben sich die Printmedien ihr eigenes Dilemma geschaffen welches nur mit ihrem Untergang beseitigt werden könnte – so sieht es zumindest aus. Übrig bleiben werden nur wenige Medien, wie die großen Fernsehanstalten aber auch Verlage. Diese Machtkonzentration wird unserer Demokratie schweren Schaden zufügen; denn es wird keine Meinungsvielfalt mehr geben, ja, Meinung wird nur noch von und durch ganz wenige gelenkt und gemacht. Und darüber hinaus wird es einen großen Bereich Unterhaltung pur geben; alles wird in Ordnung sein wenn man nur das macht was uns vorgegeben wird. Und das Internet? Sicher es wird weiter die Bloggerszene geben die frei ihre Meinung von sich geben in ihrem Land oder anderswo, technisch bietet das Internet in dieser Beziehung ungeahnte Möglichkeiten. Nur was nutzt das, wenn die Blogger von den Informationen abgeschnitten  oder sogar gefiltert werden? Oder wie ist es, wenn viele Unternehmen eigene Blogger auf die Gehaltsliste setzen?

Gibt es einen Weg aus diesem Dilemma? Ja, gibt es.
Wenn die Verleger und Verlage sich auf das besinnen womit sie einmal angetreten sind. Wenn nicht das Profitstreben im Vordergrund steht sondern wenn sie sich als Regulativ verstehen. Als sie noch das als wahr geschrieben hatten, was auch wahr war. Wenn sie sich der Stärkung ihres lokalen Bereiches bedienen. Mit unabhängigen Journalisten die eine eigene Meinung hatten, die selbstbewusst ihre Artikel verfassten. Denn diese Journalisten wurden hoch geachtet aber auch gefürchtet, man denke da an Watergate oder die Spiegelaffäre. Klar, werden jetzt viele sagen. Aber wie finanzieren wir das?

Andreas Blum der ehemalige Direktor des Schweizer DRS Radios(Radio- und Fernsehgesellschaft der deutschen und rätoromanischen Schweiz) spricht sich für eine Alimentierung der Printmedien durch Gebühren aus. Die Gebühren sollen durch Umbuchungen von Radio und Fernsehen zu den Printmedien erfolgen. Demokratie und damit unsere Freiheit ist ein zu teures Gut, wir können es nicht der Marktmacht einiger Weniger opfern. Die Nivellierung von Meinung führt direkt zur Abschaffung der Demokratie durch die Hintertür. Blums Weg ist aber nur ein Weg, ein Mix von Wegen muss her.

Nur wenn die demokratischen Institutionen eine Gebührenlösung erarbeiten, so sollten sie die Verleger zwingen ihre alten teils lieb gewonnenen Strukturen zu überarbeiten und den heutigen Gegebenheiten anzupassen. Nicht Imperien der Presse sind angesagt, vielmehr sind kleine lokale höchstens regionale Einheiten erforderlich, die dem Anspruch einer freien Presse, so wie es sie mal gab, entspricht. Wenn sich die Printmedien einmal umschauen, so finden sie Organisationsstrukturen im Internet die sich leicht auf den Printbereich übertragen lassen. Wer sagt denn, dass die Clusterbildung oder die Cloudlösungen im Internet keine Analogielösung für die Printmedien darstellen können? Kann es nicht sein, dass die Cloudlösungen nicht von Bloggern und Print gemeinsam genutzt werden? Das Problem der Printmedien ist eine zeitliche Umsetzung. Sie haben sich den kurzen Innovationszyklen der heutigen Zeit nicht anpassen mögen.
Ich mag nicht daran denken, wenn die Printmedien verschwinden. Nein, ich würde sie sogar wieder erfinden und wenn ich die alte Druckerpresse wieder aus dem Keller holen müsste.

Auch ich benutze Apps,  Ipod, Twitter, Facebook und Push-Medien. aber sie können bei weitem nicht die gute alte Zeitung ersetzen. Sie liefern mir nur die notwendigen eingefärbten Snippets – mehr nicht, und man muss mit ihnen umgehen können. Die neuen Internet Medien und die Printmedien gehören zusammen, wir sitzen alle in einem Boot. Nur wir rudern in verschiedene Richtungen und das kann es doch nicht sein.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal