Freitag, 2.10.09 – Messe bietet Informationen zu 90 Berufen

 

Messe bietet Informationen zu 90 Berufen – Premiere schon jetzt ein Erfolg

(pen) Schon jetzt steht fest: Im Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) wird am Freitag, 2. Oktober, richtig Betrieb sein. Anders als sonst üblich liegen aber nicht Motorengeräusche und Dieselgeruch in der Luft, vielmehr wird die Halle von Stimmengewirr erfüllt und Menschen bevölkert sein. Sie werden zwischen den Ständen von rund 80 Ausstellern schlendern, die über Ausbildungsangebote in 90 Berufen informieren wollen. Die Premiere der Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr Süd wird damit zum Treffpunkt von rund 2.000 Jugendlichen, die kurz- oder mittelfristig vor dem Einstieg in die Ausbildung stehen, von Eltern, die ihre Kinder bei der Wahl des Berufes beraten wollen und von Firmen, die auf der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften sind.

                                                          

„Die große Resonanz, die wir direkt bei der ersten Auflage dieser Veranstaltung verzeichnen können, ist natürlich ein Riesenerfolg“, zieht Jürgen Köder, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr, bereits vor der Veranstaltung ein positives Zwischenfazit. Gemeinsam mit der agentur mark aus Hagen hat die EN-Agentur die Messe auf die Beine gestellt.

Ein Blick auf den Hallenplan lässt die Bandbreite der Aussteller und Ausbildungsberufe erahnen. Mit Ständen vertreten sind unter anderen die Kreishandwerkerschaft mit verschiedensten Innungen, Behörden wie Finanzamt, Polizei, Kreis- und Stadtverwaltungen, Einzelhandels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie Industrie- und Handelskammer und Arbeitgeberverbände. Sie informieren über Berufe wie den Sport- und Fitnesskaufmann, Fachinformatiker und Bürokaufmann, über Tätigkeiten als Zerspannungsmechaniker, Versicherungskaufmann und Landschaftsgärtner. Und die laut Hallenplan in der Mitte des Depots platzierte Bühne verspricht ein informatives Rahmenprogramm, das unter anderem einen Azubi-Talk und die Preisverleihung des Märkischen Arbeitgeberverbandes für die besten Praktikumsberichte bietet.

Bis 14 Uhr steht die Messe Schülern und Lehrern offen. „Wir haben ganz bewusst alle Schulformen angesprochen und erwarten daher die gesamte Bandbreite von der Förderschule bis hin zum Gymnasium. Die Aussteller haben daher vom Praktikum über Ausbildungsplätze bis hin zum Studium alles im Angebot“; macht Köder deutlich. Gleichzeitig weist er daraufhin, dass die Messe ab 14 Uhr für alle Interessierten geöffnet ist. „Hier wollen wir vor allem Eltern erreichen. Sie spielen für ihre Kinder in Sachen berufliche Orientierung und Wahl des Berufes eine wichtige Rolle. Die Messe kann ihnen wichtige Tipps und Hinweise liefern, um dieser Aufgabe gerecht zu werden.“

Da auf dem Gelände der VER keine Parkplätze zur Verfügung stehen, bitten die Veranstalter Besucher ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz der Firma Hugo Lahme, Kahlenbecker Str. 2 in Ennepetal abzustellen. Ein kostenloser Buspendelverkehr, der im Zehn-Minuten-Takt unterwegs ist, übernimmt von dort den Transport zum Busdepot.

Veranstaltung im Internet: www.ausbildungsmesse-en.de

Stichwort Ausbildungsmesse für den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis

Schirmherr und Landrat Dr. Arnim Brux begrüßt das neue Angebot: „Es ist vor dem Hintergrund, dass immer weniger Schüler für eine Berufsausbildung zur Verfügung stehen, zukunftsweisend. Die Betriebe müssen sich schon heute immer intensiver um den Nachwuchs kümmern, nur so lässt sich die wirtschaftliche Zukunft der Region sichern.“

Unterstützt wird die Premiere der Ausbildungsmesse von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, der Kreishandwerkerschaft Ennepe-Ruhr, dem Märkischen Arbeitgeberverband, der Agentur für Arbeit Hagen, der Jobagentur EN, der DGB Region Ruhr-Mark, der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr, den Städten Schwelm, Gevelsberg, Ennepetal, Sprockhövel, Breckerfeld, der Schulaufsicht (Schulamt für den Ennepe-Ruhr-Kreis), der Servicestelle Übergang Schule-Arbeitswelt des Ennepe-Ruhr-Kreises und vom Berufskolleg Ennepetal. Als Sponsoren konnten EN-Agentur und die agentur mark die AVU und die VER gewinnen, Medienpartner ist die Westfälische Rundschau.

   

 

Tja, so ist das nun mal in Ennepetal

[jpg] Am Wochenende war es wieder soweit. Die 26. Stadtfete fand in Ennepetal in der neu geschaffenen, nunmehr ein Jahr alten Fuzo "inne Milspe" statt. Ich nahm die Mühe auf mich und besuchte diese Stadtfete am Freitagnachmittag  und am Samstagvormittag, allerdings machte ich das nebenbei, weil ich noch andere Dinge zu erledigen hatte. Nun habe ich in Ennepetal gelernt, dass man keine allgemeingültigen Maßstäbe in dieser Stadt anlegen darf, sondern immer die Besonderheiten dieser Stadt berücksichtigen muss. Eben halt wie auf einer Insel der "Glückseligen".

                    
Als wir (meine Frau und ich) in der Anfangszeit der Stadtfete zweimal mit geplant, organisiert und  im Haus Ennepetal ausgestellt hatten, konnten wir uns an den drei Tagen vor Kunden nicht retten. Überwiegend kamen die Kunden aus den Nachbarstädten zu dieser "Fete". Alles wurde von den Einzelhändlern organisiert und auch bezahlt, wobei die Stadtverwaltung den Einzelhändlern einen nicht geringen Betrag in Form von Gebühren "abknöpfte".

Wir hatten damals eine sehr große Kundenkartei, überwiegend auswärtiger Kunden, die wir alle anschrieben.
Der Rücklauf der Direktwerbung in Form eines Besuches lag bei 40%, womit wir zufrieden waren. Viele, viele Einzelhändler waren damals mit Herzblut dabei und mühten sich ab ihr Unternehmen bestens zu präsentieren. Nach zwei Jahren machten wir nicht mehr mit. Warum? Nun, auch wir  sind Akteure in einer Marktwirtschaft und da sollte es nicht ausbleiben, wenn man das was man macht auch kalkuliert. Und die Nachkalkulation dieser beiden Auftritte erbrachte einen stündlichen Verlust von rund –, 50 Pfennige, sprich, wir mussten immer dazu legen. Allerdings, dass muss man auch sagen, wir hatten in der Regel auch neue Kundenkontakte, die man als solches nicht kalkulieren konnte. Der eine oder andere kam danach zwar in unser Geschäft und kaufte etwas, es war aber nicht der "Bringer". Wir kamen letztendlich zu der Überzeugung, dass unser Sortiment oder auch Branche dem Umfeld der Stadtfete nicht entsprach.
Zwei Jahre versuchten wir sodann ein Stadtteilfest in Form eines Kunsthandwerkermarktes in Voerde unter dem Slogan "Herzliches Voerde" zu initiieren, aber auch hier zwangen die Kosten uns, diese Idee aufzugeben. Zuschüsse von der Stadt gab es damals nicht. Es gab damals noch rund 180 Einzelhändler, sprich Fachhändler. Hier in Voerde, man höre, sogar 2 Schuhfachhändler.

Heute gibt es nur noch rund 90 Einzelhändler, wobei man die Filialisten auch zu den Einzelhändlern zählt.
In Milspe war das nicht anders. Heute haben die Stadtteile noch nicht einmal die Kraft den täglichen Bedarf zu decken bzw. ein ausgeglichenes Angebot aufzubauen.

Das Marktumfeld hat sich innerhalb der Jahre grundlegend verändert, wobei Milspe die größte Veränderung aufzuweisen hat. Waren früher die Fachhändler die dominierende Gruppe, so sind es heute die Filialisten in Form der Discounter. Kik, Takko, Schlecker, Aldi oder Zeemann und andere haben die City erobert, da bleibt kein Platz für den Fachhandel.

Wen wundert es wenn auch die Stadtfete sich dementsprechend anpasst.

Ich finde es scheinheilig und verlogen wenn man über die Stadtfete herzieht. Es sind genau die selben die früher geschrieen haben, alles zu teuer und heute schreien alles zu billig.
Es stimmt die Stadtfete, so wie sie sich nunmehr darstellt, könnte sie ohne Problem in einem sozialen Brennpunkt, wie Duisburg-Marxloh, installiert werden. Und ja, es ist alles billig, außer dem "Zuckerbäcker", wie einige Kommentatoren im Westen schreiben, Caspar Kartenberg. Die Bühnen waren Hobbymäßig beschallt und die Künstler waren auch nur Hobby DJ´s. Auch ist es richtig, dass die 60 Jahr Feier oder die Eröffnung der Fuzo "inne Milspe" viel besser waren.
Aber, die beiden Veranstaltungen 60 Jahr Feier und die Eröffnung der Fuzo "inne Milspe" wurden vom Steuerzahler und einigen anderen Sponsoren bezahlt, die Aussteller,Einzelhändler, brauchten also nicht in die Tasche zu greifen.
Politisch gesehen will man die alten Organisationen wie die Werbegemeinschaften oder das Stadtmarketing nicht mehr. Deshalb lässt man sie "verhungern". Denn wenn man es wollte, so müsste man auch über das Scheitern der Organisationen reden. Und bei diesem Scheitern müsste man auch über die Rolle der Stadtverwaltung reden. Diese Rolle ist nicht gerade die rühmlichste. Hier in Ennepetal ging es immer nur darum wer was machte, nicht wie und was man machte. Wenn man Personen, die mal das sagen hatten ignorierte, war alles von Anfang an zum scheitern verurteilt. Ausnahme zu Zeiten von BM August Born.

Tja, so hat der Ennepetaler endlich die Veranstaltung die er wollte in einem Marktumfeld das passt. Eingezwängt zwischen den Discountern Aldi und Heilebecker Zentrum, eine Stadtfete die mit jedem Discounter konkurrieren kann. Es ist dabei abzusehen, wann dem Veranstalter das Geld oder die Kraft ausgeht und die Stadtfete in den Orkus der Ennepetaler Geschichte verschwindet.
Und dann? Was bleibt ist das Citymanagement, dass mit unseren Steuergelder versucht halbwegs ansprechende Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Aber hier gibt es ja auch schon eine Exit Strategie, nämlich, wenn die EUR 150.000,– verbraucht sind, ist Ende. Ehrlicher wäre es heute schon, einen Trödelmarkt "inne Milspe" zu etablieren. Aber auch dazu fehlt der Mut.

Wie weiter?

Es kann so nicht weiter gehen! Als ich vorige Woche in Düsseldorf war, stellte man die neue Marketingaktion des Einzelhandels für Düsseldorf vor. Ziel ist es Kaufkraft aus den umliegenden Städten, wie Köln, Neuss, Wuppertal aber auch des näheren und weiteren kleinstädtischen Umfeldes für sich zu gewinnen. Das Weihnachtsgeschäft soll angekurbelt werden. Ein ambitioniertes Ziel der Düsseldorfer. Nur ich wünschte mir, dass Ennepetal ein wenig mehr ambitionierter wäre, als es sich jetzt darstellt.  Man denke mal, Ennepetal hätte das Ziel aus den umliegenden Städten Kaufkraft für sich zu gewinnen – undenkbar. So steht immer noch die verlängerte Teppichstange am Ortseingang und muss die mehr schlecht als recht gestalteten Banner tragen. Denn wir wollen ja unter uns bleiben und wir wollen nicht mehr sondern weniger und das auch noch billig.

Solange wie  die Profilierungsneurotiker in Ennepetal das Sagen haben, so lange wird es auch nichts geben mit dem Gemeinwesen Ennepetal aber auch nichts mit dem Einzelhandel.

Jürgen Gerhardt

Bundesfinale: Team aus Ennepetal auf Rang 4

Großer Erfolg für Gina Schleichert, Diana Machelett, Julia Bornmann, Alexandra Pytel, Jil-Marie Sander und Sophie Dörken vom Ennepetaler Reichenbach-Gymnasium. Die Tennisspielerinnen erreichten beim Bundesfinale des Landessportfestes der Schulen in Berlin als Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen Rang 4 unter 16 Teams

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Nach einem 5:1 im Achtelfinale gegen das Nobertusgymnasium Magdeburg und einem 4:2 im Viertelfinale gegen die Sachsenwaldschule Reinbek war erst im Halbfinale Endstation. Dort unterlagen die Ennepetalerinnen der Berliner Heinrich-Böll-Oberschule mit 2:4. Im Spiel um Platz 3 zogen sie gegen die Mädchen des Heinrich-Heine-Gymnasiums aus Kaiserslautern mit 1:5 den Kürzeren.

Viele Erfolge bereits auf dem Weg nach Berlin

Um in der Bundeshauptstadt aufschlagen zu dürfen, waren im Vorfeld so einige Asse und gelungene Returns notwendig. Doch weder auf den Kreis- noch auf den Bezirksmeisterschaften waren die sechs zu stoppen. Ungeschlagen fuhren sie als Regierungsbezirksmeister zu den Landesteilmeisterschaften nach Emsdetten. Auch dort hieß es gegen das Mariann-Weber-Gymnasium aus Lemgo "Spiel, Satz und Sieg Ennepetal". Und so ging es weiter, der Kampf um den NRW Titel gegen das Essner Helmholtz-Gymnasium Essen war bereits nach vier gewonnenen Einzelspielen beendet, ohne Aussicht auf einen Erfolg verzichtete der Gegner auf die noch ausstehenden Doppel.

Das Landessportfest der Schulen hat das Ziel, den Schülerinnen und Schülern Spaß am Sport zu vermitteln. In diesem Rahmen gehen im Ennepe-Ruhr-Kreis in verschiedensten Sportarten jährlich rund 100 Teams mit mehr als 1.000 Schülerinnen und Schülern aller Schulformen an den Start.

 

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Die Wahl war illegal und vollkommen egal

[jpg] Im Vorfeld hatte ich meine Stimme per Briefwahl schon abgegeben. Meine Frau war am Wochenende unterwegs und ich hatte nun eine echte Wahl was ich unternehmen, also was ich schon immer machen wollte. Ich wollte mich mit ehemaligen Kumpels treffen und wieder einmal frei ein paar Stunden "klönen".  Also ran ans Telefon und einen gemeinsamen Termin und den Ort ausgemacht. Von den Angerufenen fanden sich auch 7 die ebenfalls Lust auf einen Nachmittag hatten. Wir trafen uns in einem uns bekannten Restaurant um uns bei einem guten Essen über alte oder auch neue Zeiten zu unterhalten.
Der Kellner brachte die Speisenkarte und fragte nach den Getränken. Die Getränke waren schnell gewählt, weil wir alle mit dem Auto da waren, also alkoholfrei.

Beim Studium der Speisenkarte wurde das ganze etwas schwieriger, denn viele Gerichte fanden wir gut, wobei letztendlich der persönliche momentane Geschmack oder auch die Lust entscheidend war. Gänzlich unbekannte Gerichte gab es nicht, denn durch den Austausch untereinander konnte man die Gerichte erfahrbar machen.

So kamen auf 8 Personen 5 verschiedene Gerichte. Nach dem Essen fanden wir uns in unserer Wahl bestätigt, nur einer war nicht zur Gänze zufrieden mit seiner Wahl.
 

 Nun hatten wir für die Wahl, sowohl kommunal als auch im Bund "genügend" Parteien und Personen zur Auswahl. Aber war es auch eine wirkliche Auswahl, die man zweifelsfrei wählen konnte? Nein, sie war es nicht. Auch mit dem Austausch untereinander kam nie wirklich irgendein Inhalt rüber. Inhalte wurden mit Äußerlichkeiten gleichgesetzt. Der nette Herr oder die nette Dame auf dem Plakat reichte vielen.    

Zum ersten wussten die Parteien und deren Akteure keine zweifelsfreie Bilanz zu ziehen. Auf der kommunalen Ebene kam einem das schon vor, als wenn die Ratmitglieder sich in den letzten Jahren einen schönen Lenz gemacht hätten. Jedes mal wenn man einen der politischen Akteure auf eine Bilanz ansprach, erfuhr man NICHTS.

Genauso war es mit den zukünftigen 5 Jahren, auch hier ein großes NICHTS. Wenn dann ein Wähler mal ein Problem nannte, so versprach man dieses Problem evtl. zu lösen, so dieser Wähler den angesprochenen Politiker wähle. So fiel auch auf, dass sich die Kandidaten sehr oft in Altenheimen oder mit den Senioren schmückten. Als wenn wir eine Stadt von Alten und Pflegebedürftigen wären. Nur das Problem der Alten und Pflegebedürftigen, nämlich das 50% der Alten und Pflegebedürftigen nicht genügend zu essen und trinken bekommen, blieb dabei außen vor.

Die Jugend oder jungen Erwachsenen gab es als Thema im Wahlkampf kaum oder nur ungenügend. Für die Medien, also auch für uns, war dieser Wahlkampf desaströs mangels fehlender Inhalte.

Hier in Ennepetal waren die beiden Protagonisten nur bereit über ihre persönliche Vergangenheit zu sprechen.
Da stand auf der einen Seite der gelernte Verwaltungsangestellte der gelernten Bankkauffrau gegenüber. Wobei man den Eindruck hatte, dass der Beruf der Bankkauffrau  irgendwie nichts wert ist. Oder die nostalgischen Betrachtungen, wo die Kandidaten sich in der Jugend aufgehalten haben, politisch ohne Aussage.

In der Bundestagswahl hing von Anfang an der Spruch des Bundesverfassungsgerichts als Damoklesschwert über der Wahl. So hatte das Bundesverfassungsgericht die Wahlgesetze in einem Urteil nach dreimaligen Anlauf nunmehr als verfassungswidrig eingestuft. Das BVG wagte es aber nicht die Wahl 2005 als verfassungswidrig einzustufen. Wer hätte dann die neuen Wahlgesetze verabschieden sollen? Es wagte aber auch nicht, dem Gesetzgeber eine sofortige Änderung aufzutragen. Vielmehr gab das BVG dem Gesetzgeber eine Galgenfrist bis 2011.

Als im Frühjahr die Bündnisgrünen eine Gesetzesvorlage zur Abstimmung im Bundestag einbrachten, stimmte die SPD und CDU dagegen, weil sonst die Koalition zerbrochen wäre.
Beide rechneten mit einem Vorteil der durch den verfassungswidrigen Zustand erreicht werden konnte und kann. Beide sahen jedoch nicht den Nachteil der sich am Abend stellen konnte. In Schleswig-Holstein ist es noch schlimmer, dort sind die Wahlgesetze so abgefasst, dass eine einwandfreie Interpretation kaum möglich ist. Hier wartet sicher das Landesverfassungsgericht auf eine Klage. Und so wie es aussieht wird diese Klage kommen.
Dort wird die CDU mit der FDP mit diesen so monierten Überhangkandidaten regieren können.
Anders im Bund,  dort hat die CDU mit der FDP eine Mehrheit die ohne Überhangkandidaten auskommt.Trotz allem bleibt die Wahl verfassungswidrig. Ob das unseren Politikern passt oder nicht. Aber genügt es auch einem Demokraten eine verfassungswidrige Wahl gewonnen zu haben?

Bei der Bundestagswahl ist die SPD um rund 11% abgestürzt, die CDU/CSU verlor zwar auch, aber nicht in der Höhe wie eben die SPD. Gewonnen haben alle anderen Parteien, von der FDP angefangen bis hin zu den Linken. 

Merkels Wahlkampf ist aufgegangen nur auf ihre Beliebtheit zu setzen und keine Inhalte zu bringen die letztendlich die Wähler nicht goutieren würden. Sie hat aus der Wahl 2005 gelernt, als sie vor der Wahl 2% Umsatzsteuererhöhung und einen Professor Kirchhoff mit seiner Steuerreform ankündigte. Nicht die kleinste Information über die zukünftige Politik ließ sie durch. Und Steinmeier? Steinmeier wartete vergeblich auf diese Inhalte die er kontern wollte. Der von ihm  vorgelegte Deutschlandplan wurde sodann von den Medien auch zerrissen. Er konnte und wollte die Strategie nicht wechseln und blieb wie Merkel im ungefähren.
Steinmeier will die SPD Opposition nunmehr anführen, mit solch einer nur ausreichenden Strategie?
Schaut man sich das Wahlergebnis genauer an, stellt man noch einige andere Verlierer fest.
Die Wahlbeteilung ist um ca. 7% zurückgegangen. Rund 20 Mio. Wähler sind entweder nicht hingegangen
oder haben eine ungültige Stimme abgegeben. Wieviel mehr Nichtwähler hätte es wohl gegeben wenn die Medien nicht für die Wahlen´09 gepowert hätten? Den Politikern war es offensichtlich egal, von wem und wie sie gewählt worden wären.
Dann ist bei den beiden großen Parteien zu bemerken, dass sie ihre Bindungskraft verloren haben. Immer mehr Wähler gehen zu den anderen Parteien über, wollen sich aber auch dort nicht binden. Die Wechselwähler werden immer mehr, man rechnet inzwischen mit einem Potenzial von 30% und mehr.

Die jungen Wähler, also die Gruppe bis 35 Jahre, wenden sich in Scharen von den politischen Parteien ab und bleiben der Wahl entweder fern oder gehen zu einer Partei wie den Piraten, die immerhin rund 900.000 Wähler aus dem Stand bekam. Überhaupt sah man, wie auch in der Kommunalwahl, kaum junge Kandidaten. Es fehlt an einer guten Nachwuchsarbeit bei den etablierten Parteien. Wo sind nur die ehemals starken Jugendorganisationen, die den Alten mit neuen Ideen in die Parade fuhren, und sie sodann in Verlegenheit gebracht hatten? Jugend muss an den Stühlen der Altvorderen sägen, sonst ist es keine Jugend.
Das gute an der Wahl ist allerdings, dass die Neonazis nicht mehr durch kamen, allerdings nur deshalb, weil sie sich vor der Wahl gespalten haben.

Als ich so um 18:45 Uhr zur "Wahlfete" in die Kantine der Stadtverwaltung ging, sah ich nur betroffene Gesichter, außer einem innerlich irgendwie strahlenden Herrn Frey von der FDP. Die Gespräche wie bei der Kommunalwahlkampffete oder auch bei der Europawahlkampffete wollten nicht so richtig aufkommen.

Die Kantine hat einen Nebenraum, wo geraucht werden darf. Dort traf ich auch unseren ehemaligen noch Bürgermeister Michael Eckhardt und seinen Referenten Däumig an. Ich musste mir dann anhören, dass das Internet auch in Ennepetal alles verändert hatte. So wie ich dieses dubiose Gespräch verstanden habe, haben wir für alle Blogs und/oder Portale geschrieben ( Ich war erstaunt). Mehners Blog sollen wir, so ich das verstand, gänzlich geschrieben  haben. Logischerweise haben wir alles falsch geschrieben – war klar. Wenn wir doch alles in dem so genannten Dornröschenschlaf belassen hätten, so wäre alles wie früher. Kurz, die beiden hatten offensichtlich das Ende des Kommunalwahlkampfes noch nicht realisiert. Auch das Mehner jetzt auf seine Tochter eindrischt wurde durcheinander geschmissen. Das ein Mehner niveaulos auf seiner Tochter im Internet losgeht ist sicher seiner mangelhaften gesellschaftlichen Reputation und seinem Besserwissertum geschuldet, nicht jedoch dem Internet. Mehner, Däumig und Eckhardt zeigten und zeigen sich einmal mehr, als fossile Überbleibsel einer Generation, die froh ist, sich noch mit ihrer Schiefertafel in die Rente hinübergerettet zu haben. Für sie sind die gesellschaftlichen und politischen Strukturen zu schwierig geworden. So haben sie sicher noch nicht realisiert, wir haben einen neuen Bürgermeister und einen neuen Rat. Der Kommunalwahlkampf ist vorbei!

Was nun Mehner betrifft, so möchten wir nochmals betonen, auch für die Schiefertafelfraktion der Stadt, wir haben lediglich die technischen Voraussetzungen geschaffen, mit denen ein Herr Mehner seinen Blog betreiben konnte und kann. Das beinhaltete die Installation des Systems, Anpassungen von Scripten, sowie Überleitungsscripte und Einweisungen in das System. Redaktionelle Arbeiten wurden zu keinem Zeitpunkt von uns, noch nicht einmal im Ansatz, getätigt. Jetzt sollten das auch die letzten Mitglieder der Stadt begriffen haben, unterstellt, sie sind der deutschen Sprache mächtig.

Und der neue Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen? Er traut sich noch nicht so recht auf andere Menschen zu zu gehen, es fehlt halt noch die Orientierung. So fanden  nur Gespräche mit den Menschen statt, wo er ganz sicher war nicht auf Kritik oder Abweisung zu stoßen. So vermochte ich auszumachen, dass der Prozess der Mehrheitsbildung noch nicht ganz abgeschlossen ist, man pokert noch. Wegen der Gesichtswahrung?

Ach ja, vorige Woche war ich ja auf Einladung in Düsseldorf. Dort durfte ich miterleben, wie die ausscheidenden Ratsmitglieder von Oberbürgermeister Elbers niveauvoll verabschiedet wurden. Auch in Düsseldorf ist das Ratsmitglied ein Ehrenamt, nur dort wird man dem Anspruch des Ehrenamtes Ratsmitglied auch gerecht, indem man eine Feierstunde ansetzte. Und in Ennepetal?

Wir auf jeden Fall sind gespannt, wie es politisch in Ennepetal weitergeht, dieser Insel der Glückseeligen, wo 20 Stimmen mehr oder weniger in einem Wahlbezirk schon zur Ausschüttung  von Dopamin bei den Kandidaten führt.

Jürgen Gerhardt

Liebelt Design – individuelle Glaskunst aus NRW

 

Christoph Liebelt, Mitglied des Kunstraum-EN, ist bereits durch seine besondere Malerei, dem co-co-painting, bekannt.

Wenige wissen jedoch, dass seine Stärke  im  Bereich individueller Glaskunst liegt. Nicht nur im Raum NRW machte sich das Liebelt-Design inzwischen einen Namen. Bereits in den USA und Abu Dhabi schätzt man seine kreativen Schöpfungen der Glaskunst am und im Bau. Aber auch in den  Bereichen  Glastüren, Trennwände, individuelle Duschen nach Kundenwunsch gibt es beachtenswerte Kreationen seines künstlerischen Schaffens.

Hier stellen wir Ihnen einmal einige seiner Werke vor:

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Wer mehr Informationen oder Werke dieses aussergewöhnlichen Künstlers und Designers sehen möchte, kann es unter folgenden Links tun.

 website: www.christoph-liebelt.de, oder www.liebelt-design.de

Bilder:http://liebelt.artists.de/?tab=portfolios
Glasdesign:http://design.artists.de/?tab=portfolios
 

Bei nachfolgendem Link kommen Sie zu einem  Film der allgemein die Glaskunst
und die Technik von Christoph Liebelt erklärt:

Der andere Film zeigt z.B. eine Glastrennwand in einer Arztpraxis:

Hier noch zwei interessante Links zu

Liebelt-Design  und Liebelt-Individual-Art

Mode kulinarisch wird verschoben

 

Manchmal muß man Prioritäten setzen.

 

MODE KULINARISCH – Es sollte etwas ganz Besonders werden –  die Herbst/Winter 2009 Modenshow der Firma Moden Deppe,

verbunden mit einem 6-Gang-Menue im "Café Hülsenbecke", creiert von den bekannten Köchen Franco und Franz

und dann, als zusätzliches Bonbon, die Dessous-Modenschau von Barbara Mittag.

 

Noch am Wochenende wurden Flyer verteilt und es gab auch viele Interessierte. Leider gibt es für den 3.10.2009 eine Doppelbelegung (Weinfest) in der Hülsenbecke und in den letzten Tagen einige Absagen ursprünglich angemeldeter Teilnehmer, so dass aus Vernunftsgründen der Entschluss gefasst wurde, die Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt – voraussichtlich Frühjahr 2010 – zu verschieben.

 

Barbara Mittag hat darauf hin umdisponiert und bietet Ihren Kundinnen und Kunden nun ein besonderes Programm.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Seite http://en-mosaik.de/?p=7012

Die ursprünglich auf dieser Seite angekündigte Aktion "Mode kulinarisch" wurde aus obigem Grunde dort entfernt, bzw. ersetzt.

 

So spannend kann Politik sein

[jpg] 5 Stunden Politik an einem Streifen und keine Langeweile kam auf. Das ZDF, die Wochenzeitschrift Die Zeit, Twitter, StudiVZ und My VZ in Verbindung mit Youtube machten am Samstag ein Crossmediales Ereignis.

Geladen waren Angela Merkel (CDU) die nicht, aus bekannten Gründen, teilnahm. Sie schickte Peter Ramsauer (CSU) aus der dritten Reihe. Weiter nahmen teil Frank Walter Steinmeier (SPD) Jürgen Trittin (Bündnis90/Die Grünen) Gregor Gysi (Die Linke) und Guido Westerwelle (FDP).

Das ZDF schickte Dunja Hayali und Steffen Seibert in dieses Gemeinschaftsprojekt "Erst fragen, dann wählen" ins Rennen, wobei bei Twitter der Hashwert  #efdw Bestand hatte.
Die beiden Moderatoren vom ZDF fremdelten etwas, wobei Frau Hayali etwas besser damit klar kam. Es war eine Premiere und hätte genauso gut heißen können Internet meets old Medien.

Man kann sagen, es war ein gutes Format das sich die Verantwortlichen ausgedacht hatten, es war Interaktion, es gab Dialoge, es gab Diskussionen, kurz es gab alles was die moderne Kommunikation zu bieten hatte. Und zwar in Echtzeit. Ein Wermutstropfen, die CDU/CSU hatte sich schlicht und ergreifend halb gedrückt, Peter Ramsauer (CSU) als Vertreter von Frau Merkel wurde nur zugeschaltet, so dass er immer etwas verzögert antworten durfte und konnte. Frau Merkel ist ja dafür bekannt, dass sie keine neuen, noch nicht begangenen Wege, gehen würde, die ihr zumindest nicht ein Minimum an Erfolg versprechen. So ist sie auch nie an den Fragen interessiert, vielmehr antwortet sie so, als wenn eine Frage nicht gestellt worden wäre. Aus einer Frage holt sie sich nur ein Stichwort heraus und referiert darüber.

Zum Anfang:

Es wurden rund 3.000 Fragen zu verschiedenen Themen durch die User ins Internet gestellt, diese wurden durch die User bewertet. Die höchst bewerteten Fragen aus den Themenkomplexen wurden den Kandidaten zur Beantwortung vorgelegt. Dazwischen kamen User über Youtube mit Fragen zu Wort. Darüberhinaus wurden mehrere User ins Studio eingeladen, die dort an die Kandidaten ihre Fragen loswerden konnten.

Den Anfang machte Guido Westerwelle (FDP) beim Thema Mindestlöhne kriegte er noch gerade die Runde als er gefragt wurde ob er für EUR 7,50 arbeiten würde. Als er aber auf die Finanzierung der Steuersenkungen angesprochen wurde, wurde er etwas nervös. Dann kamen die Studiengebühren dran, die er etwas lachs verteidigte und gegen die Beitragsfreiheit von Kitas aufrechnete. Einige Studenten in einer WG hatte er überzeugt, nur vom Internet bekam er es Dicke.

Über Twitter kam ein Tweet stellvertretend. "Wenn ich mir #Westerwelle noch länger anhöre, muss ich leider brechen #efdw #Studiengebühren" von Userin "Graefin_Aenne" Ups, geschockt.
Guido liess sich aber nichts anmerken. Gleichzeitig wurde eine Umfrage von "Mein VZ" über Studiengebühren zugeschaltet, rund 12.000 User voteten, 85% waren gegen Studiengebühren und nur 15% dafür.

Dann wurde noch über die "Freiheit" im Internet und die Datensammelwut der Behörden gesprochen, eine Domaine der Piratenpartei. Im Internet war die Hölle los. Guido meinte die FDP würde gegen Zensur sein und das alles ändern wollen. Prompt wurde er über den Koalitionvertrag in Sachsen aufgeklärt der eine Überwachung der Internettelefonie vorsieht. Twitter macht es möglich. Moderatoren und Westerwelle waren veblüfft und versuchten mit Überleitungen zu retten was zu retten ist. Abspann und Schlusswort, es war abzusehen, wann er den medialen Blattschuss bekommen würde. Guido war es froh. Trotzdem hat er sich wacker geschlagen, dafür dass er diese Art von Wahlkampf noch nie geführt hat. Zustimmung gefühlt 50 zu 50. Die Moderatoren fingen an zu schwitzen.
Dann kam Peter Ramsauer (CSU) der so was von platt war, dass einige im Net nach ein paar Minuten "aufhören" posteten. Die Moderatoren versuchten mit Überleitungen und Erklärungen einiges zu retten.

Das kommt davon, wenn man sich zuschalten lässt. Er ging seinen Weg und merkte nicht, wie er sich bei der Community um Kopf und Kragen redete. Typisch für diesen weltfremden Bayern war, als er gefragt wurde, was denn bei der CDU/CSU noch christlich wäre, seine Antwort, Jesus wäre in die CSU eingetreten. Der Brüller im Internet. Im Studio waren alle höflich. Zustimmungsrate, gefühlte 5%, das ist eine Mitleidsrate. Ein User: " Merkel hätte sicher geweint oder wäre zorn bebend gegangen" Ramsauer war der absolute Langweiler und so was von langsam, dass man sich fragte, ob der von einem Pflegeheim Ausgang hatte. Wenn die Moderatoren nicht gewesen wären, wäre er eingeknickt. Abspann,Trailer, Schlusswort. Per Twitter kam noch hinterher: "Klare Kante von Angela Merkel: http://bit.ly/IlKZ8 "Gänsebraten ist super".

Am folgenden Tag ging es weiter mit Frank Walter Steinmeier (SPD), das Studio war aufgeheizt, alle ölten.
Steinmeier gab auch nach 5 Minuten seine Jacke ab und hielt sich schön an seinem Wasser fest, weil die Kehle austrocknen konnte. Er wirkte souverän, indem er immer wieder die passenden Konter parat hatte, verblüffend.
Er wurde auf den Deutschlandplan angesprochen, der ja immer Millionen Jobs schaffen soll, ob das glaubhaft wäre.
Konter:" Das hat nichts mit Glauben zu tun."Bei der Kinderarmut punktete er damit, dass er diese beseitigen wolle. Endlich was Konkretes. Weg zu einem Studenten, der den Widerspruch zwischen den Milliarden für die Bankenrettung und den Millionen für die Bildung anprangerte. "Wie soll man das verstehen können", so der Student? Steinmeier: "Auch ich habe das nie richtig verstanden, es musste aber getan werden. "Unumwunden gab er zu, dass zu wenig in die Köpfe investiert würde. Wieder zurück, die Umfragen über Steinmeier standen im VZ fest, 75% Zustimmung. Steffen Seibert konnte sich nicht zurück halten und musste loswerden, dass die Kanzlerin nicht gekommen wäre, prompt kam über Twitter "Merkel hat was verpasst #efdw. Hätte dabei sein sollen."   oder "Ich kann mir vorstellen, da Merkel bei #efdw nicht dabei war, dass sie dadurch ein paar Wählerstimmen verliert bzw. schon verloren hat." Steinmeier sah staunend zu. Mein Eindruck, die Moderatoren waren etwas überfordert, es war ihnen alles zu schnell. Innerhalb von Minuten eine Umfrage von 5.000 User auf die Beine stellen, da kommt selbst das TED System nicht mit. Für alle, die Kandidaten und die Moderatoren, war das viel zu schnell. Steinmeier etwas irritiert als auf seiner Afghanistan Einlassung, ein Twitterer fragte, "Soll ich hier sofort antworten? "
Wieder auf die Couch. Fragen eines Studenten wegen der Datenspeicherwut. Dieser Frage wich er ungeschickt aus und konterte mit einer Gegenfrage. Sofort kam die Reaktion aus dem Netz über Twitter:" RT @chris_politicus: #fws hätte sich im Wahlkampf kurz Zeit nehmen und über Sperrgesetz informieren können. Nun wirkt er inkompetent #efdw" oder "steinmeiner wiederholt zensursulla luege nicht kooperativer provider. #efdw" Der Student wird in die Nerd ( Computerfreak und Eigenbrödler ) Ecke gedrängt, der Moderator schaut auf die Uhr und holt Steinmeier aus der Ecke. Alles in allem hat Steinmeier einen guten Auftritt hingelegt, er kam gut rüber, bis auf seinen Absturz im Online Bereich. Die Zustimmung fiel nur auf 64%, ein achtbares Ergebnis.

Weiter ohne Pause. Trittin war dran. Umwelt als erstes, eine Domäne der Bündnisgrünen. Ob er zu ideologisch wäre bei der Atomkraft, so die Moderatoren? Man müsse sich nur die abgesoffene Asse ansehen, wo nun radioaktiver Müll in das Grundwasser gelangen kann, das hat doch nichts mit Ideologie  zu tun, so Trittin.
Insgesamt erklärte er die Problematik der Energieversorgung mit Atomstrom sehr kompetent. Am Rande bemerkte er mal so eben, dass trotz Abschaltung von 6 Atommeiler Deutschland noch in der Lage ist Strom zu exportieren, wegen der Windenergie.
Energiesparlampen mit Quecksilber vs. Glühlampen. Trittin rechnete, herkömmliche Glühlampen würden durch ihre Produktion mehr Quecksilber erzeugen als Energiesparlampen. Die Abwrackprämie gegen rechnen. Durch Tempolimit auf 120 wäre mehr, das Doppelte, CO2 eingespart worden. Abgesehen davon das der wirtschaftliche Schaden durch den vorgezogenen Konsum auf später verlagert wird. Er wirkte etwas oberlehrerhaft. Twitter meldete: "Schönes Beispiel: Gegen den Kater saufen = Abwrackprämie #efdw" Gelächter, und weiter.
Auf die Piratenpartei angesprochen, meinte Trittin, dass haben wir alles in unserem Programm verankert und darüber auch noch einen Verbraucherschutz im Netz.
Bei der Bildung plädierte er für einen Bildungssoli. Bis auf sein etwas steifes Auftreten kam er sehr kompentent rüber. Zustimmungsrate 60% bei den Usern. Ohne Abspann weiter.

Gregor Gysi war dran.  Er schoss ein Feuerwerk seiner rhetorischen Fähigkeiten ab, wusste auf alles eine plausible Antwort und wurde nur einmal etwas verunsichert als ein BW Soldat etwas schwach befragt wurde, der demnächst in Kundus stationiert sein wird. Er findet, man solle den Krieg auch Krieg nennen dürfen,meint das wir schnellst möglichst aus Afghanistan raus müssten. Reichtum für alle, heißt bei Ihm nicht nur der finanzielle Bereich. Im Großen und Ganzen ging er wie ein Kind durch alle Abteilungen unbefangen durch und wusste sich auch direkt mit den Themen zu befassen. Bei den Datenvorratsvorhaben der Bundesregierung fand er die Regierung habe überzogen. Es gibt genügend Gesetze, wie etwa die Hausdurchsuchung, die auch auf das Internet angewendet werden kann. Es braucht nur eine richterliche Anordnung. Er machte einen sehr guten und quirligen  Eindruck , zumal der etwas steife Trittin ja vorher da war. Auch er wurde sodann verabschiedet.
Sofort waren die endgültigen Zustimmungsraten aus dem VZ parat, wonach die Kandidaten folgende Ergebnisse hatten:

                            

Alles in allem war es für das erste mal eine gelungene Sendung. Es kamen Informationen rüber, die man so nicht im Wahlkampf bisher gehört hatte. Dafür das es das erste mal war, dass sich das Fernsehen und die Printmedien mit dem Internet auf getan hatten, war es ein Leckerbissen in unserer armen medialen Welt.

Was das Fernsehen und die Printmedien noch lernen sollten, Politiker brauchen keine schützenden Moderatoren.
Diese glucken, was die beiden Moderatoren ab und an gegenüber den Kandidaten entwickelten, war meines Erachtens überflüssig. Auch dieses ewige hin und her gehen, von einer Ecke in die andere lenkt nur ab, das kann man technisch besser lösen. Dann  – die Geschwindigkeit der Informationen wurde durch die Moderatoren immer wieder ausgebremst. Offensichtlich kamen die beiden selber mit der Geschwindigkeit nicht klar. Sie wirkten dabei auch etwas überfordert. Im Internet kann man alles machen, muss es aber nicht. Wenn ich also die Formate Chat, Forum, Blog und noch Microblogging zusammen schalten und noch Live Interviews haben möchte, steuere ich logischerweise auf einen Informationsgau zu. Diesen zu verhindern brachte die beiden Moderatoren ganz schön ins schwitzen, wobei dies auch noch in einem Raum der nicht klimatisiert war ganz schlimme Auswirkungen hatte. Das Team danach: Die 5 Stunden kamen uns wie 14 Stunden vor.

Trotz allem sollte dieses Format verbessert und evtl. zur Landtagswahl ´10 in NRW nochmals aufgemacht werden. Vielleicht kann dies ja Zeit Online mit dem WDR kooperieren.Was man jetzt schon sagen kann, es wurden sehr viele junge Nichtwähler erreicht, die mit den von den Parteien favorisierten konservativen Wahlkampf, nicht erreicht worden wären.

Nachtrag:

Schade, dass Ennepetal sich während des Kommunalwahlkampfes zu solch einem Auftritt im Haus Ennepetal nicht aufraffen wollte oder konnte. Sicher wäre Ennepetal als Stadt im positiven Sinne in Deutschland in aller Munde gewesen. Es wäre, wie die Sendung "erst fragen, dann wählen" eine Werbung für unsere Demokratie gewesen. Es reicht eben nicht nur die Altenheime ab zu klappern, ein paar Bratwürstchen zu grillen und die üblichen Kugelschreiber zu verteilen. Die medialen Zeiten haben sich eben geändert.

Wir hatten zwar nur rund 60 Fragen im Gegensatz zu den rund 3.000 Fragen beim ZDF, aber immerhin.
Aber so ist das in Ennepetal, Avantgarde wollen wir um Gottes Willen nicht sein, wir wählen eher die Nachhut, wir wollen ja nicht auffallen.
Und was ist mit der Attraktivität einer Stadt? Ganz einfach, man sollte schon was Besonderes sein.

 

Wer keine Möglichkeit hatte, sich die Sendung des ZDF kompakt in Youtube ansehen .

"Erst fragen, dann wählen" Kompakt




Jürgen Gerhardt

Eine Powerfrau auf dem Weg nach oben.

Da hat uns gerade die große, beeindruckende "Tour der Hoffnung" gezeigt, wie durch Solidarität und körperlichen Einsatz Gelder für "krebskranke Kinder" zusammen kommen können, schon gibt es ein neues beachtenswertes Projekt, dass ich allen denen nahe bringen möchte, die evtl. noch nicht davon gehört haben.

                                

Nachdem wir zunächst die Information hatten, dass drei Frauen in das nachstehende erklärte Projekt eingebunden sind, erfuhren wir heute, das allein die sunshine4kids-Vorstandsvorsitzende, Frau Gaby Schäfer, diese schwierige Aktion zu Gunsten bedürftige Kinder mit  enorm körperlichem Einsatz durchführen wird. Hierdurch möchte Sie  Geld für viele  Kinder sammeln. Dabei  ist sie natürlich auf Sponsoren angewiesen.

Im Februar 2010 wagt Gaby Schäfer, begleitet von einem Kamera- und Fotografen Team, den beschwerlichen Aufstieg auf das höchste Bergmassiv Afrikas, den Kilimandscharo (5.893 m hoch).

Für die gute Sache wird Frau Schäfer versuchen über ihre körperlichen Grenzen hinaus zu gehen um bis auf den Gipfel zu kommen, denn jeder Höhenmeter zählt für die Kinder von sunshine4Kids.

Das Konzept ist genial, der Mut dieser Frau bewundernswert. Sie verteilt nicht in Einzelhandelsgeschäften Spendendosen, in der Hoffnung, dass irgend wer etwas hinein gibt. Sie macht keine Kaffeekränzchen oder Partys, wo sie Spendendosen aufstellt. Nein, Sie will für bedürftige Kinder (und es gibt genug hier im Kreis und auch in unserer Stadt) die Herausforderung auf sich nehmen, den Kilimandscharo zu erklimmen und bietet den einzelnen Sponsoren einen hohen Gegenwert, eine echte WIN-WIN-Aktion

Das Bergabenteuer wird eine hohe Resonanz in Print- und Onlinemedien, Rundfunk und Fernsehen bringen.

Aber für dieses große soziale Engagement sind nicht nur Firmen gefragt. Auch Kommunen,  Vereine oder sonstige Organisationen haben die Möglichkeit durch eine Spende ihr Logo oder ihren Namen auf der höchsten Erhebung des Afrikanischen Kontinents  zu wissen.

 

Ausführliche Infos erhalten Sie hier!  Dort finden Sie auch das Spendenkonto.

 



"Wir werden Ihr Logo am Gipfel des Kilimandscharos hissen!
"  Das ist das Versprechen der Initiatorin.

Weiter heißt es:

"Für unser Projekt erhoffen ich mir Sponsoren zu finden, die das soziale Engagement erkennen und mich bei der Umsetzung unterstützen möchten.

Vorteile für das Unternehmen:

● Werte wie Herausforderung, Dynamik und Sportlichkeit werden transferiert
● das soziale Engagement ihres Unternehmens wird herausgestellt
● Ihr Image wird gestärkt
● Berichterstattung in Form eines Online-Tagebuchs auf Ihrer Internetseite
● der Bekanntheitsgrad Ihrer Marke / Ihres Produktes wird gesteigert.

Sponsoring Modelle

Wir suchen 58 Sponsoren, für 58 Höhenmeter Punkte. Der erste Höhenmeter Punkt liegt bei 100 Höhen Meter und es folgen dann in Hundertern Schritten 57 weitere bis zum 5.800 Höhenmeter Punkt.
Für den Höhen Meter Punkt der erreicht wird, zahlt der Sponsor einen Euro pro Höhenmeter.
Beispiel:
Sponsor A hat sich für den 500 Höhenmeter Punkt entschieden und spendet bei erreichen dieser Marke 500 Euro.

Sponsor B hat sich für den 1.500 Höhenmeter Punkt entschieden und spendet bei erreichen dieser Marke 1.500 Euro.

Somit kann der Sponsor zwischen 100 Euro Spende bis zu 5.800 Euro Spende wählen.

Unsere Gegenleistung

Ihr Firmenlogo auf unserer Internet Startseite inkl. Banner-
werbung, Präsentation und Verlinkung auf Ihre Website.
• Ihr Firmenlogo auf unserer Sponsorenseite mit kurzer
Vorstellung Ihres Unternehmens.
• Ihr Firmenlogo auf unserem Sponsorenboard z.B. bei Messeauftritten, Diashows.
• Platzierung Ihres Firmenlogos auf allen Printmedien
(Prospekte, Briefpapier, etc.).
• Recht zur Führung und Verwendung unseres
„Sponsoren-Partner-Logos“.
• Fotos und Filmmaterial von der Bergbesteigung.

Während der Besteigung werde ich eine Fahne mit allen Sponsoren Logos dabei haben und am Gipfel des Kilimandscharos hissen.

Sponsern sie JETZT meine Wohltätigkeits-Expedition und erhalten Sie Ihren persönlichen Kilimandscharo- Höhenmeter ! "


Song zum Berg

Für die Expedition haben Gaby Schäfer und Dirk Voss  einen eigenen Song und die Musik dazu geschrieben.

Der Titel des Liedes ist – Habe Mut und stehe auf – 

Er soll das wiedergeben was Frau Schäfer dazu bewegte den Verein sunshine4kids e.V. zu gründen und die Wohltätigkeits Expedition zu planen.

Hoffen wir, dass dieser Aufruf in vielen Ohren und Herzen landet und durch eine Beteiligung vielen Kindern Sonnenschein bringt.

 

Linde Arndt

Rauchmelder können Leben retten

(pen) „Rauchmelder können Ihr Leben retten“ mit dieser klaren Botschaft werben Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm und Landrat Dr. Arnim Brux nachdrücklich für den Kauf und Einsatz der Geräte in Privathaushalten. „Dies geschieht natürlich auch unter dem Eindruck der Brandopfer, die wir im Ennepe-Ruhr-Kreis in den letzten Wochen beklagen mussten.

Sie haben uns sehr eindringlich vor Augen geführt, dass Aussagen wie ´Rauchmelder brauche ich nicht´ sehr leicht dahin gesagt sind, am Ende aber schwerwiegende Folgen haben können. Natürlich hilft die Feuerwehr, aber verantwortungsbewusst vorbeugen muss jeder Einzelne.“

Brux und Rehm lassen auch Zahlen sprechen. Tag für Tag sterben in Deutschland zwei Menschen durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden und durch eine Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. Die jährlichen Folgen: 600 Brandtote, 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Milliarde Euro Schaden.

„Feuer kann jeden immer und überall treffen. Gegen technische Defekte, die sehr häufig Brände auslösen. ist niemand gefeit. Ohne Rauchmelder droht hier immer eine Katastrophe“, so Brux und Rehm. Vor allem nachts können Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr werden. Schlafende riechen nichts und atmen den Rauch ein. Fatal, denn bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein. „Wer aber rechtzeitig vom lauten und eindringlichen Alarm eines Rauchmelders geweckt wird, gewinnt den zeitlichen Vorsprung, um sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen. Dieses Plus wiegt die mit dem Erwerb der Rauchmelder verbundenen Ausgaben in jedem Fall auf“, unterstreichen der Kreisbrandmeister und der Landrat.

Allen Haushalten ohne Raummelder, bundesweit geschätzt mehr als 60 Prozent, raten die beiden: „Geprüfte und genormte Geräte mit der DIN Nummer EN 14604 kaufen, richtig und in ausreichender Anzahl installieren und regelmäßig die Funktion überprüfen.“ Und: Wer in einem Haus oder einer großen Wohnung lebt, sollte auf Vernetzungsmöglichkeiten der Geräte achten. Dadurch werde sichergestellt, dass im Brandfall sämtliche Melder Alarm geben und über die Gefahr informieren.

Im Internet finden sich unter www.rauchmelder-lebensretter.de vielfältige Informationen zum Thema. Dort steht auch ein Informationsblatt in deutscher und türkischer Sprache zur Verfügung.
 

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Ohne Saft und Kraft in Milspe.

[jpg] Es ist Samstag, der 19.September 2009, eine Woche vor der Bundestagswahl ´09. Als ich auf dem Milsper Markt ankam, sah ich die Schirmchen der 5 Parteien wie an einer Leine aufgereiht stehen.
Links stand etwas abseits "das Schmudelkind" der Politik, die Partei Die Linke, direkt daneben, die Bündnisgrünen und so weiter und sofort.

    

An den Ständen waren nunmehr einige Leute, in der Regel jedoch fast alles Parteiindianer, allerdings auch drei Parteihäuptlinge. Bei den Linken weiß man allerdings nie so recht wer Häuptling und wer Indianer ist.

Ich stellte mich vor Schlecker um das Treiben zu beobachten. Kurz darauf sprach mich ein CDU Mann an um mir zu sagen: "Wir wollen doch Angela wieder wählen?" und bot mir den üblichen Flyer nebst Kugelschreiber an.

Na ja, wenn er Angela mag, so ist da sicher nichts einzuwenden. Nur in der Regel habe ich meine Frau gewählt und neige im Moment nicht dazu eine andere Frau zu wählen. Zumal denn wo ich weiß, was ich an meiner Frau habe. Was ich aber mit Angela bekomme, ist halt so eine Sache, sie teilt sich ja nie richtig mit. Da ist meine Frau schon klarer in ihren Aussagen. Mittendrin stand noch ein Plakat von unserer Perle der Uckermark, Angela Merkel mit dem sinnentleerten Spruch: Wir haben die Kraft. Bis heute hat sie uns verschwiegen wofür sie diese Kraft einsetzen will, die sie angeblich mit ihrer Partei hat.

Zwischendurch huschten die möglichen Bündnisspäher zu den Schirmchen der Nachbarn um ganz unverfängliche Gespräche zu führen. Haben die während des Bundestagswahlkampfes etwa versucht Kommunalpolitik zu machen? Also ne. Unsern guten alten "Silberrücken" Walter Faupel von der CDU habe ich nicht ausgemacht, er ist sich entweder zu sicher oder sich aber  zu schade solch einen Strassenwahlkampf zu führen.

Feinstofflich waren keine Verbindungen zwischen den Bündnisgrünen und der Steinmeiertruppe auszumachen, obwohl mir bekannt ist, die haben schon einmal miteinander geredet nach der Kommunalwahl. Scheint aber nicht geklappt zu haben. Bleibt noch die FDP die sich irgendwie bedeckt hält und sich an ihrem Zuwachs erst einmal erfreut. Und tatsächlich hat es doch Herr Frey geschafft einen Kugelschreiber mir in die Brusttasche zu bugsieren. Überhaupt ist die FDP in einer komfortablen Situation; denn die Großkoalitionäre machen keinen Wahlkampf und halten sich bedeckt mit inhaltlichen klaren Aussagen. Ennepetal lässt grüßen. Zwischendurch machte die Steinmeiertruppe eine Fraktionssitzung, im Stehen versteht sich. An der Mimik und der Gestik sah man schon, es ist sehr ernst. Logischerweise lässt man da niemanden heran. War ja eh egal, es kamen ja sowieso nicht so viele Leute denen die "große Politik" erklärt werden musste. Und überhaupt, wie können so kleine Leute, große Politik erklären? Für mich unverständlich, zumal sie sich alle auf eine Hobbypolitik berufen, wenn es eng wird. Im Moment geht es ja eh nur um die Posten und Pöstchen für alle Parteimitglieder, dass sind die Deals die erst einmal ausgehandelt werden müssen. Ein Blockkraftheizwerk für die eine Mehrheit im Rat? Oder gar den ersten Beigeordneten für diese Mehrheit? Zum ersten, zum zweiten, wer bietet mehr?

Kommen wir doch zur Bundespolitik und den anstehenden Wahlen. Da hat sich einiges in den letzten Tagen getan. Eine interessante Umfrage war: Welche Koalition würden sie favorisieren?
Heraus kam: 1 Gruppe will die große Koalition weiter haben, die andere Gruppe will eine schwarz/gelbe Koalition. Beide Gruppen sind in etwa gleich groß und stellen in Summe ca. 80% der Wähler.
Die FDP als auch die Bündnisgrünen haben sich definitiv festgelegt, nämlich nicht mit der Ampel oder der Jamaikakoalition zur Verfügung zu stehen. Die SPD hat definitiv ein Bündnis mit den Linken ausgeschlossen.

Damit kann man nur die beiden Möglichkeiten, die in der Umfrage herauskamen, in seine Überlegungen mit einbeziehen.

So stellt sich dann die Wahl relativ einfach dar. Die Wahl beeinflussen  sowieso die Swinger, die anderen wählen sowieso immer das Gleiche. Die Swinger sind eine Gruppe von 1/3 der Wahlberechtigen.

Wenn man also die große Koalition wünscht, sollte man unbedingt die SPD wählen, was dazu führt, dass die SPD es nicht mit den anderen  kann als nur mit der CDU, die wiederum kann es dann nicht mit der FDP.

Wenn man allerdings eine schwarz/gelbe Koalition will, so sollte man unbedingt die FDP wählen, was dazu führt, dass die FDP gestärkt mit der CDU eine Koalition bilden kann.

Bei diesen Überlegungen bleibt die CDU außen vor, da sie ja sowieso mit ihren über 30% in einer sicheren Position ist. Was die ganze Wahl noch ein bisschen unübersichtlich macht, sind die Überhangmandate, die allerdings nur den beiden großen Parteien, also der CDU und der SPD, einen gewissen Vorteil verschaffen.
Dies führt letztendlich in der Prognose zu großen Unsicherheiten.

Jürgen Gerhardt