Endlich, der Wahlk[r]ampf ist zu Ende

[jpg] Mit gefühlten EUR 100.000,– hatte es die CDU und Wilhelm Wiggenhagen noch geschafft sich ins Bürgermeisteramt zu retten. Mit ganzseitigen Anzeigen in den letzten Wochen verkaufte die CDU ihr „Produkt“  Wilhelm Wiggenhagen – mit Erfolg.
Es war im großen Saal des Hauses Ennepetal eine ungeheurere Dramatik der politischen Akteure und deren Anhänger zu verzeichnen, Nichtraucher wurden wieder zu Rauchern und traten vor der Tür von einem Bein auf das andere. Nur es war ein knappes Ergebnis 42,2% der Stimmen der Wähler konnte Wilhelm Wiggenhagen auf sich vereinen, dass sind 22,6 % der wahlberechtigten Bürger Ennepetals. Anita Schöneberg, die 39,6% der Wählerstimmen geholt hat, was auch nur 21,2 % der wahlberechtigten Bürger bedeutet, lag nur knapp dahinter. Weiterlesen

Ausbildung , Erfahrung und Führung in einer Verwaltung

[jpg] Lustig schwadroniert die CDU und ihre Claqueure über die Ausbildung der beiden Kandidaten, dem Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen und der Ennepetalerin Anita Schöneberg.

Eine gute Ausbildung, Erfahrung in der Verwaltung, Fachhochschulabschluss, Abitur (allgemeine Hochschulreife), das sei das mindeste um überhaupt Bürgermeister zu werden.

Dies alles und noch viel mehr kann eben die Bürgermeisterkandidatin Anita Schöneberg gegenüber dem Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen nicht aufbieten, so die Claqueure. Und alle, im Moment 5 an der Zahl im Forum der Frau Nachbarin,  fallen auf die Knie ob solch "kluger" Argumente. Dies ist schlicht und ergreifend dummes Zeug eines Menschen, der froh ist wenigstens ein Abitur vorweisen zu können.
Aber lassen wir die Argumente einmal aufgreifen und sie bei Lichte betrachten.

Auf der einen Seite Anita Schöneberg, ausgebildet NUR Bankkauffrau.

Auf der anderen Seite der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, ausgebildet zum Verwaltungs- fachangestellten(beamten) mit der Zusatzausbildung für den höheren Dienst. Die Zusatzausbildung wurde mit einer Diplomarbeit abgeschlossen. Inhalt der Diplomarbeit: unbekannt. Tolle Ausbildung!

Jetzt muss man oberflächlich sagen, der gute Wilhelm Wiggenhagen ist DER geeignete Mann überhaupt um das Amt des Bürgermeisters auszuüben. Weil, so die Argumentation, Frau Schöneberg NUR Bankkauffrau ist. Erschwerend kommt noch hinzu, Frau Schöneberg hat sich bei der Uni Dortmund für ein "Frauenstudium" eingetragen. Dieses Frauenstudium ist als "Gender studies" an der Uni Dortmund und anderen Universitäten ausgewiesen. Es wird so getan, als wenn das ein besserer Häkelkurs für wild gewordene Hausfrauen ist. Nur das englische Wort "Gender" beinhaltet alleine den Oberbegriff Geschlecht. Und weil sich Geschlechtsstudien nicht so toll anhört, aber auch den Inhalt dieser Studien nicht trifft, hat man sich für den Begriff "Gender" entschieden. Aber wie gesagt, vom Inhalt des Studiums hat man zwar keine Ahnung, diffamieren kann man es ja mal.
Manchmal trifft die Muttersprache deutsch eben nicht den Inhalt eines neuen Begriffes, sondern  führt in die Irre.

Wenn man nun den geistigen Ausdünstungen der CDU folgt, so wären alle ausgebildete Bankkaufleute nicht geeignet die höheren Weihen einer Verwaltung zu bekommen, schon mal gar nicht das Ennepetaler Bürgermeisteramt. So ist das mit den Konservativ-Bürgerlichen, die das Ausbildungssystem nur für den Erhalt der Macht verstanden wissen wollen. Ausgrenzen war schon immer eine Domäne der Bürgerlichen.

   

Nur, von Frau Schöneberg gibt es einen Berufskollegen, einen Bankkaufmann aus Solingen-Höhscheid der eine Ausbildung bei der Volksbank Solingen absolvierte. Und was ist aus ihm geworden?

Er ist 4. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland geworden, nämlich Walter Scheel. Er musste das Bundespräsidialamt leiten, immerhin ein Amt mit über 150 Mitarbeitern. Vorher hatte er noch andere Größere Ämter geleitet. Nur Walter Scheel (übrigens die anderen Präsidenten auch nicht) hatte keine Verwaltungsausbildung, war darüber hinaus noch Sohn eines Stellmachers und kam noch aus Solingen-Höhscheid.  Und wurde als der erste singende Präsident bekannt.

 

Und doch hat er dem Amt des Bundespräsidenten Impulse gegeben, allerdings mit seinem Staatssekretär Dietrich Spangenberg. Ein Staatssekretär ist die Analogie eines ersten Beigeordneten oder persönlichen Referenten auf kommunaler Ebene.

Geht man also nach der Argumentation der CDU Claquere so hätte die Bundesrepublik Deutschland einen Walter Scheel niemals wählen dürfen. Aber so ist das nun einmal mit unserer Dorf-CDU, sie hat die Weisheit für sich alleine gepachtet. Nun könnte ich diese Liste von herausragenden Persönlichkeiten der Verwaltung und des öffentlichen Lebens ins unendliche fortführen. Ich denke aber diese eine Person sollte stellvertretend ausreichen.

Es würde noch schlimmer, wenn ich die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Frau Petra Roth (CDU), hinzuziehen würde, die ist ja NUR gelernte Arzthelferin (Noch nicht einmal mit Zusatzausbildung).

In einer Diskussion lernte ich die Frau des Bundespräsidenten Scheel, Mildred Scheel, kennen. In der Diskussion ging es um die Ausbildung, respektive die Auswirkungen der Zugangsvoraussetzung zur Universität und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten. Das Problem war damals wie heute., man musste, um an einer Universität zu studieren, die allgemeine Hochschulreife, Abitur oder auch Matura, vorweisen können. Aber, man musste auch ab den Sechsigern eine bestimmte Durchschnittsnote vorweisen um meinetwegen Medizin studieren zu können. Die Note damals war mindestens 1,1. Frau Dr. Scheel, übrigens eine kluge Frau, gab in der Runde ohne Probleme  zu, sie könnte heute nicht mehr Medizin studieren, weil sie solch eine Benotung nicht vorweisen könne. Zur Erinnerung, sie war eine anerkannte Medizinerin im Bereich der Strahlenheilkunde. Und weiter merkte sie an, der bekannte Professor Sauerbruch, der immerhin hervorragendes im Bereich der Chirurgie geleistet hatte, habe "nur" mit der Note 4 sein Abitur gemacht. Daraus folgte bei Frau Dr. Scheel, da man für das Medizinstudium die Benotung 1,1 benötigte, müsse man ja gerade Medizin studieren, dürfe also nicht seinen persönlichen Neigungen entsprechend etwas anderes studieren. Sie empfand es als eine schlimme Entwicklung.

Also noch einmal zusammengefasst. Bankkaufleute dürfen nicht Bürgermeister in Ennepetal werden, weil keine Eignung dafür da ist. Bundespräsident dürfen sie jedoch werden? Sie merken, es ist in diesem Bereich wieder eine Dummschwätzerei der CDU angefangen worden um ihre Klientel zu schützen. Dummes Zeug halt.

Also, die Ausbildung ist nur ein Kriterium um das Bürgermeisteramt auszufüllen, ein geringes, welches nur eine Signalwirkung hat aber keine Aussagekraft.
Jetzt wird noch angeführt, ja, WW hat ja schon den unterschiedlichsten Bürgermeistern über 30 Jahre zur Seite gestanden. Hört sich gut an, sehr viel Kompetenz. Nur bei Lichte betrachtet, auch nur dummes Zeug.

Wenn WW als 23 jähriger dem damaligen Bürgermeister Wolf morgens die Bleistifte spitzen durfte, kann man das sicher als "zur-Seite-stehen" verbuchen  Es zeigt aber nur das er mit Spitzer und Bleistift gut umgehen kann, mehr nicht. In seiner Vita zeigt uns WW jedoch, dass er nie mit einem irgendwie herausragenden  Impuls, einer Aktion oder Leistung aufgefallen wäre. Er hat NUR schlicht und einfach seinen Dienst verrichtet, mehr nicht. Zum Fachbereichsleiter wurde er befördert, weil es an der Zeit war, also die so genannte Regelbeförderung im öffentlichen Dienst. Diese Regelbeförderung bringt jeden aus der freien Wirtschaft in der Regel nahe an eine Herzattacke. Sie ist ein Überbleibsel aus der Kaiserzeit und in einer Leistungsgesellschaft nicht zeitgemäß.

Jetzt war WW Fachbereichsleiter, also führend tätig. Jetzt hätte er mit besonderen Leistungen auffallen können.
Tat er aber nicht. Vielmehr sahen wir jedes Mal, wenn es um die Stadtplanung oder die Wirtschaftsförderung ging, in der Regel Fehler. Fehler die so schwerwiegend waren, dass sie uns heute zu der Aussage zwingen, dieser Mann ist für diese Arbeit überbewertet und sollte zurück gestuft werden.

Nun kommen wir zur Führung eines Betriebes von immerhin rund 400 Mitarbeitern.

Was brauchen wir da?

Laut Verwaltungsfachhochschule 65% menschliche Persönlichkeit, die man nur von zu Hause oder durch persönlicher Erfahrung aus dem sozialem Umfeld erlangen kann. Die restlichen 35% Verwaltungserfahrung sind in der Regel gedeckt mit einer Ausbildung eines guten Kaufmannes. Und weiter, braucht man eine Einstellung zur Leistung, heißt, man muss selber ergebnisorientiert arbeiten können. Es reicht eben nicht, wenn man bei jedem Pressetermin grinsend in die Kamera blickt, wie es unser guter Herr Eckhardt gerne immer tat.

Man muss schon mal schauen wo der Hase läuft. Und dieser Hase hat tausende Bürger zum Wegziehen veranlasst, hat die City zur Discountercity verkommen lassen und die Attraktivität der Stadt wurde unterirdisch.
Bei der ersten Wirtschaftskrise wird die gesamte Verwaltung hysterisch, wobei man sich fragt hat die Wirtschaftsförderung keinen Wert auf krisenunabhängige Firmen gelegt? Hat also genommen was auch immer kam?

Wenn also jetzt von außen eine Bürgermeisterin ins Amt gewählt wird, so stehen ihr die Fachbereichsleiter und Referenten zur Seite, wenn sie loyal sind. Tun sie das nicht, so haben wir den nachträglichen Beweis dafür, das der Bürgermeister Michael Eckhardt und mit ihr die CDU eine Verwaltung aufgebaut haben, die nicht dem Bürger dienen sollte, sondern persönlich nur der CDU und Michael Eckhardt verpflichtet sind. Die Konsequenz ware, sie müssten gehen.Der vorgezogene Altersruhestand ist doch auch nicht schlecht, geht auch im öffentlcihen Dienst.

Zurück zur Führung. In einer Stadtverwaltung ist es nicht anders wie in der Wirtschaft. Die Bereichsleiter erarbeiten entscheidungsreife Vorgänge. Diese werden dem Bürgermeister vorgelegt, der darüber zu entscheiden hat, wir tun es oder wir tun es nicht so. Sind die Fachbereichsleiter nicht in der Lage die Vorgänge so vorzubereiten, so sind sie in ihren Positionen überflüssig.  Der Bürgermeister selber hat die Impulse vom Rat aufzunehmen, hat aber auch selber Impulse zu geben. Ziel ist, das beste für seine Firma oder hier seine Stadt zu erreichen.Positive Ergebnisse und keine gekauften Ergebnisse.

Und das lässt sich messen indem man die Ergebnisse betrachtet. Und diese Ergebnisse sind es, die mich zu der Aussage veranlassen, dies hätte auch  fast ein Sonderschüler machen können. Womit ich nichts gegen Sonderschüler sagen mag.

Jürgen Gerhardt

ADHS-Selbsthilfegruppe

 

Erstes Treffen nach den Ferien

(pen) Das erste Treffen der ADHS-Selbsthilfegruppe nach den Sommerferien findet am Donnerstag, 3. September, um 19:30 in den Räumen der evangelischen Beratungsstelle, Birkenstr. 11 in Ennepetal statt. Im Mittelpunkt der regelmäßig stattfindenden Treffen steht der Wunsch der Eltern sich auszutauschen, zu informieren und gegenseitig Mut zu machen. Die Gruppe soll ein Platz sein, wo sich Eltern und Angehörige mit ihren Sorgen und Nöten nicht allein fühlen. Sie wird von der evangelischen Beratungsstelle Ennepetal und der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd unterstützt. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Rufnummer 02333/60970 (Ev. Beratungsstelle).



ADHS ist keine Erfindung arbeitsloser Psychologen

    

Früher galten Kinder, die sich nicht betragen konnten, schlicht als ungezogen. Und plötzlich spricht alle Welt von einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Störung.

Klar ist jedoch: Der Befund ist keine Erfindung von Journalisten oder von arbeitslosen Psychologinnen. "ADHS ist eine psychische Störung, die genauso real existiert wie beispielsweise Übergewicht", sagt Manfred Döpfner, Experte für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Köln.

Normaler Wildfang: Nur zwei von hundert Kindern sind überaktivFoto: © Sigrid Olsson/Colourbox.com   Warum manche Kinder hyperaktiv werden, ist noch nicht vollständig erforscht. Wissenschaftler nehmen an, dass vor allem Funktionsstörungen im Gehirn verantwortlich sind.

 

Wie stark sich diese auswirken, ist nach Meinung der meisten Fachleute eine Frage der Gene. Doch auch Komplikationen während der Schwangerschaft oder eine schwierige Geburt können eine Rolle spielen. Wie schwer die Kinder leiden, hängt auch von den Menschen ab, die mit ihnen zu tun haben: von der Familie, von der Lehrern, von den Spielkameraden. Die Umwelt mit ihren immer schneller wechselnden Reizen trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei.

Vorsichtig geschätzt, leiden in Deutschland etwa zwei bis drei Prozent aller Kinder und Jugendlichen an einer schweren Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitäts-Störung; etwa zehn Prozent sind leicht hyperaktiv. Jungen sind im Durchschnitt dreimal häufiger betroffen als Mädchen.

[Copyright: Maren Wernecke /Zeitschrift Stern ]


Hier noch einen Artikel aus der Zeitschrift Ratgeber-Gesundheit, der dieses Thema ebenfalls noch einmal ausführlich behandelt und wo auch nebenwirkungsfreie Alternativen gegenüber starken Medikamenten aufgezeigt werden.

 

Gern greifen wir auch – wenn Sie, bzw. Ihre Familie, selbst betroffen sind/ist, Ihre Erfahrungen auf. Bitte schreiben Sie uns und vor allem, nehmen Sie den obigen Termin bei der Selbsthilfegruppe wahr.

 


Hier noch ein Film im vom WDR WEB-TV von Quarks und Co. über ADHS


 

Ein weiterer interessanter Link

BfArM schränkt die Zulassung Methylphenidat-haltiger Arzneimittel bei ADHS ein

von der BundespsychotherapeutenKammer.


 

Linde Arndt

Der neue Bürgermeister

 Ennepetal hat entschieden – herzlichen Glückwunsch  und alles Gute

sowohl für Ihre, als auch für unser aller Zukunft

Wilhelm Wiggenhagen mit Gattin Ilonadieses Bild braucht keine weiteren Worte

 

Linde Arndt

Wünsche für einen besonderen Tag

Es ist nicht alltäglich in der Natur auch nur  ein  echtes vierblättriges Kleeblatt zu finden.

Und es ist sicher auch nicht selbstverständlich einfach so  einen Menschen zu finden, der das Besondere ist.

 

Für Ennepetal wünsche ich mir von Herzen, dass morgen – wie auch immer – der Kandidat / die Kandidatin gefunden wird, die die Geschicke der Stadt in die Hand nimmt und mit Verstand, Mut und kämpferischer Kraft bereit ist, verkrustete Strukturen aufzubrechen, sowie eine neue, positive Ära für Ennepetal einzuläuten und immer ein offenes Ohr für die Bürger hat   

zu unser aller Glück.

 

Aufruf an Alle – besonders an die Unentschlossenen – geht zur Wahl, ansonsten könnt ihr später  n i e  anderen die Schuld geben wenn es in dieser Stadt nicht mehr lebenswert ist, denn ihr seid ein Teil dieser Stadt.

Wir alle brauchen uns – und dazu gehörst auch du / gehören auch Sie / gehört auch ihr.

 

Linde Arndt

Demenzsprechstunde fällt morgen (28.8.09) aus – dafür Frei. 04.09.09

Gevelsberg: Demenzsprechstunde morgen fällt aus

(pen) Die Demenzsprechstunde, die der Fachbereich Soziales und Gesundheit des Ennepe-Ruhr-Kreises jeden Freitag im Gesundheitshaus Gevelsberg anbietet, muss morgen (28.08.09) aus Krankheitsgründen ausfallen. Unterstützung durch kompetente Ansprechpartner finden Ratsuchende wieder am Freitag, 4. September, zwischen 10 und 11:30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei KISS EN-Süd (Telefon: 02332/664029).

Termin: Heute 27.08.09 Das geht uns alle an

 

Auf den vielen Diskussions-Veranstaltungen mit unseren Politikern in den letzten Wochen tauchte immer das Angstgespenst der "Haushaltssicherung" auf.

Heute Abend 19:00 Uhr veranstaltet die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) des Ennepe-Ruhr-Kreises im Restaurant "Trattoria da Toni", Wittener Str. 124 in Gevelsberg einen Informationsabend mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema:

Schlechte finanzielle Situation vieler Kommunen in Deutschland "1,2,3 schuldenfrei Zauberei oder Wirklichkeit?"

Referent  ist u.a. Markus Stachler von der Stadt Langenfeld /Rhld., Bürgermeister dieses Finanz-Konzeptes [Die Stadt hat es ohne den Verkauf von Tafelsilbver geschafft, aus eigener Kraft die Entschuldung in jahrelanger Disziplin zu bewirken.

Die Veranstaltung eröffnet Dr. Hans-Joachim Lauber, Vorsitzender der MIT des Ennepe-Ruhr-Kreises und Jürgen Vens, MIT-Vorsitzender des Stadtverbandes Gevelsberg.

An der dem Vortrag anschließenden Podiumsdiskussion beteiligen sich auch Klaus Baumann, Bürgermeister der Stadt Breckerfeld, Willibald Limberg, stellvertretender Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises und Hans-Günther Adrian, Bürgermeisterkandidat der CDU Gevelsberg. Moderation: Dr. Florian Melchert (CDU), Leiter Öffentlichkeitsarbeit des Landtags NRW.

 

Dieses Top aktuelle Thema sollten sich auch interessierte Ennepetaler und unsere verantwortlichen Politiker nicht entgehen lassen. Wir werden zumindest  letzteren hierüber noch mal eine Info zukommen lassen.

Wer Mitreden will muss auch zuhören können, wo andere schon ihre Erfahrungen gesammelt haben. Bange machen allein gilt nicht.

Bin gespannt, wen wir treffen.

 

Linde Arndt

EN-Mosaik

 

Wilhelm Wiggenhagen und seine Vergangenheit

[jpg] Seit rund 30 Jahre ist unser Gevelsberger Bürger Wilhelm Wiggenhagen nunmehr bei der Stadtverwaltung Ennepetal. Jetzt stellt er sich als parteiloser zur Bürgermeisterwahl, weil die CDU ihn auf den Schild gehoben hat.

Nun ist uns immer wieder in den letzten 8 Monaten aufgefallen, die Bürgermeisterwahl wurde nicht klar von der Wahl des Rates getrennt. In allen Diskussionen und Vorstellungen wurden die BürgermeisterkandidatInnen mehr oder weniger zu politischen Themen befragt. Letztendlich ist die Politik jedoch die ureigenste Domäne des Rates einer Stadt. Alle Parteien hatten wir angesprochen hier doch eine klare Trennung herbeizuführen, es wurde nur abgewunken. Wir machten auch einen Vorschlag, wie man eine gute und aussagefähige Podiumsdiskussion im Haus Ennepetal organisieren könnte – vergebens. Man konnte den Eindruck haben, die Fraktions- oder Parteivorsitzenden wären ganz froh darüber, dass sie sich nicht stellen mussten. Es war irgendwie zum verzweifeln. Weiterlesen

Ist die Politik auf den Hund gekommen?

[jpg] Landauf, landab hat man fast den Eindruck unsere Politiker sind nur Deppen, sind gar nicht in der Lage uns eine konkrete politische Forderung für die nächste Periode zu formulieren. Selbst mit der Formulierung der Leistungen der vergangenen Periode hapert es. Der Bürger und Wähler hat den Eindruck, dass unsere Politiker nur zu Sitzplatzwärmern verkommen sind. Ein "Superwahljahr" hätte es werden sollen, mit Europawahl die überhaupt nicht stattgefunden hat. Dabei hätte es auch hier Themen genug gegeben. Jetzt die Kommunalwahl in NRW, die Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und im Saarland, gefolgt von der Bundestagswahl. Weiterlesen

Es gibt sie noch, die soziale Verantwortung

                                             
Konjunkturpaket II: EN-Kreis startet in Sprockhövel

[jpg] Manchmal sucht man ein Zeichen, ein Zeichen der Hoffnung in unserer Gesellschaft. Einer Hoffnung die uns das Gefühl übermittelt, dass in unserer Gesellschaft Platz für Menschen ist die nicht unbedingt auf der sogenannten Sonnenseite des Lebens ihren Alltag bewältigen. Die Finanzkrise lehrte uns, dass es auf der einen Seite Milliarden für Menschen gibt die ein System darstellen welches ein Zerrbild unserer Gesellschaft ist. Sie lehrte uns, dass Millionen oder gar tausend Euro nicht zur Verfügung stehen, weil wir sparen müssen. So entsteht der Eindruck Milliarden gibt es lediglich für ein anonymes System, welches nur an Stellvertretern festgemacht werden kann. Die jedoch die konkreter Hilfe benötigen, für die kann nicht  oder nur unzureichend gesorgt werden. Über diesen Zustand kommt man schon gewaltig ins grübeln und wünscht sich man möge einen Wunsch von der guten Fee erfüllt bekommen.

Diesen Wunsch oder dieses Licht der Hoffnung durften wir heute erleben. Wo? In der Förderschule Sprockhövel-Hiddinghausen mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung".

                       

Auf Grund der Einladung der Pressestelle des EN-Kreises fanden wir uns am Mittwoch im Kreise einer fröhlichen Kinderschar, eines gut gelaunten Landrates Dr. Arnim Brux (SPD) und einer Schulleiterin Brigitte Lammers ein.

Mit den Mitteln des Konjunkturpaketes II wurden der Förderschule EUR 392.000,– zugewiesen. Unter dem Titel "Energieeinsparung" wird das bestehende Schwimmbad, das im Besitz des Kreises ist, unter modernen Gesichtspunkten umgebaut. Bessere Dämmung für Gebäude und Dach, eine Solaranlage für das Wasser, sowie eine energiesparende Abdeckung des Wassers. Nun hört sich das etwas technisch an, ist es aber nicht.

Vielmehr haben die Mitarbeiter des Kreises sich ein umfangreiches Paket einfallen lassen, die Außenfassade wird dementsprechend gestaltet, sodass schon von Anfang an eine Signalwirkung vom Schwimmbad ausgeht.

Hier ist das Element Wasser erfahrbar. Ein Element das nicht unterschiedlicher sein kann, was uns als Erwachsene manchmal in Vergessenheit geraten ist, weil selbstverständlich. Sinnlichkeit für die Schüler und Schülerinnen ist oberstes Gebot. Hände die Wasser berühren, ob warm oder kalt, die die Feuchtigkeit als angenehm empfinden. Wer von uns hat als Kind nicht gerne "Toter Mann" gespielt, wo wir gelernt haben, das Wasser trägt uns. Mit offenen Augen unter Wasser zu schwimmen, Beine zu sehen, ja das war toll. Unter der Dusche zu stehen, andere nass zu spritzen, lachend sprangen wir durch das Schwimmbad – damals. Für uns Erwachsene in der Erinnerung eine Selbstverständlichkeit. Oder das erste mal im "Tiefen", wo wir unsere Ängste überwanden.

Nun, wir haben in der Regel im Zusammenhang mit dem Wasser meistens eine gute Erinnerung, bis in die späte Jugendzeit. Der eine oder andere hat diese guten Erinnerungen an seine Kinder weiter gegeben.

So und noch weiter gehender stellte sich das auch Frau Lammers vor, die sich mit Herrn Dr.Brux (SPD) sichtlich über diese gute Nachricht der Zuteilung  aus dem Konjunkturpaket II freute. Stand diese Schule doch an erster Stelle für eine Zuteilung –  vom Kreis ohne irgendwelche Diskussionen akzeptiert. Um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen übergab der Landrat Dr. Brux (SPD) einen selbstgebastelten Fisch der Kreismitarbeiter, der dankend von den anwesenden Schülern angenommen wurde. Dieser Fisch war liebevoll aus Holz gebastelt, hatte Schuppen und war auch noch beweglich, logischerweise musste dieser Fisch sofort  mit Händen erfahrbar gemacht werden.

Zurück zum Konjunkturpaket II des Kreises.

5,35 Millionen stehen dem Kreis aus diesem Paket zur Verfügung. 3,8 Millionen für die Bildung und 1,55 Millionen für die Infrastruktur. Im Einzelnen werden 2009 und 2010 folgende Maßnahmen umgesetzt:
"    1,9 Millionen Euro für das Kreishaus incl. 400.000 Euro eigene Mittel
"    2,4 Millionen Euro für das Berufskolleg in Witten
"    974.000 Euro für das Berufskolleg in Hattingen
"    Für das Berufskolleg in Ennepetal wurden aus Kreismitteln weitere Mittel bewilligt. Hier sollen bis Ende des Jahres neue Fenster Realität werden.

 

 

Überhaupt, "Energiesparen", war das Zauberwort bei allen Beteiligten. Durch das Konjunkturpaket konnten die Investitionen gestemmt werden, die letztendlich zu Einsparungen führen werden und damit den Kreis aber auch die Kommunen entlasten.

(links der Plan für die geplanten Maßnahmen. auch die Außenfront wird  bunt und mit allen Sinnen erfahrbar gestaltet.)

Prof. Dr. Rainer Bovermann   (SPD) MdL ( Kommission "Chancen für Kinder" ) ,sowie Dietrich Kessel (SPD) als Vorsitzender der SPD Kreisfraktion, sahen dem fröhlichen Treiben der Schüler und der Lehrer zufrieden
zu.

Es fanden nach der Übergabe noch viele gute Gespräche zwischen den Beteiligten statt.

 

Zur Schule selber hatte ich ein gutes Gespräch mit der Lehrerin Frau Schulte-Elsche.

Aufklärend erläuterte sie mir, dass das alte Konzept der Sonderschulen schon etwas länger passé ist. Es wird pädagogisch mehr Hilfe zur Selbsthilfe erarbeitet. Die Konzepte liegen auf der Förderung in den Möglichkeiten die in dem Einzelnen schlummern, die gilt es zu stärken. Nicht immer ist es eine leichte Arbeit, wobei aber die Erfolgserlebnisse überwiegen. Ich konnte einen kleinen Garten bewundern, den Frau Schulte-Elsche mit den SchülerInnen gerade umbaut. Ein Kräutergarten soll nunmehr entstehen, der allerdings auch mit dem Rollstuhl befahrbar sein soll. Aus dem Garten selber holen sich die SchülerInnen einmal in der Woche Gemüse um eigene Speisen zu zu bereiten. Die von mir gesehenen Kürbisse scheinen dieses Jahr schon eine ansehnliche Größe zu bekommen. Blumen standen in vollem Blütenstand, die zur Dekoration von den SchülerInnen gerne in die Räume mit genommen werden.

Schüler aus dem gesamten Kreis finden sich in dieser Förderschule ein, wobei zum Beispiel die SchülerInnen aus Breckerfeld eine einstündige Anfahrt jeden Tag zu bewältigen haben.

Ach ja, der Kräutergarten der entstehen soll. Mit dem Rollstuhl sollte dieser befahrbar sein, so dass auch alle SchülerInnen die Kräuter berühren und erfahren können. Zu diesem Zweck wurde der Garten in einem Teilbereich etwas höher gelegt. Nun ist eine etwas größere Mulde entstanden, der mit Muttererde ausgefüllt werden müsste. Die Möglichkeiten diese Muttererde zu besorgen sind begrenzt, deshalb rufen wir unsere Landwirte oder Landschaftsgärtner auf:

Sponsoren gesucht:  10 Kubikmeter Mutterboden braucht die Schule.

Das anzuliefern dürfte für den einen oder anderen Landwirt oder Landschaftsgärtner sicherlich kein Problem sein, die Schule hat werktags von 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr Unterricht.

Erreichbar ist die Schule auch über das Internet unter http://www.schule-hiddinghausen.de, dort erfahren sie alle Kontaktmöglichkeiten oder rufen Sie an unter: Telefon: 02339-912575.

Es war ein schöner Tag der einen kleinen Funken Hoffnung sichtbar machte.

Als Pressevertreter war es ein angenehmes Arbeiten, jeder stand für jedes Gespräch ungezwungen zur Verfügung, es gab keine Hürden, die überwunden werden mussten. Selbst die SchülerInnen standen uns zu kleinen Plaudereien zur Seite. So macht Pressearbeit Spaß!

Ach ja, und für Ennepetal welches ja immer so jammert zuviel an den Kreis abzuführen, anteilig sind sicher auch einige Euros von den Ennepetalern über die Kreisumlage in dieses Projekt geflossen. Schade das dieses den Ennepetalern von ihren "Öffentlichkeitsakrobaten" nicht übermittelt wird.

 

Hier noch einige Bilder:

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Jürgen Gerhardt