Gemeinschaftsgefühle wollen nur bedingt aufkommen.

[jpg]Fast zwei Monate vor der Gründung der Bundesrepublik wurde am 1.4.1949 die Stadt Ennepetal gegründet, viele gute Wünsche begleiteten dieses "Kind"

In der Pressemitteilung der Stadt heißt es im letzten Absatz:

"In der ersten öffentlichen Proklamation der Stadt Ennepetal vom 01. April 1949 gaben der damalige Bürgermeister Dr. Textor und Stadtdirektor Wallbrecher u.a. bekannt, dass es nach der Stadtwerdung gelte, der Stadt Schaffensmut, Glauben an den Wiederaufstieg, Zielbewusstsein bei der Ausgestaltung der Stadt und tatfrohes Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln. Hierzu riefen sie die gesamte Bevölkerung – insbesondere die Jugend – auf."

60 Jahre ist auch immer ein Jahr an dem es gilt sich zu besinnen, was ist gut gelaufen, was nicht so gut. Haben sich die Wünsche unserer "Eltern", die sie uns mit auf den Lebensweg  gegeben haben, auch erfüllt oder besser, haben sie sich übertroffen?

In den ersten Jahren, so liest man, hat die Stadt bei der Eingliederung der Flüchtlinge erhebliche Anstrengungen unternommen. Man musste zusammenrücken, das Leid teilen, man lernte von dem Anderen, aber auch die Selbstständigkeit war eine alltägliche Aufgabe. Der Staat war noch nicht der Dienstleister für alle. Erst versuchte man ein Problem selber oder auch mit dem Nachbarn zu lösen. Und meistens ging das auch gut. Kinder und Jugendliche hatten damals viel Platz auf der Strasse, der Verkehr war nur auf vereinzelte Fahrzeuge beschränkt. Ein Fußweg von 5 Km war damals keine Besonderheit. Nachbarschaftliche Hilfen funktionierten noch, auch gegenüber Fremden.

Schaffensmut; Glauben an den Wiederaufstieg, Zielbewusstsein und tatfrohes Gemeinschaftsgefühl, das wurde der Stadt damals in die Wiege gelegt. Was ist aus diesen Wünschen der Taufpaten geworden, heute, am Tag nach 60 Jahren?

Dr. Textor rief insbesondere die Jugend auf, die heute nicht mehr so stark in den Stadtmauern vertreten ist, sie gehen. Bleiben, tun die Alten, die sich nicht mehr verpflanzen wollen, wie man halt einen in die Jahre gekommenen Baum nicht mehr verpflanzen mag. Schaffensmut, Glauben oder Zielbewusstsein ist einem Bewusstsein des, man-kann-es-halt-nicht-ändern gewichen. Eine Aktion löst die andere ab, mit dem Gedanken, es würde danach besser werden. Es wird aber nicht besser, weil viele die Augen vor den Problemen verschließen. Und das Gemeinschaftsgefühl, nein, das besitzt die Stadt schon lange nicht mehr.  Wieso auch, Gefühle kann man nicht anordnen, Gefühle haben etwas mit Erfahrung, mit Vertrauen oder auch Zutrauen zu tun. In der heutigen Welt gilt schon ein erster  Gruß wie, "Guten Tag" als Freundschaftsbeweis. Bekanntschaften, nein, das überspringen wir mal schnell. Es sind nur lose Beziehungen die geflochten werden, die schnell reißen. Aber die Stärke der Beziehungen machen die Bindung zu einer Stadt aus. "Er hat eine Starke Bindung",  so sagt man, ein Gefühl. Haben wir eine starke Bindung, zu unserem Nachbarn, zu unserem Friseur, zu unserem Einzelhändler und zu unserer Stadt? Wir sind müde und schlaff geworden, wir können keine Bindung mehr vertragen und rufen nach dem Animateur.

So erleben wir heute, die da oben. Die so genannten Honoratioren haben ein eigenes Gemeinschaftsgefühl, was sie mit uns nicht teilen mögen. Wir da unten, wir dürfen DIESE  zu einem späteren Zeitpunkt unterhalten. oder auch belustigen.
Schade drum, ich denke Herr Dr. Textor hat es so nicht gemeint, dass mit dem Gemeinschaftsgefühl.
Trotzdem, unsere besten Wünsche begleiten diese 60 jährige, möge sie noch eine gute Zeit haben.

Jürgen Gerhardt

 

Fuzolösung a la Ennepetal, mit Wirtschaftsförderung.

[jpg] Man soll nicht sagen die Stadt als auch der Rat der Stadt wäre nicht kreativ. Auch die Reaktionszeit ist rasend schnell.

Es gibt endlich eine Möglichkeit tagsüber durch die Fuzo zu fahren. Allerdings zu folgenden Bedingungen:

Man sollte das Parkhaus Voerder Str.76/78 zufahren.
Aber, ausschließlich zu Praxiszeiten eines Augenarztes oder zu den Öffnungszeiten der Commerzbank.
Heißt das nunmehr, wenn ich ein Konto bei der Commerzbank haben darf ich auch? Dann wäre das aber nunmehr Wirtschaftsförderung der besonderen Art.

Als Patient des Augenarztes, ja, aber den Hautarzt darf ich logischerweise nicht aufsuchen. Wegen der Gesundheitsreform?
Also flugs das Konto bei der Sparkasse gekündigt und eins bei der Co-bank aufgemacht. Also, tschüss Sparkasse?
Zumal denn die Wirtschaftsförderung sicher schon weiß, die Dresdner Bank ist ja eh von der Commerzbank gekauft worden, gehört der also. Also können wir auch als Kontoinhaber der Dresdner Bank dieses Angebot nutzen!?
Klar ist auch, wenn die Inhaber der beiden Häuser Feierabend haben, ist Geschäftsschluss , wenn sie aber jetzt raus kommen ist also nach Geschäftsschluss, dann gibt es ein Knöllchen, ist doch logisch.

Vor der Öffnung, also Praxiszeiten in der Bank und Augenöffnungszeiten, zu kommen um evtl. die Türen zu öffen gilt auch nicht, die Türen müssen schon telepatisch geöffnet werden, weil die Augen sind noch nicht geöffnet und die Bank hat keine Praxis.

 

So gibt es für die Augenarzt Öffnung und die Praxis in der Bank pro Tag 2 mal 2 mal 30,– Euro, also 120,– Euro in das Stadtsäckel, eben Förderung der Wirtschaft, die mit den Gläsern und den Pinnchen.

Logisch, ist ja schon überall kolportiert worden, als Radfahrer darf ich ganz und gar da durch, Ausnahmeschild siehe auf dem Bild. Das obere Schild ist quasi eine Ausnahmegenehmigung.
Logischerweise darf ich als Radfahrer nur nach Schwelm oder zum Ennepetaler Bahnhof radeln, die Strecke nach Gevelsberg ist eben nicht messbar.

Jetzt möchte ich gerne einmal Mäuschen sein, wenn die "honorigen" Ratsmitglieder mit ihrer Verwaltung dieses Problem durchsprechen, wie viel Tage  brauchen die wohl um eine klarere Regelung zu bekommen?

Man merkt aber schon, wir sind in Deutschland, im Super Deutschland.
 
Wer bitte soll dies kontrollieren? Und wie viel soll die Kontrolle den Steuerzahler kosten?
Wieso wurde da nicht ein Streifen zu der Einfahrt des Parkhauses angelegt? Andere Städte machen das so, Herr Eckhardt oder Herr Wiggenhagen, wenn sie mal wieder auf der Kö in Düsseldorf sind, schauen sie mal wie die Trinkhaus Bank, Die Deutsche Bank, die Sparkasse usw. ihre Zufahrten geregelt haben, alle haben einen kenntlich gemachten Streifen oder auch eine Spur angelegt. Sie brauchten das Rad nicht mehr zu erfinden.
Das Parkhaus ist doch nicht während der Fuzobauzeit gebaut worden!

Kontrolliert der Rat der Stadt denn überhaupt noch die Verwaltung oder macht die inzwischen was sie will?

Jürgen Gerhardt

Der Job des Bürgermeister mal richtig dargestellt. 

"Insofern bringt es für den Wähler rein gar nichts, wenn er einen freien Kandidaten zum Bürgermeister kürt. Denn der steht quasi allein in seinem täglichen Job als Bürgermeister und muss sich jedes Mal wechselnde Mehrheiten im Rat suchen.
Die Folge sind Reibungsverluste und Kungeleien (hilfst du mir bei Thema A, helfe ich dir bei Thema B). Beides lähmt die Amtsführung des Bürgermeisters und des Rates. Leidtragende sind die Stadt und deren Bürger. Notwendige, aber unpopuläre Entscheidungen bleiben dabei meist auf der Strecke, weil die Parteien fürchten, dafür vom Bürger bei der nächsten Wahl "abgestraft" zu werden."

Hier der Link dazu: http://www.wir-ennepetaler.de/phpBB2/viewtopic.php?p=189#189

So schreibt eine Ennepetalerin in ihrem Forum, welches sie mit ihrem Mann lobenswerterweise betreibt. Mehr Wissen für die Wähler ist immer gut!

Wenn dem so wäre, würden 3 Kandidaten dann vernünftiger Weise nicht gewählt werden, denn sie, die Kandidaten, sind ja parteilos also freie Kandidaten. Insofern würden sich nur die beiden Kandidatinnen Hofmann und Schöneberg anbieten.

Die Änderung, die der Gesetzgeber jedoch gewollt hatte, war eine ganz andere. Der Kandidat sollte zwar aus den Reihen der Parteien kommen, sollte, da er davon kam, jedoch auch die Verwaltung verstehen und überwachen. Denn man hatte damals gemerkt, die Verwaltung hatte sich irgendwie verselbstständigt, die fach- und sachlichen Hintergründe einer Entscheidung waren inzwischen so schwierig geworden, dass der Kommunalpolitiker dies nicht mehr durchschaute. Hier sollte der neue Bürgermeister seinen Job tun, er sollte die Entscheidungen moderieren, aber auch begleiten oder verständlicher machen, so dass dadurch eine Entscheidung transparenter und bewusster gefällt werden kann.  Der grundsätzliche Interessenkonflikt, der zwischen der Verwaltung und dem Rat der Stadt besteht, sollte damit gemildert aber auch abgebaut werden. Mehrheiten sucht sich der Bürgermeister überhaupt nicht, dafür ist der Rat zuständig. Wenn also eine Partei etwas umgesetzt haben will, so bringt sie dies als Antrag dem Bürgermeister vor, dieser wiederum legt diesen Antrag, nach formeller Prüfung, dem gesamten Rat vor. Hat der Antrag eine Mehrheit, so muss er von der Verwaltung umgesetzt werden, egal von welcher Partei er kommt. Dies ist jetzt im Ablauf etwas einfacher und verkürzt dargestellt.

Die Reibungen sind ganz normal, will doch die Verwaltung, die einen Wissensvorsprung hat, notwendige Arbeiten effizient umsetzen, während der Rat der Stadt das Wissensdefizit noch nicht abgearbeitet hat. Der Rat der Stadt ist also in der Regel, fachlich gesehen, in der schlechteren Position, er kann sich evtl. nicht entscheiden,  weil ihm das Wissen fehlt.. Also sollte aus den Reihen der Parteien ein Kandidat hervorkommen, weil nur er das notwendige Verständnis für diese ganz normale Situation aufbringen kann. Unbedingt sollte er ausgleichen, moderieren, sprich eine ausgeglichen Persönlichkeit besitzen und moderne Führungsqualitäten besitzen.

Insofern sollte diese Dame das etwas überarbeiten und sich erst einmal in die Kommentare zu den unterschiedlichen Gesetzen vertiefen. Hier gibt es umfangreiche Literatur, teilweise vom Land oder Bund umsonst. Na ja, das kann sie ja auch nicht wissen, woher auch.
 

Nachtrag: 29.03.09 – 23:29h

 

Es ist schon lustig wie schnell diese einfache Bürgerin ihre Lernfähigkeit wieder gefunden hat. In ihrem neuen Artikel: Link stellt sie  einiges richtig, nur wiederspricht sie sich sofort. Insgesamt rudert sie jedoch etwas zurück.Dann aber,

Zitat:

"Mein Kommentar hat den unabhängigen Kandidaten zu einer Selbstdarstellung verführt, wie ich es mir schlimmer nicht hätte vorstellen können."

Was nun der unabhängige Kandidat aus der UBE Unabhängige Bürger Ennepetal, Herr Schott oder wer, damit jetzt auf einmal damit zu tun hat, konnten wir nicht eruieren.

Na ja, und die Daten der Regeln und Normen, sprich Gesetze und Verordnungen, sind etwas früher erlassen worden. Im Innenministerium in Düsseldorf gibt es sogar noch Protokolle dazu.  Demokratie leben, heißt, für die Demokratie einstehen und sich nicht nur in ein "kuscheliges Bett" begeben.

Demokratie heißt aber auch nicht, wenn man die Veranstaltungstermine im Internet veröffentlicht.

Nachdem die fünf Bürgermeisterkandidaten ihre Fragen auf der Handwerkermesse beantwortet hatten, machten Sie sich auf den Weg und wurden nicht mehr gesehen.

War es das? Wohl kaum!

Da war doch noch was? Richtig. Wir haben Kommunalwahlkampf, das heißt, es werden die Bürgermeister und der Rat der Stadt gewählt. Der Rat der Stadt setzt sich aus den Kandidaten der Parteien oder auch den Einzelkandidaten zusammen. Es werden 40 Mitglieder in den Rat gewählt. So weit so gut.
Nur bis heute haben die Parteien uns nicht verraten, was sie denn die nächsten Jahre mit uns vorhaben. Ansatzweise ist zu erahnen, dass in den nächsten 5 Jahren weitere 1.000 Bürger  unsere Stadt verlassen werden.
So die Prognose des neuen Flächennutzungsplans, der unwidersprochen von allen Parteivertretern hingenommen wurde. Aber haben wir unter der Ägide von Bürgermeister Eckhardt und dem jetzigen Beigeordneten Wiggenhagen in den letzten 10 Jahren nicht schon 3. 000 Einwohner verloren? Der Beigeordnete Wiggenhagen, der von der CDU nominiert wurde, wusste nichts dazu zu sagen – ist halt so ( Schulterzucken ).

Hier, aber auch in anderen Bereichen des politischen Geschehens, ist doch wohl noch erheblicher Klärungsbedarf. Ein "weiter so", wie in den letzten 10 Jahren, was man nur als ein dahin werkeln bezeichnen kann, sollte es nicht geben, kann es aber auch nicht geben.

Mit was sind die Parteien denn vor 5 Jahren angetreten und was haben sie verwirklicht? Ist es nicht so, dass Wahlen auch die Zeit der Bilanzen sind aber auch die Zeit der Neuorientierung?
Was haben die Parteien in den letzten 5 Jahren geleistet? 5 neue Firmen in Oelkinghausen angesiedelt, die Gas- und Elektroleitungen dazu beschlossen?
Die Fuzo mehr schlecht als recht nach 25 Jahre auf die Beine gestellt? 150 m Strasse neu geteert? Eine Menge Kreisel in den Stadtteilen gebaut?

War es das für 5 Jahre?

Gehen wir mal auf die Internetseiten der einzelnen Parteien um uns zu informieren. Vorab nennen wir jedoch die verantwortlichen Personen, die ihre Parteien in den letzten 5 Jahren geführt haben. So wie es aussieht auch weiter führen werden.

CDU        Fraktionsvorsitz: Herr Walter Faupel
                 Parteivorsitz:          Herr Johannes Kraft

SPD        Fraktionsvorsitz: Volker Rauleffs
                Parteivorsitz:       Christian Zink

FDP        Fraktionsvorsitz:  Wolfgang Frey
                Parteivorsitz:           Wolfgang Frey

Bündnis90/Die Grünen    Fraktionsvorsitz: Sabine Hofmann
                                              Parteivorsitz:       Werner Kollhoff

FWE        Fraktionsvorsitz:    Rolf Hüttebräucker
                 Parteivorsitz:     Rolf Hüttebräucker

UBE*        Parteivorsitz:        Manfred Schott

*Die Strukturen waren nicht genau zu erfahren.

Soweit zu erfahren war, treten alle vorgenannten Parteien zur Kommunalwahl ´09 an.
Die Bürgermeisterkandidaten haben wir schon mehrfach vorgestellt.

Dem Vernehmen nach soll sich noch eine weitere Partei anmelden, die dem konservativem Lager nach eigenen Aussagen angehört.

Und jetzt etwas "Besonderes" in diesem Wahlkampf, der Bürgermeister wird letztendlich der Chef der gesamten Verwaltung. Er soll quasi ein Scharnier zwischen dem Rat, als politische Instanz und der Verwaltung als ausführendes Organ, sein.
Wenn also die Bürgermeisterkandidaten Ihre politischen Ziele auf der Handwerkermesse genannt haben, so ist das reines Wunschdenken und als Humbug abzutun. Außerdem haben die Kandidaten offensichtlich nicht den Status des Bürgermeisters begriffen. Hier sollte die Verwaltung vor der Wahl einen Kurs zwischen schieben, also Aufklärungsarbeit leisten. Na ja, Nichtwissen ist auch ein Wissen.

Beide sind aber nur einem Herrn Rechenschaft schuldig, dem Wähler.

Nun zu der Frage, wo und wie kann der Wähler sich über die Ziele der Parteien informieren? Wählen heißt ja auch zu wissen, was man lässt oder was man nicht lässt.Nur im Internet. Oder meint jemand, der Wähler jagt nunmehr hinter den Parteien oder Kandidaten her?
Die Wahl bedeutet also eine bewusste Selektion des Wählers gegenüber den ihm zur Verfügung stehenden Parteien als auch Kandidaten.
In diesem Zusammenhang finde ich die Internetauftritte unserer Parteien hier in Ennepetal einer Demokratie vollkommen abträglich. Sie sind nicht informativ, bedienen sich der Floskeln und überholen sich gegenseitig im Allgemeinem. Wie soll da ein Wähler wählen? Wir haben inzwischen über 30 Fragen von Wählern, die eben erwarten, dass sich die Kandidaten stellen und zwar frühzeitig organisiert aber nicht drei bis vier Tage so mal eben vorher informieren. Hallo, am Sonntag kommen wir uns vorstellen, vor der Modenschau!!!!
So hören wir immer wieder, der Wähler will, weil er ein schlechtes Gewissen hat, seinen Wahlzettel ungültig machen.

Nun, haben wir hier nicht gebloggt um mit den Parteien oder Kandidaten zu kuscheln, vielmehr liegt uns das Wohlbefinden der Stadt aber auch des Gemeinwesens am Herzen. Gesine Schwan Kandidatin für das Präsidentenamt, als auch unser Bundespräsident Horst Köhler haben im letzten Jahr mehrfach betont, dass die Politikverdrossenheit eine Bedrohung für unsere Demokratie ist aber auch ein Problem der Politik und damit der Politiker.

Jeder, auch die Politiker aber auch die Bürger sind dazu aufgerufen, der Bedrohung entgegenzutreten. Gedankenlosigkeit, Oberflächlichkeit oder auch Gewohnheit sind nur drei Merkmale die der Demokratie abträglich sind.
Deshalb möchten wir uns nicht daran beteiligen, sondern "hauen" den Parteien und Kandidaten auf die Finger und möchten ihnen zurufen: Stellen Sie sich den Wählern, zeigen sie das eine freiheitliche Demokratie gelebt werden kann!

Hier der derzeitige Stand wie es um die Parteien aussieht, wie sie uns informieren:

Die SPD macht es sich einfach verweist auf ihren Bundestagsabgeordneten Röspel und das die Bürger doch bitte ihre Stadt selber gestalten sollen. Die Bürgermeisterkandidatin selber bringt ein umfangreiches Paket auf die Beine, was als Bürgermeisterin aber doch nicht ihre Aufgabe ist. Zum Schluss sagt sie doch tatsächlich:

Sollten Sie darüber hinaus Fragen, Anregungen und Hinweise haben, bitte ich Sie herzlich darum, sich bei mir zu melden.

Toll, sie sagt damit nichts anderes, ich weiß  nicht, ob wir oder sie überhaupt Probleme haben. Wenn ja, rufen Sie mich doch mal an. Auf der Handwerkermesse war sie aber doch so kämpferisch. War das nur eingeübte Schau? Frau Schöneberg, Herr Rauleffs, wir sind hier in Ennepetal und haben Wahlkampf!!!!!!!

Die CDU stellt ein Sammelsurium von Aktionen vor, die die Verwaltung aber ganz alleine umsetzen kann, dafür brauchen wir keinen Gemeinderat.
Ob nun Schulkinder in der Pause mit Nahrungsmittel versorgt werden, irgendwo ein Rasen grün angelegt wird , dass sollten doch Selbstverständlichkeiten sein, die ohne zutun des Rates durch die Verwaltung erledigt werden können.
Und überhaupt, wie es dazu kommen konnte, dass Schulkinder erst durch den Kinderschutzbund versorgt werden und sodann ein Ratsbeschluss her musste, ist nur mit Kopfschütteln nachzuvollziehen. Das sollte doch ein Akt von menschlicher Vernunft oder Güte auf Sachbearbeiterebene sein. Wo war, und das ist eine der Aufgabe des Rates, die Kontrollfunktion ausgeübt worden?
Na ja, und der Bürgermeisterkandidat Wilhelm Wiggenhagen hat schon mal verlauten lassen, er würde auch mal eine Website machen lassen. Und wenn jemand eine Frage stellen würde, würde er die auch zeitnah ( was auch immer das heißt ) beantworten ( Wie gnädig von euer Herrlichkeit ).
Und weiter, er will sich nicht über die Mitbewerber auslassen, was denn sonst, warum nennt man das denn Wahlkampf.
Aber was zeichnet ihn denn aus für dieses Amt, was unterscheidet ihn denn von den anderen? Noch einmal, wählen heißt, Unterschiede aufzeigen und das Beste zu wählen.
Oder soll diese Bescheidenheit ein Merkmal des zukünftigen Bürgermeisters sein? Oder will er die Wähler im Unklaren lassen? In der Regel heißt es im politischen Geschäft jedoch wie folgt: Ich will den Job, mehr nicht. Inhaltlich habe ich im Moment nichts zu bieten. War es das was Sie meinen, Herr Wiggenhagen?

Dann suchten wir die Seite der FDP auf. Es ist sowohl ein Parteiteilprogramm, als auch die Vorstellung der Bürgermeisterkandidatin Frau Dr. Hella Siekermann.
Auch hier, das Bürgermeisteramt ist ein anderes Amt. Der Bürgermeister kann keine politischen Ziele auf die Tagesordnung setzen. Er kann darauf hinweisen, dort sollten wir etwas tun, mehr aber auch nicht.

Wie in der Presse jetzt berichtet, ist die Voerderstraße als Radweg eingeteilt. Das hätte der Bürgermeister dem Rat vor Beschluss zur Fuzo mitteilen müssen, das ist seine ureigenste Aufgabe, hier hat der Verwaltungsapparat total versagt.
Nun, Frau Dr. Siekermann, dies wäre eine Aufgabe für Sie, eine Führung anzustreben indem die Mitarbeiter motiviert sind den Bürgermeister nicht zu blamieren. Wo auf Sachbearbeiterebene schon die Möglichkeit besteht den Bürgermeister anzusprechen, ohne das dieser aus der "Haut fährt". Denn der öffentlich wirksame Auftritt eines Vertreters der Stadt hinsichtlich eines Personalproblems, war und ist eine Ohrfeige für die Art der Führung.
Dann die FDP selber: Auf der einen Seite weiß jeder irgendwo ist die Krise hier in Deutschland. Nur, wenn die Partei mal eben rd. 600 Tsd. Euro Kindergartengebühr streichen will,( hört sich gut an) auf der anderen Seite aber den Kindergarten ausbauen will, so ist das ganze nicht so schlüssig. Wie und wo finanzieren wir das?
Dann sollen die öffentlichen Gebäude in Schuss gehalten werden. Haus Ennepetal sieht aber nicht so aus, als wenn es die letzten 10 Jahre eine Sanierung gesehen hätte. Da bröckelt und bröselt es, dass es eine wahre Freude ist. Das die Privaten alles besser machen können, hat sich jetzt in der auf uns zukommenden Krise als Mythos erwiesen, na ja, die Liberalen denken ja noch.
Die Seite ist meines Erachtens die beste Seite unter allen Bewerbern, informiert jedoch nicht optimal für diesen kommunalen Wahlkampf. Das Programm sollte schlüssiger sein.

Die Partei Bündnis90/Die Grünen hat ja schon einmal die alte Seite mit den alten Dankesreden raus genommen und versucht sich tapfer an einer neuen Seite (LOB).
Auffällig ist jedoch die teilweise wortgleiche Argumentation aus dem vorigen Wahlkampf. Die Wahlkampfes Erweiterung der Grünen ist die Fuzo als neues Thema. Gut die Gemüter haben sich an der Fuzo erhitzt, aber auch die Argumente der Grünen sind nicht geeignet das Thema zu versachlichen. Und, ist die Fuzo das einzige Problem in Ennepetal? Und, wenn wir ohne Konzept die Fuzo, mit dem beantragten Mobiliar zustellen, werden sicher sofort die fehlenden Einzelhändler kommen? Was für eine Hilflosigkeit! Das Problem ist viel subtiler und bedarf einer Analyse. Es gibt keine oder unzureichende Verkaufsflächen also auch keine Einzelhändler. Einzelhändler gibt es aber, die sich für die Stadt interessieren, sehen aber die Strukturen des Wettbewerbs, der Schwerpunkt liegt auf Discounter, nicht auf Fachhandel, also gehen die, nach örtlicher Augenscheinnahme. Das sind nur zwei Punkte.
Also alles noch mal nachbessern, der Informationsgehalt der Seite tendiert gegen Null Sie haben keinen Bonus mehr, indem  Sie sich vielleicht dem Erhalt der Laubfrösche widmen, das kann der BUND viel besser. Sie sollten die Politik etwas breiter wahrnehmen. Weiter sehe ich in der Navigation die Personenbutton. Heißt das nunmehr, sie huldigen dem längst vergessenen Personenkult?

Die FWE ist für uns die schlechteste Partei, die noch nicht einmal den Ansatz von Informationen bietet.
Der Slogan: "Unser Herz schlägt für Ennepetal", kann man heute vielleicht für einen Herzchirurgenkongress Im Haus Ennepetal benutzen, aber doch nicht für einen Wahlkampf.
Dann noch so ein Slogan:
Als  Freie Wähler  engagieren wir uns ehrenamtlich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unserer Heimatstadt Ennepetal.
Also die Anderen machen es übrigens auch ehrenamtlich oder sollen wir jetzt Mitleid mit den Freien haben? Unsere Heimatstadt Ennepetal, aha, die anderen Bewohner dieser Stadt dürfen diese Stadt nicht als Heimat bezeichnen?  Welche Probleme werden mit diesen beiden Sprüchen wohl gelöst?
Da kann man aber als Wähler sehr viel mehr erwarten, zumindest das diese Freien die Finger auf die Wunden dieser Stadt legen, sie sind doch frei. Schalten Sie die Seite ab oder strengen sie sich mehr an um zumindest die Grundinformationen für den Wähler bereitzuhalten.

Die letzten, nämlich die UBE können wir nicht bewerten, wir wissen sie sitzen im Rat der Stadt Ennepetal, haben dort zwei Sitze und können die Hand heben. Allerdings kennt der Verfasser dieses Artikels zumindest Manfred Schott aus früheren Tagen. Was aber erst einmal nichts zu sagen hat.

 

Nun zu dem Kandidaten Dr. jur. Mehner. Im Gegensatz zu den Parteien als auch zu den anderen Kandidaten ist die Seite als Blog sehr "anspruchsvoll" zu lesen. Inhaltlich wird da einem schon viel geboten. Nun, da Herr Mehner sich entschieden hat auch für den Rat der Stadt zu kandidieren, fällt es mir schwer zu sagen, sind seine Aussagen dem Ratsmitglied oder dem Bürgermeisterkandidat geschuldet. In der Regel benutzt Herr Dr. jur.Mehner die Sprache des fabulierens und des parlierens, wechselt aber sehr schnell in den Bereich von zukunftsweisenden politischen Gedanken, denen man wohl folgen kann. Man muss dem ganzen aber nicht folgen. Er hat zumindest die "Katze aus dem Sack" gelassen. Er ist der einzige der in Teilen die Zukunft anspricht. Hat aber erheblich Schwierigkeiten in den sozialen Bereichen, was aber nichts heißen will. Denn die anderen Parteien haben auch hier ihre Defizite (Problem der Tafel und der hungernden Schulkinder), da hilft auch kein Landes- oder Bundesverband weiter,Menschlichkeit ist da angesagt.

Alles in allem würden wir die Seite auf Grund des Inhaltes aber auch des Bezuges zum aktuellen Kommunalwahlkampf mit der FDP an erster Stelle setzen. Wenn Herr Dr. jur. Mehner jetzt noch eine klarere Linie einschlagen würde, so wäre er uneingeschränkt bei uns  an der Spitze, in punkto Informationen für den Wähler.

Zum Schluss möchten wir nochmals betonen, Ennepetal hat erhebliche Probleme, die auf eine Lösung warten. Es nützt also nichts, diese zu verschweigen und die Wähler und Bürger im Unklaren zu lassen.

Wir wollen mal ein paar Probleme ansprechen:

"    Bevölkerungsrückgang, 3.000 in 10 Jahre, in 15 Jahre bis zu 10.000
"    Jugendliche haben hier keine Heimat und damit keine Bindung.
"    Attraktivität der Stadt gleich NULL.
"    Touristisch zwar interessant, aber keine Strukturen vorhanden.
"    Nahversorgung in den Quartieren mangelhaft.
"    Mangelhafte Transparenz der Verwaltung und des Rates gegenüber dem Bürger.
"    Leitbilder werden einfach durch den Rat aber auch die Verwaltung ignoriert
"    and so on

Das einzige Gute was hier in Ennepetal zu verzeichnen ist, sind die Menschen und die Natur. Nur für beide können weder die Verwaltung noch die Politiker etwas.
Weiter, die Probleme sind lösbar, wenn sie denn mal angegangen werden und zwar mit dem Bürger. Die Politiker müssen nicht immer so tun, als wenn sie das Ohr am Bürger haben – haben sie nicht. Und wenn diese Politiker mal was öffentlichkeitswirksam machen, müssen sie nicht so tun, als wenn das alles auf ihrem Mist gewachsen wäre – ist es in der Regel nicht.
Also mal die Einflüsterer loben, macht die Politiker doch direkt menschlich.

Ach so, mit dem Internet haben alle Parteien ihre Probleme. Nur wie wollen Sie die Zukunft gestalten, wo die Kommunikation so eine wichtige Rolle spielt. In den USA werden massenweise Printmedien auf Kosten der Online Medien geschlossen, Blogs, CMS, CRM, ERP die ganze Palette des social  Networking ist dort Alltag.
Denken Sie, als diese schreckliche Katastrophe von Winnenden geschah, hatten wir 1 Stunde später per Twitter schon die Übersicht, was passierte, nur wir wollten dieses nicht glauben. Zwei Stunden später hatte die Blogosphäre virtuelle Kondolenzbücher ausgelegt. Wir haben am nächsten Tag eine schwarze Seite erstellt.
Auch der Vorfall am Reichenbach Gymnasium wurde per Twitter ganz anders dargestellt, als es in den Printmedien rüber kam.
Die Zukunft wird viel, viel schneller sein, es wird unterschiedliche Informationswege geben, wobei schon heute das Internet den Printmedien überlegen ist. Eine der Bloggerinnen, Katharina Borchert, genannt die Großstadtnomadin, hat die Redaktionsleitung der WAZ Online Medien Gruppe übernommen, eine gute Frau, eine Frau mit Rückgrad, die  es machen wird. Wenn die lokalen Printmedien nicht an ihren Problemen arbeiten werden, werden sie eines Tages zur Gänze verschwinden. Zur Zeit wird noch zuerst der Printbereich und dann der Online Bereich versorgt. Nicht mehr lange! In den USA ist das ganz anders.
Deshalb denken Sie daran, ran an die Tastatur, je eher je besser. Hätten Sie gedacht dass nur ein Blogger soviel in Ennepetal politisch bewegen kann? Wahrscheinlich nicht.

Aber keine Sorge, ich bleibe Ihnen allen erhalten und berate Sie auch, sei es indirekt über dritte oder direkt per 4-Augen-Gespräch.

Ein Vorschlag von mir, organisieren Sie doch gemeinsam mit mir diese von mir angeregte Podiumsdiskussion im Haus Ennepetal. Gerne würde ich mit einem zweiten Moderator die Organisation übernehmen und würde sogar meine Uniform, sprich einen Anzug, anziehen.
Ich kann mir auch vorstellen ihnen zu zeigen wie solch eine Veranstaltung bestens funktioniert. Es geht aber auch ohne mich, aber informieren und beteiligen sie die Wähler an der Wahl. Übrigens es macht auch nichts wenn sie dem Wähler mal sagen, dafür habe ich kein Konzept. Er wird es verstehen.

Das wäre eine Demo für eine funktionierende Demokratie in Ennepetal, der WDR würde sogar berichten. Aber bitte mit einem Vorlauf von 6 Wochen ( Hat seine Gründe )
Und es soll doch nicht in Ennepetal heißen:: "Ennepetal ist die einzige Stadt, wo Mangel an politischer Befähigung den Weg zu den höchsten Ehrenämtern sichert." – (frei nach Carl von Ossietzky)
 

[JPG] Eines vorweg diese Umfrage ist unseres Erachtens nicht repräsentativ. 

Wir haben von romantisches-en.de die email Adressen aus dem Newsletterpool angesprochen, ob wir die Adressen zu Befragungen benutzen dürften. Diese Regelung haben wir bei en-mosaik.de fortgesetzt. Nun hatten wir zur Zeit der Kandidatenkür auf der Handwerkermesse im Haus Ennepetal 517 Adressen im Pool.

Wir wissen, es sind keine qualifizierte Adressen, sie taugen jedoch als Trend oder als Stimmung, so betrachtet haben sie also eine gewisse Relevanz.

Die Fragen lauteten also, nach den Artikeln der WAZ Medien als auch unseres Artikels:

 

  1. Welchen Kandidaten würden Sie als Bürgermeister wählen wenn am Sonntag Wahl wäre?

1.1.   Sabine Hofmann ( Bündnis90/Die Grünen )

1.2.   Ingo Mehner ( Parteilos )

1.3.   Dr. Hella Siekermann ( Parteilos – Kandidatin der FDP )

1.4.   Anita Schöneberg ( SPD )

1.5.   Wilhelm Wiggenhagen ( Parteilos – Kandidat der CDU )

 

  1. Welche Partei würden Sie für den Rat der Stadt wählen, wenn am Sonntag Wahlen wären?

2.1.   Bündnis90/Die Grünen

2.2.   CDU

2.3.   FDP

2.4.   FWE

2.5.   SPD

2.6.   UWE

 

Bedingung war auch, wenn sich jemand nicht entscheiden konnte oder wollte, irgendwie nicht wusste oder sogar vor hat nicht zur Wahl zu gehen, sollte er für beide Bereiche das Nichtwähler Lager wählen. Ist für uns einfacher.

 

Hier die Ergebnisse:
Setzen wir die Summe der an dieser Umfrage teilgenommenen User auf 100 %, würden lediglich 42 % wählen gehen.
Diese Summe verteilt sich wie folgt:

Bürgermeisterwahl:

 

Anita Schöneberg                    36 %            

Wilhelm Wiggenhagen              26%

Sabine Hofmann                       17%

Ingo Mehner                             14%

Dr. Hella Siekermann                 7%

 

 

  
Danach wäre Anita Schöneberg unsere neue Bürgermeisterin.

 

Rat der Stadt:

CDU                                        33%

SPD                                        29%

FDP                                        19%

Bündnis90/Die Grünen              12%

FWE                                         5%

UWE                                         2%

 


Nichtwähler / Ich weiß nicht / sonstige / Ich bin nicht da.   58%

  

Wir finden, noch ist nichts endgültig gelaufen. Denn das Nichtwählerlager ist erheblich gewachsen. Die Demokratie als ein Auslaufmodell? Oder, stell dir vor, morgen ist Wahl und keiner geht hin?

Wir denken uns, dass kann es nicht sein, die Kandidaten sollten sich etwas mehr bemühen.

Die „Show oder Kür“ auf der Handwerksmesse kann doch nicht alles gewesen sein, zumal die Veranstaltungen nicht zusammen passten. Eine Kandidatenbefragung vor der Modenschau, nein, das sind zwei grundverschiedene Bereiche.

 

Wie wäre es wenn Ennepetal im positiven Sinne einmal voran ging, meinetwegen die „Ennepetaler Gespräche“ oder die Gespräche „Aufe Milspe“ im Haus Ennepetal in welchem sich die Kandidaten für den Rat der Stadt oder die Bürgermeisterkandidaten den Fragen stellen. Wir haben inzwischen so viele Fragen übermittelt bekommen, wir können überhaupt nicht so schnell ins Netz stellen.

Politik kann und sollte Spaß machen, Spaß am Gestalten. Nicht?

 

[Jürgen Gerhardt]

 
[jpg] Wir wollen einmal an einem Einzelbeispiel aufzeigen, wie man konzeptionell die Attraktivität einer Innenstadtzone aufbauen sollte.

Wir unterstellen folgendes:

  • Die städtische Wirtschaftsförderung ist fachlich und sachlich so ausgestattet um Entscheidungen auch materiell umzusetzen.
  • Die Beteiligten begreifen Förderung als persönliches Anliegen und nicht als Lippenbekenntnis.
  • Die Beteiligten sind finanziell so ausgestattet um einen Zeitraum von einem Jahr durchzustehen.
  • Den Beteiligten ist der Begriff des Leuchturmes im Zusammenhang mit der Wirtschaft bekannt.

Das Einzelbeispiel ist ein Textileinzelhandel aus Altenvoerde, welcher eine Filiale in Milspe aufgemacht hat.
Der Textileinzelhandel ist geprägt von 4 mal im Jahr wechselnden Kollektionen im Damen- und Herrenbereich. Es ist ein Muss, mindestens 2 mal im Jahr zu ordern, weil die modischen Veränderungen überall wahrgenommen werden. Aus diesem Grunde sind die Wareneinkäufe geprägt von einem modischen Verfall. Was im einen Jahr modisch ist, kann im nächsten Jahr schon total daneben sein.
Für den Textiler ist die Präsentation geradezu lebensnotwendig,  zumal in diesem Fall sogar die Damen- und Herrenbekleidung, aber auch Schuhmoden gezeigt werden soll, bzw. muss.

Nun zieht diese Firma in diese Räumlichkeiten:


 

Es sind mit diesen Räumlichkeiten folgende klassischen baulichen Nachteile verbunden:

1.    Das Fenster ist viel zu klein um eine gute Warenpräsentation zu dekorieren, nur ein  minimaler Ausschnitt der Kollektionen kann gezeigt werden, Höhepunkte können nicht dekoriert werden.
2.    Das Ladenlokal ist ein "Schlauch", Waren können vom Kunden nur seriell erfasst werden.
3.    Um in das Ladenlokal zu kommen, müssen drei Stufen und ein Absatz überwunden werden.

Es gilt nunmehr diese Nachteile zu kompensieren um dieses Geschäft für den Innenstadtbereich als Leuchtturm herauszustellen.

Zwischenüberlegung:
 
Im günstigsten Falle hätte man das benachbarte Geschäft zu einem Umzug bewegen müssen um eine signifikante Umgestaltung der Fensterfront aber auch des Eingangsbereichs zu Gunsten des Mieters durch Zusammenlegung der Räumlichkeiten zu erreichen.
Dies ist allerdings versäumt worden. Warum? Dies wollen wir jetzt nicht hinterfragen.

Wir müssen uns also mit der bestehenden Situation abfinden und auf dieser aufbauen.
Es bieten sich nunmehr folgende Einzelmaßnahmen an, die das ganze Investment, für den Investor als auch für die Stadt zu einer positiven Wendung bringt.
1.    Für den Investor, indem er die benötigte Kundschaft bekommt.
2.    Für die Stadt, indem sie einen "Leuchtturm" bekommt, der mehrere Zwecke erfüllt:
       a)    Er zieht Besucher an, Kunden die auch die restlichen Geschäfte wahrnehmen
       b)    Er zieht weitere Investoren an, die weitere Räumlichkeiten nachfragen um zu investieren.
       c)    Er stellt eine Belebung für die Innenstadt dar, wofür ja letztendlich die Fuzo"aufe Milspe" gemacht wurde.

Um den Nachteil des zu kleinen Fensters auszugleichen, stellen wir in einer bestimmten Anordnung Vitrinen vor dieses Ladenlokal.
 

Willkürlich haben wir eine Vitrine aus dem Internet kopiert, passend dekoriert und in das Bild eingefügt.
Wir sind jedoch der Meinung, es sollten mindestens drei Vitrinen aufgestellt werden um den Nachteil auch zu kompensieren. Selbstredend das diese Vitrinen mit Strom, Beleuchtungskörper und dementsprechendem Sensoren ausgestattet sind. Um die Kleingeister einzustimmen. Es ist nicht zu teuer! Ist doch der Preis auch eine Frage, was ich damit erreichen will.

Der zweite Nachteil kann mit dementsprechender gezielter Beleuchtung innerhalb der Geschäftsräume kompensiert werden, die eine gewisse Breite vorgaukeln. Innerhalb der Räumlichkeiten könnten auch  Video- und Audioanimationen angewendet werden, die eine Stimmung des Bleibens erzeugen. Eine Cafeteria im Ansatz ist ja schon vorhanden, die aber noch erweitert werden sollte, die Positionierung sollte jedoch mehr nach hinten verlegt werden.

Die Stufen können wir leider nicht kompensieren, könnten uns jedoch einen chicen, wetterfesten Teppich  als besonderes Entre vorstellen.

Begleitend sollte sowohl die Fuzo als auch das Geschäft beworben werden, jedoch indem die aktuelle Situation dargestellt wird.
Beispiel: Schaltung einer neuen Werbung bei Vitrinen-  oder Fensterwechsel, oder auch Kollektionswechsel.
 
Weiter, dieses Werbeschild sollte umgestaltet werden, so daß  ein Dreieck nach draußen ragt und zwar rechts und links, , so dass es von beiden Seiten weit sichtbar in die Fußgängerzone reinragt, jetzt liegt es nur flach an der Stirnseite des Vorbaus an.

Wenn jetzt noch ein ansässiges Internetunternehmen, es gibt inzwischen 5 an der Zahl in Ennepetal, beauftragt wird einen Blog oder ein kleineres CMS System zu installieren, wäre das bestens. Er sollte aber auch die Kommunikation zwischen Händler, Kunden und Stadt übernehmen. Über diese Medien  könnte der Ladeninhaber die neusten Trends aber auch News zum Besten geben.

Diese ganze Aktion sollte von allen Milsper Einzelhändler, sowie der Stadt  finanziell getragen werden, denn der Textileinzelhändler trägt ein sehr hohes Risiko am neuen Standort und kann unseres Erachtens die Solidarität der anderen einfordern, was aber auch die Fairness gebietet.
Letztendlich würde ein erster Leuchtturm in die Fuzo rein ragen, der sicher ein Magnet für viele und vieles darstellt.
Es könnte aber auch einen Weg darstellen, wie eine Marktwirtschaft solidarisch auf kommunaler Ebene funktionieren kann. Ein bisschen gesunder Altruismus der Akteure, der nach draußen dokumentiert, für viele ein positives Signal bedeutet.

Wenn das nunmehr vom Schreibtisch runter ist, sollte schon der nächste Fall der Bearbeitung zugeführt werden.

Beispiel: Püttys Modetreff / Bücker Bäcker / Kinderträume o.ä.

So wird der Eindruck entstehen, dass hier ein entwickelter, kommunaler Markt vorhanden ist, in den sich weitere Investoren einreihen können.

Die Personen, wie der Vermieter, der Mieter, die Stadt und das Kommunikationsunternehmen sollte hierbei engstens zusammen arbeiten.

Wie sie sicherlich bemerken, ist dies nur ein Teilaspekt von einem großen Konzept, mit dem Ziel eine Stadt attraktiv zu gestalten. Beschwatzen kann man sicherlich sehr viele Menschen um etwas zu tun, was aber nicht dem großen Ziel förderlich ist. Und das große Ziel sollte sein, diese Stadt endlich einmal attraktiv zu machen.

Nicht möglich? Doch, es wurde schon mit Erfolg in anderen Städten angewendet.

 

Nachtrag 23.03.09

Anlässlich der Eröffnungsveranstaltung wurde dies dem Bürgermeisterkandidaten der CDU Herrn Wilhelm Wiggenhagen vorgetragen.

Antwort: Nun wollen wir mal erst ein Jahr abwarten und sehen was passiert.

Heißt wohl, wenn der (Deppe) das durchsteht brauchen wir doch nichts zu machen, wenn er (Deppe) das nicht durchsteht, ist es eh egal. Das nennt man Wirtschaftsförderung der besonderen Art.

 

Jürgen Gerhardt

 

K-M-Programm

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Siehe auch die Sonderseite:
Barbara Mittag und ihre verführerischen Dessous in Ennepetal

[jpg] Ich könnte langsam zu einem Fan von Herrn Dipl.Ing. Thomas Scholle von Plan-lokal Dortmund werden. Warum? Weil er sprachlich den ca. 80 anwesenden Ennepetalern, Milspern, Rüggebergern und Altenvoerdern, oder doch Ennepetalern?, irgendwie den Marsch geblasen hat, die es aber offensichtlich gar nicht gemerkt haben.

Nun mal von vorne. Herr Wiggenhagen, Stadt Ennepetal als auch Herr Scholle, Planlokal Dortmund, trugen beide den allseits bekannten demografischen Wandel vor, wobei Herr Scholle dies anhand der bekannten und erweiterten Grafik differenzierte. Es war die bekannte Pyramide,  die sich seit den 70ern so dramatisch veränderte. Diese Veränderungen schlagen sich auch in dem neuen Flächennutzungsplan nieder. Dieser musste oder soll nunmehr neu erstellt werden, nachdem er allzu oft fortgeschrieben wurde.
Wenn man damals aber mit einer Bevölkerungszahl von 38.000 bis über 40.000 rechnete, so wurden dieser Parameter heute durch die Realität überholt. Der derzeitige Stand rund 31.000, wobei in den letzten 10 Jahren alleine 3.000 Einwohner wegfielen.
Konsequenz. Flächen für das Wohnen sind zuviel in dem Flächennutzungsplan ausgewiesen, aber auch andere Bedingungen sind damit hinfällig.

In Anwesenheit von den Bürgermeisterkandidaten:

Hofmann ( Bündnis90/Die Grünen )
Mehner (Parteilos – Einzelkandidat )
Schöneberg ( SPD )
Wiggenhagen ( Parteilos – Kandidat der CDU)

aber auch von fast sämtlichen Fraktionsvorsitzenden und Ortsparteivorsitzenden .
 

   Herr Michael Karutz
von der Cima GmbH
und   Herr Scholle
von Plan-lokal Dortmund

trugen folgendes vor:

Wenn Ennepetal so weiter macht wie bisher, hat es in 15 Jahren mit 4.000 Einwohner weniger zu rechnen. Es gibt aber auch noch eine weitere Variante die im Bereich der Möglichkeiten liegt, nämlich, Ennepetal verliert bis zu 10.000 Einwohner. Das es diese Variante überhaupt gibt, ist sicher den vorausgegangen Gesprächen mit unterschiedlichsten Entscheidern der einzelnen Bereiche zu zuschreiben – so meinen wir. Denn auch wir haben den fehlenden Ehrgeiz in Ennepetal seit Jahren immer wieder gegeißelt, diese ach so große Anpassungsfähigkeit oder auch diesen Fatalismus. Die von Herrn Karutz vorgetragenen Zahlen ergaben ein Credo, es muss mehr passieren! Bei der Fortschreibung der vormals gemachten Befragung ist zwar eine Weiterentwicklung bemerkt worden, die aber nicht als signifikant bezeichnet werden kann.

Aber bis zu 10.000 Einwohner weniger, meine Güte, das ist ein dicker Hund, da kommt man schon auf den Spruch, weniger ist viel mehr. Das ist ein ganzer Stadtteil wie Voerde und Hasperbach zusammen!!!!!

Und,  ging ein Raunen durch die Reihen? Nein! Eher kam der Vorschlag, ob man denn keinen Zugang zu den Flüssen machen könne, ein Dachdeckerbetrieb hatte Sorge, er müsse seinen Betrieb umsiedeln und eine Dame meinte ob man schon leere Wohnungen sähe ( Logisch die weggezogenen wohnten doch nicht in Zelten).
Das viele Leistungen der Stadt teuerer würden, die Wohnungsgesellschaften nicht übersehbare allgemeine Kostensteigerungen haben werden, die technischen Einrichtungen zu teuer würden, all das interessierte niemanden.
Es wurde als gottgegeben hingenommen.
Aber was bitte muss noch passieren, damit die Verantwortlichen von Ennepetal aus ihrem "Tiefschlaf" erwachen? Den Ball der Eitelkeiten aufgeben und ein bisschen an ihre Stadt denken? Oder sind diese ganzen Leute überfordert? Vieles spricht dafür, wenn man die vielen angeforderten Gutachten sieht.
 Ennepetal hätte soviel Potenziale um seine Einwohnerzahl nicht nur zu halten sondern auch zu erhöhen. Es muss wohl an dem überheiztem Raum 4 liegen, der einen gewissen Sauerstoffverlust erzeugte, wenn die Anwesenden quasi fast alle sediert waren.  Diese Ambivalenz, auf der einen Seite die angebliche Liebe zu ihrer Stadt und dieses Verhalten, nein, das passt nicht. Wo war der Aufschrei?

Meine Güte Ennepetaler, reißt doch mal die Fenster auf atmet tief durch und nutzt eure vorhandenen Chancen.
Gut in den letzen 10 Jahren ist vieles schief gelaufen, aber das kann man doch wieder hin kriegen.

Allerdings die Aussicht ist nicht von der Hand zu weisen, durch den Wegfall der Einwohner, könnte man im Laufe der nächsten Jahre mit der freiwerdenden Fläche einen wunderschönen Golfplatz errichten! Übrigens mein Handicap beträgt 22, ich weiß, kann man was dran tun.

Wie gesagt: Viel weniger ist sicher auch viel mehr! Aber wie viel?

Jürgen Gerhardt

[JPG]  Nachdem wir so ziemlich als einzige den Gesellschaftervertrag gelesen aber auch von diversen Stellen haben prüfen lassen, hatten wir auch diverse Änderungen angemahnt.
Grundsätzlich hatten wir schon Interesse an einer Zeichnung dieses Vertrages, jedoch erst nach den von uns angemahnten Änderungen.
Letztmalig mahnten wir nach Prüfung durch die SIHK und den Einzelhandelsverband die Änderungen an, wir warten jedoch bis heute noch auf eine Antwort.

1. Der Beirat berät ….. Erreichung der ……. Ziele der Gesellschaft.

……überwacht der Beirat….die Tätigkeit der Geschäftsführung ……

…….Zustimmung des Beirates….

[Der Beirat, also die Kommanditisten, angestrebt sind die Milsper Händler, hat damit aber auch eine Haftung falls die Komplementärin etwas falsch gemacht hat, und das kann teuer werden.]
Abgesehen davon, dass die Überwachung der Geschäftsführung eine der ureigenste Aufgabe der Gesellschafterversammlung ist und nicht übertragbar sein kann (BGH NJW 1985,972).
Aber hat der Wirtschaftsausschuss oder die Verwaltung nicht schon immer über einschlägigen Bestimmungen oder Regeln gestanden? Die Stadt läuft lieber mit dem Kopf vor die Wand, als zu zu geben, dass andere es besser können.

Konsequenz wäre: Der Beirat wird von einer Haftung durch die Tätigkeit der Geschäftsführerin befreit.

Stattdessen bekamen wir auf unsere Anfrage zu einer weiteren Sitzung im städtischen Rathaus am Donnerstag, 12.03.09 bei der alles geklärt werden sollte, von Frau Drees folgende Email:

"Herr Schilling teilte mir heute mit, dass Sie gerne eine Einladung zum Händlertreff am morgigen Donnerstag hätten. Ihrem Wunsch kann ich leider nicht nachkommen, da es sich um ein Arbeitstreffen der Händler handelt, die ihre Beteiligung an der GmbH & Co.KG zugesagt haben.
 
Vielen Dank im Voraus für Ihr Verständnis.
 
Gruß
 
Brigitte Drees"

Unschwer ist daraus zu erkennen, man möchte keine Kommanditisten haben, die etwas von Gesellschafterverträgen verstehen oder sogar Verbindungen zur SIHK,dem Einzelhandelsverband oder der Handwerkskammer haben. Nur die drei Institutionen haben aber berechtigte Zweifel ausgesprochen, die durch die Wirtschaftsförderung in Person von Herrn Wiggenhagen oder Frau Drees bisher nicht beseitigt werden konnten.
Partnerschaftliche Zusammenarbeit heißt bei Herrn Wiggenhagen und Frau Drees, "Unterschreibe oder geh´", in der Wirtschaft nennt man das ein Abhängigkeitsverhältnis erzeugen, zwecks Manipulation.

Am nächsten Tage fragten wir unsere bei obigem Treffen anwesenden Bekannten, die uns einhellig versicherten, es wäre a) über die 60 Jahr Feier und b) über einen Fuzo Brunch gesprochen worden. Eine Klärung der zweifelhaften Punkte wurde nur zum kleinen Teil im Ansatz besprochen und bedarf noch der schriftlichen Fixierung. Der Vertrag selbst wurde jedoch nicht angesprochen.

Übrigens, im Gegensatz zu der uns übersandten Mitteilung, waren auch Dienstleister anwesend, und, man höre, aus dem Personenkreis derer, die noch gar nicht gezeichnet haben.

Für die Zukunft heißt das, die Wirtschaftsförderung der Stadt Ennepetal und mit ihr der Rat der Stadt, wenn er denn zustimmt, grenzen alle Bürger, hier die Händler und Dienstleister, aus die diese 500,– EUR nicht bezahlen und so sie zahlen wollen, dürfen sie keine Einwände zum Gesellschaftervertrag geltend machen.

Wir kennen Einzelhändler und Dienstleister denen sogar 50,– EUR so schwer fallen, das sie diesen Betrag mit dem ausstehenden Wareneinkauf  finanzieren müssen, sprich, er macht in gleicher Höhe keinen Wareneinkauf.
Einen Wareneinkauf aber nicht zu tätigen kann für einen Einzelhändler tödlich sein; denn wo er nicht einkauft kann er auch nicht verkaufen.

Wir fragen deshalb: Sind denn die Parteien im Rat der Stadt so weit von der Realität entfernt? Wo erfassen die denn noch realistische Gegebenheiten? Oder sind die Einzelhändler nach ihrer Ansicht von Geburt aus mit Millionen gesegnet ? Auch fragt man sich, hat die Verwaltung sich nun verselbstständigt? Wenn dem so ist, warum gehen wir denn dann noch wählen? Denn wie Herr Wiggenhagen ins Amt gehievt wird, entspricht das ja wohl dem mittelalterlichen Erbrecht und nicht unserer Demokratie.

Wenn ich in Milspe von einigen Händlern höre, sie würden sich nicht trauen ihre wirtschaftlichen Verhältnisse offen darzulegen, weil sie Angst haben, sie würden danach ausgegrenzt, wirft das ein recht fragwürdiges Bild auf die politischen Verhältnisse in unserer Stadt.
Einzig der Bücherladen spricht immer wieder von Umsätzen die gestiegen sind. Da fragt man sich jedoch ob die Schulbücher für unsere Schulen einzig über den Bücherladen abgewickelt werden. Wenn ja, wie, über eine Empfehlung, eine Sammelbestellung?
Solch eine Empfehlung haben wir ja zumindest im Zusammenhang mit der Firma Boldt und ihrer Datenbank, die kaum einer vernünftig nutzen kann, verfolgen dürfen. Der Bürgermeister als auch der Wirtschaftsförderer sind damals rund gegangen, bzw. haben Empfehlungsschreiben verschickt. Das hat den Einzelhändlern damals auch Geld gekostet, der Effekt war gleich Null, weil sehr schlecht gemacht. Auch damals warnten wir nachdrücklich. Herr Boldt und Herr Wiggenhagen haben sich aber so gut verstanden, da konnte angeblich ja nichts daneben gehen. Und bis heute können diese Seiten weder von Google noch über Mozilla eingesehen oder nur mit dem Internet Explorer erfasst werden. Die Herren Eckhardt und Wiggenhagen haben sich danach in die Büsche geschlagen, obwohl die Datenbank doch damals extra für eine bessere Übersicht erstellt werden sollte. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Und, es war und ist  ja nicht das Geld der beiden Herren..

Dann kann ich auch jetzt verstehen, warum die Stadt die anderen Stadtteile nicht mit an den Tisch haben wollte und was es heißt, wenn im Vertrag steht:

 ……den Stadtkern Ennepetal-Milspe als zentralen Einkaufsstandort…… zu positionieren.

Das heißt nichts anderes, wer uns nicht genehm ist, hat hier nichts zu suchen, sprich es gibt Bürger erster Klasse und Bürger zweiter Klasse. Nur, die Stadt hat eines vergessen, dass auch die Bürger aus Voerde, Oberbauer oder Hasperbach Steuern zahlen, und alles unterlassen werden sollte, was nach Diskriminierung riecht.
Danke schön Wirtschaftsausschuss aber auch Verwaltung, jetzt bin ich aber mal gespannt auf die diversen Beschwichtigungsreden. Oder geht jetzt jemand die Melderegister durch, die guten ins Töpfchen und die schlechten ins Tröpfchen? Nein, wohl kaum, eher wird es so sein, dass der Vertrag schöngeredet wird, wie damals der Vertrag vom Stadtmarketing der Frau Höfinghoff, nachfolgend Herrn Lindner, Herrn Brinkmann, da war doch immer die Stadt, mit den Herrn Eckhardt und Wiggenhagen mit dabei. Seit Jahren wird nur schöngeredet und nichts getan und jetzt wird ein schlechter Vertrag und eine schlechte Rechtsform gewählt, die soll es richten?
Es gibt gute Konzepte für diese desolate Einzelhandelssituation, die die Wirtschaftsteilnehmer einbinden und nicht ausgrenzen, und, der Stadt die Kontrolle über ihre Investitionen belassen, nur man muss es auch wollen. Was jetzt gemacht wird ist Bürger unserer Stadt zu dominieren, aber auch die Situation noch zu verschärfen.

 

 

 

Jürgen Gerhardt

 

[jpg] Wie bereits berichtet haben wir viele, viele emails aber auch Telefonate bekommen. In der Mehrzahl waren das positive Mails oder Telefonate. die uns bestätigten und aufforderten weiter zu machen.

Tun wir auch – versprochen.

Nun ist es aber nicht so, als wenn wir nur Zuspruch bekommen, nein, wir bekommen auch einige emails , von total ablehnend bis teilweise ablehnend. Nach Sichtung haben wir uns entschlossen die skurrilsten Zuschriften einmal auf zu listen und hier zu erörtern. In der Regel werden solche emails unter "Nicknames" versandt, es lohnt nie diese Emails zurückzuverfolgen um darauf einzugehen.

Im Internet geht man nach der Regel bzw. Weisheit: "Do not feed the Troll", rechts ein Pic. von einem in freier Wildbahn gesehenen Troll.

Jeder im Internet hat seine eigene Art mit Trollen umzugehen, wir veröffentlichen ab und an solche Trollbeiträge.

 

Damit aber kein Missverständnis auf kommt, wir unterscheiden schon zwischen konstruktiver Kritik und Trollbeiträgen. Die eingehende Kritik ist uns ein Herzensanliegen, sie ist das Feedback was wir brauchen um immer besser zu werden. Beleidigungen, Beschimpfungen, Bedrohungen usw., die wandern allerdings sofort  in den Trash Ordner, so was macht ein Filter automatisch über die sprechen wir noch nicht einmal.

Hier also der Abriss aus unseren beliebten und belachten emails.

……Politiker und die  Stadtverwaltung mögen Ihr Portal…… nicht. ….!!!


Politiker aber auch die Stadtverwaltungen mögen grundsätzlich keine Kritik, sie machen logischerweise alles richtig. Weiter haben diese beiden Gruppen sich ihr Volk nie aussuchen können und das ärgert diese beiden Gruppen.
Leider kann sich das "einfache" Volk auch seine Politiker und seine Stadtverwaltung nicht aussuchen, deshalb ist jede Wahl ein Tag an dem beide erinnert werden, wir konnten uns nicht aussuchen, wir müssen aber miteinander leben.

…….en-mosaik.de hat eine Promotion von Ra Büro Mehner & Mehner… ihr seid bezahlt worden……

Richtig, wir sind ein gewerblicher Dienstleistungsbetrieb und leben davon, dass wir unsere Leistung vermarkten. Manch einer meint jedoch, wir müssten umsonst arbeiten. Warum?
Weil wir Heilige sind? Sind wir nicht. Wir liefern eine Leistung und stellen diese in Rechnung, so einfach ist das und so ist unser System, man nennt das auch Marktwirtschaft. Wir sind jedoch nicht wie viele unserer anderen Print- oder EMedien, die sich durch Promotion kaufen lassen. Eher verzichten wir auf einen Auftrag. Fühlen uns jedoch in der modernen Zeit pudelwohl.

…..Ihr unterstützt den Mehner bei seiner Bürgermeisterkandidatur und……..


Klar, wie jeden anderen der fünf Kandidaten, weil wir wollen, dass die sich äußern um mehr Demokratie herzustellen. Wir können mit Recht sagen, das wir Eckhardt, Wiggenhagen, Schöneberg und Frey gebrieft haben, nicht offen, das geben wir zu, indirekt und ungefragt seit 2005. Es hat uns gerade mit einem großen Stolz erfasst, dass bei der Kandidatenbefragung anlässlich der Handwerkermesse bei allen Kandidaten unsere Themen, Argumente aber auch Ideen aufgenommen waren und vorgetragen wurden.
Zugeben müssen wir allerdings, dass Frau Dr. Siekermann, als auch Herr Dr. Mehner sehr spät auf unserem Radar auftauchten. Frau Dr. Siekermann haben wir ja selber mit unserem Artikel, …….zum jagen tragen…, hinter dem Ofen hervor geholt. Die FDP wollte ja auch auf einmal nicht mehr auf Platz 3 sein, sondern sogar auf Sieg spielen, freut uns doch.
Frau Dr. Siekermann haben wir das Thema: "demografischer Wandel" und Herrn Dr.Mehner haben wir die "Stadtplanung" näher gebracht. Dem einen übers Internet und indirekte Gespräche, dem anderen über direkte Zuwendung. Wir kennen hier in Ennepetal die vorhandenen Netzwerke.
Frau Dr.Siekermann als auch Herr Mehner haben jedoch bei beiden Themen nicht zu ende gedacht – sei es drum. Was können wir aber dazu, wenn bei der einen das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" oder "Jugendliche im IT Zeitalter", dem anderen die  Namen wie Le Cobusier, Mies van der Rohe oder Walter Gropius nichts auslösen?

………Sie versuchen ein Spiel zu spielen, dem Sie nicht gewachsen sind……

Bis heute wissen wir nicht was wir nach Meinung dieses Users spielen sollen. Wir wissen nur eines, wir wollen mehr Demokratie, wir wollen den einzelnen Wählern, weiblich oder männlich, jung oder alt, klug oder weniger klug, die Kandidaten vorführen die ihm zur Verfügung stehen. Wir wollen von den Kandidaten keine Sprachhülsen, Absichtserklärungen oder Lippenbekenntnisse.  Klare belastbare Aussagen sind angesagt. Das ist Demokratie, das ist Politik, das Ringen mit Argumenten für eine bessere Zukunft. Gelingt das nicht, also stellen sich die Kandidaten des Rates, des Bundestages, des Europaparlamentes aber auch des Bürgermeisteramtes nicht, so können wir eines mit gutem Recht sagen, diese Kandidaten haben ein anderes System im Hinterkopf. Vielleicht die Autokratie?

….Sie sind ja nur neidisch weil Sie keine Aufträge von der Stadt bekommen….

Ist das denn erstrebenswert? Ich stell mir eine Bücherei vor, die jedes Jahr bangen muss, ob sie den Auftrag für die Schulbücher bekommt. Diese Bücherei müsste doch ihr gesamtes kritisches Denken begraben, aber auch täglich unterdrücken. Müsste ihr soziales Umfeld ewig überzeugen und drangsalieren, das alles was die Stadt macht,  so was von toll ist. Nein, da kommt kein Neid auf, eher Mitleid.

…warum machen Sie unsere "so schöne Stadt"  denn  so schlecht?….

Hm, wir glauben, sie haben nicht alles durchgelesen oder wir konnten uns nicht verdeutlichen.
Wir sehen schon, dass diese Stadt ein riesiges Potenzial hat, nur es wird nicht von den Entscheidern genutzt. Wenn unsere Entscheider  in den feinsten Restaurants Wuppertals, Hattingen, Hagen oder auch Düsseldorf einkehren und meinen sie wären in Ennepetal, kommt schon mal eine falsche Einschätzung, über eine ansprechende Gastronomieszene in Ennepetal auf. Denn in einem feinen Restaurant ist die Welt in Ordnung, wenn ich vergesse wo ich bin.
Also wir sehen das Verhalten der Entscheider, wie Bürgermeister, Wirtschaftsförderer oder auch Rat der Stadt als unschön an, nicht die Stadt selber. Die Leute hier in der Stadt haben was Besseres verdient.

…was Sie machen, ist kein seriöser Journalismus…….

Seriös in welchem Sinn? Journalisten sollten für mich der Staatsmacht kritisch gegenüberstehen und keine Haus- und Hofberichterstattung betreiben. Zunehmend entsteht der Eindruck, Journalisten würden mit den Mächtigen auf Kuschelkurs gehen. Das Internet ist den Mächtigen suspekt, weil dort Menschen frech eine Meinung vertreten, die nicht Mainstream ist. Bloger haben z. B. keine wirtschaftlichen und personellen Abhängigkeiten, können also Fragen stellen, die sonst keiner stellen würde. Ich glaube hier in Deutschland könnte ein System der vierten Gewalt installiert werden, jedoch nicht über die etablierten Medien. Die wenigsten Redaktionsstuben haben einen Leyendecker oder Röbel auf der Gehaltsliste. Die WAZ Medien Gruppe und andere Verlage bauen zunehmend die Redaktionen ab. Warum wohl? Weil die Tickermeldungen eins zu eins übernommen werden sollen und werden.  Mit Journalismus hat das nichts zu tun, eher mit Informationsbeschaffung. Und Informationsbeschaffung macht OBI oder der Kaufhof auch, indem er seine Kunden in einer Datenbank erfasst.

….machen Sie doch mal einen besseren Vorschlag…..

Mit Beginn des neuen Jahrtausends haben wir uns zunehmend zu den allseits bekannten Themen geäußert, höflich,  aber auch kompetent und sachlich fundiert.
Wir haben einen Verteilerschlüssel, mit dem Bürgermeister, der Wirtschaftsförderung und allen drei Publikationen der WAZ Medien Gruppe, denen wir die Schriften zusandten. Zwei Leserbriefe wurden veröffentlicht, worauf wir sehr viel telefonischen Zuspruch aus der Bevölkerung bekamen.

Hier zwei Beispiele als Link:

http://www.en-mosaik.de/pdf/Stadtmarketing-081205.pdf

http://www.en-mosaik.de/pdf/Stadtmarketing-250206.pdf

Zum Schluss möchten wir noch anmerken, es macht uns zunehmend Mühe den Unsinn der seit Jahren von der Politik und der Verwaltung verzapft wird ernst zu nehmen, auch stellen wir fest, es kommt keine Empörung mehr auf wenn die neuste Nachricht ins Haus flattert.

Sicherlich werden einige Menschen verstehen, wenn man dann dem ganzen Tun nur mit der Ironie oder dem Zynismus beikommen kann.

Trotzdem gilt auch in Ennepetal, wie überall: Denken ist keine Schande – noch nicht.

 

 

Jürgen Gerhardt