Kommunikation in der heutigen Zeit / Ennepetaler Parteien wollen umworben werden.

[jpg]Es scheint ein Überbleibsel aus der guten alten Zeit zu sein, wie das Gespräch mit dem Bürger/Wähler gesucht wird.
In den guten alten Kaiser/König Zeiten hatte der Herrscher feste Sprechzeiten, meinetwegen am Montag von 18:30h bis 19:00h vor dem Thronsaal fanden sich alle Bürger ein die irgendwas wissen wollten.
Nun der Thronsaal heißt heute Ratsaal ( Weil die Parteien in diesem Saal raten, was sie mal machen sollten? ), der Vorraum heißt Foyer ( Feuerherd oder Wandelhalle), weil die Erwartungen der Bürger/Wähler gewandelt werden?
Alle Parteien empfinden den Anspruch einer normalen Kommunikation als, denken wir, überzogen. Gespräche finden nur einseitig statt, wobei, wie vielfach in den Tagen bemerkt, nur mit Sprachhülsen, Absichtserklärungen oder gar Lippenbekenntnissen gearbeitet wird.

Moderne Kommunikation, die jeden einzelnen Menschen anspricht und mit nimmt, ihn sogar in einen Handlungsprozess mit einbindet, nein, so was findet nicht (noch nicht?) statt.
Obwohl alle, zumindest teilweise, den Wahlkampf des derzeitigen amerikanischen Präsidenten Obama gesehen haben, findet kein Umdenken statt.
Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: 365 zu 173 Wahlmännern oder 28 zu 20 Staaten, es war geradezu eine Umkehr der bestehenden Verhältnisse. Jetzt wird jeder sagen, he, Obama ist jemand mit großem Charisma, nein, auch Frau Clinton hatte eine ganz andere Kommunikation gehabt und hätte ein genauso gutes Ergebnis eingefahren. Allerdings war dieser ganze Wahlkampf, er ging immerhin 1 ½  Jahre, harte Arbeit für alle Beteiligten.
Nun wird hier der eine oder andere sagen, He, das waren Nationalwahlen. Richtig, aber in den USA sind auch die Kommunalwahlen mit harter Arbeit verbunden, ob das der Bürgermeister, der Staatsanwalt, der Sheriff oder was weiß ich ist, alle müssen sich um die Wähler bemühen.

Um einmal zu verdeutlichen wie schlimm die Kommunikation der Parteien hier in Ennepetal sind haben wir uns die Mühe gemacht die einzelnen Internetauftritte der Parteien zu bewerten.
Wir haben neben die Parteien die Note (Schulnoten) geschrieben, die sie unserer Meinung nach verdienen und dahinter den Link zu dieser Partei.  1. Reihe haben wir die Partei aufgeführt und in der zweiten Reihe den/die Bürgermeisterkandidat (In).
Stand: 10.02.2009

CDU  befriedigend (3) http://www.cduennepetal.de/
W. Wiggenhagen (Keine Seite)

Parteilos, aber Bürgermeisterkandidat
Dr. jur. Ingo Mehner  befriedigend (3) http://www.ingomehner.de

SPD   ausreichend  (4)   http://www.ennepetal.sozi.info/
Anita Schöneberg ( Keine Seite )

Freie Wähler (FW) mangelhaft (5) http://www.freie-waehler-ennepetal.de/
Kein Kandidat

Bündnis90/Die Grünen mangelhaft (5)   http://www.gruene-ennepetal.de/
Sabine Hoffmann ( Keine Seite )

FDP 
  ungenügend  (6)  Seite ist während des "Wahlkampfes" nicht verfügbar.
http://www.fdp-ennepetal.de/
Dr. Hella Siekermann ( Keine Seite )


Unabhängige (UBE)
  Seite nicht  vorhanden
Kein Kandidat

Ob man mit so dürftigen Informationen die Nichtwähler hinter dem Ofen hervor holen kann, wage ich zu bezweifeln.
Zur Erinnerung, die Parteien und deren Mitglieder wollen und sollen gewählt werden, nicht der Wähler will gewählt werden. Der Wähler wählt nur auf Grund der vorhandenen Informationen und die sind sehr dürftig.
Wenn man die Seiten sieht, fragt man sich schon wann die Parteien und Personen in der heutigen Zeit ankommen werden. Und diese Leute wollen eine Stadt führen?

2 Kommentare
  1. Helga Schulte-Paßlack says:

    Als Ennepetaler Bürger informiert zu sein, ist schwierig. Das muss Mann/Frau leider immer wieder feststellen.

    Die Teilnahme an Veranstaltungen, die auch für den normalen Bürger interessant wären, ist nicht möglich, weil man erst gar nichts davon erfährt. Man muss sich schon selbst kümmern. Frei-Haus gibt es in Ennepetal gar nichts.

    Will man z.B. an Sitzungen im Rathaus teilnehmen als interessierter Bürger und sich auch selbst darauf vorbereiten, dann muss man sich schon gut auskennen und Durchstehvermögen zeigen. Hat man auf der Homepage der Stadt (www.ennepetal.de) es geschafft und ist, tatsächlich mal nicht vom Server daran gehindert, beim Ratsinformationssystem gelandet, kommt man auf die entsprechende Eingangsseite. Von hier aus sich Tischvorlagen herunterladen zu wollen, ähnelt einem Irrgarten, das einem jeder Freude an poltischen Aktivitäten beraubt. Bürgerfreundlich ist dieser Zugang nicht.

    Ein bis mehrere Tage später kann man dann die Ergebnisse in einer unserer beiden Tageszeitungen lesen.
    Manchmal gibt es dazu dann noch Leserbriefe. Ich habe – mit einer Ausnahme zu Beginn der Jugendamts-Affäre – aber niemals eine Antwort auch nur eines Politikers dazu entdecken können. Auch hat die Stadtverwaltung niemals die Gelegenheit genutzt, nachträgliche Erläuterungen abzugeben. Was aber kommt, sind Anrufe Ennepetaler Bürger, die sich freuen, dass man zum Kuli gegriffen und seine Meinung gesagt hat. Manchmal fordern sie auch dazu auf, doch diesen oder jenen Aspekt noch zu formulieren, sind aber leider nicht bereit, selbst mit ihrem Namen hinter der Meinung zu stehen.

    Immer mehr Bürger nutzen die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen in DerWesten, dem Online-Bereich der Presse, zu schreiben. Und die werden auch von den Politikern und der Verwaltung gelesen.

    Schickt man den obersten Herren der Verwaltung einen Brief, bekommt Frau manchmal sogar Antwort.
    Schreibt man allen über 60 Mitgliedern eines Ausschusses, mit Kopie an die Verwaltung, herrscht Schweigen. Es kommt noch nicht einmal ein Dank, dass man sich die Mühe gemacht (und das Porto bezahlt) hat. Sie müssten ja nicht öffentlich Stellung beziehen, aber sie könnten wenigstens dem Schreiber eine persönliche Antwort zukommen lassen.

    Will man dann die Meinung der Parteien erfahren, muss man erst einmal raten, wie sich denn wohl der entsprechende Zweig der Partei in Ennepetal zur Zeit nennt. Schreibt man dann mit Bindestrich, in einem Wort, mit Punkt oder doch lieber mit Unterstrich? Googlen hilft da auch nicht weiter. Man glaubt gar nicht, wie oft die Parteien ihre Internetadresse wechseln. Hat man es dann geschafft, herrscht dort gerade Baustellenstimmung oder man erfährt, was vor einem halben Jahrzehnt in Ennepetal Thema war. (Erstaunlich, wie sich das den heutigen Gebieten ähnelt!)

    Ich finde, das ist ein Armutszeugnis allererster Güte.

  2. Dr. Ingo Mehner says:

    Noch so ein Armutszeugnis.
    Ich fand es am Dienstag, 17. Februar 2009 01.37h auf meinem Rechner.

    Von: wähler (mailto: noreply@ept.de)
    An: info@ngomehner.de
    Betreff: ekörbchen

    Hallo Herr Mehner,
    wir sollen Sie als Bürgermeister wählen?
    ********************************* es folgen Beleidigungen die eine gewisse strafrechtliche Relevanz haben.

    *Beleidigungen, auch indirekt oder über andere werden wir nicht veröffentlichen.
    [Redaktion]
    *Über die IP Nummer und den Zeitpunkt der Übertragung können Sie den Verfasser dieser Mail erfahren und dementsprechende Anzeige erstatten. [Admin]

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